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07.06.2018

Vorstand und Direktorium des neuen BNE-Zentrums gewählt

Anfang Juni 2018 fand an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die konstituierende Gründungsversammlung des "Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung" statt. Damit setzt die Hochschule einen der zentralen Punkte ihres aktuellen Struktur- und Entwicklungsplans um, der die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als einen ihrer zentralen Schwerpunkte definiert. Bei der konstituierenden Sitzung wählten die Gründungsmitglieder den Vorstand des BNE-Zentrums, der wiederum das Direktorium bestimmte. Dieses besteht aus den Professoren Dr. Marco Kalz, Dr. Thomas Vogel und Dr. Alexander Siegmund als Geschäftsführendem Direktor. Über die Einrichtung des Zentrums hatte der Senat der Hochschule bereits im Februar 2018 entschieden; die feierliche Eröffnung findet am 10. Juli 2018 statt, verbunden mit einem BNE-Symposium als Teil der bundesweiten BNE-Tour des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

"Bildung für nachhaltige Entwicklung gilt als Schlüsselfaktor, um weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und in den Grenzen der ökologischen Belastbarkeit des Systems Erde zu gestalten", erklärte Professor Dr. Hans-Werner Huneke. "Als bildungswissenschaftliche Hochschule bekennen wir uns zu dieser Verantwortung und haben die BNE in Lehre, Forschung und Transfer als Leitgedanken etabliert, der querschnitthaft in verschiedenen Fächern und Institutionen erfolgreich umgesetzt wird."
Um diese besondere Expertise dauerhaft strukturell zu verankern, hat die Hochschule das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung eingerichtet, dessen Vorstand und Direktorium nun gewählt wurde. "Es freut mich, dass wir mit dem Vorstand allgemein und mit den Professoren Siegmund, Vogel und Kalz im Direktorium so erfahrene Persönlichkeit für diese wichtige Aufgabe gewinnen konnten", so Huneke. Der Rektor dankte sämtlichen Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement und wünschte ihnen allen viel Erfolg bei der Ausführung ihrer Ämter.

Das neu gewählte Direktorium bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen: "Unser primäres Ziel ist die Forcierung und Förderung des notwendigen Wandels von Denk- und Handlungsweisen im Kontext einer nachhaltigen Entwicklung. Wir werden uns zudem dafür einsetzen, dass die Lernziele und -inhalte der BNE, die in verschiedenen Fächern bereits heute integriert und Gegenstand von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben sind, hochschulweit weiter vertieft und erfolgreich weiterentwickelt werden."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Zu den Personen
Alexander Siegmund studierte an der Universität Mannheim von 1989 bis 1994 Betriebswirtschaftslehre, Geographie und Pädagogik mit Abschluss als Diplom-Handelslehrer und war dort im Anschluss als wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Hochschulassistent am Lehrstuhl für Physische Geographie und Länderkunde tätig. 1997 wurde er - ebenfalls in Mannheim - an der Fakultät für Mathematik und Informatik promoviert und absolvierte anschließend sein Zweites Staatsexamen und eine Lehrertätigkeit im beruflichen Schulwesen. 2001 vertrat Siegmund an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe eine Professur im Fach Geographie, in den Jahren 2002 bis 2004 hatte er dort eine C3-Professur für Geographie und ihre Didaktik inne. 2004 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf die Professur für Physische Geographie und ihre Didaktik, 2006 seine Berufung als Honorarprofessor an der Universität Heidelberg. Seit 2016 hat Siegmund mit dem "UNESCO-Lehrstuhl für Erdbeobachtung und Geokommunikation an Welterbestätten und Biosphärenreservate " zudem den einzigen UNESCO-Lehrstuhl in Baden-Württemberg inne. Er ist Mitglied des Nachhaltigkeitsbeirats der Landesregierung und Sprecher des BNE-Hochschulnetzwerks Baden-Württemberg.

Thomas Vogel hat an der Universität Hannover Erziehungswissenschaft, Politik und Farbtechnik für das Höhere Lehramt an berufsbildenden Schulen studiert und das Studium mit dem 1. Staatsexamen abgeschlossen. Nach dem Referendariat und dem 2. Staatsexamen war er mehrere Jahre als Lehrer an berufsbildenden Schulen und später als Studiendirektor am Studienseminar in der zweiten Phase der Lehrersausbildung tätig. Seine wissenschaftliche Ausbildung durchlief er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg, wo er im Jahre 2000 promovierte. 2010 wurde ihm die Venia Legendi für Berufspädagogik verliehen. Nach einer kurzen Zeit als Privatdozent wurde er 2011 an die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf die Professur für Erziehungswissenschaft mit den Schwerpunkten Schul-/Berufspädagogik berufen. Er beschäftigt sich seit Jahren aus philosophischer und bildungstheoretischer Sicht mit den Folgen der gesellschaftlichen Naturkrise. Hierzu hat er zahlreiche Bücher, didaktische Materialien und Aufsätze publiziert und eine Theorie einer naturgemäßen Bildung entwickelt.

Marco Kalz studierte Erziehungswissenschaften, Sonderpädagogik und Medienpädagogik an der Universität zu Köln und erwarb zudem an der FAU Erlangen-Nürnberg den Master-Abschluss Multimedia-Didaktik. Es folgte eine Anstellung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen sowie an der Fernuniversität Hagen. Anfang 2006 ging Kalz an die Fernuniversität der Niederlande, wo er 2009 mit einer Arbeit über alternative Bewertungsverfahren bei E-Portfolios promoviert wurde. Nach einer Tätigkeit als Post-Doktorand und als assoziierter Professor wurde Kalz 2015 an der Fernuniversität der Niederlande zum Professor für Open Education ernannt, wo er zudem Lehrstuhlinhaber des "UNESCO Chairs of Open Education" war. Er forscht u.a. zur Nutzung von neuen Lerntechnologien für Bildung für nachhaltige Entwicklung und war verantwortlich für das technische und mediendidaktische Design des Massive Open Online Kurses zum Thema "Marine Litter" das in Zusammenarbeit mit der Fernuniversität der Niederlande und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen entwickelt wurde und am dem bis heute über 10.000 Teilnehmer teilgenommen haben.

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