Institut für Mathematik und InformatikMathematik

Esther Alzate Romero

Biographie

Esther Alzate Romero (geb. Fleischer) studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Theologie an den Universitäten Freiburg, Heidelberg und Berlin. 2007 wechselte sie an die Hochschule für Musik Karlsruhe und studierte bei Prof. Dr. Thomas Troge zunächst Musikwissenschaft und Musikinformatik im Bachelor. Im Master Musikinformatik mit Schwerpunkt Sonic Arts beschäftigte sie sich zum einen mit der Komposition und Produktion von Musik, Klangkunst und Hörspielen, zum anderen mit innovativen Vermittlungsformen von musikalischen und außermusikalischen Inhalten. Im Rahmen des Karl-Steinbuch- Stipendiums der MFG Stiftung Baden-Württemberg erarbeitete sie ein Konzept für ein Audio Game für Blinde und Sehgeschädigte, um räumliche Informationen und Inhalte klanglich darzustellen.
Von 2011 bis 2014 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Karlsruhe House of Young Scientists (KHYS) am Karlsruher Institut für Technologe (KIT) tätig und betreute Stipendiat_innen und war an der Verwaltung der Landesgraduiertenförderung beteiligt. Zudem arbeitete sie als als selbstständige Komponistin und Sounddesignerin, später als Volontärin im Bereich Musik im Kulturhaus Osterfeld e.V. in Pforzheim.
Seit Oktober 2015 ist sie akademische Mitarbeiterin im Projekt heiEducation der Heidelberg School of Education. In ihrem Dissertationsprojekt erforscht sie den Einsatz der Musikprogrammiersprache Sonic Pi im Unterricht unter gendersensiblen Aspekten.

Dissertationsprojekt

Musikinformatik im Unterricht. Entwicklung und Untersuchung einer gendersensiblen Unterrichtseinheit zum Programmieren in der Sekundarstufe 1

Das ungleiche Geschlechterverhältnis in MINT-Berufen ist auch heute noch ein ernstzunehmendes Thema. Gerade im Bereich der Informatik ist es dringend vonnöten, dem Arbeitskräftemangel Maßnahmen entgegenzusetzen, die auf das Begeistern von Mädchen für informationstechnische Fragestellungen abzielen.
Musik spielt im Leben von Jugendlichen eine große Rolle. Dieses Interesse soll im Forschungsvorhaben genutzt werden, um im Musikunterricht das Thema Musikinformatik einzuführen und damit das Interesse an Informatik im Kontext des Fachs Musik zu wecken. Durch die speziell für junge Mädchen und Jungen im Alter ab etwa 10 Jahren entwickelte Musikprogrammiersprache Sonic Pi sollen sowohl zentrale Konzepte der Informatik als auch wichtige Fragestellungen innerhalb des Faches Musik vermittelt werden. Im Fokus der Forschung sollen dabei vor allem Mädchen stehen. Es wird untersucht, wie eine Unterrichtseinheit zum Thema Musikinformatik gestaltet werden muss, damit Mädchen und Jungen gleichermaßen (unter einer gendersensiblen Gestaltung) für das Fach Informatik begeistert werden. Darüber hinaus wird die Wirkung der Unterrichtseinheit auf Motivation, Interesse und das Bild von Informatik bei Mädchen und Jungen untersucht.