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Internationalisierung

Physiker Professor Daniel MacIsaac, Ph.D. ist fünfter Fellow

Foto Daniel MacIsaac

Professor Daniel MacIsaac, Ph.D. vom SUNY-Buffalo State College (USA) war im Sommersemester 2019 als Fellow an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Institut für Naturwissenschaften, Geographie und Technik tätig. Nach Professor Dr. Kettler, Dr. Swider, Professor Kuno, Ph.D. und Professorin Neufeld, Ph.D. ist er der fünfte internationale Fellow der Heidelberger Hochschule.
Während seines Aufenthaltes hat MacIsaac ein englischsprachiges Physik-Seminar angeboten und zwei hochschulöffentliche Vorträge im Institut für Naturwissenschaften, Geographie und Technik sowie einen Vortrag in der Veranstaltungsreihe "Bildung Bitte!" gehalten. In Anbindung an die Abteilung Physik kooperierte er zudem mit Professorin Dr. Manuela Welzel-Breuer in einem Forschungsprojekt zur Inklusion. Eine Fortführung der gemeinsamen Arbeit ist vorgesehen.

Mit dem internationalen Fellowship Programm will es die Pädagogische Hochschule Heidelberg ihren Mitgliedern ermöglichen, ein Verständnis für unterschiedliche Kulturen und interkulturelle Kommunikationsprozesse zu entwickeln. Die Lehrveranstaltungen sowie die hochschulöffentlichen Vorträge der Fellows finden daher in englischer Sprache statt und geben Einblick in die jeweilige Arbeit. So sprach MacIsaac insbesondere über den methodischen Einsatz von Whiteboards in Lehrveranstaltungen und über die Möglichkeiten, den naturwissenschaftlichen Unterricht zu individualisieren.
Ein weiteres Ziel des fünften Fellowships war die gemeinsame Forschung: Welzel-Breuer und MacIsaac haben hierbei die Rahmenbedingungen von Kindern in schwierigen Lebenslagen in Deutschland und den USA verglichen und aktuelle Studien sowie Literatur zu dem Thema gesichtet. Es wurden zudem erste Ideen entwickelt, wie entsprechende Lernmaterialien, die an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt wurden, für die Arbeit mit Jugendlichen in den USA und mit sehbehinderten Kindern adaptiert werden können. Hierzu besuchten die Physiker unter anderem das Staatliche Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum in Ilvesheim und arbeiteten dort mit blinden und sehbehinderten Kindern. Die so gesammelten Daten und Erkenntnisse sollen im kommenden Jahr weiter bearbeitet und publiziert werden.

Die Abteilung Physik strebt nicht nur in der Forschung eine Fortführung der Kooperation an, sondern will auch die Studierenden-Mobilität ausbauen. Hierzu fand im Juli 2019 ein Gegenbesuch in den USA statt, bei dem Welzel-Breuer und MacIsaac ihre gemeinsame Forschungsarbeit fortgeführt und zusammen ein Symposium zur Physik für Kinder in schwierigen Lebenslagen durchgeführt haben. Die Heidelberger Wissenschaftlerin hospitierte zudem in einem Physik-Sommerkurs für Masterstudierende des State College und erkundete die Studienbedingungen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/international.

Zur Person

Daniel MacIsaac absolvierte ein Bachelor-of-Science-Studium mit der Fachrichtung Physik und ein Bachelor-of-Education-Studium mit dem Schwerpunkt naturwissenschaftliche und mathematische Methoden an der Mount Allison University (Kanada). 1991 erwarb er an der University of British Columbia (Kanada) den Master of Arts in Science Education und 1994 den Master of Science in Physik. Promoviert wurde MacIsaac 1994 an der Purdue University (USA). 2005 wurde er zum Associate Professor of Physics des SUNY-Buffalo State Colleges (USA) ernannt. Dan MacIsaac ist national und international aktiv und anerkannt: So war er unter anderem an zahlreichen Universitäten der USA sowie in Köln als Gastwissenschaftler tätig und derzeit als Research Associate im Buffalo Museum of Science.

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