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Prof. Dr. Michael Schallies

# 28.04.2003
Erstellt von : Pfeiferg

Von Claudia Eysel, Michael Schallies & Anneliese Wellensiek


Problemstellung

Die Diskrepanz zwischen Umweltwissen und Umwelthandeln ist groß und spie-gelt sich in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens wider. Wie ist diese Lücke zu schließen? Welche Elemente muss Umwelterziehung beinhalten, damit das vorhandene Wissen auch in entsprechendes Handeln umgesetzt wird, und an welcher Stelle des Bildungssystems sollte ange-setzt werden?

Mit dieser Fragestellung setzt sich die Arbeitsgruppe "Klima" an der Pädagogischen Hoch-schule Heidelberg unter Prof. Schallies seit Mitte der 90er Jahre im Modellversuch "Klimaf-reundliche und energiesparende Schule" auseinander (Schallies, Wellensiek, & Lembens 1997, 1998). Die Ergebnisse zeigten deutlich, wie wichtig Erfahrungen durch Einbezug au-ßerschulischer Lernorte und -experten, die Bearbeitung authentischer und alltagsnaher Prob-leme, echte Partizipation mit der Übernahme von Verantwortung und eine di-daktisch-methodische Ausdifferenzierung des Unterrichts für das Erreichen der genann-ten Kompe-tenzen ist. Geeignete Lernarrangements stellen jedoch hohe Ansprüche an die Lehrerinnen und Lehrer. Die Aufgabe besteht nun nicht mehr primär in der Wissensvermittlung, sondern darin, Schüler bei der selbständigen Erarbeitung komplexer Probleme im Sinne einer partizi-pativen Arbeitskultur (Kyburz-Graber & Högger 2000) zu unterstützen. Dies erfordert neben dem Aufspüren und Erkennen authentischer und komplexer Problemfelder die Fähigkeit, daraus einen pädagogischen Kontext zu schaffen und unterstützende Methoden situations-gerecht anzuwenden. Weiterhin sind Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft, ein Überdenken des traditionellen Lehrer-Schüler-Rollenbildes sowie eine angemessene Refle-xion des pädagogischen Handelns vor dem Hintergrund von Lern- und Bildungszielen not-wendig.

Aus diesen Ergebnissen folgt die Hypothese, dass sich angehende Lehrerinnen und Lehrer bereits in ihrer Erstausbildung mit solchen Methoden und Arbeits-verfah-ren an konkreten Problemen auseinandersetzen sollten, die sie im Ver-lauf ihrer künftigen Unter-richtstätigkeit werden anwenden müssen.


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Endbericht (PDF-Datei)  1.753 KB

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