Presse & Kommunikation

Ausgabe 3 - April 2022

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine dauert seit über einem Monat an. Die Pädagogische Hochschule nimmt Wissenschaftlerinnen aus ihren neun ukrainischen Partnerhochschulen zu einjährigen Forschungs-aufenthalten auf mit dem Ziel, die gemeinsame Forschung fortzuführen und neue Projekte fachlich vorzubereiten. Über Details informiert der Beitrag im aktuellen Newsletter. Die institutionellen Beziehungen zu Einrichtungen in der Russischen Föderation sind ausgesetzt. Auch eine Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen verurteilt den Krieg und erklärt sich solidarisch mit der Ukraine – mehr hierzu in der Rubrik "Externes".

Kanzlerin Stephanie Wiese-Heß im Amt bestätigt

Einstimmige Wiederwahl nun für acht Jahre

[velo] Stephanie Wiese-Heß wurde am 16. Februar 2022 in ihrem Amt als Kanzlerin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bestätigt. Hochschulrat und Senat haben sie in einer gemeinsamen Präsenzsitzung einstimmig wiedergewählt. Die Gremien waren damit dem Vorschlag der gemeinsamen Findungskommission unter Leitung von Professorin Dr. Rosemarie Tracy gefolgt. Wiese-Heß nahm die Wahl an und steht der Verwaltung der Hochschule demnach auch in Zukunft als hauptamtliches Rektoratsmitglied vor. Die Amtszeit beginnt am 8. Juni 2022 und beträgt acht statt bislang sechs Jahre.

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Professorin Dr. Rosemarie Tracy, Vorsitzende des Hochschulrates, zeigte sich mit der Wahl hoch zufrieden: "Mit Stephanie Wiese-Heß verfügt die Pädagogische Hochschule Heidelberg über eine engagierte und erfahrene Verwaltungsexpertin, die sich insbesondere mit den speziellen hochschulrechtlichen Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg bestens auskennt. Ich freue mich sehr, dass sie die wichtige Verantwortung für die Wirtschafts- und Personalverwaltung der Hochschule auch in den kommenden Jahren übernehmen wird."

Der Senatsvorsitzende, Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke, schloss sich an: "Eine erfolgreiche Hochschule braucht eine fachkundige und motivierte Verwaltung. Dass die Pädagogische Hochschule Heidelberg heute nicht nur finanziell sicher aufgestellt ist, sondern auch ein attraktiver Arbeitgeber ist, verdanken wir maßgeblich Stephanie Wiese-Heß. Wir schätzen uns daher glücklich, dass sie als Kanzlerin auch weiterhin die Entwicklung unserer Hochschule zentral mitgestaltet."

Wiese-Heß bedankte sich für das in sie gesetzte Vertrauen und betonte: "Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht. Da sind die stabile finanzielle Situation unserer Hochschule sowie die Sanierungs- und Baumaßnahmen zu nennen, die wir erfolgreich angestoßen haben. Wir haben zudem ein ganzheitliches Personalentwicklungskonzept eingeführt, das etwa flexible Arbeitszeitmodelle und ein umfangreiches Gesundheitsmanagement umfasst. In meiner zweiten Amtszeit werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Pädagogische Hochschule Heidelberg der attraktive, vielfältige Arbeits- und Lernort bleibt, der er heute ist."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/verwaltung.

Zur Person
Stephanie Wiese-Heß nahm 1983 ihr Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Osnabrück und München auf. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss und dem Zweiten Staatsexamen war sie bei dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e.V. in München tätig. 1997 wechselte Wiese-Heß an das Universitätsklinikum Tübingen, wo sie als Leiterin der Personalabteilung unter anderem für die Betreuung des nicht-wissenschaftlichen Personals zuständig war. 2003 ging die Juristin an das Universitätsklinikum Heidelberg, wo sie den Geschäftsbereich Personal leitete und seit Mai 2013 zusätzlich als stellvertretende Kaufmännische Direktorin tätig war. 2016 wechselte Wiese-Heß an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo sie seitdem als Kanzlerin der Verwaltung vorsteht.

Ukrainische Wissenschaftlerinnen können in Heidelberg forschen

Pädagogische Hochschule vergibt Stipendien für einjährige Aufenthalte

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat ein Forschungsstipendium für Promovierende, Post-Doktorandinnen und Professorinnen ihrer neun ukrainischen Partnerhochschulen ausgeschrieben. Das Stipendium sieht einen einjährigen Aufenthalt in Heidelberg vor mit dem Ziel, die gemeinsame Forschung fortzuführen und neue Projekte fachlich vorzubereiten. Die Beziehungen zu Institutionen in der Russischen Föderation sind hingegen ausgesetzt.

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"Ich freue mich sehr über das prompte Engagement und die schnelle Reaktion der Pädagogischen Hochschule Heidelberg", sagt die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. "Jetzt zeigt sich, dass wissenschaftliche Kooperationen und internationale Austauschbeziehungen zwischen den Hochschulen weit über Grenzen und den wissenschaftlichen Ertrag hinausgehen und den Zusammenhalt sowie die Solidarität der Menschen befördern." Dies bestätigt auch Professor Dr. Hans-Werner Huneke: "Unsere Hochschule unterhält aus Überzeugung Kooperationen mit Wissenschaftler:innen auf der ganzen Welt. Wir tauschen uns aus, gewinnen gemeinsam neues Wissen und setzen uns dafür ein, dass alle Menschen ihr Recht auf Bildung wahrnehmen können und ihnen hierdurch ein besseres Leben möglich ist."

Der Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg weiter: "Was zurzeit in der Ukraine passiert, macht uns fassungslos und wir bekunden unsere volle Solidarität mit den Mitgliedern der ukrainischen Hochschulen. Unsere Projektpartner in der Ukraine wollen wir aktiv unterstützen: Wir haben daher ein Stipendium ausgeschrieben, das unseren Kolleginnen in den gemeinsamen Projekten einen einjährigen Forschungsaufenthalt in Heidelberg ermöglicht." Das Forschungsstipendium richtet sich explizit an ukrainische Wissenschaftlerinnen, mit denen die Heidelberger Hochschule in den Projekten "Foreign Language Teacher Training Capacity Development as a Way to Ukraine's Multilingual Education and European Integration" (MultiEd) und "Companion to the Common European Framework of Reference for Languages" (CEFR) zusammenarbeitet. Beide Projekte sind in den Fächern Deutsch, Englisch und Französisch angesiedelt und stützen sich auf Kooperationen mit insgesamt neun Universitäten in allen Landesteilen der Ukraine. Sie verfolgen aus unterschiedlichen Perspektiven das Ziel, die Mehrsprachigkeit im ukrainischen Bildungsbereich sowie die Internationalisierung der Hochschulbildung in der Ukraine zu fördern

Professorin Dr. Karin Vogt, die das CEFR-Projekt seitens der Heidelberger Hochschule leitet, erklärt: "Wir erleben die wissenschaftliche Kooperation mit unseren ukrainischen Partnern als äußerst zukunftsorientiert: Wer in Mehrsprachigkeit investiert, setzt sich für eine offene, global orientierte Gesellschaft ein. Dies wollen wir auch in Zukunft unterstützen und unsere intensive Zusammenarbeit nicht nur fortsetzen, sondern sowohl in Deutschland als auch wenn möglich in der Ukraine ausbauen." Rektor Huneke, der das MultiEd-Projekt mitbetreut, ergänzt: "Wo immer es uns möglich ist, leisten wir als Wissenschaftsgemeinschaft niedrigschwellige und unbürokratische Hilfe. Ich bitte zudem die Mitglieder unserer Hochschule, etwa im Rahmen der Spendenmöglichkeiten, die die Stadt Heidelberg veröffentlicht, persönliche Hilfe für Menschen in und aus der Ukraine zu leisten."

Die Beziehungen zu Institutionen in der Russischen Föderation sind hingegen ausgesetzt: "Wir bedauern dies für die Wissenschaft zutiefst. Wir wissen, dass viele Lehrende, Forschende und Studierende in Russland einen differenzierten Blick auf die Ereignisse haben und vertrauen darauf, daran einmal wieder anknüpfen zu können", so Huneke abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/forschung sowie unter www.heidelberg-fluechtlinge.de.

Weiterbildungsangebot für die Kulturszene erfolgreich gestartet

80 Teilnehmende aus Baden-Württemberg im berufsintegrierenden Qualifizierungsprogramm

[KA/HD] Wie lernen Kulturinstitutionen, flexibel auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Diskurse zu reagieren? Wie können sie sich digital und nachhaltig für neue Zielgruppen öffnen? Und was ist notwendig, um eine Transformation in den Kunst- und Kultureinrichtungen herbeizuführen? Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Weiterbildungsangebots KuLO - Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen, das am 24. Februar 2022 mit einer digitalen Auftaktveranstaltung in die Umsetzung gestartet ist.

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"Unser Kulturdialog hat eindrücklich gezeigt, wie hoch die Erwartungen und Ansprüche der Gesellschaft, des Publikums, aber auch der Beschäftigten an die Kultureinrichtungen der Zukunft sind", sagte Petra Olschowski, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. "Das Weiterbildungsprojekt KuLO widmet sich zielgerichtet Themenfeldern wie der Gewinnung neuen Publikums und Barrierefreiheit, Digitalität und Nachhaltigkeit. Institutionen und Akteure aus Stadt und Land nehmen im Projekt KuLO die Herausforderung als 'Lernende Organisation' an. Gemeinsam werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Strategien zur Öffnung der Häuser hinsichtlich Arbeitsmethoden, Themen und Angebote entwickeln können." Staatssekretärin Petra Olschowski hatte zusammen mit Gesamtprojektleiter Prof. Dr. Lutz Schäfer die ganztägige Auftaktveranstaltung eröffnet.

Mit rund 80 Teilnehmenden aus ganz Baden-Württemberg ist das berufsintegrierende Qualifizierungsprogramm von Pädagogischer Hochschule Karlsruhe, Pädagogischer Hochschule Heidelberg und der dortigen Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung vollständig ausgebucht. "Wir freuen uns sehr, dass unser Pilot-Angebot auf so viel Interesse stößt und die Bandbreite der teilnehmenden Institutionen sehr groß ist", sagte Schäfer. Vertreten seien Kulturämter, Bibliotheken und Archive genauso wie Theater und Museen oder soziokulturelle Zentren, so der Leiter des Instituts für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Prof. Dr. Karin Vogt, die das Projekt in Heidelberg gemeinsam mit Prof. Dr. Johannes Hennies leitet, ergänzte: "Kultur- und Kunsteinrichtungen stehen nicht erst seit der Corona-Pandemie vor erheblichen Herausforderungen; auch der gesellschaftliche Wandel und tendenziell zurückgehende Zuschauer- und Besucherzahlen verlangen nach neuen Konzepten. Die hohe Anzahl an Bewerbungen für das KuLO-Projekt zeigt, dass die Bereitschaft zur Veränderung groß ist. Und wir freuen uns, dass wir die teilnehmenden Einrichtungen mit unserer Expertise unterstützen können." Diese liegt laut Hennies in Karlsruhe in der Kulturvermittlung und der Ökonomiedidaktik und in Heidelberg im agilen Arbeiten, der Bildung für Nachhaltige Entwicklung sowie in Inklusion und Teilhabe: "Dazu kommt eine ausgewiesene Erfahrung aus den Bereichen Lebenslanges Lernen, Berufliche Professionalisierung sowie hybrides Projektmanagement und Organisationsentwicklung", so Hennies abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter kulo.info sowie unter www.ph-heidelberg.de/kulo.

Eine gemeinsame Presseerklärung der Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg.

Parklets in Heidelberg

Kreative Erholungsorte von und für Bürger:innen – Biodiversität fördern

[red] Das Heidelberger Pilotprojekt "Parklets" zielt darauf, den städtischen Lebensraum von den Bürger:innen der Stadt selbst gestalten zu lassen. Von April bis Oktober 2022 sind Heidelberger:innen eingeladen, ausge-wählte Parkplätze in kreative Erholungsorte umzuwandeln. Ob Sitzgelegen-heiten, eine grüne Oase oder ein Nachbarschaftstreff – Parklets können viele Gesichter haben. Dabei soll auch Biodiversität in Städten gefördert werden. Die Initiative des Verkehrsmanagements wird vom Projekt TRANSFER TOGETHER unterstützt und begleitet. Auch die Mitglieder der Hochschule können sich an der Gestaltung von Parklets beteiligen.

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In Städten ist vieles ein knappes Gut: Bezahlbarer Wohnraum für Menschen, Lebensräume für Tiere und Pflanzen und auch Flächen und Räume im ganz expliziten Sinne. Wird im städtischen Gebiet eine Fläche erschlossen, so wird diese meist unter ökonomischen Aspekten gestaltet. Sozialer Wohnungsbau konkurriert hier mit Biotopen sowie ökonomisch orientierten Aufenthaltsräumen. Ein Parkhaus, ein Bürogebäude oder ein Einkaufszentrum tragen zum Marktwert der Kommune oder Stadt bei, doch "Aufenthaltsqualität" ist damit nicht unbedingt gewährleistet.

Bei „Parklets“ handelt es sich um Flächen im öffentlichen Raum, die für eine begrenzte Zeit kreativ in einen Erholungsort umgewandelt werden und der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Ob Sitzgelegenheit, Spielfläche, grüne Oase, Fahrradstellplatz, Werkstatt oder Nachbarschaftstreff – die Möglichkeiten sind so vielfältig wie die Orte, an denen Parklets mittlerweile weltweit zu finden sind. Die Antragstellenden kümmern sich selbst um die Gestaltung und Errichtung des Parklets. Dabei muss es sich um eine gebaute Konstruktion handeln, zum Beispiel aus Paletten gezimmert. Privatpersonen oder Vereine mit Bezug zum Wohnquartier können den Antrag stellen. Nach Ablauf des Projekts Ende 2022 wird die Stadt Heidelberg ein Fazit ziehen und entscheiden, ob das Projekt fortgesetzt wird.

Das PH-Projekt TRANSFER TOGETHER begleitet mit dem Fachbereich Biologie der Hochschule die Initiierung der Parklets in Heidelberg. So sollen mit verschiedenen Akteur:innen wie „Über den Tellerrand“ oder Greenpeace, die eigene Parklets planen, die städtische Flächennutzung und Verteilung mit positiven Alternativen ergänzt werden. Ein eigenes Parklet ist geplant, das sowohl ein lebenswerter begrünter Begegnungs- und Aufenthaltsraum in der Stadt sein wird als auch eine Informationsplattform für die Biodiversität.

Mitarbeitende und Studierende der Hochschule können selbst am Projekt mit einem eigenen Parklet partizipieren oder dasjenige der Transferprojekts für Veranstaltungen zu nutzen. Die Mitarbeitenden stehen mit Rat und Tat zur Seite! Hier geht es zur Projektseite: https://parklets-heidelberg.de/

Informationen zur Antragstellung finden sich auf der folgenden Seite der Stadt Heidelberg: https://www.heidelberg.de/hd/HD/service/22_09_2021+den+parkplatz+zum+kreativen+erholungsort+umwandeln.html

Neu: Podcast "Tafelrunde"

Erste Reihe des Angebots der Heidelberg School of Education zu sozial nachhaltigen Bildungszielen. Text: Jennifer Bürk

Aktuelle und relevante Themen der Lehrer:innenbildung, die (angehende) Lehrer:innen und Teacher Educators an den Hochschulen beschäftigen und sie im Schul- und Hochschulalltag direkt betreffen, adressiert der neue Podcast „Tafelrunde“ der Heidelberg School of Education. In der „Tafelrunde“ kommen dabei Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen der Lehrer:innenbildung zu Wort – darunter Studierende und Wissenschaftler:innen ebenso wie Lehrkräfte an Schulen oder Gäste aus außerschulischen Bildungseinrichtungen.

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In der ersten, sechsteiligen Podcast-Reihe von und mit Dr. Klemens Ketelhut (Geschäftsführer des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung), Johanna Weselek (Pädagogische Hochschule Heidelberg) und Ellen Sartingen geht es um "sozial nachhaltige Bildungsziele – Herausforderungen, Ansprüche und Aufgaben an Schule und Lehrer:innenprofessionalität". Mit ihren Gästen gehen sie der Frage nach, wie sozial nachhaltige Bildungsziele umgesetzt werden können und welche Bedeutung dabei der schulischen Bildung und der Lehrer:innenprofessionalität zukommt.

Im Herbst wird das Themenfeld Nachhaltigkeit mit einer weiteren Reihe unter dem Motto "Climate Talk" weiter vertieft.

Die Beiträge der Tafelrunde finden sich auf den Podcast-Plattformen podcast.de, Spotify, Apple Podcasts und Google Podcasts. Mehr Informationen zum Podcast finden Sie unter: http://www.hse-heidelberg.de/tafelrunde.

Täter:innen auf der Spur

Biologiestudierende führen Schüler:innen des Berufskollegs Mannheim in die Grundlagen der Molekularbiologie ein. Text: Valentin Kleinpeter

Wie lässt sich menschliche DNA im Labor mittels Polymerasekettenreaktion (PCR) vervielfältigen? Was sind Mikrosatelliten und warum befinden sich diese in unseren Zellen und nicht etwa im Weltraum? Kann man mit Mikrosatelliten Mörder:innen überführen? Diesen und ähnlichen Fragen konnten Schüler:innen des Berufskollegs für Gesundheit und Pflege der Carlo Schmid Schule Mannheim am 9. Februar im Labor des Fachbereichs Biologie der Pädagogischen Hochschule nachgehen. Seit über 20 Jahren führt das Fach Biologie Schüler:innen der Sekundarstufe in die Geheimnisse der Biologie ein.

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Die praktische Durchführung der molekularbiologischen Versuche mit den Schüler:innen wurde unter Einhaltung der Coronaregeln vor Ort im Labor in Heidelberg von Lehrenden und Studierenden des Fachs betreut. Insbesondere die Pandemie hat gezeigt, welche Relevanz die Molekularbiologie und insbesondere die PCR für den Alltag hat und wie wichtig es für die Menschen ist, in diesem Fachbereich seriöses Wissen zu erwerben. Denn nur wer sich auskennt, kann eine faktenbasierte Meinung haben. Eine Vernetzung von theoretischem Wissen mit Laborpraxis ist in den Naturwissenschaften deshalb sehr wichtig.

Dass die Vervielfältigung von DNA keine Zauberei ist und mit der Methode selbst kleinste Mengen von diesem Biomolekül sichtbar gemacht werden können, durften alle Teilnehmenden mit viel Begeisterung bei den durchgeführten Experimenten erleben. Fingerspitzengefühl ist für die Laborarbeit dennoch nötig, wenn man kleinste Mengen an DNA mithilfe einer Mikroliterpipette abmessen und umfüllen muss. Am Ende jedoch lohnte sich das akkurate Arbeiten und in allen Gruppen konnte erfolgreich ein Mörder oder eine Mörderin mit den verwendeten Methoden überführt werden.

Innovative Plattform für Mathematik-Lehrende

EU-Projekt "AuthOMath" unter der Leitung von Prof. Dr. Guido Pinkernell entwickelt Onlinetool für digitale Mathematikaufgaben

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg hat die Federführung bei einem neuen internationalen Projekt inne: Gemeinsam mit Partnern aus Großbritannien, Österreich und Spanien soll ein Online-Autorensystem entwickelt werden, mittels dessen Lehrkräfte digitale Mathematikaufgaben mit interaktiven Elementen und adaptivem Feedback selbst erstellen können. Die Leitung von dem Vorhaben "Authoring Online Material with Multimodal, Dynamic and Interactive Aplets and Automated Feedback for Learning Math" (kurz "AuthOMath") hat Professor Dr. Guido Pinkernell (Abteilung Mathematik) inne.

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Gefördert wird das Projekt bis Oktober 2023 im Rahmen von Erasmus+, dem Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union.

Studien zeigen, dass Unterricht insbesondere dann erfolgreich ist, wenn Lehrer:innen Arbeitsaufträge klar formulieren, präzise Fragen stellen und individuelle Rückmeldungen bzw. Unterstützung geben. Mit Lernplattformen, die lediglich eingescannte Lernmaterialien zum Download bereitstellen, ist ein lehrerzentrierter Unterricht jedoch kaum möglich. Dabei verfügen digitale Medien gerade für den Mathematikunterricht über großes Potenzial: So können mittels intelligenter Programme zum Beispiel Lösungswege automatisiert überprüft werden, was Lehrenden wiederum Raum für individuelle Hilfestellung schafft.
Erste entsprechende Plattformen seien zwar bereits verfügbar, gleichwohl stehe man noch am Anfang der Entwicklung, erklärt Professor Pinkernell: "Mit STACK Assessment können zum Beispiel mathematische Fragen gestellt werden. Und auf GeoGebra finden Lehrkräfte kostenlose Unterrichtsmaterialien und können den Fortschritt ihrer Schüler:innen überprüfen. Es gibt jedoch bislang keine Plattform, die sowohl didaktisch sinnvolle Unterrichtsmaterialien bereitstellt als auch über eine Feedbackfunktion verfügt. Im Rahmen von 'AuthOMath' wollen wir daher die Stärken von STACK Assessment und GeoGebra kombinieren sowie um didaktische Konzepte zur Erstellung von Aufgaben für den Mathematikunterricht erweitern."

Das Heidelberger Team arbeitet hierzu mit Professor Christopher J. Sangwin (University of Edinburgh), der STACK Assessment entwickelt hat, und Professor Markus Hohenwarter (Universität Linz), dem Autor von GeoGebra, zusammen. Sie werden von Professor Jose-Manuel Diego-Mantecón (Universidad de Cantabria) und Dr. Zsolt Lavicza (Linz) unterstützt. Die GeoGebra GmbH begleitet das Vorhaben als assoziierter Partner. Bis Ende 2023 soll so eine sogenannte "Open Educational Resources"-Plattform entwickelt werden, die Angebote auf Deutsch, Englisch und Spanisch kostenfrei zur Verfügung stellt. Sie soll sich nicht nur Mathematik-Lehrkräften richten, sondern auch in der Lehrkräfteaus- und -weiterbildung eingesetzt werden können.

Klimaschutzmanager:in für die Hochschulen der Region

Entwicklung und Durchführung von Klimaschutzkonzepten - Hochschule Mannheim als Standort

[red] Der Klimaschutz und das Erreichen einer treibhausgasneutralen Landesverwaltung bis zum Jahr 2030 hat für die Landesregierung hohe Priorität. Gemäß der Hochschulfinanzierungsvereinbarung sollen die Hochschulen hierbei eine Vorreiterrolle übernehmen. Dazu werden nun an den nicht-universitären baden-württembergischen Hochschulen über das Land verteilt neun Klimaschutzmanager:innen eingestellt. Die Hochschule Mannheim wird Leithochschule im Bauamtsbezirk Mannheim/Heidelberg, verantwortlich auch für die DHBW Mannheim, die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Musikhochschule Mannheim.

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Das Thema Nachhaltigkeit und Klimaschutz wird direkt im Rektorat verortet. Die Aufgabe als Klimaschutzmanager:in für die vier Standorte ist die Entwicklung und Durchführung von Klimaschutzkonzepten. Ein großes Potenzial für den nachhaltigen Klimaschutz ist auf der baulich-technischen Seite zu sehen. Deshalb wird diese Person Bindeglied zum Amt Mannheim des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg, um die Abstimmung zu erleichtern und zu beschleunigen.

"Das Thema Klimaschutz ist an der Hochschule Mannheim, insbesondere vor dem Hintergrund der zahlreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen, hochrelevant. Die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den uns zugeordneten Hochschulen ist besonders wichtig, da diese vor ähnlichen Herausforderungen stehen", so die Kanzlerin Claudia von Schuttenbach. Durch das Ausnutzen von Synergieeffekten erhoffen sich die Hochschulleitungen, die im engen Kontakt miteinander stehen, ein koordiniertes und schlagkräftiges Agieren auf dem Gebiet des Klimaschutzes. Die Stellenausschreibung an der Hochschule Mannheim wird noch im März 2022 erfolgen.

Quelle: MRN-NEWS, 16.03.2022

"In meiner letzten Schule hat sich vieles verändert…"

Über die Auseinandersetzung mit Biografien und Lebenswelten. Text: AW-ZIB

Mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung (AW-ZIB) geht die Hochschule in der Bildung neue Wege: An dem Zentrum arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungserfahrungen gemeinsam zu Querschnittsaufgaben der Inklusion. Personen, die zuvor in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet haben, ergänzen nach einer drei-jährigen Vollzeitqualifizierung zur Bildungsfachkraft mit ihren Inklusion- und Exklusionserfahrungen die fachwissenschaftliche Lehre. Erfahren Sie, warum Bildungsfachkraft Michael Gänßmantel der Austausch über seine Bildungsbiografie besonders wichtig ist.

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Im Wintersemester 2021/2022 haben die Bildungsfachkräfte ca. 1000 Studierenden sowie Kongressteilnehmenden im Rahmen verschiedener Bildungsangebote einen Einblick in die Lebenswelt von Menschen mit Behinderungserfahrung gegeben. An Fach- und Hochschulen spricht Michael Gänßmantel regelmäßig über die eigene Bildungsbiografie. Dabei vermittelt er Studierenden seine persönlichen Lernerfahrungen und verdeutlicht, welche Eigenschaften in seinen Augen eine gute Lehrkraft auszeichnen.

Gänßmantel berichtet: "Als Kind und Jugendlicher musste ich oft die Schule wechseln. An meine ersten Schuljahre habe ich nicht so gute Erinnerungen. Die Lehrer:innen waren sehr streng und ungeduldig. Die Förderung war für mich nicht gut. Es wurden keine Unterschiede zwischen den Kindern gemacht. Wir haben eher praktische Dinge gelernt, zum Beispiel wie man mit dem Bus fährt oder wie man kocht. Was wir wenig gemacht haben, sind theoretische Inhalte in Mathe oder Deutsch. Auch Fremdsprachen (Englisch) hat es gar nicht gegeben. Mit den Mitschüler:innen hatte ich auch nicht so ein gutes Verhältnis. Oft waren die Schulen nicht bei mir im Ort, sondern außerhalb. Die Schule hat meist um 7:45 Uhr begonnen, ich wurde von einem Fahrdienst mit einem kleinen Bus um 6:45 Uhr abgeholt und dann zur Schule gefahren. Das hatte zur Folge, dass ich sehr früh raus musste, meistens um 5:45 Uhr. Das war nicht immer einfach.

Aber in meiner letzten Schule hat sich vieles verändert. Ich habe mich immer gefreut, dorthin zu gehen, deswegen war das frühe Aufstehen dann auch nicht mehr so schlimm. Ich habe mich von den Lehrer:innen und auch den Mitschüler:innen ernst genommen gefühlt und hatte da zum ersten Mal Freunde. Ich habe an der Schule sehr viel gelernt. Meine Lehrer:innen und ich haben zusammen ausprobiert, wie ich gut lernen kann. Wir haben zusammen Methoden entwickelt, die mir beim Lernen geholfen haben. Ich konnte den Lehrer:innen gegenüber auch mehr meine Wünsche äußern. Darüber, wie ich am besten lernen kann. Besonders Mathe hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich habe auf meiner letzten Schule viel Neues gelernt, zum Beispiel das Bruchrechnen. Auch das Lesen und Schreiben habe ich dort noch mehr gelernt, zum Beispiel auch die kleinen Buchstaben zu lesen."

Gänßmantel ist es besonders wichtig, zukünftigen Lehrer:innen und Referendar:innen seine Bildungsbiografie zu vermitteln, "weil sie dann noch besser lernen und verstehen, wie man Schüler:innen nach ihren Stärken und Bedürfnissen richtig fördert."

Die Bildungsfachkraft ergänzt: "Ich möchte, dass sie auch verstehen, dass es wichtig ist, geduldig zu sein, wenn jemand etwas nicht sofort versteht. Dass man auf die Schüler:innen eingeht und sie individuell unterstützt. Dass man die Arbeit von den Schüler:innen auch wertschätzt. Dann ist es für die Schüler:innen auch einfacher zu lernen. Wenn man individuell gefördert wird, fühlt man sich gleich viel besser, es fällt einem dann auch leichter, die eigenen Stärken zu erkennen. Dadurch entsteht dann auch keine Unterforderung oder Überforderung. Und man fühlt sich auch viel wohler."

Durch die Auseinandersetzung mit den individuellen Biografien und Lebenswelten von Menschen mit Beeinträchtigungen werden die Teilnehmenden der Bildungsangebote angeregt, über ihre eigenen Vorstellungen und Bilder von Menschen mit Behinderung nachzudenken, diese zu reflektieren sowie inklusive Ideen für die eigene Berufspraxis weiter zu entwickeln.

Wir freuen uns auf viele weitere Begegnungen und interessante Diskussionen im Sommersemester 2022!

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib sowie auf www.instagram.com/aw_zib bzw. www.twitter.com/zib_aw.

Bildungsangebote stark nachgefragt

Neues aus dem AW-ZIB. Text: AW-ZIB

Im Annelie Wellensiek-Zentrum für inklusive Bildung (AW-ZIB) tut sich einiges seit Jahresbeginn: Bewerbungsgespräche für zwei neue Bildungsfachkräfte fanden im März statt, außerdem wurde eine Juniorprofessur für inklusive Bildung ausgeschrieben. Das AW-ZIB beteiligt sich zudem am baden-württembergischen Weiterbildungsangebot "Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen" (KuLO) mit einem Modul zum Thema Barrierefreiheit.

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Ab Oktober 2022 werden voraussichtlich zwei weitere Personen mit Behinderungserfahrung am AW-ZIB zu Bildungsfachkräften (nach-)qualifiziert. Damit soll auch die Erfahrungsexpertise im Bereich des inklusiven Unterrichts erweitert werden. Nach Informationsveranstaltungen in der Heidelberger Werkstatt für behinderte Menschen und der Hospitation von Bewerber:innen an Bildungsangeboten, fanden im März 2022 erste Bewerbungsgespräche statt.

Ebenfalls im März 2022 wurde eine W1 Juniorprofessur für Inklusive Bildung ausgeschrieben, erwünschte Besetzung ist zum Oktober 2022. Die Ausschreibung erfolgte mit Tenure Track auf eine W3 Professur (bei positiver Evaluation nach sechs Jahren). Prof. Dr. David Scheer hatte die W1 Juniorprofessur für Inklusive Bildung für ein Jahr inne und wechselte im Oktober 2021 auf eine W3-Professur an die PH Ludwigsburg.

Die Nachfrage an Bildungsangeboten, ausgebracht durch die Bildungsfachkräfte, ist sehr groß. Ziel des AW-ZIB war es daher von Anfang an, eine Neuqualifizierung im Süden Baden-Württembergs vorzubereiten und auf den Weg zu bringen. Eine erste Informationsveranstaltung von interessierten Projektpartner:innen (Bildungsträger und hochschulische Kooperationspartner) fand am 9. März 2022 statt. Frühester möglicher Termin für den Start der Neuqualifizierung ist Oktober 2023.

Wie lernen Kulturinstitutionen, flexibel auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen und Diskurse zu reagieren? Wie können sie sich digital und nachhaltig für neue Zielgruppen öffnen? Und was ist notwendig, um eine Transformation in den Kunst- und Kultureinrichtungen herbeizuführen? Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Weiterbildungsangebots "Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen" (KuLO), das am 24. Februar 2022 mit einer digitalen Auftaktveranstaltung in die Umsetzung gestartet ist. Mit rund 80 Teilnehmenden aus ganz Baden-Württemberg ist das berufsintegrierende Qualifizierungsprogramm vollständig ausgebucht. Auch das Modul zum Thema "Barrierefreiheit", das im AW-ZIB verantwortet wird, ist voll belegt: Wir freuen uns sehr, unter anderem mit Museen, Theatern, Kulturämtern, Schlossverwaltungen und Volkshochschulen daran zu arbeiten, wie sie die Bedarfe von Menschen mit Behinderung besser erfüllen können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib sowie auf www.instagram.com/aw_zib bzw. www.twitter.com/zib_aw.

Schule im digitalen Wandel

Online-Fachtagung „digi@school“ erneut mit hoher Nachfrage – Fokus auf konzeptioneller Verankerung von digitalen Medien in Schulen

[red] Die Online-Fachtagung "digi@school" findet in diesem Jahr unter dem Titel "Schule im digitalen Wandel" am 31. März und 1. April statt. Rund 700 Lehrkräfte aus unterschiedlichen Bundesländern haben sich für das umfangreiche Tagungsprogramm angemeldet. Die erneut stark gestiegene Nachfrage zeigt, dass sich digi@school zu einer Veranstaltung mit überregionaler Strahlkraft entwickelt hat – ganz unabhängig von pandemiebedingten Ad Hoc-Anforderungen an Schulen, Schulleitungen und Lehrkräfte.

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Die Fachtagung wird gemeinsam von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, dem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg Regionalstelle Mannheim, der Hopp Foundation, dem Medienzentrum Heidelberg und seit diesem Jahr auch dem Stadtmedienzentrum Mannheim durchgeführt.

Prävention, digitales Prüfen und Zusammenarbeit mit Eltern
Der Fokus der Onlinetagung liegt bei ihrer zweiten Auflage noch stärker auf dem konzeptionell verankerten, längerfristigen Einsatz digitaler Medien an Schulen. Dabei kommen auch Themenbereiche wie Prävention, digitales Prüfen und die Zusammenarbeit mit den Eltern zur Geltung. Da Wandel als dynamischer Prozess Veränderung und Bewegung beinhaltet, bereichert Bewegung in Form von angeleiteten Bewegungspausen die verschiedenen Angebote der Fachtagung.

Anforderungen einer sich wandelnden Lebenswelt
"Einige inhaltliche Aspekte der Fachtagung haben wir in den vergangenen Monaten weiterentwickelt, neue Kooperationspartner:innen sind hinzugestoßen und auch unser Erscheinungsbild hat sich vereinheitlicht", erklärt Antje Schröder-Schulz, Geschäftsführerin der Professional School der Pädagogischen Hochschule. "Geblieben ist der gemeinsame Wunsch, Schulen und Schulteams im digitalen Wandel von Unterricht und Schulleben zu begleiten, zu ermutigen und zu inspirieren", sagt Dr. Petra Hasselbach, Leiterin des Arbeitsfelds Beratung der ZSL-Regionalstelle Mannheim. Robert Bittner, Leiter des Medienzentrums Heidelberg, ergänzt: "Entscheidend ist, dass Schule sich den Anforderungen einer sich wandelnden Lebenswelt bewusst wird. Digitalisierung ist Teil eines gesellschaftlichen Wandels und Diskurses, in dem sich Lehrende und Lernende positionieren müssen."

Erweitert: Tagungsplattform "Wonder"
Neben den bereits etablierten Formaten der Keynotes, Sessions und Podien erwartet die Teilnehmenden ein erweitertes Angebot zum Austausch und zur Vernetzung über die Tagungsplattform "Wonder". In "Lounges", die nach Schularten aufgeteilt sind, können die Teilnehmenden gezielt mit Berater:innen und Expert:innen in Kontakt treten, um ihre individuellen Fragen und Anliegen in Bezug auf den digitalen Wandel zu besprechen. Auf dem "Wonder-Marktplatz" informieren gemeinnützige Organisationen über ihre Unterstützungsangebote und Good Practice Beispiele.

Digi@school wird den digitalen Wandel auch in den kommenden Jahren fachkundig begleiten und den Schulen in der Region ein Netzwerk für Beratung und Implementierung der gewonnenen Ideen und Eindrücke bieten.

Weitere Informationen zu der Tagung finden Sie unter www.digiatschool.de.

 

Kontakt
Pädagogischen Hochschule Heidelberg
Keplerstraße 87
D-69120 Heidelberg

Fachfragen
Antje Schröder-Schulz            
Professional School
Geschäftsführerin
+ 49 6221 477-514
E-Mail
Presseanfragen
Verena Loos
Presse & Kommunikation
Pressesprecherin
+49 6221 477-671
E-Mail

Neue Mitarbeitende und ehemalige Mitglieder

Personalia der Hochschule im Überblick

[hop] Wer ist neu an der Hochschule? Wer arbeitet in welchem Projekt? Welche Professur und welche Sekretariatsstelle sind wieder besetzt worden? Schauen Sie doch einfach mal im Forum Mitarbeitende im internen Bereich vorbei: Hier finden Sie die aktuellen Neuzugänge der Hochschule – und auch die Personen, die nicht mehr an der PH sind. Vielleicht entdecken Sie hier neue Kolleg:innen – oder Menschen, die in Ihrem engeren Arbeitsbereich tätig waren. Und wenn Sie ein berufliches Jubiläum feiern, lassen Sie uns das wissen. Wir berichten gerne darüber!

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Dem Klimawandel trotzen

Neues Gewächshaus im Ökogarten - regionale Lebensmittelproduktion stärken. Text: Prof. Dr. Lissy Jäkel

Starkwetterereignisse nehmen zu und erschweren den Anbau von Gemüse in der Region. Nachdem im Jahr 2021 durch solche Kapriolen die Ernte von Zucchini oder Kürbissen im Ökogarten ausgefallen war, wird nun vorgebaut. Aus Mitteln des Projektes Hochschulgarten: "BNE für alle - Klimatage im Ökogarten", gefördert vom Wissenschaftsministerium, konnte im Dezember 2021 ein Gewächshaus angeschafft werden. Dies wurde nun aufgestellt und ist bereit für eine Anzucht von Gemüsepflanzen für den Ökogarten und die Hochbeete der Seminarwiese. Bei dieser Aktion wurde der Boden nicht versiegelt, sondern steht weiterhin für die Pflanzenwurzeln und Bodentiere offen.

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Ermöglicht wurde das Projekt auch durch den Einsatz von vielen tatkräftigen Mitarbeitenden aus der Verwaltung, Kirsten Achtstätter vom Biologie-Sekretariat und den FÖJ-Aktiven.

Das Gewächshaus ergänzt auch die Arbeit mit den Studierenden auf vielfältige Weise. Denn es reicht ja nicht, sich in Seminaren über die Vorzüge regionaler und saisonaler Produktion von Lebensmitteln oder die Aussagekraft von Siegeln und den Gesundheitswert von Gemüse und Obst auszutauschen. Die eigentliche "Kunst" besteht darin, Gestaltungskompetenz auszubilden und selbst Erfahrungen zu sammeln, damit die spätere schulische Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in den Schulgärten und im Schulumfeld gelingt. Der Ökogarten eröffnet jederzeit Studienangebote, um sich mit Ökologie und Stoffkreisläufen, den Kulturtechniken von Obstanbau, Gemüseproduktion, Getreideanbau sowie der Erhaltung von wilden Tieren und Pflanzen praktisch und theoretisch zu bilden. Durch die Erhaltung der Biodiversität und der belebten Vegetation im Siedlungsraum statt weiterer Versiegelung und Bebauung unternimmt auch der Ökogarten viel, um dem Klimawandel nach Kräften entgegenzuwirken.

In diesem Kontext werden die Öffentlichkeit und natürlich insbesondere die gesamte Hochschule bereits jetzt zum zweiten Klimatag in den Ökogarten am 21. Juni eingeladen. Besuche oder Seminare im Garten sind darüber hinaus natürlich jederzeit möglich.

Internationalität und eine globale Perspektive

Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Hochschule am 17. Februar – Vortrag mit interessanten Reiseeindrücken aus Mittelamerika. Text: Lissy Jäkel

Am 17. Februar 2022 fand die Mitgliederversammlung des Freundeskreises der Pädagogischen Hochschule Heidelberg e.V. statt. Der Vorstand wurde wiedergewählt. Zur Förderung von kultureller Arbeit im Jahr 2022 fasste die Mitgliederversammlung Beschlüsse zum Finanzplan. Internationalität und die Berücksichtigung der globalen Perspektiven des täglichen Handelns stellen ein wesentliches Charakteristikum der Arbeit des Freundeskreises dar. Prof. Dr. Klaus Hupke stellte in Einklang mit diesen Zielen Eindrücke einer Studienfahrt nach Mittelamerika auf der Mitgliederversammlung vor.

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Nach Satzung des Freundeskreises gehören die Förderung von sozialen Interaktionen und des kulturellen Lebens an der Hochschule zu den gemeinsamen Zielen. Folgerichtig gab Prof. Dr. Klaus Hupke auf der Mitgliederversammlung den Anwesenden einen authentischen Einblick in eine Tradition von Studienfahrten, in diesem Fall auch nach Mittelamerika. Solche und weitere Studienfahrten wurden vom Verein gefördert, um Studierenden im Rahmen der Hochschullehre Einblicke in globale Zusammenhänge, andere Kulturen, Naturräume und soziale Strukturen zu geben. Klaus Hupke stellte mit den Studienfahrten nach Kuba ein faszinierendes Land Mittelamerikas vor. Er entwickelte ein differenziertes Bild anthropogeographischer Strukturen, sozialer, bildungspolitischer und auch wirtschaftlicher Aspekte. So wurden Einblicke in ein funktionierendes Bildungssystem oder eine Gesundheitsvorsorge für alle Bürger:innen deutlich: Im Februar 2022 war 90 Prozent der kubanischen Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Bereits Kleinkinder ab zwei Jahren werden geimpft und das lateinamerikanische Land verwendet ausschließlich selbst entwickelte Impfstoffe. Dabei wurden Technologien bzw. Vakzine adaptiert, die bereits seit Jahrzehnten zur Impfung von Kleinkindern gegen Tetanus verwendet wurden.

Referent Klaus Hupke beantwortete auch Fragen der Mitglieder zu konkreten Reisemöglichkeiten nach Kuba oder den relevanten Währungen. Der spannende Vortrag ergänzte die laut Satzung üblichen Tagesordnungspunkte einer Mitgliederversammlung - denn es ist dem wiedergewählten Vorstand stets ein Anliegen, die Interessen von Studierenden, Mitarbeitenden sowie ehemaligen Hochschulangehörigen zu verbinden und nicht bei Formalitäten stehen zu bleiben.

Für die Erstellung des Finanzplans und die Verwaltung der Unterkosten gebührt der wiedergewählten Schatzmeisterin Janine Jahnke besonderer Dank, ebenso den beiden Kassenprüfern Prof. Mario Urlass und Verena Loos sowie Doris Schmitt für das verlässliche Sekretariat des Freundeskreises. Freuen wir uns auf ein reges kulturelles Leben an der Hochschule im Jahr 2022.

 

Elternbildung und Empowerment

Veranstaltungsreihe des Hei-MaT-Zentrums erfolgreich gestartet – Ziel: Vernetzung von Akteur:innen in der Metropolregion Text: Isabelle Alan und Prof. Dr. Havva Engin

Das Hei-MaT-Zentrum an der Hochschule führte am 10. März die erste digitale Fachveranstaltung zur neuen Veranstaltungsreihe "Elternbildung und Empowerment – vielfältig und diversitätssensibel" durch. Ziel ist, Ange- bote und Beispiele guter Praxis aus der Metropol-Region Rhein-Neckar einer breiteren Fachöffentlichkeit bekannt zu machen und so zur Netzwerk- bildung beizutragen. Es wurden Akteur:innen aus der Schulverwaltung, den Schulen, Beratungs- sowie Migrationsorganisationen aus dem Rhein-Neckar-Kreis, aus Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und vom Kreis Bergstraße/ Viernheim eingeladen. 30 Fachkräfte haben teilgenommen.

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In das Netzwerk-Konzept der Veranstaltungsreihe führten Prof. Dr. Havva Engin und Isabelle Alan ein: Viele Familien mit Migrationserfahrung, insbesondere diejenigen mit Fluchterfahrung, sind verschiedenen Benachteiligungsdimensionen (Gender, Ethnie, Religion, soziale Herkunft) ausgesetzt. Sie benötigen proaktiv Bildungsunterstützung sowie Empowerment, mit dem Ziel der Ermöglichung besserer Partizipationschancen durch entsprechende Elternbildungsangebote. Vorliegende Studien weisen darauf hin, dass Familienbildungsprogramme die soziale Integration der jeweiligen Familien unterstützen und dadurch helfen, eine Brücke in die Gesellschaft zu schlagen.

Gemeinsam stark! Eltern-Kinder-Schule in Mannheim
Auf der Fachveranstaltung berichteten drei Referentinnen aus ihrem jeweiligen Bundesland. Heike Fleischmann, Abteilungsleiterin der Bildungsplanung und Schulentwicklung des Fachbereichs Bildung in Mannheim, stellte das Grundschulprojekt "Gemeinsam stark! Eltern-Kinder-Schule" vor, das im Mannheimer Stadtteil Jungbusch verortet und mit Partnerorganisationen umgesetzt wird. Es richtet sich vornehmlich an Familien aus Südosteuropa (Bulgarien, Rumänien, Türkei) mit geringen Deutschkenntnissen und problematischer sozioökonomischer Ausgangslage. Angestrebt wird, das Bildungsniveau der Eltern zu erweitern, ihre Motivation zu stärken, am Schulleben der Kinder teilzunehmen und ihr Vertrauen durch Ad-hoc-Beratungen aufzubauen. Zentrale Anlaufstelle für die Zielgruppe bildet die Elternschule, die multifunktionell auch als Elterncafé für Deutschkurse sowie weitere Eltern-Angebote genutzt wird.

Leseförderzentrum in Viernheim
Aus Viernheim war der Bildungsverein Lernmobil e.V. vertreten. Dr. Brigitta Eckert stellte erfolgreiche Projekte wie das "Leseförderzentrum" vor, das seit 2016 als Angebot in Intensivklassen, in Regelklassen und für Kinder mit diagnostiziertem Leseförderbedarf stattfindet. Im Projekt "mitSprache" werden so genannte "ElternbegleiterInnen" mit Migrationshintergrund ausgebildet, die andere Migrationsfamilien unterstützen. Ein anderes Elternangebot ist der modulare Kurs "Als Familie sind wir stark!", der sich insbesondere an Familien mit Fluchterfahrung richtet und Eltern Raum bietet, über biographische Erfahrungen, kulturelle Identitäten und Werte zu sprechen.

SprachmittlerInnen als BrückenbauerInnen in Ludwigshafen
Als dritte Referentin sprach Rosanna Sambito-Cavallaro, Organisatorin des Internationalen Frauentreffs in Ludwigshafen, über das seit 2010 bestehende Konzept der "SprachmittlerInnen als BrückenbauerInnen". Es handelt sich hierbei um 38 Männer und Frauen mit Migrationshintergrund, die Kenntnisse in insgesamt 36 Sprachen mitbringen, um Migrant:innen und Institutionen in (konfliktären) Beratungskontexten kultursensibel zu unterstützen. Die Qualifizierung der SprachmittlerInnen als BrückenbauerInnen erfolgt im Rahmen des IHK-Zertifikatslehrganges SprachmittlerInnen; die institutionellen Einsätze werden dokumentiert und mithilfe von Einsatzgutscheinen finanziell honoriert.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die Teilnehmenden angeregt über Möglichkeiten der Vernetzung und betonten die Bedeutung von bundeslandübergreifenden Netzwerken. Das Hei-MaT-Zentrum plant, die Netzwerkreihe im Sommersemester mit zwei Fachveranstaltungen weiterzuführen.

Körper – Stimme – Haltung

Maria Luise Gebauer und Dr. Friderike Lange von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über ihren Onlinekurs zu Grundlagen der Sprecherziehung. Text: Laura Kaiser

Im ersten digitalen Gastvortrag 2022 stellten Maria Luise Gebauer und Dr. Friderike Lange von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg den Onlinekurs "Körper – Stimme – Haltung" des dortigen Zentrums für Lehrer:innenbildung etwa 60 Teilnehmenden vor. Die digitale Lernplattform, die 2020 online ging, thematisiert Grundlagen der Sprecherziehung. Zielgruppe sind vor allem Studierende im Lehramt, die sich neben ihrem eigentlichen Studium mit diesem Thema beschäftigen wollen.

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Zunächst wurde von den Referentinnen Maria Luise Gebauer und Dr. Friderike Lange bei den Teilnehmenden erfragt, wer im Studium schon einmal Berührung mit Sprecherziehung und der Thematik der Stimme hatte. Hierbei zeigte sich, dass die Erfahrungen hinsichtlich sprecherzieherischen Wissens und Erfahrungen sehr unterschiedlich waren. Dann folgte die Vorstellung der Onlineplattform und deren Entstehung: So kam die Idee einer digitalen Lernplattform für das Format der Sprecherziehung bereits 2016 auf. Von 2017 bis 2020 wurde schließlich an der Umsetzung gefeilt, sodass die Seite im März 2020 online ging.

Zielgruppe der Plattform sind insbesondere Studierende im Lehramt, die neben ihren Studieninhalten wenig Zeit haben, sich mit der Thematik der Sprecherziehung auseinander zu setzen. Dementsprechend wurden das Format und die Aufmachung der Webseite mithilfe kurzer, prägnanter Videos an diesen Rahmen angepasst. Die Medien sollen die Präsenzlehre an der Hochschule ergänzen und gleichzeitig alltagsnah und praxisbezogen sein. Aufgrund der beginnenden Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 konnten die Plattform eigentlich noch nicht ergänzend zu Präsenzveranstaltungen genutzt werden. Dennoch kann das meistgeklickte Video der Webseite mehr als 70.000 Aufrufe verzeichnen. So berichteten die Referentinnen, dass die Webseite an verschiedenen Hochschulen in ganz Deutschland genutzt wird und die Resonanz von Studierenden und Dozierenden positiv sei.

Um die Möglichkeiten der Webseite erfahrbar zu machen, luden die Referentinnen alle in der Veranstaltung Anwesenden dazu ein, das Angebot selbst zu testen. Hierzu sollten zwei Videos gesucht und angeschaut werden. In der anschließenden Gesprächsrunde gab es viel positives Feedback für die beiden Referentinnen: Die Inhalte der Videos seien humorvoll und gleichzeitig mit der nötigen Ernsthaftigkeit dargestellt und lüden zum Mitmachen ein.

Die Referentinnen wiesen abschließend darauf hin, dass es sich bei dem Programm um ein kostenloses Onlineangebot handelt, das auch außerhalb der Hochschullehre, z.B. im Rahmen der Stimmtherapie geteilt, genutzt und weiterempfohlen werden darf. Hier geht es zur Webseite des Programmes „Körper – Stimme – Haltung“: https://koerperstimmehaltung.zlb.uni-halle.de/

Mehr Handlungssicherheit für den Schulalltag

Teilnehmende schließen neues Kontaktstudienangebot zum religiös begründeten Extremismus mit Erfolg und großer Zufriedenheit ab. Text: Antje Schröder-Schulz

Obwohl der Samstag deutlich fortgeschritten ist, wird in Raum zoom06 noch angeregt diskutiert. In diesem virtuellen Raum treffen sich seit dem Morgen die Teilnehmenden und Dozierenden des Kontaktstudiums "Religiös begründeter Extremismus – Islamismusprävention in Bildungseinrichtungen" zu einem Abschlusscolloquium. Ziel des Angebots ist, Lehrkräfte zu befähigen, religiös begründeten Extremismus und insbesondere Islamismus zu erkennen und kompetent mit ihm umzugehen.

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Prof. Dr. Havva Engin von der Pädagogischen Hochschule leitet das Angebot und kooperiert dabei mit den Vereinen Mosaik Deutschland, dem Weissen Ring sowie SicherHeid und Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar.

Dass das Kontaktstudium trotz des vergleichsweise kompakten Formats mit einer Dauer von drei Monaten und insgesamt drei zweitägigen Workshopblöcken mit dazugehörigen Phasen der Anwendung und Vertiefung im Selbststudium gelungen ist, zeigen nicht nur die sensiblen und differenzierten Fallanalysen und Kommentare im Abschlusscolloquium, sondern auch die Rückmeldungen der Teilnehmenden. "Ich kenne nun einschlägige Beratungsstellen und habe Materialien zum Nachlesen. Am wichtigsten ist jedoch, dass ich ein Netzwerk aufgebaut habe und auf die Kontakte zurückgreifen kann, wenn ich einen Fall habe," resümiert eine Teilnehmende den Nutzen der Weiterbildung für ihre berufliche Tätigkeit. Andere heben einen besseren Umgang mit Schüler:innen und Studierenden und mehr Handlungssicherheit in verschiedenen Situationen in der Schule sowie in der kollegialen Beratung hervor.

Der persönliche Kontakt und der intensive Austausch mit Expert:innen aus verschiedenen Fachbereichen und Arbeitskontexten unterscheidet das neue Weiterbildungsmodul der PH Heidelberg von bereits existierenden Angeboten zum dem Thema. "Ich arbeite schon seit etlichen Jahren in unterschiedlichen Kontexten mit den Kolleg:innen der kooperierenden Einrichtungen zusammen," so Prof. Dr. Havva Engin, Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Pädagogik und Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik (Hei-MaT). "Die Teilnehmenden profitieren enorm von dieser eingespielten Teamarbeit und dem damit verbundenen Netzwerk."

Voraussetzung für den Erwerb des Hochschulzertifikats, für das sechs ECTS-Punkte vergeben werden, ist eine kontinuierliche Teilnahme, die Bearbeitung mehrerer kleinerer Reflexions- und Anwendungsaufgaben sowie die Präsentation und schriftliche Ausarbeitung einer Fallanalyse. "Die pandemiebedingte kurzfristige Umstellung auf ein komplettes Online-Format war für alle eine Herausforderung," berichtet Dženeta Isaković, Referentin des Kooperationspartners Mosaik Deutschland. "Umso mehr freut es mich, dass die Teilnehmenden so verlässlich und engagiert im virtuellen Raum gearbeitet haben und allesamt den Kurs erfolgreich mit einem Zertifikat abschließen."

In der dreimonatigen berufsbegleitenden Weiterbildung erwerben die Teilnehmenden u.a. die Kompetenz, verschiedene Formen von Radikalisierung und Extremismus zu unterscheiden und Wirkmechanismen von Anwerbeversuchen zu verstehen. Hinzu kommen didaktische Anregungen für die Sensibilisierungsarbeit im Unterricht sowie die Kompetenz, in begründeten Verdachtsmomenten die Gefahrenlage abzuschätzen und gemeinsam mit der Schulleitung sowie ggf. Akteur:innen der Prävention konkrete Schritte für ein angemessenes Vorgehen einzuleiten.

Das Kontaktstudium wird durch die Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg koordiniert und von der Muslimischen Akademie Heidelberg i. G. finanziell unterstützt. Die erneute Durchführung als überregionales Online-Format ist für den Herbst/Winter 2022/2023 geplant. Interessierte können sich gerne über eine E-Mail dafür vormerken lassen und werden dann automatisch über den Beginn der neuen Bewerbungsphase informiert.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot/zertifikats-und-kontaktstudien.html

Online-Seminare bewegt gestalten

Mit Schwung durch den Online-Marathon. Autor: Robert Rupp

[red] In digitalen Lernformaten dominiert eine sitzende Lern- und Arbeitshaltung vor dem Bildschirm. Dies hat nicht nur schnelle Ermüdung, inneres Abschalten und Konzentrationsprobleme zur Folge - die langen Sitzzeiten führen auch zu einem Gesundheitsrisiko. Dieses essential zeigt die Gefahren des übermäßigen Sitzens. Basierend auf aktuellen Erkenntnissen der Gesundheits- und Lernforschung wird ein aktivierender Ansatz vorgestellt, der mit ganz einfachen kleinen Maßnahmen für mehr körperliche Bewegung und Sitzunterbrechungen in Online-Seminaren sorgt.

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Online-Seminare werden lebendiger, kurzweiliger und produktiver. Jede Mikrobewegung ist ein kleiner gesundheitsfördernder Beitrag für Lernende und Lehrende. Das essential enthält praxisanregende Empfehlungen sowie konkrete, einfach anwendbare Methoden aus der digitalen Lehrpraxis.

Der Inhalt
• Vorteile bewegten Lernens
• Online-Seminare mit dem Wellen-Prinzip dynamisieren
• Bewegende Methoden für Online-Seminare
• Tipps für die Praxis

Die Zielgruppen
• Hochschullehrende und Dozierende in der Fort- und Weiterbildung
• Lehrkräfte, Trainer:innen sowie Gesundheitsmanager:innen

Weitere Informationen Springer Verlag Wiesbaden, 2022, eBook, EUR 4.48, ISBN: 978-3-658-36558-5; Softcover Book EUR 14.99, ISBN 978-3-658-36557-8
Hier geht es zum Buch-Link: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-36558-5#about

Dr. Robert Rupp arbeitet als Erziehungswissenschaftler in der Abteilung Prävention und Gesundheitsförderung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die Entwicklung bewegungsaktivierender Lehr-Lernkonzepte ist ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit.

Schriftspracherwerb in der Fremdsprache

Englischdidaktikerin Prof. Dr. Jutta Rymarczyk veröffentlicht mit Wuppertaler Kollegin neuen Forschungsband

[red] Die Bedeutung der Schriftsprache im Fremdsprachenunterricht der Grundschule hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Während in frühen Konzeptionen des Fremdsprachenunterrichts das Wortschatzlernen sowie Hörverstehen und Sprechen im Vordergrund standen, heben aktuelle Programme die Bedeutung des Lesens und Schreibens hervor. Den Stand der Forschung beleuchten Prof. Dr. Jutta Rymarczyk, die englische Sprache und ihre Didaktik an der Hochschule lehrt, und die Wuppertaler Anglistin Prof. Dr. Stefanie Frisch in ihrem neuen Forschungsband "Current Research into Young Foreign Language Learners‘ Literacy Skills".

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Das neu erschienene Buch gibt einen Überblick über die Herausforderungen des fremdsprachlichen Schriftspracherwerbs, die Rolle der Leistungsbeurteilung und Effekte innovativer Unterrichtsmethoden. Forscher:innen aus Deutschland, Großbritannien, Portugal und der Schweiz präsentieren ihre Erkenntnisse zu theoretischen und methodischen Aspekten, zur diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften sowie zu bildungspolitischen Fragen.

Frisch, Stefanie/ Rymarczyk, Jutta (Hrsg.): Current Research into Young Foreign Language Learners‘ Literacy Skills. Peter Lang 2022; Berlin et al; 296 Seiten. Hier geht es zur Verlagsbeschreibung: https://www.peterlang.com/document/1181662

Kontakt: Prof. Dr. Jutta Rymarczyk, Institut für Fremdsprachen/Englisch, E-Mail

 

Hochschulratsvorsitzende Prof. Tracy für Lebenswerk geehrt

Deutsche Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) verleiht Linguistin den Wilhelm von Humboldt-Preis

[velo] Professorin Dr. Rosemarie Tracy, Hochschulratsvorsitzende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft (DGfS) mit dem Wilhelm von Humboldt-Preis für ihr linguistisches Lebenswerk ausgezeichnet. Tracy sei eine herausragende Linguistin, die die Forschungslandschaft in der Spracherwerbsforschung maßgeblich geprägt habe, so die DGfS. Sie habe ferner die Konsequenzen, die aus linguistischer Forschung für die Gesellschaft folgen, überaus klar vertreten und nach Kräften bekannt gemacht.

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Die Verleihung fand am 23. Februar 2022 im Rahmen der digitalen DGfS-Jahrestagung an der Universität Tübingen statt. Rosemarie Tracy ist Professorin für Anglistische Linguistik, seit 2019 Seniorprofessorin, an der Universität Mannheim. Durch ihr "langjähriges, konstantes und energisches Engagement im Bereich des kindlichen Spracherwerbs und der Mehrsprachigkeit hat sie die Forschungslandschaft in der deutschen Linguistik maßgeblich verändert", erklärte die DGfS. So befasste sich Tracy früh mit Themen in der Sprachdidaktik und Mehrsprachigkeitsforschung; in den letzten 20 Jahren lag ihr Schwerpunkt auf der Verbesserung des deutschen Schul- und Kindergartenwesens. Die Linguistin betrieb einerseits eine qualitativ hochwertige, innovative und wegweisende Grundlagenforschung und arbeitet andererseits an direkten, praktischen, anwendungsorientierten Initiativen.

Die DGfS hob hervor, dass Tracy die Gabe besitze, "komplexe linguistische Befunde und Einsichten so zu vermitteln, dass sie für eine breite Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden". So wurden sprachwissenschaftliche Erkenntnisse zum Beispiel durch das von ihr mitgegründete Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung MAZEM oder in Form von allgemein zugänglichen Büchern etwa zum Thema "Deutschpflicht auf dem Schulhof" in die Öffentlichkeit hineingetragen.

Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, gratulierte Professorin Tracy zu der Auszeichnung für ihr Lebenswerk: "Professorin Tracy ist eine hervorragende Wissenschaftlerin und erfahrene Hochschulmanagerin: Als Linguistin betreibt sie nicht nur exzellente Grundlagenforschung, sondern überführt ihre Arbeit auch in konkrete, angewandte Konzepte. Ein Aspekt, der sie mit unserer Hochschule verbindet: Auch unsere Forschungsaktivitäten sind häufig anwendungsorientiert und bieten einen Mehrwert für zahlreiche Bildungskontexte. Wir sind daher stolz, dass sie seit 2019 unserem Hochschulrat vorsitzt und dankbar für die Impulse, die von ihr ausgehen. Wir gratulieren Professorin Tracy herzlich zu dem Wilhelm von Humboldt-Preis für ihr linguistisches Lebenswerk."

Weitere Informationen finden Sie unter dgfs.de sowie unter www.ph-heidelberg.de/hochschulrat.

Jessica-Bianca Wessolly erneut Leichtathletik-Meisterin

200 Meter-Titel und neue Saison-Bestzeit für PH-Studentin bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften

[velo] Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) hat ihren Titelgewinn bei den diesjährigen Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften wiederholt: In 23,23 Sekunden sprintete die Studentin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg nicht nur zum 200 Meter-Titel, sondern auch zu einer neuen Saison-Bestzeit. Mit dieser beeindruckenden Leistung konnte Wessolly Laura Müller (Saarbrücken) und Lilly Kaden (Dortmund) auf die weiteren Podestplätze verweisen.

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Es sei zwar nicht alles so abgelaufen, wie sie es sich erhofft habe, so Wessolly: "Aber ich bin glücklich, dass ich es hier dennoch so gut hinbekommen habe. Gerade weil die Saison einfach unfassbar schwer war". Jetzt freue sie sich auf ein paar freie Tage: "Mein Körper braucht eine Pause. Mit den Zeiten, die ich jetzt gelaufen bin, weiß ich aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind und das gibt ein gutes Gefühl."

Die Pädagogische Hochschule Heideberg gratuliert ihrer Studentin zu der Titelverteidigung und wünscht ihr zudem für ihren weiteren Weg als Spitzensportlerin sowie als angehende Lehrerin alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Ein herausragender Kämpfer gegen Doping

Prof. Dr. Gerhard Treutlein ist tot

[red] Prof. Dr. Gerhard Treutlein ist am 14. März im Alter von 81 Jahren nach langer schwerer Krankheit verstorben. Gerhard Treutlein war von 1971 bis 2007 zunächst Assistent, dann Professor im Fach Sportpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Er ist einer der profiliertesten und unermüdlichsten Kämpfer Deutschlands gegen Doping gewesen und hat sich schon früh für die Entwicklung von Präventions- maßnahmen eingesetzt. Für sein Engagement wurde er 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

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Bereits Ende der siebziger Jahre propagierte er einen schülerzentrierten Sportunterricht, der sich in erster Linie an der einzelnen Schülerin bzw. dem Schüler orientiert. Konsequent führte dieses Denken in den Achtzigern zur Mitentwicklung des Körpererfahrungsansatzes der Sportpädagogik, in dem das positive körperliche Erleben im Sport im Mittelpunkt steht und nicht die Orientierung an außengeleiteten Leistungsnormen.

Diese Grundrichtung, nämlich die Orientierung am Menschen, findet sich auch in seinem Engagement im Leistungssport als Leichtathletik-Sektionschef des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband (ADH) von 1972 bis 2007, wo er schon früh den mündigen Athleten propagiert hat.

Sein nationaler und internationaler Bekanntheitsgrad ist vor allem durch seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem Thema Doping bedingt. Hier hat er sich nicht nur als konsequenter Aufklärer profiliert, sondern auch richtungsgebende Präventionskonzepte entwickelt. Für sein diesbezügliches Engagement erhielt er 2009 das Bundesverdienstkreuz und 2016 den Ethikpreis des DOSB (Deutscher Olympischer Sportbund) verliehen

Enge Freunde und Wegbegleiter haben für Gerhard Treutlein eine Gedenkfeier organisiert, die am 1. April von 11 bis 13 Uhr in der Mehrzweckhalle der Pädagogischen Hochschule stattfindet. Die Hochschule wird Gerhard Treutlein ein ehrendes Andenken bewahren.

Weitere ausgewählte Nachrufe aus der deutschen Presselandschaft finden sich hier:
Dopingkämpfer mit starken Nerven: https://www.sueddeutsche.de/sport/treutlein-doping-sport-tod-1.5549806
Großer Kämpfer gegen Doping: https://www.faz.net/aktuell/sport/sportpolitik/doping/gerhard-treutlein-ist-tot-ein-grosser-kaempfer-gegen-doping-17881913.html
Einer der größten Kämpfer gegen Doping in Deutschland: https://www.deutschlandfunk.de/nachruf-sportmediziner-gerhard-treutlein-100.html

Elke Dortenmann ist gestorben

Über dreißig Jahre im Dienst der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

[red] Elke Dortenmann, geboren am 9. Januar 1943, ist am 10. Februar 2022 gestorben. Sie war über dreißig Jahre, von 1973 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2006, in der Verwaltung der Hochschule tätig. Die Trauerfeier war am 4. März 2022 auf dem Friedhof in Heidelberg-Handschuhsheim. Die Urne wird zu einem späteren Zeitpunkt auf hoher See beigesetzt. Die Hochschule wird Elke Dortenmann ein ehrendes Andenken bewahren.

Fit für den Wissenstransfer

Workshops im Transferzentrum im April und Mai

[red] Im April und Mai 2022 finden wieder interessante Workshops im Transferzentrum statt, die wichtige Kompetenzen für gelungene Transferarbeit vermitteln. Die Themen: COWORKING (11.4.) / Wissen-schaftskommunikation (29.4.) / Crashkurs Podcast für Studierende (5.5.) / Stimme und Körperausdruck im virtuellen Raum (9.5.) / Intersektorale Zusammenarbeit (17.5.) / Eventwerkstatt (19.5.) / Social Entrepreneurship (23.5.). Die kostenlosen Workshops sind offen für alle Hochschulmitglieder und andere Interessierte. Informationen sowie Anmeldungsunterlagen finden Sie hier: https://www.ph-heidelberg.de/transferzentrum/events-und-anmeldung.html, Programm (PDF, ca. 0,1MB)

Stelle frei: Evangelische Theologie/Religionspädagogik

Akademische:r Rat/ Rätin zum 1. Oktober 2022 gesucht

[red] Zu den Aufgaben gehört: Lehrveranstaltungen in allen lehramtsbezogenen und sonstigen Bachelor- und Masterstudiengängen, insbesondere im Bereich Biblische Wissenschaften (Altes und/oder Neues Testament). Die Lehrverpflichtung richtet sich nach der LVVO, derzeit sind 14 SWS vorgesehen. Weitere Tätigkeiten: Begleitung von Studierenden im Schulpraktikum, Prüfungsorganisation, Mitwirkung an Prüfungen (Modulprüfungen, BA/MA-Arbeiten), Fachstudienberatung, Mitwirkung bei Forschungsprojekten, Mitwirkung in der Selbstverwaltung der Hochschule.

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Ihr Profil / Einstellungsvoraussetzungen:
- abgeschlossenes Studium der Evangelischen Theologie an einer Universität oder Pädagogischen Hochschule
- Promotion in der Theologie erwünscht
- Nachweis fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Kompetenzen auf dem Stand gegenwärtiger Diskurse
- erwünscht sind Erfahrungen in Forschung und Hochschullehre, mehrjährige Schulpraxis sowie aktive Forschungsinteressen
- Fähigkeit zu Teamarbeit und ausgeprägte Kommunikations- und Vermittlungskompetenz

Die Stelle ist nach BesGr. A13 vergütet.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese senden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen bis zum 22. April 2022 unter Angabe des Kennworts „AR Evang. Theologie“ in elektronischer Form (zusammengefasst in einem einzigen PDF-Dokument) per E-Mail an Prof. Dr. Martin Hailer, Abteilungsleiter Evangelische Theologie, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Keplerstr. 87, 69120 Heidelberg.

Studentische Hilfskräfte für Projekt "FlexTrain" gesucht!

Stelle zum nächstmöglichen Zeitpunkt, 20 bis 30 Stunden / Monat

[red] Das Fach Soziologie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg sucht für das Projekt "FlexTrain" (Flexibles Training zum wissenschaftlichen Arbeiten) studentische Hilfskräfte als Tutor:innen. Zu den Aufgaben gehört: Abhalten von Workshops für Studierende in verschiedenen Bereichen wissenschaftlichen Arbeitens zur Abmilderung pandemiebedingter Lernrückstände (z.B. wissenschaftliches Schreiben und Zitieren, Präsentationstechniken), Mitwirkung bei der Konzeption der Workshops, Mitwirkung bei Konzeption und Aufbau einer Selbstlernumgebung in Moodle als Ergänzung zu den Workshops.

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Einstellungsvoraussetzungen:
• Fähigkeit zu strukturiertem und eigenständigem Arbeiten
• fast oder vollständig abgeschlossener lehramtsbezogener BA-Studiengang
• Interesse an der Unterstützung von Studierenden in Kleingruppenformaten
• Interesse an der Erarbeitung einer digitalen Lernumgebung in Moodle

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung (kurzes Motivationsschreiben, tabellarischer Lebenslauf, Transcript der Studienleistungen o. Ä.)! Diese senden Sie bitte bis zum 05.04.2022 per E-Mail (zusammengefasst in einer PDF-Datei) unter Angabe des Kennworts „Tutor:in FlexTrain" an Prof. Dr. Petra Deger.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Deutschlandstipendien für Studierende

Bewerbungsfrist noch bis Ende April 2022

[velo] An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg werden zum kommenden Wintersemester erneut Studierende mit dem Deutschlandstipendium unterstützt. Für das Studienjahr 2022/2023 stehen voraussichtlich 19 Stipendien zur Verfügung. Interessierte Studierende mit überdurchschnittlichen Studienleistungen und sozialem Engagement können sich zwischen dem 15. März und dem 30. April 2022 bewerben.

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Insgesamt zwölf Stipendien für alle Studierende der Hochschule stehen über die Klaus Höchstetter Stiftung, die Sparkasse Heidelberg, die Familie Schweinhardt-Stiftung sowie den Freundeskreis ZONTA-Club Heidelberg e.V. (angefragt) zur Verfügung. Die sechs Stipendien der Vector Stiftung richten sich speziell an MINT-Studierende der lehramtsbezogenen Studiengängen der Sekundarstufe. Die Ausschreibung der Dr. Rainer Wild Stiftung richtet sich an Studierende des Bachelorstudiengangs Prävention und Gesundheitsförderung.

Alle Stipendiat:innen erhalten - unabhängig von Einkommen oder BAföG - jeweils ein Jahr lang monatlich 150 Euro von der jeweiligen Stiftung und weitere 150 Euro vom Bund. Ein Anliegen der Stiftungen ist die Förderung der Persönlichkeitsbildung junger Menschen. Dieses Ziel verfolgt auch die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die seit 2011 am Deutschlandstipendium teilnimmt. Sie richtet ihr Lehr- und Lernangebot daher konsequent an den zu erlangenden Kompetenzen der Absolvent:innen aus und legt besonderen Wert auf die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und sich gesellschaftlich zu engagieren. Eine Eigenschaft, die auch bei der Auswahl der Stipendiat:innen berücksichtigt wird. Eine weitere Voraussetzung für die Vergabe sind exzellente fachliche Leistungen, entweder im Studium oder in den Schulzeugnissen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/stipendien.

Exzellenz und Mut zahlen sich aus

Land sucht exzellente und mutige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

[red] Innovation wäre ohne Forschung und das besondere Engagement von Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern nicht denkbar: Auch 2022 würdigt das Land Baden-Württemberg herausragende Leistungen und Ideen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit dem Landesforschungspreis und dem Preis für mutige Wissenschaft. Die Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung sowie der angewandten Forschung ist mit je 100.000 Euro dotiert, der Preis für mutige Wissenschaft mit 30.000 Euro. Vorschläge und Eigenbewerbungen können bis zum 2. Mai 2022 eingereicht werden.

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„Die beiden Jahre der Pandemie haben einmal mehr die Relevanz und den Stellenwert der Forschung deutlich gemacht: Wir brauchen auch weiterhin kluge Köpfe im Land, die sich frei entfalten und ihre oft auch unkonventionellen Ideen in die Tat umsetzen können“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 24. Februar in Stuttgart. „Den Mut und die Entschlossenheit, innovative Ansätze und neue Horizonte in der Spitzenforschung zu verfolgen, wollen wir auch in diesem Jahr wieder honorieren.“

Während der Landesforschungspreis bereits seit mehr als 30 Jahren vergeben wird, ist der Preis für mutige Wissenschaft vergleichsweise jung: „Diesen bundesweit einmaligen Preis adressieren wir an erfolgreiche junge Forscherinnen und Forscher, die bereit waren – auch auf die Gefahr des Scheiterns hin und oftmals unter großer Kritik – außergewöhnliche Ansätze zu verfolgen und deren Risikobereitschaft sich nun in eindrucksvollen Forschungsergebnissen wiederfindet. Das möchten wir gezielt würdigen“, sagte Theresia Bauer.

Landesforschungspreis
Der Landesforschungspreis ehrt seit 1989 herausragende wissenschaftliche Leistungen aller Disziplinen und wird alle zwei Jahre vergeben. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von der Biologie über die Philologie bis zur Finanzwissenschaft. Als höchstdotierter Forschungspreis eines Bundeslandes werden je 100.000 Euro an eine Forscherin oder einen Forscher aus der Grundlagenforschung und eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus der anwendungsbezogenen Forschung vergeben.

Zuletzt wurde im Bereich der Grundlagenforschung die Freiburger Wissenschaftlerin Professorin Dr. Anna Köttgen mit dem Landesforschungspreis für Grundlagenforschung geehrt, die mit ihrem Team wichtige wissenschaftliche Beiträge zum Verständnis der physiologischen Nierenfunktion beim Menschen geleistet hat. Im Bereich der angewandten Forschung ging der Preis an Professor Dr. Hans-Georg Rammensee von der Universität Tübingen. Dieser erforscht im Bereich der Immunologie die Interaktion von T-Zellen mit ihren Antigenen und ermöglicht so letztlich eine individualisierte Immuntherapie bei Krebspatienten.

Preis für mutige Wissenschaft
Mit dem Preis für mutige Wissenschaft unterstützt das Land Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Mut im Denken und Handeln beweisen, unkonventionelle Ansätze verfolgen oder auf Umwegen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Der mit 30.000 Euro verbundene Preis soll ein Signal dafür setzen, wie sehr innovative Wissenschaft davon lebt, dass Forscherinnen und Forscher auch Rückschläge oder Scheitern in Kauf nehmen - und wie wichtig die Bereitschaft zum Risiko ist.

Mit dem Preis für mutige Wissenschaft wurde das letzte Mal Dr. rer. nat. Jenny Wagner am Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg (ZAH) ausgezeichnet. Sie forscht dort zum Themenbereich „Beobachtungsbasierte Charakterisierung und Modellselektion von Gravitationslinsen“.

Weitere Informationen zum Landesforschungspreis und zum Preis für mutige Wissenschaft finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Februar-Newsletter:

 

Das Bild zeigt einen Ausschnitte des Theaterstückes "Ritter Rost" in der Mehrzweckhalle.

Beratungstage nicht nur für Erstsemester

Anfang April gestaltet die Pädagogische Hochschule Heidelberg ihre Beratungstage.

[red] Die Beratungstage zum Start in das Sommersemester 2022 finden vom 1. bis 8. April hybrid statt; die Begrüßung durch das Rektorat sowie das studentische BeTa-Team ist für Montag, 4. April in Präsenz geplant.
Weitere Informationen erhalten Sie rechtzeitig unter www.ph-heidelberg.de/beta.
Bei Fragen rund um das Studium an der PH Heidelberg helfen Ihnen gerne unsere Info- und Beratungsstellen weiter.

"China verstehen – China unterrichten"

Vorgestellt wird am 7. April primär die Zusatzqualifikation "China-Kompetenz für die Schule". Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] China spielt nicht nur auf der weltpolitischen Bühne und im globalen Wirtschaftsnetzwerk, sondern mittlerweile auch in unserem Alltagsleben eine immer größere Rolle. Doch bisher konnten Schulen und Lehrer:innen dem so entstehenden Informationsbedarf kaum gerecht werden. Neue Bildungspläne in Baden-Württemberg sehen das Thema China nun jedoch vor: Die Konflikte mit muslimischen ethnischen Minderheiten in Xinjiang, Proteste in Hong Kong und ein neuer "Kalter Krieg" mit den USA sind Dauerthemen in den deutschen Medien, die in Fächern wie Gemeinschafts-kunde, Geschichte, Religion und Ethik etc. aufgegriffen werden können.

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Die vielschichtige Geschichte Chinas, die kulturelle Vielfalt des Landes, aber auch das moderne China mit seiner rasanten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung in den Bereichen IT und Biotechnik stellen für Lehrer:innen noch immer eine große Herausforderung dar. Um Lehrkräfte dabei zu unterstützen, diese Herausforderung zu meistern, bietet das Institut für Sinologie der Universität Heidelberg die Zusatzqualifikation "China-Kompetenz für die Schule" an (Pilotphase).

Diese soll im Rahmen der Kompakttage der HSE am Donnerstag, 07. April 2022 vorgestellt werden. Dabei wird nicht nur das Studienangebot im Detail erläutert, sondern es werden auch erste Materialien zu ausgewählten aktuellen Themen vorgestellt und deren Einsetzbarkeit im Unterricht diskutiert. Besonders Interessierte können sich bei der Veranstaltung außerdem zum Erweiterungsfachmaster Chinesisch informieren.

Veranstaltungsbeginn ist 11.00 Uhr im Konferenzraum der HSE (Voßstraße 2, D-69115 Heidelberg). Interessierte Studierende melden sich bitte bis zum 5. April 2022 bei Marjolijn Kaiser an (E-Mail). Die im April geltenden Hygiene- und Nutzungsregelungen zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen sind einzuhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/china-unterrichten.

Workshop: "Roboter programmieren für alle Fächer"

Studierende lernen am 12. April, einen Roboter zu steuern. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] In der digitalen Welt kann Programmieren genauso bedeutsam werden wie Lesen oder Schreiben es bereits heute sind. Diese Fähigkeit ist nicht nur wichtig für eine Karriere als Informatiker:in, denn durch sie kann auch Logik, deduktives Denken und Problemlösekompetenz entwickelt werden. Programmieren ermöglicht uns zu verstehen, wie Computer funktionieren und wie sie unseren Alltag beeinflussen.

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In dem Workshop "Roboter programmieren für alle Fächer" lernen Teinehmende eine einfache, aber auch machtvolle visuelle Programmiersprache kennen, um einen Roboter steuern zu können. Der Workshop findet am Dienstag, 12. April 2022 im Rahmen der Kompakttage der HSE statt. Veranstaltungsbeginn ist 10.00 Uhr; Informationen zum Veranstaltunsgort folgen. Die im April geltenden Hygiene- und Nutzungsregelungen zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen sind einzuhalten.

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 10. April 2022 bei Dr. Alda Arias Suarez verbindlich anzumelden (E-Mail).

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/workshop-roboter-programmieren.

Workshop: "Das Richtige im Falschen"

Ein Workshop am 13. April zum Thema "Ethische Herausforderungen im Schulberuf". Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Zu den vielfältigen Aufgaben, mit denen Lehrer:innen konfrontiert sind, gehört auch die ethische Bildung der Schüler:innen. Außer- und innerhalb des Fachunterrichts sollen diese urteilen und sich ethisch reflektieren lernen. Dabei sind Lehrer:innen in mehrfacher Hinsicht gefordert: Sie sollen dieses Urteilen-Lernen anregen und unterstützen, sie sollen – ohne zu überwältigen – die ethische Orientierung fördern und sie werden nicht zuletzt in ihren eigenen Entscheidungen und Verhaltensweisen zu ethischen Modellen.

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Sie selbst geraten als ethische Personen in den Blick und werden auf ihre Authentizität, ihre Unvollkommenheit und ihre Autonomie hin angesprochen. Zudem sind Lehrer:innen im Schulbetrieb selbst immer wieder vor ethische Entscheidungen gestellt. Sie bestimmen mit über Biografien, müssen sich gegenüber Kolleg:innen verhalten und sind gefordert, in schwierigen Situationen verantwortlich zu entscheiden.

Die HSE bietet zur Vorbereitung auf diese Herausforderungen seit zwei Semestern eine Zusatzqualifikation "Ethische Herausforderungen im schulischen Kontext" an (Pilotphase). Diese soll im Rahmen des Workshops "Das Richtige im Falschen" Mittwoch, 13. April 2022 vorgestellt werden. Dabei werden neben einigen grundsätzlichen Informationen und ethischen Basisdaten auch Fallbeispiele aus dem Schulalltag gemeinsam bearbeitet.

Veranstaltungsbeginn ist 16.00 Uhr im Konferenzraum der Heidelberg School of Education (Voßstraße 2, D-69115 Heidelberg). Die im April geltenden Hygiene- und Nutzungsregelungen zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen sind einzuhalten. Der Workshop ist eine Veranstaltung im Rahmen der Kompakttage der HSE; die Workshopleitung hat Christopher Nunn inne.

Interessierte werden gebeten, sich bis zum 11. April 2022 per E-Mail verbindlich anzumelden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/workshop-ethische-herausforderungen.

Solidarität mit der Ukraine

Allianz der Wissenschaftsorganisationen verurteilt russische Invasion – Solidarität mit ukrainischen Partner:innen

[red] Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen hat den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilt und ihre Solidarität mit ihren ukrainischen Partnern bekundet. Die russische Invasion bedrohe fundamentale Werte und habe auch Konsequenzen für die Wissenschaftsfreiheit und wissenschaftliche Kooperationen, hieß es in einer Stellungnahme. Wissenschaftler:innen sowie Studierende, die aufgrund der russischen Aggression ihr Land verlassen müssten, sollen mit Hilfsprogrammen unterstützt werden.

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Zugleich empfiehlt die Allianz, wissenschaftliche Kooperationen mit staatlichen Institutionen und Wirtschaftsunternehmen in Russland mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres einzufrieren, so dass deutsche Forschungsgelder Russland nicht mehr zu Gute kämen und keine gemeinsamen wissenschaftlichen und forschungspolitischen Veranstaltungen mehr stattfinden könnten. Neue Kooperationsprojekte sollten vorerst nicht initiiert werden. Die Allianz sei sich bewusst, welche Einschränkungen dies für wissenschaftliche Kooperationen bedeute. Deshalb gelte ihre Solidarität auch langjährigen russischen Kooperationspartner:innen, die über die Invasion in die Ukraine selbst entsetzt seien. Hier geht es zur Erklärung der Allianz: https://www.dfg.de/download/pdf/dfg_im_profil/allianz/220225_statement_allianz_ukraine.pdf

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung kündigte an, nicht nur die langjährige Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung, sondern auch der Berufsbildung zu beenden. "Alle laufenden und geplanten Maßnahmen werden eingefroren und kritisch überprüft. Neue Maßnahmen wird es bis auf Weiteres nicht geben", so Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger gegenüber der Zeitung "Welt". Russland habe sich mit dem Angriff selbst aus der internationalen Gemeinschaft verabschiedet. Hier geht es zur Erklärung des Bundesministeriums: https://www.bmbf.de/bmbf/shareddocs/kurzmeldungen/de/2022/02/zusammenarbeit-mit-russland-gestoppt.html

In einer gemeinsamen Lübecker Erklärung mit der Bundesministerin erklärte die Kultusministerkonferenz, Wissenschaftler:innen sowie Studierenden eine Wissenschaftsbrücke nach Deutschland bauen zu wollen. Es soll eine zentrale, beim Deutschen Akademischen Austauschdienst angesiedelte Kontaktstelle geben, an der Informationen zu konkreten Unterstützungsmaßnahmen von Bund, Ländern, Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen, Studierendenwerken und Stiftungen gebündelt und zugänglich gemacht werden. Hier geht es zur Lübecker Erklärung: https://www.kmk.org/aktuelles/artikelansicht/kmk-unbuerokratische-hilfe-fuer-gefluechtete-pandemie-einschraenkungen-spaetestens-bis-mai-aufheben.html

Quellen: DHV Newsletter 3/2022, Allianz der Wissenschaftsorganisationen – Stellungnahme, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kultusministerkonferenz

Stipendium für Ukraine-Geflüchtete

Baden-Württemberg Stiftung: Unterstützung für Ukraine-Geflüchtete

[red] Die Baden-Württemberg Stiftung verurteilt den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Sie macht sich stark für Völkerverständigung und den internationalen Austausch und hofft, dass dies bald wieder in einem friedlichen Europa möglich ist. Gerade in diesen Zeiten ist für die Stiftung entscheidend, ihre Werte in allen internationalen Beziehungen zu verteidigen und die Stärke der Humanität zu zeigen. Deshalb will sie die finanziellen Mittel und Spielräume, die im Rahmen von ausgewählten Programmen zur Verfügung stehen, so flexibel wie möglich für betroffene Personen und Organisationen aus den Kriegsgebieten einsetzen.

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Baden-Württemberg-STIPENDIUM
Das BW-STIPENDIUM bietet vielen jungen Menschen Chancen und prägt deren Leben. Diese Möglichkeit sollen alle – egal, woher sie kommen – erhalten. Im Rahmen des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs kommen jedes Jahr Studentinnen und Studenten sowie junge Berufstätige aus der Ukraine und aus Russland nach Baden-Württemberg. Die Stiftung zeigt sich solidarisch und bietet ihnen volle Unterstützung an. Ihnen und Ihren Familien gilt ihr besonderes Mitgefühl.

Im Rahmen des Programms werden Mittel so umgeschichtet, um Soforthilfe-Stipendien anbieten und den Austauschaufenthalt von Studierenden aus der Ukraine, die bereits in Baden-Württemberg sind, unbürokratisch verlängern zu können. Die entsprechenden Mittel werden nach Bedarf an die einzelnen baden-württembergischen Hochschulen zugeteilt. Weitere Informationen werden demnächst bekanntgegeben.

Weitere Informationen zum Baden-Württemberg-STIPENDIUM: https://www.bw-stipendium.de

Perspektive Donau
Im Rahmen des Programms Perspektive Donau unterstützt die Baden-Württemberg Stiftung Projekte in den Bereichen Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft mit Fokus auf den Donauraum und der Umsetzung der EU-Donauraumstrategie. Die Ukraine hätte dieses Jahr als erster Nicht-EU-Mitgliedstaat den Vorsitz der EU-Strategie für den Donauraum (EUSDR) übernehmen sollen.

Die Bandbreite der finanzierten Projekte reicht von Bildung und Qualifizierung von Menschen unterschiedlicher Altersgruppen über Gelegenheiten zur interkulturellen Begegnung und kommunale Vernetzungsseminare bis hin zur Unterstützung für benachteiligte Bevölkerungsgruppen.

Projektträger, die Partner aus der Ukraine haben, können die Projektmittel umwidmen und diese flexibel für Nothilfemaßnahmen einsetzen. Zudem werden ab sofort Anträge mit einem Ukraine-Bezug in der Förderkomponente A entgegen genommen. Hierbei können Fördergelder bis zu 10.000 Euro pro Projekt beantragt werden, wenn diese in der Ukraine, in deren Nachbarländer oder in Baden-Württemberg zur Unterstützung von ukrainischen Personen und Organisation eingesetzt werden.

Die Anträge werden fortlaufend von der Baden-Württemberg Stiftung geprüft. Die Entscheidung über den Förderantrag erfolgt so rasch wie möglich.

Weitere Informationen finden Sie die Ausschreibungsseite mit allen Antragsformularen: https://www.bwstiftung.de/de/ausschreibung/perspektive-donau

Baden-Württemberg Fonds für verfolgte Wissenschaftler
Das Programm Baden-Württemberg Fonds für verfolgte Wissenschaftler gewährt schon seit vielen Jahren besonders qualifizierten, aber gefährdeten oder bereits geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern finanzielle Unterstützung. Mit den Mitteln der Baden-Württemberg Stiftung sollen sie an baden-württembergische Hochschulen oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vermittelt werden, um ihrer Forschung und Lehre in sicherer Umgebung nachgehen zu können. Anträge von geflüchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Ukraine werden ab sofort entgegengenommen. Aktuelle Infos und Hilfe finden Sie im Newsletter des IIE-SRF.

Weitere Informationen zum Programm: https://www.bwstiftung.de/de/programm/baden-wuerttemberg-fonds-fuer-verfolgte-wissenschaftler

Stiftung Kinderland Baden-Württemberg
Im Bereich Gesellschaft und Kultur plant die Stiftung Kinderland zur Unterstützung von geflüchteten ukrainischen Kindern ein neues Ferienprogramm. Auf diese Weise wird das bestehende Programm Innovative Ferienangebote für Kinder und Jugendliche, das seit 2006 bereits mehr als 120 pädagogische Ferienprogramme veranstaltet hat, dieses Jahr auf geflüchtete Familien aus der Ukraine ausgerichtet.

Zur Website der Stiftung Kinderland: https://www.stiftung-kinderland.de

Integration
Auch bereits bestehende Integrationsprogramme sowie ein Projekt zur psychologischen Betreuung unbegleiteter minderjähriger Ausländer (UMA) mit Fluchthintergrund der Universität Konstanz sollen zügig so angepasst werden, dass sie die Bedürfnisse von geflüchteten Jugendlichen aus der Ukraine berücksichtigen.

Quelle: Baden-Württemberg Stiftung, Newsletter März 2022

Pandemie belastet Studierende

Eine aktuelle Umfrage weist auf psychische und körperliche Beschwerden hin

[red] Knapp die Hälfte der Studierenden fühlt sich schlecht oder sehr schlecht, wenn sie an das laufende Semester denkt – dem mittlerweile vierten Coronasemester. Nur rund 23 Prozent der Studierenden geht es gut oder sehr gut. Das geht aus einer nicht repräsentativen, quantitativen Onlineumfrage des "freien zusammenschlusses von student*innenschaften" (fzs) hervor, an der vom 20. Dezember bis 14. Januar bundesweit rund 7.600 Studierende an 181 Hochschulstandorten teilgenommen haben. Die Hälfte der Befragten studiert in Berlin.

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Die negative Einstellung der befragten Studierenden hängt der Umfrage zufolge mit psychischen und körperlichen Mehrbelastungen durch die Studienbedingungen in der Pandemie zusammen. So klagten 73 Prozent über Konzentrationsprobleme aufgrund der Lehrsituation, 62 Prozent litten unter Niedergeschlagenheit, 41 Prozent unter Schlafstörungen. 35 Prozent nannten "andere psychische Belastungen". Rund 59 Prozent berichteten von Rückenschmerzen, 50 Prozent von Kopfschmerzen und 37 Prozent von Augenschmerzen.

Während der Coronasemester bevorzugten 46 Prozent der Befragten die Präsenzlehre. 33 Prozent fanden hybride Angebote mit parallelen Präsenz- und Onlineangeboten am geeignetsten und 21 Prozent bevorzugten eine reine Online-Lehre. Die Qualität der Online-Lehre bewerteten viele Studierende als "eher schlechter" (37 Prozent) oder "viel schlechter" (17 Prozent) als Seminare oder Vorlesungen vor Ort. Die meistgenannte Herausforderung (42 Prozent) war für die Studierenden, keinen ruhigen Arbeitsort zu haben.

Fast alle befragten Studierenden sind nach eigenen Angaben vollständig geimpft (94 Prozent), 60 Prozent zusätzlich geboostert.

Quelle: Aus Forschung und Lehre, ckr, 18.01.2022

Auch der Mars hat ein Gesicht

Schnelle Gesichtserkennung hat große Bedeutung für den Menschen – Forscher:innen sind nun unbeabsichtigten Nebeneffekten auf der Spur

[red] Ob die Oberfläche des Mars, Alltagsgegenstände oder Wolkenformationen: Menschen erkennen in vielen Strukturen Gesichter und ordnen ihnen Emotionen zu. Die Fähigkeit, Gesichter und ihre Ausdrücke schnell zu erfassen, hat eine so große Bedeutung für den Menschen, dass dieser Nebeneffekt entstanden ist, erklären Forscher:innen. Versuche des australischen Neurowissenschaftlers David Alais und seinem Team haben gezeigt, dass die Verarbeitung von imaginären Gesichtern auf den gleichen kognitiven Prozessen basiert wie die Wahrnehmung von realen Gesichtern.

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Oft reichen schon drei Striche oder Punkte aus, um die sogenannte Gesichtspareidolie hervorzurufen. Diese Fähigkeit treibt unter Umständen kuriose Blüten: Manche Menschen sehen in ihrem Staubsauger, einer Sonnenblume oder der Mondoberfläche ein Gesicht. Solchen Strukturen werden häufig auch emotionale Zustände wie Traurigkeit oder Angst zugeordnet. Doch inwieweit unterscheidet sich die Verarbeitung von realen und imaginären Gesichtseindrücken? Der Erforschung der Hintergründe der Gesichtspareidolie haben sich die Wissenschaftler:innen um Professor David Alais von der University of Sydney gewidmet.

In ihrer Studie haben sie untersucht, inwieweit ein pareidolisches Gesicht als falsche Erkennung von der Gesichtsverarbeitung verworfen wird. Dazu zeigten sie Proband:innen Bilder von menschlichen Gesichtern mit verschiedenen emotionalen Ausdrücken sowie von Strukturen, die typischerweise Gesichtspareidolie hervorrufen. "Die Teilnehmenden sollten dabei den jeweils empfundenen Ausdruck auf einer Skala von wütend bis glücklich bewerten", so Professor Alais. Ein Ergebnis war, dass die Befragten sich im Durchschnitt einig über die Interpretation des emotionalen Ausdrucks waren – sowohl bei den menschlichen Gesichtern als auch bei den illusorischen.

Als den deutlichsten Hinweis auf eine ähnliche neuronale Verarbeitung interpretierten die Forscher:innen eine weitere Beobachtung: Frühere Studien von Gesichtsbeurteilungen haben gezeigt, dass die Bewertung des aktuellen Gesichts von der Bewertung des vorherigen beeinflusst wird. Wenn wir einen grimmigen oder aber freundlichen Eindruck erhalten haben, projizieren wir dies auch auf das nächste Bild. Der gleiche Effekt trat auch auf, wenn reale mit pareidolischen Gesichter bei den Versuchen gemischt wurden, berichten die Forscher.

"Pareidolische Gesichter werden demnach offenbar nicht als Fehlerkennungen verworfen, sondern durchlaufen die gleiche Analyse des Gesichtsausdrucks wie echte Gesichter", erklärt Alais. "Wir wissen, dass es sich bei diesen Objekten nicht wirklich um Gesichter handelt, dennoch bleibt die Wahrnehmung eines Gesichts bestehen", so der Neurowissenschaftler. „Am Ende haben wir somit eine Art parallele Erfahrung“.

In diesem Verhalten scheint sich die große Bedeutung der Gesichtserkennung für den Menschen widerzuspiegeln. Als soziales Wesen ist es für uns wichtig, schnell zu erkennen, ob ein Ausdruck etwa freundlich, traurig, wütend oder schmerzerfüllt ist. "Aus evolutionärer Sicht scheint der Vorteil, kein Gesicht zu verpassen, die Fehler, bei denen unbelebte Objekte als Gesichter wahrgenommen werden, bei weitem zu überwiegen", sagt Alais. Das Gehirn besitzt offenbar neuronale Mechanismen, die schnell agieren, indem sie eine grobe Schablone von zwei Augen über einer Nase und einem Mund anwenden. Viele Dinge können dieses Bild ergeben und somit eine Gesichtserkennungsreaktion auslösen, erklärt der Neurowissenschaftler. Hier geht es zu den Ergebnissen der Studie: https://www.sydney.edu.au/news-opinion/news/2021/07/07/man-in-moon-why-our-brains-see-human-faces-everywhere-face-pareidolia.html

Quelle: wissenschaft.de - Martin Vieweg, 23. Juli 2021