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Presse & Kommunikation

Würdigung

Digitales Projekt von Professor Urlaß mit Sonderlehrpreis ausgezeichnet

Auf dem Bild ist links Maroi Urlaß und rechts Vera Heyl zu sehen. Beide tragen Corona-bedingt einen Mund-Nase-Schutz. Sie halten zwischen sich eine augeklappt Mappe, in der die Urkunde zum Sonderlehrpreis zu sehen ist. Copyright: Pädagogische Hochschule Heidelberg

Professor Mario Urlaß (Kunst) wurde mit dem Sonderlehrpreis 2020 der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie würdigt die Hochschule mit der Auszeichnung herausragende und beispielhafte Leistungen in der digitalen Lehre. Urlaß erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis für sein Praxisprojekt "Es grünt so grün... Künstlerisches Experimentieren und Forschen", bei dem verschiedene Online-Plattformen eingesetzt und die Studierenden laut dem Senat der Hochschule vorbildlich einbezogen wurden. Neben Urlaß hat auch Dr. Nicola Kluß (Alltagskultur und Gesundheit) einen der beiden Sonderlehrpreise erhalten.

"Das Lehrkonzept von Professor Mario Urlaß zeichnet sich durch den stimmigen Einsatz verschiedener Online-Plattformen wie Instagram, Stud.IP und Zoom aus. Hierdurch erwerben die angehenden Kunst-Lehrer:innen wichtige Medienkompetenzen. Es gelingt Urlaß durch einen großen persönlichen Einsatz zudem, die Studierenden auch online zu eigenen künstlichen Projekten zu motivieren. Er fördert somit sowohl ihre Selbst- als auch ihre Methodenkompetenz", so Professorin Dr. Vera Heyl. Es sei der Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung daher eine große Freude, Professor Urlaß einen der beiden Sonderlehrpreise 2020 zu verleihen.

Wie kann es gelingen, in ausschließlicher Online-Lehre bei Studierenden künstlerische Denk- und Handlungsformen sowie eigene Positionierungen in künstlerischen Werken zu initiieren? Dieser Aufgabe stellte sich Mario Urlaß, Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, im Corona-Semester 2020.
In synchronen Online-Sitzungen sollten sich die Studierenden zunächst fachwissenschaftlich forschend mit dem Thema "Mensch-Natur-Verhältnis" auseinandersetzen. Urlaß stellte den Studierenden zudem jede Woche eine Impulsaufgabe, die auch außerhalb der Hochschule umgesetzt werden konnten. Dabei zeigte der Professor großen persönlichen Einsatz: Etwa indem er sich zur Inspiration jede Woche vor der Kamera selbst neu künstlerisch inszenierte oder indem er den Studierenden per Post Materialien schickte, die sie für eigene Projekte nutzen konnten. Diese wurden in der Lernplattform Stud.IP hochgeladen und gemeinsam reflektiert.
Neben den synchronen Sitzungen arbeiteten die Studierenden zudem per Video in Kleingruppen zusammen. Dabei wurden sie durch Urlaß individuell beraten und betreut. Als Alternative zu der traditionellen Vernissage im Kunstfoyer setzte Urlaß gemeinsam mit den Studierenden auf Instagram den Account @itgreensgreen auf. Hier präsentieren die Studierenden seitdem ihre Arbeiten und vernetzen sich darüber hinaus mit anderen.

Die Studierenden unterstützen die Auszeichnung: Urlaß habe trotz der Corona-bedingten Herausforderungen "seine Seminarstunden in didaktischer Hinsicht vielfältig organisiert und verwirklicht, sodass keine Monotonie aufkam und ein hoher Lernzuwachs entstand". Die Studierenden betonen zudem den Wert, den Kunst gerade in Pandemiezeiten hat: "Durch das Seminarthema und die intrinsisch geweckte Motivation konnten dem Shutdown-Alltag entflohen und kreatives Potenzial freigesetzt werden. Der Auftrag, mit geschärften Blick durch die Welt zu gehen, brachte Abwechslung und Freude in den Tag."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/kunst.

Zur Person

Mario Urlaß studierte Kunst am Institut für Lehrerbildung Auerbach sowie Kunstpädagogik an der Universität Leipzig. Er lehrte mehrere Jahre haupt- und nebenberuflich an Grundschulen, war bis 1993 Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Pädagogischen Hochschule Zwickau, danach an der Technische Universität Chemnitz und an der Universität Erlangen-Nürnberg. 2003 wurde er von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum Professor für Kunst und ihre Didaktik berufen.

Zur Auszeichnung
Die Pädagogische Hochschule Heidelberg schreibt jährlich im Wechsel einen hochschulinternen Lehrpreis und einen Forschungsförderpreis aus. In Ergänzung zu dem Lehrpreis 2020 hat die Hochschule zwei Sonderlehrpreise vergeben, deren Fokus auf E-Learning-Konzepten liegt. Damit sollen herausragende und beispielhafte Ideen, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Online-Lehre entstanden sind, gewürdigt werden. Neben Professor Mario Urlaß (Kunst) wurde Dr. Nicola Kluß (Alltagskultur und Gesundheit) ausgezeichnet.

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