Forschung

Graduiertenkollegs

i-Ping

internationales Promotionskolleg in den Didaktiken der Natur- und Gesellschaftswissenschaften

Neues Promotionskolleg geht in einem dreitägigen Scientific Retreat an den Start

Das an den Pädagogischen Hochschulen Luzern und Heidelberg angesiedelte schweizerisch-deutsche Promotionskolleg „i-ping“ führt die beiden Partnerhochschulen aus Luzern und Heidelberg in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammen. Das Kolleg startet am 19. Februar mit dem ersten Scientific Retreat: Im Kolleg arbeiten 12 Promovierende sowie 10 Professorinnen und Professoren aus Heidelberg und Luzern an insgesamt 12 Forschungsprojekten. Das Kolleg i-ping ermöglicht den Doktorandinnen und Doktoranden die Teilnahme an der Forschungsinfrastruktur beider Hochschulen. In das Kolleg fließt vor allem die Forschungsexpertise aus den Fachdidaktiken der Fächer Biologie, Chemie, Deutsch, Geschichte, Mathematik, Philosophie, Physik und des Sachunterrichts ein. Die Sprecherin und die Sprecher des Kollegs Professor Dr. Dorothee Brovelli, Professor Dr. Markus Rehm und Professor Dr. Markus Wilhelm kennen die Strukturen beider Hochschulen seit vielen Jahren und können nun dank der Finanzierung aus Luzern die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen vor allem in der Forschung weiter ausbauen. Das Ziel des Kollegs ist es, den Doktorandinnen und Doktoranden eine effektive Promotionsphase zu ermöglichen. Durch die Kumulation der Forschungsexpertise beider Hochschulen sind neben einer intensiven Betreuung und Beratung vor allem die umfangreichen Fortbildungsangebote beider Hochschulen zu nennen. Dies wird ermöglicht, in dem jeweils ein schweizerisch-deutsches Tandem die Betreuung je eines Promovierenden übernimmt.

EKoL

Forschungs- und Nachwuchskolleg zur effektiven Kompetenzdiagnose in der Lehrerbildung zur Förderung des erfolgreichen Kompetenzerwerbs im (Fach)unterricht

Um eine standardisierte Diagnose und Modellierung der Lehrerkompetenz und deren Entwicklung während der ersten und zweiten Phase der Lehrerbildung für Baden-Württemberg zu gewinnen, wird ein standardisiertes Testinstrumentarium zur Kompetenzerhebung entwickelt, validiert und bei Lehramtsstudierenden und Referendaren eingesetzt. Die Teilprojekte des Kollegs untersuchen die Kompetenzen von Lehrkräften in den Unterrichtsfächern bzw. Unterrichtsverbünden Deutsch, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. Um Kompetenzen angehender Lehrkräfte über diese Unterrichtsfächer hinweg vergleichen zu können, konzentrieren wir uns auf die Messung des fachdidaktischen Wissens und Könnens in situ und seine Wechselbeziehungen zur Heterogenität der Schülerschaft.

Durch das Kolleg werden nicht nur die Effekte des Professionalisierungsprozesses zwischen Studienbeginn und Berufseinstieg in natur- und geisteswissenschaftlichen Fachdisziplinen im empirischen Längsschnitt untersucht. Durch das hier vorgelegte Design lassen sich darüber hinaus Kohorten von angehenden Lehrkräften vergleichen, die teilprojektspezifisch Erkenntnisse zu Optimierung der Studienverläufe freisetzen.

Ein besonderes Anliegen von EKoL ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Wir setzen auf einen gut strukturierten Promotionsweg, der mit einem systematisierten Angebot an Fortbildungsmaßnahmen verbunden ist. Damit kann sich eine Trias von Disziplinen aus Erziehungswissenschaft (Schul- und Sonderpädagogik), Pädagogischer Psychologie und den Fachdidaktiken interdisziplinär weiterentwickeln. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

DiaKom

Promotionskolleg „Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung (DiaKom)“

Das Forschungs- und Nachwuchskolleg widmet sich der Aufklärung von Einflüssen, Strukturen und Fördermöglichkeiten diagnostischer Kompetenz. Einen systematischen Zugriff auf die vielfältigen Aspekte dieses Konstruktbündels liefert dabei die Unterscheidung von diagnostischen Dispositionen (Wissen, Motivation), Prozessen des diagnostischen Denkens (Wahrnehmen, Interpretieren, Handeln) und der Performanz diagnostischen Handelns.

Zwölf Teilprojekte kombinieren dabei rezente Forschungsansätze und nutzen Verfahren der Kompetenzmodellierung, der Erfassung von Urteilsgenauigkeit und der experimentell kontrollierten Variation von relevanten Einflussvariablen auf Seiten der Lehrperson. Insbesondere durch die Kooperationen zwischen Psychologie, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken soll die Befundlage erweitert und das theoretische Verständnis diagnostischer Kompetenz verbessert und systematisiert werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht

Promotionskolleg „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache (DaF/DaZ): Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“

Das Promotionskolleg "Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht" stellt den Pädagogischen Hochschulen gemeinsam die Aufgabe, die Ergebnisse verschiedener Promotionsarbeiten innerhalb von Teilprojekten am Ende zu einem Weiterbildungsmodul im Bereich Deutsch als Zweitsprache zusammenzuführen. Im Heidelberger Teilprojekt "Sprachförderung DURCH Fachunterricht" wird das Know-how des von der Stadt HD finanzierten Schreibförderprojektes "Individuelle Schreibberatung beim Verfassen von Sachtextzusammenfassungen" mit dem seit 2014 ursprünglich für Vorbereitungsklassen entwickelten Instrument der "Satzleiste" kombiniert. Dadurch soll Lernenden mit DaZ ermöglicht werden, während des Schreibens über Sachfachinhalte gleichzeitig an Wortschatz- und Grammatikerwerb zu arbeiten.