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Weiterbildung

Lehrerinnen und Lehrer werden im Umgang mit Diskriminierung geschult

Foto: IGH-Praxistag Antidiskriminierung

Lehrkräfte darauf vorzubereiten, proaktiv mit Internationalität und Heterogenität an der Schule umzugehen und Sicherheit im Handeln gegenüber diskriminierenden Verhaltensweisen zu gewinnen - das sind die Ziele eines Modelprojektes, das die Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gemeinsam mit der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung sowie in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg entwickelt hat. Entstanden ist das Weiterbildungsangebot auf Initiative der Internationalen Gesamtschule Heidelberg; es ist auf andere Schulen und pädagogische Einrichtungen übertragbar und kann bei Interesse bei der Professional School abgerufen werden.

"Ich begrüße dieses neue Angebot ausdrücklich", sagt Oberbürgermeister Professor. Dr. Eckart Würzner. "Wenn es Schule gelingt, der Lernort für ein Miteinander zu sein, bei dem sich Verschiedenheit ohne Angst und Nachteile entfalten kann, dann ist das von unschätzbarem Wert für unser gesellschaftliches Zusammenleben in einer friedlichen Demokratie." Ziel des neuen Weiterbildungsformates zum Umgang mit Diskriminierung ist es daher, einen Prozess anzustoßen, "in dessen Verlauf zum einen Lehrkräfte für Situationen von Herabsetzung und Ausgrenzung sensibilisiert werden und im Umgang mit solchen Situationen an Sicherheit gewinnen", so Antje Schröder-Schulz, Geschäftsführerin der Professional School. Darüber hinaus werden in den jeweiligen Einrichtungen unterstützende Netzwerke und Strukturen aufgebaut, die eine kontinuierliche und längerfristige Auseinandersetzung mit der Thematik gewährleisten.

Die eintägige Weiterbildung bietet hierzu zunächst wissenschaftliche Impulse zur vorurteilsbewussten Unterrichtsplanung und -praxis. Die Lehrkräfte erhalten zudem Raum, in Workshops verschiedene Aspekte des Themas - wie beispielsweise eigene soziokulturelle Prägung sowie den Umgang mit eigenen Vorurteilen und Wertekonflikten - zu reflektieren. Mit Unterstützung von praxisorientierten Vorträgen sowie mittels der Methode der kollektiven Beratung erarbeiten die Lehrerinnen und Lehrer ferner alternative Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten für konkrete Fälle aus Unterrichts- und Schulalltag.

Die Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und das Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg sind für Kooperationen mit weiteren Schulen offen. Dies betonten sowohl Bürgermeister Wolfgang Erichson als auch Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung: Heidelberg sei eine weltoffene Stadt und die Haltung der Internationalen Gesamtschule Heidelberg, schwierige Themen proaktiv und lösungsorientiert zu bearbeiten, habe Vorbildcharakter.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/professional-school.

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