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                            Abt. Sportwissenschaft/Sportpädagogik
 

                  

  

  Themen und Literaturlisten (als PDF-Datei) zum Staatsexamen Frühjahr 2010:

  Texte, die schwer zugänglich sind, liegen im Sekretariat als Kopiervorlage aus.

  Die Texte von Herrn Knörzer finden Sie auch in StudIP, Herr Knörzer, Examen 2010.

  1. Methoden im Schulsport

  2. Standards im Sportunterricht

  3. Ressourcenorientierte Sportpädagogik

   Hinweise für Examenskandidaten (als PDF-Datei)

   Produktprüfung  mündl. Prüfung Formular mündl. Prüfung  Strukturierungshilfe

  Hinweise zum Ersten Staatsexamen
  Im Rahmen der ersten Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen (GS, HS, RS und Sonderschulen) können Sie bei mir Ihre
  Wissenschaftliche Hausarbeit und Ihre Klausur schreiben sowie Ihre mündliche Prüfung ablegen. Allgemeine Hinweise zu den Fristen
  und Formalia finden Sie in ihrem Studienbegleiter, spezielle Hinweise im Folgenden.

  Wissenschaftliche Hausarbeit
  Mit Ihrer wissenschaftlichen Hausarbeit sollen Sie nachweisen, dass Sie in der Lage sind, zu einer eingegrenzten sportpädagogischen
  oder sportdidaktischen Fragestellung im Rückgriff auf Fachliteratur zu einer nachvollziehbaren und begründeten Antwort zu gelangen.
  Wenn möglich sollte die Fragestellung aus Ihrer bisherigen Seminararbeit oder den Erfahrungen aus Ihrem Studium bzw. Ihren
  Schulpraktika hervorgehen. Dies erleichtert oftmals den ersten Zugriff auf das Thema und sichert Ihr Interesse
.

  Themen für die wissenschaftliche Hausarbeit können Sie mit mir in meiner Sprechstunde vereinbaren; Themen, die mich derzeit
  besonders interessieren, können im Aushang eingesehen oder bei mir eingefordert werden. Meine Themenvorschläge sollen lediglich
  eine Richtung andeuten, in die eine Wissenschaftliche Hausarbeit zielen kann, individuelle Modifikationen sind möglich und wünschenswert

  Themenvorschläge für die „Wissenschaftliche Hausarbeit“

  1. In der Praxis des koedukativen Sportunterrichts ist es üblich, mit den Leistungsunterschieden von Mädchen und Jungen so umzugehen,
      dass beispielsweise spielstarke Jungen mit einem Handicap belegt werden oder dass Mädchenleistungen anders gewichtet werden
      („Mädchentore zählen doppelt“). In diesem Zusammenhang lohnt sich eine kleine Befragung von Sportlehrkräften, um genauer zu klären,
      warum sie zu solchen Verfahrensweisen der Mädchenbevorzugung greifen: Unterstellen sie beispielsweise
      a) den Mädchen generell eine geringere Leistungsfähigkeit oder gehen sie
      b) von geringeren oder spezifischen Sportsozialisationserfahrungen der Mädchen aus?
 
  2. Die Bildungspläne (2004) verlangen von den Sportlehrkräften bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihres Sportunterrichts eine
      Orientierung an vorgegebenen Standards und Kompetenzen. In diesem Zusammenhang lohnt sich eine kleine Befragung von
      Sportlehrkräften, um genauer zu klären, ob und inwieweit sich Sportlehrkräfte an diesen curricularen Vorgaben und Forderungen orientieren
      oder welche Gründe ggf. dagegen sprechen können.

  3. Die Bildungspläne (2004) verlangen von den Sportlehrkräften bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihres Sportunterrichts eine
      Orientierung an vorgegebenen Standards und Kompetenzen. In diesem Zusammenhang lohnt sich eine kleine Befragung von Sportlehrkräften,
      um genauer zu klären, was sie unter einem kompetenzorientierten Sportunterricht verstehen und wie sie diesen in der Praxis gestalten.

  4. Die Bildungspläne (2004) verlangen von den Sportlehrkräften bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihres Sportunterrichts eine
      Orientierung an vorgegebenen Standards und Kompetenzen. Dazu finden Lehrkräfte im Internet so genannte Niveaukonkretisierungen und
      einige wenige Beispiele. In diesem Zusammenhang lohnt sich eine Lehrplananalyse, in der diese Standards hinsichtlich ihrer Kohärenz
      (Stimmigkeit), ihrer Konsistenz (Kompetenzbezug), ihrer Komplexität (Tiefe und Breite) und ihrer Erfüllbarkeit untersucht werden.

  Hinweise zum Ablauf:
  Per Mail, Post oder über das Sekretariat lassen Sie mir Ihren Themenvorschlag sowie eine erste Grobgliederung zukommen. Beides
  wird dann Beratungsgrundlage für den ersten Sprechstundentermin sein, den Sie bitte zeitnah vereinbaren, um das Thema verbindlich
  abzusprechen und eine erste Arbeitsgliederung festzulegen
.
  Auf der Grundlage dieser Absprachen verfeinern Sie möglicherweise Ihre Gliederung noch einmal und legen dann ein erstes Einleitungskapitel
  vor, indem Sie ausgehend von einem Phänomen oder Problem Ihre leitende Fragestellung formulieren sowie die einzelnen Kapitel, mit
  denen Sie die obige Frage beantworten wollen, kommentieren. Damit schärfen Sie einerseits Ihren gedanklichen Zugang, andererseits
  vergewissern sie sich, ob die Hausarbeit in die von Ihnen gewünschte Richtung zielt und inwieweit die Fragestellung so auch bearbeitbar
  ist. Diese beiden Papiere (überarbeitete Gliederung und Einleitung) werden noch einmal im Rahmen der Sprechstunde diskutiert. Danach
  beginnen Sie zügig mit dem Verfassen der Kapitel und können mir vor Abgabe der Hausarbeit ein ausgewähltes Kapitel zur Durchsicht
  und Diskussion vorlegen. Danach geben Sie Ihre Hausarbeit ab und die beiden Gutachter haben insgesamt zwei Monate Zeit, um die
  begutachtete Hausarbeit an das Prüfungsamt zurück zu senden
.

  Schriftliche Arbeit (Klausur)

  Vor dem Prüfungszeitraum legen die Klausurthemensteller innerhalb der Fachkonferenz vier Rahmenthemen fest, die inhaltlich im vergangenen
  Prüfungszeitraum nicht gestellt worden sind. In der Regel sind dies drei Themen für HS, RS, Sonderschule, die von allen Studierenden
  bearbeitet werden können; zudem wird noch ein spezielles Grundschulthema formuliert, das nur von Studierenden mit Schwerpunkt
  Grundschule gewählt werden darf. Diese Themenliste wird ca. 8 Wochen vor dem Klausurtermin ausgehängt, und es findet eine
  vorbereitende Sitzung (Aushang beachten) statt, in der alle allgemeinen Fragen geklärt werden.

  Die Rahmenthemen sollen Ihnen eine Orientierung geben und Ihnen helfen, sich auf Ihre Vorbereitung zu konzentrieren. Die
  Rahmenthemen geben Ihnen allerdings noch keine Hinweise auf die in der Klausur zu bearbeitenden Aufgaben. Als weitere Orientierung
  werden von den Klausurthemenstellern Basistexte zur Vorbereitung anggegeben, die aber nur eine Grundlage für Ihre Vorarbeitensind.
  Denn um die Klausur sehr gut bearbeiten zu können, mpüssen Sie zu den Tahemnthemen selsbständig eine Literarurrefcherche durchführen,
  sich die Literatur beschaffen, lesen und auswerten.

  Der von Ihnen verfasste Klausurtext sollte lesbar sein, vollständige und sinnvolle Sätze enthalten (keine Spiegelstrichlisten) und kann  
  auch Zeichnungen oder Abbildungen enthalten, wenn diese das Gemeinte verdeutlichen. Sehr gute Klausurtexte sind außerdem
  gekennzeichnet durch einen gegliederten Aufbau, enthalten also eine informierende Einleitung, eine stringente Aufgabenbearbeitung
  und einen bilanzierenden Schluss
.

  Mündliche Prüfung
  
  Neuer Prüfungsteil im mündlichen Staatsexamen „Produktprüfung“

  Das Kollegium hat beschlossen, den als „allgemein“ deklarierten Prüfungsteil in der mündlichen Prüfung zum ersten Staatsexamen
  durch eine so genannte Produktprüfung zu ersetzen. Hintergrund dieser Umstellung ist die Unzufriedenheit mit der Beliebigkeit und
  Offenheit der Fragen. Die Produktprüfung soll eine Verbesserung der bestehenden Prüfungspraxis darstellen.

  Ablauf:

  Im Rahmen der 10-15minütigen Produktprüfung stellt der Prüfling ein in seinem Studium erarbeitetes Produkt in verständlicher Weise vor.
  Dieses Produkt ist in irgendeiner Form dokumentiert (beispielsweise eine Praktikumsmappe, ein Portfolio, ein Lerntagebuch, ein
  Studientagebuch, eine Stundenskizze, ein Videoausschnitt etc.) und legitimiert (ein/e Dozent/in bestätigt durch Unterschrift die Genese des Produktes).
  Dann erläutert der Prüfling seinen/ihren subjektiven Erkenntnisweg, bezieht sich dabei auf einen fachwissenschaftlichen
  Diskussionsausschnitt (mindestens drei Quellen) und reflektiert seinen/ihren Erkenntniszuwachs vor diesem Hintergrund „theoriegeleitet“.
  Von daher verweist das vorliegende Produkt auf einen gedanklichen Prozess, in dessen Verlauf sich das Produkt konstituiert.

  Bewertungskriterien:

  1. Produkt-Form: ästhetische Aspekte des Produktes (z. B. Mappe/Portfolio) 
  2. Produkt-Präsentation: sprachlich sichere und verständliche Beschreibung
  3. Produkt-Ertrag: plausible Darstellung und Erläuterung des Erkenntnisgewinns
  4. Produkt-Reflexion: sachlich angemessene, kritische Bewertung

  Beispiele

     a) Im Rahmen einer Beachsportveranstaltung, in der u.a. ein Turniertag mit drei Hauptschulklassen vorbereitet und durchgeführt
         worden ist, hat eine Studentin bemerkt, wie unterschiedlich Mädchen und Jungen mit Sieg und Niederlage umgehen. Weil dieses
         Verhalten problembehaftet ist, versucht sie, im Rückgriff auf einschlägige Fachliteratur (Sportpädagogik oder
         Geschlechterpädagogik etc.) dieses unterschiedliche Verhalten zu klären sowie Lösungsvorschläge zu ermitteln.

     b) Ein Student ist im Rahmen einer Lehrveranstaltung zu Alltagsbelastungen im Sportlehrerberuf auf einen Text aufmerksam geworden,
         der im Seminar nicht weiter behandelt worden ist. Weil ihn das Thema interessiert, hat er sich mit diesem Text gründlich beschäftigt.
         In der Produktprüfung legt er diesen Text vor und zeigt auf, zu welchen erweiterten Erkenntnissen ihn dieses Selbstlernen geführt hat
         und stützt sich dabei auf weitere Texte.           

  Im Rahmen der Produktprüfung können Sie also die unterschiedlichsten fachwissenschaftlichen Themen und Debatten auswählen und aufzeigen,
  die sie zur Beantwortung Ihrer spezifischen Fragestellung heranziehen. Die Prüfer erwarten eine ausgewogene (also nicht idealisierende),
  theoriegeleitete (also kein reiner Erfahrungsbericht) und verständige (also sachlich kompetente) Auseinandersetzung mit Ihrem Produkt.