BLK-Modellversuch "Lebenslanges Lernen"
Das BLK-Modellversuchsprogramm "Lebenslanges Lernen" läuft seit dem 1. 4. 2000. Es wird von Bund und Ländern je zur Hälfte gefördert. Die Programmbeschreibung ist im Internet dargestellt: www.blk-bonn.de/mv-lebenslanges_lernen.htm. Bislang sind 14 Länder beteiligt. Rheinland-Pfalz ist das für die Durchführung verantwortliche Bundesland. Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (www.die-frankfurt.de) hat die Programmträgerschaft.
Eingebettet in die Programmlinie 3 wird ein Teilprojekt von unserer Arbeitsgruppe organisiert und wissenschaftlich begleitet:
"Qualität des Lernens verbessern, Schulkultur und Lernumgebungen entwickeln"
Dieses Vorhaben wird im Hinblick auf die im Zentrum des BLK-Modellversuchsprogramms "Lebenslanges Lernen" stehenden Zielaspekte "Eigenverantwortung und Stärkung der Selbsteuerung der Lernenden", "Kooperation zur Entwicklung strategischer Ansatzpunkte lebenslangen Lernens" und darauf bezogener Entwicklungen von neuen Lehr- und Lernarrangements durchgeführt.
Es handelt sich dabei um einen systemischen Ansatz zur Verbesserung der Qualität des Lernens und der Professionalisierung der Aus- und Weiterbildung von Lehrern unter prozessbegleitender Forschung. Im ersten Schritt wird eine enge Verzahnung einer lehrerbildenden Hochschule mit Projektschulen in Bezug auf die gemeinsame Zielsetzung nach dem Modell einer "Professional Development School" aufgebaut. Maximal 10 Projektschulen (Sekundarstufen I und II) sollen nach einem Ausschreibungsverfahren im Rhein-Neckar-Dreieck für die Zusammenarbeit gewonnen werden. Der Ausgangspunkt für das Finden angemessener Konzeptionen von konkreten Projektarbeiten sind die jeweilige Schulsituation vor Ort und das Kollegium mit seinen erzieherischen Werten, Normen und Fähigkeiten zum Kooperationshandeln.
Mit den Projektschulen vereinbarte und durchgeführte spezifische Unterrichts-, Lern- und Weiterbildungskonzepte sollen nach einer methodenpluralistischen Vorgehensweise mit qualitativen und quantitativen Methoden unter besonderer Berücksichtigung des Instruments "Portfolio" von der Begleitforschung evaluiert werden. Ziel ist es dabei, die individuellen und strukturellen Voraussetzungen und deren Veränderung während der Projektarbeit zu untersuchen, Theorien für die schulische Arbeit zu generieren und Erkenntnisse für die Erstausbildung von Lehrern zu gewinnen.
Mit dem Vorhaben sollen gleichzeitig die Bemühungen zur inneren Schulreform und zur Organisationsentwicklung von Schule unterstützt werden.
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