Fakultät für Kultur- und GeisteswissenschaftenDeutsch
Marcus Steinbrenner

 

Marcus Steinbrenner M.A.

Pädagogische Hochschule Zentralschweiz
Hochschule Luzern
Dozent mit dem Schwerpunkt "Fachdidaktik Deutsch"

Kontakt: marcus.steinbrenner@remove-this.phlu.ch

Homepage: Private Homepage / Homepage der Pädagogischen Hochschule Luzern

Biographische Stationen:

  • geboren 1976
  • 1997 - 2001: Studium für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Abschluss: mit Auszeichnung)
  • 2001 - 2005: Magisterstudiengang "Fachdidaktik Deutsch" (Abschluss: mit Auszeichnung)
  • 2002 - 2008: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Deutsch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg
  • seit 2006: Doktorand im Rahmen des Forschungsprojekts "Das Literarische Unterrichtsgespräch" (Leitung: Prof. Dr. Gerhard Härle)
  • seit 2009: Dozent mit dem Schwerpunkt "Fachdidaktik Deutsch"an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Luzern

Arbeitsschwerpunkte:

Publikationen:

Kurzbeschreibung des Promotionsprojekts:

Im Rahmen des Forschungsprojekts wird auf der Grundlage von literaturdidaktischen Ansätzen zum „literarischen Schreiben“ (Paefgen, Fingerhut, Abraham) und von literaturwissenschaftlichen Ansätzen zum gesprächsförmigen Textverstehen (Anderegg, Gadamer u.a.) die Kategorie „literarisches Sprechen“ als eine spezifische, mimetische Form des Textbezugs theoretisch konturiert. An Beispielen aus Gesprächen im Literaturunterricht unterschiedlicher Schularten und  stufen sowie an der Hochschule soll aufgezeigt werden, wie sich „literarisches Sprechen“ konkret zeigt und wie es didaktisch modelliert werden kann. Die meisten der untersuchten Gespräche wurden nach dem vom Forscherteam entwickelten „Heidelberger Modell des literarischen Unterrichtsgesprächs“ geführt, das auf diese Weise auch weiter entwickelt werden konnte. Diese Gesprächsform soll es den TeilnehmerInnen ermöglichen, ihre literarischen Erfahrungen und Verstehensansätze, aber auch Irritationen und Nicht-Verstehen im Rahmen eines Gesprächsprozesses authentisch zu versprachlichen. Dieser sprachliche Annäherungsprozess lässt sich im Anschluss an Walter Benjamin u. a. als spezifische Form von Mimesis charakterisieren und von „analytischen“ Umgangsformen mit Literatur unterscheiden. Die Mimesis-Theorie soll für die Beschreibung und Modellierung von erfahrungsbasierten Erwerbsprozessen im Bereich sprachlich-literarischer Bildung eine bislang unterrepräsentierte Dimension eröffnen und in der weiteren Projektarbeit gezielt für die literaturdidaktische Theoriebildung genutzt werden.

Publikationen zum Thema (Auswahl):

  • Mimetische Annäherung an lyrische Texte im Sprach-Spiel des literarischen Gesprächs. In: Literatur als Spiel. Evolutions-biologische, ästhetische und pädagogische Aspekte. Beiträge zum Deutschen Germanistentag 2007. Hg. von Thomas Anz und Heinrich Kaulen. Berlin; New York: de Gruyter 2009, S. 645-668
  • Mimesis in Literarischen Gesprächen und poetisches Verstehen. In: Poetisches Verstehen. Literaturdidaktische Positionen – empirische Forschung – Projekte aus dem Deutschunterricht. Hg. von Iris Winkler, Nicole Masanek und Ulf Abraham. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2010, S. 37-54
  • Mimetische Textbezüge in Literarischen Gesprächen. Literatur-didaktische Theoriebildung im Spannungsfeld von Empirie und Kulturwissenschaften. In: Kulturtheoretische Kontexte für die Literaturdidaktik. Hg. von Michael Baum und Marion Bönnighausen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2010, S. 25-46
  • „… und wenn die zwei sich in die Augen geschaut haben, haben sie noch LICHT gesehen“. Literarische Erfahrungen in einem Gespräch mit einer 9. Realschulklasse. In: „Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander“. Das Heidelberger Modell des Literarischen Unterrichtsgesprächs in Theorie und Praxis. Hg. von Marcus Steinbrenner u. a. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2011, S. 263-285