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Gesundes Arbeitsklima

Was fördert Gesundheit und Arbeitszufriedenheit im Hochschulalltag? Das Projekt „PHeelGood@Science“ erarbeitet partizipativ Ideen für die PHHD.

Projektkoordinatorin Hannah Muth (links) und Chiara Dold (rechts) vom Hochschulischen Gesundheitsmanagement

Wissenschaftler:innen stehen vor vielfältigen Herausforderungen und bewegen sich im Spannungsfeld von Forschung, Lehre und akademischer Selbstverwaltung. Ein starker Leistungs- und Wettbewerbsdruck, hohe Arbeitslast und oft unsichere Perspektiven können zu Stresserleben und Erschöpfung führen – oder sogar dazu, das Wissenschaftssystem zu verlassen. Dabei nehmen gerade Professor:innen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung einer gesunden Hochschule ein, denn sie prägen stark institutionelle Strukturen, Arbeitskultur und Entscheidungsprozesse mit.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg will nun mit einem Forschungsprojekt Belastungen im Hochschulalltag identifizieren und ihnen entgegenwirken: In „PHeelGood@Science“ wird partizipativ erarbeitet, was für mehr Gesundheit und Arbeitszufriedenheit an der PHHD getan werden kann. Eine gesundheitsförderliche Hochschule wünschen sich die Initiator:innen des Projekts, mit einer Kultur, in der alle Hochschulangehörigen aufeinander achten und gegenseitig positiven Einfluss ausüben.

Chiara Dold (Hochschulisches Gesundheitsmanagement), Prof. Dr. Katja Schneider und Prof. Dr. Jens Bucksch (Direktorium des Heidelberger Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung, HD:ZPG) sowie Koordinatorin Hannah Muth sehen großes Potenzial darin, gezielt wissenschaftliche Mitarbeiter:innen und Professor:innen in den Fokus zu nehmen. Beide Gruppen hätten nicht nur Einfluss auf ihr eigenes Wohlbefinden, sondern auch auf die Arbeits- und Studienbedingungen von Promovierenden, Verwaltungsbeschäftigten und Studierenden, begründet Jens Bucksch. Katja Schneider ist überzeugt: „Diese zentralen Akteur:innen gesundheitsförderlich zu stärken, kann nachhaltig das psychosoziale Klima und die Zusammenarbeit im gesamten Hochschulalltag verbessern.“

Alle, die sich beteiligen möchten, sind von Beginn an in den Prozess eingebunden. In einer Forschungsgemeinschaft legen die Beteiligten Fragestellungen und Methodik fest. Sie entwickeln aus den Ergebnissen zielgerichtete Lösungsstrategien und konkrete, realisierbare Maßnahmen, deren Umsetzung von PHeelGood koordiniert wird. Dies könnte beispielsweise die Optimierung von Routinen im Hochschulalltag betreffen, etwa die Frage, wie viel Stress durch administrative Abläufe entsteht und ob gemeinsam Vereinfachungen erarbeitet werden können.

Fachlich wird der Prozess von Prof. Dr. Petra Wihofszky und ihrer Mitarbeiterin Verena Hoppe von der Hochschule Esslingen begleitet. Die Wissenschaftlerin gelte als ausgewiesene Expertin für partizipative Gesundheitsforschung, sagt Chiara Dold. „Als externe Begleiterin stellt sie eine unvoreingenommene Erhebung sicher und schafft Raum und Sicherheit für ko-kreative Prozesse.“ So soll es möglich werden, passgenaue und praxisnahe Maßnahmen zur Gesundheitsförderung auszuarbeiten. Projektkoordinatorin Hannah Muth lädt zum Mitmachen ein: „PHeelGood@Science lebt von Beteiligung. Ich freue mich, wenn Professor:innen und wissenschaftliche Mitarbeitende sich bei mir melden, um den Forschungs- und Entwicklungsprozess aktiv mitzugestalten.“

Das Projekt
PHeelGood@Science ist im Januar 2026 als zweijähriges Projekt gestartet und wird von der Techniker Krankenkasse gefördert. Erfolgreich eingeworben wurde es von Chiara Dold aus dem Hochschulischen Gesundheitsmanagement PHeelGood. Das Projekt ist beim Heidelberger Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung verortet, das von Prof. Dr. Jens Bucksch (Prävention und Gesundheitsförderung) und Prof. Dr. Katja Schneider (Alltagskultur und Gesundheit) geleitet wird. Ansprechpartnerin ist Koordinatorin Hannah Muth.

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Text: Redaktion
Foto: PHHD