Institut für SonderpädagogikGeistig- und Mehrfach-
behindertenpädagogik

Zertifikatkurs Basale Stimulation

Die "Basale Stimulation" ist wohl das bekannteste Konzept in der Pädagogik bei schwerer und mehrfacher Behinderung und untrennbar mit der Person von Prof. Dr. Andreas Fröhlich verbunden. Ursprünglich für die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen konzipiert, wurde es zusammen mit Prof. Dr. Christel Bienstein auf die Pflegewissenschaft ausgeweitet. Eine Vielzahl von WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen haben sich mit dem Konzept auseinandergesetzt, unzählige Veröffentlichungen sind erschienen und ein Internationaler Verein Basale Stimulation e.V. ist entstanden. Zweimal jährlich erscheint ein Rundbrief, der Artikel aus Theorie und Praxis der Basalen Stimulation sowie angrenzender Fachgebiete umfasst. Regelmäßig finden Fachtagungen und Kongresse statt. Multiplikatoren und Kursleiter tragen dazu bei, dass das Konzept in seinem Praxisbezug an Menschen in praktischen Handlungsfeldern herangetragen wird. Nähere Informationen erhalten Sie auf folgender Internetseite: www.basale-stimulation.de Die Fachrichtung Geistig-/Mehrfachbehindertenpädagogik bietet ein zertifiziertes Seminar zum Konzept der Basalen Stimulation an. Durch eine regelmäßige und aktive Teilnahme können Studierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit dem Studienschwerpunkt Geistig-/Mehrfachbehindertenpädagogik (GM) ein Zertifikat erwerben, das vom Internationalen Verein Basale Stimulation über Sören Bauersfeld als Kursleiter für Basale Stimulation erteilt wird. Es handelt sich dabei um einen Grundkurs Basale Stimulation in Anlehnung an die Vorgaben des Internationalen Vereins Basale Stimulation, der zu einem Besuch eines Vertiefungskurses Basale Stimulation berechtigt. Schulbezogener Aspekte werden im Rahmen des Seminars für die angehenden LehrerInnen in besonderer Weise berücksichtigt.

In dem Seminar werden folgende Inhalte thematisiert:

  • Grundlagen zur Basalen Stimulation
  • Entwicklung von der Methode zum Konzept
  • Personenkreis
  • Ganzheitlichkeit
  • Menschliche Grundbedürfnisse
  • Somatische, vestibuläre und vibratorische Wahrnehmung
  • Habituation und Dekubitus
  • Qualität von Berührungen und Lagerungen
  • Übertrag auf den "basalen Alltag"
  • Übertrag auf den Unterricht an Schulen

Die methodische Gestaltung des Seminars ist angelehnt an die Bedürfnisse von Menschen mit schwerer und mehrfacher Behinderung. Angebote müssen daher körpernah gestaltet sein, um Verstehen und Lernen zu ermöglichen. Aus dem Grund werden Inhalte des Konzeptes insbesondere durch eine Vielzahl an Selbsterfahrungsübungen in Verbindung mit Erfahrungsaustausch und theoretischen Erläuterungen angeeignet.

Ansprechpartner: Sören Bauersfeld bauersfeld@ph-heidelberg.de