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Eröffnung der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention - Dienstag 14. Mai 2019 von 14.00 bis 16.00 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,


wir freuen uns sehr, Sie hiermit zur Eröffnungsfeier der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention einladen zu dürfen!

Die Notwendigkeit zur Gründung der Arbeitsstelle hat sich insbesondere im Teilprojekt Antiziganismusprävention des Projektes TRANSFER TOGETHER gezeigt: Die dort gesammelten Erfahrungen lassen auf einen größeren Bedarf in Bezug auf Aufklärung und Sensibilisierung zum Themenbereich Antiziganismus schließen, der bisher nicht abgedeckt wird.

Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention soll das TT-Projekt um die Arbeitsbereiche pädagogische Forschung, Lehre und Beratung zum Thema Antiziganismus ergänzen. Sie fungiert als Anlaufstelle für Fragen rund um das Thema Diskriminierung und Sensibilisierung im Bereich der Antiziganismusprävention.

Die Eröffnungsfeier mit anschließendem Get-together findet statt am:

Dienstag 14. Mai 2019 von 14.00 bis 16.00 Uhr

in der Aula der pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Hierzu möchten wir Sie herzlich einladen und freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Um Anmeldung bis zum 07. Mai 2019 per Mail an presse@vw.ph-heidelberg.de wird gebeten.


Mit herzlichen Grüßen,

Prof.Dr.Hans-Werner Huneke (Rektor)

Prof. Dr. Markus Vogel (Dekan) 

Professorin Dr. Angela Häußler (Direktorin des Instituts für Gesellschaftswissenschaften)

Professorin Dr. Bettina Degner (wissenschaftliche Leitung der Arbeitsstelle)


23.05.2019 Bildung bitte! - "Ich habe keine Vorurteile, aber...": Antiziganismus pädagogisch begegnen

16– 18 Uhr

in der Aula der alten PH

Keplerstraße 87

69120 Heidelberg

 

Diese Veranstaltung ist Teil der öffentlichen Veranstaltungsreihe "Bildung bitte!" - Bildung für demokratische Gesellschaften und wird von der Professional School veranstaltet. Ausführlichere Informationen dazu finden Sie hier.


Was haben Vorurteile gegenüber Sinti und Roma mit Diskriminierungen zu tun? Und wie fühlen sich Menschen, die diskriminiert werden? Nach Erläuterung der Zusammenhänge soll anhand von Beispielen aus der Praxis Bewusstsein für antiziganistische Diskriminierung geschärft werden. Die Teilnehmenden üben zudem couragiertes Handeln und erhalten Anregungen, wie sie dies in ihrer pädagogischen Praxis anderen vermitteln können.


Dozent/inn/en:
Prof. Dr. Bettina Degner, Nadine Küßner


Anmeldung
Wir möchten Sie zur besseren Planung der Veranstaltung bitten, sich für die einzelnen Vorträge unverbindlich anzumelden.


Kontakt
Professional School
Keplerstraße 87
69120 Heidelberg
Fon: +49 6221/477-522
profschool@ph-heidelberg.de

08.07.2019 „Die wollen nicht lernen.“ Zur Wahrnehmung von Sinti und Roma als Problem in Schulen

14 – 16 Uhr

Zeppelinstraße. 3

69120 Heidelberg

Raum 107

„Die wollen nicht lernen“ ist ein gängiges Vorurteil gegenüber Sinti und Roma an deutschen Schulen. Hierbei überlagern sich über Jahrhunderte tradierte antiziganistische Stereotype und reale Probleme. Wie ist diese Gemengelage zu analysieren oder zu verstehen und wie kann jenseits der Sanktionsspirale reagiert werden? Mit diesen Fragen wollen wir uns in dieser Veranstaltung auseinandersetzen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt.

Veranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

"Künstlerische Ausdrucksformen gegen Antiziganismus"

Am 18.03.2019 fand im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus die Veranstaltung „Künstlerische Ausdrucksformen gegen Antiziganismus“ im Interkulturellen Zentrum Heidelberg statt. Initiiert wurde sie von den Teilprojekten „Antiziganismusprävention“ und „Lieder in der Fremde“ des Transfer Together Projektes an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zusammen mit dem Verein „Heidelberger Lupe e.V.“. Intention der Veranstaltung war es, darüber ins Gespräch zu kommen, wie künstlerische Ausdrucksformen gegen Antiziganismus gefunden werden können, die ein Gegenbild zur weitverbreiteten romantisierenden Figur des sogenannten „Zigeuners“ in der Fotografie und Kunst entstehen lässt.

Moderiert wurde diese Veranstaltung von Kathrin Schweizer, die sowohl die Referenten der Veranstaltung, als auch das Publikum durch den Abend führte. Dieser begann mit einem einführenden Vortrag von Nadine Küßner, in dem sie auf das Phänomen Antiziganismus einging und seine Bedeutung sowie Verbreitung in der Gesellschaft darstellte. Darüber hinaus wurde einerseits ein lokaler Bezug zu Heidelberg am Beispiel der Vertreibung der Sinti aus der Altstadt während des Nationalsozialismus und andererseits des Beginns der Bürgerrechtsbewegung in der Nachkriegszeit hergestellt.

Darauf folgte eine Lesung von Ilona Lagrene aus dem Gedichtband „Djiparmissa – klassische deutsche Gedichte auf Romanes“ ihres verstorbenen Mannes. So hörten wir Bekanntes wie unbekanntes z.B. von Johann Wolfgang von Goethe oder Theodor Fontane auf Romanes sowie einige eigene Gedichte ihres Mannes. Die deutsche Übersetzung wurde parallel an die Wand projiziert.

Im Anschluss stellte André Raatzsch als Kurator des Fotoarchivs im RomAchiv mit einem kurzen Film seine Arbeit vor. Er betonte dabei wie wichtig es ist, Fotos richtig zu deuten und stellte die Erlangung dieser Fähigkeit als Lernprozess dar. Darüber hinaus ging er auf die besondere Verantwortung von Archiven und Museen ein, nicht nur Dokumente und Fotos zu sammeln, sondern diese auch durch die dazugehörige Geschichte in den Kontext einzuordnen. Fotos sind nicht neutrale Darstellungen, sondern zeigen die Beziehung zwischen Fotograf und Objekt. Deshalb appellierte er an die Zuhörer*innen, gesellschaftlich vorhandenes bzw. von Medien präsentiertes Bildmaterial historisch-kritisch zu hinterfragen. (Quellenkritik, Dekonstruktion, Kontextualisierung).

Eingerahmt wurden die einzelnen Programmpunkte von musikalischen Beiträgen der Orientalischen Musikakademie in Mannheim, die sich mit ihrer Arbeit u.a. gegen Rassismus engagiert. Die vorgetragenen Stücke stimmten sie auf die jeweiligen Beiträge ab, wodurch die entstandene Stimmung weitergetragen und ein schönes Ausklingen des Abends ermöglicht wurde.

Um den Zusammenhang der einzelnen Programmpunkte herzustellen, gab es zum Schluss noch ein gemeinsames Podium. Neben Fragen aus dem Publikum wurde hier nochmals die Leitfrage der Veranstaltung aufgegriffen, wie antiziganistische Stereotype zurückgedrängt werden können und die Perspektive der Minderheit ihren Platz finden kann. Ilona Lagrene betonte hier nochmals eindringlich, dass die Verfolgung und Diskriminierung der Minderheit nicht mit dem Nationalsozialismus endete, sondern auf vielen Ebenen fortgeführt wurde. Mit dem Beispiel von Eva Justin und Robert Ritter, die im Nationalsozialismus die „Rassenhygenische Forschungsstelle“ gegründet hatten und nach dem Krieg im Gesundheitsamt in Frankfurt mit ihrem Material weiterarbeiteten wurde dies verdeutlicht. Ali Unger ging auf die integrative Kraft ein, welche die musikalische Arbeit mit Kindern durch die Om entfaltet und stellte dar, wie er hierbei immer wieder auf Vorurteile trifft. André Raatzsch machte sich stark dafür, das zunächst zwischen der Figur des sogenannten „Zigeuners“ und der Gruppe der Sinti und Roma klar differenziert werden müsse, bevor ein Gegenbild entstehen könne.

  • Vortrag im Rahmen der Kulturwoche von Romnokher am 02.10.2017 Mannheim
  • Vorstellung des Projekts Antiziganismusprävention im Rahmen des Bildungstreffen im DokuZ

www.sintiundroma.de/zentrum/bildungsakademie/stipendienprogramm/5-bildungstreffen-stipendienprogramm-2018-heidelberg.html

Antiziganismusprävention Handlungsmöglichkeiten der außerschulischen politischen Bildung

Workshop in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung 27. November 18, 16.00 – 20.00 Uhr Außenstelle Heidelberg

 

Gedenken an eine Minderheit

Gedenken an eine Minderheit - Das Beispiel der Sinti und Roma in Deutschland. Vortrag auf der Tagung "Gedenktage im Schatten des Populismus. Days of Remembrance in the Shadow of Populism" (Tagungsleitung: Bettina Alavi, Malgorzata Świder) vom 29.11.-1.12.2018 im Protestantischen Bildungszentrum Butenschoen-Haus Landau.