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Interact Europe 100

Im Rahmen des Forschungsprojektes Interact Europe 100 ist die Abteilung Medienbildung verantwortlich für das Instruktionsdesign und die Entwicklung einer Weiterbildungsplattform für Ärzte und Pflegende im Bereich der Krebsbehandlung und Krebstherapie.

  • Dauer: 36 Monate
    Dauer 36 Monate
  • Zielgruppe: Professionals in der Krebsbehandlung
    Zielgruppe Professionals in der Krebsbehandlung
  • Projektförderung: EU Kommission (EU Health)
    Projektförderung EU Kommission (EU Health)

Krebs ist die zweithäufigste Ursache für vorzeitige Todesfälle in Europa, mit fast drei Millionen neuen Diagnosen und über 1,2 Millionen Todesfällen pro Jahr in der EU. Als Reaktion darauf wurde im Rahmen des europäischen Plans zur Krebsbekämpfung ein interdisziplinäres Trainingsprogramm für Krebstherapie ins Leben gerufen, um die Zusammenarbeit zwischen Krebsspezialisten zu verbessern und so die Lebensqualität und das Wohlbefinden der Patienten zu steigern.


Die European Cancer Organisation (ECO) hat die Bedeutung der multidisziplinären Teamarbeit in der Krebsbehandlung erkannt und das Projekt INTERACT-EUROPE ins Leben gerufen. An dieser Initiative sind 33 Partner aus 17 Ländern beteiligt. Ziel ist die Entwicklung eines umfassenden interdisziplinären Trainingsprogramms für Krebserkrankungen, einschließlich eines Lehrplans, der die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen onkologischen Fachrichtungen fördert.


Das Projekt zielt darauf ab, die Kultur der multidisziplinären Zusammenarbeit in der Krebsmedizin zu verändern und letztlich die Behandlungsergebnisse für Patienten zu verbessern. Es bezieht Beiträge verschiedener Interessengruppen ein, um die interdisziplinäre Ausbildung in der Onkologie zu definieren, wobei der Schwerpunkt auf kooperativem Lernen zur Verbesserung der Qualität der Krebsbehandlung liegt.

INTERACT Europe 100 (gefördert durch das EU Health Programme der European Commission), December 2023 – November 2026, Budget: 8.75 Mio EUR (331,579.52 EUR für die PH Heidelberg)

Das Projekt Interact Europe 100 besteht aus ingesamt 38 Organisationen aus 15 verschiedenen Ländern und wird im Rahmen des im EU-Health Programm gefördert.

Kulaksız, T., Steinbacher, J., Ganz, M., Klein, M., & Kalz, M. (accepted). E-learning Acceptance Among Oncology Healthcare Professionals in Europe. Journal of Cancer Education.

Kulaksız, T., Steinbacher, J., & Kalz, M. (2026). Innovation in Learning Design Within the Zone of Proximal Implementation: Developing Technology-Enhanced Learning Scenarios for Cancer Professionals. Technology, Knowledge and Learning, 1-23.  

Steinbacher, J., Kulaksız, T., & Kalz, M. (2025). Exploring the Current Use of Educational Technologies in the Oncology Domain Across Europe: A Cross-Sectional Study. Journal of Cancer Education, 1-8.  

Kulaksız, T., Steinbacher, J., & Kalz, M. (2025). How to innovate (or not to innovate): Online learning and teaching acceptance of oncology healthcare professionals in Europe. BERA, Brighton, UK.

Kulaksız, T., Steinbacher, J., & Kalz, M. (2023). Technology-enhanced learning in the education of oncology medical professionals: a systematic literature review. Journal of Cancer Education, 38(5), 1743-1751.

Benstead, K., Brandl, A., Brouwers, T., Civera, J., Collen, S., Csaba, D. L., Kulaksız, T., Steinbacher, J., & Kalz, M  ... & O'Higgins, N. (2023). An inter-specialty cancer training programme curriculum for Europe. European Journal of Surgical Oncology, 49(9), 106989.

Die Arbeitsgruppe folgt im Rahmen des Projekts einem Ansatz der “proximalen Innovation”, bei dem es nicht darum geht, Kursangebote zu gestalten, die dem aktuellen Stand der Forschung zu entwickeln, sondern viel mehr die Voraussetzungen der Zielgruppe in Betracht zu ziehen und auf Basis empirischer Erkenntnisse, einen Ansatz für das Instruktionsdesign zu wählen, der zu diesen Voraussetzungen passt. Dieses Konzept haben wir kürzlich in einer Publikation beschrieben.

Gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt wurde eine Moodle-Platform für die Bedürfnisse des Projektes und der Zielgruppe iterativ angepasst und weiterentwickelt. Dazu gehört u.a. die Definition von Lernpfaden und die Automatisierung von Zertifizierungsoptionen. Eine besondere Herausforderung war hier das hybride Setup der Trainingsangebote. Die Plattform wurde durch unterschiedliche Plugins und Erweiterungen so angepasst, dass die Ziele des Projektes so gut wie möglich erreicht werden konnten.

Die Arbeitsgruppe hat im Rahmen des Projektes gemeinsam mit der einen multilingualen Übersetzungs- und Implementationsprozess realisiert, der am Ende das Absolvieren des Trainingsangebotes in 6 verschiedenen Europäischen Sprachen ermöglicht. Dafür wurde ein Machine-Learning-Ansatz mit anschließender Korrektur von Fachexpert:innen gewählt. Dadurch wurden u.a. zahlreiche Videos, die in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum der Hochschule produziert wurden, mit Untertiteln versehen.


  • Inter-Specialty_Cancer_Training_Programme_Guide_DE_Edited.pdf (3 MB, PDF)
Akad. Mitarbeiter
kulaksaz@ph-heidelberg.de
A-335 / Neubau