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Das literarische Unterrichtsgespräch- Virtuelle Konferenz - |
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Im Sommersemester 2002 konzipierte das Forschungsprojekt "Das Literarische Unterrichtsgespräch" in Kooperation mit dem F-und-N-Kolleg "Lesesozialisation, literarische Sozialisation und Umgang mit Texten" eine "Virtuelle Konferenz" in Form eines Diskussionsforums im Internet, die vom 30.9 bis 20.10.2002 stattfand. Die Mitarbeiter des Forschungsprojekts "Das Literarische Unterrichtsgespräch" beteiligten sich an der Leitung, Moderation und Auswertung der virtuellen Konferenz. Das Diskussionsforum war in drei Teilforen gegliedert. Thema des ersten Forums war eine Annäherung an den Begriff "literarische Kompetenz". Hier sollte unabhängig von konkreten Rezeptionsdokumenten über das Begriffskonstrukt als solches diskutiert werden. Im zweiten Forum ging es um die literarische Kompetenz der "Experten" - hier sollte anhand zweier literarischer Texte (Rainer Maria Rilkes Gedicht Der Auszug des verlorenen Sohnes und Marie Luise Kaschnitz' kinderliterarische Erzählung Popp und Mingel) die eigene literarische Rezeption rekonstruiert und dabei expliziert werden, welche Lese- und Verstehensleistungen wir entlang solcher Texte erwarten. Das dritte Forum hatte schließlich die literarische Kompetenz der "Novizen" zum Gegenstand - hier sollte anhand zweier Transkriptionsausschnitte die literarische Kompetenz von Studierenden und SekundarstufenschülerInnen rekonstruiert und diskutiert werden. Es handelte sich bei den Transkriptionen um Gesprächsmitschnitte zum einen aus dem Hauptseminar "Theorie und Praxis des literarischen Unterrichtsgesprächs" (Leitung: Prof. Härle mit R. Schäfer, J. Mayer und M. Steinbrenner) an unserer Hochschule sowie zum anderen aus dem Deutschunterricht einer sechsten Gesamtschulklasse zu den selben literarischen Texten wie in Forum 2. Da an der Konferenz externe und interne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teilnahmen, die professionell mit literarischen Texten zu tun haben und als Experten der Literatur-Interpretation und Literatur-Vermittlung gelten, sollte zum einen also eine Rekonstruktion des "Expertenwissens" versucht werden - zum anderen ging es darum, mittels der Rezeptionsdokumente aus Schule und Hochschule die "literarische Kompetenz", wie sie "Literatur-Novizen" gerade auszubilden im Begriff sind, zu rekonstruieren, um daraus Hinweise und Kriterien für die didaktische Modellierung des Lernfeldes "Erwerb literarischer Kompetenz(en)" zu gewinnen. Die Hoffnung, dass sich vor allem die Diskussion in den Foren untereinander befruchten würde, hat sich im Verlauf nur ansatzweise erfüllt. Vor allem im Forum 1 war die Beteiligung hoch; die Mitwirkung an den Foren 2 und 3 blieb hinter den Erwartungen zurück, was die noch nicht abgeschlossene Evaluation erschwert. Die Auswertung der einzelnen Foren kann unter http://www.ph-heidelberg.de/org/lesesoz/konferenz1.htm eingesehen werden. |
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