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Entwicklung

Bildungsprojekt will zu nachhaltiger und regionaler Ernährung motivieren

Foto Feld mit Bergstraße

Das Projekt "Regio Food-Hunter - Bildung schmeckt" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg möchte den Heidelberger Bürgerinnen und Bürgern die regionalen Lebensmittel sowie deren Produktion und Verarbeitung näherbringen. Hierzu sollen wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse mit praktischen Tipps verbunden werden, um eine nachhaltige Ernährung sowie damit einhergehend die dauerhaft gerechte Bewirtschaftung der Erde zu fördern. Die Projektleitung hat Professorin Dr. Lissy Jäkel (Abteilung Biologie) inne; die Durchführung erfolgt in enger Kooperation mit regionalen Vermarktern sowie Erzeugerinnen und Erzeugern. Das Projekt wird für die nächsten zwei Jahre von dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

"Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger motivieren, selbst aktiv zu werden und die eigene Lebensumwelt kompetent und möglichst nachhaltig zu gestalten. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, bei alltäglichen Einkaufsentscheidungen bevorzugt nach Bio-, regionalen und fairen Produkten zu greifen. Denn kurze Transportwege, frischer Verzehr ohne lange Lagerhaltung und Produktionsbedingungen sind nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll", sagt Jäkel. Die Projektmitarbeiterin Sabrina Frieß ergänzt: "Wir wollen hierzu wenig auf Vorträge setzen, sondern vielmehr auf den direkten Kontakt vor Ort. Denn das eigene Erleben schafft genau das Bewusstsein, das es für einen nachhaltigen Lebensstil braucht."

Um die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger zur Wahrnehmung und zum Erhalt der Umwelt zu sensibilisieren, will das Team des Ökogartens gemeinsam mit regionalen Landwirten Materialien und Methoden entwickeln, die spannende Eindrücke und Erkenntnisse über den regionalen Anbau von Nahrungsmitteln ermöglichen. So sind zum Beispiel Feldspaziergänge in Vorbereitung: "Wir zeigen die Felder, auf denen 'Heidelberger Essen' wächst, besuchen den Wochenmarkt, auf dem man regionale Lebensmittel kaufen kann, und machen auf Einzelhändler, die regionale und saisonale Produkte verwerten, aufmerksam", erklärt Jäkel. Darüber hinaus sollen über sogenannte QR-Codes, die am Feldrand oder in Hofläden angebracht werden, Informationen über Stoffkreisläufe und wachsende Nahrungspflanzen mobil abrufbar sein. Das Team arbeitet außerdem an einer Homepage, die mittels einer interaktiven Karte auf regionale Vermarkter sowie Erzeugerinnen und Erzeuger aufmerksam macht.

Das Projekt ist zudem in die Lehre eingebunden: Die Themen nachhaltige Ernährung und regionale Landwirtschaft sind zum einen Bestandteil zahlreicher Lehrveranstaltungen. Daneben beschäftigen sich mehrere Studierende im Rahmen von Bachelorarbeit mit regionalen Produkten im Alltag: Durch Befragungen in Hofläden bzw. Discountern werden beispielsweise Kaufentscheidungen der Verbraucherinnen und Verbraucher für biologisch oder konventionell erzeugte Lebensmittel erhoben oder das Essensangebot des Studierendenwerkes unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit betrachtet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/oekogarten.

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