Eine gute Verpflegung sollte Teil von Schulkonzepten sein, sagen Prof. Dr. Katja Schneider und Prof. Dr. Angela Häußler in der neuesten Folge des Forschungspodcasts Bildungsplausch.
Wie lässt sich Schulessen attraktiver gestalten? Eine bundesweite Studie zeigt, dass Schüler:innen die Verpflegung an ihren Schulen höchstens mit Note 3 bewerten, wie Prof.in Dr. Katja Schneider und Prof.in Dr. Angela Häußler vom
Gerade angesichts der Ganztagsentwicklung gewinne das gemeinsame Essen an Schulen noch mehr an Bedeutung, so Schneider und Häußler. Dabei werde auch immer wieder die Idee diskutiert, jedem Kind ein kostenloses Mittagessen anzubieten – als möglicher Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Die Realität ist derzeit weit entfernt davon: Schulen bräuchten zuerst entsprechende Ressourcen, um wirklich gutes Essen in geeigneten Mensa-Räumen anbieten zu können, sagt Angela Häußler. Dann seien weitere Überlegungen möglich, wie beispielsweise die Einbeziehung von Schüler:innen in die Essensplanung oder der Fokus auf regionale und ökologische Lebensmittel.
Fehlende Strukturen sind ein weiterer Grund für das schlechte Image der schulischen Mittagsverpflegung, so die Einschätzung der Wissenschaftlerinnen. Die Zuständigkeiten seien unklar, meist brauche es „Kümmerer“ im Schulumfeld, die sich freiwillig des Themas annähmen, berichtet Katja Schneider: „Hier fehlt das Schnittstellenmanagement.“
Sie und ihre Kollegin sind sich einig, dass Mittagessen vor allem eine echte Pause sein muss: „Eine gute Verpflegung sollte Teil schulischer Konzepte und das Herzstück einer Schule sein.“
Hören Sie das gesamte Gespräch im Forschungspodcast Bildungsplausch unter
Text: Antje Karbe
Bild: Redaktion