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Forschung

Projekt will Berufschancen von Migrant:innen mittels künstlicher Intelligenz fördern

Junge Frau sitzt vor dem Computer.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg war zusammen mit der gemeinnützigen Organisation TeachSurfing und weiteren Partnern aus Italien, Zypern und Rumänien bei einer Ausschreibung der Europäischen Union erfolgreich. Im Rahmen des Forschungsprojekts “Young Refugees AI Student Empowerment Program” (RAISE) sollen junge Migrant:innen und Flüchtlinge bei der besseren Integration in den europäischen Arbeitsmarkt unterstützt werden. Das Team um Dr. Nicole Flindt wird bis 2024 über Erasmus+, dem Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union, mit rund 326.000 Euro gefördert.

Jungen Migrant:innen und Geflüchtete können bereits mithilfe des ebenfalls von der EU geförderten e-Learning Programms "Youth Volunteer Educators e-Learning Program" (e-VELP) Lerneinheiten bearbeiten, in denen sie Fähigkeiten zur Entwicklung eines eigenen (Online-)Workshops erwerben. Dabei lernen sie, ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre Kultur mit anderen über 270  Gastorganisationen zu teilen. Nach erfolgreichem Abschluss des Online-Kurses erhalten sie 2,5 ECTS-Punkte sowie ein Zertifikat.

Das neue Projekt RAISE baut auf dem bestehenden Know-How auf und knüpft an die Bedarfe der vulnerablen Gruppen von e-VELP an, die sich gezieltere Beratungsangebote und eine effizientere Herangehensweise für die rund Lerneinheiten gewünscht haben. Um dies zu erreichen, wird in dem RAISE-Projekt eine neurodidaktisch und pädagogisch geprägte KI-Technologie entwickelt, die den Bedarf an personalisierten und zielgruppenspezifischen Lernplänen und Kompetenzbewertungen abdecken soll. Profitieren werden Migrant:innen und Flüchtlinge, die Workshops mit ihrem multikulturellen Wissen geben, sowie Youth Worker, die diese Zielgruppe bei der Erarbeitung ihres persönlichen Kurses unterstützen.

Flindt sagt: "Mit RAISE bauen wir eine flexible KI auf, die auf pädagogisch, neurodidaktischen Überlegungen basiert. Dadurch erhalten die Teilnehmer:innen bei den e-Learning Kursen ein KI-gestütztes und durch die Einbindung von Youth Workern ein individuelles Feedback zu möglichen Kursen, die sie auf ihrem Berufsweg unterstützen können." Und sie ist sich sicher: "Durch die modulare und flexible Architektur der KI können auch andere Jugendbildungsprogramme verbessert werden."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/graduate-school.

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