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Das literarische Unterrichtsgespräch- Forschungsergebnisse - |
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Auf der Ebene der theoretischen Begründung des literarischen Unterrichtsgesprächs konnte in Auseinandersetzung mit der hermeneutischen Position von Manfred Frank die Relevanz des literarischen Verstehensbegriffs für die Literaturvermittlung deutlich gemacht werden. Der Prozess des literarischen Verstehens im Sinne Franks ist dabei kein Verfahren der Texterschließung neben anderen, sondern die dem literarischen bzw. poetischen Text angemessene Form der Text-Begegnung im kommunikativen und sozialen Umfeld des konkreten Gesprächs. (Aus didaktischer Perspektive stützen u.a. Bettina Hurrelmann und Hubert Ivo diese Position.) Dadurch konnte der Verstehensprozess selbst auch als ein genuiner Aspekt der Gegenstandsbestimmung bzw. didaktischen Modellierung des Literaturunterrichts beschrieben werden. Von dieser Voraussetzung her war die Realisierung von literarischen Gesprächen im Literaturunterricht als die dem literarischen Verstehen angemessene Form zu beschreiben, wobei hier eine Gesprächsform konturiert wurde, die nicht auf geschlossene Interpretationen abzielt, sondern die die Entfaltung des Textsinns im Gesprächsprozess ermöglicht (wenn auch nicht garantiert). Als zentral hat sich in diesem Zusammenhang der Begriff der "Divination" als entwerfendes Überschreiten der Grenzen des Vertrauten mittels einer Sinnhypothese erwiesen. Diesen Begriff genauer zu fassen und seine Bedeutung für die Literaturdidaktik und die Konturierung literarischer Unterrichtsgespräche herauszuarbeiten, ist ein weiteres Ziel des Forschungsprojekts. Als sinnvoller Teil des schulischen Literaturunterrichts bedarf das literarische Unterrichtsgespräch in der Praxis einer Strukturierung, die den Unterrichts-Kontext mit seinen Parametern weder ignoriert noch idealisiert, sondern realitätsgerecht einbezieht. Die dem Lehrer in diesem Kontext zufallende Aufgabe der Gesprächsleitung wurde mit gruppen- und gesprächspädagogischen Verfahren (z.B. TZI) näher bestimmt und bereits im Lehr-Lern-Kontext der Ausbildung an unserer Hochschule in Haupt- und Kompaktseminaren angewendet, experimentell erprobt und weiterentwickelt. Der Zuwachs an literarischen Kompetenzen und / oder literarischem Verstehen im Gesprächsprozess seitens der Lernenden lässt sich nicht in Form quantitativer Daten erheben, sondern im Wege der qualitativen Analyse auf der Basis einer noch genauer zu fassenden Begrifflichkeit beschreiben. Dazu erarbeitet das Forschungsprojekt u.a. mit Verfahren der qualitativen Datenanalyse (MAXqda) anhand von Gesprächstranskripten geeignete Beschreibungskriterien. Erste Ergebnisse der Forschungstätigkeit konnten im Wintersemester 2002/2003 in einem gemeinsam mit dem FuN-Kolleg "Lesesozialisation, literarische Sozialisation und Umgang mit Texten" veranstalteten hochschul-öffentlichen Kolloquium zur Diskussion gestellt werden. Den Abschluss des Projekts bildet ein an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg veranstaltetes Symposion "Literatur im Gespräch". Publikationen
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