Studium

Hinweise für die E-Portfolio-Arbeit in den schulpraktischen Studien

Der persönliche Teil des Portfolios schulpraktische Studien dient v.a. deinem Professionalisierungsprozess. Dein individueller Lern- und Entwicklungsprozess während der schulpraktischen Studien und in den Veranstaltungen an der Hochschule steht im Vordergrund. Übergeordnete Idee ist es deinen Professionalisierungsprozess zu dokumentieren, durch Selbstreflexion und (Peer-)Feedback zu begleiten und bewusst wahrzunehmen.

Bei der inhaltlichen Gestaltung deines persönlichen Teils des Portfolios hast du viele Freiheiten. Dies ist eine große Chance, kann aber manchmal auch zu einer Überforderung führen. Zur Anregung und Unterstützung der Arbeit mit deinem persönlichen Portfolioteil findest du im Folgenden einige Tipps, Hinweise und Anregungen.

Finde das richtige Maß

Die Arbeit mit einem (E-)Portfolio birgt die Gefahr der Überforderung. Manch einer, der sich enthusiastisch und motiviert in die Arbeit mit dem Portfolio gestürzt hat, hat diese nach einer Zeit überfordert abgebrochen. Alles zu dokumentieren und zu sammeln, jeden Gedanken und jede Überlegung festzuhalten oder alles zu reflektieren ist nicht nur unmöglich und zeitintensiv, sondern auch nicht zielführend und wenig gewinnbringend. Wichtig ist es daher das richtige Maß zu finden und ein „zu viel“ zu vermeiden.

Setze dir deine Ziele und Ambitionen nicht zu hoch

Setze dir (realistische) Ziele und lege die Messlatte, die du dir selbst setzt, nicht zu hoch. Überlege dir, was du im Praktikum erreichen willst, mit welchen Themen, Inhalten und Fragen du dich in deinem Praktikum beschäftigen möchtest. Am Ende des Praktikums bist du noch keine fertig ausgebildete Lehrperson, aber einen Schritt weiter auf deinem Professionalisierungsweg.

Setze Schwerpunkte

Jedes Praktikum und jeder Studierende ist anders, denn jeden Studierenden beschäftigen im Praktikum individuell unterschiedliche Dinge.  Jeder sieht sich mit eigenen Situationen, Personen, Fragen oder Problemen konfrontiert. Setze dir daher eigene inhaltliche Schwerpunkte, damit du dich in deiner individuellen (E-)Portfolio-Arbeit mit deinem Lern- und Entwicklungsstand auseinandersetzt. Wenn du dir Schwerpunkte setzt kannst du auch die Gefahr der Überforderung begrenzen.

Wähle aus, sammle bewusst

Mehr ist mehr, aber nicht unbedingt besser. Wähle Themen, Inhalte und Artefakte deines
(E-) Portfolios begründet aus. Anstatt Dinge zu horten und dein Portfolio zu überfrachten, kann es sinnvoll sein eine begründete Auswahl zu treffen. Treffe die Auswahl auch nach deinen Zielen und deinem persönlichen Lern- und Entwicklungsprozess und nicht nach dem Wert der Außendarstellung.  

Zeiten einplanen

Plane dir feste Zeiten ein, an denen du an deinem (E-)Portfolio arbeiten wirst. So vermeidest du es die Arbeit mit dem E-Portfolio schleifen zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt mehr Arbeit zu haben. Außerdem werden so aktuelle Erfahrungen und Gedanken des Tages festgehalten und gehen nicht verloren. Im OEP ist es empfehlenswert täglich zu reflektieren und somit einen festen Zeitraum am Tag einzuplanen. Im ISP hingegen ist es empfehlenswert wöchentlich einen festen Zeitraum einzuplanen und somit mindestens einmal in der Woche einen Eintrag zu machen. Nutze die eingeplante Zeit gezielt, um fokussiert festzuhalten und zu reflektieren.

Nutze die Möglichkeit des E-Portfolios für deine Arbeitsweise

Die Artefakte für ein E-Portfolio müssen zwar digital vorliegen, ausschließlich vor dem PC sitzen und im Blog schreiben – so muss die Arbeit mit einem E-Portfolio nicht aussehen. Nutze die Möglichkeiten Texte, Bilder, Videos, Audiodateien, Grafiken etc. einzubinden kreativ und deiner Arbeitsweise angemessen. Handschriftliche Notizen, die du dir z.B. zu einer gehaltenen oder hospitierten Unterrichtsstunde gemacht hast, Tafelbilder, Mindmaps oder Schülerergebnisse einer Arbeitsphase kannst du z.B. auch abfotografieren oder einscannen. Mündliche Reflexionsgespräche zu von dir gehaltenen Unterrichtsstunden z.B. mit der betreuenden Lehrkraft kannst du mit Einverständnis z.B. aufnehmen und als Audiodatei im E-Portfolio einbinden. Nutze die digitalen Möglichkeiten also kreativ und für dich gewinnbringend. Achte dabei auch darauf, dass du Medien zielführend und inhaltlich begründet einsetzt.