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Presse & Kommunikation

Ausgabe 10 - Dezember 2020

Onlineveranstaltungen und digitale Lernformen bestimmen zurzeit Studium und Lehre. Auch in der Weiterbildung kommen sie zunehmend in Einsatz: Mit den „BildungsBits“ hat die Professional School ein neues Format aufgelegt, das Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte in kompakten Einheiten aktuelles Wissen vermittelt. Im aktuellen news_on! finden Sie weitere Informationen dazu. Neu im Newsletter ist die Rubrik des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung, in der ab sofort sowohl über die Arbeit mit den Bildungsfachkräften als auch über Inklusionsforschung berichtet wird. Alle Einschränkungen zum Trotz wünschen wir ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr.

Wild aufs Lernen

Bildungsinitiative für Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten erfolgreich abgeschlossen – Projekt von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert

[hop] Wie können Grundschülerinnen und Grundschüler mit Verhaltensauffälligkeiten dabei unterstützt werden, Lernstrategien zu entwickeln, die sie aufmerksamer, kontrollierter und sozialkompetenter machen? Die Bildungsinitiative „Wild aufs Lernen“, von Psychologin Dr. Lysett Babocsai in Zusammenarbeit mit Psychologin Prof. Dr. Cornelia Glaser und Sonderpädagoge Dr. Robert Vrban an der Pädagogischen Hochschule durchgeführt, hat ein Mentorenprogramm entwickelt, das diese Kinder bei der Entwicklung notwendiger Fertigkeiten unterstützt. Das zweijährige und vor kurzem erfolgreich abgeschlossene Projekt wurde von der Dietmar Hopp Stiftung mit 130.000 Euro gefördert.

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Ziele von „Wild aufs Lernen“, das von März 2018 bis Januar 2020 unter Federführung von Babocsai durchgeführt wurde, die heute als Psychologin in den USA tätig ist, waren der Aufbau, die Implementierung und die wissenschaftliche Begleitung eines Mentorenprogramms, das bei Grundschülern Aufmerksamkeitsfokussierung, Selbstregulation und Sozialkompetenzen im Schulalltag fördert. In den Schuljahren 2018/2019 und 2019/2020 begleiteten speziell geschulte Lehramtsstudierende als Mentoren 26 Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten an verschiedenen Grundschulen in Heidelberg, Mannheim und im Rhein-Neckar-Kreis. Sie halfen ihnen, wieder erfolgreich am Schulalltag teilnehmen zu können, indem sie den Aufbau der oben genannten Fertigkeiten stärkten.

Ein weiteres Anliegen war die Psychoedukation sowie die Schulung der im Projekt arbeitenden 48 Lehramtsstudierenden und der teilnehmenden Lehrkräfte in positiven Grundprinzipien beim Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten sowie in Verstärkerstrategien zur Verhaltensveränderung. Durch die Einbindung der Tätigkeit in das Lehramtsstudium erhielten angehende Lehrkräfte intensives Training und Supervision in den Verhaltensmodifikationsprinzipien. Bei Lehrkräften und Lehramtsstudierenden wurde eine hilfreiche Haltung gegenüber Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten hergestellt. Dadurch sollte langfristig der Blick auf und der Umgang mit Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten verändert werden. Darüber hinaus erweiterten die Beteiligten ihre Empathiefähigkeit und ihre Kommunikationsfertigkeiten in schwierigen Situationen mit verhaltensauffälligen Kindern.

In der wissenschaftlichen Begleitstudie von „Wild Aufs Lernen“ wurde die Wirksamkeit des Mentorenprogramms anhand von Verhaltensbeobachtungen überprüft: Die Ergebnisse zeigen, dass erwünschtes Verhalten im Verlauf der Begleitung zunahm und Stör-/ Fehlverhaltensweisen im Gegenzug abnahmen. Dadurch wurden die Integration der betroffenen Kinder unterstützt und Bildungschancen ermöglicht. Das Programm kann fortan an Grundschulen implementiert werden; der längerfristige Ausbau des Unterstützungsangebotes soll nun über den Verein Focusschool, e.V. in Gründung erfolgen.

What Did Education Look Like in the Past?

In the fifth episode of podcast „Bildungsplausch“, historian Dr. Kristen Nawrotzki talks about historial dimensions of education - and her steps into international research

[red] Education has not always been the same. And as subjects, demografics and schools change, so does educational research. What did it mean to learn from children about children in the past? And what do we learn by approaching that question from an international perspective? We're welcoming historian Dr. Kristen Nawrotzki from our English Department in the fifth episode of Bildungsplausch to answer those questions – and others about networking in science and first steps into international research. Join the podcast here: https://www.ph-heidelberg.de/forschung/forschungskommunikation/forschungspodcast.html or on Spotify and other providers.

BildungsBits

Neues Weiterbildungsformat der Professional School für Lehrkräfte sowie pädagogische Fach- und Führungskräfte

[hop] Die Professional School der Hochschule hat ein neues Online-Weiterbildungsformat entwickelt: Die „BildungsBits“ vermitteln kurz und kompakt forschungsbasiertes Wissen sowie Impulse zur weiterführenden Beschäftigung mit unterschiedlichen Themen. Sie finden in der Regel am Nachmittag für 1,5 Stunden statt und sind geöffnet für Lehrkräfte sowie pädagogische Fach- und Führungskräfte. Trotz der Kürze sind die BildungsBits in verschiedene Phasen unterteilt, die nachvollziehbar aufeinander aufbauen. Sie werden durch eine Ko-Moderation ergänzt, welche bereits vor Beginn technische Fragen beantwortet und bei Bedarf Hilfestellungen gibt.

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Durch den Einsatz verschiedener Methoden (z. B. Kleingruppenarbeit in virtuellen Gruppenräumen) werden die Angebote interaktiv und aktivierend. Jede der Online-Fortbildungen wird im Anschluss evaluiert, so dass das Angebot an den Bedürfnissen der jeweiligen Zielgruppe ständig weiterentwickelt werden kann.

Informationen zu den einzelnen BildungsBits finden Sie auf der Webseite der Professional School unter https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot.html oder im Newsletter der Einrichtung, den Sie abonnieren können.

Online-Bewerbung für Bachelorstudiengänge gestartet

Bewerbungsfrist: 15. Januar 2021

[velo] Eine Kernaufgabe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist die Ausbildung von professionellen Fach- und Führungskräften für pädagogische Berufe (Schwerpunkt: Lehramt): Rund 4.800 Studierende werden von etwa 330 hauptamtlichen ProfessorInnen bzw. Lehrenden und zahlreichen zusätzlichen Lehrbeauftragten in pädagogischem Grundwissen, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken ausgebildet - mit Praxisbezug vom ersten Tag an. Informationen zum Studienangebot finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studienangebot.

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Die Bewerbung für einen Studienplatz im Sommersemester 2021 ist für die lehramtsbezogenen Bachelor Bildung im Primarbereich (Bezug Lehramt Grundschule), Bildung im Sekundarbereich (Bezug Lehramt Sekundarstufe I) und Sonderpädagogik (Bezug Lehramt Sonderpädagogik) sowie für die Bachelorstudiengänge Frühkindliche und Elementarbildung bzw. Prävention und Gesundheitsförderung seit Sonntag, 15. November 2020 möglich. Die Bewerbungfrist endet am 15. Januar 2021.

Weitere Informationen zur Online-Bewerbung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studium. Sie bewerben sich dann auf unserem Hochschulportal unter campus.ph-heidelberg.de.

Studien zu COVID-19

Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium listet aktuellen Forschungsstand auf – auch Projekte der Pädagogischen Hochschule Heidelberg dabei

[hop] Die Hochschulen und Universitätskliniken des Landes beschäftigen sich intensiv in Studien und Projekten mit der Corona-Pandemie. Dabei nehmen sie die Virus-Bekämpfung ebenso in den Blick wie die gesellschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Das Wissenschafts- ministerium hat auf der Website #CovidScienceBW einen strukturierten Überblick der Studien erstellt und gerade aktualisiert, bei denen auch die Pädagogische Hochschule mit nunmehr elf Projekten vertreten ist. Den Überblick finden Sie hier: https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungslandschaft/covidsciencebw/#c113056.

Menschen mit Behinderung Teilhabe an BNE ermöglichen

Ökogarten entwickelt inklusive Lehr-/Lernmaterialien für den naturwissenschaftlichen Unterricht

[velo] Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gilt als Schlüsselfaktor, um Menschen auf gesellschaftliche Herausforderungen wie den Klimawandel vorzubereiten. Für Menschen mit Behinderung fehlt es jedoch häufig an Angeboten, die an ihre besonderen Bedarfe angepasst sind. Der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg will nun entsprechende inklusive Lehr-/Lernmaterialien für den naturwissen- schaftlichen Unterricht entwickeln. Die Leitung des Projekts "Klimatage im Ökogarten - BNE als eine Herausforderung für alle" hat Prof. Dr. Lissy Jäkel (Biologie). Das Vorhaben wird bis Dezember 2021 vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

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Unsere Gesellschaft steht nicht erst seit der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen: So wirkt sich unter anderem der Klimawandel, der Verbrauch von natürlichen Ressourcen oder der Verlust der Biodiversität auf unserer aller Leben aus. Zur Lösung dieser Probleme und zum Erhalt unserer Lebensgrundlage braucht es demnach auch eine gesamtgesellschaftliche Transformation. "Grundlage von Veränderung ist Aufklärung", sagt Professorin Jäkel. "Die Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt daher unter anderem das Ziel, alle Menschen in die Lage zu versetzen, nachhaltige Lebensweise auf individueller und gesellschaftlicher Eben mit zu gestalten." Bei der Umsetzung kommt Lehrkräften eine zentrale Funktion zu, etwa durch ihren Unterricht oder ihre Vorbildfunktion für Schülerinnen und Schüler. "Die schulischen Angebote zu BNE sind jedoch häufig nicht auf die besonderen Bedarfe von Menschen mit Behinderung angepasst, da es an konkreten wissenschaftlich fundierten Konzepten fehlt", so Jäkel.

Genau hier setzt der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in einem neuen Projekt an: Forschungsbasiert sollen inklusive, naturwissenschaftliche Lehr-/Lernmaterialien - gemeinsam mit Lehrkräften der Sonderpädagogik sowie Menschen mit Behinderungen - entwickelt und erprobt werden. Im Anschluss sollen die Materialien an Schulen und in inklusiven Settings eingesetzt werden, um Menschen mit Behinderung eine Teilhabe an globalen ökologischen Fragestellungen zu ermöglichen. Der Ökogarten kann hierbei auf seine fundierte und unter anderem von der UNESCO prämierte Expertise als außerschulischer Lernort zur Umsetzung der BNE zurückgreifen.

Im Rahmen des Projektes "Klimatage im Ökogarten" soll außerdem die Barrierefreiheit des Gartens weiter ausgebaut werden, um heterogene Lerngruppen optimal beschulen zu können. Darüber hinaus soll eine Stelle geschaffen werden, die es Menschen mit Förderbedarf ermöglicht, ein freiwilliges soziales Jahr im Ökogarten zu absolvieren. Das Team um Professorin Jäkel will zudem mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung der Pädagogischen Hochschule kooperieren. In dessen Rahmen werden ab November 2020 Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und vorab eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zu Bildungsfachkräften absolviert haben, in zusätzlichen Lehrveranstaltungen Einblicke in die Exklusions- und Inklusionserfahrungen von Menschen mit Behinderung geben.

"Wir wollen gemeinsam Konzepte entwickeln, die nicht nur auf die BNE und die Spezifika der Fächer eingehen, sondern auch an den jeweiligen Förderbedarf angepasst werden können. Übergeordnet geht es darum, allen Menschen - sei es mit oder ohne Behinderung - die Teilhabe an der Gestaltung unserer Zukunft zu ermöglichen", meint Jäkel abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/oekogarten.

Aktuelle Informationen zum Thema „Inklusive Bildung“

Wir informieren ab sofort regelmäßig aus dem und über das Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung

[hop/velo] Als aufmerksame Leserin bzw. Leser wird es Ihnen aufgefallen sein: Es gibt eine neue Kategorie in „news_on!“. Unter dem Titel „Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung“ (kurz: AW-ZIB) informieren wir Sie ab sofort regelmäßig über das Zentrum, mit dem unsere Hochschule neue Wege in der Inklusion geht. Gefördert insbesondere durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg lehren und forschen hier seit November 2020 Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam zu Querschnittsaufgaben der Inklusion. Wir berichten Ihnen, wie das Team trotz anhaltender Corona-Pandemie zusammenfindet und Aufgaben in Lehre und Forschung wahrnimmt.

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Am 29. Januar 2020 hat der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die Einrichtung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung beschlossen. Das AW-ZIB ist national wie international einmalig: An dem Zentrum arbeiten Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und vorab eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zu Bildungsfachkräften erfolgreich durchlaufen haben. Ihre primäre Aufgabe ist es, Studierenden sowie der interessierten Öffentlichkeit in ganz Baden-Württemberg Einblicke in die Lebenswelten sowie Inklusions- und Exklusionserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu geben.

Aufgebaut wurde das Zentrum im Sommersemester 2020 unter Leitung der Professorinnen Dr. Vera Heyl (Prorektorin; Psychologie) und Dr. Karin Terfloth (Inklusionspädagogik). Die Eröffnung in Anwesenheit von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer MdL fand am 16. Oktober 2020 statt und hat sowohl bei den vor Ort anwesenden als auch den rund 175 live zugeschalteten Gästen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Seitdem ist viel passiert und das interdisziplinäre und vielfältige Team besteht in der Zwischenzeit aus 16 Personen sowie zahlreichen Hilfskräften: Seit Montag, 2. November sind die Büroräume im ebenerdigen Untergeschoß des Altbaus voller Leben – und zwar trotz der durch Corona erschwerten Situation. Das gesamte Team trifft sich regelmäßig entweder digital oder in Präsenz und findet durch zahlreiche Gespräche zusammen. Die Anbindung an der Hochschule wird durch so genannte „meet & greets“ gestärkt, bei denen sich das AW-ZIB mit verschiedenen Abteilungen trifft und man sich gegenseitig kennenlernt. Im Bereich der Forschung arbeitet sich das Team gemeinsam in das Thema „Partizipative Forschung“ ein (also dem gemeinsamen Forschen von Menschen mit und ohne Behinderung), konkretisiert seine Forschungsfragen und recherchiert bzw. entwickelt geeignete Erhebungsinstrumente. Im November fand außerdem das erste Seminar der Bildungsfachkräfte statt, an dem Studierende der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg teilnahmen. Auch den ersten öffentlichen Vortrag galt es vorzubereiten und Ende November im Rahmen von „Bildung bitte!“ digital zu halten.

Im Dezember 2020 bleibt es spannend, denn das Interesse am AW-ZIB ist groß. Geplant sind nicht nur Besuche von Politikerinnen und Politikern aus der Bundes- und Landespolitik, auch zahlreiche Journalistinnen und Journalisten haben ihren Besuch angekündigt. Und natürlich finden viele digitale Lehrveranstaltungen mit den Bildungsfachkräften an Hochschulen in ganz Baden-Württemberg statt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib. Sie können dem Zentrum auch über die Sozialen Medien folgen: www.instagram.com/aw_zib und www.twitter.com/zib_aw.

Gleichstellung und Chancengleichheit fördern

Jetzt Struktur- und Entwicklungsplan der kommenden Jahre mitgestalten

[ws] Im Vorfeld der Arbeit am nächsten Jahr anstehenden Gleichstellungsplan im Rahmen der Struktur- und Entwicklungsplanung der gesamten Hochschule (STEP 2021-2025) )möchte das Gleichstellungsteam nochmals auf die Möglichkeit hinweisen, dass alle Mitarbeitenden ihre Ideen für Maßnahmen und Zielsetzungen in den Bereichen Vereinbarkeit von Care-Aufgaben und Beruf/Studium sowie Gleichstellung und Chancengleichheit in Wissenschaft und Verwaltung sehr gerne einbringen können. Am besten rufen Sie uns an, wenn Sie Ideen oder Vorschläge haben (477-186), oder schreiben an folgende E-Mail.

Neu: Unisex-Toiletten

Initiative der Studierendenschaft – Räume im Altbau und Neubau

 

[ws] In Altbau- und Neubaugebäude werden je zwei Toilettenräume für alle Geschlechter umgewidmet. Dies geht auf eine Initiative aus der Studierendenschaft zurück. Die Räume können von allen genutzt werden, beziehen aber vor allem Menschen erstmals ausdrücklich mit ein, die sich jenseits des binären Geschlechtermodells verorten. Weitere Informationen folgen.

Forum Mitarbeitende & Jubiläen

 

Login erforderlich
Wir platzieren die Mitteilungen im Passwort-geschützten Bereich des Newsletters, da es sich großenteils um hochschulinterne Informationen handelt. Wer bei den Jubiläen nicht genannt werden möchte, teile uns dies bitte im Vorfeld unter folgender E-Mail mit.

red

Body and Rhythm

105 Teilnehmende beim Musikatelier als Online-Workshop

[red] Das Musikatelier des Fachs Musik in Zusammenarbeit mit der Professional School, eine schulartenübergreifende Fortbildung für Lehr- kräfte und Studierende, fand aufgrund der aktuellen Situation am 13. November als Online-Workshop statt. Organisiert von Musikdozent Dr. Mathias Schillmöller, stieß das Thema Body and Rhythm auf reges Inter- esse: 105 Teilnehmende verfolgten die spannenden Beiträge vor ihren Bildschirmen, zum Teil selbst aktiv dabei mit Stimme, Bewegungen und Perkussionsklängen. Schillmöller gab Anregungen, den Arbeitsplatz coronatauglich kreativ zu gestalten - als Klangkörper, Bewegungsort und Multimediawerkstatt.

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Gemeinsam mit den Studierenden Anika Bischer und Annnika Schlegel zeigte er Möglichkeiten, aktuelle Popsongs mit einfachen Beatboxelementen, Bodypercussion und Bewegungen zu begleiten und kreativ weiterzuentwickeln - auch im Homeschooling.

Die beiden Hauptreferenten vertieften diese Aspekte dann durch sehr konkrete und künstlerisch anregende Inputs: Murat Çoskun, bekannter Percussionist aus Freiburg, gab interessante Einblicke in die Welt der asymmetrischen Rhythmen und konnte auch über das Onlineformat seine persönliche Begeisterung beim Musizieren vermitteln. Ähnlich der Beatboxkünstler Johannes Jäck, der seine Kunst am Mikrophon vorführte und die Teilnehmenden immer wieder auch eigene rhythmische Bausteine erproben ließ.

Insgesamt war es ein ergiebiger und trotz der vierstündigen Dauer kurzweiliger Workshop, der in beindruckender Anschaulichkeit zeigte, wie sehr die Musik gerade in schwierigen Pandemiezeiten für Lehrkräfte und Lernende aufbauend, belebend und bereichernd sein kann. Sie trägt entscheidend zum künstlerischen Lernen und zur Persönlichkeitsförderung von Schülerinnen und Schülern bei und sollte immer wieder als elementarer Bestandteil des Unterrichts und des Schullebens verankert werden.

Kreativ trotz Corona!

Die Abteilung Theaterpädagogik der Hochschule ermöglichte das Blockseminar „Commedia dell’Arte“, geleitet von Alberto Ferraro aus Italien. Text: Bianca Kühner

Was erweckt eine Maske zum Leben? Wie wird der Körper zum Hauptinstrument des Ausdrucks? Unter strikten Hygienemaßnahmen wurde das Blockseminar „Commedia dell’Arte“ vom 16. bis 18. Oktober unter der Leitung des italienischen Künstlers Alberto Ferraro an der Hochschule durchgeführt. Die Abteilung hält trotz der COVID-19-Pandemie an ihren internationalen Beziehungen fest und vermochte es, den italienischen Schauspieler, Künstler und Maskenmacher einzuladen, der schon seit Jahren mit seinen beeindruckenden Workshops ein fester Bestandteil der Theaterpädagogik an der Hochschule ist.

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Konnten sich die Teilnehmenden trotz der strengen Hygieneauflagen mit diesen Fragen auseinandersetzen und sie ergründen? War ein Miteinander-In-Aktion-Treten, ein kreatives Arbeiten trotz allem möglich? Eine Teilnehmerin des Seminars sagte überzeugt: „Ja! Kreatives Arbeiten ist auch mit strengen Vorgaben absolut möglich.“ Sie spürte trotz großer Abstände eine starke Verbindung zu den anderen Spielerinnen und Spielern und erlebte viele „Flow-Erlebnisse“ gemeinsam mit der Gruppe. Sie empfand es als sehr bereichernd, wieder mit anderen Menschen in einem Raum zu sein und gemeinsam Theater zu spielen - auch wenn alle ihren jeweils eingegrenzten Bereich hatten. Kunst und Kultur halten Menschen am Leben und deswegen muss Theater unbedingt weiter möglich sein, sagte sie.

Referent Alberto Ferraro betonte, dass das Seminar ein großes Experiment gewesen sei. Seit über zehn Jahren leite er Workshops wie diese - allerdings nicht unter diesen Bedingungen. Es war herausfordernd für ihn, doch fand er Möglichkeiten, die Übungen zu adaptieren, sodass sie auch ohne Berührung und Körperkontakt möglich waren und ihre Wirkung entfalteten. Eine weitere Teilnehmerin berichtete, dass das Hygienekonzept einen Rahmen geschaffen habe, innerhalb dessen man sich ausleben konnte und der angesichts der Situation Sicherheit gegeben hat. Sie betonte, dass Präsenzseminare zwar das Theaterstudium an der Hochschule ausmachen, aber man unbedingt die Kreativität und die Mühe honorieren müsse, mit der in den letzten Monaten sehr viel in Onlineformaten ermöglicht wurde - wie zum Beispiel die online präsentierte Aufführung „Richtfest“ der Theatergruppe.

Die Abteilung ist sehr dankbar und freut sich darauf, dass weitere Seminare auch in diesem Semester in Präsenz stattfinden können. Das Seminar „Commedia dell’Arte“ war ein erfolgreicher Auftakt.

Ankündigung: Jahresbericht 2019/2020

Informative Rückschau auf die Arbeit aller Bereiche der Pädagogischen Hochschule – Bericht ab 8. Dezember in der Pressestelle erhältlich oder als PDF auf der Homepage

[hop] Die inhaltlichen und strukturellen Schwerpunkte der Hochschule im Berichtsjahr vom 1. Oktober 2019 bis 30. September 2020 sind komprimiert im Jahresbericht dargelegt, der am 8. Dezember erscheint. Entwicklungen in allen Hochschulbereichen können auf 128 Seiten nachvollzogen werden. In den meisten Beiträgen werden die durch die COVID-19-Pandemie bedingten Herausforderungen dargestellt. Auszeichnungen, Veranstaltungen und neu gestaltete Bilderstrecken runden die Publikation ab. Der Bericht kann in der Pressestelle (Raum 201; presse@vw.ph-heidelberg.de) angefordert werden und ist zudem online ab 8.12. verfügbar unter www.ph-heidelberg.de/jahresbericht.

Heidelberg mit Kinderaugen sehen

Reiseführer von Julia Schönborn – Ökogarten der Hochschule mit dabei

[red] Heidelberg gehört zu den schönsten Städten Deutschlands - das ist spätestens seit dem Band "111 Orte in Heidelberg, die man gesehen haben muss" klar. So ist das berühmte Heidelberger Schloss einer der am häufigsten fotografierten Orte weltweit. Aber ist die alte Universitätsstadt mit ihren vielen kleinen Gassen und Stufen auch ein guter Platz für Kinder? Auf der Suche nach den schönsten, skurrilsten, lustigsten und spannend- sten Orten macht man in Heidelberg manch überraschende Entdeckung. Zum Beispiel den Ökogarten der Pädagogischen Hochschule, einer der Orte, die man gesehen haben muss. Heidelberg mit Kindern? Unbedingt!

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Julia Schönborn: 111 Orte für Kinder in Heidelberg, die man gesehen haben muss, Emons Verlag Heidelberg, Erscheinungstermin 19. November 2020, 230 Seiten, ISBN-13: 9783740809898, ISBN-10: 3740809892.

Ein Ansichtsexemplar liegt in der Pressestelle vor.

Lehrpreis für Nicholas Humphrey

Hochschule würdigt profilbildendes Engagement des künstlerischen Leiters der Abteilung Theaterpädagogik

[red] Nicholas Humphrey (Theaterpädagogik) wurde mit dem diesjährigen Lehrpreis der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung würdigt die Hochschule herausragende und beispielhafte Leistungen in der Lehre. Humphrey erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis für sein außergewöhnliches und profilbildendes Engagement im Besonderen Erweiterungsfach Theaterpädagogik. Die Vergabe der Preise musste vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr ohne die Feierlichkeiten im Rahmen der Akademischen Soirée erfolgen.

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„Nicholas Humphrey gibt unseren Studierenden den Raum, ihre Begabungen weiterzuentwickeln und wesentliche soziale und kulturelle Kompetenzen aktiv und auf kreative Art und Weise zu erwerben. Durch das eigene intensive Erleben werden sie diese sicher später an ihre eigenen Schülerinnen und Schüler weitergeben und damit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Es ist mir daher eine große Freude, Nicholas Humphrey mit dem internen Lehrpreis 2020 auszuzeichnen“, so Prof. Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung.

Nicholas Humphrey war von Studierenden für den Preis vorgeschlagen worden: „Schon bei der Gestaltung des Lehrangebotes legt Herr Humphrey stets großen Wert darauf, möglichst viele unterschiedliche Bedürfnisse und Begabungen der Studierenden mit einzubeziehen“, heißt es in dem Vorschlagstext. Den Studierenden wird es dabei nach eigenen Aussagen jederzeit ermöglicht, Einfluss auf den thematischen Verlauf des jeweiligen Seminares zu nehmen sowie Wünsche und Anregungen zum Lehrangebot zu äußern. Zusätzlich profitieren sie von den facettenreichen praktischen Erfahrung des Lehrenden sowie seinen fundierten Fachkenntnissen der Theaterpädagogik.

Die Studierenden betonen zudem die verschiedenen Schlüsselqualifikationen, die in der Theaterarbeit vermittelt und gefördert werden, und die nicht nur für das Individuum selbst wertvoll sind, sondern auch die Rolle als zukünftige Lehrkraft maßgeblich formen. Vor allem die Erarbeitung von jährlichen Theaterproduktionen sowie das vielseitige künstlerische Veranstaltungsangebot der Abteilung ermöglicht es den Studierenden Verantwortung und Initiative zu übernehmen und sich mit grundlegenden Gegebenheiten der Welt auseinanderzusetzen. Dabei spielt die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen, wie Deutsch und Sprecherziehung, Technik und Musik eine maßgebliche Rolle. Hier werden lösungsorientiertes Denken und Handeln, Spontanität, Körpersprache, Stimmhygiene, Teamfähigkeit, Anleitungs- und Führungskompetenzen und vieles mehr eingeübt und weiterentwickelt, welche für den Lehrer*innenberuf von unerlässlicher Bedeutung ist. Denn Studierenden lernen buchstäblich Eigenregie, wie sie auftreten müssen, wie sie aufmerksam und sensibel sein können und wie sie kreative, sich gegenseitig befruchtende Lernprozesse fördern können.

Wertvoll ist zudem das internationale Netzwerk des Regisseurs sowie seine Bilingualität. So ist seit dem Wechsel Humphreys an die Pädagogische Hochschule Heidelberg die English Drama Group fester Bestandteil des theaterpädagogischen Lehrangebots. Den Studierenden wird dabei – unter anderem durch eine von Humphrey ins Leben gerufen Studienreise nach England – ein neuer Zugang zur englischen Sprache sowie ein vertiefter Einblick in die englische Kultur geboten.

Mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie, die den für das Theater so wichtigen direkten Kontakt deutlich beschränkt, hat der Regisseur gemeinsam mit anderen Lehrenden neue Formate gefunden. So konnte etwa die Theatergruppe der Hochschule den Probebetrieb beinah nahtlos sowohl über digitale als auch analoge Wege fortsetzen und kreative Möglichkeiten der Inszenierung umsetzen, welche in der einzigen kulturellen live-Veranstaltung der PH im Sommersemester 2020 mündete.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/theaterpaedagogik.

Zur Person
Nicholas Humphrey studierte Literaturwissenschaft, Politik und Theologie in Großbritannien und Deutschland und arbeitete in beiden Ländern als Lehrer an Gesamtschule, Realschule und Gymnasium. Nach einer Ausbildung zum Theaterpädagogen (BuT) absolvierte er ein Regiestudium an der Royal Academy of Dramatic Art in London und eine Schauspielausbildung beim Sanford-Meisner-Schüler Scott Williams. Es folgten unterschiedliche Regiearbeiten für professionelle Häuser und Theatertruppen sowie Lehrtätigkeit an Schauspielschulen. Seit 2017 ist Nicholas Humphrey mit der Geschäftsführung und künstlerischen Leitung für das Besondere Erweiterungsfach Theaterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg betraut, wo er auch die PH-Theatergruppe und die English Drama Group leitet.

Ehrenmedaille für Prof. i.R. Dr. Peter Buck

Auszeichnung für langjährige hervorragende Leistungen der Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik

[velo] Die Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP) hat Dr. Peter Buck für seine langjährigen hervorragenden Leistungen in der Didaktik der Chemie und Physik ausgezeichnet. Buck war bis zu seinem Ruhestand Professor im Fach Chemie der Pädagogischen Hochschule; ebenda hat er zudem das interdisziplinäre Institut für Sachunterricht mitgegründet. Die GDCP Ehrenmedaille würdigt sein wissenschaftliches Wirken, das den Chemieunterricht bis heute maßgeblich prägt. Buck ist nach Prof. Dr. Elke Sumfleth erst der zweite Chemiedidaktiker, der mit der seit 2008 vergebenen Ehrenmedaille ausgezeichnet wird.

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Die Laudatio hielt Professor Dr. Markus Rehm (Abteilung Chemie). Er ging dabei insbesondere darauf ein, wie Buck die Fachwissenschaften bis heute mit den Fachdidaktiken verbindet. So wechselte der Vollchemiker nach seiner Promotion an der Universität Heidelberg, nach Auslandsaufenthalten in Kanada und Rumänien, zunächst an die Universität Tübingen und später an die Pädagogische Hochschule: "Hier machte sich Professor Buck schnell einen anderen kulturellen Zugang zu eigen: Fortan verfolgte er das Ziel, dass Lernende die Chemie als Grundlage des Lebens wirklich verstehen", so Rehm. "Das Verstehen zu ermöglichen, und Verstehensprozesse zu erforschen, stand im Mittelpunkt seines Wirkens . Hierzu stellte er ihre Lebenswirklichkeit in den Mittelpunkt; denn - so seine Überzeugung - Wissen, was nicht an das eigene Erleben und Wahrnehmen anzubinden weiß, ist kein Wissen mehr."

Diese Perspektive brachte Buck zudem in den wissenschaftlichen Diskurs ein: "Nur wenige sind so früh und so beständig für einen auf Wahrnehmung und Erleben basierten Unterricht zu natürlichen Phänomenen eingetreten. Durch sein fundiertes Wissen und Können, im Fach wie in der Erziehungswissenschaft, seinem ehrlichen Interesse an einem offenen Austausch sowie durch sein außergewöhnliches Engagement wurde Buck zu einem wichtigen Vertreter der bildungsphilosophisch inspirierten Didaktik nicht nur der Chemie, sondern der Naturwissenschaften insgesamt", so Rehm abschließend.

Mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist Professor i.R. Buck bis heute eng verbunden und die Hochschule gratuliert ihm zu der Auszeichnung mit der GDCP-Ehrenmedaille.

Weitere Informationen finden Sie unter www.gdcp.de sowie unter www.ph-heidelberg.de/chemie.

Bundesverdienstkreuz für Prof. Gert Weisskirchen

Ehemaliges Mitglied des Hochschulrats der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit höchstem deutschen Orden ausgezeichnet

„Die Idee der Völkerverständigung hat Prof. Gert Weisskirchen von Anfang an überzeugt und sein Handeln geleitet. Auf das, was er über viele Jahrzehnte als Hochschulprofessor, Politiker und im Ehrenamt geleistet hat und noch immer leistet, darf er zu Recht stolz sein“, sagte Staatsministerin Theresa Schopper anlässlich der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland in der Villa Reitzenstein in Stuttgart. Gert Weisskirchen war an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Student,  wissenschaftlicher Assistent und von 2013 an mehrere Jahre Mitglied des Hochschulrats.

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Prof. Weisskirchen habe Großes zur Völkerverständigung beigetragen, etwa durch sein Engagement für Toleranz und gegen Rassismus oder durch die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Bürgerrechtlern. „Es ist beeindruckend, wie weit dabei seine Interessen, seine Kenntnisse und sein Engagement reichten. Sein ausgeprägtes Netzwerk nutzte Prof. Weisskirchen vielfältig für humanitäre Initiativen sowie zur Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus“, unterstrich Staatsministerin Schopper. So sei unter Leitung von Prof. Weisskirchen das erste Rahmenkonzept für eine Forschungsstelle Antiziganismus entworfen und diese schließlich 2017 an der Universität Heidelberg eröffnet worden.

Als einer der dienstältesten SPD-Abgeordneten im Bundestag sowie als persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden setzte sich Prof. Weisskirchen für mehr Toleranz ein und initiierte – etwa bei der Organisation der ersten freien Kommunalwahlen in Sachsen – Dialoge zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses. „Bei seiner Arbeit ließ sich Prof. Weisskirchen stets von der festen Überzeugung leiten, dass ein besseres Zusammenleben der Menschen über alle Grenzen hinweg möglich ist“, so Schopper weiter.

Prof. Weisskirchen sei ein unabhängiger, mutiger, verantwortungsvoller und vor allem menschlicher Politiker. „Seit Jahrzehnten engagiert er sich in den unterschiedlichsten Bereichen unseres Zusammenlebens – und tut dies bis heute. Für sein Engagement möchten wir ihm danken und ihn mit dem Verdienstkreuz am Bande ehren“, schloss die Staatsministerin ihre Rede.

Ernannt: Dr. David Scheer, Juniorprofessor für Inklusive Bildung

Entwicklung eines interdisziplinären Forschungsprofils am Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg beruft Dr. David Scheer zum 1. November 2020 zum Juniorprofessor für Inklusive Bildung. Am Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung (AW-ZIB) wird Scheer ein interdisziplinäres Forschungsprofil zur Inklusiven Bildung entwickeln und entsprechende Forschungsprojekte durchführen. Er wird außerdem im Fachgebiet Inklusive Bildung Lehre insbesondere in den lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge ausbringen.

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Die Pädagogische Hochschule Heidelberg geht mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung neue Wege in der Inklusion: An dem Zentrum werden neben Menschen ohne Behinderung auch Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die als kognitiv beeinträchtigt gelten und eine dreijährige Vollzeit-Qualifizierung zu Bildungsfachkräften absolviert haben. Gemeinsam werden sie in der Lehre sowie in öffentlichen Vorträgen Einblicke in die Inklusions- und Exklusionserfahrungen von Menschen mit Behinderung geben.

Auch die Forschung des AW-ZIB ist partizipativ ausgerichtet und die Bildungsfachkräfte werden an geeigneten Stellen aktiv beteiligt. Für die Entwicklung eines interdisziplinären Forschungsprofils zur Inklusiven Bildung konnte die Hochschule Dr. David Scheer gewinnen: Der Experte für die schulische Inklusion wird sich insbesondere in die Erforschung der Bildungsarbeit, die Evaluation und Weiterentwicklung der Bildungsangebote sowie die Weiterentwicklung der Qualifizierung zur Bildungsfachkraft einbringen. Dabei soll zum einen untersucht werden, wie sich die Kompetenzen der Studierenden im Umgang mit Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung durch die Bildungsarbeit verändern bzw. wie die Bildungsarbeit etwa das subjektive Wohlbefinden der Bildungsfachkräfte beeinflusst. Auch die Bildungsangebote selbst sollen evaluiert und weiterentwickelt werden, um die Frage nach Gelingensbedingungen für eine diversitätssensible Gestaltung der Angebote der Bildungsfachkräfte beantworten zu können. Darüber hinaus soll der Bedarf an Bildungsangeboten systematisch erhoben sowie die Weiterentwicklungsmöglichkeiten der Qualifizierung ausgelotet werden.

Der Sonderpädagoge wird überdies die Leitung einer Nachwuchsgruppe, die am AW-ZIB forscht, übernehmen sowie an dem Ausbau und der (inter-)nationalen Vernetzung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung mitwirken. Der erfahrene Dozent wird ferner Lehre insbesondere in den lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengänge ausbringen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib.

Zur Person
David Scheer hat in Landau Lehramt für Förderschulen mit den Förderschwerpunkten Lernen sowie Emotionale und soziale Entwicklung studiert. Nach Referendariat und Stationen im Schuldienst war er erst an der Universität Koblenz-Landau (im Förderschwerpunkt Lernen) und dann an der Universität Paderborn (im Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung) beschäftigt. In Paderborn wurde er 2019 mit einer Arbeit zur Schulleitung im Kontext schulischer Inklusion promoviert. Im Anschluss übernahm er die Vertretung der W3-Professur "Pädagogik und Didaktik des Förderschwerpunkts Lernen" an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Im November 2020 wurde Scheer von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum Juniorprofessur für Inklusive Bildung ernannt.

Unterricht digital unterstützen - aber wie?

Onlinefortbildung in der Reihe "BildungsBits" am 15.12. von 16:00-17:30 Uhr, veranstaltet von der Professional School

[hop] Die kostenfreie Onlinefortbildung für Lehrkräfte aller Schularten sowie pädagogische Fach- und Führungskräfte außerhalb der Schulen bietet einen kurzen Überblick über die Vor- und Nachteile des Einsatzes digitaler Tools im Unterricht. Sie erhalten einen theoretischen Überblick, wie Onlinetools das Lehren und Lernen im Rahmen einer zunehmend digitalisierten Bildung verändern können. Zudem werden verschiedene Möglichkeiten präsentiert, digitale Medien in den Unterricht einfließen zu lassen. Referent ist Dr. Mario Liftenegger vom Kolleg für Sozialpädagogik in Liezen/Österreich.

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Mario Liftenegger stellt diverse Anwendungen vor, die ohne viel Aufwand den Unterricht - unabhängig vom Unterrichtsgegenstand - bereichern können. Die Palette reicht vom Einsatz und der Erstellung von Lernspielen oder digitalen MindMaps über die Verwendung von Plattformen für den Einsatz im Projektunterricht bis hin zur einfachen Erstellung von Lernvideos. Es werden darüber hinaus auch Möglichkeiten vorgestellt, die ein kooperatives und kollaboratives Arbeiten ermöglichen.

Die Fortbildung findet am 15.12.2020 von 16.00 bis 17.30 Uhr statt und ist kostenfrei. Bitte melden Sie sich bis zum 11.12.2020 an. Sie erhalten vor der Onlinefortbildung per E-Mail einen Zugangslink, mit dem Sie Zugang zum Meetingraum bekommen. Die in der Onlinefortbildung gezeigten Materialien, eine Evaluation sowie eine Teilnahmebescheinigung stehen am Ende der Fortbildung zum Download bereit oder werden Ihnen per E-Mail zugesendet.

Hier geht es zur Anmeldung: https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot.htm

Berufsbezogener Fremdsprachenunterricht

Onlinefortbildung der Professional School in der Reihe "BildungsBits" am 12.1.2021 von 17:00-18:30 Uhr – Anmeldung bis 8.1.2021

[hop] Berufsorientierter Fremdsprachenunterricht ist relevant für die berufliche Zukunft von zahlreichen Lernenden, wird jedoch häufig in der fremdsprachendidaktischen Diskussion vernachlässigt. Im kostenfreien Onlineseminar mit Fokus auf Englisch-Lehrkräften wird an praktischen Beispielen gezeigt, wie kompetenzorientierter berufsvorbereitender Englischunterricht basierend auf dem europäischen Referenzrahmen durchgeführt und beurteilt werden kann. Dabei steht die Sekundarstufe I der allgemeinbildenden Schule im Mittelpunkt. Referentin ist Prof. Dr. Karin Vogt vom Institut für Fremdsprachen. Hier geht es zur Anmeldung: https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot.htm

Effektiver Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten im Schulalltag

Verhaltens-ABC: Fortbildung der Professional School am 18.1.2021 von 9:00 bis 17:00 Uhr – Anmeldung bis 11.1.2021

[hop] Die kostenfreie Fortbildung bietet eine praxisnahe Schulung in Präventions- und Interventionsmaßnahmen für den positiven und effektiven Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten. Die Teilnehmenden werden angeleitet, diese bei Grundschülerinnen und Grundschülern im Schulalltag durchzuführen. Zielgruppe sind Schulleitungen sowie Horterziehende, Schulbegleitende und Sozialarbeiterinnen und -arbeiter an Grundschulen. Leiterin der Fortbildung an der Pädagogischen Hochschule ist Dr. Lysett Babocsai.

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Im ersten Teil der Veranstaltung werden die theoretischen Grundlagen (Ursachen von Verhaltensauffälligkeiten, Leitlinien zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit Verhaltensauffälligkeiten, evidenzbasierte Ansätze zur Verhaltensmodifikation) erarbeitet. Darauf aufbauend erhalten die Teilnehmenden im zweiten Teil der Veranstaltung eine praktische Anleitung zur Umsetzung von Präventions- und Interventionsstrategien im Schulalltag.

Anmeldung
Lehrkräfte im Bezirk des Regierungspräsidiums Karlsruhe bzw. des Schulamtes Mannheim können sich über LFB-Online anmelden. Die Veranstaltung finden Sie mit dem Lehrgangskürzel Z8V24. Alle anderen Teilnehmenden gelangen über folgenden Link zum Anmeldeformular: www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot.htm

Kontakt
Professional School, +49 6221/477-522, E-Mail

Befristete Stelle am Institut für Sonderpädagogik

Abgeordnete Lehrkraft bzw. Akademischer Mitarbeitender in der Lehreinheit „Pädagogik der Lernförderung“

Aufgaben: Lehre im Umfang von 14 SWS in der Weiterbildungsmaßnahme Aufbau Lehramt Sonderpädagogik (M.Ed.) mit dem Schwerpunkt in der Pädagogik und Didaktik im Förderschwerpunkt „Lernen“ in Schulen und außerschulischen Arbeitsfeldern unter besonderer Berücksichtigung von Heterogenität und Inklusion · Entwicklung von E-Learning-Angeboten für diese Weiterbildungsmaßnahme · Mitwirkung an der Organisation der Weiterbildungsmaßnahme · Übernahme von Prüfungsaufgaben · Begleitung von Studierenden im Schulpraktikum · Mitwirkung an der Selbstverwaltung der Hochschule

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Einstellungsvoraussetzungen:
· abgeschlossenes Lehramtsstudium der Sonder-/ Rehabilitations- oder Integrationspädagogik (Master, Magister, Diplom, erstes und zweites Staatsexamen) mit dem Schwerpunkt Pädagogik/Didaktik bei Lernbeeinträchtigungen
· mindestens dreijährige Erfahrungen in der Schule oder außerschulischen Arbeitsfeldern, möglichst in inklusiven integrativen Kontexten
· erwünscht sind Erfahrungen im Einsatz digitaler Lernumgebungen

Die Stelle einer Abgeordneten Lehrkraft (w/m/d; 100%, bis BesGr. A13) bzw. Akademische/-r Mitarbeiter/-in (w/m/d; 100%, TV-L bis E13) ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet bis 31.07.2022 zu besetzen. Die Pädagogische Hochschule strebt eine Verlängerung bis 31.03.2024 an.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in Bereichen an, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Nähere Auskünfte zum Stellenprofil erhalten Sie bei Prof. Dr. Birgit Werner unter folgender E-Mail. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese richten Sie bitte bis 11. Dezember 2020 in elektronischer Form (zusammengefasst in einem pdf-Dokument mit max. 5 MB) unter Angabe des Kennworts „Lernförderung““ an folgende E-Mail von Frau Prof. Dr. Werner.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum November-Newsletter:

 

Festhalle zur Eröffnung des Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung

Veranstaltungsreihe "Bildung bitte!": Inklusion

Online-Vortrag am 3.12. um 16:00 Uhr über inklusive Lernangebote an außerschulischen Lernorten – bitte anmelden

Während "Inklusion" in der wissenschaftlichen und bildungspolitischen Debatte schon seit etlichen Jahren ein viel verwendetes Schlagwort ist, wird um ihre Bedeutung und Umsetzung in der pädagogischen Praxis nach wie vor intensiv gerungen. Wie können sich Lehrende von der Vorstellung einer Normalität lösen? Wie eine Sichtweise und ein pädagogisches Handeln entwickeln, das vielfältige Zugänge zum Lernen berücksichtigt? Und welche didaktischen Konzepte und praktischen Strukturen unterstützen dabei?

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An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg spielen diese Fragen eine herausgehobene Rolle. Als zentrales Profilelement prägt Inklusion Forschung und Lehre in den unterschiedlichen Fachbereichen und hat zum Aufbau von Strukturen beigetragen, die den verschiedenen Lebenssituationen und Lernvoraussetzungen der Studierenden Rechnung tragen. Mit der Gründung des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung (AW-ZIB) und seinem bundesweit einmaligen Ansatz geht sie auf dem Weg zu einer inklusiven Hochschule noch einmal einen entschiedenen Schritt weiter.

Die öffentliche Veranstaltungsreihe "Bildung bitte!" stellt das Thema im Wintersemester 2020/21 deshalb erneut ins Zentrum. Anhand exemplarischer Beispiele aus Forschung und Lehre verdeutlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Breite des Inklusionsbegriffes und stellen ihre Ansätze zur Förderung des gemeinschaftlichen Lehrens und Lernens auf Grundlage individueller Weltdeutungen zur Diskussion.

Der zweite Vortrag findet am Donnertag, 3. Dezember 2020 um 16.00 Uhr online statt. Die Professoren Dr. Baur, Dr. Gervé und Dr. Lang veranschaulichen und diskutieren am Beispiel des Heidelberger Zoos Potenziale und Prinzipien inklusiver Lernangebote an außerschulischen Lernorten. Aus technischen Gründen ist eine Anmeldung notwendig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bildungbitte.

"Studium und Praktikum im Ausland"

Onlineveranstaltung am 7.12. um 12:00 – bitte anmelden

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine international ausgerichtete Hochschule: Sie leistet bildungswissenschaftliche, fachdidaktische sowie sonderpädagogische Forschung und Lehre im internationalen Kontext und qualifiziert Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen - nicht länger nur für den regionalen, sondern auch für den überregionalen und internationalen Arbeitsmarkt.

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Am Montag, 7. Dezember 2020 stellt das Akademische Auslandsamt im Rahmen eines Online-Seminars die Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, vor. Im Anschluss werden individuelle Fragen zum Thema beantwortet. Die Veranstaltung findet zwischen 12.00 und 13.00 Uhr online statt. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an Sabine Franke ist aus technischen Gründen notwendig.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

"Stopp Cybermobbing!"

Onlinevortrag mit dem Mediennetzwerk Rhein-Neckar und dem Verein Weisser Ring am 8.12. um 17:00

Mehrere Präventions-Partner der Region haben sich zusammengetan und bieten mit "UFFBASSE" eine Vortrags- und Diskussionsreihe zu unterschiedlichen Themen im Bereich Prävention an. Alle Veranstaltungen finden online statt. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung und kostenfrei möglich. Im Vortrag am 8. Dezember um 17.00 Uhr geht es um "Cyber-Mobbing", das zunehmend das soziale Klima in Schulen beeinflusst. Neben Schülern gehören auch Lehrer zu den Betroffenen. Schon eine unbedachte Mediennutzung kann zur Ausgrenzung führen.

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Warum gibt es Cybermobbing? Wie reagieren Betroffene? Was lässt sich dagegen tun? Welche rechtlichen Hintergründe gibt es? Wie kann einem Mitschüler geholfen werden?

Dieses Online-Seminar von Anja Kegler (Mediennetzwerk Rhein-Neckar/Heidelberg) und Günther Bubenitschek (Landespräventionsbeauftragter Weisser Ring e.V.) stellt sich der Herausforderung der Zeit und zeigt Möglichkeiten im Umgang mit Cyber-Mobbing auf. Es führt ferner an das Thema "Cyber-Mobbing" sowie die Auseinandersetzung mit Interventionsmaßnahmen und Präventionsstrategien heran.Das Angebot richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Beschäftigte in der Sozialarbeit, Familien sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Informationen auch zum Login finden Sie unter www.digital-bildung-praevention.de.

Hochschulweite BNE-Ringvorlesung

Onlinetermine am 8.12., 15.12. und 5.1.2021 von 18:15 bis 19:15 Uhr – bitte über Stud.IP anmelden

Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das BNE-Zentrum im Wintersemester 2020/2021 eine hochschulweite Ringvorlesung "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.15 Corona-bedingt online statt. Bitte tragen Sie sich zur Teilnahme in die Stud.IP-Veranstaltung ein; Sie erhalten jeweils kurz vor Veranstaltungsbeginn einen Einladungslink.

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Folgende Vorträge sind vorgesehen:
8. Dezember 2020 "Biodiversität und BNE: In welcher Welt wollen wir leben?" Prof. Dr. Lissy Jäkel (Biologie)
15. Dezember 2020 "Naturschutz im Diskurs: Zwischen Naturromantik und gesellschaftlicher Überlebensfrage" Prof. Dr. Klaus-Dieter Hupke (Geographie)
5. Januar 2021 "Bildung und globale Verantwortung" Prof. Dr. Georg Zenkert (Philosophie)
19. Januar 2021 "Mäßigung - was wir von einer alten Tugend lernen können" Prof. Dr. Thomas Vogel (Erziehungswissenschaft)

Die Vorlesung unter der Leitung von Prof. Dr. Alexander Siegmund und Prof. Dr. Thomas Vogel richtet sich insbesondere an die Lehramtsstudierenden (PO11 und BaPO15) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Weiteren Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

"Beziehungsweise Geschlecht – Trans*erfahrungen im Alltag"

Onlinevortrag von Jespa Jacob Kleinfeld am 10.12.

Wie bestimmen Geschlechterbilder unsere Alltagserfahrungen? Inwiefern verändern sich die Bezugsweisen, wenn sich die eigene aber auch die Fremd-Wahrnehmung vom eigenen Geschlecht verändert? Und was hat das für Konsequenzen – persönlich und gesellschaftlich? Die Erfahrungen, wie Geschlecht unseren Alltag strukturiert, machen wir alle – mehr oder weniger bewusst. Für Menschen, die der Vorstellung einer eindeutigen Bestimmbarkeit von Geschlecht nicht entsprechen, ist diese Erfahrung potenziell auch mit einer akuten Grenzüberschreitung gesellschaftlicher Normen verbunden. Jespa Jacob Kleinfeld gibt am 10.12. einen Einblick in die Erfahrungswelten von Trans*- und Gender-Non-Conforming-Personen.

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Der Fokus des Vortrages liegt auf den Bezugsweisen, die Geschlecht_erwahrnehmungen und -vorstellungen in unserer Gesellschaft bilden, nicht die medizinischen Aspekte von Transition_en. Diese Vorstellungen haben konkrete Auswirkungen auf gesetzliche Reglementierungen, soziale Codes und Narrative. Diese Gefüge bieten eine wichtige Grundlage für eine kritische Auseinandersetzung mit Geschlecht_ern auch in der pädagogischen Arbeit.

Die Veranstaltung ist Teil des Verschränkungsmoduls „Gender – Race – Class… und ihre Berücksichtigung beim historischen Lernen und Forschen“, ausgebracht von Prof. Dr. Katja Patzel-Mattern (Universität) und Prof. Dr. Bettina Degner (Pädagogische Hochschule). Sie ist geöffnet für alle Mitglieder der Heidelberger Hochschulen.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen und Zugangslink unter: www.hse-heidelberg.de/trans_erfahrungen-im-alltag

"Mediensuchtprävention"

Onlinevortrag zum Trainingsprogramm "Professioneller Umgang mit technischen Medien (PROTECT)" am 15.12.

Mehrere Präventions-Partner der Region bieten mit "UFFBASSE" eine Vortrags- und Diskussionsreihe zu unterschiedlichen Themen im Bereich Prävention an. Alle Veranstaltungen finden online statt. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung und kostenfrei möglich. Der Vortrag zur Mediensucht findet am 15.12. um 17.00 Uhr statt: Wenn Kinder und Jugendliche das Internet oder Computerspiele so exzessiv nutzen, dass ihre Lebensqualität auf sozialer, psychischer und körperlicher Ebene beeinträchtig ist, spricht man von Internet- oder Computerspielabhängig- keit.

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Betroffene haben häufig Probleme, ihren Alltag zu bewältigen und gefährden nicht nur ihre sozialen Beziehungen, sondern auch ihre schulischen und beruflichen Perspektiven. In dem Vortrag von Janika Eschrig wird das Trainingsprogramm "Professioneller Umgang mit technischen Medien (PROTECT)" vorgestellt. Dieses wurde von Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt und reduziert die Internet- und Computerspielabhängigkeit bei Jugendlichen erstmals signifikant.

Das Angebot richtet sich insbesondere an Lehrkräfte, Beschäftigte in der Sozialarbeit, Familien sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Informationen auch zum Login finden Sie unter www.digital-bildung-praevention.de. Informationen zu dem Trainingsprogramm finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/protect.

Kampagne #lieberlehramt geht neu an den Start

Wissenschaftsministerium startet neue Werbekampagne für den Lehrerberuf

Bundesweit fehlen Lehrkräfte und auch in Baden-Württemberg gibt es einen Lehrermangel in den Klassenzimmern, besonders an Grundschulen und beruflichen Schulen, aber auch an Gymnasien. Gesucht werden zukünftige Lehrerinnen und Lehrer für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Physik, Elektrotechnik und andere technische Fachrichtungen, Kunst, Musik und Religion. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst legt daher nochmals nach und seine Werbekampagne #lieberlehramt für 2020 und 2021 neu auf – unter dem Motto „Teile Deine Motivation – Werde Lehrer/in“.

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„Mit der Kampagne #lieberlehramt wollen wir Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen für ein Lehramtsstudium begeistern. Denn wir brauchen dringend junge Menschen, die für ein Thema brennen und die bereit sind, als künftige Lehrkräfte ihr Wissen an den Schulen weiterzugeben. Ich hoffe, dass wir auch mit der neuen Kampagne viele junge Menschen für das Lehramtsstudium interessieren“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 20. November in Stuttgart. Die erste Werbekampagne #lieberlehramt des Wissenschaftsministeriums konnte eine Reichweite von 109 Millionen Kontakten erzielen. Allein auf YouTube wurden die Videos der Kampagne mehr als 3,6 Millionen Mal aufgerufen.

„Teile Deine Motivation – Werde Lehrer/in“
Der Gedanke hinter der Kampagne ist einfach: Wer die eigene Begeisterung für ein Fach an jüngere Generationen weitergeben möchte, sollte Lehramt studieren und sein Wissen teilen. „Lehramtsstudierende können sich auf ein abwechslungsreiches, interessantes Berufsfeld mit gutem und sicherem Einkommen freuen – und auf einen Job, der für unsere Gesellschaft besonders wichtig ist. Denn gute Schulen brauchen gute Lehrkräfte“, betonte Bauer.

Das Teilen von Interessen und Kompetenzen im Mittelpunkt
„Teile Deine Motivation – werde Lehrer/in“ – die neue zentrale Botschaft der Kampagne wird auch durch eine neue Motivik verdeutlicht. Junge Menschen arbeiten gemeinsam an einem Projekt und dessen Herausforderungen – sei es beim Proben eines Musikstücks, der Programmierung eines VR-Spiels oder beim Wissens- und Werteaustausch zu einem abstrakten Thema. Sie teilen ihre Interessen und Kenntnisse und motivieren sich gegenseitig.

Fortsetzung der Kampagne ist vernetzter, informativer, kommunikativer
Aber nicht nur Botschaft und Motivik haben sich geändert. Künftig wird auf der Website www.lieber-lehramt.de und in den Social Media-Kanälen über #lieberlehramt noch umfangreicher als bisher über das Lehramtsstudium in Baden-Württemberg informiert. Hier gibt es künftig noch mehr Inhalte, in denen beispielsweise Lehramtsstudierende über ihr Studium berichten und einen authentischen Einblick in ihren Alltag geben. Zudem erhalten alle Hochschulen die Möglichkeit, sich und ihre Lehramtsstudiengänge in Video und Text auf den Plattformen der Kampagne vorzustellen.

Neben Informationsgehalt und authentischen Einblicken ins Studium wird Wert auf die Kommunikation mit Interessierten gelegt. So besteht ab sofort die Möglichkeit, auf Anregungen, Fragen, Lob und Kritik persönlich und schnell durch den neuen WhatsApp-Support eine Rückmeldung zu bekommen.

Weitere Informationen:
Die Kampagne „Teile deine Motivation – Werde Lehrer/in“ richtet sich an junge Menschen zwischen 15 und 22 Jahren. Mit ihrem crossmedialen Ansatz erreicht sie die Zielgruppe individuell durch gezieltes Online-Marketing und über Social Media (Instagram, YouTube, Facebook) unter #lieberlehramt. Auf der Website www.lieber-lehramt.de sind alle wichtigen Informationen zum Lehramtsstudium in Baden-Württemberg zu finden.

Shit happens

Schleswig-Holstein gibt seinem neuen Online-Lernportal die URL sh.itslearning.com

[red] Corona ist Mist, kann ja keiner bestreiten. Man könnte sogar sagen, Corona ist shit, um es drastisch und weltläufig auszudrücken. Was zum Beispiel Schulen betrifft, so liegt der einzige Vorteil dieser Zwangslage darin, dass die Bildungsentscheider gerade den Kosmos der Digitalisierung entdecken. Und dort gibt es Lernplattformen, Learn Management Systems: Eines davon ist das Online-Portal itslearning, das einige Bundesländer nutzen. Schleswig-Holstein ist auch eingestiegen, und dort treffen Interessierte nun auf diese Website: sh.itslearning.com.

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Dies sei eine Kombination aus dem Landeskürzel und der Domain des Anbieters, ist aus dem Kieler Bildungsministerium zu vernehmen, was man sich eventuell erschlossen hätte. Es klingt aber für geübte und im Englischen grundsätzlich fitte Leserinnen und Leser, und solche wünscht man sich bei den Erziehungsbeauftragten sicher, nach shitslearning. Das sorgt natürlich für enorme Erheiterung, für einen vergnügten Shitstorm. Dass man die Adresse auch als Shitslearning lesen könne, möge für manche ein Schenkelklopfer sein, so der Ministerialsprecher, sei aber für den Erfolg des Projekts "nicht von Belang".

Bewahre, den Erfindern ist sogar zu danken, die Zeiten sind ernst genug. Auf diese Weise tauchen Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer gleich erstklassig gelaunt ins elektronische Lernprogramm ein. In der Liste der weltbesten URL belegt diese Verbindung aus dem deutschen Norden einen Spitzenplatz. Die eingängige Schöpfung spricht selbstverständlich nicht im Geringsten gegen dieses Netzwerk, das als erfolgreich gilt und von Hunderten Schulen und Zehntausenden Unterrichtenden und Lehrkräften genützt wird.

Quelle: SZ online, Panorama, Leben und Gesellschaft, Peter Burghardt, 9. November 2020