Abgeschlossene Projekte

Handreichung „Deutsch als Zweitsprache für die Sekundarstufe“

Gegenstand der Arbeitsgruppe ist die Erstellung einer Handreichung für die Sekundarstufe im Bereich Deutsch als Zweitsprache für das Bundesland Baden-Württemberg. Es handelt sich hierbei um ein Arbeitsvorhaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe in Kooperation mit der  Pädagogischen Hochschule Heidelberg (Prof. Dr. Havva Engin; Sylvia Selke) und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (Prof. Dr. Heidi Rösch; Nicole Bachor).

Den Ausgangspunkt der inhaltlichen Arbeit bildet der Ansatz der Inklusiven sprachlichen Bildung, welche sich zum Ziel setzt, Sprachförderung als Querschnittsaufgabe aller Schulfächer, insbesondere die der Naturwissenschaften, zu implementieren. Die Handreichung wird an Hand von Beispielen aus verschiedenen Fächern diesen didaktischen Ansatz exemplifizieren. 

 

Ansprechpartner/innen:

Ilse Petilliot-Becker, Leiterin Referat 74, Regierungspräsidium Karlsruhe
Ilse.Petilliot-Becker@remove-this.rpk.bwl.de 

Ursula Hartmann, Regierungsschulrätin, Regierungspräsidium Karlsruhe
Ursula.Hartmann@remove-this.rpk.bwl.de

Mütter für Bildung

"Mütter für Bildung" ist ein Gemeinschafts-Projekt des Landratsamts Rhein-Neckar und des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik. Zielgruppe sind junge Mütter mit türkischem Migrationshintergrund in schwierigen Lebenskontexten. Diesen Frauen bietet "Mütter für Bildung" ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot, beispielsweise zu Fragen der kindlichen Gesamtentwicklung, zu Fragen der Sprachentwicklung, zur kindlichen Salutogenese, aber auch zu allgemeinen Erziehungsfragen. Projektstart ist im September 2011, weiterführende Informationen finden Sie als PDF unter folgendem Link.

 

Projekt „Mütter für Bildung“ – Teilnehmerinnen trafen sich zu einem Kennenlern- und Austauschgespräch mit Müttern aus Sinsheim

Am 10. Mai 2012 besuchte eine Gruppe von Sinsheimer Migrantenmüttern unter der Leitung der Sinsheimer Integrationsbeauftragten Inge Baumgärtner die Müttergruppe in Edingen. Zweck des Treffens war das Kennenlernen sowie ein erster Austausch über Fragen der Erziehung und Bildung.

Seit mehreren Jahren gibt es in Sinsheim eine aktive Frauengruppe. Die Gruppe versteht sich als Forum und ist grundsätzlich für alle Interessierten und ihre Fragen offen. Inzwischen können die Frauen Vorträge und Workshops zu Erziehungs- und Bildungsfragen selbst halten. Ergänzend hat die Gruppe ein Sprach­partnerschafts­modell mit Muttersprachlerinnen aufgebaut; ein kleiner Deutschkurs hilft, Kenntnisse aufzupolieren und Vergessenes zu reaktiveren. Die Sinsheimer Gruppe wurde mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds gegründet und wird aktuell vom Baden-Württembergischen Integrationsministerium sowie der Baden-Württemberg Stiftung unterstützt.

Beim Treffen in Edingen zeigte sich schnell, dass die Fragen und Probleme in beiden Frauengruppen ähnlich sind. So beschlossen die Mütter, sich im Juni zwecks weiteren Austauschs wieder zu treffen; als fachliche Unterstützung wird es einen Expertenvortrag mit anschließender Diskussion und einem Erfahrungsaustausch geben.

Nähere Auskünfte über die Arbeit der Sinsheimer Frauengruppe gibt die Sinsheimer Integrationsbeauftragte Inge Baumgärtner. Telefon: 07261 404-163 oder integration@remove-this.sinsheim.de

 

Projektteam des Hei-MaT

Sinem Büyükakpinar
- Grund- und Hauptschullehramt
- Schwerpunkt Hauptschule
- 5. Semester
- Fächer: Geschichte, Deutsch, Englisch

Isabell Mayer
- Grund- und Hauptschullehramt
- Schwerpunkt Hauptschule
- Fächer: Deutsch, HTW, kath. Religion

Nalihan Yeter

Bahar Beyazal
- Grund- und Hauptschullehramt
- 6. Semester
- Fächer: Deutsch, Kunst, Haushalt / Textil

PM Mercator-Förderung

Pressemitteilung 30.03.2009:


Studie belegt erstmals: Wirksame Sprachförderung durch Lehrer mit Migrationshintergrund – Förderunterricht auch am Standort Weinheim/Heidelberg

Stiftung Mercator legt Matching Fund in Höhe von 2,1 Millionen Euro für nachhaltige Sicherung des Förderunterrichts auf Heidelberg, 30. März 2009 – Schüler mit Migrationshintergrund, die im Rahmen des Projekts „Förderunterricht für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund“ der Stiftung Mercator sprachlich und fachlich unterstützt werden, haben ihre Leistungen deutlich verbessert. So konnten sich beispielsweise 70 Prozent der Förderschüler mit anfangs mangelhaften und ungenügenden Noten in Deutsch und Mathematik um mindestens eine Note steigern. Dabei zeigt sich, dass insbesondere jene Schüler von der Förderung profitieren, die von Förderlehrern mit gleicher ethnischer Herkunft unterrichtet werden. Zudem fühlen sich die Lehramtsstudierenden durch die Unterrichtspraxis besser auf ihren künftigen Beruf vorbereitet, sowohl im Bezug auf ihre didaktischen und pädagogischen Kompetenzen als auch im Umgang mit kultureller Vielfalt. Dies belegt eine Studie des europäischen forums für migrationsstudien (efms), Institut an der Universität Bamberg, im Auftrag der Stiftung Mercator. Seit 2006 fördert die Stiftung Mercator, die ihren Sitz in Essen hat, das Projekt „Förderunterricht“ an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg/ Interkulturelles Kompetenzzentrum unter der Leitung von Prof. Dr. Ingrid Dietrich und Sylvia Selke. Die wissenschaftliche Begleitung des Gemeinschaftsprojektes mit der Kommunalen Koordinierungsstelle „Integration Central/Weinheim“ finanziert die Freudenberg Stiftung Weinheim.
„Wir freuen uns, dass die Zielsetzung unseres Projekts, die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu erhöhen, durch die Evaluationsergebnisse bestätigt wird. Der Erfolg des Konzepts bestärkt uns darin, das Modell „Förderunterricht“ weiterzuentwickeln und fortzuführen. Daher stellt die Stiftung Mercator nun einen Matching Fund in Höhe von 2,1 Millionen Euro zur Verfügung. Mit diesem Konzept sollen die Standorte nachhaltig gesichert werden“, erläutert Dr. Bernhard Lorentz, Vorsitzender der Geschäftsführung, das weitere Vorgehen der Stiftung Mercator. Im Rahmen des Matching Funds wird den Projektpartnern des Förderunterrichts eine zweijährige Anschlussfinanzierung in Aussicht gestellt, unter der Bedingung, dass ein weiterer Träger eine Gegenfinanzierung und Fortsetzung des Projekts sicherstellt. Die Förderunterrichtsstandorte können ab sofort ihre Bewerbung bei der Stiftung Mercator für den Matching Fund einreichen

„Es freut uns sehr, dass die Evaluation des Förderunterrichts die Erfahrungen und die Ergebnisse des Projekts in Weinheim/Heidelberg widerspiegelt. Dadurch fühlen wir uns in unserer Arbeit bestätigt und möchten das Projekt hier vor Ort weiterentwickeln und fortsetzten. Die Ausschreibung der Stiftung Mercator zum Matching Fund bedeutet für uns eine große Chance, den Förderunterricht in Weinheim/Heidelberg zu verstetigen. Wir werden also auf die Kommunen
zugehen und gemeinsam mit ihnen ein entsprechendes Konzept bei der Stiftung Mercator einreichen“, so Prof. Dr. Ingrid Dietrich von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Der Förderunterricht des Projekts in Weinheim/Heidelberg findet zurzeit in 22 Gruppen mit je drei bis vier Kindern und Jugendlichen der Klassen 5 bis 9 statt. Insgesamt profitieren etwa 70 Kinder und Jugendliche an folgenden Hauptschulen vom Förderprogramm: Friedrich Schiller Hauptschule Hemsbach, Pestalozzi Hauptschule Edingen, Karillon Hauptschule Weinheim sowie die Dietrich Bonhoeffer Hauptschule Weinheim. Eine Besonderheit des Weinheim/Heidelberger Projektes ist, dass die studentischen Förderlehrerinnen und Förderlehrer für ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in einer Zusatzqualifikation zum „Interkulturellen Lernbegleiter“ speziell ausgebildet werden. Diese Qualifikation wird mit einem Hochschulzertifikat abgeschlossen.
Rund 6.500 Schüler bundesweit werden seit fünf Jahren individuell von 1.500 Lehramtsstudierenden gefördert. Im Rahmen des Projekts erhalten sie kostenfreien, außerschulischen Förderunterricht. Insgesamt unterstützt die Stiftung Mercator das Projekt mit zehn Millionen Euro. Internationale Studien belegen seit vielen Jahren, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem benachteiligt sind. Die Grundlage für Bildungserfolg sind gute Sprachkenntnisse. Während die frühkindliche Sprachförderung bei Kindern aus Migrantenfamilien mittlerweile greift, fehlen entsprechende Angebote für Schüler der Sekundarstufe I und II. Diese Lücke will das von der Stiftung Mercator initiierte Projekt schließen.
Über die Stiftung Mercator:

Die Stiftung Mercator gehört zu den großen deutschen Stiftungen. Sie initiiert und unterstützt Projekte für bessere Bildungsmöglichkeiten an Schulen und Hochschulen. Im Sinne Gerhard Mercators fördert sie Vorhaben, die den Gedanken der Weltoffenheit und Toleranz durch inter-kulturelle Begegnungen mit Leben erfüllen und die den Austausch von Wissen und Kultur anregen.
Die Stiftung zeigt neue Wege auf und gibt Beispiele, damit Menschen – gleich welcher nationalen, kulturellen und sozialen Herkunft – ihre Persönlichkeit entfalten, Engagement entwickeln und Chancen nutzen können. So will sie Ideen beflügeln. Ihre Arbeitsweise ist geprägt von einer unternehmerischen, internationalen und professionellen Haltung. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie, fühlt sie sich in besonderer Weise verbunden.

Bei Fragen:

Interkulturelles Kompetenzzentrum , Sylvia Selke, Tel.: 06221-477402, selke@ph-heidelberg.de