Arbeitsstelle Antiziganismusprävention

SAVE THE DATE!

„Blickwechsel – Perspektiven und Herausforderungen diskriminierungssensibler Pädagogik heute“

Fachtagung am 05./06. November 2020 an der PH Heidelberg

Die interdisziplinär ausgerichtete Tagung ermöglicht die Vernetzung und den Austausch von Wissenschaft-ler*innen mit lokalen und überregionalen Akteur*innen der schulischen wie außerschulischen Jugend- und Bildungsarbeit und nimmt hierfür einen Blickwechsel vor: Was bedeuten aktuelle Geschehnisse und Debat-ten, u. a. auch konkrete Fälle von Diskriminierung und Hassgewalt, für eine diskriminierungssensible Pädagogik in Theorie und Praxis?

Die Tagung räumt hierfür unterrepräsentierten, intersektionalen Diskriminierungsformen besondere Aufmerksamkeit ein. Zudem setzt sie sich mit Rhetoriken und Praxen von u. a. rechten Akteur*innen im öffentlichen Diskurs, aber auch Alltagsstrukturen auseinander, in denen sich Diskriminierung und Rassismus festschreiben.

Aus der Perspektive der Jugend- und Bildungsarbeit möchten wir diskutieren: Welche Verantwortung tragen Bildungseinrichtungen im Umgang mit Diskriminierung und institutionellem Rassismus? Inwiefern können z.B. Schulen Orte des Empowerments für Schüler*innen mit Diskriminierungserfahrungen sein? Wie können Lehrkräfte und Multiplikator*innen der Bildungsarbeit einen Beitrag für Vielfalt und gegen Ausgrenzung leisten?

Die Tagung wird vom Transfer Together-Projekt Antiziganismusprävention in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, Mosaik Deutschland e. V., der Heidelberg School of Education und der Metropolregion Rhein-Neckar organisiert. Eingeladen sind alle, die an der theoretischen, methodischen und praktischen Ausgestaltung und Vermittlung von diskriminierungssensibler Pädagogik interessiert sind.

Weitere Informationen und ein Call for Papers & Posters folgen in Kürze!

 

Weitere Infos unter: www-azp-hd.org

Save the Date

Internationaler Romaday!

Interwiew ist ab heute online zugänglich!

Am 08.04.20 ist internationaler Weltromatag oder Romaday. An diesem Tag soll an die Diskriminierung gegenüber der Minderheit der Sinti und Roma aber auch dem speziellen Rassismus Antiziganismus erinnert werden. Darüber hinaus macht dieser Tag auf die unermüdliche Bürgerrechtsarbeit der Minderheit aufmerksam. Aus diesem Anlass möchten wir ein Interview mit Günther Weiss vorstellen.

Günther Weiss, der ehemalige Leiter der Kriminalpolizei in Lahr/Schwarzwald und Kehl/Rhein, ist der Sohn eines Überlebenden des Völkermords. Sein Vater erzählte ihm erst von den Grauen des Holocaust, als in der Schule das Thema Nationalsozialismus behandelt wurde. Dieses Schicksal beeinflusste Günther Weiss’ Sinn für Gerechtigkeit. In der Polizei ging er offen mit seiner Zugehörigkeit zur Minderheit um. Heute, als Rentner, geht er zahlreichen Ehrenämtern nach, u.a. hat er an Polizeihochschulen über die Geschichte der Sinti und Roma aufgeklärt. Das Thema des Interviews ist ist die 300 Jahre alte polizeiliche Sondererfassung der Minderheit auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Das Interview wurde in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg veröffentlicht und ist eingebettet in den digitalen Stadtrundgang der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention

Hier gehts zum Video: sway.office.com/nK0uLgNUym3AgY1p

Anmerkung:

Das Projekt Transfer Together ist ein Verbundprojekt der Pädagogischen Hochschule und Metropolregion Rhein-Neckar und wird im Rahmen der Förderinitiative Innovative Hochschule vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Heidelberg School of Education ist eine gemeinsame hochschulübergreifende Einrichtung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg.