Presse & Kommunikation

Ausgabe 7 - August 2017

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Transfer und Innovation

BMBF fördert das Vorhaben "Innovative Hochschule" von PH und MRN

Das Vorhaben "TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wird im Rahmen der Förderinitiative "Innovative Hochschule" von Bund und Ländern gefördert. In der ersten von zwei Auswahlrunden erhielt das in Kooperation mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH (MRN) entstandene Konzept den Zuschlag. Beantragt wurde die Fördersumme von rund 5,3 Millionen Euro auf fünf Jahre. Ziel ist es, den Transfer von forschungsbasierten Bildungsinnovationen aus der Hochschule in außerschulische Bereiche der Metropolregion strukturiert auszubauen und den bidirektionalen Wissenstransfer zwischen Hochschule, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur zu fördern.

Mit TRANSFER TOGETHER wird die bereits bestehende Zusammenarbeit zwischen der PH Heidelberg und der MRN intensiviert und neu strukturiert. So soll an der Hochschule ein Transferzentrum eingerichtet werden, das eng mit der MRN und mit den Kooperationspartnern in der Region vernetzt ist. "Die bildungswissenschaftlichen Forschungsprojekte unserer Hochschule sind traditionell anwendungsorientiert und orientieren sich an aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen. Die daraus entstehenden Konzepte bieten dabei nicht nur einen Mehrwert für den schulischen Bereich, sondern auch für zahlreiche andere Bildungskontexte in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft", erklärt Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT).

Die Pädagogische Hochschule sei, so Spannagel weiter, insbesondere über die zahlreichen Schulpraktika bereits fest in der Bildungslandschaft der Metropolregion verankert: "Ein Wissenstransfer von und zu anderen Partnern stand bei uns bislang jedoch noch nicht im Fokus." Diesen strategischen Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung in der Metropolregion zu fördern, ist wiederum eine der Aufgabe der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH: "Die Faktoren 'Wissen und Kompetenzen' nehmen im nationalen wie internationalen Wettbewerb stark an Bedeutung zu, funktionierende Bildungs-Netzwerke und ein effektiver Wissenstransfer werden immer mehr zum Standortfaktor", sagt Dr. Markus Gomer, der bei der MRN den Bereich Bildung, Gesundheit, Arbeitsmarkt leitet. "Das Arbeiten, Leben und Lernen, wie wir es heute kennen, wird sich gravierend verändern. Noch fehlt es allerdings an überzeugenden, tragfähigen Konzepten, wie wir die nächste Generation richtig auf die Anforderungen der Zukunft vorbereiten." 

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Die Expertise der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und das Netzwerk der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH sollen nun genutzt werden, um eben diese Konzepte zu entwickeln und in die Region zu transferieren. Neben der Schaffung einer zentralen Anlaufstelle an der Hochschule, die Beratungs- und Vernetzungsangebote bei Gründungs- und Verwertungsfragen bietet, sollen regionale Netzwerke im Bildungsbereich auf- und ausgebaut werden. So wollen die Heidelberger Forscher zum Beispiel mittels ihrer fachdidaktischen Expertise Jugendliche für MINT-Fächer begeistern, um Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften zu unterstützen. Auch der Dialog mit der Öffentlichkeit soll intensiviert werden: "Unsere Hochschule verfügt über eine große Expertise auch im Bereich 'Prävention und Gesundheitsförderung'. Gleichzeitig gibt es in der Region viele Unternehmen, die ihr Betriebliches Gesundheitsmanagement ausbauen wollen, oder Privatpersonen, die sich für ein gesundheitsförderliches Leben interessieren. Diese unterschiedlichen Gruppen wollen wir zusammenbringen, um gemeinsam über entsprechende Themen zu diskutieren", erläutert Spannagel.

Die neuen Kooperations- und Transferstrukturen ermöglichen allen Beteiligten die Chance von niedrigschwelligen Bildungszugängen und fungieren somit als ein bedeutender Motor für Innovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar. Für diese bietet die Kooperation somit einen wichtigen Standortvorteil; gleichzeitig erhalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule wichtige Impulse aus der Praxis, die wiederum in die Ausbildung insbesondere angehender Lehrkräfte einfließen können. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transfer.

Zur Ausschreibung 

Die Förderinitiative "Innovative Hochschule" nimmt die - neben Forschung und Lehre - dritte Mission "Transfer und Innovation" in den Blick und richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Universitäten sowie an Fachhochschulen. Das unabhängige Auswahlgremium hat in einem expertengeleiteten Wettbewerbsverfahren 48 Hochschulen in 19 Einzel- und 10 Verbundvorhaben zur Förderung ausgewählt, darunter das Heidelberger Konzept. Der Bund investiert insgesamt bis zu 550 Millionen Euro für zwei Auswahlrunden à fünf Jahre für den strategischen Auf- und Ausbau der Zusammenarbeit von Hochschulen mit der Wirtschaft bzw. anderen gesellschaftlichen Akteuren und stärkt damit die strategische Rolle der Hochschulen im regionalen Innovationssystem.

velo

Wissen, das man nicht aus Büchern lernen kann

Dozierende der PH Heidelberg können zukünftig gemeinsam mit Menschen mit Behinderung lehren

Am 19. Juli 2017 wurde an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in Anwesenheit von Professorin Dr. Vera Heyl (Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung) sowie zahlreichen Projektbeteiligten ein innovatives Inklusionsvorhaben vorgestellt: Sechs Menschen mit Behinderung werden dabei zu Bildungsfachkräften qualifiziert und dazu befähigt, anderen ihre Lebenswelt, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen kompetent zu vermitteln. Die dreijährige Vollzeit-Qualifizierung, die unter anderem fachliche (Rechts-)Grundlagen zur Inklusion, Methoden zur Reflexion eigener Erfahrungen bzw. hochschuldidaktische Aspekte umfasst, findet ab November 2017 an der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach statt. Ab April 2018 sollen die Teilnehmenden an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit Assistenz Impulse in einzelnen Sitzungen oder kontinuierlich über ein Semester hinweg leisten.

Professorin Dr. Karin Terfloth, verantwortliche Projektpartnerin an der PH Heidelberg, betonte: „Das Projekt spricht alle Studiengänge sowie Fächer und somit alle Institute an. Wenn im Fach Englisch zum Beispiel über den inklusiven Fremdsprachenunterricht gesprochen wird oder es im Bereich Medienbildung darum geht, digitale Weiterbildungsangebote für heterogene Unternehmen zu entwickeln, können die Dozierenden die angehenden Bildungsfachkräfte einladen und gemeinsam und ganz individuell passende Lehrformate durchführen.“

Die Studierenden kommen laut Terfloth bislang – wenn überhaupt – meist erst in den obligatorischen Praktika oder sogar erst in der Arbeitswelt in den direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderung: „Die Studierenden sind dann häufig verunsichert und wissen nicht, wie sie reagieren sollen. Dass Menschen mit Behinderungserfahrung den Studierenden aller Studiengänge selbst aufzeigen, was Inklusion in der Praxis heißt, ist daher ein folgerichtiger Schritt hin zu einer Hochschule, deren Lehrangebot unterschiedliche Erfahrungen und Lernvoraussetzungen berücksichtigt.“ 

Dies bestätigte auch Laura Schwörer, die die Qualifizierung zur Bildungsfachkraft bereits erfolgreich in Kiel durchlaufen hat, wo das Projekt ursprünglich von der Stiftung Drachensee initiiert wurde. Die junge Frau betonte, dass die Studierenden von ihr und ihren Kolleginnen und Kollegen nachhaltiges Wissen erlangen könnten, „das man nicht aus Büchern lernen kann“ und dass das Projekt somit einen wesentlichen Beitrag zur Teilhabe aller Menschen leiste.

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Welche positiven Auswirkungen das Vorhaben auf Menschen mit Behinderung haben kann, zeigte neben Schwörer auch Samuel Wunsch eindrucksvoll auf. Der junge Mann hat die Qualifizierung zur Bildungsfachkraft ebenfalls bereits erfolgreich absolviert und ist in der Zwischenzeit an der in der deutschen Bildungslandschaft einzigartigen gGmbH „Institut für Inklusive Bildung“ angestellt. Wunsch verdient mit seiner Lehrtätigkeit erstmals eigenes Geld und ist damit nach eigenen Angaben zum Beispiel bei der Miete nicht mehr auf staatliche Geldleistungen angewiesen und kann ferner in seine Altersvorsorge investieren. Das regelmäßige Sprechen vor großen Gruppe hat zudem die Selbstständigkeit des jungen Mannes enorm gesteigert, sodass er in der Zwischenzeit kaum noch auf Betreuung angewiesen ist. „Ich bin stolz darauf, ein Teil dieses Projektes zu sein“, sagte Wunsch. „Vor ein paar Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich mich mal mit Fachdidaktik, Soziologie oder Evaluation beschäftige. Heute weiß ich, dass nur ich meine spezielle Expertise vertreten kann, das kann sonst keiner. Den angehenden Bildungsfachkräften in Baden-Württemberg kann ich daher nur sagen: Traut euch! Auch wenn es oft anstrengend ist: Es lohnt sich.“

Aus diesem Grund unterstützen auch viele Kooperationspartner in der Metropolregion Rhein-Neckar das Projekt: Neben der Stadt und der Lebenshilfe Heidelberg ist zum Beispiel auch die Graf von Galen-Schule, deren Schulleiter mit auf dem Podium saß, von dem Vorhaben überzeugt. Dr. Jan Wulf-Schnabel, der dem Kieler Institut für Inklusive Bildung gGmbH als Geschäftsführer vorsteht, begrüßte diesen großen Rückhalt. Bei der Integration von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt gäbe es noch viel zu tun und daher sei die breite Unterstützung – auch mit Blick auf die Politik – enorm wichtig. 

Die Veranstaltung zeigte eindrücklich auf, welche Chancen für eine gelungene Inklusion mit dem Projekt verbunden sind. Bei der Lehrplanung für das Sommersemester 2018 erscheint es daher wichtig, diese zu nutzen, damit Inklusion nicht nur theoretisch, sondern auch im Studien- und Lehralltag der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wahrhaft gelebt wird. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bildungsfachkraefte.

velo

Gleichstellung

Hochschule überzeugt im Ranking nach Gleichstellungsaspekten

Im aktuellen Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten des Center of Excellence Woman and Science erzielt die Pädagogische Hochschule Heidelberg sehr gute Platzierungen. Bewertungskriterien waren die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Studium, wissenschaftlicher Weiterqualifikation und Personal. Dabei wurden die Leistungen der Hochschulen in insgesamt fünf Bereichen bewertet. In drei davon belegt die Pädagogische Hochschule Heidelberg die Spitzengruppe: bei den Studierenden, den Promovierenden und dem wissenschaftlichen Personal. Bei den Professuren liegt die Hochschule im Mittelfeld; bei den Juniorprofessuren bzw. den Habilitationen wurde die Hochschule auf Grund der geringen Fallzahl nicht berücksichtigt.

Professorin Dr. Karin Vach, Gleichstellungsbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, freut sich über das Gesamtergebnis, zählt die Frauenförderung und Chancengleichheit doch zu den Profilmerkmalen der Hochschule. Gleichzeitig betont sie, dass Genderfragen alle Geschlechter betreffen: "Wir setzen uns für die besondere Förderung von Frauen beispielsweise im Bereich der wissenschaftlichen Karrieren ein, aber im Sinne der Gleichstellung wollen wir auch mehr männliche Studierende in bildungsbezogenen Studiengängen gewinnen." 

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Für Vach sind die erfolgreichen Informationsveranstaltungen der Hochschule - wie etwa die Beteiligung am Boys' Day oder die gezielte Beratung von Männern über Möglichkeiten des Lehramtsstudiums und anderer bildungsbezogener Studiengängen - zwar wichtig, reichen aber nicht aus, um tatsächlich eine Änderung herbeizuführen: "Zur Umsetzung des Leitprinzips des Gender Mainstreaming müssen die entsprechenden politischen Weichen gestellt werden. So sind etwa die kürzere Studiendauer und die schlechtere Bezahlung beim Grundschullehramt als Abwertung der akademischen und beruflichen Anforderungen zu verstehen", meint die Gleichstellungsbeauftragte. "Das hält nach wie Männer von der Wahl des Studiums ab und steht - da landesweit überproportional viele Frauen diesen Studiengang wählen - der Geschlechtergleichstellung entgegen." 

Darüber, dass die PH Heidelberg in Bezug auf die Gleichstellung von Professorinnen und Professoren nur eine mittelmäßige Platzierung erreichen konnte, zeigt sich Vach zwar verwundert, erklärt dies jedoch mit dem dem Ranking zu Grund liegende Kaskadenmodell: So ist zwar etwa jede zweite Professur mit einer Frau besetzt, in Relation zu dem hohen Anteil weiblicher Promovierender entspricht dies aber nur rund 37 Prozent. 

Die Gleichstellungsbeauftragte begrüßt, dass sich so viele Studentinnen für eine wissenschaftliche Laufbahn an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg entscheiden und betont: "Unabhängig vom Ranking sind wir auf einem guten Weg und wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass Gleichstellung von Frauen und Männern an unserer Hochschule umgesetzt wird." 

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gleichstellung-und-diversitaet.

Zum Ranking 

Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten in Lehre und Forschung wird vom Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung seit 2003 alle zwei Jahre veröffentlicht. Das Ranking soll die Entwicklungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich vergleichbar und im Abstand von zwei Jahren Veränderungen und Trends sichtbar machen. Das aktuelle Ranking beruht auf Daten des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2015; eingeflossen sind die Daten von 287 Hochschulen.

velo

Studium und Lehre

Entscheidung: nach Programm- wird Systemakkreditierung beantragt

Der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat in seiner 423. Sitzung mit großer Mehrheit entschieden, dass die Hochschule nach erstmaliger Programmakkreditierung der lehramtsbezogenen Bachelor- und Master-Studiengänge die Systemakkreditierung beantragen wird. Er schließt sich damit dem ebenfalls eindeutigen Votum der Senatskommission für Studium, Lehre und Weiterbildung an. Die Hochschule wurde in dem Prozess der Entscheidungsfindung von der Evaluationsagentur Baden-Württemberg beraten und unterstützt.

Das Thema Akkreditierung war bereits vor einem Jahr, in der Senatssitzung im Juli 2016 diskutiert worden. Eine finale Entscheidung war damals vertagt worden, um zunächst das Qualitätsmanagement-System der Hochschule weiterzuentwickeln und damit eine bessere Grundlage für die Entscheidung über die zukünftige Art der Akkreditierung zu schaffen. Die nun vom Senat gewählte Option - zunächst eine Programmakkreditierung der lehramtsbezogenen Studiengänge ab Herbst 2017 bevor im Wintersemester 2020/2021 eine Systemakkreditierung angemeldet werden soll - ermöglicht den weiteren Auf- und Ausbau des QM-Systems. Dieses soll zukünftig auch der internen Akkreditierung von Studiengängen dienen. Die Programmakkreditierung soll ferner genutzt werden, um Erfahrungen mit der Akkreditierung komplexer Lehramtsstudiengänge zu sammeln, die wiederum sinnvoll in die Vorbereitung der Systemakkreditierung einbezogen werden können.

Weitere Informationen auch zu den Merkmalen der Programm- und Systemakkreditierung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/qm.

Lutz Schröder

Gremienwahlen

Konstante Beteiligung an den studentischen Gremienwahlen

Anfang Juli waren die Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erneut aufgefordert, ihrer Vertreterinnen und Vertreter im Studierendenparlament, im Senat sowie den Fakultätsräten zu wählen. Eine Steigerung der Beteiligung an der Wahl des Studierendenparlaments im Vergleich zum Vorjahr wurde zwar verfehlt, mit 15,69 Prozent der rund 4.240 wahlberechtigten Studierenden blieb diese jedoch konstant. Ab Oktober 2017 können somit 15 Studierendenparlamentsmitglieder ihr Mandat wahrnehmen. Hinzu kommen sechs studentische Senatsmitglieder, die mit ähnlicher Beteiligung gewählt wurden. Überraschend niedrig fiel die Wahl des Fakultätsrates in der Fakultät I aus; hier gingen knapp 10 Prozent weniger Studierende als 2016 an die Wahlurne. Dessen ungeachtet konnte die Wahlbeteiligung in den Fakultäten II und III um 3 bzw. 7 Prozent gesteigert werden. 

Weitere Informationen über die Wahl des Studierendenparlaments finden Sie hier sowie über die Wahl des Senats bzw. der Fakultätsräte hier.

velo

Sommer in der Bibliothek

Öffnungszeiten in der vorlesungsfreien Zeit

Liebe Bibliotheksbenutzer,

in den Sommermonaten gelten von August bis Oktober für die Zentralbibliothek und den Lesesaal geänderte Öffnungszeiten, die Sie hier einsehen können.

Die Zentralbibliothek in der Keplerstraße ist wegen einer Bestandsinventur vom 21.08.2017 bis zum 02.09.2017 geschlossen! Der Lesesaal im Neuenheimer Feld steht Ihnen in dieser Zeit mit eingeschränkten Öffnungszeiten zur Verfügung.

  • Benötigte Literatur aus der ZB können Sie bis einschließlich 19.08.17 ausleihen.
  • Gerne leihen wir Ihnen auch unsere Präsenzbestände (außer Semesterapparate) ab dem 18.08.17 über die gesamte Schließzeit für zu Hause aus.
  • Für Ihre Rückgaben nutzen Sie die Buchklappe am Eingang der Zentralbibliothek (Keplerstraße). Die Buchklappe ist vom 19.08. bis 03.09.17 für Sie geöffnet und wird unter der Woche täglich geleert.
  • Sollten Vormerkungen innerhalb der Schließzeit für Sie bereit gestellt werden, so stehen diese in der Woche vom 04.09. bis 09.09.17 für Sie zur Abholung bereit.
  • Fernleihbestellungen werden im Lesesaal bereit gestellt.
  • Einige Semesterapparate aus der Zentralbibliothek - auch die Prüfungsordner Psychologie - stehen Ihnen in der Zeit im Lesesaal zur Verfügung. Dies betrifft folgende Semesterapparate: OEP, Examen: Geistige Behinderung, Modul Psychologie, Glaser, Dörfler/Glaser/Sachse, Habig, Verhoeven, Geistig- und Mehrfachbehindertenpädagogik, Lernförderung, Erziehungswissenschaft, Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Bogner.

Ab dem 04.09.17 ist auch die Zentralbibliothek wieder offen.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme vorlesungsfreie Zeit!

Ihr Bibliotheksteam

cp

Kostenlose Lizenz für Tafelsoftware ActiveInspire

Studierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg können ab sofort über das MeZ eine kostenlose Lizenz der Software ActiveInspire von Promethean erhalten. ActiveInspire ist eine Software, mit deren Hilfe sich Unterrichtsmaterialien für den Einsatz an interaktiven Whiteboards (IWB) erstellen lassen. Sie ist vor allem für Studierende interessant, an deren Praktikumsschule interaktive Whiteboards von Promethean vorhanden sind. Die Lizenzen wurden dem MeZ von Promethean Deutschland zur Verfügung gestellt. Damit bietet die Pädagogische Hochschule ihren Studierenden neben der schon seit längerer Zeit angebotenen SMART Learning Suite nun auch die zweite große IWB-Software kostenlos an.

Interessierte wenden sich per Mail an das MeZ (mez@remove-this.ph-heidelberg.de). Sie erhalten dann umgehend die notwendigen Informationen zur Installation der Software.

Holger Meeh

Neu: Arbeitsinseln im Freien

Der Anfang ist getan: Auf der Ostseite der PH-Hochschulgebäude im Neuenheimer Feld bieten neue Sitzgelegenheiten im Schatten die Möglichkeit, Arbeit (teilweise) nach draußen zu verlegen. Das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) der Hochschule reagiert mit diesen „Arbeitsinseln“ auf die zuletzt sehr hohen Temperaturen in den Büroräumen: „Das sind zwar keine vollwertigen Arbeitsplätze mit Telefonanschluss, Drucker und Bürostuhl,“ so Sebastian Stumpf, der neue Koordinator des BGM. „Aber wir haben im Steuerkreis BGM nach kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen für die ‚Neue PH‘ gesucht. Jetzt gibt es auch vor Ort alternative Aufenthaltsmöglichkeiten für eine Leseeinheit, eine Besprechung oder eine kurze Pause.“

In den nächsten Wochen sollen noch weitere Arbeitsinseln mit Stehtischen dazu kommen. 

Sebastian Stumpf

Digitalisierung

PH Heidelberg begrüßt Digitalisierungsstrategie der Landesregierung

Baden-Württemberg soll zur digitalen Leitregion unter den Ländern werden: Bis 2021 will die Landesregierung rund eine Milliarde Euro in die Digitalisierung investieren. Die Gelder sollen laut Ministerpräsident Winfried Kretschmann genutzt werden, um das Leben der Menschen zu verbessern: "Wir haben die Digitalisierung deshalb zum zentralen Thema der Landesregierung gemacht und in den vergangenen Monaten ressortübergreifend an einer digitalen Agenda für das Land gearbeitet." Die Federführung hatte das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration inne, dem Thomas Strobl vorsteht. 

Gemäß der Landesregierung bildet digitale Bildung insbesondere an Schulen und Hochschulen die Basis für die Innovationsfähigkeit der Gesellschaft und der Wirtschaft. Bildung ist deshalb zentrales Schwerpunktthema der Digitalisierungsstrategie. Strobel unterstrich zudem die "herausragend wichtige Rolle" von Startups: Die Landesregierung will daher unter anderem die Gründungsfinanzierung für innovative Unternehmen stärken. "Gerade im digitalen Zeitalter müssen wir uns von der Null-Fehler-Kultur verabschieden. Für Ideen braucht es Mut", so Strobel. Deshalb solle der Mut zu gründen auch an den Hochschulen gestärkt werden. 

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg begrüßt die Initiative der baden-württembergischen Landesregierung ausdrücklich. "Damit Schülerinnen und Schüler bei dem Erwerb von wichtigen Kompetenzen für den Umgang mit digitalen Technologien bestmöglich begleitet werden können, braucht es entsprechend qualifizierte Lehrkräfte", sagt Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT). Für die Hochschule sei es daher von besonderer Bedeutung, dass bereits die Studierenden kompetent im Umgang mit sowie der Beurteilung von digitalen Bildungsmedien werden. In dem Digitalisierungsprojekt der Landesregierung sieht der Professor für Mathematik mit den Schwerpunkten Informatik und Implementierung neuer Medien daher ein wichtiges Signal für die im Herbst 2017 startende Ausarbeitung der eigenen Digitalisierungsstrategie. 

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Auch die besondere Förderung der Gründungskultur stößt in Heidelberg auf Zustimmung: "E-Learning-Experten wie beispielsweise die Alumni unseres Master-Studiengangs E-Learning und Medienbildung sind sehr begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Die Gründung von Startups bereits während des Studiums kann helfen, die eigenen Ideen und Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme bestmöglich zu vermarkten", meint Spannagel. An der Hochschule soll daher unter anderem eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, die sämtlichen Hochschulmitgliedern Beratungs- und Vernetzungsangebote bei Gründungs- und Verwertungsfragen bietet. "Von der Schaffung eines positiven Gründungsklimas an den Hochschulen durch die Landesregierung und der Initiative, das Thema Entrepreneurship stärker in der Lehre zu verankern, versprechen wir uns wichtige Impulse für unsere eigenen Transferaktivitäten", so der Prorektor. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.baden-wuerttemberg.de sowie unter www.ph-heidelberg.de/digitalisierung und www.ph-heidelberg.de/transfer.

velo

Auszüge aus dem Senatsprotokoll vom 17.05.2017

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Forum Mitarbeitende und Jubiläen

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red

Klavier- und Chorkonzert zur Einweihung des Yamaha-Konzertflügels

Die Hochschule zeigt ihre musikalische Vielfalt

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg verfügt seit Anfang 2017 über einen hochklassigen „Yamaha C7“-Konzertflügel; der Erwerb war durch Mittel der BBBank Heidelberg möglich geworden. Der Flügel aus dem Jahre 1990 stand zunächst in der Festhalle von HeidelbergCement und wurde in den letzten Jahren von einer Privatperson genutzt. An der Pädagogischen Hochschule schmückt er nun die Festhalle und wurde am 18. Juli 2017 im Rahmen eines Klavierkonzertes und in Anwesenheit der Hochschulleitung sowie der BBBank Heidelberg der Öffentlichkeit vorgestellt. 

An dem vielfältigen Programm wirkten zahlreiche Mitglieder der Hochschule mit: Zu nennen ist insbesondere Florian Stricker, der die zahlreichen Sängerinnen und Sänger bzw. Musiker fulminant am Flügel begleitete und auch als Solist zu überzeugen wusste. Für Begeisterung sorgte auch der Chor der PH Heidelberg unter Leitung von Heike Kiefner-Jesatko, der Auszüge aus dem Chorwerk „From the Bavarian Highlands“ von Sir Edward William Elgar glanzvoll darbot. Auch im Zusammenspiel mit Barbara Rosnitschek an der Flöte und Martin Bärenz am Violoncello konnte der Klang des Flügels das Publikum faszinieren. Mit ihren Sopranstimmen gewannen im Anschluss Antje Krause und Cordula Stepp die Zuhörer für sich, die insbesondere die Darbietung des „Prima Donna Songs“ (Victor Herbert) mit Standing Ovations honorierten. 

Mit dem Einweihungskonzert hat die Abteilung Musik erneut das vielfältige kulturelle Leben der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bereichert und man darf auf die weiteren Konzerte mit dem hochkarätigen Konzertflügel gespannt sein.

red

Förderung und Begleitung von Schülern mit Fluchthintergrund

Zusatzqualifikation von angehenden Lehrkräften endete mit einer Abschlussfeier

Für die Studierenden der lehramtsbezogenen Studiengänge der Pädagogischen Hochschule und der Universität Heidelberg wurde im Sommersemester 2017 zum zweiten Mal ein Qualifizierungsangebot organisiert, das angehende Lehrkräfte auf die sprachliche Förderung und pädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund vorbereiten sollte. Das Projekt „Professionalisierung angehender Lehrkräfte für die sprachliche Förderung und pädagogische Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Fluchthintergrund“ wurde von Juniorprofessorin Dr. Katrin Biebighäuser (Pädagogische Hochschule Heidelberg) geleitet; Projektpartner waren Juniorprofessor Dr. Giulio Pagonis und Hana Klages (Universität Heidelberg), Dr. Ramona Thümmler von der Universität Tübingen und die Heidelberger Referendarin Sissy Geider. Gefördert wurde das Angebot durch das Programm PLACE aktuell an der Heidelberg School of Education (HSE), der hochschulübergreifenden Einrichtung von Universität und Pädagogischer Hochschule Heidelberg für die gemeinsame Lehrerbildung.

Das Projekt war darauf ausgerichtet, den Studierenden sowohl auf theoretischer als auch auf anwendungsbezogener Ebene spezifische Kompetenzen zu vermitteln, beispielsweise im sprachdidaktischen Bereich. Die Zusatzqualifikation gliederte sich dabei in vier konzeptionell aufeinander abgestimmte Einheiten, die zusätzlich wissenschaftlich begleitet wurden: Die erste Qualifikationseinheit widmete sich der Frage, wie Deutsch als Zweitsprache vermittelt wird. Im Rahmen der zweiten ging es um die besondere Situation von jungen Menschen mit Fluchtbiografie im deutschen Schulsystem. Im Mittelpunkt der dritten Einheit stand die Begleitung junger Geflüchteter unter traumapädagogischen Gesichtspunkten. Einheit vier umfasste ein Begleitseminar zu Thema Toleranz und Teilhabe in der Schule, in dem Experten in Gastvorträgen referierten.

Zum Abschluss des Projekts fand am 18. Juli 2017 eine Abschlussfeier in den Räumen der HSE statt, zu dem die beteiligten Studierenden mit ihren geförderten Schülerinnen und Schülern, deren Lehrkräfte und die Leitung der beteiligten Schulen eingeladen worden waren. Nach einer kurzen Begrüßung durch das Projektteam, in der noch einmal die Ziele und Anliegen des Projekts verdeutlicht wurden, begrüßte Professorin Dr. Petra Deger (Pädagogische Hochschule Heidelberg) als Vertreterin der PLACE-Projektleitung die Anwesenden. Sie betonte, dass durch Projekte wie dieses ein anwendungsbezogenes Studium möglich werde, welches Lehramtsstudierende unmittelbar auf ihre zukünftigen Tätigkeiten vorbereite. An die Schülerinnen und Schüler gerichtet zeigte sich Deger beeindruckt über das, was sie in ihrem jungen Leben bereits alles erleben mussten und wie engagiert sie ihr neues Leben in Deutschland angehen.

Auch die Lehrkräfte und Schulleitungen bedankten sich für die Durchführung des Projektes und hoben die Wichtigkeit der Unterstützungsleitung durch die Studierenden für den Spracherwerb der Schülerinnen und Schüler hervor. Die Studierenden zeigten sich dem Projektteam gegenüber ebenfalls dankbar und betonten, viel für ihre zukünftige Berufstätigkeit gelernt zu haben. 

Im Anschluss präsentierten Studierende mit ihren Förderpartnern Inhalte und Themen, die den Schülerinnen und Schülern am Herzen lagen. Es wurde von durchgeführten Projekten sowie Praktika berichtet und kulturelle Besonderheiten bzw. typische Gerichte der Herkunftsländer der Studierenden vorgestellt - all das in der fremden Sprache Deutsch, die die Schülerinnen und Schüler erst seit vier bis 18 Monaten lernen. Bei einem kleinen Imbiss konnten sich alle Beteiligten dann noch austauschen und die neu entstandenen Kontakte festigen. 

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/forschung/place-aktuell.

red

Runder Tisch BNE der Stadt Heidelberg tagte im Ökogarten

„Transfer in der Metropolregion Rhein – Neckar“ oder „BNE-Kompetenzzentrum“, Kooperation zwischen Universität und Pädagogischer Hochschule an außerschulischen Lernorten – diese so abstrakt anmutenden strukturbildenden Prozesse an der Hochschule und in der Region spielten eine große Rolle bei der Beratung von über 40 Akteuren der BNE der Region am 14. Juli 2017 im Ökogarten. Der Runde Tisch BNE der Stadt Heidelberg fand - bestens vorbereitet von Agenda-Büro und Team Ökogarten - in Anwesenheit von Amtsleiterin Frau Lachenicht des Amts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg statt. Neben „Natürlich Heidelberg“, der GIS-Station, Klimaschützern und etlichen anderen aktiven Gruppen waren natürlich auch Tutorinnen und Tutoren sowie Mitarbeiterinnen des Ökogartens vor Ort, um zu zeigen, welche dem Wohlbefinden förderlichen Ergebnisse eine erfolgreiche Biotopgestaltung vor Ort hervorbringen kann. So konnten selbst erfahrene Naturkenner und BNE-Experten die eine oder andere für sie neue Erkenntnis oder Anregung mitnehmen. Als Jung-Imker erfolgreiche Studierende boten ihren frisch geschleuderten Bienenhonig an. Man konnte alte Kultur- und Wirtschaftspflanzen des Handschuhsheimer Feldes Heidelberg original erleben, die im Ökogarten als genetische Ressource weiter Bestand haben, von der bewährten Färberröte (= Krapp), die mit Kaffee und Waldmeister verwandt ist, bis zu der als Färberwaid genutzten Isatis tinctoria oder alten Apfelsorten wie Champagner Renette, Danziger Kant oder Gewürzgurken.

Im Mittelpunkt aber standen unkomplizierte, direkte und konkrete Absprachen für eine weitere Stabilisierung der Netzwerke einer nachhaltigen Entwicklung. Dazu zählte beispielsweise die Vorbereitung der Arbeitskreise innerhalb des im BMBF-Programm „Innovative Hochschule“ geförderten Vorhabens „Transfer Together" von PH und MRN. Schließlich soll an der Hochschule ein Zentrum für BNE im Kontext der starken Nutzung außerschulischer Lernorte aufgebaut werden. 

Dieser Runde Tisch BNE wurde auch genutzt, um die erneute Auszeichnung des Ökogartens als beispielhaftes Projekt im Rahmen der UN-Dekade der Erhaltung der Biologischen Vielfalt angemessen zu feiern. 

Lissy Jäkel, Leiterin Ökogarten

Streuobst-Pädagogik im Ökogarten verstetigt

Zu unserer Kulturlandschaft gehören nicht nur Forst und Wald, sondern auch Grünland und Streuobstwiesen. Deren Schutz ist Anliegen der nationalen Strategie der Erhaltung von Biodiversität und wird von der Landesregierung durch spezielle Programme umgesetzt. Streuobstwiesen werden rekultiviert und Pädagogen für BNE auf Streuobstwiesen ausgebildet. Zwanzig angehende Streuobst-Pädagogen besuchten am 13. und 14. Juli das Fach Biologie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Gleich um 9 Uhr begrüßte sie Prof. Dr. Lissy Jäkel in ihrer Botanik-Vorlesung. Dort bekamen sie einen Einblick in den Lern-Alltag von Lehramtsstudierenden, in fachdidaktische Forschungen zu Interessen von Lernenden und der Notwendigkeit interessefördernder Lernsituationen. Nach der Vorlesung schauten die angehenden Streuobst-Pädagogen im Ökogarten den Studierenden des Seminars „Outdoor Education“ über die Schulter. 

In diesem Seminar kommen Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse der Internationalen Gesamtschule Heidelberg (IGH) mit ihrer Lehrerin Andrea Czernoch jeden Donnerstag zum praxisorientierten Unterricht in den Ökogarten. Für die Studierenden ist die praxisorientierte Ausbildung von großem Vorteil, um fachdidaktisches Know-how und Managementerfahrungen an außerschulischen Lernorten (PCK) auszubilden. Am Donnerstag konnten die angehenden Streuobst-Pädagogen an Praxismodulen im Garten teilhaben und sehen, wie Lern-Lehrarrangements mit Schülerinnen und Schülern umgesetzt werden können. Nachmittags entwickelten sie selbst Lerneinheiten. Sie wurden außerdem in die Aspekte der Bildung für nachhaltige Entwicklung umfangreich und theoriebasiert eingeführt.

Die Ergebnisse eigener Modulentwicklungen wurden am Freitag mit dem Seminar „Draußen lernen – Sprachsensibler Fachunterricht“ und der zweiten Klasse der Mönchhofschule (Lehrerin Frau Herberg) umgesetzt, die freitags in den Garten kommt. In Kleingruppen stellten die Streuobst-Pädagogen ihre Lerneinheiten den Schülerinnen und Schülern vor, die diese als sehr anregend bewerteten. Positiv war der Vormittag auch für die Studierenden. In der Rolle des Zuschauers konnten sie viele didaktische Aspekte beobachten und im Hinblick auf eigene Entwicklungspotentiale reflektieren. 

Diese Kooperation bei der Ausbildung der Streuobst-Pädagogen gestaltet der Ökogarten nun bereits im zweiten Jahr. Auch deshalb wurde die bewährte Zusammenarbeit in das vom BMBF geförderten Vorhaben "Innovative Hochschule" von PH und MRN implementiert, um gelungene Kooperationen im Sinne von BNE zu verstetigen. 

Ulrike Kiehne, Team Ökogarten 

Spannender Kindergartenwettbewerb der Forscherstation

Fahrzeuge aus Alltagsmaterialien- Siegermodelle in Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen ausgestellt

Bei einem Wettbewerb der Forscherstation, ein An-Institut der Pädagogischen Hochschule sowie Klaus Tschira Kompetenzzentrum, haben zahlreiche Kinder aus verschiedenen Kindergärten in der Metropolregion Rhein-Neckar Fahrzeuge aus Alltagsmaterialien entworfen und gebaut. Die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim stellen einige davon im Rahmen der Kindermitmach-Ausstellung „Total genial! Coole Erfindungen vom Faustkeil bis zur Jeans“ aus.  

Zwei Papierrollen, Holzstäbe, CDs, Plastikschalen, Klebeband und Papier, daraus hat ein Team aus sechs jungen Tüftlern im Kinderhaus Cheliusstraße in Mannheim einen ganz besonderen Monster-Truck gebaut. Zuerst entwarf die Gruppe ein Modell auf Papier, dann suchten sie verschiedene Materialien zusammen und testeten diese. Anschließend schraubten die Tüftler ihren Monster-Truck zusammen - einschließlich Lichtern, Nummernschild und einem Fahrer am Steuer. 

Das Kinderhaus beteiligte sich neben rund dreißig anderen Einrichtungen am Kindergartenwettbewerb der Forscherstation, der jährlich im Rahmen von Explore Science ausgeschrieben wird. In diesem Jahr drehte sich bei den naturwissenschaftlichen Erlebnistagen der Klaus Tschira Stiftung vom 21. bis 25. Juni 2017 alles um das Thema Energie. Das Klaus Tschira Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung hatte die Aufgabe gestellt, dem kleinen Bauklotzmann, Kai Klötzchen, aus Alltagsmaterialien, aber ohne eigenen Antrieb einen fahrbaren Untersatz zu bauen, der möglichst gerade und weit rollt. Bei der anschließend durchgeführten Weit-Roll-Meisterschaft schafften es drei Fahrzeuge auf das Siegerpodest. Diese sind ab sofort neben dem Monster Truck und drei weiteren Autos in den Reiss-Engelhorn-Museen in der Kindermitmach-Ausstellung zu sehen. 

Noch bis Anfang Oktober laden die Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim gemeinsam mit der Stiftung Kinder und Familien zu einem großen Mitmach-Abenteuer ein. Die Schau „Total genial! Coole Erfindungen vom Faustkeil bis zur Jeans“ entführt große und kleine Entdecker ab vier Jahren in die faszinierende Welt der Erfindungen. An Mitmach-Stationen lernen die Besucher nicht nur die unterschiedlichsten Erfindungen und Geistesblitze kennen, sondern können diese auch nach Herzenslust selbst ausprobieren. 

Nadine Rausch und Kerstin Zyber-Bayer

Wissenstransfer

Bildungswissenschaftliches Magazin daktylos zum Thema erschienen

Die am 7. Juli 2017 erschienene Ausgabe des daktylos, bildungswissenschaftliches Magazin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, beschäftigt sich mit Konzepten und aktuellen Projekten des Wissenstransfers der Hochschule: Pädagogisches Know-how wird in unterschiedlichen Lebensbereichen angewendet, um aktuelle gesellschaftliche Fragen und Aufgaben bewältigen zu helfen. Bei dieser so genannten "Third Mission" sind soziale Verantwortung, Kooperation und regionale Vernetzung wichtige Leitprinzipien. 

Wie wichtig und aktuell dieser Transfergedanke ist, wird auch darin deutlich, dass ein umfangreiches Kooperationsprojekt mit der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zukünftig im Rahmen des Programms "Innovative Hochschule" von Bund und Ländern gefördert wird: In der ersten von zwei Auswahlrunden erhielt "TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" am 4. Juli 2017 den Zuschlag. Aktuelle Informationen hierzu finden Sie online unter www.ph-heidelberg.de/transfer

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Die Beiträge in der nun vorliegenden daktylos-Ausgabe zeigen in vier unterschiedlichen Themengebieten auf, wie Wissenstransfer der Hochschule bereits heute konkret funktioniert:

  • In "Pädagogische Kompetenzen anwenden" lernen Sie beispielsweise E-Learning-und Geographie-Studierende kennen, die mit Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar bidirektional zusammenarbeiten. Sie erfahren auch, wie das Heidelberger Kompetenztraining mentale Stärke bei Menschen in unterschiedlichen Handlungsfeldern unterstützt.
  • "Institutionelle Verantwortung und Transfer" thematisiert unter anderem, wie vielfältig der Einsatz der Hochschule im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung über den Schulkontext hinaus ist und wie Weiterbildung in verschiedenen Bildungskontexten entwickelt wird.
  • "Gesellschaftliche Integration und Inklusion" stellt neben anderen Themen das inklusive Nachrichtenportal "Einfach Heidelberg" und einen Index zum inklusiven Wohnen vor, beschreibt den erfolgreichen Weg des Wohnprojekts "Hagebutze" und erläutert, wie Integration durch Sport unterstützt werden kann.
  • "Mit Bildungsexpertise in die Selbstständigkeit" portraitiert Menschen der Hochschule, die beim Sprung in die Selbstständigkeit erfolgreich waren und erläutert zudem, welcher Expertise es beim "Gründen" bedarf und wo Unterstützung zu finden ist.

Diese und andere interessante Beiträge finden Sie online unter www.ph-heidelberg.de/daktylos. Gedruckte Ausgabe können bei der Pressestelle der Hochschule angefordert werden (presse@remove-this.vw.ph-heidelberg.de).

hop

Würdigung herausragender Verdienste

Professor Gerhard Härle zum Ehrenbürger der PH Heidelberg ernannt

Professor Dr. Gerhard Härle wurde aufgrund seiner herausragenden Verdienste um die Anliegen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit Wirkung zum 1. Oktober 2017 zum Ehrenbürger der Hochschule ernannt. Diese würdigte mit der Auszeichnung insbesondere das über 20 Jahre währende Engagement von Professor Härle für exzellente Bedingungen in Studium und Lehre an der PH Heidelberg. Die Verleihung fand am 14. Juli 2017 während einer Akademischen Abschiedsfeier anlässlich des bevorstehenden Ruhestandes von Gerhard Härle statt.

Dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg folgte Professor Härle 1995. Bereits fünf Jahre später wurde er Dekan der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften, ein Amt, das er neun Jahre lang mit viel Elan und Engagement innehatte. In einer der größten Krisen der PH Heidelberg, die rein äußerlich gesehen ihren Haushalt, im Grunde jedoch ihre Identität betraf, wurde Härle 2009 zum Prorektor für Studium und Lehre gewählt: "Ich wusste, dass dies gerade in der damaligen Situation eine höchst undankbare Aufgabe wäre. Dennoch reizte es mich, an den Fragen der Qualität von Studium und Lehre, für die ich mich seit Beginn meiner eigenen Lehrtätigkeit engagiere, nun in gestalterischer Verantwortung mitzuwirken", so Härle.

Den mit den Studienreformen 2011 und 2015 einhergehenden Gestaltungsraum nutze der Germanist, um nach seinem Leitspruch "So viel Humboldt wie möglich, so viel Bologna wie nötig" wesentliche Qualitätsziele zu verfolgen. Dass Härle damit richtig lag, zeigen insbesondere die beiden erfolgreichen Drittmittelanträge "Experts in Education" (Förderung: Qualitätspakt Lehre) und "heiEDUCATION" (Förderung: Qualitätsoffensive Lehrerbildung), die maßgeblich von ihm formuliert und später umgesetzt wurden. "Experts in Education hat die Grundlage für die erfolgreiche heiEDUCATION-Antragstellung gelegt und wir sind nun - gemeinsam mit der Universität Heidelberg - in der Lage, anspruchsvolle Konzepte forschungsorientierter Lehrerbildung zur Verschränkung von exzellenter Fachwissenschaft, forschungsbasierter Fachdidaktik und professionsorientierter Bildungswissenschaft zu entwickeln", erklärt Härle. 

Im Mittelpunkt steht dabei die Heidelberg School of Education (HSE), die 2015 gegründete hochschulübergreifende Einrichtung der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für die gemeinsame Lehrerbildung. Hier übernahm Härle für die PH das Amt des Geschäftsführenden Direktors. "Damit Lehrkräfte in der heutigen Gesellschaft sowohl ihren eigenen Bildungsweg als auch die Bildungswege anderer erfolgreich (mit)gestalten können, ist eine Neuausrichtung der Lehrerbildung erforderlich", meint Härle. "Mit der HSE können wir inhaltliche und strukturelle Maßnahmen initiieren und durchführen, die diesem Ziel dienen." 

Die Verdienste des neuen Ehrenbürgers beim Ausbau Heidelbergs zu einem Ort exzellenter Lehrerbildung hob auch der amtierende Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Professor Dr. Hans-Werner Huneke, hervor: "Sie haben sich stets dafür eingesetzt, dass unsere Studierenden exzellente Studienbedingungen vorfinden und bestmöglich auf ihren wichtigen gesellschaftlichen Beitrag vorbereitet werden. Dafür haben Sie gekämpft, haben sich eingemischt und waren manchen auch unbequem. Dabei haben Sie maßgeblich, und das scheint mir besonders wichtig, nachhaltig die Qualitätsentwicklung unserer Hochschule in Studium und Lehre vorangebracht. Dafür gilt Ihnen mein Dank und ich füge meine Gratulation zur Würde eines Ehrenbürgers hinzu." 

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Zur Person 

Gerhard Härle absolvierte ein Studium der Germanistik und Philosophie u. a. in München und Heidelberg. Von 1978 bis 1984 war er als freiberuflicher Journalist und Autor tätig, bevor er als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Universität Marburg in Neuerer deutscher Literatur promovierte. Im Anschluss arbeitete Härle als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Siegen, wo er nach seiner Habilitation 1994 die Venia legendi für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und für Allgemeine Literaturwissenschaft erhielt. 1995 folgte Härle dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg. Nach neun Jahren als Dekan wurde er 2009 zum Prorektor für Studium und Lehre gewählt und war darüber hinaus Vertreter im Rektoramt. In diesen Funktionen verantwortete er maßgeblich die kooperative Konzipierung und den Aufbau der Heidelberg School of Education (HSE) als hochschulübergreifende Einrichtung der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg für die gemeinsame Lehrerbildung. 2015 wurde Härle kooptiertes Mitglied der Neuphilologischen Fakultät der Universität Heidelberg und übernahm für die Pädagogische Hochschule das Amt des Geschäftsführenden Direktors der HSE. 

Zur Ehrenbürgerwürde 

Die Würde eines Ehrenbürgers der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kann auf Senatsbeschluss Professoren und Professorinnen im Ruhestand sowie ehemaligen Mitgliedern der Hochschule verliehen werden, die sich um die Entwicklung der PH Heidelberg in besonderer Weise verdient gemacht haben. Vor Professor Härle wurden der ehemalige Verwaltungsdirektor Jürgen Frommer (1997), der frühere Rektor Professor Dr. Karl Kollnig (2001) sowie der Heimatkundler und Stadthistoriker Ludwig Merz (2001) mit dieser Auszeichnung gewürdigt.

velo

Studierende der Sonderpädagogik ausgezeichnet

Katharina Vollrodt erhält Cochlear Graeme Clark Stipendium 2017

Katharina Vollrodt, die an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Sonderpädagogik auf Lehramt studiert, ist die Gewinnerin des Cochlear Graeme Clark Stipendiums 2017. Mit dem Stipendium ehrt Cochlear Deutschland hörgeschädigte Studierende, die mit einem Cochlear Nucleus Cochlea-Implantat (CI) System hören, gute Studienleistungen vorweisen und sich ehrenamtlich engagieren. 

"Das Stipendium bedeutet mir sehr viel", so Vollrodt. "Es ist für mich eine tolle Bestätigung, und es ermöglicht mir, einen lang gehegten Wunsch zu verwirklichen: Ein Praktikum in Finnland, wo ich neue Ansätze zu Integration und Inklusion hörgeschädigter Schülerinnen und Schüler kennenlernen will." Ihr Wissen und ihre Fähigkeit, sowohl in Laut- als auch in Gebärdensprache kommunizieren zu können, setzt sie bereits jetzt bei der Integration von hörenden und nicht-hörenden Menschen ein und baut so Brücken.

Genau diese Kompetenz beeindruckt Dr. Barbara Bogner, Behindertenbeauftragte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, ganz besonders: "Bildungsprozesse sind stets von heterogenen Bedingungen und Konstrukten geprägt. Als bildungswissenschaftliche Hochschule, die sich der Inklusion und Diversität verpflichtet hat, brauchen wir Menschen wie Katharina Vollrodt! Durch ihr Engagement können Barrieren abgebaut und Handlungsoptionen geschaffen werden, mit denen Inklusion umgesetzt werden kann. Dass Frau Vollrodt nun mit dem Cochlear Graeme Clark Stipendium ausgezeichnet wurde, freut mich daher besonders und ich darf ihr recht herzlich gratulieren." 

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Zur Person 

Katharina Vollrodt, die mit einer an Taubheit grenzenden Hörschädigung zur Welt kam, wurde 1994 im Universitätsklinikum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen auf dem linken Ohr mit einem Nucleus Cochlea-Implantat versorgt. Seit 2008 trägt sie auf dem rechten Ohr ebenfalls ein CI. Nach dem Abitur, das die junge Frau auf einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Hören und Kommunikation machte, absolvierte Vollrodt erfolgreich eine Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin sowie ein Auslandsjahr in Australien und Neuseeland. Seit 2014 studiert sie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt Sonderpädagogik. Im Windersemester 2015/2016 erhielt Vollrodt ein Baden-Württemberg-STIPENDIUM und studierte vier Monate an der Thompson Rivers University in British Columbia/Kanada, einer Partnerhochschule der PH Heidelberg. Neben ihrem Studium engagiert sich Katharina Vollrodt für soziale Projekte und unterstützt unter anderem hörbehinderte Flüchtlinge. Die angehende Lehrerin möchte in der Zukunft ihre persönliche Erfahrung sowie ihre wissenschaftliche Expertise nutzen, um zu erforschen, wie sich hörgeschädigte Kinder bei der Inklusion in einer Schule unter Normalhörenden fühlen. 

Zu dem Stipendium 

Mehr als drei Jahrzehnte ist es her, dass in Deutschland erstmals ein Mensch mit einem Cochlea-Implantat versorgt wurde. Vorreiter für die bahnbrechende Technologie dieser Innenohrprothese war der australische Medizin-Professor Graeme Clark. In Würdigung seiner Arbeit verleiht Cochlear alljährlich ein Cochlear Graeme Clark Stipendium: Mit ihm werden weltweit junge Nucleus CI-Träger geehrt, die sich durch herausragende Studienleistungen sowie durch ein besonderes gesellschaftliches Engagement hervorgetan haben.

velo

Als Willkommenskultur ist die Schule wichtig!

Miriam Falter erhält Förderpreis für ihre politische Abschlussarbeit

Miriam Falter, Alumna der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, wurde mit einer Abhandlung ihrer Wissenschaftliche Abschlussarbeit mit dem Förderpreis für Politische Publizistik der Hanns-Seidel-Stiftung ausgezeichnet. Ihren Beitrag "Als Willkommenskultur ist die Schule wichtig!" würdigte die Jury als eine überzeugende Abhandlung zur Thematik "Herausforderung: Einwanderung", die die Verantwortung des Lehrpersonals in den Schulen sowie generell den Bildungsaspekt in den Fokus der Einwanderungspolitik rückt. Falter wurde bei ihrer Abschlussarbeit von Professor Dr. Reinhard Mehring und Marion Kirsch (Institut für Gesellschaftswissenschaften) betreut.

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Miriam Falter, die an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt an Werkreal-, Haupt- und Realschulen studierte und ehrenamtlich Deutschkurse für Asylsuchende gibt, hat sich in ihrer Abschlussarbeit mit der schulischen Integration von Flüchtlingskindern in das deutsche Schulsystem befasst. Auf Basis eines theoretischen Fundaments führte Falter hierzu Experteninterviews mit Lehrkräfte in Vorbereitungsklassen der Metropolregion Rhein-Neckar. 

Die angehende Lehrerin kommt zu dem Ergebnis, dass "Schulen und Lehrkräfte nicht nur den Deutschunterricht übernehmen; sie helfen auch bei aufenthaltsrechtlichen Belangen und geben psychosoziale Unterstützung". Die Schule sei, so folgert Falter, ein wichtiges Instrument, um den jungen Flüchtlingen eine Perspektive zu geben und sie - über die Vermittlung von kulturellen Werten und Traditionen - in die Gesellschaft bzw. den Arbeitsmarkt zu integrieren. So sei es nur folgerichtig, dass angehende Lehrkräfte heute besser auf die steigende Heterogenität deutscher Schulklassen und die damit verbundenen Herausforderungen vorbereitet würden. Darüber hinaus ist es für Falter Aufgabe der Politik, Bedingungen zu schaffen, unter denen die Akteure vor Ort die Integration leisten können. "Wenn Schulen die passenden institutionellen und strukturellen Rahmenbedingungen erhalten, können sie Sprache bilden, Kompetenzen stärken und Potenziale entwickeln. Damit kann eine Integration gelingen, die den geflüchteten Schülerinnen und Schülern gerecht wird und die eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt", sagt Falter. 

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg gratuliert ihrer Alumna herzlich zu der Auszeichnung und wünscht ihr für ihren weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.

velo

Heidelberger Studentin für Universiade-Team nominiert

Janine Meißner tritt in Taiwan im Bogenschießen an

Vom 19. bis zum 30. August 2017 wird Taiwan das Zentrum des studentischen Spitzensports, findet doch die 29. Sommer-Universiade in Taipei statt: Mit dabei ist auch die Heidelberger Lehramtsstudentin Janine Meißner. Die Bogenschützin wurde Mitte Juli vom adh-Vorstand für das deutsche Team nominiert. Meißner gehört damit zu 125 studentischen Spitzensportlerinnen und -sportlern, die in insgesamt 14 Sportarten an den Start gehen. Laut adh-Sportdirektor Thorsten Hüsch ist das deutsche Team in diesem Jahr ein sehr junges Team, um vor allem den Nachwuchstalenten eine Chance zu geben: „Bei der Universiade sollen sie die Möglichkeit haben, internationale Erfahrung zu sammeln und so Motivation für die Zukunft zu schöpfen. Damit ebnen wir den Weg für spätere Teilnahmen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.“ Die Pädagogische Hochschule Heidelberg wünscht Janine Meißner sowie dem gesamten deutschen Team erfolgreiche Wettkämpfe sowie erlebnisreiche Tage und interessante Begegnungen in Taiwan.

velo

Vorstand der Fakultät II im Amt bestätigt

Professoren Zenkert, Zöllner-Dressler und Dierk wiedergewählt

Der Fakultätsrat der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat Professor Dr. Georg Zenkert (Philosophie) erneut zum Dekan gewählt. Ebenfalls wiedergewählt wurde sein Stellvertreter Professor Dr. Stefan Zöllner-Dressler aus dem Fach Musik. Für beide Professoren ist es die dritte Amtszeit. Als Studiendekanin wiedergewählt wurde Professorin Dr. Heidrun Dierk (Evangelische Theologie/Religionspädagogik); für Dierk ist es die zweite Legislaturperiode. Die Amtszeiten betragen jeweils vier Jahre und beginnen am 1. Oktober 2017. 

Zenkert bedankte sich für das Vertrauen und die gute Zusammenarbeit. Der alte und neue Dekan hob dabei die Intensivierung der Forschungstätigkeiten, die kontinuierliche Entwicklung innovativer Lehr- und Lernkonzepte sowie den Ausbau von (inter-)nationalen Kooperationen hervor. "Die zahlreichen Lehr-, Forschungs- und Entwicklungsprojekte unserer Fakultät mit ihren interkulturellen Fragestellungen, ihren Bildungsangeboten in den Bereichen der Sprache, des ästhetischen Lernens, der Philosophie, der Theologie und der Medien tragen maßgeblich zur Entwicklung des Profils der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bei", so Zenkert. "Die musischen Fächer lassen über zahlreiche Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Theateraufführungen an der Hochschule zudem eine anregende Kulturlandschaft entstehen." 

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Zu den Personen

Georg Zenkert studierte Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Tübingen und der State University of Stony Brook, New York und promovierte 1988 in Tübingen mit einem Promotionsstipendium des Landes Baden-Württemberg. Anschließend erhielt er - ebenfalls in Tübingen - einen Lehrauftrag am Philosophischen Seminar bzw. eine Anstellung als wissenschaftlicher Angestellter im Rahmen eines DFG-Projektes. 1991 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, 2003 die Habilitation für das Fach Philosophie (Universität Tübingen). Seit dem 1. Oktober 2009 ist Zenkert an der PH Heidelberg Dekan der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften. 

Stefan Zöllner-Dressler studierte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und promovierte am musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Heidelberg. Es folgten Lehraufträge an der Pädagogischen Hochschule sowie mehrere Jahre im aktiven Schuldienst. 2000 trat Zöllner-Dressler eine Vertretungsprofessur an der PH Freiburg an; 2009 erfolgte der Ruf zurück nach Heidelberg, wo er seitdem eine Professur für Musikwissenschaft und Musikpädagogik inne hat. Seit dem 1. Oktober 2009 ist Zöllner-Dressler überdies Prodekan der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften. 

Heidrun Dierk studierte evangelische Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen bzw. an der Universität Heidelberg. 1993 erfolgte die Promotion an der Theologischen Fakultät der Ruperto Carola, anschließend wechselte Dierk in den aktiven Schuldienst bzw. war an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in der Hochschullehre tätig. 2005 habilitierte sie sich an der Universität Heidelberg und nahm 2009 den Ruf an die Pädagogische Hochschule Heidelberg an. Ebenda ist sie seit 2013 Studiendekanin der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften.

velo

Fellowship Programm

Der japanische Professor Hiroyuki Kuno, Ph.D. ist dritter Fellow

Professor Hiroyuki Kuno, Ph.D. von der Universität Nagoya/Japan ist derzeit als Fellow an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Institut für Sachunterricht tätig. Die Forschungsschwerpunkte von Kuno liegen in der Unterrichtserforschung sowie der Schulentwicklung. Seinen Aufenthalt in Heidelberg nutzt er, um die Didaktik des Sachunterrichts in Deutschland zu erforschen und diese mit dem japanischen Schulsystem zu vergleichen. Seine Forschungsergebnisse geben sowohl durch den Austausch mit Lehrenden als auch mit Studierenden deutliche Impulse für die Internationalisierung der Lehrerbildung: So gibt Professor Kuno unter anderem in zwei hochschulöffentlichen Vorträgen einen Einblick in das Schulsystem und den Sachunterricht in Japan und stellt Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Bildungsplänen, Schulbüchern und Unterrichtskulturen dar. Darüber hinaus wird Kuno über den aktuellen Bildungsplan in Japan sowie über die Unterrichtsgestaltung und den fächerübergreifenden Unterricht in den 2000er Jahren sprechen.

"Nach dem Politikwissenschaftler Professor Dr. David Kettler und der Historikerin Dr. Swider können wir nun erneut einen international renommierten Wissenschaftler an unserer Hochschule begrüßen", freut sich Professor Dr. Friedrich Gervé, Leiter des Instituts für Sachunterricht. Mit seinen fundierten Kenntnissen im Bereich der Unterrichtserforschung sowie der Schulentwicklung bereichere Kuno nicht nur die Forschung und Lehre im Sachunterricht, sondern fördere auch die interkulturellen Handlungskompetenzen der Studierenden, so Gervé.

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Zur Person

Hiroyuki Kuno absolvierte zunächst ein Bachelor-Studium an der Nara University of Education sowie ein Master-Studium an der Aichi University of Education. Promovierte wurde Kuno im Jahr 2000 an der Nagoya University. Es folgte eine Tätigkeit als Lehrbeauftragter an der Naruto University of Education bzw. der Aichi University of Education. Ebenda wurde Kuno 2005 zum außerordentlichen Professor ernannt; 2014 nahm er den Ruf an die Nagoya University an.

Mit Deutschland ist Kuno eng verbunden: So besucht er von September 1987 bis Juli 1988 im Rahmen eines Regierungsstipendiums des japanischen Bildungsministeriums die Universität Heidelberg. Von April bis September 1998 war er zudem an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg im Rahmen eines DAAD-Stipendiums tätig.

Zum Fellowship Programm

2013 nahm die Pädagogische Hochschule Heidelberg mit dem Politikwissenschaftler Professor Dr. David Kettler (Bard College/USA) ihren ersten Fellow auf; 2014 folgte die Historikerin Dr. Malgorzata Swider (Universität Opole/Polen). Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der Hochschule ist das Fellowship Programm sowohl ein wichtiger Baustein für die Internationalisierung der Lehre als auch für gemeinsame, internationale Forschungsprojekte.

velo

Sonderpädagogik der Hochschule maßgeblich geprägt

Professor Heinrich Kratzmeier verstorben

Professor Heinrich Kratzmeier ist am 22. Juni 2017 verstorben. Geboren am 3. Februar 1930, war der verdiente Sonderpädagoge seit April 1965 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1992 im Bereich Psychologie der Gehörlosen und Schwerhörigen tätig und hat von 1975 bis 1992 die Außenstelle des Landeslehrerprüfungsamts beim Fachbereich Sonderpädagogik geleitet. 

Herr Kratzmeier hat nach seinem Studium der Psychologie und der Lehrämter für Volksschule und Gehörlosen-, Schwerhörigen- und Sprachheilpädagogik zunächst als Lehrer an verschiedenen Schularten und anschließend als Dozent für Psychologie an der PH Reutlingen gearbeitet, bevor er als Dozent an die Pädagogische Hochschule Heidelberg ging und dort im Oktober 1966 zum Professor im Alter von 36 Jahren ernannt wurde. Eine Auszeichnung, die seine wissenschaftliche Lehrtätigkeit im Rahmen der Lehrerbildung, seine zahlreichen psychologischen und fachpädagogischen Veröffentlichungen sowie seine erfolgreichen organisatorischen Bemühungen beim Ausbau des Heidelberger Studieninstituts würdigt. Denn in seine Schaffensperiode fällt unter seiner maßgeblichen Mitwirkung die Erweiterung des Instituts für Hör-, Sprach- und Sehgeschädigtenlehre zum Institut für Sonderpädagogik, was der Grundstock für den Fachbereich Sonderpädagogik und den späteren Fachbereich VI an der Pädagogischen Hochschule war.

Die Hochschule wird Professor Kratzmeier ein ehrendes Andenken bewahren.

red

Weiterbildungen des ILBS Heidelberg

Das Institut für Lösungsorientierte Beratung und Supervision (ILBS) Heidelberg, ein An-Institut der Pädagogischen Hochschule mit Sitz in der Mozartstraße 29 in unmittelbarer Nähe zum Altbau, bietet wieder folgende Weiterbildungen an:

Kollegiale Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern - KoBeSu (Jörg Schlee)
15.-16. September 2017
Das Verfahren der Kollegialen Beratung und Supervision (KoBeSu) ist ein langjährig erprobtes, anspruchsvolles Beratungs- und Supervisionsverfahren für Teilnehmerinnen und Teilnehmer von kollegialen Unterstützungsgruppen. Seine klare Strukturierung erleichtert die Erlernbarkeit und ermöglicht seinen AnwenderInnen eine hohe Handlungssicherheit. Zielgruppen sind v. a. in pädagogischen und sozialpädagogischen Einrichtungen Tätige, wie LehrerInnen, FörderschullehrerInnen, ErzieherInnen, MitarbeiterInnen von Jugendhilfe- und Heimeinrichtungen oder anderen Beratungszentren.

Aufbauend auf den Kernannahmen des Forschungsprogramms Subjektive Theorien sowie auf Methoden und Hilfsmittel der Humanistischen Psychologie bietet das Verfahren den Gruppenmitgliedern Gelegenheit, persönliche und berufliche Fragestellungen klärend zu bearbeiten.

Es wurde in den 80 Jahren von Prof. Dr. Jörg Schlee aus Oldenburg entwickelt und ermöglicht allen Personen, die sich in schwierigen und belastenden Situationen gegenseitig unterstützen wollen, Hilfe zur Selbsthilfe.

Prof. Dr. Jörg Schlee wird von seinen langjährigen Erfahrungen mit dem Beratungskonzept "KoBeSu" berichten und die theoretischen Grundlagen seines Beratungsansatzes vorstellen. Darüber hinaus wird es darum gehen, das Verfahren "KoBeSu" zu demonstrieren und in Kleingruppen selbst zu erproben.

Zeiten: Fr., 10.oo – 18.oo Uhr und Sa., 9.oo – 17.oo Uhr

Praxiswerkstatt Supervision. Supervision für Supervisoren (Karl L. Holtz, Marliese Köster)
15. September 2017
In regelmäßigen Abständen bieten wir Nachmittagstermine für alle interessierten BeraterInnen und SupervisorInnen an, die ihre eigene Praxis reflektieren, verändern, diskutieren wollen. Fälle aus dem eigenen beruflichen Handlungsfeld und typische Beratungssituationen können vorgestellt und gemeinsam besprochen werden.

Der nächste Termin unter der Leitung von Marliese Köster findet am Freitag, den 15. September 2017 von 15.00 bis 19.00 Uhr in Heidelberg statt.

Kontaktstudiengang LoB (Grund- und Aufbaukurs)
Systemisch-lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern LoB (Karl L. Holtz & Marliese Köster)
Beginn Grundkurs 20.-21. Oktober 2017, Beginn Aufbaukurs 27.-28. Oktober 2017
Das Kontaktstudium "Lösungsorientierte Beratung und Supervision in pädagogischen Handlungsfeldern (LoB)" ist eine berufsbegleitende Weiterbildung und bietet u.a. die Möglichkeit zur Zertifizierung als "systemische Beraterin SG / systemischer Berater SG" nach den Qualifizierungskriterien der Systemischen Gesellschaft (SG).

Kostenlose Informationsveranstaltung zum Kontaktstudium LoB
13. September 2017, 17.oo – 19.oo Uhr
Bei dieser Veranstaltung werden Sie unser Team kennen lernen und Sie erhalten Einblicke in unsere lösungsorientierte Arbeitsweise. Neben Informationen zu Inhalt und Aufbau des Kontaktstudiums wird es Gelegenheit geben, offene Fragen zu klären.

Angela Nassal

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft

Für den FoBiLe 2018 können ab jetzt wieder Abschlussarbeiten (Bachelor, Master und Dissertation) eingereicht werden, die sich mit Bio-Lebensmitteln auseinandergesetzt und ein Thema rund um die Herstellung, Verarbeitung, Vermarktung oder zu Aspekten der Nachhaltigkeit wie Umwelt- und Sozialverträglichkeit bearbeitet haben. Die besten Arbeiten erhalten 5.000, 3.000 und 2.000 Euro.

Einsendeschluss ist der 15.10.2017

Näheres zur Ausschreibung und zur Bewerbung finden sie unter: www.forschungspreis-bio-lebensmittel.de

Der Forschungspreis Bio-Lebensmittelwirtschaft wird von der Schweisfurth-Stiftung, der Lebensbaum-Stiftung, der BIOFACH sowie der Assoziation ökologischer Lebensmittelhersteller (AöL) getragen und von zahlreichen Firmen der Branche unterstützt. Der Preis soll die Kooperation zwischen Unternehmen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft mit Hochschulen in ökologischen Forschungs- und Entwicklungsthemen unterstützen und die Präsenz ökologischer Fragestellungen an Hochschulen fördern.

red

Campus Heidelberg

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Juli-Newsletter:

Theaterpädagogik-Aufführung der West Side Story unter der Leitung von Christian Verhoeven

Erfolgreicher siebter Jahrgang der Mannheimer Straßenschule

Mannheimer Straßenschule hat 94% Erfolgsquote

Die Mannheimer Straßenschule bei Freezone hat Grund zu feiern. Dieses Jahr haben elf Prüflinge ihre Schulabschlussprüfung erfolgreich abgelegt. Damit ist der diesjährige Jahrgang der zahlenmäßig stärkste. Acht Schüler und Schülerinnen haben ihren Realschulabschluss an der Tulla-Realschule und zwei Schüler und Schülerinnen ihren Hauptschulabschluss an der Humboldt-Werkrealschule bestanden. Außerdem hat ein Schüler der Mannheimer Straßenschule die einjährige Gewerbliche Berufsfachschule an der Justus-von-Liebig-Schule erfolgreich besucht und damit gleichzeitig seinen Hauptschulabschluss erworben.
Alle elf Absolventen und Absolventinnen haben sich auf ihre Abschlussprüfungen in der Mannheimer Straßenschule bei Freezone vorbereitet. Der diesjährige Jahrgang ist bereits der siebte der Mannheimer Straßenschule.
Die Mannheimer Straßenschule wurde 2010 bei Freezone gegründet und bereitet junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen auf den Hauptschul- oder Realschulabschluss vor und bietet zusätzlich Nachhilfe an.
Insgesamt hat sie seit ihrem Bestehen zu 46 erfolgreichen Abschlüssen geführt und eine Erfolgsquote von 94 Prozent. Neben dem formalen Bildungsabschluss, der den jungen Menschen den Start ins Berufsleben erleichtert oder eine weitere Bildungskarriere eröffnet, gewinnen sie durch dieses Erfolgserlebnis Selbstbewusstsein und die Einsicht in die Notwendigkeit von Tugenden wie Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und Pünktlichkeit.
Die Mannheimer Straßenschule finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern. Diese erfolgreiche Arbeit wird durch die Unterstützung von Privatpersonen, Firmen, gemeinnützigen Vereinigungen und Stiftungen ermöglicht. Personell wird die Straßenschule getragen durch die engagierte Mitarbeit von circa 30 Lehrkräften, von denen nahezu ein Drittel ehrenamtlich tätig ist. Die Lehrkräfte sind Lehramtsstudierende und Studierende der Hochschulen in der Metropolregion, ausgebildete Lehrkräfte, Ruheständler sowie Berufstätige.

Ute Schnebel

Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern steigt weltweit

Erstmals über 355.000 ausländische Studierende an deutschen Hochschulen

2017 sind an deutschen Hochschulen zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben. Damit wird die von Hochschulen und Politik für 2020 gesteckte Zielmarke von 350.000 schon jetzt übertroffen. Insgesamt hat sich die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland damit in den letzten zehn Jahren um 37 Prozent erhöht.

Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland von 340.000 im Jahr 2016 auf derzeit 357.800 erhöht. Deutschland zählt weltweit nach den USA, Großbritannien, Australien und Frankreich zu den beliebtesten Zielländern für internationale Studierende. Die größte Gruppe der ausländischen Studierenden stammt aus China (13 Prozent), gefolgt von Studierenden aus Indien (6 Prozent) und Russland (5 Prozent).

Insgesamt steigt die Zahl der international mobilen Studierenden weltweit und damit der Wettbewerb um die besten Talente. 2014 waren rund 4,3 Millionen Studierende außerhalb ihres Heimatlandes eingeschrieben. Das sind rund 300.000 Studierende mehr als noch im Vorjahr. Deutschland zeichnet sich im Unterschied zu vielen anderen Ländern durch eine ausgeglichene Mobilitätsbilanz aus. Sowohl als Gast- wie auch als Herkunftsland ist es für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern von großer Bedeutung.

 "Das deutsche Wissenschafts- und Hochschulsystem ist global aufgestellt, global vernetzt und im besten Sinne weltoffen. Die Attraktivität des Studien- und Forschungsstandortes Deutschland zieht nicht nur zahlreiche ausländische Studierende und Forschende an, für viele deutsche Studierende und Forschende ist es mittlerweile  selbstverständlich geworden, im Ausland zu studieren und zu forschen. Das ist ein großartiger Erfolg unsere Internationalisierungsbestrebungen und spricht für die Qualität und Attraktivität unseres Wissenschaftssystems und unserer Mobilitätsangebote" betont Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

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Bundesministerium für Bildung und Forschung

So leben Studierende heute

21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Studierende in Deutschland haben inzwischen zwar etwas mehr Geld, werden zugleich aber vor allem durch hohe Mietpreise belastet. Sie verfügten im vergangenen Jahr monatlich über durchschnittlich 918 Euro im Monat, während es bei der letzten Erhebung im Jahr 2012 noch 842 Euro waren. Dies zeigt die 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks, die vom Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wurde. Für die Untersuchung ausgewertet wurden die Angaben von mehr als 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen.

Der Anteil von Studierenden mit Kind ist demnach im Vergleich zum Jahr 2012 um einen Prozentpunkt auf sechs Prozent gestiegen. Elf Prozent der Studierenden sind gesundheitlich beeinträchtigt, das sind vier Prozentpunkte mehr als noch bei der letzten Erhebung. Seit 2012 hat sich darüber hinaus auch der Anteil der Erwerbstätigen an allen Studierenden um sechs Prozentpunkte auf 68 Prozent erhöht. Dadurch und durch höhere Zuwendungen von den Eltern hat sich die finanzielle Lage der Studierenden seit 2012 verbessert.

Laut Untersuchung investieren Vollzeitstudierende durchschnittlich 33 Stunden pro Woche in ihr Studium. 18 Stunden davon verbringen sie im Selbststudium, 15 Stunden in Lehrveranstaltungen. Bei der letzten Erhebung lag die Präsenzzeit noch bei 17 Stunden pro Woche.

Weitere Informationen: http://www.sozialerhebung.de/

Quelle: DHV-Newsletter Juli 2017

Fünf Minuten zu spät - Erstes Staatsexamen verpasst!

Wegen einer fünfminütigen Verspätung hat eine Jurastudentin aus Bielefeld ihr erstes Staatsexamen nicht ablegen können. Das Oberverwaltungsgericht in Münster bestätigte laut Presseberichten am 20. Juni 2017 ein Urteil des Verwaltungsgerichts Minden und beschied die Klage der jungen Frau gegen den Prüfungsausschluss abschlägig (Az.: 14 A 2441/16). Die Studentin war nach dem Vortrag in der mündlichen Prüfung in die Pause gegangen, danach fünf Minuten zu spät zum ersten Teil des Prüfungsgesprächs mit den anderen Prüflingen erschienen und auch nicht mehr zu den zwei folgenden Teilen des Prüfungsgesprächs zugelassen worden. Sie habe in der Pause Tee bei einer Freundin getrunken, verteidigte sich die Studentin vor Gericht. Wegen der Aufregung habe sie falsch verstanden, wann sie zum ersten Teil des Prüfungsgesprächs erscheinen sollte.

Es sei von der Klägerin leichtsinnig gewesen, den Prüfungsort zu verlassen, urteilten die Richter. Von Hochschulabsolventen könne Pünktlichkeit erwartet werden. Für mildere Sanktionen biete das Gesetz keinen Raum.

Quelle: DHV-Newsletter Juli 2017

An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt:

  • Prof. Dr. Lissy Jäkel
  • Dr. Ulrike Kiehne 
  • Verena Loos (velo)
  • Holger Meeh
  • Angela Nassal
  • Nadine Rausch
  • Petra Schaller
  • Ute Schnebel
  • Lutz Schröder
  • Sebastian Stumpf
  • Dr. Kerstin Zyber-Bayer