Presse & Kommunikation

Digitalisierung

Hochschule für deutschlandweites Beratungsprogramm ausgewählt

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg war in der ersten Ausschreibungsrunde des Programms "Peer-to-Peer-Beratung für Hochschulen im digitalen Zeitalter", einem Angebot des Stifterverbandes, des Centrums für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz unter Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, erfolgreich. Sie gehört damit zu den sechs deutschen Hochschulen, die ab Herbst 2017 vom Hochschulforum Digitalisierung bei der Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie beraten werden. Das Heidelberger Rektorat verspricht sich hiervon wichtige Impulse für die Formulierung von Maßnahmen im Bereich der Implementierung digitaler Technologien insbesondere in der Lehre sowie der Fort- und Weiterbildung.

"Als Pädagogische Hochschule liegt unsere Kernkompetenz in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. Diesen kommt auch die besondere Aufgabe zu, junge Menschen beim Erwerb von wichtigen Kompetenzen für den Umgang mit digitalen Technologien zu begleiten", sagt Professor Dr. Hans-Werner Huneke (Rektor). "Für uns ist es somit von besonderer Bedeutung, dass bereits unsere Studierenden kompetent im Umgang mit sowie der Beurteilung von digitalen Bildungsmedien werden." Hierzu braucht es laut Huneke eine übergeordnete Strategie zur Entwicklung digitaler Lehr-/Lernszenarien und zur Förderung einer breiten Akzeptanz digitaler Medien innerhalb der Hochschule.

Diese zu entwickeln, fällt in den Aufgabenbereich von Professor Dr. Christian Spannagel, Prorektor für Forschung, Medien und IT: "An unserer Hochschule existieren bereits zahlreiche Aktivitäten zum Einsatz digitaler Technologien. So gehört der Master-Studiengang E-Learning und Medienbildung zum Beispiel bundesweit zu den führenden Studiengängen, die Expertinnen und Experten zur Gestaltung von digitalen Lernumgebungen und Lernmaterialien ausbilden. Lehramtsstudierende können bei uns Module zu Medienbildung, -pädagogik und -didaktik belegen und sich über entsprechende Zusatzqualifikationen weiterbilden. Und Lehrende setzen digitale Technologien unter anderem in Fremdsprachenseminaren oder in sonderpädagogischen Veranstaltungen ein."
Insbesondere der Einsatz von innovativer digitaler Technologie in Lehrveranstaltungen beruhe, so Spannagel weiter, jedoch im Wesentlichen auf dem individuellen Engagement und Interesse von einzelnen Lehrenden. Bislang fehle es an einer Strategie zum systematischen, flächendeckenden Einsatz digitaler Technologie sowie an einem schlüssigen und kohärenten Fortbildungs- und Anreizsystem für Lehrende. "Mit der Entwicklung einer entsprechenden Digitalisierungsstrategie wollen wir dem Abhilfe schaffen", erklärt Spannagel. "Auch mit Blick auf die mangelnden personellen und finanziellen Ressourcen im IT- und Medienbereich erscheint es uns dabei wichtig, die vorhandenen Expertisen und Mittel bestmöglich zu nutzen und Synergien zu schaffen. Wir wollen daher unter anderem neue Formate des Austausches und der Vernetzung von Lehrenden etablieren und innovative Lehr-/Lernformate wechselseitig nutzbar machen."

Rektor Huneke: "Wir wollen technisch und didaktisch zum Vorreiter im Bereich der digitalen Lehre werden. Unseren besonderen bildungswissenschaftlichen Auftrag wollen wir gleichzeitig nutzen, um moderne und schnelllebige Trends kritisch zu bewerten." Das Hochschulforum Digitalisierung biete hierfür den idealen Rahmen und die PH Heidelberg freue sich auf den Diskurs mit anderen Hochschulen sowie der Öffentlichkeit, so Huneke abschließend.

Zum Programm
Das Programm "Peer-to-Peer Beratung" des Hochschulforums Digitalisierung ist ein Entwicklungsinstrument für Hochschulen, die den digitalen Wandel in der Hochschullehre aktiv gestalten und digitales Lehren und Lernen in ihrer institutionellen Strategie stärken möchten. Für die Förderung 2017/2018 haben sich 56 Hochschulen aus 15 Bundesländern beworben, davon wurden sechs Anträge als förderwürdig eingestuft, darunter der der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Die geförderten Hochschulen wurden durch ein Auswahlgremium, bestehend aus dem Lenkungskreis des Hochschulforums Digitalisierung sowie externen Experten, ausgewählt. Die Pilotphase des Beratungsprogramms startet im Herbst 2017: Erfahrene Experten aus anderen Hochschulen, Stiftungen oder der Wirtschaft beraten dabei die teilnehmenden Hochschulen in einem strukturierten Prozess. Verbunden mit der Strategieberatung ist ein Erfahrungsaustausch zwischen allen teilnehmenden Hochschulen.

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