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LRK-Vorstand im Amt bestätigt

Prof. Dr. Jörg-U. Keßler und Prof. Dr. Karin Vach führen für ein weiteres Jahr die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg.

v. links: Prof. Dr. Karin Vach, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Jörg-U. Keßler

Die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg (LRK PHn BW) setzt auf Kontinuität an ihrer Spitze. Das Gremium der sechs Pädagogischen Hochschulen hat am 19. März in Stuttgart die Amtszeit des Vorstands um ein Jahr verlängert: Prof. Dr. Jörg-U. Keßler, Rektor der PH Ludwigsburg, wurde bis zum 1. Mai 2027 als Vorsitzender im Amt bestätigt, Prof. Dr. Karin Vach, Rektorin der PH Heidelberg, wurde als stellvertretende Vorsitzende ebenfalls wiedergewählt.

Hintergrund der Verlängerung ist der diesjährige Wechsel der Hochschulleitung an drei Pädagogischen Hochschulen – in Karlsruhe, Freiburg und Weingarten. Der LRK gehören die Rektor:innen aller sechs PHn des Landes an: Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten.

Resilienz im Hochschulsystem und Qualität der Lehrkräftebildung im Fokus

Zu den zentralen Zukunftsthemen der Pädagogischen Hochschulen zählen insbesondere die Stärkung der Resilienz des Hochschulsystems sowie verlässliche und langfristige Perspektiven für die Hochschulfinanzierung. „In einer Zeit, in der wissenschaftliche Expertise zunehmend in Frage gestellt wird und Hochschulen vermehrt Ziel antidemokratischer Angriffe werden, stehen die Pädagogischen Hochschulen für Solidarität und eine enge Zusammenarbeit aller Hochschularten“, betont LRK-Vorsitzender Jörg-U. Keßler. 

Daneben steht das Bildungssystem – nicht nur in Baden-Württemberg – vor einer Vielzahl aktueller Herausforderungen. „Vorrangig sind dabei die Gewinnung von Lehrkräften und die Qualitätssicherung – insbesondere für die Sekundarstufe I“, sagt Keßler. „Mit Blick auf die komplexer werdenden Herausforderungen engagieren sich die Pädagogischen Hochschulen für eine agilere und systematischere Implementierung relevanter gesellschaftlicher Themen, wie etwa Demokratiebildung und Künstliche Intelligenz“, ergänzt die stellvertretende LRK-Vorsitzende Karin Vach.

Die lehrkräftebildenden Hochschulen des Landes haben 2025 einen Verbund für Lehrkräftebildung gegründet. Dieser verfolgt das Ziel, zentrale Fragen der Lehrkräftequalifizierung mit allen Beteiligten in einer festen ressort- und phasenübergreifenden Struktur zu klären. 

Darüber hinaus treiben die Pädagogischen Hochschulen neben Forschung und Lehre den Ausbau der wissenschaftlichen Weiterbildung voran. „Unsere Hochschulen verfügen über professionelle Weiterbildungseinrichtungen und erfahrene Teams, die vielfältige Angebote und zielgruppenspezifische Formate entwickeln“, erläutert Vach, die zugleich Mitglied im Sprecher:innenrat von Südwissen ist. Gleichzeitig bestehen rechtliche Hürden, etwa bei der Gewinnung und Vergütung von hochschuleigenem Lehrpersonal sowie bei Angeboten für weniger zahlungskräftige Zielgruppen. „Hier gilt es, die rechtlichen Rahmenbedingungen für wissenschaftliche Weiterbildung zu verbessern“, führt sie aus.

Hintergrund
Die Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg sind Hochschulen universitären Profils mit Promotions- und Habilitationsrecht. Sie qualifizieren Lehrkräfte aller Schularten, erforschen Lehr- und Lernprozesse und professionalisieren Bildungsberufe in ihrer ganzen Breite. Mit ihrer bildungswissenschaftlichen Forschung und Lehre zu sämtlichen Bildungsbereichen von der Kindheitspädagogik bis zur Medien- und Umweltbildung tragen sie maßgeblich zur Weiterentwicklung des Bildungssystems bei. Die LRK der Pädagogischen Hochschulen BW koordiniert die Zusammenarbeit der sechs Pädagogischen Hochschulen in Forschung, Lehre und Transfer und vertritt die gemeinsamen Interessen nach außen.

Text und Foto: LRK PHn BW

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