Alle Workshops am Freitag

 

 

Digitale Werkzeuge für kooperatives Lernen und Arbeiten

Annette Schulze, Freitag, 10:00 - 11.30 Uhr

Gerade die Umstellung des Präsenzunterrichts auf reine digitale Lehre während der Pandemie macht deutlich, wie wichtig der Austausch der beteiligten Personen innerhalb eines Lehr-Lernprozesses ist und wie schwer wir uns tun, diesen auch digital aufbauen zu können. In diesem Workshop werden wir Werkzeuge ausprobieren, mit denen kooperative Lern- und Arbeitsprozesse digital unterstützt werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gutes Erklären Digital – Ein Workshop in drei Akten

Ulrich Engelmann/ Martin Baumann, Freitag, 11:45 - 13:15 Uhr

Haben Sie sich schon einmal darüber geärgert, dass einige Dozenten, Gruppenleiter oder Kollegen einfach nicht verständlich erklären können? Oder vielleicht sogar selber geflucht, weil einige der lieben Kollegen die Erklärungen, die man ihnen so ausführlich gegeben hat, einfach nicht verstehen (wollen)? Haben Sie auch schon einmal auf einen Spieleabend frustriert einer extrem umständlichen Erklärung der Spielregeln eines neuen Spiels zuhören müssen? So etwas ist nicht nur ärgerlich, es kann im professionellen Umfeld sogar richtig teuer oder gar gefährlich werden. Aber wer trägt die Schuld daran: Die/Derjenige, die/der’s vielleicht unzureichend erklärt hat? Die/derjenige, die/der die gegebenen Informationen nicht adäquat aufnimmt und umsetzt? Oder ist manche Thematik vielleicht so abgehoben, dass sie sich einer nachhaltigen Erklärung einfach grundsätzlich entzieht? Woran könnte es bloß liegen, dass mündlich weitergegebene Informationen allzu oft nicht behalten oder nicht im beabsichtigten Sinne praktisch umgesetzt werden?

Wer diese Schuldfrage ein für alle Mal geklärt haben will, komme bitte nicht zu diesem Workshop. Denn wir werden drei prototypische Erklärungsszenarien unter die Lupe nehmen, um uns konstruktiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie gutes Erklären ablaufen kann. Wir werden gemeinsam erfahren, dass eine Erklärung, die der Empfänger memorieren und zielführend umsetzen kann, aus mehr als geschickt gewählten Wörtern besteht. Und dass auch mit der aktuellen Fokussierung auf digitale Kommunikationswege leider auch einige weitere Hürden hinzugekommen sind. Im Workshop werden wir in drei ersten Übungen grundlegende Kriterien, Regeln, Hinweise und Tipps identifizieren, die dafür sorgen, dass analoge und digitale Erklärungen im Sinne der/des Erklärenden die beabsichtigte Wirkung zeigen – oder warum sie das manchmal auch mal nicht tun.

 

 

Ein bunter Blumenstrauß - Aktivierung im Online-Unterricht

Ursula Fetzer, Freitag, 14:30 - 16:00 Uhr

Seit März 2020 habe sich viele Menschen auf die Reise gemacht, das neues Seminarfeld Online-Unterricht zu erkunden. Was macht Online-Unterricht bunt und anschaulich? Wie können wir trotz Abstand miteinander in Kontakt kommen? Besonders im Unterrichtskontext sind diese Fragen wichtiger denn je, denn wir wissen nicht, wie lange und wie viel Unterricht weiterhin digital stattfinden wird.

Bei diesem Online-Workshop biete ich Ihnen meinen Blumenstrauß an Möglichkeiten an, um Ihr Seminar oder Ihren Unterricht interaktiv und spielerisch gestalten zu können und die Teilnehmenden zu aktivieren und einzubeziehen. Sie lernen Kreativübungen und technische Methoden kennen, die zu Leichtigkeit und Verbindung im digitalen Kontext einladen. Worum geht's im Webinar? Online in Kontakt kommen, Kreativität und Wahrnehmung aktivieren, Funktionen und Online-Tools wie digitale Whiteboards einsetzen und nutzen, Spaß haben!

 

 

 

 

 

Sozialkompetenz online? Was verloren geht – und was sich doch noch „retten“ lässt

Bernd Schwandt, Freitag, 14:30 - 16:00 Uhr

Trainings in Gesprächskompetenzen, Teamtraining oder Beratungsgesprächen (eine selektive Auswahl) finden traditionell in einem face-to-face-Setting statt. Ob es um Sprechausdruck geht, Feedbackübungen, um Feinheiten von mimisch-gestischem Ausdruck oder Körperhaltungen: die physische Kopräsenz im Raum erschien vielen Lehrenden bis vor Kurzem unverzichtbar, um an Details von Ausdrucksmitteln in zwischenmenschlicher Interaktion zu arbeiten, aber auch, um die nötige Vertrautheit in einer Gruppe entstehen zu lassen, um an diesen Themen zu arbeiten. Überraschend und mit kurzem (oder gar keinem) Vorlauf sollte nun all dies im virtuellen Raum stattfinden. Nach nunmehr drei Semestern Erfahrung mit Online- oder Hybridformaten stellt sich die Frage: wie lassen sich derartige Lerninhalte im Hochschulkontext methodisch umsetzen? Dazu sollen Erfahrungen aus drei Themenfeldern geschildert werden: Gesprächsseminare; Teamtrainings; Beratungstrainings. Diese stammen aus der Arbeit mit Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und Sozialer Arbeit.

Im zweiten Teil sollen Ideen für Ideen und Anregungen für digitale Lehre gegeben werden, die sich (teilweise überraschend) als funktionsfähig herausgestellt haben. Dazu gehören u.a. Klärungsgespräche, „think-pair-share“, kollegiale Beratung, Übungen zum systemischen Fragen. Neben einer kurzen Erklärung der Methoden soll der Frage nachgegangen werden, welche Rahmenbedingungen für eine Durchführung unter Online-Bedingungen förderlich oder notwendig erscheinen. Schließlich soll abschließend der Frage nachgegangen werden, wie in einer Nach-Corona-Zeit - neben der ersehnten Rückkehr zu vertrauter Präsenzlehre - Erfahrungen mit digitalen Lernformaten auch für zukünftige hybride Veranstaltungsformen sinnvoll nutzbar gemacht werden können.

 

 

 

Frau Dr. Annette Schulze, Jahrgang 1968, hat Grund- und Hauptschullehramt an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit den Fächern Mathematik und Kunst studiert und ihr Referendariat am Bodensee absolviert. Nach ihrem Aufbaustudiengang Diplom-Pädagogik in Mathematikdidaktik promovierte sie an der Universität in Heidelberg in Erziehungswissenschaften. Sie arbeitet seit 1998 an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg im Bereich Mediendidaktik.

 

 

Prof. Dr.rer.nat. Dipl.-Ing. Martin Baumann, MME, arbeitet als Dozent für Medizintechnik und Didaktik and der RWTH Aachen im Grenzbereich zwischen Lebens-, Ingenieurs- und Naturwissenschaften. Er ist zusätzlich zertifizierter Trainer in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, sowie Dozent im deutschlandweiten Masterstudiengang Medical Education (MME). E-Mail: baumann@ame.rwth-aachen.de

Dr.rer.nat. Ulrich Engelmann, Sprecherzieher (DGSS), verbindet als > Dozent für Medizintechnik an der FH Aachen und Führungskraft in einem Medizintechnik-Unternehmen begeistert Lehre und Teamentwicklung. Er ist seit 2017 Mitglied der DGSS und legte 2019 als erster Kandidat an der wiedereröffneten DGSS-Prüfstelle in Aachen die Prüfung zum Sprecherzieher sehr erfolgreich ab. E-Mail: engelmann@fh-aachen.de

Nach ihrer Weiterbildung als Online-Trainerin bei Zamyat Klein, einigen Impulsvorträgen, Webinaren und vielem Ausprobieren im Seminar ist Ursula Fetzer seit 2020 den Fragen nach gutem Online-Unterricht immer noch auf der Spur und teilt ihre Erkenntnisse gerne. Die Sprechwissenschaftlerin und Sprecherzieherin (DGSS) arbeitet seit 1994 als selbstständige Trainerin für Kommunikation in der freien Wirtschaft sowie bei öffentlichen und privaten Bildungsinstituten. Außerdem war und ist sie seit über 10 Jahre Dozentin für Stimm- und Sprechbildung u.a. an der Musikhochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim, der Universität Heidelberg, der Schauspielschule-Mainz e.V. und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Zusätzlich hat sie eine Ausbildung zur ganzheitlichen Atemtherapeutin bei Ingeborg Neuweger absolviert und zahlreichen Weiterbildungen in Improvisationstheater besucht. Durch ihre Erfahrung als freie Schauspielerin bei der Improvisationstheatergruppen „DRAMA light“ kombiniert sie heute in ihren Seminaren Sprecherziehung mit Improvisationstheater – auch online!

Studium der Psychologie und Sprechwissenschaft in Landau bei Hellmut Geißner. Diplom-Psychologe und Sprecherzieher (DGSS). 1989/90 Studium Speech Communication an der University of Washington, Seattle. Promotion über Regelaushandlung in betrieblichen Arbeitsbesprechungen an der Uni Augsburg 1995. Psychodrama-Ausbildung. Seit 1988 Trainings im Bereich rhetorischer Kommunikation. 1995-1998 Organisations- und Personalentwicklung in öffentlichen Verwaltungen. Seit 1998 Professor für Kommunikation in der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften der FH Erfurt. 2008-2017 Mitglied im wiss. Beirat der DGSS.