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Videoverfahren und Normen

 

Betacam-Format MAZ-Format, das auf Kassetten mit 1/2 Zoll breitem Oxidband im Komponenten-MAZ-Verfahren ein Videosignal von 4,1 MHz Videofrequenzbandbreite, zwei Tonsignale und den Time Code aufzeichnet. Kassetten bis 24'.

Colour Under-MAZ-Verfahren engl. Aufzeichnungssystem, bei dem die Farbinformation von 4,43 MHz in einen Farbunterträger zwischen etwa 500 und 900 kHz umgesetzt und dann aufgezeichnet wird. Neben den U-matic-Formaten arbeiten damit alle Consumer-Formate: Betamax, VHS, S-VHS, Video 8, Hi 8.

Digitalisieren

1.) Wird ugs. für die Überspielung von MAZ-Material (Magnetische Bildaufzeichnung. Aufzeichnung von Bild- und Tonsignalen.) auf Festplatten nichtlinearer Schnittsysteme verwendet. Dieser Vorgang kann automatisiert erfolgen und wird im englischen dann Batch Digitize genannt. Das Wesentliche beim Digitalisierungsprozeß ist aber nicht die Analog/Digital-Wandlung, sondern sind die Vorteile, die sich bei der Wiedergabe von den Festplatten ergeben.
2.) Im Wortsinne versteht man unter Digitalisieren den Vorgang der Analog/Digital-Wandlung.

Fernsehnorm

Eine Fernsehnorm beschreibt grundsätzlich die Zeilenanzahl, die Bildwechselfrequenz. In Europa wird die Norm 626/50 verwendet, also 625 Zeilen und 50 Hz übertragen. In den USA und in Japan gilt die Norm 525/60, dort werden 525 Zeilen und 60 Hz übertragen. Ganz extakt beträgt die Bildwechselfrequenz in USA und Japan 59,94 Hz. Dies wurde wegen der kompatiblen Einführung der Farbe damals geändert und hat heute noch Konsequenzen bei der Verwendung des Time Code. Drop Frame Time Code. Zusammen mit einem Farbcodierverfahren ergibt eine Fernsehnorm ein Fernsehsystem.

Hi 8-Format

engl. MAZ-Format aus der Consumertechnik, das im Colour Under-MAZ-Verfahren auf 8mm breites Reineisenband aufzeichnet. In Verbindung mit Monitoren, die über einen S-Video-Eingang verfügen, zeigen diese Geräte eine höhere Auflösung als der Vorläufer, das Video 8-Format. Hi 8-Recorder können Kassetten des Video 8-Formats bespielen und wiedergeben.

Komponenten-MAZ-Verfahren

Aufzeichnungssystem, bei dem das Luminanzsignal auf eine, die beiden Farbdifferenzsignale auf eine zweite Videospur getrennt auf

Linearer Schnitt

Chronologisches Vorgehen beim herkömmlichen elektronischen Schnitt(Vorgang bei dem Teile eines Bild- und/oder Tonmaterial von einem Zuspielband auf ein Schnittband kopiert werden. Die Schnitte müssen in ihrer letztendlichen Reihenfolge nacheinander vorgenommen werden. Kürzungen oder Verlängerungen einzelner Szenen innerhalb des fertigen Beitrages sind nur mit Kopieren oder mit einem Neuschnitt verbunden. Nichtlinearer Schnitt. Hybrid-Schnitt.

M II-Format MAZ-Format, das auf 1/2 Zoll breites Reineisenband im Komponenten-Verfahren ein Videosignal von 5 MHz Videofrequenzbandbreite, zwei Tonsignale longitudinal, zwei FM-Tonspuren und den Time Code aufzeichnet. Die maximale Spieldauer beträgt 90'. Das Betacam SP-Format basiert zwar auf der gleichen Technik, ist aber nicht kompatibel.

Nichtlinearer Schnitt Bearbeitung von Bild- und Tonmaterial, das zuvor von den Original-MAZ-Bändern/Kassetten oder vom Film auf Festplatten-Laufwerke von einer Kapazität bis zu 2 GByte überspielt wurde. Während der nachfolgenden Bearbeitung ist ein Zugriff auf das Material in beliebiger Reihenfolge und ohne Zeitverlust möglich. Es findet daher kein elektronischer Schnitt statt, vielmehr werden die Bild- und Tonteile von den Festplatten in Echtzeit vorgeführt. Daher können Szenen beliebig gekürzt oder verlängert werden. Nichtlineare Schnittsysteme eingeschränkter Bildqualität werden für den Offline-Schnitt eingesetzt.

Mit einem Video-Editor erfolgt der eigentliche Schnitt am Computer. Die meisten Software Produkte, wie etwa Adobe Premiere oder Ulead's Media Studio, sind sich in der Vorgehensweise recht ähnlich. Die einzelnen Sequenzen werden per Drag and Drop auf die verschiedenen Spuren einer Zeitleiste gezogen und entweder durch Hartschnitt, weiche Blenden oder die beliebten Trickübergänge aneinandergefügt. Die Schnittfolge ist jederzeit als Ganzes zu überblicken.
Es gibt auch jede Menge Filterfunktionen, um Bilder aufzupeppen. Mit den in fast allen Systemen enthaltenen Schriftgeneratoren können Vertitelungen, Vor- und Abspänne vorgenommen werden.
Die einzelnen ausgeführten Bearbeitungsschritte kann man währenddessen entweder auf einem externen Videomonitor betrachten oder auf einem kleinen Vorschau-Fenster gleich auf dem PC-Bildschirm überprüfen.
Da alle Quellbilder übersichtlich und parallel auf der Festplatte liegen, kann der Schnitt erst einmal virtuell definiert und durchgespielt werden: jederzeit können noch Filmsequenzen, Bilder und Audio-Effekte eingefügt oder herausgenommen werden. Man kann alles bildgenau trimmen, bis die Schnittfolge perfekt paßt.

S-VHS-Format engl. Abk. Super VHS, Video Home System. MAZ-Format aus der Consumertechnik, das auf 1/2 Zoll breites Reineisenband im Colour Under-MAZ-Verfahren aufzeichnet. In Verbindung mit Monitoren, die über einen S-Video-Eingang verfügen, zeigen diese Geräte eine höhere Auflösung als das VHS-Standard-Format. S-VHS-Recorder können VHS-Kassetten bespielen und wiedergeben. S-VHS-Kassetten können auf Geräten des Digital S-Formats wiedergegeben werden.

S-Video engl. Abk. Separated Video. Videoschnittstelle in Colour Under-Systemen, bei der das Luminanzsignal und der Farbunterträger auf getrennten Leitungen übertragen werden.

VHS Abkürzung für Video-Home-System • Das VHS-System ist im 20. Jahrhundert das populärste Amateur-Video-System mit einer Auflösung, die ungefähr 320 auf 240 Bildpunkten entspricht.

siehe auch: Betacam, DV, Hi 8, S-VHS, Quasi S-VHS-Playback und D-VHS sowie PAL
Video-Bearbeitung und Video-Kompression
ViaVoice

VHS-Format engl. Abk. Video Home System. Das am weitesten verbreitete MAZ-Format aus der Consumertechnik, das auf Kassetten mit 1/2 Zoll breitem Oxidband aufzeichnet. Arbeitet im Colour Under-MAZ-Verfahren. ARD/ZDF-Standard für Ansichtskopien. Nachfolgesystem ist das S-VHS-Format.

Video 8-Format MAZ-Format der Consumertechnik, das im Colour Under-MAZ-Verfahren auf 8mm breites Oxidband aufzeichnet. Vor allem wegen seiner kleinen Kassetten ist dies ein System für sehr kleine Consumer-Kamerarecorder. Nachfolgesystem ist das Hi 8-Format.

Video-Auflösung Bei der Videobearbeitung fallen sehr große Datenmengen an. Also stellt sich die Frage, ob man nicht mit Blick auf das Ergebnis die anfallenden Datenmengen durch eine geringere Auflösung reduziert (siehe auch Videokomprimierung): für VHS wird eine Auflösung von 320 auf 200 Bildpunkten benötigt,
S-VHS bzw. Hi8 können kaum mehr als 640 auf 480 Bildpunkte bearbeiten.
DV arbeitet 720 auf 576 Bildpunkten,
die volle PAL-Auflösung beträgt 768 auf 576 Bildpunkte.

Digitale Videodaten sind sehr umfangreich und benötigen hohe Speicherkapazitäten und Datenübertragungsraten zum Aufnehmen, Archivieren und Abspielen der Dateien. Beim Erstellen einer "AVI"- oder "QuickTime"-Datei werden darum die Daten komprimiert, um die Dateigröße zu verringern und die Wiedergabe des Films zu vereinfachen. Die Daten müssen dazu eben auch bei der Wiedergabe eines Films dekomprimiert werden können.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass ggfls. die bei der Video-Erstellung und -Bearbeitung verwendeten Codecs auch auf den Systemen verfügbar sind (bzw. durch nachträgliche Installation sein könnten), auf denen die bearbeitete Film-Dateien abgespielt werden sollen. Dieses ist natürlich besonders wichtig bei CD- oder DVD-Projekten - allerdings weniger wichtig, wenn der bearbeitete Film "nur" wieder auf Videoband gespielt wird.

Für die Videobearbeitung per Computer gelten folgende Verhältnisse zwischen Kompression und Qualität. Gemessen werden, wieviele Megabyte an Videodaten pro Sekunde verarbeitet werden müssen
bzw. wieviele Minuten Film auf einem Gigabyte (1 GB) gespeichert werden können.
Die Videoauflösung ist abhängig von der verwendeten Video/Fernsehnorm, denn das PAL-System hat eine Auflösung von 768 x 576 Bildpunkten, NTSC arbeitet mit 640 x 480 Bildpunkten
http://www.glossar.de/glossar/z_videokompression.htm

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