Fakultät für Kultur- und GeisteswissenschaftenDeutsch

Marcus Steinbrenner, Johannes Mayer, Bernhard Rank und Felix Heizmann (Hg.): "Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander". Das Heidelberger Modell des Literarischen Unterrichtsgesprächs in Theorie und Praxis
(2., korr. und erw. Aufl.)

Kurzbeschreibung: Im Literaturunterricht aller Schulformen und Klassenstufen haben gesprächsorientierte Verfahren wieder einen festen Platz. Entscheidend dazu beigetragen hat ein Projekt zum Literarischen Unterrichtsgespräch, das unter der Leitung von Gerhard Härle an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt wurde. Die literaturtheoretischen Grundlagen und die methodischen Verfahren, die im Rahmen dieses Projekts erarbeitet wurden, sind bereits mehrfach Gegenstand intensiver Erörterung und Erprobung gewesen.
Zehn Jahre nach dem Beginn dieser literaturdidaktischen Innovationen wird mit diesem Band eine umfassende Bestandsaufnahme vorgelegt. Er enthält Beiträge zu den fachlichen Grundlagen des Literarischen Unterrichtsgesprächs nach dem „Heidelberger Modell“ und zur Auswertung der praktischen Erfahrungen, die damit in der Lehrerbildung und in der Schule gemacht wurden: von der Primarstufe bis zur Sekundarstufe II.
Die Beiträge resultieren aus dem von den Herausgebern initiierten „Zweiten Heidelberger Symposion zum Literarischen Unterrichtsgespräch“. Zusammen mit einem Grundlagenbeitrag von Gerhard Härle und einer auf den aktuellen Stand gebrachten Auswahlbibliographie führen sie die Diskussion um Ziele und Methoden einer literarischen Gesprächskultur in der Schule weiter und geben dafür vielfältige praktische Anregungen.

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Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2014

ISBN:    978-3-8340-1325-5
Preis: € 29,80,  kt., 389 Seiten


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Gerhard Härle und Felix Heizmann:
"In bröckelndem Lehm festgebissen"
Franz Kafkas Studie Die Brücke: Bedeutungspotential und Perspektiven literarischen Lernens

Kurzbeschreibung: Die vorliegende Studie zu Franz Kafkas faszinierender, bislang wenig erörterter Kurzprosa Die Brücke (1917) basiert auf einem Hauptseminar, das im Wintersemester 2008/09 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg stattgefunden hat. In ihm stand das Anliegen im Mittelpunkt, literaturdidaktische Reflexionen und Aufgabenentwürfe aus dem Bedeutungs‑ und Bildungspotential anspruchsvoller literarischer Texte heraus zu entwickeln und damit eine Brücke zwischen der philologischen Erkundung von Texten und ihren didaktischen Modellierungen in Lehr-Lern-Kontexten zu schlagen.

 

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Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2009

ISBN: 978-3-8340-0604-2
Preis: € 14,00, kt., 123 Seiten
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Gerhard Härle und Bernhard Rank (Hg.):
"Sich bilden, ist nichts anders, als frei werden."
Sprachliche und literarische Bildung als Herausforderung für den Deutschunterricht

Redaktionelle Mitarbeit: Georg Funk, Felix Heizmann, Jorma Sagner

Kurzbeschreibung: Der traditionsreiche Begriff der „Bildung" gilt in der pädagogischen und fachdidaktischen Diskussion zumindest als widersprüchlich, wenn nicht gar als gefährlich. Zum einen wird er mit einer normativen, bildungsbürgerlichen Erziehung identifiziert, in der es vor allem um die Vermittlung von Inhalten und Werten geht, die den Erfordernissen unserer Zeit und der Zukunftsfähigkeit der nachwachsenden Generation nicht (mehr) entsprechen. Zum anderen hält er eine Erziehungsidee wach, die sich der Entfaltung des Individuums und seiner Freiheit von ökonomischen Zwecken und gesellschaftlichen Rollenzwängen verpflichtet weiß. Zusätzlich steht der Bildungsbegriff in deutlicher Spannung zum Kompetenzbegriff, demzufolge Lehr-Lern-Prozesse stärker auf den „Output", das heißt auf die Fähigkeiten der Lernenden, ausgerichtet sein sollen als auf den „Input" der Stoffe. Erstaunlicherweise hat aber die mit den Kognitions-, Sozialisations- und Schulleistungsforschungen einhergehende Fokussierung auf den Kompetenzbegriff auch die Aufmerksamkeit für die Bildungsdimension des Unterrichts neu geschärft - gerade auch in der Fachdidaktik Deutsch.
Diese Auseinandersetzung um den Bildungsbegriff als Denkrahmen für die Deutschdidaktik produktiv voranzutreiben war das Anliegen einer Ringvorlesung zur „sprachlichen und literarischen Bildung" an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. In ihr ging es sowohl um die Gegenüberstellung der Leitbegriffe Bildungund Kompetenza\s auch um die theoretische Fundierung und didaktische Konturierung eines aktuellen Bildungsbegriffes selbst. Im Vordergrund stand dabei der Gedanke an die Einheit des Faches Deutsch mit seinem sprachlichen wie literarischen Bildungsauftrag, aber auch die Wahrnehmung der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die von sozialen Verwerfungen, von sprachlicher Heterogenität und von interkulturellen Bildungsherausforderungen geprägt ist.
Entsprechend diesen Perspektiven wird „sprachliche und literarische Bildung" im vorliegenden Sammelband in drei Kontexte gestellt: in den der literarischen Erfahrung, in den des Kompetenzbegriffs und in den der Muttersprache und der Mehrsprachigkeit. Die Aufsätze basieren auf den Vorträgen, die namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Sprach- und Literaturdidaktik in der Ringvorlesung gehalten haben. Sie wurden durch einige Originalbeiträge ergänzt, unter anderem durch ein Gespräch der Herausgeber mit dem Schriftsteller Peter Härtung über seine Bildungserfahrungen als Leser und Autor.

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Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2008

ISBN: 978-3-8340-0482-6
Preis: € 24,00, kt., VI, 346 Seiten


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Gerhard Härle und Marcus Steinbrenner (Hg.): Kein endgültiges Wort. Die Wiederentdeckung des Gesprächs im Literaturunterricht.

(3., korr. und erw. Aufl.)

Redaktionelle Mitarbeit: Johannes Mayer

Kurzbeschreibung: Gespräche sind im Literaturunterricht eine Selbstverständlichkeit. Gleichwohl haben sie in der didaktischen Diskussion der vergangenen Jahrzehnte eine schlechte Presse. Sie gelten geradezu als Motivationskiller, weil sie einseitig kognitiv, lehrerzentriert und für schwächere SchülerInnen ungeeignet seien. Das Gespräch über Literatur soll vom Umgang mit Texten in großer methodischer Vielfaltabgelöst werden, damit schülerorientierte Formen der Literaturvermittlung in die Schulen einkehren können.
Trotz berechtigter Einwände gegen eine bestimmte Gesprächspraxis, die weder dem literarischen Text noch den Lernenden angemessen ist, setzen sich namhafte Vertreterinnen und Vertreter der Literaturdidaktik (z.B. Petra Wieler, Hubert Ivo, Valentin Merkelbach, Kaspar H. Spinner, Ute Andresen u.a.) für eine Wiederentdeckung und Neukonturierung des Gesprächs im Literaturunterricht ein, das sie als revisionsbedürftigen, aber doch unverzichtbaren und lebendigen Zugang zu Literaturverstehen. Sie skizzieren in diesem Band unterschiedliche Wege zu neuen Gesprächsformen, diskutieren die Rolle der Lehrenden als Gesprächsleiter, zeigen Lernmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichen Voraussetzungen auf und betonen die Wichtigkeit, Kindern die Kompetenz zur Teilnahme an literarischen Gesprächen zu vermitteln.
Die meisten Beiträge resultieren aus dem von den Herausgebern geleiteten Ersten Heidelberger Symposion zum Literarischen Unterrichtsgespräch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg am 15. Dezember 2003. Zusammen mit der Einleitung und der Auswahlbibliographie bilden sie ein aktuelles Handbuch zur Entwicklung und gegenwärtigen Positionierung des Gesprächs im Literaturunterricht, das sich an all jene wendet, die sich für die literarische Gesprächskultur interessieren, insbesondere an Studierende aller Lehrämter und Lehrende an Schulen und Hochschulen.

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Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren 2014 [2. Auflage 2010, 1. Auflage 2004)


Preis: € 19.80, SFr 34.80, kt., 331 Seiten

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Gerhard Härle (2007): Lyrik - Liebe - Leidenschaft. Streifzug durch die Liebeslyrik von Sappho bis Sarah Kirsch

Kurzbeschreibung: Wer je geliebt hat, kennt die Höhen und Tiefen dieses Gefühls, für die uns im Alltag meist die Worte fehlen. Seit jeher findet das Unsagbare seinen Ausdruck in der Lyrik. Von zarter Sehnsucht über derbe Gier bis zur verzweifelten Trauer haben Lyriker alle Seiten der Liebeserfahrung in Gedichte gebannt. Gerhard Härle nimmt uns mit auf einen Streifzug durch 3000 Jahre Liebeslyrik, der die Gedichte nicht nacheinander abhandelt, sondern thematisch verknüpft und entfaltet. Das Buch wendet sich an alle, die an der Liebe jenseits des alltäglichen Beziehungsbetriebs interessiert sind.

 

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Göttingen: Vandenhoeck & Rupprecht 2007
ISBN 978-3-525-20850-2

Preis:  € 24,95, 275 Seiten, gebunden, mit Lesebändchen

275 pages mit Lesebändchen, gebunden
24.95 € [D]
ISBN 978-3-525-20850-2

275 pages mit Lesebändchen, gebunden
24.95 € [D]
ISBN 978-3-525-20850-2