Der Ökogarten ist seit 16.10.2015 ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade der Erhaltung der Biodiversität

Biodiversität ist eine der Lebensgrundlagen unseres Planeten. Ihre Förderung ist von regionaler und zugleich globaler Bedeutung. Im Ökogarten werden Schülerinnen und Schüler, Studierende und Lehrkräfte sensibilisiert und motiviert, selbst aktiv zu werden und ihre Lebensumwelt kompetenz und möglichst nachhaltig zu gestalten.

Diese Auszeichnung der UN-Dekadekommission wurde dem Team erstmals am 16.10.2015 von Rüdiger Becker vom Umweltamt der Stadt Heidelberg übergeben. Gemeinsam mit dem Rektor der Hochschule, Prof. Huneke, dem Dekan Prof. Knörzer, zahlreichen Kolleginnen und Kollegen dieser und anderer Hochschulen, Herrn Schwarz vom Landschaftsamt der Stadt, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrern der IGH, Studierenden, Bürgern vom angerenzenden Stadtteil und aus der benachbarten Landwirtschaftsregion, von der Gartenakademie Baden-Württemberg feierten gemeinsam mit dem Team aus Studierenden und Hochschullehrerinnen sowie ehrenamtlichen Unterstützern.

Diese Auszeichnung als Projekt der Erhaltung der Biodiversität wurde 2017 dem Ökogarten erneut verliehen.

Ausgezeichneter Lernort der BNE 2017/ 18

"Ökogarten Heidelberg - BNE drinnen und draußen im übergreifenden Studienbereich mit Transfer in die Region" - Ausgezeichnet als Lernort im November 2017 auf dem Agendakongress in Berlin für "einen beispielhaften Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland.

Bereits von 2010 bis 2011 war der Ökogarten ausgezeichnetes Projekt der BNE-Dekade, die 2014 endete.

Allgemeines über Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Vereinten Nationen haben die Jahre von 2005 bis 2014 zur Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen. Damit haben sich die UN-Mitgliedsstaaten verpflichtet, in diesen 10 Jahren besonders intensiv das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in der Bildung zu verankern. Der Deutsche Bundestag hat im Juli 2004 einstimmig die Bundesregierung aufgefordert, die Dekade in Deutschland umzusetzen. Auf der Grundlage des Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die Dekade in Deutschland. Sie hat dazu (nach eigenen Angaben) eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Zielsetzungen

Ziel der Dekade ist es danach, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung weltweit in Kindergärten, Schulen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen zu verankern. Bildung für nachhaltige Entwicklung will allen Menschen die Kompetenzen vermitteln, die notwendig sind, um globale Probleme vorherzusehen, sich ihnen zu stellen und diese zu lösen. 
Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung der nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen. (Agenda 21, Kapitel 36, 1992) 
Eine Entwicklung ist dann nachhaltig, wenn sie die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, das zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen und dabei ihren Lebensstil wählen können. (nach Hauff 1987). 
Dimensionen einer nachhaltigen Entwicklung sind: die ökologische Dimension, die ökonomische Dimension, die soziale Dimension, die kulturelle Dimension sowie die globale Dimension.

 

Leitbilder (Auszüge):

  • Die Grenzen (von Ressourcen) als Chance erkennen;
  •  Rechtes Maß für Raum und Zeit;
  • Gut leben statt viel haben!
  • Internationale Gerechtigkeit und globale Nachbarschaft;
  • Von linearen zu zyklischen Produktionsprozessen.

Wir meinen: Sinnvolle Projekte zur nachhaltigen Bildung erfordern eine solide ökologische Bildung mit naturwissenschaftlicher Fundierung. Wer erfolgreich und kompetent handeln will, muss die Chance haben, dies auch zu üben und die Folgen seines Tuns wahrzunehmen und mit anderen zu kommunizieren. Dazu bekommt man im Ökogarten der PH vielfältige konkrete Möglichkeiten. 

In Projekten des Ökogartens wie "Zeitreise - Mensch nutzt Natur" oder Landschaftsgestaltung im menschlichen Siedlungsraum wird diese Verknüpfung der Dimensionen an konkreten Lebensfragen zum Thema von Bildungsprozessen sowie konkreten Gestaltungssituationen gemacht. Denn Gestaltungs- und Handlungskompetenz werden nicht nur theoretisch (in den Lehrveranstaltungen der Hochschule), sondern in konkreten Anwendungsfeldern als Teil eines wissenschaftlichen Lehramtsstudiums erworben. Dabei werden nicht nur wirtschaftliche Zusammenhänge berücksichtigt, sondern auch soziale Interaktion und Verständnis konkreter ökologischer Zusammenhänge gefördert.

Statement der Jury zur Auszeichnung des Lernortes BNE 2017:

„Der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist ein herausragendes Beispiel struktureller Umsetzung von BNE am Lernort. Die Lehramtsstudierenden der Hochschule erwerben praktische Erfahrungen zum Schutz von Diversität. Als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren geben sie die so gewonnene Begeisterung für Nachhaltigkeit später an ihre eigenen Schülerinnen und Schüler weiter. Die regelmäßige Evaluation des Ökogartens sowie das zielgerichtete Vorantreiben von Innovation sichert die hohe Qualität der Arbeit. Die starke regionale und internationale Vernetzung der Pädagogischen Hochschule ermöglicht den produktiven Austausch von Wissen und Erfahrungswerten.“