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Presse & Kommunikation

Personalia

Professorinnen Terfloth und Heyl übernehmen Leitung des AW-ZIB

Auf dem Bild sind Karin Terfloth und Vera Heyl zu sehen. Sie stehen im Altbau der Hochschule. Copyright: Pädagogische Hochschule Heidelberg.

Professorin Dr. Karin Terfloth (Sonder-/Inklusionspädagogik) und Professorin Dr. Vera Heyl (Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern) übernehmen mit sofortiger Wirkung die Leitung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung (AW-ZIB). An dem Zentrum, das sich zurzeit im Aufbau befindet, werden ab November 2020 Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und vorab eine dreijährige Qualifizierung zu Bildungsfachkräften erfolgreich durchlaufen haben, angestellt.
Im Bildungsbereich ist das AW-ZIB in seiner direkten Verortung als wissenschaftliche Einrichtung und Inklusionsabteilung an einer Hochschule ein absolutes Novum. Ein Pioniervorhaben ist es auch im Hinblick auf die umfassende Erforschung der Bildungsarbeit und der Beschäftigung von Bildungsfachkräften. Das Zentrum wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

Mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung knüpft die Pädagogische Hochschule Heidelberg nahtlos an das Projekt "Inklusive Bildung Baden-Württemberg" an: In dessen Rahmen werden seit 2018 Männer und Frauen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten, dazu qualifiziert, sich in die hochschulischen Bildungsangebote einzubringen und den Studierenden die Lebenswelt und Bedarfe von Menschen mit Behinderung direkt und persönlich zu näher zu bringen. Eine der ersten Hochschulen, an denen die angehenden Bildungsfachkräfte seit dem Sommersemester 2018 Lehrveranstaltungen ausbringen, ist die PH Heidelberg.

Von Beginn an dabei sind auch die beiden Professorinnen Terfloth und Heyl: "Wir waren von dem Projekt begeistert, knüpft es doch nahtlos an unsere Zielperspektive an, erfolgreiche Bildungsverläufe für alle zu ermöglichen. Dass Menschen mit Behinderungserfahrung den Studierenden selbst aufzeigen, was Inklusion und Exklusion bedeuten kann, war für uns ein folgerichtiger Schritt. Dass wir den Bildungsfachkräften nun eine unbefristete und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an unserer Hochschule ermöglichen können, freut uns beide sehr."

Zurzeit arbeiten Terfloth und Heyl insbesondere an dem Aufbau des Zentrums: "Einige Meilensteine, wie etwa die Verabschiedung der Satzung sowie die meisten Personalentscheidungen, konnten wir bereits erreichen. Andere, wie zum Beispiel die Umbaumaßnahmen der Räume, sind noch im vollen Gange", erklärt Heyl. Dazu kommt die Planung der wissenschaftlichen Tagung zur Eröffnung des Zentrums unter Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Oktober: "Da wir durch die Corona-Pandemie vor Ort nur eine reduzierte Anzahl an Plätzen haben, planen wir zurzeit sowohl Präsenz-Angebote als auch Live-Streams und Video-Konferenzen. Wir sind zuversichtlich, dass wir allen Interessierten ein abwechslungsreiches Programm werden bieten können", sagt Terfloth.

Nach der Eröffnung werden sich Heyl und Terfloth verstärkt der Erforschung der Wirkungen und der Qualität der Bildungsarbeit sowie der Weiterentwicklung der Qualifizierung von Bildungsfachkräften widmen. Da mit dem AW-ZIB zudem das Ziel verbunden ist, landesweit das Bewusstsein für das Thema Inklusion zu fördern, soll ferner die Netzwerkarbeit weiter ausgebaut werden. Bei diesen Aufgaben werden die beiden Leiterinnen ab Herbst 2020 von einem interdisziplinären Team unterstützt: In der Forschung durch eine Juniorprofessur und zwei abgeordnete Lehrkräfte sowie einen Geschäftsführer und in der Lehre durch die Bildungsfachkräfte, eine Koordinatorin für die Bildungsarbeit sowie eine pädagogische Leitung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib.

Zu den Personen

Karin Terfloth studierte zunächst Heil- und Sonderpädagogik (Diplom) an der Universität zu Köln, bevor sie das Erste und Zweite Staatsexamen für das Lehramt Sonderpädagogik, Fachrichtungen Geistigbehinderten- und Körperbehindertenpädagogik, ablegte. Von 2002 bis 2006 war Terfloth als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Geistigbehindertenpädagogik an der Universität zu Köln tätig, wo sie auch promovierte. Es folgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg sowie im Wintersemester 2009/2010 eine Vertretungsprofessur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2012 wurde Terfloth an der Katholischen Hochschule Freiburg zur Professorin für Inclusive Education berufen und folgte im gleichen Jahr dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf die Professur "Pädagogik bei schwerer geistiger und mehrfacher Behinderung und Inklusionspädagogik".

Vera Heyl studierte Psychologie an den Universitäten Gießen und Heidelberg. Sie war anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Zentrum für Alternsforschung an der Universität Heidelberg tätig und promovierte dort 2005. Zwei Jahre später erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo sie 2011 zur Professorin für Psychologie in sonderpädagogischen Handlungsfeldern mit dem Schwerpunkt Blinden- und Sehbehindertenpädagogik berufen wurde. Seit Oktober 2010 und bis zu ihrem Amtsantritt als Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung im Februar 2016 war Heyl Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule.

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