3. Kolloqium im SoSe 26 des MI-Ko-Forschungskolloquiums des Instituts für Mathematik und Informatik

Am Donnerstag, 16.07.26, 14.15 - 15.45 Uhr, A 206, erwartet uns der dritte Vortrag im SoSe 26 von Dr. Arno Pasternak, TU Dortmund

 

Thema: 

Ein Spiralcurriculum Kryptologie für die Sekundarstufe I (Dr. Arno Pasternak, TU Dortmund)

Informatik ist in Nordrhein-Westfalen (NRW) seit wenigen Jahren Pflichtfach in der Sekundarstufe I. Allerdings zunächst nur in den Jahrgangsstufen 5 und 6, in den folgenden Jahrgängen kann Informatik nur als Wahlfach gewählt werden. Das kann daher nur ein Anfang sein. Informatik sollte wie die Naturwissenschaften durchgängig in allen Jahrgängen der Sekundarstufe I als Pflichtfach verankert werden. Wünschenswert wäre zudem eine Fortsetzung in der Sekundarstufe II für alle Schülerinnen und Schüler. 
Für eine solche durchgängige Verankerung sollten zumindest Teile der Lehrpläne spiralcurricular angelegt werden. Das ist für die Informatik-Didaktik eine neue Herausforderung. Ein dafür geeignetes Thema ist die Kryptologie, die bereits derzeit in vielen Bundesländern in verschiedenen Jahrgängen unterrichtet wird. 
Für das Projekt FaIBLe (Fachdidaktik Informatik in Bausteinen für die Lehre), an dem Fachdidaktiken von sieben Universitäten in NRW beteiligt waren, hat der Arbeitsbereich Didaktik der Informatik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ein Spiralcurriculum entwickelt, das fachliche mit didaktischen Aspekten verbindet. Unter anderem ist eine beispielhafte Implementierung in drei Programmiersprachen (Coffeescript, Python und Ruby) realisiert worden, die eine vergleichende Beurteilung dieser Sprachen für die Studierenden ermöglicht. Zugleich ist dies ein Kernbaustein eines zukünftigen Curriculum des Schulfaches Informatik. 
Das Spiralcurriculum ist in Form einer Webseite angelegt worden und wird über ORCA.NRW zur Verfügung gestellt und kann daher nicht nur von Studierenden des Informatik-Lehramts, sondern auch von aktiven Lehrkräften u.a. zur Fortbildung genutzt werden. 
Diese Webseite soll im Seminar vorgestellt und mit den Teilnehmenden in Teilen praktisch ausprobiert werden. Ein Endgerät mit einem üblichen Webbrowser ist daher im Seminar sinnvoll.

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