NTG-Institut
NTG-Institut
Mitglieder
Institutskonferenz
Kolloquien
Tagungen
Projekte
Publikationen
Wiss. Arbeiten
Kooperationspartner
Aktuelles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das NTG-Institut hat einen neuen Internetauftritt. Zur Weiterleitung klicken Sie bitte hier.

 

am 28. 07. 2001 an der Pädagogischen Hochschule gegründet

Naturwissenschaft und Technik sind maßgebliche Parameter der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen in den modernen Industriegesellschaften. Für das Bildungsziel, jungen Menschen eine Orientierung in der modernen Lebens- und Arbeitswelt zu ermöglichen und die Entwicklung ihrer Urteils- und Handlungsfähigkeit zu fördern, sind neue Lehr- und Lernkonzepte erforderlich, die über tradierte Inhalte und Formen der Wissensvermittlung hinaus gehen. Zusätzlich zum herkömmlichen Repertoire an methodisch-didaktischen Fähigkeiten innerhalb der betreffenden Fachdisziplinen erfordert die zukünftige Unterrichtstätigkeit die Wahrnehmung und das Verständnis von komplexen, für das tägliche Leben und die Zukunft relevanten Sachverhalten. Dazu ist die Integration von Wissen unterschiedlicher Disziplinen unabdingbar. Auf diese Veränderungen sollten auch die Strukturen der Bildungseinrichtungen abgestimmt werden.

Im angelsächsischen Sprachraum wird die hier dargelegte Zielsetzung bereits seit längerer Zeit mit sogenannten Science-Technology-Society-Curricula sowohl auf der Schulebene als auch im Studium an den Universitäten verfolgt. Mit STS-Ansätzen wird ein angemessenes Verständnis von Naturwissenschaften und Technologie angestrebt, das wissensbasierte Standpunkte und begründete Ansichten umfasst und dazu befähigt, dass Laien und Fachleute den Dialog zu Fragestellungen von Anwendungen naturwissenschaftlicher Kenntnisse führen können.

Diese neuen zukunftsweisenden Aufgaben im Bereich der Lehrerbildung liegen quer zu den herkömmlichen fachdisziplinären Strukturen. Mit der Gründung des Interdisziplinären Instituts für Naturwissenschaften-Technik-Gesellschaft ist nun an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg eine Einrichtung geschaffen worden, die Forschungs-, Implementations- und Eva-luationsprojekte zum Lehren und Lernen von Naturwissenschaften und Technik in kulturellen, zivilisatorischen und umweltrelevanten Zusammenhängen durchführt. In Verbindung mit seinen Forschungsaufgaben wird eine geordnete Neustrukturierung von interdisziplinären Ausbildungskonzepten für die Studienbereiche "Interdisziplinäres Lehren und Lernen (ILL)" (GHS) bzw. "Interdisziplinäre Studien (IS)" (RS) und für die "Fächerverbünde" der Prüfungsordnungen 2003 erarbeitet.

Mit der Institutsgründung ist nicht die Verschmelzung der Einzeldisziplinen Biologie, Chemie und Physik zu einem neuen Fachbereich Naturwissenschaften angestrebt worden. Vielmehr soll eine integrationsorientierte Zusammenarbeit mit dem Ziel erfolgen, jungen Menschen die Entwicklung von Kompetenzen im vernetzten Denken zu ermöglichen, die zum Verstehen der komplexen Vorgänge im Bereich von Naturwissenschaften und technologischen Entwicklungen essentiell sind. Zentral ist hierbei die Überlegung, statt der Anhäufung disziplinären Einzelwissens eine Gesamtsicht auf Naturwissenschaften zu ermöglichen. Das hier vertretene Bildungsverständnis zielt auf den Erwerb von Fähigkeiten zur Bewältigung des Lebens in einer sich rasch verändernden Arbeitswelt sowie im privaten und öffentlichen Lebensbereich.

Die Verwirklichung solcher Bildungsziele wurde zuerst im Studium Generale der Universitäten Nordamerikas und später in den High Schools dieses Kontinents mit der Einführung von Science-Technology-Society-(STS)-Unterricht versucht. Analog Bemühungen fanden in England mit "Science and Technology in Society (SATIS)" - Ansätzen statt. STS und SATIS waren Ausdruck des Bemühens, für das Lernen von Naturwissenschaften und den Aufbau von Wissenschaftsverständnis einen Kontext mit der Lebenswelt herzustellen.

Das Interdisziplinäre Institut für Naturwissenschaften-Technik-Gesellschaft nimmt die vor-liegenden internationalen Erfahrungen und die sich daraus ergebenden Implikationen auf, entwickelt aus den Arbeitsschwerpunkten der Institutsangehörigen einen gemeinsamen For-schungszusammenhang und schafft in der engen Verzahnung Forschung und Lehre auch ein geeignetes Umfeld für die qualifizierte Ausbildung des eigenen wissenschaftlichen Nachwuchses.

Das neue Institut hat bereits 25 Mitglieder. In der nun vorliegenden Aufbauphase des Instituts werden die Vorhaben koordiniert, stärker verzahnt und im Zusammenwirken der Akteure zu einer Gesamtsicht integriert.
   

     Aktualisiert am 27.06.07                        Kontakt:  NTG-Institut                        Websitebearbeitung:  Dr. K. Scheler und B. Heine
Homepage des NTG-Instituts Homepage PH-Heidelberg