Wiss. Arbeiten im NTG-Institut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Projektbeschreibung

Leitung
Dr. Anneliese Wellensiek, wiss. Mitarbeiterin
Prof. Dr. Michael Schallies
Kooperationspartner Dr. Barbara Bertram, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
Dr. Veronika Strittmatter-Haubold (seit 04/2002),
Institut für Erziehungswissenschaft (IfE)
Sabine Bergmann
Laufzeit 5 / 2001 - 5 / 2003
Förderung Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg,
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (DKFZ)

Kurzdarstellung:
"Science goes public" ist ein Pilotprojekt, in dem das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Pädagogische Hochschule Heidelberg gemeinsam an der Problematik arbeiten, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu eröffnen und zu gestalten. Derzeit herrscht ein Spannungsverhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Dies gilt es in ein Vermittlungsverhältnis zu wandeln (Wellensiek 2002).
Die öffentlichen Veranstaltungen mit WissenschaftlerInnen aus dem DKFZ haben den Sinn, über die neuesten Entwicklungen in der Krebsforschung zu informieren und richten sich an die Bevölkerung in Heidelberg und der Region. Die Einladung erfolgt über Plakate, Zeitungsannoncen und über den lokalen Radiosender. Die gemeinsame Planung, Konzeption und Durchführung dieser Veranstaltungen wird als Problemstellung hochschuldidaktisch genutzt, in dem diese Aufgabe an Studierende im Rahmen fachdidaktischer bzw. interdisziplinärer Projektseminare übertragen wird. Ebenso ist sie in der Unterrichtsforschung angesiedelt, insofern als Schülerinnen und Schüler diese Planungs- und Konzeptionsaufgaben lösen. Es haben sechs Veranstaltungen dieser Reihe stattgefunden.
 
Einführung:
Die Gesellschaft befindet sich seit geraumer Zeit auf dem Weg in die "Wissensgesellschaft". Fatalerweise scheint jedoch die Verständigung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit schwieriger denn je. Es fehlt an Modellen für den Experten-Laien-Diskurs, um die Verständigung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu strukturieren.
Gefordert werden neue Kommunikationsstrukturen, um die Öffentlichkeit am Kapital des Wissens zu beteiligen und in die Legitimation wissenschaftlichen Tuns einzubinden.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), eine Großforschungseinrichtung in Heidelberg, möchte an der gesamtgesellschaftlichen Herausforderung mitwirken und mit Bürgern dadurch ins Gespräch kommen, dass Wissenschaftler mit Laien über ein wissenschaftliches Thema verständlich öffentlich diskutieren.
Der Forderung nach Transparenz und Öffnung auf Seiten der Wissenschaft muss in der Bevölkerung auf Bürgerinnen und Bürger treffen, die an Fragen der Gestaltung von Wissenschaft auch interessiert sind. Dieses Interesse und die notwendigen Kompetenzen für "Public Understanding of Science" müssen im Rahmen des Bildungsauftrages der allgemeinbildenden Schulen entwickelt werden. Damit dies gelingen kann, müssen angehende Lehrer ebenfalls am Experten-Laien-Diskurs teilhaben und ihn im Sinne eines Bildungsauftrages mitgestalten.
Deshalb wurde eine öffentliche Veranstaltungsreihe mit dem Thema "Science goes public" konzipiert. Für diesen speziellen Vermittlungsauftrag hat das DKFZ die Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg vereinbart.

Zwischenergebnisse:
Der Projektstart von Science goes public erfolgte zeitgleich mit der Einführung des neuen Studienbereiches Interdisziplinäres Lehren und Lernen (ILL) bzw. Interdisziplinäre Studien (IS) in den Studiengängen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen (ILL) bzw. an Realschulen (IS) an der Pädagogischen Hochschule. Die veränderte Schulwirklichkeit und die Ergebnisse der TIMSS- und PISA-Studien haben den Veränderungsdruck auf Schule und Lehrerbildung erhöht.
Die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sollten lernen, wie sie sich komplizierte Sachverhalte erarbeiten und anschaulich darbieten können.
Die projektorientierten Seminare wurden gemeinsam mit Dr. Veronika Strittmatter-Haubold, Institut für Erziehungswissenschaft (IfE), durchgeführt, im Hinblick auf ihre hochschuldidaktische Zielstellung wissenschaftlich begleitet und im Rahmen einer Diplomarbeit ausgewertet. Ein deskriptiv und exemplarisch gehaltener Abschlussbericht steht als pdf-Datei zur Verfügung (Achtung: Dateigröße 7,3 MB) oder kann angefordert werden .

Hinweis: Für die Ansicht von pdf-Dateien benötigen Sie das Programm Acrobat
Reader, das Sie unter http://www.adobe.de/products/acrobat/ oder durch Anklicken
des nebenstehenden Bildes herunterladen können.
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Folgende Veranstaltungen haben stattgefunden:

17.07.2001 "Dem Tumor den Saft abdrehen - ein neues Prinzip für die Krebstherapie"
Wissenschaftlerin: Dr. Maren Hansen (DKFZ)
Laie: Dr. Ralf Bogner (Germanistisches Seminar, Universität Heidelberg)
Studierende Fachdidaktik Chemie und ILL/IS (Wellensiek/Schallies)
Ort: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
27.11.2001 "Krebsprävention mit Messer und Gabel"
Wissenschaftlerin Dr. Clarissa Gerhäuser (DKFZ)
Laie: Dr. Christoph Teichmann, Juristisches Seminar der Universität Heidelberg
Schülerinnen/Schüler: Klasse 9c Marion-Dönhoff-Realschule Brühl/Ketsch (Schneider/Wellensiek)
Studierende Fachdidaktik Biologie und ILL/IS (Storrer/Wellensiek)
Moderator: Dr. Thomas Häcker (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Ort: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
23.04.2002 "Das Unsichtbare sichtbar machen. Proteine, Bausteine des Lebens"
Wissenschaftlerin: Dr. Martina Schnölzer (DKFZ)
Schülerinnen der Klasse 9c der Raphael-Realschule Heidelberg (Huppertz/Wellensiek)
Moderator: Dr. Thomas Häcker (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Ort: Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
24.07.2002 "Zu Risiken und Nebenwirkungen ..., Entwicklung neuer Medikamente gegen den Krebs"
Wissenschaftlerin: Dr. Maria Kissel (DKFZ)
Studierende ILL/IS (Strittmatter-Haubold/Wellensiek/Schallies)
Moderator: Dr. Thomas Häcker (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Ort: Stadtbücherei Heidelberg
17.12.2002 "Impfen gegen Krebs - wie geht das? Die Oberbürgermeisterin fragt nach"
Wissenschaftlerin: Eva Jasmin Freyschmidt (DKFZ)
Laie: Beate Weber, Oberbürgermeisterin der Stadt Heidelberg
Moderator: Dr. Thomas Häcker (Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Ort: Stadtbücherei Heidelberg
04.02.2003 "Tarnen und täuschen - die Reise der Krebszelle in den Knochen"
Wissenschaftlerin: Dr. Karin Ackermann
Studierende Diplom, ILL/IS, Fachdidaktik Chemie (Strittmatter-Haubold/Wellensiek/Schallies)
Moderatoren: Signe Brunner, Christian Hoffmann, Dr. Thomas Häcker (alle Pädagogische Hochschule Heidelberg)
Ort: Stadtbücherei Heidelberg

Tabelle 1: Veranstaltungsübersicht

Die einzelnen Veranstaltungen wurden vom Publikum per Fragebogen evaluiert. Stellvertretend ist hier die Bewertung der letzten Veranstaltung dargestellt (max. Punktzahl = 72). Allen Veranstaltungen ist gemeinsam, dass der Gesamteindruck, die Verständlichkeit der Darbietung und die Kooperation der beiden Institutionen hervorragend bewertet wurden. Es ist der einhellige Wunsch des Publikums, die Veranstaltung fortzusetzen. Diese Frage wird nach Abschluss der Gesamtauswertung von den beteiligten Institutionen überlegt.

Bewertung der 6. Veranstaltung

Abbildung 1: Bewertung der 6. Veranstaltung

Publikationen:
Wellensiek, A. (2002). Bildungsqualität durch problemorientierte Interdisziplinarität in der Lehrerbildung. In: R. Brechel (Hrsg.), Zur Didaktik der Physik und Chemie, Probleme und Perspektiven. Vorträge auf der Tagung für Didaktik der Physik/Chemie in Dortmund, September 2001, (S. 117-119). Alsbach/Bergstraße: Leuchtturm-Verlag.

Vorträge:
23.-26.09.2002 Tagung der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) in Flensburg "Außerschulisches Lernen in Physik und Chemie"
Vortrag Dr. Wellensiek:
"Das Projekt "Science goes public" - Lernen an außerschulischen Lernorten"
Zur Veröffentlichung eingereicht
28.10.2002 Arbeitskreis Frauen in Forschungszentren, DKFZ Heidelberg
Vortrag Dr. Wellensiek: "Das Projekt Science goes public"
28.10.2002 Studium Generale der Universität Ulm, Wintersemester 2002/2003: Universität Bildung und Gesellschaft
Vortrag Dr. Wellensiek:
"Wie können Mädchen und Jungen Technologien verstehen und beurteilen lernen? Altersgemäße, geschlechts- und gesellschaftsspezifische Aspekte einer modernen Didaktik der Naturwissenschaften"
08.11.2002 Herbstsymposium der Universität Heidelberg: Publizieren in der Wissenschaft
Vortrag Dr. Wellensiek:
"Wissenschaftler und Laien im Gespräch: Das Projekt Science goes public"

Tabelle 2: Vortragsübersicht


 

Aktualisiert am  27. 2. 2003                           Kontakt:  NTG-Institut                           Websitebearbeitung:  Dr. K. Scheler
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