Grußwort von Frau Dr. Burel

 

 

Liebe Teilnehmer:innen der Tagung 2021,

ich freue mich ganz außerordentlich, dass Sie den - wenn auch virtuellen Weg - an die Pädagogische Heidelberg zur DGSS Tagung 2021 gefunden haben. Unsere Rhein-Neckar-Region mit der Wissenschaftsstadt Heidelberg und der Stadt der Sprache, Mannheim, freut sich auf Sie!

Sprache ist die Basis für Wissensbildung und gesellschaftlichen Diskurs - das ist auch online so. Spätestens nach mehr als einem Jahr, voll mit Online-Meetings, -Lehre, und -Tagungen, ist diese kommunikative Form auch Teil der vielzitierten "neuen Normalität" geworden.

"Online"-sein, vor allem in der Hochschullehre oder im Schulalltag, ist jedoch ein neuer sozialer Zustand für uns alle, mit erweiterten Kompetenzen und fordernden Formen, die in ihrer Orchestrierung und Akzeptanz erprobt werden müssen. Gerade die gesprochene Sprache, die Rhetorik und die Sprecherziehung sind Gegenstände, in denen wir bislang die unmittelbare Physis und die der Gegenüber nutzten, um daraus Verstehen zu generieren.

Sprache und Stimme sind ein Punkt, an dem Eigen- und Fremdwahrnehmung zusammenkommen und - was noch wichtiger ist - die Grundvoraussetzung für Lernen und authentisches Handeln.

Was ändert sich für uns also in diesem sozialen Miteinander, wenn wir uns nur online begegnen? Sie werden sich bei der diesjährigen DGSS-Tagung darüber austauschen, wie Mündlichkeit und Körperlichkeit wirkungsvoll virtualisiert werden können. Sie werden sich mit medialen Methoden auseinandersetzen, die digital erst möglich werden, z.B. Videokonferenzen oder andere digitale Werkzeuge für kooperatives Lernen und Arbeiten. Sie werden Analysemöglichkeiten (an sich selbst) erproben, u.a. computergestütztes Stimm- und Sprechscreening sowie Sprachgesundheit und Vorlesen-Lassen.

Dabei wünsche ich Ihnen eine intensive Fachtagung und viel digitale sprachliche Kreativität.

 

 

 

(Peter Jülich / Agentur Focus)

Frau Dr. Burel ist Geschäftsführerin des Unternehmens LUB GmbH