"Was unterscheidet eine Laterne, wenn sie von einer Erzieherin oder einer Elementarpädagogin mit einem Kind gebastelt worden ist? – Zur Notwendigkeit einer Akademisierung der Ausbildung im Früh- und Elementarbereich" >>
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© HSchöler 07.04.2010 |
Bachelor-Studiengang
"Frühkindliche und Elementarbildung"
Der dreijährige Bachelor of Arts (B. A.)-Studiengang "Frühkindliche
und Elementarbildung" ist mit Wintersemester 2007/08 an der Pädagogischen
Hochschule Heidelberg gestartet.
Das Studium qualifiziert für
die professionelle Arbeit mit Kindern in
den unterschiedlichsten Einrichtungen des Elementarbereichs (Kinderkrippe,
Kindergarten, Bildungshaus, Frühfördereinrichtung).
Blick in den Innenhof des Altbaus der PH [© HS 15.04.2010 - 7:00 h]
Frühkindliche und Elementarbildung
Markt der Zukunft
Die Elementarbildung ist in den letzten Jahren zunehmend in den Blickpunkt
der Öffentlichkeit geraten und erhält den ihr zustehenden
Stellenwert als grundlegender und integraler Bestandteil des Bildungssystems.
Vielfältige Maßnahmen zur Entwicklungsförderung werden
beraten und durchgeführt, Bildungs- bzw. Orientierungspläne
für den Elementarbereich beschlossen. So entsteht ein Bedarf
an qualifizierten Kräften in diesem Bereich.
Der Bachelor-Studiengang „Frühkindliche und Elementarbildung“
an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg will dafür eine
wissenschaftlich fundierte fachliche Ausbildung mit enger Verzahnung
in den entsprechenden Praxisfeldern bieten.
Ziele
Das sechssemestrige Studium ist modular aufgebaut (s. Module). Ziel des Studiums
ist es, die Studierenden zur Anwendung wissenschaftlicher Methoden
und Erkenntnisse zu befähigen und ihnen professionelle Handlungskompetenzen
in den Berufsfeldern des Elementarbereichs zu vermitteln. Direkte
Bezüge in die Praxisfelder bestehen von Beginn an (s. Praxis-Überblick). Langjährige
Forschungsprojekte im Elementar- und Primarbereich (s. Forschung) bieten eine ausgezeichnete
Verzahnung von Forschung, Lehre und Praxis in den Inhalts- und Kompetenzbereichen.
Kompetenzerwerb für
- Förderung von Kindern in spezifischen Bildungsfeldern (z.
B. mathematisch, naturwissenschaftlich, musisch, ästhetisch-künstlerisch,
ethisch, sprachlich)
- Umgang mit Unterschiedlichkeit im Sinne der Diversity Studies
(Interkulturalität, Inklusion, Gender)
- Entwicklungsbegleitung und -förderung (insbesondere in körperlichen, motorischen, kognitiven, sozial-emotionalen, sprachlichen und moralischen Entwicklungsbereichen)
- Diagnostik
- Beratung und Leitung
- Qualitätsmanagement
- Evaluation und Dokumentation
- Professionelle Responsivität
- Reflexion der eigenen Praxis
- wissenschaftliches Arbeiten/Forschungsmethoden
Schwerpunkte
- Sprache, Kommunikation und Interkulturalität
- Künste (musisch, ästhetisch, tänzerisch, theatral)
- Frühförderung - Umgang mit Kindern mit besonderem Förderbedarf
- Gesundheitsförderung (Bewegung: physiotherapeutisch, künstlerisch, psychomotorisch; Ernährung)
- Frühe Förderung von Säuglingen und Kleinkindern
- Supervision, Beratung, Diagnostik
Berufsperspektiven
Früh- und Elementarpädagogen sind tätig in Institutionen, die Kindern von Geburt bis etwa zwölf Jahren Bildungsangebote machen (z. B. Bildungshäuser, Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Schulbetreuung). Aufgrund ihrer spezifischen Kompetenzen sind sie sowohl für die interne Qualitätsentwicklung, zur Optimierung der pädagogischen Diagnostik und Planung, für die Vernetzung der Einrichtung mit anderen Institutionen, zur Förderung von Kindern mit sozialen und anderen Entwicklungsrisiken oder zur Beratung ihrer Eltern sowie zur Übernahme von leitenden Funktionen qualifiziert. Des weiteren können sie in interdisziplinären Frühförderstellen tätig werden.
Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten
Ein weiterführendes Studium mit dem Master of Arts (M. A.)-Abschluss
ist geplant mit der Möglichkeit eines sich anschließenden
Promotionsstudiums. Tätigkeitsfelder in Wissenschaft und Forschung
im Bereich der Frühkindlichen und Elementarbildung sind
dann gegeben.
Die "alte" PH im Herbst [© HSchöler 15.10.2009]
Zu Informationen über die Module siehe >>.
Allgemeine Informationen zum Studiengang auch auf
Flyer (>> pdf)
[s. auch das Felbi-Poster auf dem Kongress "Frühkindliche Bildung in Forschung und
Lehre", der am 28./29. Juni 2007 im Fanzösischen Dom in
Berlin stattfand, sowie auf dem Kongress "Frühkindliche
Bildung in Baden-Württemberg: Ausbildung und Perspektiven für
Frühpädagogen", der am 13./14. September 2007 im Haus
der Wirtschaft in Stuttgart stattfand] |