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Klimaschutz an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: Ein Beitrag zur gemeinsamen Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung
 

Hitzewellen und deren gesundheitliche Auswirkungen, Starkregen und Überschwemmungen, Trockenheit sowie Ernteausfälle sind nur einige der regionalen Folgen von Klimaveränderungen, die zeigen, dass der Klimawandel eine zentrale Herausforderung unserer Zeit darstellt – und er bietet zugleich die Chance, unsere Gesellschaft nachhaltig zu transformieren. Um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern, braucht es die Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, um dem Klimawandel nachhaltig zu begegnen und ein Zusammenspiel mit den vielfältigen Wechselwirkungen anderer Nachhaltigkeitsziele.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg übernimmt hierbei Mitverantwortung und setzt sich aktiv für eine nachhaltige Entwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ein. Neben Maßnahmen der Klimaanpassung kommt dabei vor allem dem Klimaschutz eine zentrale Funktion zu. Ziel ist es insgesamt, eine lebenswerte Umwelt für heutige und kommende Generationen zu sichern. Das soll durch wissenschaftlich fundierte Strategien, konkrete Maßnahmen und gemeinsames Engagement erreicht werden.

Als Bildungsinstitution nimmt die Pädagogische Hochschule Heidelberg eine besondere Vorbildrolle ein: Sie bildet zukünftige Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte aus, die als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren das Thema Klimaschutz im Kontext der globalen Nachhaltigkeitsziele in Bildungseinrichtungen und Gesellschaft weitertragen. So wird Klimaschutz nicht nur lokal wirksam, sondern auch langfristig und strukturell verankert.

Die Landesvorgabe für Hochschulen in Baden-Württemberg lautet: Klimaneutralität bis 2030. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt an, dieses Ziel ambitioniert und modellhaft umzusetzen. In der kürzlich verabschiedeten B:NE-Strategie der Hochschule ist der Klimaschutz zwar insbesondere im Bereich des Hochschulbetriebs, als eines der fünf zentralen Handlungsfelder des Whole Institution Approach, verankert. Im Sinne einer integrierten B:NE-Strategie sollen Fragen des Klimawandels aber auch übergreifend in allen anderen Handlungsfeldern von Forschung, Lehre, Transfer und Governance mit verankert werden. Damit wird die Nachhaltigkeit beim Klimaschutz im Alltag der Hochschule konkret: Von der energetischen Sanierung über ressourcenschonende Mobilität bis hin zu klimafreundlicher Beschaffung.

Mit der vom Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung (B:NE-Zentrum) erfolgreichen Einwerbung von Projektmitteln, konnte die Stelle für ein Klimaschutzmanagement geschaffen werden. Das Projekt wurde von Prof. Dr. Alexander Siegmund initiiert und wir von ihm geleitet. Das B:NE-Zentrum koordiniert den gesamten Nachhaltigkeits- und BNE-Prozess an der Hochschule.

Dadurch kann die Hochschule konsequent den nächsten Schritt zu mehr Klimaschutz gehen: Johannes Rüd als Klimaschutzmanager wird zusammen mit dem Team B:NE-Zentrums und mit der umfangreichen Expertise des renommierten , ifeu, ein Klimaschutzkonzept für die Hochschule erarbeiten. Damit wird die Grundlage für eine systematische, langfristige und messbare Reduktion von Treibhausgasemissionen geschaffen. Dabei stehen administrative und technische Maßnahmen wie z.B. nachhaltige Beschaffung oder energetische Sanierungen, aber auch Verhaltensänderungen und bewusste Entscheidungen im Alltag jedes einzelnen Menschen im Fokus. Das Klimaschutzkonzept umfasst folgende zentrale Arbeitspakete:

  • Ist-Analyse sowie Energie- und Treibhausgas-Bilanz (THG): Erhebung des aktuellen Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen der Hochschule. Die Bilanzierung erfolgt nach dem BISKO-Standard (Bilanzierungssystematik für kommunale Klimaschutzberichte). Für einen Vergleich mit Bundesdurchschnittsdaten werden bestimmte Indikatoren gebildet.
  • Potenzialanalyse und Szenarienentwicklung: Identifikation technischer und organisatorischer Einsparpotenziale sowie Entwicklung von Zukunftsszenarien zur Erreichung der Klimaneutralität – unter Berücksichtigung von Kosten, Zeiträumen und Wirkungsgraden.
  • Festlegung von THG-Minderungszielen: Definition konkreter Zielwerte zur Reduktion der Treibhausgasemissionen in verschiedenen Bereichen des Hochschulbetriebs.
  • Strategien und priorisierte Handlungsfelder (integriertes Konzept): Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts zur THG-Reduktion mit klaren Prioritäten für die Umsetzung – abgestimmt auf die spezifischen Rahmenbedingungen der Hochschule.
  • Beteiligung aller relevanten Akteure: Einbindung von Hochschulangehörigen und externen Partnern zur Förderung von Mitverantwortung und Akzeptanz.
  • Maßnahmenkatalog mit Kurzbeschreibung jeder Maßnahme: Zusammenstellung konkreter Klimaschutzmaßnahmen gemäß standardisierter Maßnahmenblätter – inklusive Wirkungsabschätzung, Zuständigkeiten und Zeitplan.
  • Verstetigungsstrategie: Entwicklung von Ansätzen zur dauerhaften Verankerung von Klimaschutz in den Strukturen und Prozessen der Hochschule.
  • Controlling-Konzept: Aufbau eines Monitoringsystems zur regelmäßigen Erfolgskontrolle und Fortschrittsbewertung der umgesetzten Maßnahmen.
  • Kommunikationsstrategie für Information und Partizipation: Konzeption von Formaten und Kanälen zur transparenten Information und aktiven Beteiligung der Hochschulgemeinschaft bei der Umsetzung des Konzepts.
  • Begleitende Öffentlichkeitsarbeit: Maßnahmen zur Sensibilisierung, Mobilisierung und Sichtbarmachung des Klimaschutzengagements der Hochschule – lokal und überregional.

Transparenz und Beteiligung sind in diesem Prozess wichtig, um die nötige Akzeptanz und Bereitschaft aller Mitglieder der Hochschule zu fördern, sich im Kontext des gesamten Nachhaltigkeitsprozesses an Maßnahmen des Klimaschutzes zu beteiligen: Auf dieser Website wird daher regelmäßig über den aktuellen Stand der Arbeiten informiert. Darüber hinaus stehen das B:NE-Zentrum und Johannes Rüd allen Interessierten für Fragen, Anregungen oder Gespräche rund um das Thema Klimaschutz jederzeit offen gegenüber. Denn Klimaschutz gelingt nur gemeinsam – und beginnt vor Ort.




Kontakt:

Heidelberger B:NE-Zentrum zu allen Fragen des B:NE-Prozesses der Hochschule: bnezentrum@ph-heidelberg.de

Johannes Rüd zu Fragen rund um das Thema Klimaschutz: 

Mehr über Johannes Rüd und seine Arbeit an der Hochschule gibt es 

Projektinformationen

Das Klimaschutzmanagement der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert.

  • Titel des Vorhabens: Klimaschutzkonzept und -management für die Pädagogischen Hochschule Heidelberg KSI
  • Laufzeit: 01.09.2024 – 31.08.2026
  • Förderkennzeichen: 67K25984
  • Ausführende Stelle: Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Projektleitung: Prof. Dr. Alexander Siegmund

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie auf der Website der Nationalen 

Klimaschutzinitiative. 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.


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