Mentorinnentage(hs) In Kooperation mit den Praxiseinrichtungen führt das Studiengangsteam Mentorinnentage durch. Diese Veranstaltungen dienen als Fortbildungsangebote für die Erzieherinnen und Erzieher, die sich in der Praxiseinrichtung als Mentor/-in für die Ausbildung vor Ort bereit erklären. Bisher fanden drei Mentorinnentage statt, die unten näher beschrieben sind.
Thema des 1. Mentorinnentages am 25. Juni 2008 war zum einen die Vorstellung des Studienganges und insbesondere seiner Praxiskonzeption, die von der Praxisbeauftragten des Studienganges Frau Dipl.-Päd. Gutknecht erläutert wurde. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt des 1. Tages war die "Frühe mathematische Bildung". Von Frau Prof. Dr. Kaufmann und Frau Dipl.-Päd. Einig wurden (a) die derzeitigen Erkenntnisse zur Entwicklung mathematischer Vorläuferfertigkeiten und (b) die Programme zur Förderung dieser Vorläuferfertigkeiten vorgestellt. (Die Folien des Vortrages sind downloadbar.) Alle aktuellen Programme waren ausgestellt und konnten von den Mentorinnen in die Hand bzw. in Augenschein genommen werden. Die anregende Diskussion während des Treffens zeigte, dass dieser Tag sehr gut angenommen worden ist und eine Fortsetzung - dies war der allgemeine Tenor - zumindest in einem jährlichen Turnus begrüßt würde. Der 2. Mentorinnentag fand am 14. Januar 2009 in der Aula im Altbau der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wieder von 15 bis 18 Uhr statt. Das Motto des Tages lautete: "Den fachlichen Blick teilen können: Anleitung und Beratung im Praktikum". Frau Dipl.-Päd. Gutknecht und Herr Dr. Greiner referierten zunächst über das Ausbildungskonzept im Bereich der Praxisreflexion, vor allem zwei Konzepte wurden detaillierter vorgestellt: die Professionelle Responsivität und die Ausbildungsintervision im systemischen Sinne. Anhand des Videobeispiels eines Musikangebotes wurden anschließend die Rückmeldungen der anwesenden Mentorinnen an die Praktikantin gesammelt und diskutiert. Das Zeitraster und der Raum haben sich bewährt und so fand auch der 3. Mentorinnentag am 15. Juli 2009 wieder in der Aula von 15 bis 18 Uhr statt. Thema war zunächst die musikalische Bildung im Elementarbereich. Holly Holleber, Lehrbeauftragter in den Modulen FFE3 (Körper, Klang und Rhythmus: Rhythmik und Musik im Früh- und Elementarbereich) und WFFE2 (Rhythmus, Töne, Improvisation: Projekte mit Rhythmik und Musik) führte eine ganz normale Lehreinheit mit den "Felbi"-Studierenden durch und konnte damit außerordentlich gut überzeugen, wie relevant die frühe Bildung im musikalisch-rhythmischen Bereich ist und warum jede pädagogische Fachkraft auch solche musikalischen Angebote durchführen sollte.
Anschließend zeigte Dorothee Gutknecht, die Praktikumsbeauftragte des Studienganges, einen Ausschnitt aus einem Film, in dem u. a. Fragen der Inklusion im Kindergarten erfolgreich mit so genannten Persona Dolls bearbeitet werden. Anschließend wurde zunächst über die Möglichkeiten diskutiert, die solche Puppen bieten können. Frau Gutknecht moderierte dann wieder sehr gekonnt den regen Informationsaustausch über die Gestaltung der Tages- und Blockpraktika sowie die Aufgabe der Mentorinnen.
Am 4. Mentorinnentag, der am 4. November 2009, schon traditionsgemäß von 15-18 Uhr in der Aula der PH, stattfand, konnte der Studiengangsleiter Prof. Dr. Hermann Schöler erfreulicherweise zwischen 50 und 60 pädagogische Fachkräfte aus Heidelberg, Mannheim, dem Rhein-Neckar-Kreis und sogar aus Einrichtungen in Karlsruhe und in Südhessen begrüßen. Da viele neue Mentorinnen gewonnen werden konnten, stellte Hermann Schöler zunächst das Konzept des Studienganges und insbesondere die Verbindung von Theorie und Praxis und deren Realisierung in dem sog. "Drei-Räume-Modell" vor. Anschließend ergaben sich eine Reihe von Fragen, für die das Studiengangsteam, Frau Gutknecht, Herr Greiner und Herr Schöler Rede und Antwort standen. Anschließend wurde von Herrn Schöler die Erfahrungen mit der neuen Einschulungsuntersuchung (ESU) in Baden-Württemberg erfragt. Dabei stellte sich u. a. heraus, dass in etwas mehr als der Hälfte der Kindertageseinrichtungen, die durch Fachkräfte repräsentiert waren, alle Kinder auch untersucht worden waren, in einer Reihe von Einrichtungen hatten dagegen überhaupt keine Untersuchungen im Rahmen der neuen ESU stattgefunden. Nach einer kurzen Pause und einer Aufteilung in zwei Gruppen (Frau Dorothee Gutknecht und Herr Dr. Helmut Greiner) fand ein reger Austausch über die bisherige Arbeit der Mentorinnen, die Praxisleistungen der Studierenden und die damit verbundenen Chancen und Probleme statt. Alles in allem lief die Veranstaltung in einer ausgesprochen konstruktiven Atmosphäre ab, so die Rückmeldung der Teilnehmerinnen und auch der Eindruck der Veranstalter. Ganz im Zeichen der Spielforschung stand der 5. Mentorinnentag des Studiengangs Frühkindliche und Elementarbildung am 28. April 2010 an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. 50 Leitungskräfte und Praxismentorinnen, die Studierende aus dem zweiten und vierten Studiensemester begleiten, waren der Einladung des Studiengangsleitungsteams gefolgt und beteiligten sich engagiert an der Diskussion um "Excellence of Play" nach dem Vortrag von Dr. Helmut Greiner (die Folien des Vortrages sind hier downloadbar). In den anschließenden Arbeitsgruppen moderierten Dorothee Gutknecht, Praxisbeauftragte des Studiengangs, und Dr. Helmut Greiner den Austausch zu zentralen Fragen der Ausbildung und der Ausbildungsbegleitung.
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