Presse & Kommunikation

Ausgabe 1 - Januar 2017

Aus der Hochschule

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Nachlese

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Aha!

Bildungskrise! Bildungskrise?

Heidelberger Forschergruppe nimmt Stellung zu Bildungsstudie.

Im Oktober 2016 hat das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) seinen aktuellen Bildungstrend veröffentlicht; am 6. Dezember folgte die PISA-Studie 2015 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Die Befunde sorgen zurzeit landesweit für zum Teil kontroverse Diskussionen - auch über die Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern. Deren Qualifizierung gehört zu den primären Aufgaben der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Eine weitere Stärke der Hochschule liegt in der engen Verknüpfung von Lehre und Forschung, die sich im Spektrum zwischen grundlegender Bildungsforschung und der Entwicklung von Bildungsinnovationen verorten lässt. Eine interdisziplinäre Forschergruppe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der sowohl Fachdidaktiker als auch Bildungswissenschaftler angehören, hat sich mit Bildungsstudien allgemein sowie mit dem IQB-Bildungstrend im Speziellen auseinandergesetzt und nimmt hierzu Stellung.

"Der mediale Hype erschwert nicht selten eine differenzierte und wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen von Bildungsstudien im Allgemeinen und dem IQB-Bildungstrend im Speziellen", konstatiert eine interdisziplinäre Forschergruppe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. "Eine gründliche Diskussion über die Ursachen des Abschneidens von Baden-Württemberg ist jedoch substanziell. Die Daten müssen dabei interpretiert, gewichtet sowie theoretisch und praktisch kontextualisiert werden." Hierfür brauche man Sorgfalt und Zeit, die Bildungspolitikern und Wissenschaftlern jedoch von Meinungsmachern, "die auf schnell konsumierbare Informationen und den Neuigkeits- oder Skandalisierungswert von Nachrichten fixiert sind, oft nicht gelassen wird". 

Dies hat für die Forschergruppe bestehend aus Fachdidaktikern und Bildungswissenschaftlern mehrere negative Konsequenzen: So würden Bildungspolitiker durch die öffentliche Diskussion unter Handlungsdruck gesetzt, was "unreflektierten bildungspolitischen und praktischen Aktivismus" ohne begründete Kenntnis darüber, was und warum etwas geändert werden müsste, begünstige. "Kurzfristig angelegte Bildungsreformen ohne solides Fundament gab es in den letzten zehn Jahren aber genug", so die Heidelberger Forscherinnen und Forscher. Darüber hinaus würde die Diskussion über vorschnell identifizierte vermeintliche Ursachen des "skandalisierten Phänomens" und deren wissenschaftliche Widerlegung personelle und zeitliche Ressourcen binden, "die für die notwendige gründliche Forschung effizienter einzusetzen wären". 

Bezüglich des von dem Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) im Oktober 2016 veröffentlichten Bildungstrends kommen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunächst zu dem Ergebnis, dass "eine Diskussion von Ursachen, wie sie bisher öffentlich stattfand, auf der Grundlage der Daten nicht möglich ist, da aus dem Design der Studie heraus keine Gründe benannt werden können." Viele der dennoch in der Öffentlichkeit angebrachten Argumente bezüglich der ungünstigen Ergebnisse für das Bundesland Baden-Württemberg erscheinen, so die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weiter, "recht beliebige Einschätzungen von Forschungsergebnissen zu sein, die für sich genommen zwar durchaus Erklärungspotenzial haben könnten, aber aus den Studien heraus nicht wissenschaftlich schlüssig abgeleitet werden können". Die bislang in den Medien angebrachten Argumente stellten daher keinen Beitrag zu einer evidenzbasierten Betrachtung des Bildungssystems dar. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die zuweilen ausgerufene Bildungskrise durch die Studie nicht zu begründen sei. 

Abschließend kommen die Forscherinnen und Forscher zu der Erkenntnis, dass "eine reflexhafte Behandlung empirischer 'Evidenz' zu einer für das Bildungssystem und damit letztlich auch für die Gesellschaft gefährlichen Verarmung des öffentlichen Diskurses zu führen droht." Als Experten in Bildungsfragen werde man sich weiter kritisch in diesen Diskurs einbringen, um dem entgegenzuwirken.

Die ausführliche Stellungnahme inklusive einer differenzierten Auseinandersetzung mit den öffentlich angebrachten Argumenten finden Sie im Anhang.

velo

Experten in eigener Sache

Menschen mit Behinderungen sollen an der PH Heidelberg lehren.

Männer und Frauen, die bislang in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen tätig sind, lehren künftig hauptberuflich an Fach- und Hochschulen zum Thema Behinderungen - und können von ihrer Bildungsarbeit leben. Dieses ehrgeizige Ziel verfolgt das Anfang Dezember vorgestellte Projekt "Inklusive Bildung Baden-Württemberg" der Fachschule für Sozialwesen der Johannes-Diakonie Mosbach. Als Kooperationspartner unterstützt die Pädagogische Hochschule Heidelberg das Vorhaben: Die Teilnehmenden sollen ab dem Sommersemester 2018 in Heidelberg Lehrveranstaltungen halten und den Studierenden die Lebenswelt und Bedarfe von Menschen mit Behinderung direkt und persönlich vermitteln. 

Die Initiative baut auf einem erfolgreichen Projekt der Stiftung Drachensee (Kiel/Schleswig-Holstein) auf und will ab Herbst 2017 sechs Menschen mit Behinderungen zu Bildungsfachkräften ausbilden: Durch eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung an der Fachschule für Sozialwesen in Neckarbischofsheim lernen sie, wie gute Bildungsarbeit geplant, durchgeführt, reflektiert und ausgewertet wird. Die Qualifizierung, die durch die Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung (Neckarsulm/Baden-Württemberg) möglich wird, befähigt sie, anderen ihre Lebenswelten, Bedarfe und spezifischen Sichtweisen als Menschen mit Behinderungen kompetent zu vermitteln.

Das Rektorat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unterstützt das Projekt ausdrücklich, knüpft es doch nahtlos an die bestehende Zielperspektive der inklusiven Hochschule an, erfolgreiche Bildungsverläufe für alle zu ermöglichen: "Wir erhoffen uns durch die Kooperation und das gemeinsamen Lernen von Studierenden und Menschen mit geistiger Behinderung eine wechselseitige Bereicherung und eine Erweiterung der Perspektiven in der Lehre", so Professorin Dr. Vera Heyl (Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung). Dabei kann sich der Einsatz der Teilnehmenden aus der Qualifizierungsmaßnahme laut der Prorektorin auf einzelne Sitzungen oder auch auf ein Seminar über ein ganzes Semester erstrecken. "Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dabei selbstverständlich von ihren Ausbilderinnen und Ausbildern begleitet", so Heyl.

Professorin Dr. Karin Terfloth, Institut für Sonderpädagogik: "Studierende erfahren zwar in den Lehrveranstaltungen viel über inklusive Teilhabe, in den direkten Kontakt mit Menschen mit Behinderung kommen sie aber meist erst durch die obligatorischen Praktika oder sogar erst in der Arbeitswelt." Die Studierenden seien dann häufig verunsichert und wüssten nicht, wie sie reagieren sollen. "Dass Menschen mit Behinderungserfahrung den Studierenden selbst aufzeigen, was Inklusion in der Praxis heißt, ist daher ein folgerichtiger Schritt hin zu einer Hochschule, deren Lehrangebot unterschiedliche Erfahrungen und Lernvoraussetzungen berücksichtigt."

velo

Examensfeier

Die feierliche Zeugnisübergabe findet im Wintersemester 2016/2017 am 13. Januar statt.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg verabschiedet auch im Wintersemester 2016/2017 ihre Studierenden mit einer Examensfeier: Diese findet am 13. Januar in der Festhalle im Altbau statt. Einlass ist ab 18.00 Uhr; die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr. 

Nach einer Begrüßungsrede des Rektors, Professor Dr. Hans-Werner Huneke, werden Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung, Professor Dr. Gerhard Hofsäß (Freundeskreis) und Saskia Hermann und Adrian Lakomy (Studierendenvertretung) Grußworte sprechen. Es folgt die feierliche Zeugnisübergabe durch Professor Huneke. Die Veranstaltung wird durch PRO MUSICA unter der Leitung von Hans-Josef Overmann musikalisch begleitet.

Ab 20.30 Uhr lädt die Hochschule die Absolventinnen und Absolventen sowie deren Angehörige zu einem Sektempfang ein, ab 21.30 Uhr spielt die Band yesterday's gone.

Alle Absolventinnen und Absolventen haben eine persönliche Einladung erhalten; sollte dies nicht der Fall sein, wenden Sie sich bitte an Frau Carocci (giuliana.carocci@remove-this.vw.ph-heidelberg.de). Tickets für 15 Euro können Sie online unter www.amiando.de/examensfeier44 erwerben.

red

Informationstag "Forschung"

Die Dokumentation des Tages ist nun online abrufbar.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beschäftigen sich insbesondere mit aktuellen Fragen zu Bildung, zu Lern- und Lehrprozessen und zur Professionalisierung von Lehrpersonen. Dabei ergänzen sich sowohl die unterschiedlichen Perspektiven der allgemeinen Bildungswissenschaften, der Fachdidaktiken und der Sonderpädagogik als auch verschiedene forschungsmethodische Zugänge. Die Forschungsvorhaben lassen sich dabei im Spektrum zwischen grundlegender Forschung und der Entwicklung von Bildungsinnovationen verorten. 

Die Aufgabe des Prorektorates für Forschung, Medien und IT ist die Bereitstellung einer forschungsfördernden Umgebung, in der die Forschenden herausragende Bildungsforschung - auch in nationalen und internationalen Kooperationen - betreiben können. Vor diesem Hintergrund fand am 21. November 2016 der 1. hochschulweite Informationstag "Forschung" statt. Auf der Veranstaltung konnten sich die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beispielsweise über Fördermöglichkeiten, das Verwalten von Drittmitteln sowie zur Mobilität informieren. Darüber hinaus wurden aktuelle Mitteilungen im Bereich EU-Förderung präsentiert und das Forschungsreferat stand für Einzelberatungen zur Verfügung.

Die einzelnen Präsentationen stehen ab sofort unter www.ph-heidelberg.de/forschung zum Abruf bereit.

velo

Mentale Stärke

Ein neues Coaching-Angebot für Mitglieder der Graduate School.

Am 7. Dezember 2016 wurde an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ein Kooperationsvertrag mit echt. coaching® Heidelberg unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass Mitglieder der PH Heidelberg Graduate School durch Personen, die bei echt. coaching eine Ausbildung durchlaufen, während ihrer Promotion gecoacht werden. Das kostenlose Angebot ist auf jeweils ein Jahr angelegt und soll Doktorandinnen und Doktoranden helfen, ihre sozialen, persönlichen und fachlichen Kompetenzen noch besser zu nutzen.

Stephanie Wiese-Heß, Kanzlerin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: "Wir versprechen uns von der Kooperation eine Reduzierung der Abbrecherquoten während der Promotion sowie die Verbesserung der biographischen Übergänge zwischen Promotion, Wissenschaft und Beruf." Die Unterzeichnung sei somit ein folgerichtiger Schritt hin zu einer Hochschule, die ihre Studierende in allen Phasen der Qualifizierung in den Mittelpunkt stellt.

"Die Promotion wird in der Tat häufig als 'harte Zeit' empfunden. Der Arbeitsdruck, die eigene Erwartungshaltung, die Überwindung von Schreibblockaden - die Liste der Herausforderungen ist lang", berichtet Dr. Nicole Flindt, Leiterin der PH Heidelberg Graduate School. "Wir bieten unseren Mitgliedern in Ergänzung zu der Betreuung durch den Doktorvater bzw. die Doktormutter bereits die Möglichkeit, sich zu inhaltlichen und methodischen Fragen auszutauschen und durch das Heidelberger Kompetenztraining mental fit zu machen. Durch die Kooperation mit echt. coaching erhalten unsere Promovierenden nun noch eine mentale Betreuung durch einen externen Partner." In Einzelgesprächen mit einem unabhängigen Coach können beispielsweise Ziele und Motive hinterfragt oder Blockaden gelöst werden. Die Promovierenden sollen dabei lernen, neue Perspektiven einzunehmen, ihren Stärken auszubauen sowie Schwächen zu akzeptieren. "Ist man sich seinen persönlichen Zielen erst einmal bewusst, fällt einem die Promotion in der Regel leichter", ist Flindt überzeugt.

"Coaching kann ungeahnte Potenziale freisetzen", bestätigt Margret Fischer. Als Inhaberin von echt. coaching bildet Fischer seit über zehn Jahren Coaches aus und begrüßt insbesondere den Qualitätsgewinn, der durch die Kooperation für die Ausbildung der Coaches entsteht: "Im Coaching geht es immer um individuelle und situationsbezogene Lösungen. Praxisorientierte Übungen sind daher ein wesentlicher Teil der Ausbildung, an der in der Regel erfahrene Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Branchen teilnehmen." Durch die Gespräche mit den Promovierenden und die Reflexion im Rahmen der Ausbildung werden laut Fischer auch die Perspektiven der Coaches positiv erweitert "und das ist ja ein zentrales Ziel des Coachings".

Mitglieder der PH Heidelberg Graduate School können sich ab sofort für das Coaching anmelden. Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gs.

velo

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Forum Mitarbeitende und Jubiläen

Mit Beginn des Jahres stellen wir in diesem Forum neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor, berichten, wer das Haus verlässt, und informieren über Jubiläen langverdienter Kolleginnen und Kollegen an der Hochschule. Stellenverlängerungen und -veränderungen, Abteilungswechsel und ähnliches publizieren wir nicht. Wir berichten in diesem Newsletter rückblickend bis einschließlich November 2016.

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Wir platzieren die Mitteilungen im Passwort-geschützten Bereich des Newsletters, da es sich großenteils um hochschulinterne Informationen handelt. Wer bei den Jubiläen nicht genannt werden möchte, teile uns dies bitte im Vorfeld unter kommunik@remove-this.ph-heidelberg.de mit.

red

Diagnostik als zentrales Thema

9. Interdisziplinäre Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES IX) der GISKID e. V.

Mit dem kindlichen Spracherwerb und seiner Beeinträchtigungen beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den einschlägigen Fachdisziplinen im Rahmen der 9. interdisziplinären Tagung über Sprachentwicklungsstörungen (ISES IX). Sie fand am 18. und 19. November 2016 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit 180 Teilnehmenden aus Deutschland und der Schweiz statt. 

Internationale Expertinnen und Experten beschäftigten sich in ihren Vorträgen mit dem Schriftspracherwerb, mit Diagnostik und Mehrsprachigkeit sowie mit der Wirksamkeit von Therapiemethoden. In Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmenden vertieft über schriftsprachspezifische Lernvoraussetzungen, syntaktische Beeinträchtigungen bei Trisomie 21, Diagnostik, Migration und Elternarbeit. Neben den Hauptvorträgen, Arbeitsgruppen und Diskussionsrunden stand den Teilnehmenden ein breites Zusatzangebot zur Verfügung. So gestaltete der international renommierte Wissenschaftler Professor James Law von der Newcastle University einen Graduate School-Workshop für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Professorin Steffi Sachse von der Pädagogischen Hochschule und Juniorprofessor Stephan Sallat von der Universität Erfurt widmeten sich dem interdisziplinären Austausch von Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis. Sie fokussierten insbesondere neuere diagnostische Verfahren, Diagnostik im Kontext von Mehrsprachigkeit sowie Diagnostik pragmatischer Leistungen.

Die ISES wurde zum dritten Mal von der Gesellschaft für interdisziplinäre Spracherwerbsforschung und kindliche Sprachstörungen im deutschsprachigen Raum -kurz GISKID - organisiert. Durch die Kooperation von GISKID und der Pädagogischen Hochschule – mit organisatorischer Unterstützung der Professional School - ergab sich die angestrebte Möglichkeit eines erweiterten interdisziplinären Austauschs.

Carolin Stehr und Veronika Strittmatter-Haubold

Lernen im Schulpraktikum

Studientag 2016 fokussiert Entwicklungspotenziale im ISP

Am 23. November fand der diesjährige Studientag statt, der vom Praktikumsamt organisiert und in Kooperation mit den Seminaren für Lehrerbildung und Didaktik (Bad Mergentheim und Mannheim) durchgeführt wurde. Der impulsgebende Einführungsvortrag von Prof. Dr. Frank Lipowsky (Universität Kassel) widmete sich dem Lernen im Schulpraktikum im Spannungsfeld zwischen Handlungsimitation und forschendem Lernen. Beim anschließenden kollegialen Austausch zu Ausbildungsgesprächen und zu weiteren Themen konnten die Ausbildungslehrkräfte gemeinsam mit den Dozierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Theorie-Praxis-Verhältnis im Integrierten Semesterpraktikum (ISP) reflektieren, um Entwicklungspotenziale von Studierenden erkennen und nutzen zu können.

Es zeigte sich erneut, dass ein Studientag eine sehr sinnvolle und gut nachgefragte Veranstaltung ist: Weit über 60 Ausbildungsberaterinnen und Ausbildungsberater und viele Dozierende folgten der Einladung und tauschten sich thematisch fokussiert sowie schul- und fächerübergreifend über die Schulpraxisphase aus. Die intensiven Gespräche wurden auch konstruktiv in den Pausen fortgesetzt. Für das leibliche Wohl sorgte der Elternverein "Wullewatsch" mit Brezeln, Obst und leckerem selbstgemachtem Kuchen. Die Evaluationsergebnisse machten eines besonders deutlich: Auch 2017 ist ein Studientag dringend gewünscht.

Isolde Rehm

Blicke auf Deutschland

Podiumsdiskussion: Flüchtlingskrise und schulische Integration

Am 28. November 2016 fand in einer interessierten Runde die Podiumsdiskussion zum Thema "Blicke auf Deutschland" statt. Ausschlaggebend dafür war der im Oktober erschienene 60. Sammelband der Schriftenreihe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im Mattes Verlag. Die aktuelle Ausgabe befasst sich mit unterschiedlichen Bemühungen und Herausforderungen der Flüchtlingskrise mit Blick auf die schulische Integration. Außerdem wurden weitere Bände der Schriftenreihe der Hochschule, beispielsweise zur Migrationspädagogik, vorgestellt. 

Die Podiumsdiskussion wurde von Professor Dr. Reinhard Mehring (Politikwissenschaft) eröffnet und geleitet. Kurt Mattes, Geschäftsführer des Verlages, in welchem die Schriftenreihe der Hochschule bereits seit 1988 veröffentlicht wird, sprach im Anschluss über die Zukunft der Schriftenreihe und betonte die Bedeutung des Mediums Papier, auch im digitalen Zeitalter. 

Professorin Bettina Alavi (Geschichtswissenschaft) erläuterte ihr trinationales Projekt über die Zwangsmigration in Filmen nach 1945 (Band 58 der Schriftenreihe) und die damit einhergehende Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Palacky-Universität Olomouc (Tschechien) und der Universität Opole (Polen). An der Diskussionsrunde war auch Dr. Stefaniya Ptashnyk aus der Heidelberger Akademie der Wissenschaften vertreten, die sich in ihren Forschungen auf die Bedeutsamkeit der Sprache für die Integration fokussiert. Zusätzlich beteiligten sich die Studentinnen Miriam Falter und Emeti Morkoyun mit Aspekten ihrer wissenschaftlichen Arbeiten, die sie der Flüchtlingsarbeit in Schulen gewidmet haben. 

Nach der Vorstellungsrunde entwickelte sich eine wortreiche und nachdenkliche Diskussion über die Bildungsarbeit mit Flüchtlingen speziell im schulischen Unterricht und den Möglichkeiten, die Schule bieten kann. Schnell wurde deutlich, dass neben einer positiven Willkommenskultur vor allem die Bedeutung der Sprachkompetenz für jeden entscheidend ist und die Erkenntnis, dass es sich weiterhin um einen offenen Prozess handelt. 

Nadine Merkle

Freunde muss man haben!

Zeitzeugengespräch mit Heinz Hesdörffer über Nationalsozialismus, Verfolgung und die Stärkung der Demokratie

Am 29. November gab der 93-jährige Heinz Hesdörffer im Gespräch mit Professorin Dr. Bettina Alavi (Geschichte) Einblicke in seine bewegende Lebensgeschichte: 1923 im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach geboren, berichtete er über unbeschwerte Kindheitstage und gemeinsame Spiele mit den Kindern aus der Nachbarschaft. Dann erzählte er von der Zerstörung des Familienunternehmens, einer Süßwarenwarenfabrik, durch die Nationalsozialisten und seinen Lebensweg zwischen 1939 und 1945. Im März 1939, noch vor Beginn des Zweiten Weltkrieges, flüchtete er mit seinem Bruder in die Niederlande und wuchs dort in einem Waisenhaus auf. 1943 wurde Hesdörffer von den Nationalsozialisten verhaftet und in das Lager Westerbork deportiert. Er erkannte, dass aus seiner Familie niemand mehr am Leben war. Hesdörffer wurde 1944 nach Theresienstadt deportiert und entkam zunächst dem Konzentrationslager Auschwitz, da sich Freunde beim SS-Obersturmbannführer für ihn eingesetzt hatten. Durch diese schwere Zeit halfen ihm die Passbilder der Mutter und des Bruders, welche er zwischen den Einlagen in seinen Schuhen versteckt hatte, bis ihm diese von den Nationalsozialisten in Auschwitz abgenommen wurden. Heinz Hesdörffer wurde anschließend zum Einsatz als Zwangsarbeiter ins brandenburgische Außenkommando Schwarzheide abkommandiert. Im April 1945 wurde er ins Konzentrationslager Sachsenhausen-Oranienburg deportiert, von wo aus er am Todesmarsch teilnahm und im Mai 1945 von der Roten Armee befreit wurde. Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands erholte sich Heinz Hesdörffer in einem belgischen Krankenhaus und zeichnete dort seine Erlebnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus auf: Sein Buch "Bekannte traf man viele... Aufzeichnungen eines deutschen Juden aus dem Winter 1944/45" ist inzwischen in der dritten Auflage erschienen.

Heinz Hesdörffer sprach auch über seine Lebensstationen nach dem Zweiten Weltkrieg in Südafrika und den USA. Entscheidend ist für ihn vor allem die Aufklärungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Hierfür hat er beispielsweise ein Filmprojekt realisiert. In dem 45minütigen Film „Schritte ins Ungewisse“ sucht er gemeinsam mit Jugendlichen alle Schreckensstationen seines Lebens bis 1945, außer Auschwitz, auf.

An der Veranstaltung in der sehr gut besuchten Aula der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben nicht nur Studierende teilgenommen, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus Heidelberg. Heinz Hesdörffer beantwortete trotz seines fortgeschrittenen Alters mit Engagement und Herz die zahlreichen Fragen des Publikums und betonte die Bedeutsamkeit der Demokratie und dass diese vor allem unter den aktuellen Ereignissen gewahrt und gestärkt werden müsse. 

Nadine Merkle

Darf über Behinderung überhaupt gelacht werden?

Kabarettist Rainer Schmidt mit seinem Programm „Da kann ja jeder kommen – Warum Inklusion LehrerInnen und SchülerInnen glücklich macht“ zu Gast an der Hochschule

Am 28. November trat der bekannte Kabarettist Rainer Schmidt in der voll besetzten Aula der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit seinem Programm „Da kann ja jeder kommen – Warum Inklusion LehrerInnen und SchülerInnen glücklich macht“ auf. Mit seinem vergnüglichen Charakter schaffte Schmidt es, humoristisch an ein Thema heranzuführen, das sonst mit großem Ernst besprochen wird. 

„Darf über Inklusion oder Behinderung überhaupt gelacht werden?“. Schmidt schilderte Erfahrungen aus seinem eigenen Leben mit Familienmitgliedern, Mitschülern und Bekannten und zeigte an diesen humorvoll auf, wie Barrieren im Umgang mit Inklusion abgebaut werden können. Denn für Schmidt ist entscheidend, dass diese Barrieren durch Unsicherheiten im Kopf und im Denken entstehen und nur gemeinsam gelöst werden können. Damit wirkliche Inklusion funktionieren kann, ist für ihn unvermeidlich, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und erkannt wird, dass jede Person etwas kann oder eben auch etwas nicht kann, und dass dies nicht zwangsläufig eine Behinderung darstellt. 

Rainer Schmidt wurde ohne Unterarme und mit einem verkürzten Bein geboren. Doch das sollte ihn nicht davon abhalten, ein bewegendes Leben zu führen: Als Sportler, Pfarrer und Kabarettist berichtet er von Erlebnissen, die bereits direkt nach seiner Geburt ansetzen und bis in die Gegenwart reichen. Für Rainer Schmidt ist bedeutend, dass Bildung die Menschen nicht zu Marionetten macht, sondern dass jeder Mensch eine Möglichkeit zur Interaktion besitzt und diese auch wahrnimmt. Bildung soll seiner Meinung nach unterschiedliche Zugänge eröffnen und jede Schülerin bzw. jeden Schüler dazu befähigen, sich selbst zu entscheiden und sich zu einer außergewöhnlichen Persönlichkeit zu entwickeln. 

Schulischer Unterricht solle demnach zwei Ziele verfolgen: Zum einen eine Faszination für das jeweilige Fach entzünden und zum anderen den Menschen und seine eigene Persönlichkeit in den Mittelpunkt stellen. Eine Unterscheidung von Kategorien wie „behindert“ und „nicht behindert“ hält Schmidt für sehr gefährlich. Es gelte vielmehr, ein Gefühl für die Menschen zu entwickeln, denn im Grunde komme es immer nur auf die Perspektive an: „ Schaut nicht auf das, was ihr nicht könnt, sondern schaut auf das, was ihr könnt“. 

Mit seiner authentischen und kompetenten Art schaffte Rainer Schmidt den Spagat zwischen humorvoll-rasantem und ernsthaftem Vortrag, fesselte das Publikum ab der ersten Sekunde und gab in einer anschließenden Fragerunde auch auf intime Fragen eine Antwort.

Nadine Merkle

Künstlerische Vielfalt in den Gängen des Altbaus

Ausstellung zum Seminar MISCHEN eröffnet

Am 15. Dezember fand im Altbau der Pädagogischen Hochschule die Vernissage der Ausstellung zum inklusiven Seminar „MISCHEN“ statt, das in Kooperation mit der Lebenshilfe Heidelberg angeboten wurde. Nach Grußworten von Professor Dr. Vera Heyl (Prorektorin der Hochschule) und Thomas Diehl (Vorstand der Lebenshilfe Heidelberg) eröffneten die Seminarleiterinnen Dr. Stefanie Köb und Susanne Bauernschmitt die Ausstellung.

In nur zwei Monaten entstanden die ausgestellten Werke: Zu sehen sind neben Fotografien und Zeichnungen auch Installationen aus verschiedenen Materialien wie Puppen oder Dias, aber auch großformatige, zum Teil mit LED-Lampen versehene Leinwände und andere spannende Arbeiten. „MISCHEN“ ist dabei Programm und rote Linie zugleich: Die Techniken und Sujets sind ebenso bunt gemischt wie die Seminarteilnehmer, welche über das Fach Kunst, die Sonderpädagogik oder über die Lebenshilfe zum Kurs kamen. Herzstück des Seminars war, wie Susanne Bauernschmitt zu Beginn erklärte, ein Zettelkasten, in dem Ideen und Gedanken gesammelt wurden. Auch dieser war Teil der Ausstellung und wurde während der Vernissage von den Besucherinnen und Besuchern erweitert.

Die Arbeiten sind noch bis zum 3. Februar 2017 im Erdgeschoss, im Treppenhaus und im ersten Obergeschoss des Altbaus der Pädagogischen Hochschule zu sehen. Auch das barrierefreie Informationsportal Einfach-Heidelberg.de hat über die gemeinsame Ausstellung berichtet. Lesen Sie dazu den Beitrag weiter unten in diesem Newsletter. 

Conny Thauer

Aus·stellung über Kunst und Inklusion

Es gibt eine Kunst·aus·stellung.
Sie ist in der Pädagogischen Hoch·schule.
Die Aus·stellung heißt: Mischen.
Damit ist das Mischen von Menschen gemeint.
Die Künstler sind Menschen mit und ohne Behinderung.
Ein Künstler ist zum Beispiel ein Maler, ein Musiker oder ein Schau·spieler.

Weiterlesen

Jahresbericht der Hochschule erschienen

Der Anfang Dezember erschiene Jahresbericht, mit einem Vorwort der Hochschulratsvorsitzenden Karsta Holch, bietet einen straffen und informativen Überblick über die Hochschulentwicklung vom 1.10.2015 bis 30.09.2016. Schwerpunkte in Studium und Lehre, Forschungsentwicklung und -projekte, Kooperationen, Internationalisierung und Personalia aus Sicht der Hochschulleitung und der Fakultäten werden dargestellt, ebenso wie die Arbeit der Verwaltung, der Einrichtungen, der Heidelberg School of Education, der Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragten und des Studierendenparlaments. Aktuelle Personal-, Mittel- und Studierendenzahlen, eine Übersicht der Forschungsprojekte und Auslandskooperationen, Auszeichnungen und eine Veranstaltungsübersicht runden den rund 100-seitigen Bericht ab.

Wer sich informieren möchte, bekommt die Druckversion des neuen Jahresberichts in der Abteilung Presse & Kommunikation im Altbau, 2. OG im Rektorat. 

Der Bericht ist zudem online verfügbar unter www.ph-heidelberg.de/jahresbericht.

red

Ausgezeichnete Arbeiten

Jahresabschlussausstellung der Kunststudierenden – Förderpreise der Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur sowie des Fachs Kunst

Professor Mario Urlaß begrüßte die zahlreichen Gäste der Jahresausstellung „best of 2016“ sowie der Preisverleihung der Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur mit einem Rückblick auf die drei vergangenen Ausstellungen im Kunstfoyer (Mappenausstellung, „ganz bei Sinnen“ und „Civitella 2016“) und einigen Ankündigungen für das kommende Jahr. Er betonte auch die Lebendigkeit des Fachs, welche sich unter anderem in der künstlerischen Arbeit der Studierenden zeigt.

Von 67 Studierenden, die ihre Werke zur „best of 2016“ eingereicht hatten, überzeugten 45 die Jury. 126 eingereichte Werke wurden auf gestalterische Qualität, inhaltliche Substanz, Originalität, individuelle Transformation der eigenen Idee, Sinngehalt, Eigenständigkeit und Qualität der Ausführung geprüft. Die Auswahl wird dem Titel der Ausstellung gerecht: es ist eine Vielfalt an individuellen Werken aus verschiedenen formalen Bereichen wie Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation zu sehen.

Höhepunkt der Vernissage war die Vergabe der mit 1.000 Euro dotierten Förderung der „Stiftung für Fruchtmalerei und Skulptur“ unter der Leitung von Professor Dr. Wild an Janine Bangert für eine Bodeninstallation. Der Preis soll Studierende fördern, die sich durch besondere künstlerische Leistungen auszeichnen. Die Jury, bestehend aus Julia Phillipi (Heidelberger Galeristin), Susanne Weiß (Direktorin des HDKV), Werner Schaub (Vorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstler), Professor Dr. Henry Keazor (Institutssprecher des Instituts für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg und Professor Mario Urlaß, war beeindruckt, wie Janine Bangert bei ihrer Bodeninstallation ganz im Sinne einer Spurensicherung in akribischer Kleinarbeit verschiedene Objekte aus der Bahnstadt-Baustelle zusammen getragen hat, welche zumeist aus der Zeit des zweiten Weltkriegs stammen. Die Arbeit umfasst neben den Fundstücken auch drei Bücher, die Aufschluss über die Hintergründe der Objekte und der Arbeit geben.

Neben diesem Werk beeindruckten auch andere Arbeiten die Jury, sodass überraschend ein zweiter und ein dritter Preis vergeben wurden. Diese werden aus Mitteln des Fachs finanziert, wie Professor Urlaß erläuterte. Der zweite Preis ging an Jaana Rau, die mit zwei Reihen kleinformatiger Fotografien sowie einer Videoinstallation im Freien überzeugte. Die dritte Förderung erhielt Verena Werny für die Zusammenstellung und Ordnung von mit viel Ausdauer gesammelten Objekten, die sie im Zeitraum von zwei Jahren an 24 Orten zusammengetragen hatte.

Die ausgestellten Werke sind im Foyer der Kunst sowie im Treppenhaus zu finden. Zu einigen Werken liegen Projektbücher aus, mit mehr Informationen über Entstehung und Prozess des Dargestellten.

Conny Thauer

Musik als Türöffner in fremde Welten?!

Integrative Konzepte der Musikpädagogik: Rückblick auf die Musikwerkstatt 2016

Am 28. Oktober trafen sich zum 38. Mal Studierende und Lehrpersonen in der Musikwerkstatt, um sich auszutauschen und Neues zu erproben. Die Musikwerkstatt, unter der Leitung von Ina Schuchardt-Groth, findet jedes Semester unter einem anderen Themenaspekt statt. Dieses Mal widmeten sich rund 50 Teilnehmende integrativen Konzepten der Musikpädagogik, die Frage fokussierend: Musik als Türöffner in fremde Welten?!

So stellten Workshop-Leiterinnen und Leiter aus der schulischen Praxis engagiert ihre Zugänge zu einer integrativen Musikpädagogik vor. Nach einem Überblick über neuere Ansätze zur Musik als Türöffner in andere Kulturen präsentierten die Workshop-Leitenden das Angebotsspektrum: Man konnte beispielsweise syrisch tanzen lernen, orientalische Musik lauschen, gemeinsam rappen und unterschiedliche Begrüßungsrituale kennenlernen. Die Workshops luden dazu ein, sich aktiv einzubringen und vielfältige musikbasierte Methoden der Flüchtlingsintegration sowie ein Stück Musik und Kultur anderer Länder kennenzulernen. Darüber hinaus wurden Gestaltungsansätze vorgestellt, beispielsweise Deutschlernen mit Musik, das Spielen alter orientalischer Instrumente, ein aus Mannheim stammendes Rap-Projekt, und ein Kurs über die indische Kultur. 

Die Konzepte wurden sowohl von Lehrpersonen an Grundschulen als auch in der Sekundarstufe und Sonderpädagogik als bereichernd für das eigene Lehrhandeln aufgenommen. 

Die Musikwerkstatt ist ein bewährtes Kooperationsangebot des Faches Musik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit der Professional School und dem Regierungspräsidium Karlsruhe. Sie bietet praxisbezogene Aus- und Weiterbildung an. Das Konstrukt Musikwerkstatt wurde bereits mehrfach kopiert, so wird es an verschiedenen Hochschulen Baden-Württembergs und über die Landesgrenze hinaus erfolgreich umgesetzt. 

Text und Foto: Ina Schuchardt-Groth

Workshop: "Mehr als Wissen vermitteln – Kompetenzorientierte Lehre gestalten"

Ein gemeinsames Angebot der Universität Tübingen und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Um Anmeldung wird gebeten.

"Mehr als Wissen vermitteln – Kompetenzorientierte Lehre gestalten" stellt ein gebührenfreies Angebot dar, das die eigene Lehrpraxis unterstützen will und vielfältige Impulse zur Reflexion von Fragen für eine kompetenzorientierte Gestaltung der Lehre bietet. Das Workshop-Konzept ermöglicht den Teilnehmenden, an eigenen Lehrsituationen zu arbeiten. Methodisch kommt dabei die kollegiale Beratung (auch Intervision genannt) zum Einsatz. Eine theoretische Vertiefung zur Planung, Umsetzung und Überprüfung kompetenzorientierter Lehre rundet den Workshop ab.

Der Workshop wird von Sabine Schöb (Institut für Erwachsenenbildung, Universität Tübingen) geleitet und ist als Blended-Learning Format ausgelegt. Er besteht aus zwei Präsenztagen und einer moderierten Online-Phase:

  • Workshop Tag 1
    12. Januar 2017
    9.00 bis 17.00 Uhr
    Zeppelinstraße 3, Raum 006
  • Workshop Tag 2
    2. Februar 2017
    9.00 bis 17.00 Uhr
    Zeppelinstraße 3, Raum 006

Anmeldung: per E-Mail an Charlotte Ruppert (profschool@remove-this.ph-heidelberg.de)

Workshop: "Einführung in die Nutzung interaktiver Whiteboards"

Für die Veranstaltung am 23. Januar wird um Anmeldung gebeten.

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg steht in vielen Seminarräumen ein SMART Board. In dieser Einweisung werden die grundlegenden Funktionen des Boards und der SMART Notebook Software gezeigt. Ihr Dozent ist Holger Meeh, Geschäftsführer des Medienzentrums.

Bitte beachten Sie, dass es sich um ein Angebot aus dem Qualitätskursprogramm 2016/2017 für Mitglieder der PH Heidelberg Graduate School handelt; Nicht-Mitglieder, Post-Docs und Master-Studierende haben die Möglichkeit, bei noch freien Plätzen teilzunehmen. Es gilt grundsätzlich das Windhundprinzip. 

Die Veranstaltung findet am 23. Januar 2017 von 12.00 bis 14.00 Uhr in Raum A.-128 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter Angabe Ihres Statuses wird gebeten an meeh@remove-this.ph-heidelberg.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gs.

Workshop: "Vorlesungsaufzeichnungen produzieren mit Mediasite"

Die Veranstaltung findet am 30. Januar statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Mediasite ist eine Plattform, um einzelne Vorträge oder ganze Vorlesungen (Präsentation mit Bild, Ton, PowerPoint etc.) aufzuzeichnen und ohne großen Aufwand online verfügbar zu machen. In diesem Kurs werden die Komponenten des Systems vorgestellt. Ihr Dozent ist Holger Meeh, Geschäftsführer des Medienzentrums der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Bitte beachten Sie, dass es sich um ein Angebot aus dem Qualitätskursprogramm 2016/2017 für Mitglieder der PH Heidelberg Graduate School handelt; Nicht-Mitglieder, Post-Docs und Master-Studierende haben die Möglichkeit, bei noch freien Plätzen teilzunehmen. Es gilt grundsätzlich das Windhundprinzip. 

Die Veranstaltung findet am 30. Januar 2017 von 12.00 bis 14.00 Uhr in Raum A.-128 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter Angabe Ihres Statuses wird gebeten an meeh@remove-this.ph-heidelberg.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gs.

Weiterbildung: "Populismus, Politikverdrossenheit und Partizipation"

Ein Angebot der Heidelberg School of Education. Um Anmeldung wird gebeten.

Die Heidelberg School of Education bietet eine dreiteilige Weiterbildungsveranstaltung an zum Thema "Populismus, Politikverdrossenheit und Partizipation" und seiner Bedeutung für die Schulpraxis auf Basis aktueller fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Forschungen. Sie wird in Kooperation mit Trägern der außerschulischen politischen Bildung durchgeführt, die in diesen Themenfeldern Bildungsangebote für junge Menschen entwickelt haben.

Die Weiterbildungsveranstaltung unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Alexander Wohnig (Cluster Gesellschaft und Gesundheit; Politikwissenschaft) richtet sich an alle interessierten Lehrerinnen und Lehrer (insbesondere in den Fächern Politik, Ethik, Gemeinschaftskunde, EWG oder WZG). Sie findet am 31. Januar 2017 von 9.00 bis 16.00 Uhr statt. Als dritten Teil gibt es ein zweistündiges Treffen zur Diskussion der Umsetzung und Reflexion, der in Absprache mit den Teilnehmenden festgelegt wird. Um Anmeldung bis zum 24. Januar 2017 per E-Mail an hse-weiterbildung@remove-this.heiedu.ph-heidelberg.de wird gebeten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de/weiterbildung.

Meine professionelle Identität und ich

Workshop mit Dr. Ute Zocher: Biografische Reflexion des beruflichen Werde- und Wertegangs am 3. und 4. Februar 2017

Im Mittelpunkt dieses Workshops steht die Reflexion der eigenen beruflichen Biografie. Dazu werden theoretische Aspekte der Biografiearbeit vorgestellt und mit praktischen Übungen verknüpft. Auf dieser Grundlage können wichtige Etappen der beruflichen Laufbahn reflektiert, mehr Klarheit über die aktuelle berufliche Situation sowie zukünftige Orientierungen, Handlungsschritte und Ziele gewonnen werden. Der Blick auf persönliche Werte und Deutungsmuster zeigt im Hinblick auf professionelle Herausforderungen wichtige Ressourcen und Entwicklungspotenziale auf.

Der Workshop wendet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Bildungs- und Gesundheitsberufen – die berufliche Vielfalt wirkt bereichernd für die Zielsetzung der Veranstaltung. Entsprechend der Anliegen der Teilnehmenden wird die biografische Arbeit mit systemischen Ansätzen der Beratung und Supervision verbunden.

Ute Zocher
Dr., Diplom-Pädagogin, Erwachsenenbildnerin, systemische Familienmediatorin, langjährige Erfahrung in pädagogischen und sozialen Handlungs-, Ausbildungs- und Forschungsfeldern. Seit 2012 freiberuflich tätig als Dozentin und Fortbildnerin in den Bereichen Biographiearbeit, Gesundheitsförderung, Ernährungsberatung und Lehrerprofessionalisierung.

Weitere Informationen: www.ilbs.de

Netzwerk- und Systemadministratorin/-administrator gesucht!

Im Rechenzentrum der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist zum nächst möglichen Zeitpunkt die Stelle einer/eines Netzwerk- und Systemadministratorin/-administrators unbefristet zu besetzen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/stellenangebote.

Beate Reis

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Volontariat im Kinderheim in Tansania

Das Kinderheim Forever Angels in Tansania sucht dringend Volunteers für das kommende Jahr. Als Volunteer arbeitest du mit Kindern von 0-5 Jahren. Spielen, Ernährung, Körperpflege, Spaß haben und alles, was so anfällt. Man wohnt mit anderen Volunteers zusammen auf einem sicheren Gelände; in der Freizeit sind beispielsweise Auflüge in Nationalparks möglich.


Bei Interesse: www.foreverangels.org

red

Praktikum in der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bietet neben Verbraucherinformationen zu verschiedenen Bereichen auch Unterrichtsmaterialien für die schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung sowie Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer zur Leitperspektive "Verbraucherbildung" an. Während des Praktikums können Sie zum einen die Arbeit in der Verbraucherberatung kennen lernen, sich aber auch mit den Angeboten der Verbraucherbildung vertraut machen und an der Weiterentwicklung mit arbeiten.

Weitere Informationen bei Prof. Dr. Angela Häussler, Sport und Bewegung, Gesundheit und Alltagskultur

red

Praktikum als Ski- und Snowboardlehrerin bzw. -lehrer

Wir suchen Studierende, die Freude haben, zwei sechste Klassen beim Wintersportschullandheim im Bregenzer Wald vom 20. bis 24. Februar mitzubetreuen. Wir sind seit zwei Jahren Gemeinschaftsschule und die Klassen werden inklusiv unterrichtet. Wir suchen Studierende, die qualifiziert sind, eine Gruppe als Skilehrer/in oder Snowboardlehrer/in zu betreuen und motiviert sind, sich mit Engagement in unser pädagogisches Konzept einzubringen.

Daten:

Wintersportschullandheim in Österreich (Bregenzer Wald, Hoch-Häderich)
Schillerschule Hemsbach, Klasse 6 a+b, Gemeinschaftsschule
Mo 20.2.17 bis Fr 24.2.17
Weitere Informationen: Dalibor Cesak, Praktikumsamt

red

yooweedoo Ideenwettbewerb 2017. Jetzt durchstarten als Zukunftsmacher*in!

Bewerbungsschluss: 1. Februar 

Ökotoiletten für Musikfestivals. Fahrräder aus Bambus. Ökologisches Craft Beer. Willkommensgärten, Rechtsberatung, Freizeit- und Lernangebote für Flüchtlinge. Longboards aus den Lattenrosten alter Betten. Was haben diese Projekte gemeinsam? Sie alle sind im yooweedoo Ideenwettbewerb mit Startkapital gefördert worden. 

Jetzt geht es wieder los. Hast auch Du eine Idee für eine bessere, gerechtere und nachhaltigere Welt? Dann mach mit bei yooweedoo, dem Programm für Zukunftsmacher*innen. Im yooweedoo Ideenwettbewerb 2017 warten 40.000 Euro Preisgelder auf Menschen, die die Welt verbessern und dazu ökologisch und sozial nachhaltige Projekte, Organisationen oder Unternehmen gründen wollen.

Projektideen sind zu allen Aspekten nachhaltiger Entwicklung willkommen, zum Beispiel in den Themenfeldern Umwelt, Gesellschaft, Klimaschutz, Bildung, Kultur oder Ernährung.

Projektideen entwickeln

Brauchst Du Hilfe bei der Entwicklung Deiner Projektidee? Willst Du Dich mit anderen Zukunftsmacher*innen austauschen? Dann schau vorbei auf der Zukunftsmacher-Plattform. Sie ist der Ort für alle, die lernen wollen, wie sie die Welt verändern können. Lernangebote, Community, Treffpunkt, Austausch. Auf Deutsch und auf Englisch. Kostenfrei für alle Menschen.

Ausschreibung zum yooweedoo Ideenwettbewerb
http://yooweedoo.org/ideenwettbewerb 
Einsendeschluss: 1. Februar 2017

Weiterführende Informationen
Projekt yooweedoo: http://yooweedoo.org/
Zukunftsmacher-Plattform: https://zukunftsmacher-plattform.org/
yooweedoo auf Facebook: https://www.facebook.com/yooweedoo

red

Campus Heidelberg

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Dezember-Newsletter:

Fahrradständer im Neubau

Workshop: "Mehr als Wissen vermitteln – Kompetenzorientierte Lehre gestalten"

Ein gemeinsames Angebot der Universität Tübingen und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Um Anmeldung wird gebeten.

"Mehr als Wissen vermitteln – Kompetenzorientierte Lehre gestalten" stellt ein gebührenfreies Angebot dar, das die eigene Lehrpraxis unterstützen will und vielfältige Impulse zur Reflexion von Fragen für eine kompetenzorientierte Gestaltung der Lehre bietet. Das Workshop-Konzept ermöglicht den Teilnehmenden, an eigenen Lehrsituationen zu arbeiten. Methodisch kommt dabei die kollegiale Beratung (auch Intervision genannt) zum Einsatz. Eine theoretische Vertiefung zur Planung, Umsetzung und Überprüfung kompetenzorientierter Lehre rundet den Workshop ab.

Der Workshop wird von Sabine Schöb (Institut für Erwachsenenbildung, Universität Tübingen) geleitet und ist als Blended-Learning Format ausgelegt. Er besteht aus zwei Präsenztagen und einer moderierten Online-Phase:

  • Workshop Tag 1
    12. Januar 2017
    9.00 bis 17.00 Uhr
    Zeppelinstraße 3, Raum 006
  • Workshop Tag 2
    2. Februar 2017
    9.00 bis 17.00 Uhr
    Zeppelinstraße 3, Raum 006

Eine Anmeldungen per E-Mail an Charlotte Ruppert (profschool@remove-this.ph-heidelberg.de) ist bis 9. Januar 2017 möglich.

Informationsveranstaltung: "Studium und Praktikum im Ausland"

Am 12. Januar informiert das Akademische Auslandsamt über die zahlreichen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine international ausgerichtete Hochschule: Sie leistet bildungswissenschaftliche, fachdidaktische sowie sonderpädagogische Forschung und Lehre im internationalen Kontext und qualifiziert Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen - nicht länger nur für den regionalen, sondern auch für den überregionalen und internationalen Arbeitsmarkt.

Am 12. Januar beantwortet das Akademische Auslandsamt nach einer kurzen Vorstellung der Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, Ihre Fragen zum Thema. Die Veranstaltung findet um 11.45 in Raum 112 im Altbau statt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/international.

Vortrag: "Inklusion und das Recht auf Nachteilsausgleich"

Dr. Richter spricht über die juristischen Hürden und Barrieren in der Praxis.

Dr. Michael Richter ist Jurist und Geschäftsführer der Rechtsberatungsgesellschaft "Rechte behinderter Menschen (rbm)". Er vertritt Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen bei juristischen Auseinandersetzungen zum Beispiel im Rahmen der Kostenübernahme bei Inklusionsmaßnahmen. Richter ist selbst blind; er verfügt über ein breites Wissen an Präzedenzfällen und stellt diese anschaulich und konkret dar.

Der Vortrag "Inklusion und das Recht auf Nachteilsausgleich: Juristische Hürden und Barrieren in der Praxis." wird von der Lernwerkstatt Inklusion organisiert. Er findet am 12. Januar 2017 von 14.00 bis 16.00 Uhr in Raum 305 (Altbau) statt. Der Eintritt ist frei.

Die Lernwerkstatt Inklusion der Pädagogischen Hochschule Heidelberg verbindet die Bereich Hochschuldidaktik, Schulpraxis und Forschung. Sie stellt für Studierende die Brücke zwischen Theorie und Praxis inklusiven Unterrichts dar und ermöglicht es ihnen, individuell an Entwicklungsaufgaben der Professionalisierung zu arbeiten und Kompetenzen für den inklusiven Unterricht aufzubauen und zu entwickeln. Gleichzeitig ist die Lernwerkstatt Ort praxisorientierte Forschung: im Fokus dieser stehen schwerpunktmäßig die methodische und mediale Differenzierung. Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/lernwerkstatt-inklusion.

Vortragsreihe (4/5): "Fremdheit und Stereotype"

Den Vortrag hält Thuy Loan Nguyen (HSE) am 12. Januar 2017.

Die philosophisch-interdisziplinäre Vortragsreihe "Fremd und Fremdheit" knüpft thematisch an die Lehrveranstaltung "Fremdheit und Interkulturalität. Philosophische Perspektiven" von Dr. Giovanni Tidona (Vertretungsprofessor für Philosophie und Ethik, Pädagogische Hochschule Heidelberg) an. Sie richtet sich an alle Interessierten aus den unterschiedlichen Fächern: Im Dialog mit deutschen und ausländischen Referenten wird auf einige Grundbegriffe des Fremden in philosophisch-interdisziplinärer Hinsicht fokussiert; die Arbeitssprache ist Deutsch. Ziel der Veranstaltung ist die Herausarbeitung einer philosophisch-interkulturellen Logik des Fremden, die auch über Aspekte der (geo)politischen Aktualität fundierten Aufschluss geben kann.

Folgende Vorträge sind geplant (4/5):

  • 12. Januar 2017, 14.00 Uhr, Raum TO.110
    "Fremdheit und Stereotype"
    Thuy Loan Nguyen (Heidelberg School of Education)
  • 26. Januar 2017, 14.00 Uhr, TO.110
    "Wo Entfremdung begegnet. Phänomenologische Aspekte des Fremdheitsbegriffs"
    Kristina Jeromin (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Workshop: "Einführung in Stud.IP"

Für die Veranstaltung am 16. Januar wird um Anmeldung gebeten.

Stud.IP ist die zentrale Lernplattform der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dieser Kurs gibt mittels Vortrag und praktischen Übungen einen Überblick über die wichtigsten Funktionen. Dazu gehören das Anlegen und die Konfiguration von Lehrveranstaltungen, die Teilnehmer-, Sprechstunden-und Dateiverwaltung sowie der elektronische Semesterapparat. Ihre Dozenten sind Dr. Annette Schulze und Holger Meeh (Medienzentrum).

Bitte beachten Sie, dass es sich um ein Angebot aus dem Qualitätskursprogramm 2016/2017 für Mitglieder der PH Heidelberg Graduate School handelt; Nicht-Mitglieder, Post-Docs und Master-Studierende haben die Möglichkeit, bei noch freien Plätzen teilzunehmen. Es gilt grundsätzlich das Windhundprinzip. 

Die Veranstaltung findet am 16. Januar 2017 von 12.00 bis 14.00 Uhr in Raum A.-128 statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung unter Angabe Ihres Statuses wird gebeten an meeh@remove-this.ph-heidelberg.de.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gs.

Vortrag: "Religiöse Aspekte in (nicht explizit religiösen) Jugendromanen"

Katharina Kraus (Leipzig) spricht am 17. Januar zum Thema.

Die Veranstaltung findet am 17. Januar 2017 um 18.00 Uhr in H002 (Hörsaalgebäude, Im Neuenheimer Feld 560) statt. Der Eintritt ist frei. 

Organisiert wird der Vortrag vom Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/zentrum-fuer-kinder-und-jugendliteratur.

 

BNE-Vorlesung (5/6): "Consumer Citizenship"

Professorin Häußler, Abteilung Alltagskultur und Gesundheit, hält am 17. Januar einen Vortrag zum Thema

Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das Interdisziplinäre Institut für Naturwissenschaften, Technik und Gesellschaft im Wintersemester 2016/2017 eine hochschulweite Vorlesung "Bildung für Nachhaltige Entwicklung". Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.45 in Raum H009 (Hörsaalgebäude; Im Neuenheimerfeld 560) statt.

Folgende Vorträge sind vorgesehen (5/6):

  • 17. Januar 2017
    "Consumer Citizenship - soziale Innovationen für Nachhaltigkeit im Alltag"
    Professorin Dr. Angela Häußler, Abteilung Alltagskultur und Gesundheit
  • 24. Januar 2017
    "Mäßigung - Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung?"
    Professor Dr. Thomas Vogel, Institut für Erziehungswissenschaft

Die Vorlesung unter Leitung der Professoren Siegmund und Vogel richtet sich an alle Lehramtsstudierenden (PO11) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Weiteren Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de.

Erzbischof Stephan Burger zu Gast in Heidelberg

Ein Gespräch mit Studierenden zur Zukunft des Religionsunterrichts.

Unter dem Motto "WIR fragen, der BISCHOF antwortet!" findet am 19. Januar 2017 ein Gespräch zwischen dem Erzbischof Stephan Burger und Studierenden der Katholischen Theologie/Religionspädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Dabei soll es beispielsweise um die Frage gehen, wie es mit der Zukunft des Religionsunterrichts steht oder wie Religionsunterricht im Zeitalter der digitalen Medien stattfinden kann. 

Die Studierenden können ihre Fragen im Voraus bei ihrer Fachschaft einreichen (theofachschaft.ph_hd@remove-this.yahoo.de; Kasten am Fachschaftsbrett in TW.517). Das Gespräch selbst findet am 19. Januar 2017 um 16.00 Uhr in Raum TO.206 (Im Neuenheimer Feld 519, D-69120 Heidelberg) statt. Organisiert wird das Treffen von dem Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg und dem Fach Katholische Theologie/Religionspädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

NTG-Colloquiumsreihe (2/3): "Bildung für nachhaltige Entwicklung - eine Aufgabe der Kommune?!"

Kristina Wetzle (Agenda-Büro der Stadt Heidelberg) spricht zum Thema.

Das Agenda-Büro der Stadt Heidelberg engagiert sich seit über zehn Jahren für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung in Heidelberg. In dieser Zeit hat sich eine große Bandbreite von Kooperationsprojekten in diesem Bereich entwickelt: von der Umwelt- und Mobilitätserziehung in Kindergärten und Schulen bis hin zu BNE-Projekten von Nichtregierungsorganisationen und in außerschulischen Lernorten. Die Vorstellung der vielfältigen Angebote, die Heidelberg zum Thema BNE zu bieten hat, aber auch Zielsetzung und Strategie des städtischen Engagements in diesem Bereich wird Thema des Vortrages sein.

Die Veranstaltung "Bildung für nachhaltige Entwicklung - eine Aufgabe der Kommune?!" findet am 19. Januar 2017 um 16.00 Uhr in Raum A.108 (Im Neuenheimer Feld 561) statt.

Der Vortrag ist Teil der NTG-Colloquiumsreihe im Wintersemester 2016/2017. Diese wird von den Professoren Siegmund (Geographie) und Vogel (Erziehungswissenschaft) geleitet und in Kooperation mit dem Heidelberg Center for the Environment der Universität Heideberg organisiert. Es handelt sich um eine hochschulweite Vortragsreihe über Nachhaltigkeit/BNE in Schulen, Hochschulen und der Gesellschaft; sie richtet sich an Studierende sowie die Hochschulöffentlichkeit.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de.

Vortragsabend der Musik-Studierenden

Studierende des Faches Musik organisieren den Abend am 23.01. unter der Leitung von Sylvia Wallemann.

Studierende des Faches Musik präsentieren unter der Leitung von Sylvia Wallemann Stücke aus dem Wintersemester 2016/2017. Der Vortragsabend am 23.01. beginnt um 18.00 Uhr und findet in der Aula der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt (Keplerstraße 87). Der Eintritt ist frei.

Wer Musiklehrer werden möchte, findet an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg optimale, inhaltlich breit gefächerte sowie die individuellen Stärken und Vorlieben der Studierenden fördernde Rahmenbedingungen vor. Das fachlich bestens ausgewiesene Dozententeam garantiert ein umfangreiches, abwechslungsvolles Studienangebot bei hoher und individuell ausgerichteter Betreuungs- und Beratungsdichte. In dem Fach Musik hat sich zudem über die Jahre hinweg eine nicht nur in den Musikensembles wirksame Kultur des Miteinander entwickelt, die von intensiver Kooperation und Kommunikation zwischen Lehrenden und Studierenden getragen wird. 

Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/musik.

BNE-Vorlesung (6/6): "Mäßigung - Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung?"

Professor Vogel, Institut für Erziehungswissenschaft, hält am 24. Januar einen Vortrag zum Thema.

Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das Interdisziplinäre Institut für Naturwissenschaften, Technik und Gesellschaft im Wintersemester 2016/2017 eine hochschulweite Vorlesung "Bildung für Nachhaltige Entwicklung". Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.45 in Raum H009 (Hörsaalgebäude; Im Neuenheimerfeld 560) statt.

24. Januar 2017
"Mäßigung - Ziel einer Bildung für nachhaltige Entwicklung?"
Professor Dr. Thomas Vogel, Institut für Erziehungswissenschaft

Die Vorlesung unter Leitung der Professoren Siegmund und Vogel richtet sich an alle Lehramtsstudierenden (PO11) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Bildungskongress zum Thema Unterrichtsqualität

Keynote Speaker ist der Bildungsforscher Professor Dr. Hans Anand Pant (Humboldt-Universität zu Berlin).

Unter der Leitung von Prof. Dr. Monika Buhl (Institut für Bildungswissenschaft, Universität) und Professor Dr. Albrecht Wacker (Institut für Erziehungswissenschaft, Pädagogische Hochschule) planen Studierende der Pädagogischen Hochschule und der Universität Heidelberg einen gemeinsamen Bildungskongress zum Thema Unterrichtsqualität. Thema soll die Entwicklung und Erprobung eines interaktiven Seminarformats für den Master of Education (Sekundarstufe I und Gymnasium) sein. Als Keynote Speaker konnte der renommierte Bildungsforscher Professor Dr. Hans Anand Pant (Humboldt-Universität zu Berlin) gewonnen werden. Der Kongress findet am 26. Januar 2017 von 9.00 bis 17.00 Uhr im Marsilius-Kolleg statt (Im Neuenheimer Feld 130.1, 69115 Heidelberg). Weitere Informationen folgen rechtzeitig. 

Die Veranstaltung erfolgt im Rahmen des "PLACE Fellowships für Lehrende" an der Heidelberg School of Education. Die Fellows arbeiten an innovativen, teils kooperativen Projekten im Geiste des heiEDUCATION-Konzepts der forschungsbasierten Fachdidaktik bzw. Professionalisierungsforschung. Darüber hinaus sind sie intensiv in die vielfältigen Aktivitäten der Heidelberg School of Education eingebunden.

Vortragsreihe (5/5): "Wo Entfremdung begegnet. Phänomenologische Aspekte des Fremdheitsbegriffs"

Den Vortrag hält Kristina Jeromin (Johannes Gutenberg-Universität Mainz).

Die philosophisch-interdisziplinäre Vortragsreihe "Fremd und Fremdheit" knüpft thematisch an die Lehrveranstaltung "Fremdheit und Interkulturalität. Philosophische Perspektiven" von Dr. Giovanni Tidona (Vertretungsprofessor für Philosophie und Ethik, Pädagogische Hochschule Heidelberg) an. Sie richtet sich an alle Interessierten aus den unterschiedlichen Fächern: Im Dialog mit deutschen und ausländischen Referenten wird auf einige Grundbegriffe des Fremden in philosophisch-interdisziplinärer Hinsicht fokussiert; die Arbeitssprache ist Deutsch. Ziel der Veranstaltung ist die Herausarbeitung einer philosophisch-interkulturellen Logik des Fremden, die auch über Aspekte der (geo)politischen Aktualität fundierten Aufschluss geben kann.

26. Januar 2017, 14.00 Uhr, TO.110
"Wo Entfremdung begegnet. Phänomenologische Aspekte des Fremdheitsbegriffs"
Kristina Jeromin (Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Studienberatung auf der "horizon"-Messe in Stuttgart

Am 28. und 29. Januar beraten die Pädagogischen Hochschulen auf der "horizon"-Messe in Stuttgart.

Am 28. und 29. Januar 2017 präsentieren sich die Pädagogischen Hochschulen Baden-Württemberg jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr an einem gemeinsamen Stand auf der "horizon"-Messe in Stuttgart (Standnummer: 200). Kommen Sie vorbei und sprechen Sie uns an - wir helfen Ihnen gerne bei allen Fragen rund um das Studium an den Pädagogischen Hochschulen weiter! Die Messe für Studium und Abiturientenausbildung findet in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle statt (Mercedesstraße 69, 70372 Stuttgart). Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen über die Messe finden Sie hier: www.horizon-messe.de/stuttgart.

Konzert: Lateinamerikanischer Abend

Der Hochschulchor und die Kammermusikgruppen planen das Konzert für den 31. Januar.

Unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko füllen verschiedene Ensembles und der Chor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg einen Abend mit lateinamerikanischen Melodien. Das Konzert ist für den 31. Januar um 19.30 und 21.00 Uhr geplant. Es findet jeweils in der Aula statt (Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg). Weitere Informationen folgen rechtzeitig.

Kabinett beschließt Anhörungsfreigabe für Gesetz zur Erhebung von Gebühren für internationale Studierende und das Zweitstudium

Ministerin Theresia Bauer: Mit Einführung von Gebühren für internationale Studierende drastische Kürzungen im hoch dynamischen Bereich Wissenschaft verhindern und Hochschulen für zunehmende Internationalisierung gut aufstellen

Das Kabinett hat am heutigen Dienstag (29. November 2016) die Anhörungsfreigabe für das Gesetz zur Erhebung von Gebühren für internationale Studierende und das Zweitstudium beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass internationale Studierende von außerhalb der EU ab dem Wintersemester 2017/18 künftig 1.500 Euro Eigenbeitrag pro Semester leisten. Für ein Zweitstudium sollen künftig generell 650 Euro pro Semester erhoben werden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Es handelt sich um einen moderaten Eigenanteil von denjenigen, die zum Zwecke des Studiums von außerhalb der EU an unsere Hochschulen kommen. Das ist gerechtfertigt gegenüber Inländern oder EU-Bürgern, die die Hochschulen schließlich über ihre Steuern finanzieren.“ Klar sei auch: Es gelte Bestandsschutz. Wer bereits an der Hochschule eingeschrieben sei, sei nicht betroffen und könne seinen Studiengang zu den geltenden Bedingungen abschließen.   

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Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Zahl der Studierenden steigt im Winter­semester 2016/2017 weiter an

Im Wintersemester 2016/2017 sind so viele Studierende wie noch nie an den deutschen Hochschulen eingeschrieben. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren rund 2 806 000 Studentinnen und Studenten im aktuellen Wintersemester an einer deutschen Hochschule immatrikuliert. Damit erhöhte sich die Zahl der Studierenden im Vergleich zum Wintersemester 2015/2016 um 48 300 (+ 1,8 %). 

1 773 600 (63,2 %) Studierende waren an wissenschaftlichen Hochschulen eingeschrieben, 36 100 (1,3 %) an den Kunsthochschulen. Fachhochschulen ohne Verwaltungsfachhochschulen hatten mit 957 500 Studierenden einen Anteil von 34,1 %. An Verwaltungsfachhochschulen studierten im Wintersemester 2016/2017 rund 38 900 Studentinnen und Studenten (1,4 %). 

Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger, die im Studienjahr 2016 (Sommersemester und folgendes Wintersemester) erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen haben, ist gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,1 % auf 505 900 gesunken. Dabei lag der Rückgang an den wissenschaftlichen Hochschulen bei 0,9 % und an den Kunsthochschulen bei 3,3 %. Demgegenüber gab es an Fachhochschulen (+ 0,6 %) und Verwaltungsfachhochschulen (+ 7,9 %) einen Zuwachs. 

Bisher liegen für vier ausgewählte technisch orientierte Studienbereiche Informationen über die Zahl der Erstsemester im Studienjahr 2016 vor. Mit 37 600 Studierenden im ersten Hochschulsemester begannen 1,1 % mehr Personen ein Studium im Studienbereich Informatik als im Vorjahr. 37 400 Studierende schrieben sich in ihrem ersten Hochschulsemester in Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein (– 2,8 %), 17 400 in Elektrotechnik und Informationstechnik (+ 0,1 %) sowie 11 500 im Bereich Bauingenieurwesen (– 1,0 %).

Alle Zahlen hier

Statistisches Bundesamt

Wie denn gute Vorsätze umsetzen?

Für unser Gehirn ist es oft der effizienteste Weg, auf Gewohnheiten zu setzen. Dinge so zu tun wie immer, ist zeit- und kraftsparend. Leider gilt dies auch für Gewohnheiten, die uns schaden wie der Griff zur nächsten Zigarette oder der zu häufige Griff zum nächsten Stück Schokolade. «Unser Verhalten zu ändern, ist aufwändig. Aber es ist möglich, denn auch Gewohnheiten sind erlernt», sagt Urte Scholz, Professorin für Angewandte Sozial- und Gesundheitspsychologie an der Universität Zürich.

Der Ausgangspunkt zu einem gesünderen Leben ist die klare Absicht, überhaupt etwas verändern zu wollen. «Willensstärke allein reicht aber nicht, um die Absicht nachhaltig umzusetzen. Es braucht eine klare Strategie», betont Scholz. Nötig ist ein am besten schriftlich festgehaltener Plan, was man in Zukunft wann anders machen will. Diesen Plan zusätzlich zu visualisieren, hilft auf dem Weg zum Erfolg: Wenn man sich bildlich vorstellt, wie man nach der Arbeit gleich die Joggingschuhe anzieht, steigert das die Erfolgsaussichten. In der Folge gilt es, sich selber genau zu beobachten und ehrlich Bilanz zu ziehen: Halte ich die Vorsätze ein? In welchen Situationen gelingt oder misslingt es mir, und warum? Wichtig ist zudem, dass man sich die Verhaltensänderung auch zutraut, wenn es schwierig wird – also an die Selbstwirksamkeit glaubt.

Intention, Planung, Selbstbeobachtung und Selbstwirksamkeit – das sind auch gemäß dem verbreiteten psychologischen Modell «Health Action Process Approach» (HAPA) zentrale Elemente, wenn es darum geht, sein Verhalten zu ändern. Urte Scholz fehlt darin allerdings ein Aspekt, auf den sie sich in ihrer Forschung spezialisiert hat: die soziale Unterstützung. «Menschen sind soziale Wesen. Entsprechend essen, rauchen und treiben wir auch in einem sozialen Umfeld Sport», sagt Scholz. Dass die Unterstützung anderer Menschen auf dem Weg zu einem gesünderen Leben hilfreich sein kann, findet in der Prävention und Gesundheitsförderung zunehmend Beachtung. So hat das Bundesamt für Gesundheit kürzlich die «SmokeFree Buddy App» lanciert. Dabei unterstützen Nichtrauchende oder auch Rauchende eine andere Person dabei, mit dem Rauchen aufzuhören. Die «Buddies» werden dabei durch die App angeleitet, wie sie die Rauchenden am besten unterstützen können.

Das macht aus der Sicht von Urte Scholz auch Sinn. Wie ihre Forschung zeigt, kann soziale Unterstützung in der falschen Form kontraproduktiv sein. Zum Beispiel, wenn die Partnerin sich ungefragt aufdrängt und den Raucher eher beeinflussen als unterstützen will. «Wer zu stark auf Kontrolle setzt, muss sich nicht wundern, wenn der Raucher plötzlich heimlich raucht oder vielleicht sogar seinen Plan aufgibt, Nichtraucher zu werden», sagt Scholz. Unterstützung durch andere kann auch die Botschaft «du schaffst es nicht allein» transportieren und damit das Gefühl der Selbstwirksamkeit untergraben. «Unterstützung zu leisten ist gar nicht so einfach», sagt Urte Scholz. Dass Mahnfinger und Moralkeule auf dem Weg zu einem gesünderen Leben nicht angebracht sind, ist für die Gesundheitspsychologin aber klar: «Es geht darum, die Ressourcen einer Person zu stärken und den Fokus auf Erfolgserlebnisse zu legen.»

Adrian Ritter, UZH News, 5.1.2016, Universität Zürich (Auszüge)

An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt:

  • Lena Hahner
  • ILBS
  • Verena Loos (velo)
  • Nadine Merkle
  • Isolde Rehm
  • Beate Reis
  • Ina Schuchardt-Groth
  • Carolin Stehr
  • Dr. Veronika Strittmatter-Haubold
  • Conny Thauer