BNE-Colloquiumsreihe

Die BNE-Colloquiumsreihe des BNE-Zentrums Heidelberg holt renommierte, hochschulexterne Expert*innen verschiedener Disziplinen im Kontext einer Bildung für nachhaltige Entwicklung an die Pädagogische Hochschule. Nach den Vorträgen gibt es Möglichkeit zur intensiven Diskussion.

Die BNE-Colloquiumsreihe wurde bis einschließlich Wintersemester 2022 unterstützt durch das Projekt „Transfer Together - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Von 2018 bis 2022 wurde das Projekt von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule" gefördert.

Bis einschließlich Sommersemester 2018 wurde die BNE-Colloquiumsreihe vom NTG-Institut (externer Link) veranstaltet. 

Die BNE-Colloquiumsreihe im Wintersemester 2023/24 beschäftigt sich mit dem Thema "BNE in der Schule".

Die BNE-Colloquien finden jeweils von 18:15-19:45 Uhr statt.

Für die Teilnahme erhalten Studierende 1LP.

16.01.2024 BNE in der Schulpraxis

Die vierte und letzte Colloquiums-Sitzung am 16.01. widmete sich der praktischen Umsetzung von BNE in der Schulpraxis.  Ziel des Vortrags war es dabei vor allem, zukünftigen Lehrkräften Mut zu machen, BNE im Unterricht umzusetzen. Ausgehend von der Lebenswelt der Schüler:innen, insbesondere der Mediennutzung, wurde von Thomas Köhler (Julius-Springer-Schule Heidelberg) die Notwendigkeit und Relevanz von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) schon während der Schulzeit dargestellt. Als Kern des Vortrags wurden Erfahrungen, Stolpersteine, Reaktionsmuster der Schüler:innen und ein möglicher Umgang damit aufgezeigt. Der Vortrag gab wertvolle Tipps für die praktische Umsetzung von BNE. Besonders relevant, so stellte der Vortrag heraus, ist der Einsatz von konkreten Beispielen, die an der Lebenswelt der Schüler:innen ansetzen und diese so auch emotional abholen. Als Herausforderung für BNE stellte Thomas Köhler unter anderem den Umgang mit Fehlinformationen, die im Netz verbreitet werden, vor, die gemeinsam im Unterricht auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft und mit Fakten widerlegt werden können. 

28.11.2023: Bildung für nachhaltige Entwicklung für alle? Kritische Perspektiven auf die aktuelle Umsetzung von BNE im Schulalltag

Die Colloquiums-Sitzung vom 28.11.2023 bildete ein besonderes Highlight im Veranstaltungskalender. Passend zum Tag der Vielfalt (Link) widmete sich Dr. Johanna Weselek dem Thema "BNE und soziale Ungleichheit" (Link).

Eine zentrale These des Vortrags betonte die Notwendigkeit, bei der Implementierung von BNE verstärkt auf die Existenz sozialer Ungleichheiten einzugehen. Die Referentin präsentierte Ergebnisse aus ihrer qualitativen Forschung im schulischen Kontext, die, angelehnt an soziologische Theorien aufzeigten, dass Schule, vornehmlich Lehrkräfte, im Zusammenhang mit BNE (unbeabsichtigt) soziale Ungleichheiten reproduzieren.

Ein*e Studierende*r gab an, dass er aus dem BNE-Colloquium mitnimmt, dass es „wichtig ist, imperialistische Lebensweisen anzusprechen“ sowie BNE „nicht auf Umweltbildung zu reduzieren.“.

21.11.2023 Wann ist jetzt? – Ein Ansatz für wirksamen Klimaschutz in Schulen

Die zweite Colloqiums-Sitzung  (21.11.2023) im Wintersemester 2023/24 stand unter dem Titel „Wann ist jetzt? – Ein Ansatz für wirksamen Klimaschutz in Schulen". Franz Puschner, engagierter Lehrer des Hebel-Gymnasiums und der Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen zeigte, wie BNE in der Schulpraxis verankert werden kann und welche Herausforderungen dabei bestehen. Dabei betonte er insbesondere die Verantwortung der Schulen, Schüler*innen dazu zu befähigen, die Herausforderungen des Klimawandels zu bewältigen. Wichtig ist ihm hier eine aktive, authentische Ansprache der Schüler*innen. Franz Puschners authentisches Auftreten, sein hohes Engagement und sein innovativer Ansatz sorgten für eine inspirierende Atmosphäre, die laut den Studierenden zum Nachdenken und Handeln anregte. Fazit einer/eines Studierenden: „Ich habe im Colloquium gelernt, dass es wichtig ist, einfach mal anzufangen und sich trotz Herausforderungen nicht entmutigen zu lassen.“

31.10.2023 BNE und Stiftung Bildung

Im Rahmen des ÜSB04 Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) fand am 31. Oktober 2023 das Colloquium zum Thema „BNE und Stiftung Bildung“ statt. Frau Katja Hintze M.A. phil, Co-Vorsitzende des Forums Schule der Nationalen Plattform BNE sowie Vorstandsvorsitzende und Mitgründerin der Stiftung Bildung, präsentierte die Arbeit der Stiftung im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Frau Hintze betonte die Schlüsselrolle einer Bildung für nachhaltige Entwicklung und verwies auf die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossene Agenda 2030 mit den 17 SDGs. Sie präsentierte die Nationale Plattform BNE und den daraus resultierenden Nationalen Aktionsplan (NAP). Die BNE-Programme der Stiftung Bildung (youstartN, Förderfonds, youclub2030) wurden vorgestellt, ebenso wie das Jugendbeteiligungsforum youpaN, das Jugendliche aktiv in den Prozess nachhaltiger Entwicklung einbindet. Seit 2017 bietet es eine Plattform für 16- bis 27-Jährige, um ihre Perspektiven einzubringen und in politischen Gremien beratend tätig zu sein. Das Colloquium endete optimistisch mit Hinweis auf die verstärkte Integration von BNE in Bildungseinrichtungen. Insgesamt bot der Termin Einblicke in die Arbeit der Stiftung Bildung, Diskussionen über Jugendbeteiligung und wichtige Fördermöglichkeiten für eigene (Jugend-)Projekte im Kontext BNE.