Institut für Mathematik und InformatikMathematik

Biographie

Felix Christian Kolb ist Medienwirtschaftsingenieur (FH). Studiert hat er an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Der gelernte Mediengestalter Bild und Ton ist seit rund 10 Jahren in der Film- und Medienbranche Baden-Württembergs zuhause.

Während seines Studiums hat Felix Kolb seine Begeisterung fürs Computerspielen "wiederentdeckt" (Früher war er begeisterter Gamer). Durch die Arbeit an seiner Diplomarbeit "Inhaltliche Konzeption eines TV-Familenmagazines für Computer- und Videospiele" bestärkt, wollte er nach dem Studium unbedingt in diese Richtung weiterforschen. Zurzeit arbeitet Felix Kolb an seiner Dissertation "Prozesstransfer von Denk- und Arbeitsweisen bei populären digitalen Spielen".

Dissertationsprojekt: Prozesse in populären digitalen Spielen

Sind digitale Spiele auch geeignete Lernumgebungen außerhalb der Schule? In der Forschungsarbeit von Felix Kolb geht es um eine informelle Betrachtung des Themas "Lernen mit Computerspielen". Dabei stehen nicht die eigens für den Lernzweck konzipierten Serious Games im Vordergrund, sondern populäre Spiele wie z.B. Civilization, Command & Conquer oder Battlefield.

Die Forschungsarbeit, die von Prof. Dr. Christian Spannagel betreut wird, versucht erstmalig einen prozessorientierten Wirkungsansatz nachzuweisen. Dabei soll herausgefunden werden, in welchem Maße bestimmte Prozesse (oder auch Methoden) durch populäre Computerspiele erlernt und gefördert werden können. Dabei wird der Forschungsschwerpunkt auf Denk- und Arbeitsweisen mit Allgemeinbildungscharakter liegen. Die Prozesse sollen hinsichtlich ihres Auftretens in spezifischen Genres und Subgenres der Spiele untersucht werden.

Mit Hilfe einer quantitativen Fragebogenerhebung sollen aus der Gesamtheit digitaler Spiele genretypische Prozessprofile charakterisiert und prototypische Spiele identifiziert werden. Ziel ist es, Aussagen über das Vorkommen bestimmter Prozesse in Spielen oder Spielgenres zu treffen. Die identifizierten prototypischen Genres und Spiele bilden den Untersuchungsgegenstand für einen künftigen potenziellen Prozesstransfer auf reale Anwendungssituationen.