Forschung

Graduiertenkollegs

Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung (AW-ZIB)

Das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung (AW-ZIB) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Fakultät für Erziehungs- und Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seit November 2020 lehren und forschen hier Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zum Thema Inklusion. Ein Schwerpunkt der Arbeit des Zentrums sind hochschulische Bildungsangebote, die von sechs Mitarbeiter:innen ausgebracht werden, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zur Bildungsfachkraft erfolgreich absolviert haben. Für die Begleitforschung am AW-ZIB ist für sechs Jahre ein Promotionskolleg eingerichtet worden. Die Nachwuchsgruppe besteht aus einer Juniorprofessur und insgesamt vier Doktorand:innen (zwei mal zwei zur Promotion abgeordnete Lehrkräfte für je drei Jahre). Unter der Leitung von Prof. Dr. Vera Heyl und Prof. Dr. Karin Terfloth sowie der Juniorprofessur bearbeiten die Doktorand:innen drei Teilprojekte, in denen die Wirkungen der Bildungsarbeit von Bildungsfachkräften, die Evaluation und Weiterentwicklung der Bildungsangebote sowie die Evaluation und Weiterentwicklung der Qualifizierung der Bildungsfachkräfte untersucht werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Annelie-Wellensiek-Zentrums abrufbar.

Empirische fachdidaktische Forschung und Transfer (EFFORT)

An den Pädagogischen Hochschulen Luzern und Heidelberg wurde ein neues Graduiertenkolleg ins Leben gerufen. Das Kolleg widmet sich verstärkt der empirisch-fachdidaktischen Forschung sowie dem Transfer der Befunde aus den jeweiligen Projekten in die Bildungspraxis und nutzt die Stärken der Pädagogischen Hochschulen: Die Verzahnung von Forschung und Praxis.

Transfer von Praxis und Forschung werden in EFFORT als bidirektionaler Transformationsprozess verstanden: Einerseits fließen Erkenntnisse aus der Praxis in verstärktem Maße in fachdidaktische Forschungsvorhaben ein. Andererseits werden Erkenntnisse fachdidaktischer Forschung zur Steigerung der Unterrichts- bzw. pädagogischen Qualität in der Praxis genutzt.

Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften: Einflüsse, Struktur und Förderung (DiaKom)

Das Forschungs- und Nachwuchskolleg widmet sich der Aufklärung von Einflüssen, Strukturen und Fördermöglichkeiten diagnostischer Kompetenz. Einen systematischen Zugriff auf die vielfältigen Aspekte dieses Konstruktbündels liefert dabei die Unterscheidung von diagnostischen Dispositionen (Wissen, Motivation), Prozessen des diagnostischen Denkens (Wahrnehmen, Interpretieren, Handeln) und der Performanz diagnostischen Handelns.

Zwölf Teilprojekte kombinieren dabei rezente Forschungsansätze und nutzen Verfahren der Kompetenzmodellierung, der Erfassung von Urteilsgenauigkeit und der experimentell kontrollierten Variation von relevanten Einflussvariablen auf Seiten der Lehrperson. Insbesondere durch die Kooperationen zwischen Psychologie, Erziehungswissenschaft und Fachdidaktiken soll die Befundlage erweitert und das theoretische Verständnis diagnostischer Kompetenz verbessert und systematisiert werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage von DiaKom.

Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache (DaF/DaZ): Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht

Seit dem 01.08.2020 geht das Promotionskolleg DaF/DaZ "Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht", ein gemeinsames Projekt der sechs baden-württembergischen Pädagogischen Hochschulen, in die zweite Förderphase. In der ersten Förderphase lag der Fokus des Forschungsinteresses auf den Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache, die über keine hinreichenden Kompetenzen in bildungs- und fachsprachlichen Registern verfügen. Die Teilprojekte der zweiten Förderphase schließen an die Ergebnisse aus dem Promotionskolleg DaF/DaZ I an. Ein Schwerpunkt der Arbeit im hochschulübergreifenden Promotionskolleg ist der Ausbau der fachlichen Sprachbildung im Unterricht. 

Das Heidelberger Teilprojekt ImPuLsE (Im Praktikum unterrichtliches LehrerInnenhandeln professionalisieren: sprachliche Entwicklung unterstützen lernen) entwickelt und erforscht hierzu ein konversationsanalytisch basiertes Interaktionstraining für (angehende) Fachlehrkräfte. (https://www.ph-heidelberg.de/schliecker-elena/forschung.html)