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Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke übernimmt Vorsitz der LRK-PH

Die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen (LRK-PH) in Baden-Württemberg hat einen neuen Vorsitzenden: Mit dem heutigen Tag übernimmt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, das Amt für zwei Jahre. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Professor Dr. Klaus Peter Rippe, Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe, gewählt. Die Geschäftsstelle der LRK-PH wird von Anja Bast-Schneider unterstützt, die in Heidelberg im Bereich Internationalisierung der Lehramtsausbildung tätig ist. Huneke und Rippe folgen auf Professor Dr. Werner Knapp (Weingarten) und Professor Dr. Ulrich Druwe (Freiburg), die beide für die Wahl nicht wieder angetreten waren.

Als einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sieht Huneke insbesondere die verstärkte Forschungskommunikation: "Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an den sechs Pädagogischen Hochschulen suchen Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen. Sie tragen damit eine besondere Verantwortung und bieten mit ihrer Arbeit einen Mehrwert nicht nur für den schulischen Bereich, sondern auch für zahlreiche andere Bildungskontexte - und das in einer Zeit, in der Wissen und Bildung immer mehr an Bedeutung gewinnen", erklärt Huneke. "Als neuer Vorsitzender der LRK-PH ist es mir daher ein besonderes Anliegen, die exzellente bildungswissenschaftliche Forschung, die an unseren Hochschulen geleistet wird, stärker als bislang in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu stellen."

Darüber hinaus müsse man sich laut Huneke auch weiterhin mit der landesweiten Stärkung der Pädagogischen Hochschule im Bereich der Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern befassen. Die von Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann angestoßene Qualitätsdebatte bezüglich der Frage, ob Lehrerinnen und Lehrer auf die Herausforderungen einer zunehmend heterogenen Schülerschaft ausreichend vorbereitet werden, begrüßt der Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg daher grundsätzlich: "Für die Professionalisierung von Lehrkräften braucht es - und da stimmen wir mit dem Ministerium überein - forschungsorientierte Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften. Die entsprechende Expertise ist an den Pädagogischen Hochschulen vorhanden. Wir bringen sie gern bei der Weiterentwicklung der Schulqualität, bei der Fortbildung von Lehrkräften und bei Bildungsanalysen ein."

Die 200 zusätzlichen Studienplätze für das Lehramtsstudium Grundschule, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg zum Wintersemester 2018/2019 landesweit bereitstellen wird, bewertet der neue Vorsitzende der LRK-PH ebenfalls positiv. Gleichzeitig wiederholte Huneke die gemeinsame Forderung der LRK-PH und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), die Studienzeit auch für Grundschullehrkräfte von acht auf zehn Semester zu erhöhen. Dann könnte ein weiteres Fach studiert und damit der fachfremde Unterricht an den Schulen reduziert sowie die Unterrichtsqualität weiter verbessert werden. Dies stärke so Huneke auch das Klassenlehrerprinzip in der Grundschule.

Zur Person
Hans-Werner Huneke nahm 1975 sein Studium für das Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch und Geschichte an den Universitäten Hamburg und Münster auf. Nach seinem erfolgreichen Abschluss und der zweiten Staatsprüfung war er bis 1987 Lehrer am Colégio Visconde de Porto Seguro in Valinhos/Brasilien tätig; es folgten zwei Jahre als Lehrer in Wanne-Eickel und Hamm, bevor er 1989 eine Anstellung als Lektor des DAAD an der Universität Coimbra/Portugal annahm. 1994 wechselte Huneke an die Pädagogische Hochschule Heidelberg und promovierte 2003 an der Universität Heidelberg. Im gleichen Jahr ging Huneke an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, wo er das Sprachdidaktische Zentrum leitete. 2004 folgte er dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Freiburg, wo Huneke seit Oktober 2010 zudem das Amt des Prorektors für Lehre und Studium innehatte. Der Wechsel an die Spitze der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erfolgte im Oktober 2015.

Klaus Peter Rippe, 1959 in Kassel geboren, studierte Philosophie, Geschichte und Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er mit einer Arbeit zum Thema "Grenzen und Geltung des ethischen Relativismus" promovierte. Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Institut an der Universität des Saarlandes sowie am Institut für Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie an der Universität Mainz tätig. An der Universität Zürich habilitierte er sich mit einer Schrift zum Thema "Politischer Liberalismus und die Theorie des guten Lebens". 2008 wurde er zum Professor für Praktische Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe berufen und war drei Jahre Dekan der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften. Seit 2016 ist er Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Über die LRK-PH
Die Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen (LRK-PH) in Baden-Württemberg ist ein Zusammenschluss der Rektorinnen und Rektoren und fördert die gemeinsamen Anliegen der sechs Pädagogischen Hochschulen in Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten. Sie vertritt diese Hochschulen gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

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