Presse & Kommunikation

Umgang mit Erneuerbarer Energie spielerisch erlernen

16.12.2011

Innovatives Forschungsprojekt der VRD Stiftung soll zusammen mit der PH Heidelberg deutschlandweit erstmalig im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt umgesetzt werden.

© heidelberg-bahnstadt.de
Die Heidelberger Bahnstadt

Kinder bereits im Vorschulalter an das wichtige Zukunftsthema „Erneuerbare Energien“ heranzuführen, ist Ziel eines Forschungsprojekts der VRD Stiftung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule und der Stadt Heidelberg. Das interdisziplinäre Projekt wurde am 13. Dezember 2011 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Dass es die kleinen Dinge sind, die Großes in Bewegung setzen, davon sind die Kooperationspartner fest überzeugt. „Unser Anliegen ist es, dass Kinder frühzeitig und in altersgerechter Art und Weise mit dem Thema Erneuerbare Energie in Berührung kommen“, erklärt die Vorstandsvorsitzende der VRD Stiftung Claudia Weissflog.

An den Kindertagesstätten der Stadt Heidelberg wird aktuell ein ganzheitliches Bildungskonzept zum Thema Erneuerbare Energie entwickelt, erprobt, evaluiert und anwendungsreif gemacht. Nach einer Entwicklungs- und Probephase in den städtischen Kindertagestätten Adolf-Engelhardt-Straße, Jägerpfad und Karolinger Weg soll das Konzept im Herbst 2012 in der Kindertagesstätte Schwetzinger Terrasse in Heidelbergs Zukunftsstadtteil Bahnstadt umgesetzt werden. Diese Kindertagesstätte wird dann die bundesweit erste Kita sein, bei der das Thema Erneuerbare Energie fester Bestandteil des pädagogischen Konzepts ist. „Die Bahnstadt als europaweit größter CO2-freier Stadtteil ist der richtige Ort zur Umsetzung dieses innovativen Forschungsprojekts der VRD Stiftung. Projekte wie dieses müssen in unseren Kinderbildungseinrichtungen eine entscheidende Rolle spielen, denn sie sind ein weiterer wichtiger Baustein der Klimaschutzbemühungen unserer Stadt“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Zukunft gestalten: Mit Kindern Erneuerbare Energie entdecken“ wird von der Pädagogischen Hochschule durchgeführt. Damit wird bundesweit erstmals das Thema Erneuerbare Energie als Modul direkt in der Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern verankert. Begonnen hat das Projekt bereits im Oktober 2010. Ende 2013 soll es abgeschlossen sein. Drei Arbeitsgruppen arbeiten daher derzeit intensiv an der Umsetzung des Projekts, das sich in folgende Teilbereiche gliedert:

  • Kompetenzentwicklung von Erzieher/innen (Leitung: Prof. Dr. Welzel-Breuer, PH Heidelberg): Erzieher/innen werden über eine Fortbildung befähigt, individuelle Zugänge zu entwickeln, um das Thema Erneuerbare Energie nachhaltig für Kinder erfahrbar zu machen.
  • Aufbau von Schulpatenschaften zur Etablierung von Peer-Teaching Konzepten (Leitung: Prof. Dr. Storrer, PH Heidelberg): Realschüler/innen einer 8. Klasse der Gregor-Mendel-Realschule werden während des Schuljahres zu Experten auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energie ausgebildet mit dem Ziel, ihr gewonnenes Wissen spielerisch und altersbezogen an Vorschulkinder weiterzugeben.
  • Qualitätskontrolle (Leitung: Prof. Dr. Siegmund, PH Heidelberg): Die Kompetenzentwicklung von Vorschulkindern zum Thema Erneuerbare Energie wird wissenschaftlich evaluiert.

Prof. Dr. Anneliese Wellensiek, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: „Science Education ist einer der Forschungsschwerpunkte der PH Heidelberg. Deshalb freuen wir uns, das Projekt der VRD Stiftung durchführen zu dürfen. Bemerkenswert ist, dass dieses Projekt bundesweit eines der wenigen ist, bei dem die handlungsorientierte Unterrichtsmethode ‚Lernen durch Lehren‘ zum Einsatz kommt: Die Schüler lernen dabei neuen Stoff, indem sie ihn selbst lehren, also didaktisch aufbereiten, und präsentieren – in diesem Falle den Kindergartenkindern.“

Die VRD Stiftung, die in Heidelberg bereits Projekte wie das Solarschiff Neckarsonne und den Energielernpfad des Zoos unterstützt hat, macht sich mit diesem Projekt weiter stark für die Verbreitung des Wissens über Erneuerbare Energie. Perspektivisch soll das Heidelberger Forschungsprojekt auf Kitas in ganz Deutschland übertragbar sein.


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