Zur PH-Homepage Energiebericht der PH-Heidelberg 1998
    
Teil 1: Zusammenfassung

Inhaltsübersicht
Teil 2: Gesamtbetrachtung der erfaßten Liegenschaften
Teil 3: Gebäudespezifische Darstellung und Analyse

Teil 4: Maßnahmenübersicht
Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen
Stichwortsuche im Energiebericht

        
nach unten Situation und Motivation
 

Die Belastungen unseres Lebensraumes wurden in den letzten Jahrzehnten immer deutlicher:

  • Waldsterben,
  • Smog,
  • Abbau der Ozonschicht infolge der Freisetzung von FCKWs,
  • nukleare Verseuchung,
  • Artensterben oder
  • Grundwasserbelastung
sind nur einige Aspekte; daneben zeigen Klimaprognosen unterschiedliche Gefahren einer
  • globalen Klimaveränderung

durch den "anthropogenenTreibhauseffekte": Allein die Orkantiefs im Winter 1989/90 verursachten in Europa Versicherungsschäden in Höhe von 15.000.000.000,- DM. Auch die Pädagogische Hochschule trägt durch ihre Energienachfrage und der damit verursachten Freisetzung von Kohlendioxid und anderen klimarelevanten Spurengasen in geringem Umfang zum Klimaproblem bei; in den Jahren 1992 bis 1996 stiegen die CO2-Emissionen um über 18% an und können für 1996 mit 1000 t CO2 bis über 1400 t CO2 abgeschätzt werden (je nach Bewertung vorgelagerter Energieumwandlungsbereiche; vgl. Kapitel 2.5.)

 

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Der Energiebericht für die Pädagogische Hochschule im Rahmen des KEA-Projektes - Kommunales Energiemanagement

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Angesichts dieser Situation gibt es neben internationalen Konferenzen und den Aktivitäten des Bundes (z.B. die Studie einer Enquete-Kommission und Beschluß der Bundesregierung zur Reduzierung der CO2 -Emissionen bis zum Jahre 2005 um 25 - 30%) und der Länder auch auf kommunaler Ebene Aktionen zum Klimaschutz. Die vorliegende Untersuchung über den Energie- und Wasserverbrauch an der Pädagogischen Hochschule ist Bestandteil des Projektes "Kommunales Energiemanagement" der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH (KEA).

   

  CO2 -Minderung durch
rationelle Energienutzung und Sonnenergienutzung
 

Bei der Emissionsminderung des klimarelevanten Spurengases Kohlendioxid gibt es keine, der CO2-Entstehung nachgeschaltete Technologie. Daher müssen Minderungsmaßnahmen auf der CO2-Entstehungsseite ansetzen: D.h., je intelligenter und sparsamer Strom oder Wärme erzeugt und genutzt werden, um so weniger klimarelevante Spurengase werden durch die Bereitstellung der Energiedienstleistungen produziert. In diesem Zusammenhang zeigen Untersuchungen aus der Schweiz realisierbare Stromsparpotentiale durch bedarfsorientiertes Ein- und Ausschalten von Beleuchtungsmittel in der Größenordnung von 40%. Mit einer zusätzlichen Einschränkung der Nachfrage nach Energiedienstleistung kann die Freisetzung klimawirksamer Spurengase noch weiter vermindert werden. Ein wichtiger Einflußfaktor ist dabei das Verhalten des Einzelnen: Beispielsweise bewirkt die Reduzierung der Raumtemperatur um 1 Grad bereits eine Energieeinsparung von 5 – 7%. Daneben stehen Möglichkeiten der Solarenergieverwendung zur Verfügung; sie reichen von der verstärkten Tageslichtnutzung bis zur Warmwasserbereitung mittels Sonnenkollektoren (z.B. für die Lehrküche).

   

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Das Meinungsbildungspotential der zukünftigen Lehrer
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Um die CO2-Minderungsziele zu erreichen, ist es hilfreich, das Meinungsbildungspotential der zukünftigen Pädagogen zu nutzen: Die angehenden Lehrer können mittels kompetenter Energiesparmotivation in ihrem späteren Berufsfeld erheblich zum Schutz des Klimas beitragen. Die Arbeitsgruppe "KLIMA" der Pädagogischen Hochschule analysiert entsprechende pädagogische Strategien an verschiedenen Schulen in Baden-Württemberg.

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Sitzung der Umweltkommission im Juli 96:
Die Arbeitsgruppe "Klima" schlägt das Projekt "Klimafreundliche Hochschule" vor.

 

Die Senatskommission für Umweltfragen befaßte sich am 22.7.1996 mit den Möglichkeiten der Pädagogischen Hochschule, im Rahmen eines Energiesparprojektes einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, und gab eine entsprechende Empfehlung an den Senat der Hochschule. Der Senat der Pädagogischen Hochschule faßte am 31.10.1996 den Beschluß, das Projekt "Klimafreundliche Hochschule" zu unterstützen und einen Energiebericht in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz- und Energieagentur (Baden-Württemberg) zu erstellen.

Die Datengrundlage für den Bericht bildeten die Verbrauchsabrechnungen beim Liegenschaftsamt und die Verbrauchsmitteilungen der Hausmeister an die Oberfinanzdirektion; das Universitätsbauamt informiert über durchgeführte Sanierungsmaßnahmen. Ferner wurden Hausmeisterbefragungen sowie gezielte Erhebungen bzw. Messungen durchgeführt oder veranlaßt. Im Rahmen von regelmäßigen und gezielten Vor-Ort-Begehungen in den untersuchten Gebäuden wurden – soweit der Zugang möglich war - Betriebszeiten (z.B. Einstellungen von Schaltuhren), Sollwerte (z.B. Belegungszeiten von Räumen, Innentemperaturen) und spezielle Zählerstände (z.B. ¼-Stunden-Leistungswerte) erhoben; hierbei konnten unterschiedliche defekte Komponenten festgestellt werden (z.B. defekte Schaltuhren, mangelhafte Pumpensteuerungen, falsch installierte Temperaturfühler usw.). Ferner zeigte sich die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Überprüfung der Verbrauchswerte und der Betriebszustände der energietechnischen Anlagen; insbesondere ein jahrelange Zählerdefekt im Neubau macht dies deutlich. Die im Energiebericht vorhandenen Analysen (vgl. Kapitel 3) und vorgeschlagenen Maßnahmen (vgl. Kapitel 4) erlauben zukünftig eine schnelle Prüfung der monatlichen Verbrauchswerte z.B. auf Plausibilität.

  

nach oben 20% Kostensteigerung
beim Vergleich der Jahre 1992 und 1996

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Durch den Zählerdefekt im Neubau konnten die Wärmeverbrauchswerte für 1993 bis 1995 nur eingeschränkt Verwendung finden. Entsprechend wurden die Jahre 1992 und 1996 zur Analyse der Gesamt-Verbrauchsentwicklung herangezogen; soweit verfügbar wurden in der gebäudespezifischen Betrachtung (Kapitel 3) auch die Verbrauchswerte von 1997 verwendet.

Bei der Darstellung des zeitlichen Verlaufs der Verbrauchskosten (siehe Abbildung 1-1) fallen die hohen Wärmekosten auf: Durch den o.e. Zählerdefekt wurden überhöhte Rechnungen gestellt, deren Rückzahlung in Höhe von 566 TDM erst im Jahr 1998 erfolgte. Im November 1997 wurde für den Altbau eine überhöhte Stromrechnung infolge falscher Leistungsmessung gestellt; in diesem Fall konnte - aufgrund vorhandener Analysen - schnell eine Bereinigung durchgesetzt werden. Auch dies zeigt die Vorteile einer kontinuierlichen und - zeitlich sowie örtlich unmittelbaren – Verbrauchskontrolle, die über das jährliche Energieberichtswesen an die Oberfinanzdirektion hinausgeht.

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Abb. 1-1: Kostenübersicht für die Pädagogische Hochschule in Heidelberg

Neben der Verbrauchskontrolle konzentriert sich der vorliegende Bericht auf die Optimierungsmöglichkeiten des Energieeinsatzes. Ziel dieses Energiemanagement ist die

  • Reduzierung der Energiekosten, des Energieverbrauchs
    und damit der Umweltbelastung
    .
Hierzu müssen zunächst die
  • zeitlichen Veränderungen der Verbrauchs- und Kostenstruktur gesucht und
  • möglichen Ursachen analysiert werden.

  
Die Energieverbrauchsmengen und -kosten der Jahre 1992 und 1996, sowie deren zeitliche Veränderungen zeigt Tabelle 1-1. Dabei fällt insbesondere der Anstieg des Stromverbrauchs um 25% im Betrachtungszeitraum (1992 – 1996) auf.

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Vergleich
1996 mit 1992
Verbrauch
Kosten
   
Verbrauchs- menge 1996 in MWh
Verbrauchs- menge 1992 in MWh
Zunahme
bezogen
auf 1992
Kosten in TDM für 1996
Kosten in TDM für 1992
Anteil an den Energie- kosten 
Zunahme bezogen auf 1992
Gesamter Heizölverbrauch (HEL)
322
268
20%
12
11
2,2%
15,4%
Gesamter Fernwärme- verbrauch (FW)
3902
3390
15%
346
282
61,7%
22,9%
Wärme insgesamt
4224
3657
16%
359
293
64,0%
22,6%
Wärme insgesamt (witterungsbereinigt)
3825
3984
-4%
           
Gesamter Stromverbrauch
686
584
25%
202
176
36,0%
15,1%
Gesamtenergie
4911
4205
17%
561
468
100,0%
19,8%
Gesamtenergie, witterungsbereinigt
4511
4531
- 0,4%
       

Tab. 1-1: Energiestatistik der Pädagogischen Hochschule ohne Bundesleistungszentrum (BLZ)

  
Mögliche Einflußfaktoren für den Anstieg im Stromverbrauch sind – neben einer Zunahme elektrischer Verbraucher bzw. deren höhere Betriebszeiten (z.B. der verstärkte Einsatz von Computertechnik) - insbesondere die

  • Flächenentwicklung sowie die
  • Auslastung der Hochschule bzw. die Anzahl der Studierenden.
Während im Betrachtungszeitraum die Nutz- bzw. beheizte Bruttofläche der Pädagogischen Hochschule nur unwesentlich anstieg (ca. 1%), führte der Zuwachs der Studentenzahlen (zwischen WS 91/92 und WS 96/97 um über 30%) zwangsläufig zu einer längeren täglichen Belegung der Räume während der Vorlesungszeit.

Neben der zeitlichen Entwicklung der Verbrauchs- und Kostenwerte erlaubt der Vergleich flächenspezifischer Kennzahlen für die verschiedenen Gebäude eine fundierte Bewertung der Verbrauchssituation. In der Kennzahlenanalyse (Details siehe Kapitel 3) wurden die Verbrauchskennzahlen der verschiedenen Liegenschaften (Ist-Werte) jeweils einem

  • typischen Verbrauchswert (Modalwert) bzw.
  • sehr guten Zielwert (unteres Quartilsmittel)

  
einer bundesweiten Stichprobe gegenübergestellt. In der Abbildung 1-2 sind die witterungsbereinigten Wärmeverbrauchskennzahlen für 1996 aufgeführt (zur Bewertung siehe Tabelle 1-2); die Abbildung 1-3 zeigt den vergleichsweise hohen Stromverbrauch im Neubau (vgl. auch Tabelle 1-3). Die Wasserverbrauchswerte ergeben sich in der Mozart- und Quinckestraße mietflächenanteilig aus dem Gesamtverbrauch des Gebäudes; entsprechend sind die Kennzahlen (vgl. Abbildung 1-4) nur bedingt vergleichbar (siehe auch Tabelle 1-4).

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Abb. 1-2: Kennzahlenvergleich: Heizenergie

 

Abb. 1-3: Kennzahlenvergleich: Stromverbrauch

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Abb. 1-4: Kennzahlenvergleich: Wasserverbrauch

   
  
Die Ergebnisse der Kennzahlenanalyse sind als kurze Bewertungen in den Tabellen 1-2 , 1-3 und 1-4 aufgeführt. Zur Gewichtung der Kennzahlen dienen die Angaben zum jeweiligen Verbrauch und zu den hierdurch entstandenen Kosten der untersuchten Objekte.

Liegenschaft
Wärmeverbrauch
Wärme- 
Kosten
Bewertung 
Altbau (inkl. E-Bau)
1812 MWh 
164.648 DM
Mittelmäßige Verbrauchswerte
Neubau
1948 MWh 
168.410 DM
Schätzwert (wg. Zählerdefekt): für 1996; rückläufiger Verbrauchswert in 1997 ist z.T. auf Dämm-Maßnahmen zurückzuführen 
Mozartstraße
58 MWh 
5.414 DM
Hoher Verbrauchswert (keine getrennte Erfassung des PH-Verbrauchs)
Quinckestraße
84 MWh 
7.800 DM
Mittelmäßige bis hohe Verbrauchswerte (keine getrennte Erfassung des PH-Verbrauchs)
Zeppelinstraße 1
98 MWh 
3.793 DM
Mittelmäßige Verbrauchswerte
Zeppelinstraße 3
224 MWh 
8.623 DM
Mittelmäßige Verbrauchswerte
Summe
4224 MWh 
358.687 DM
  

Tab. 1-2: Wärmeverbrauchsübersicht für 1996

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Der Vergleich der Energie- und Wasserverbrauchswerte für die verschiedenen Liegenschaften der Hochschule mit den bundesweiten Durchschnittswerten bleibt angesichts der wenig differenzierten Zählerstruktur pauschal; Details zur Kennzahlenanalyse finden sich in Kapitel 3.

Liegenschaft
Strom-
verbrauch
Strom-
Kosten
Bewertung 
Altbau (inkl. E-Bau)
240.982 kWh
77.016 DM
Mittelmäßige Verbrauchswerte
Neubau
416.368 kWh
113.008 DM
Sehr hohe Verbrauchswerte
Mozartstraße
3.707 kWh
1.719 DM
Mittelmäßige Verbrauchswerte
Quinckestraße
7.585 kWh
3.164 DM
Hohe Verbrauchswerte
Zeppelinstr. 1
5.822 kWh
2.507 DM
Gute Verbrauchswerte
Zeppelinstr. 3
11.923 kWh
4.690 DM
Gute Verbrauchswerte
Summe
686.388 MWh
202.106 DM
 

Tab. 1-3: Stromverbrauchsübersicht und -bewertung

 

Liegenschaft
Wasser- verbrauch
Frisch- und Abwasserkosten
Bewertung 
Altbau (inkl. E-Bau)
5034
36.175 DM
Sehr hoch
Neubau
1825
7.796 DM
Durchschnittlich
Mozartstraße
134
987 DM
Sehr hoch
Quinckestraße
39
314 DM
Günstig
Zeppelinstraße 1
55
455 DM
Günstig
Zeppelinstraße 3
331
2.321 DM
Sehr hoch
Summe
7418
48.049 DM
  

Tab. 1-4: Wasserverbrauchsübersicht und -bewertung

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Maßnahmenübersicht

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In den letzten Jahren wurden verschiedene Gebäude der Pädagogischen Hochschule zum Teil umfangreich saniert (vgl. Tabelle 1-4); auch wenn das Thema Energiesparen nicht direkt im Vordergrund stand, bewirken die im Betrachtungszeitraum durchgeführten Maßnahmen einen erheblichen Rückgang des Energiebedarfs von über 10% bezogen auf 1996.

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Objekt
Zeitraum 
Maßnahme
Altbau
1985 – 1990
Abdichtung der Fenster
Altbau
Seit 1990
Installation von Stromsparlampen und neuen Leuchtstoffröhren mit verlustarmen Vorschaltgeräten (ca. 50% der Fläche)
Altbau
1992
Erneuerung der Fernwärmestation
Altbau
1993
Installation einer Schaltuhr für den Keramik-Brennofen zur Stromkosteneinsparung
Altbau
Dez 94
Wärmedämmung der Dachschrägen im Bereich der Dozentenzimmer 
Altbau
Nov 96
Installation eines landeseigenen Stromtrafos 
E-bau
1993
Installation von Stromsparlampen und neuen Leuchtstoffröhren mit verlustarmen Vorschaltgeräten
E-Bau
1993
Innenwanddämmung der Außenbauteile 
Neubau
1993
Installation neuer Wärmetauscher in der Fernwärmestation
Neubau
1/95 - 8/97
Erneuerung der Wärmedämmung im Rahmen der Flachdachsanierung

Tab. 1-5: Maßnahmenübersicht

   
Durch den Energiespareffekt der o.e. Sanierungsmaßnahmen (in Höhe von ca. 500 MWh p.a.) konnten die CO2-Emissionen um über 100 t p.a. vermindert werden. Durch weitere Energiesparmaßnahmen können die CO2-Emissionen weiter gesenkt werden. Kurzfrist könnten u.a. durch

  • organisatorische Maßnahmen,
  • Temperaturoptimierung,
  • Reduzierung von Standby-Verlusten

    und durch
  • Optimierung der Beleuchtungszeiten
jährlich ca. 100.000,- DM Energiekosten eingespart werden.
Die folgenden Ad-hoc-Maßnahmen (siehe Tabelle 1-6) sind kurzfristig umsetzbar, weil die Durchführung
  • keinen nenneswerten Investitonsaufwand verursacht oder
  • im Rahmen ohnehin notwendig Instandsetzungsmaßnahmen erfolgen kann.
Details hierzu siehe Kapitel 4.
  
  
Stromlast-Begrenzung durch gezielte Stundenplanung und Verlagerung der Stromnachfrage in Niedertarifzeiten
7 TDM 
Energiesparende Raumvergabe an den Wochenenden in der Heizperiode
10 TDM 
Optimierung der Raumtemperaturen und der Behaglichkeit (gezielte Dämmung, Verbesserung der Winddichtigkeiten usw.)
18 TDM 
Reduzierung der Standby-Verluste 
9 TDM 
Optimierung der Beleuchtungszeiten
20 TDM 
Optimierung der Warmwasserversorgung (Reduzierung der Zirkulations- und Standverluste) 
5 TDM 
Optimierung der Betriebszeiten von Antriebsaggregaten
28 TDM 
Reduzierung des Stromverbrauchs durch Spannungsabsenkung
(nur Altbau)

1 TDM

Installation einer chemikalienfreien Wasseraufbereitung 
9 TDM 

Tab. 1-6: Übersicht der Adhoc-Maßnahmen zum Energiesparen
  

Insgesamt kann bei den untersuchten Liegenschaften von einem mittelfristigen Energie-Sparpotential von 35% bei einem Investitionsvolumen von über 2 Millionen DM ausgegangen werden (siehe Kapitel 4); zusätzlich ergeben sich Sparpotentiale durch effiziente Energienutzung beim neuen Hörsaal-Gebäude.

Daneben bestehen Möglichkeiten zur Senkung des Wasserverbrauchs bzw. der Kosten (z.B. im Altbau, indem die Zeitintervalle der automatischen Toilettenspülung reduziert werden oder durch die Nutzung von Brunnenwasser nach dem Umzug des Faches "Technik" in den Neubau). Eine Angabe über das Wasserspar-Potential bedarf noch gezielter Untersuchungen.

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