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Presse & Kommunikation

Ausgabe 7 - August 2020

[h.-w. huneke] Bunt - so war trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen das Sommersemester 2020. Und genauso bunt ist auch dieser Newsletter. Er berichtet von der Vielfalt der Ideen, die realisiert wurden und oftmals die Schwierigkeiten in Chancen verwandelt haben. Dazu gehören das neue Format des Bildungsplauschs, Barcamps zum Transfer, Engagement für Gleichstellung und Diversität, neue Impulse zur Internationalisierung trotz aller Einschränkungen von physischer Mobilität. All das ist möglich geworden, weil sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und Mitarbeitende mit viel Neugier, Kompetenz und Phantasie engagiert haben!

Erweiterte Digitalisierungsstrategie verabschiedet

Digitalisierung von Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchsförderung im Fokus

[velo] Der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat am 24. Juni 2020 die weiterentwickelte "Strategie für eine bildungswissenschaftliche Hochschule in einer zunehmend durch Digitalisierung geprägten Welt" (kurz: Digitalisierungsstrategie) verabschiedet. Die PH Heidelberg gehört bundesweit zu den Vorreitern, wenn es darum geht, sich systematisch mit den neuen Aufgaben, die sich aus der Digitalisierung für die Lehre ergeben, auseinanderzusetzen. Sie intensiviert zudem die Forschung zu Digitalisierung in der Bildung.

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Vor rund einem Jahr hatte der Senat die Digitalisierungsstrategie erstmals verabschiedet: In dieser ersten Fassung stand die Lehre im Mittelpunkt. Seitdem wurden zum Beispiel gleich zwei neue Studienangebote entwickelt, die sich mit dem Thema Digitalisierung beschäftigen: Das Besondere Erweiterungsfach "Informatische Bildung in der Schule" befähigt etwa angehende Lehrkräfte aller Schularten dazu, Inhalte sowie Denk- und Arbeitsweisen der Informatik in ihre Fächer einzubinden. Und ein neues Profil im Masterstudiengang Bildungswissenschaften richtet sich an Personen, die sich auf wissenschaftlicher Basis mit dem Zusammenspiel zwischen Alter(n), Bildung und Digitalisierung beschäftigen wollen.

Unter der Leitung von Professor Dr. Christian Spannagel, Prorektor für Forschung, Transfer und Digitalisierung, hat sich die Arbeitsgruppe "Bildung und Digitalisierung" ferner mit der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie beschäftigt: Dieses Mal lag der Fokus auf den Bereichen Forschung und wissenschaftliche Nachwuchsförderung. Die nun vom Senat verabschiedete erweiterte Digitalisierungsstrategie sieht zum Beispiel vor, die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu den Themenbereichen „Digitalisierung in Bildungsprozessen“ sowie „Bildung im Kontext von Digitalisierung“ zu intensivieren. Hierzu will die Hochschule unter anderem spezielle Mittel ausschreiben und den Schwerpunkt Digitalisierung bei passenden Berufungsverfahren und Neubesetzungen stärker berücksichtigen. Im Bereich der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung soll ferner die digitale Infrastruktur etwa durch die Erweiterung des Angebots digitaler Forschungssoftware ausgebaut werden. Die Graduate School der Hochschule plant außerdem, mittelfristig auf Papierdokumente zu verzichten und ihre Prozesse digital abzubilden. Die erweiterte Digitalisierungsstrategie nimmt überdies den Austausch mit der Öffentlichkeit in den Blick: So strebt die Hochschule an, die Open-Science-Aktivitäten ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zukünftig noch stärker zu unterstützen und zu fördern. Umrahmt werden sämtliche Aktivitäten durch ein Fortbildungs- und Informationssystem, das sich primär aus Workshops, (individueller) Beratung und Guidelines zusammensetzen soll.

„Die Strategie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zeigt deutlich: Es geht nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen, sondern um die Weiterentwicklung der Hochschule in einer zunehmend durch Digitalisierung geprägten Welt“, sagt Spannagel. „Das beinhaltet insbesondere auch die Reflexion von Digitalität in der Bildung aus verschiedenen bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Perspektiven. Hier können an der PH Heidelberg die Bereiche Lehre, Forschung und Transfer in besonderer Weise zusammenwirken.“ Das Strategiepapier soll daher zyklisch fortgeschrieben werden, wobei die Bereiche Transfer, Verwaltung und Weiterbildung im Fokus stehen sollen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/digitalisierung.

Bildungsplausch

Neuer Forschungspodcast der Hochschule jetzt online

[hop] Wie kommunizieren taubblinde Menschen? Was ist das Profil eines UNESCO-Lehrstuhls? Wie werden pädagogische Fachkräfte professionalisiert? Im neuen Forschungspodcast „Bildungsplausch“ sprechen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Hochschule über aktuelle Bildungsfragen. Ganz alltagsnah beschreiben sie, woran sie forschen, was sie dazu motiviert, und wie ihr Weg in die Wissenschaft verlief. Der Podcast ist ein Kooperationsprojekt von Pressestelle, Forschungsreferat und Transferzentrum. In den ersten Folgen hören Sie: Andrea Wanka, Alexander Siegmund und Hendrik Lohse-Bossenz: https://www.ph-heidelberg.de/index.php?id=16304

Was hat ein Barcamp mit Wissenschaft zu tun?

Podcast des Projekts TRANSFER TOGETHER der Hochschule zum Barcamp Rhein-Neckar am 19./20. September

[red] Am 19./20. September 2020 findet das Barcamp Rhein-Neckar statt – und die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist als Mitveranstalterin dabei. Aber was ist überhaupt ein Barcamp? Und wieso sollte eine Hochschule Interesse an diesem Format haben? In der neuen Folge des Podcasts von TRANSFER TOGETHER spricht Max Wetterauer mit Valentin Bachem, Anna Roth, Jens Thenent und Melanie Skiba vom Orga-Team über deren Barcamp-Erfahrung und darüber, was den Barcamp-Spirit ausmacht. Weitere Informationen und Anmeldung:  barcamp-rhein-neckar.de. Hier geht es zum Podcast: https://transfertogether.de/wp-content/uploads/2020/06/TT_Folge24_Barcamp-Rhein-Neckar.mp3  

Sprachliche Professionalisierung

Promotionskolleg DaF/DaZ II „Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“ geht in die zweite Förderphase

[PH Freiburg] Zum 1. August geht das Promotionskolleg DaF/DaZ „Vom fachsensiblen Sprachunterricht zum sprachsensiblen Fachunterricht“, ein gemeinsames Projekt der sechs baden-württembergischen Pädagogischen Hochschulen, in die zweite Förderphase. „Die Pädagogischen Hochschulen leisten einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Ausbildung von Lehrkräften. Mit der weiteren Förderung des Promotionskollegs ‚Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache‘ wollen wir das Lehramts-studium mit Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses sprachlich professionalisieren“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

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Lag der bisherige Schwerpunkt auf der Beforschung von Unterricht in Vorbereitungsklassen, so soll künftig die Ausbildung von Lehrkräften in den Blick genommen werden. Sieben abgeordnete Lehrkräfte an den Pädagogischen Hochschulen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd und Weingarten beforschen in Einzelprojekten, die komplementär und als einander ergänzend zu verstehen sind, Professionalisierungsmaßnahmen im Bereich der sprachlichen Bildung während des Studiums. Dabei sollen Ausbildungsmodule und Fortbildungsbausteine (zum Beispiel in Form von Lehrvideos und Handreichungen für den Einsatz im E-Learning an den beteiligten Hochschulen) im Bereich der sprachlichen Bildung im Fach erstellt werden.

Bildungs- und fachsprachliche Kompetenzen sind in allen Fächern gefordert und müssen im Unterricht der einzelnen Fächer gezielt auf- und ausgebaut werden. Auf diese anspruchsvolle Aufgabe sollten künftige FachlehrerInnen bereits im Studium vorbereitet werden. Die fachbezogene sprachliche Bildung ist bislang nicht systematisch in der fachdidaktischen Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern verankert. An diesem Punkt setzen die einzelnen Forschungsvorhaben an: Ein Ziel ist es, sich mit Professionalisierungswegen auseinanderzusetzen, Konzepte dazu zu entwickeln und zu erproben.

In der ersten Förderphase lag der Fokus des Forschungsinteresses auf den Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Bildungsbeteiligung von Schülerinnen und Schülern mit Deutsch als Zweitsprache, die über keine hinreichenden Kompetenzen in bildungs- und fachsprachlichen Registern verfügen. So wurde in zwei Projekten das sprachliche und fachliche Lernen in der Vorbereitungsklasse untersucht, in drei weiteren Projekten stand das (fach-)sprachliche Handeln im naturwissenschaftlichen Unterricht im Zentrum des Forschungsinteresses, zwei Projekte hatten Migrationsmehrsprachigkeit im Fokus. Die Teilprojekte der zweiten Förderphase schließen an die Ergebnisse aus dem Promotionskolleg DaF/DaZ I an. Während in Freiburg, Karlsruhe und Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit verschiedenen Fachdidaktiken Module entwickelt werden, in denen die professionelle Unterrichtswahrnehmung angehender Lehrkräfte im Hinblick auf sprachliche Herausforderungen im Fach gefördert werden soll, ist in Ludwigsburg eine summative Evaluation der Wirksamkeit von bereits bestehenden Lehrkooperationen des Faches Deutsch mit anderen Fachdidaktiken geplant. Die in Heidelberg und Weingarten angesiedelten Projekte haben ihren Forschungsschwerpunkt in der Ausbildung Studierender im Integrierten Semesterpraktikum (ISP), in dem Vermittlungseinheiten und Trainings zur Diagnose- und Förderkompetenz u.a. mittels Videoanalyse auf ihre Auswirkungen im Handeln der Studierenden untersucht werden. Schwerpunkt der künftigen Arbeit ist der Ausbau der Kooperation mit den Fachdidaktiken unter der Perspektive der fachlichen Sprachbildung und dem Einbezug von Mehrsprachigkeit im Unterricht.

Hochdotierte Stipendien für US-amerikanische Universitäten

Jetzt bewerben bis 1. Oktober bzw. 1. November 2020

[red] Wer an einer amerikanischen Spitzenhochschule einen Masterabschluss oder einen Forschungsaufenthalt absolvieren möchte, kann sich ab sofort auf die Programme ERP und McCloy bewerben. Mit beiden Programmen fördert die Studienstiftung des deutschen Volkes Studien- und Forschungsaufenthalte an US-amerikanischen Spitzenuniversitäten. Ziel beider Programme ist es, die transatlantische Verständigung zu stärken und hochqualifizierte Nachwuchskräfte, die eine Tätigkeit im öffentlichen Sektor anstreben, zu fördern und miteinander zu vernetzen.

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Während das McCloy-Programm Mastervorhaben an der Harvard Kennedy School fördert, unterstützt das ERP-Stipendienprogramm ein- bis zweijährige Studien- und Forschungsvorhaben an amerikanischen Spitzenuniversitäten USA-weit. Beide Programme richten sich an Absolventen aller Fächer. Neben den Lebenshaltungs- und Reisekosten können in den Programmen Studiengebühren in Höhe von fast 120.000 USD (McCloy) und bis zu 50.000 USD (ERP) übernommen werden.
Mit der Aufnahme in die Programme geht auch eine Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes einher. Fragen zu den Programmen können in der ZOOM-Sprechstunde mit aktuellen Stipendiatinnen und Stipendiaten diskutiert werden.

Termine und weitere Programminformationen:

https://www.studienstiftung.de/mccloy-programm/ 
https://www.studienstiftung.de/erp/ 
Ansprechpartner: Dr. Lars Peters (l.peters@studienstiftung.de)

Open-Source: Erklärung unterzeichnet

PH Heidelberg unterstützt Forderung zur Stärkung offener und freier Bildungsplattformen

[velo] Die Verbände und Gemeinschaften der führenden deutschen Open-Source-Systeme haben im Mai 2020 eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Darin fordern sie von Politik und Gesellschaft, die Entwicklungsstrukturen der Open-Source-Systeme durch geeignete Finanzierungen zu sichern bzw. sie auszubauen. Nur so ist es laut den Initiatoren möglich, die Offenheit und Freiheit der Bildungslandschaft in Deutschland zu erhalten. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg unterstützt die Forderung und hat die Erklärung gemeinsam mit anderen Universitäten im Juni 2020 unterzeichnet.

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An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kommen insbesondere die Lernmanagementsysteme Stud.IP und Moodle in Forschung und Lehre zum Einsatz. Das Besondere an diesen Systemen: Ihre Software ist frei und offen; das heißt unter anderem, dass sie lizenzkostenfrei ohne Einschränkung von Funktionalität, Nutzungsdauer oder Personenanzahl nutzbar sind. Die Lernmanagementsysteme sind ferner speziell an die Bedarfe deutscher Bildungseinrichtungen wie der PH Heidelberg angepasst – etwa in Bezug auf Barrierefreiheit, Datenschutz oder Urheberrecht. Vor diesem Hintergrund kommt die Open-Source-Initative elms zu der Erkenntnis, dass Open-Source-Bildungsplattformen eine kritische Infrastruktur darstellen, die es zu stärken und fördern gilt.

Gleichzeitig sieht die Initiative die freien Systeme insbesondere bei öffentlichen Ausschreibungen im Nachteil gegenüber Produkten von kommerziell agierenden Wettbewerbern. Sie sehen dabei die Gefahr, dass die deutschen Bildungseinrichtungen in Abhängigkeit von rein marktwirtschaftlich agierenden Softwarekonzernen geraten. Die Initiative ruft daher dazu auf, die Offenheit und Freiheit der Bildungslandschaft in Deutschland zu erhalten, indem die bewährten Entwicklungsstrukturen durch geeignete Finanzierungen gesichert und ausgebaut werden. Darüber hinaus fordern sie von der Politik, den Einsatz von Open-Source-Software insbesondere durch veränderte Vergaberegelungen bei Ausschreibungen besonders zu begünstigen.

„Die Pädagogische Hochschule Heidelberg profitiert schon seit langem von offenen Bildungsplattformen. Insofern halten wir es für angebracht, dass die Hochschule der Open-Source-Community durch Unterzeichnung der Erklärung auch etwas zurückgibt“, erklärt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Hochschule. Diese gehört daher zu den Universitäten, die die gemeinsame Erklärung der deutschen, communitygestützten Open-Source-Bildungsplattformen im Juni 2020 unterzeichnet haben. Weitere Informationen finden Sie unter www.opensourcelms.de sowie unter www.ph-heidelberg.de/digitalisierung.

Handlungsleitfaden ‚Gegen sexualisierte Belästigung und Gewalt‘

Beratungsangebote und Anlaufstellen auf der Internetseite des Gleichstellungsbüros online. Text: Wolfgang Schultz

Im Sommersemester 2020 hat der Senat die ‚Satzung zum Schutz von Studierenden und Beschäftigten vor sexualisierter Belästigung und sexualisierter Gewalt an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg‘ beschlossen. Darin sind Anlaufstellen und Verfahrenswege benannt, so dass Betroffene und Vorgesetzte bei entsprechenden Vorfällen adäquat reagieren können. Auf der Internetseite des Gleichstellungsbüros wurde dazu ein Handlungsleitfaden veröffentlicht, der alle relevanten Informationen, hochschulinterne und externe Anlaufstellen und Beratungsangebote übersichtlich darstellt und mit Handlungsempfehlungen für Betroffene und Vorgesetzte ergänzt. Link zum Handlungsleitfaden.

Sorgearbeit sichtbar machen

Equal Care Day Manifest liegt vor – auch Fassung in leichter Sprache erhältlich. Text: Wolfgang Schultz

Die bundesweite Initiative ‚Equal Care Day‘, die sich für die Sichtbarmachung von privater und professioneller Sorgearbeit (Kindererziehung, Haushalt, Pflege etc.) einsetzt, hat am 19. Mai ein Manifest veröffentlicht. Gefordert wird die Wertschätzung, (geschlechter)gerechte Verteilung und Entlohnung und, damit einhergehend, die Berücksichtigung dieser oft so selbstverständlich genommenen Arbeit in volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (wie z. B. Bruttoinlandsprodukt). Zum Team der Verfassenden gehört auch Prof. Dr. Angela Häußler vom Fach Alltagskultur und Gesundheit.

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Das Gleichstellungsbüro hat das Manifest in leichte Sprache übertragen. Diese Version wurde inzwischen ebenfalls veröffentlicht. Das Manifest kann mitgezeichnet werden und findet sich unter https://equalcareday.de/.

Für eine Professur qualifizieren

18. Ausschreibung des Margarete von Wrangell-Programms für Nachwuchswissenschaftlerinnen – jetzt bis 30. September bewerben

[red] Im Juli 2020 hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg das Margarete von Wrangell-Programm zum 18. Mal ausgeschrieben. Vorrangiges Ziel des Programms ist es, besonders qualifizierte Wissenschaftlerinnen zu ermutigen und materiell in die Lage zu versetzen, sich für die Berufung auf eine Professur zu qualifizieren. Die Förderung erfolgt über Mittel für Stellen (TV-L EG 13), die im Gegensatz zu Stipendienförderung auch eine soziale Sicherung der Geförderten gewährleisten.

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Die Stellen werden in die Universitäten und Pädagogischen Hochschulen und Kunsthochschulen integriert. Die Förderdauer beträgt bis zu fünf Jahren, drei davon werden durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie den Europäischen Sozialfonds finanziert und anschließend bis zu zwei Jahre durch die jeweilige Hochschule. Die Anträge müssen bis zum 30. September 2020 beim baden-württembergischen Wissenschaftsministerium eingehen. Alle notwendigen Informationen finden sich unter http://margarete-von-wrangell.de/ 

Auszüge aus den Senatsprotokollen der 444. und 445. Sitzungen

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Forum Mitarbeitende & Jubiläen

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red

Erasmusprojekt zu gelungenen Unterrichtsansätzen

Innovate to Create II: Vergleichende Studie in vier europäischen Ländern

[HSE] Gelungene Unterrichtskonzepte in und zwischen den Fächern Musik und Englisch identifizieren und europaweit in der Lehrpraxis realisieren – mit dieser Absicht fanden im Erasmusprojekt ‚Innovate to Create‘ fünf Schulen im Sekundarbereich zusammen, um sich auszutauschen und die Ergebnisse zum Nutzen Dritter zu veröffentlichen. Im Blog gibt Ulrike Müller Einblick in das vielschichtige Vorhaben und zeigt auf, wie sich unterschiedliche Schulsysteme, Rahmenbedingungen und Rollendefinitionen in den Partnerländern Spanien, England, Ungarn, Schweden und Deutschland auf Lehren und Lernen auswirken. Hier geht es zum Blogbeitrag: https://hse.hypotheses.org/2622 

Verena Konrad bei Stipendienprogramm FundaMINT erfolgreich

Studentin der Mathematik und Physik von Telekom Stiftung ausgewählt – nur 35 Geförderte deutschlandweit

[velo] Verena Konrad, die an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Physik und Mathematik für die Sekundarstufe I studiert, ist mit dem begehrten FundaMINT-Stipendium ausgezeichnet worden. Sie gehört damit zu den nur 35 Studierenden in Deutschland, die ab Oktober 2020 sowohl ideell als auch finanziell durch die Telekom Stiftung gefördert werden. Mit dem Programm ist das Ziel verbunden, sozial engagierte Lehramtsstudierende mit (sehr) guten Studienleistungen auf ihrem Weg zum Lehrberuf bestmöglich zu unterstützen.

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Das FundaMINT-Stipendium richtet sich an Lehramtsstudierende einer weiterführenden Schulform, die mindestens ein MINT-Fach studieren, gute Leistungen vorweisen können und die gesellschaftlich engagiert sind. Dies alles trifft auf Verena Konrad zu: Die junge Frau studiert nicht nur Physik und Mathematik, sondern belegt auch das neue Besondere Erweiterungsfach Informatische Bildung in der Schule. Dass sie dabei wissenschaftliche Spitzenleistungen erbringt und sich zudem aktiv in die Gesellschaft einbringt, hat sie bereits bei dem Deutschlandstipendium bewiesen, das sie für das Studienjahr 2019/2020 erhalten hat. Diese Qualifizierung hat nun auch die Jury der Telekom Stiftung davon überzeugt, dass die angehende Lehrerin für die Schülerinnen und Schüler ein wertvolles Vorbild sein und ihr MINT-Wissen praktisch fundiert sowie professionell vermitteln wird.

Von der Förderung durch das Stipendienprogramm FundaMINT zeigt sich die Studentin begeistert: "MINT-Fächer sind wichtige zukunftsorientierte Fächer. Vor allem Wissen im Bereich der Informatik wird nicht nur im beruflichen Kontext immer essentieller und als Folge braucht jeder Mensch bereits heute zumindest die entsprechenden Grundkenntnisse", so Konrad. "Ich möchte Schülerinnen und Schülern gerne für diese Themen begeistern und ihnen zeigen, dass nicht nur Informatik, sondern alle MINT-Fächer wirklich Spaß machen, nicht schwer zu erlernen sind und sich super verbinden lassen." Konrad arbeitet daher unter anderem in einer Arbeitsgruppe unter Leitung von apl. Professorin Dr. Nicole Marmé mit, die bei Mädchen und jungen Frauen das Interesse für digitale Themen wecken will, sowie bei einem Mathematikprojekt von Professor Dr. Guido Pinkernell, das Schülerinnen und Schülern online Aufgaben zur Verfügung stellt und ihnen ein unmittelbares Feedback gibt.

Durch das Stipendienprogramm der Telekom Stiftung erhält Konrad für den Zeitraum von zwei Jahren 735 Euro monatlich und ihr steht ein monatliches Sachkostenbudget von 130 Euro zur Verfügung. Besonders gespannt ist die Studentin jedoch auf die ideelle Unterstützung: Diese enthält Seminare sowie Workshops und gibt Raum für die individuelle Vernetzung und den fachlichen Austausch. "Ich freue mich, meine Erfahrungen in das Programm einbringen zu können und kann sicherlich von dem Austausch mit den anderen aktuellen sowie ehemaligen Stipendiatinnen bzw. Stipendiaten profitieren", sagt Konrad. An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist die junge Frau bereits die dritte Lehramtsstudentin, die bei dem Stipendienprogramm erfolgreich ist: In der ersten Ausschreibung 2013 konnte sich die Sonderpädagogin Rebecca Müller durchsetzen; 2014 gehörte Katja Jung, die an der PH Heidelberg Technik, Biologie und Physik studierte, zu den Stipendiatinnen der Stiftung.

Lehr-Lern-Labor erhält LeLa-Preis in der Kategorie MINT-Bildung

Ausgezeichnete Karlsruher Doktorandin Sabrina Syskowski erhält den mit 3.000 Euro dotierten Preis

[velo] Der außerschulische Lernort makeScience! wurde vom Bundesverband der Schülerlabore mit dem LeLa-Preis 2020 ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Konzept zur Unterstützung der Aus- und Weiterbildung von MINT-Lehrkräften als nachahmenswert. Entwickelt wurde das innovative Lehr-Lern-Labor-Konzept von der Doktorandin Sabrina Syskowski (Pädagogische Hochschule Karlsruhe), seit 2019 wird es von ihr auch an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erfolgreich umgesetzt. Der 2. Platz in der Kategorie "MINT-Bildung von Lehrkräften" ist mit 3.000 Euro dotiert und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gestiftet.

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In dem Labor makeScience! der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe erhalten Schülerinnen und Schüler vertiefende Einblicke in die Welt der Chemie. Vor drei Jahren hat die Hochschule diesen außerschulischen Lernort mit einem von Doktorandin Sabrina Syskowski erarbeiteten Konzept zum Lehr-Lern-Labor weiterentwickelt. Nun experimentieren hier Lehramtsstudierende mit Schülerinnen und Schülern und eignen sich so wichtiges Professionswissen für ihren späteren Beruf an.
Seit 2019 ist das Konzept außerdem hochschulartenübergreifend ausgerichtet und wird seitdem auch an der Abteilung Chemie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg erfolgreich von Syskowski umgesetzt: Neben einem Schülerlabor, in dem seit vielen Jahren hochbegabte Grundschulkinder von Lehramtsstudierenden unterrichtet werden, liegt ein Schwerpunkt der Heidelberger Abteilung auf den unterrichtspraktischen Fähigkeiten für die Sekundarstufe, was den Studierenden die verstärkte Erfahrung einer Theorie-Praxis Verzahnung ermöglicht.

Diese innovative Weiterentwicklung wurde nun mit dem LeLa-Preis 2020 des Bundesverbandes der Schülerlabore (LernortLabor) ausgezeichnet: "Die beiden von mir entwickelten Lernumgebungen, die wir über zwei Jahre lang getestet und evaluiert haben, kommen sowohl bei den Lehramtsstudierenden als auch bei den Schülerinnen und Schülern sehr gut an", freut sich Sabrina Syskowski. In der einen neuen Lernumgebung klären Schülerinnen und Schüler als Kriminaltechniker einen fiktiven Mordfall auf, in der anderen stellen sie Bubble-Tea-Bällchen her, in denen Säure-Base- und Redoxreaktionen ablaufen: "Wir verbinden spielerische Herausforderungen mit hoher Realitätsnähe und sorgen so für großes Interesse bei den Schülerinnen und Schülern", erläutert Syskowski.

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg begleiten die Lehramtsstudierenden Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II bis jetzt bei der Durchführung der Lernumgebung zu Bubble-Tea-Bällchen; eine Erweiterung des Lernumgebungsangebots ist geplant. Da während der Corona-Pandemie Experimente im Labor nicht möglich sind, hat Syskowski ihr Laborangebot in ein digitales Format umgewandelt: Statt Schülerinnen und Schüler vor Ort beim Selbstexperimentieren anzuleiten, realisieren die Studierende die Lerneinheiten in gekürzter Version nun per Videokonferenz.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/chemie.

Ausgezeichnet: "Punkt, Punkt, Komma, Strich"

Interdisziplinäres Projekt entwickelt neues inklusives Lehrbuch für blinde und sehende Kinder

[red] „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ ist ein neues Lehrbuch, das gemeinsam von blinden und von sehenden Kindern gelesen werden kann. Es wurde vom Verein Schulverlag Plus AG in Bern zusammen mit der der Hochschule der Künste Bern und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg entwickelt, hier die Abteilung Blinden- und Sehbehinderten-pädagogik unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Lang. Mit dem Lehrbuch werden blinde und hochgradig sehbehinderte Kinder spielerisch an die Blindenschrift herangeführt. Das Lehrbuch gehört zu drei ausgezeichneten Projekten, die für die Auszeichnung "Canne blanche", dem Preis des Schweizerischen Sehbehindertenwesens (SZBLIND), ausgewählt wurden.

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Auf dem aktuellen deutschsprachigen Lernmittelmarkt sind keine Fördermaterialien für den privaten Erwerb erhältlich, welche blinde und sehbehinderte Kinder zusammen mit ihrem sehenden Umfeld an die Blindenschrift heranführen. Sehende Kinder erwerben bereits vor Schulbeginn die sensorischen und kognitiven Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb. Sie entwickeln durch spielerische und ungezwungene Auseinandersetzungen mit Schrift die Motivation zum Lesen- und Schreiben lernen. Blinde Kinder (und auf die Blindenschrift angewiesene hochgradig sehbehinderte Kinder) benötigen für diese grundlegenden Lernprozesse eine entsprechend vorbereitete und ausgestaltete Umgebung. Lernmaterialien sollten daher auf das Erlernen der Blindenschrift vorbereiten und gleichzeitig für Eltern, Geschwister – oder sehende Schulkolleginnen und -kollegen – so gestaltet sein, dass diese gemeinsam die Prinzipien der Schriftsprache entdecken können. Der Text ist mit Blindenschrift und in Schwarzschrift gestaltet, sodass das Buch von Kindern mit Sehbeeinträchtigung wie auch von sehenden Kindern gemeinsam gelesen und erkundet werden kann.

In zwei Forschungsprojekten wurden die Grundlagen für eine Fördermittelreihe zur Heranführung an die Blindenschrift für blinde, hochgradig sehbehinderte und sehbehinderte Kinder im Vorschulalter in neun Bänden geschaffen. Die Bände bauen inhaltlich aufeinander auf und jeder Band ist inhaltlich in sich abgeschlossen. Als Gesamtpaket sind die Hefte unter dem Titel «Punkt für Punkt: Lernabenteuer mit Alex und Lilani» zusammengefasst. Das Projekt ist in hohem Masse praxisorientiert. Die Fördermittelreihe kann mithelfen, die aktuell sehr deutlich wahrnehmbare Lücke zwischen inklusivem Anspruch und inklusiver Praxis zu schließen. So entsteht im Rahmen eines fundiert entwickelten Konzepts ein Materialpaket, das den Anforderungen an einen modernen, handlungsorientierten Schriftspracherwerb entspricht. Zugleich ermöglichen die Lernmittel blinden und sehbehinderten Kindern eine gleichberechtigte Teilhabe an elementaren Bildungsprozessen.

Die Projekte, die von Fach-Jury des Schweizerischen Sehbehindertenvereins vorausgewählt wurden, haben gemeinsam, dass sie auf innovative Art und Weise das Leben von Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung in der gesamten Schweiz erleichtern und Inklusion fördern. Der Fachjury hat gefallen, dass das Buch ein Zusammensein von blinden und sehenden Kindern ermöglicht sowie den Zugang zur Blindenschrift erleichtert.

Weitere Informationen: https://www.ph-heidelberg.de/blinden-und-sehbehindertenpaedagogik/forschung/ppks-3-punkt-punkt-komma-strich-3-inklusives-lernmaterial-fuer-den-schriftspracherwerb.html 

Quelle und Foto: SZBLIND 2020

Renommierte Förderung für Dr. Stefanie Köb

Mitarbeiterin als Fellow im Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm aufgenommen

[velo] Dr. Stefanie Köb (Institut für Sonderpädagogik) ist neue assoziierte Fellow im Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Förderprogram verfolgt das Ziel, exzellente Wissenschaftlerinnen zur Habilitation zu ermutigen. Köb konnte sich in dem kompetitiven Verfahren durchsetzen und gehört damit zu den 23 Prozent der Bewerberinnen, deren Antrag bewilligt wurde. Als assoziierte Fellow wird sie Zugang zu den Seminaren sowie dem Netzwerk des Programms erhalten.

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Deutschland gehört zu den ersten Staaten, die die 2006 von den Vereinten Nationen verabschiedete Behindertenrechtskonvention unterzeichnet haben. Demnach haben alle Menschen ein uneingeschränktes und selbstverständliches Recht auf Teilhabe und folglich auch auf Bildung sowie einen inklusiven und hochwertigen Schulunterricht. Über zehn Jahre nach der Ratifizierung der Behindertenrechtskonventionen zeigen Studien jedoch, dass jene Schülerinnen und Schüler, die als geistig behindert gelten, häufiger unter Ausgrenzung und fehlender Akzeptanz leiden als andere Kinder. Dazu kommt die große Verunsicherung, die Lehrerinnen und Lehrer nach wie vor gegenüber der Arbeit in inklusionsorientierten Klassen spüren, da konkrete, fachdidaktische Konzepte für den inklusionsorientierten Unterricht nach wie vor häufig fehlen.

"In meiner Habilitation widme ich mich zunächst der Frage, wie soziale Partizipationsprozesse bei Kindern und Jugendlichen mit einer kognitiven Beeinträchtigung in inklusionsorientierten Klassen unterstützt werden können", erklärt Köb. Hierzu strebt die Sonderpädagogin eine Mixed-Methods-Studie in inklusiven Klassen an, die sowohl Schülerinnen und Schüler mit und ohne Behinderung als auch Lehrkräfte fokussiert. Um Lehrkräfte bei der Herausforderung zu unterstützen, einen Unterricht zu gestalten, der den Bedürfnissen aller Lernenden gerecht wird, will sich Köb zudem mit didaktischen Fragen beschäftigen: "Ich konzentriere mich dabei auf das Fach Deutsch und die Frage, wie sich Schriftspracherwerbsprozesse bei Kindern und Jugendlichen mit kognitiver Beeinträchtigung gestalten und inwiefern Zugänge zu literarischem Lernen durch Texte in einfacher Sprache eröffnet werden können." Zum Schriftspracherwerb von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung gibt es im deutschsprachigen Raum bislang kaum empirische Daten und damit für die Lehrkräfte fast keine fachliche Grundlage für ihre inklusive Unterrichtsgestaltung. Diese Lücke will Köb in ihrem Habilitationsvorhaben schließen und zum Beispiel per Eye-Tracking herausfinden, wie Schülerinnen und Schüler mit einer kognitiven Beeinträchtigung etwa auf unbekannte Wörter reagieren.

Bereits erforscht ist die Bedeutung der Literatur für die Ausbildung kognitiver und sozialer Fähigkeiten: "Wir wissen, dass Literaturunterricht mittelbar auch zu gesellschaftlicher Teilhabe beitragen kann. Und dennoch nimmt das literarische Lernen im inklusiven Unterricht bislang einen geringen Stellenwert ein - häufig mit dem Argument, literarischen Texten in einfacher Sprache fehle es an spezifischer poetischer Gestaltung", erläutert Köb. Die Sonderpädagogin will daher in einem mehrstufigen Forschungsdesign untersuchen, durch welche Strukturelemente literarische Texte für alle Lernenden zugänglich gemacht werden können.

Das Habilitationsvorhaben Köbs wird am Institut für Sonderpädagogik von den Professorinnen Dr. Karin Terfloth und Dr. Vera Heyl begleitet. Professor Dr. Christian Spannagel, der als Prorektor für Forschung auch die Nachwuchsförderung verantwortet, sagt abschließend: "Stefanie Köb verfügt über eine ausgesprochen hohe wissenschaftliche Kompetenz und ihr Habilitationsvorhaben hat das Potenzial, nicht nur die sonderpädagogische Forschung, sondern auch den inklusiven Unterricht in Deutschland deutlich voranzubringen. Ich gratuliere ihr daher ganz herzlich zu dem tollen Erfolg bei dem Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/koeb-stefanie sowie unter mwk.baden-wuerttemberg.de.

Trauer um Elisa Keesen

Alumna und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule ist im Mai an einer Krebserkrankung gestorben

[hop] Elisa Keesen, Alumna der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, ist am 16. Mai im Alter von 31 Jahren an einer unheilbaren Krebserkrankung gestorben. Sie studierte Blinden- und Hörbehindertenpädagogik und war als akademische Mitarbeiterin in einem Projekt zur Taubblindenpädagogik engagiert. Aus dieser Tätigkeit sind wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie ein Buch hervorgegangen. Für ihre Arbeit als Taubblindenpädagogin wurde sie 2019 mit dem „Deafblind International Young Professional Leadership Award“ ausgezeichnet, einem Preis des Taubblinden-Weltverbands Deafblind International (Dbl). Die Hochschule trauert mit Kolleginnen und Kollegen, Familie und Freunden um Elisa Keesen.

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Elisa Keesen wurde am 1. November 1988 in Augsburg geboren und absolvierte das Sonderschullehramt in den Fachrichtungen Blinden- und Hörbehindertenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Elisa hatte bereits während ihres Sonderpädagogikstudiums Mittel eingeworben, mit denen Lehrveranstaltungen im Bereich der Taubblindheit angeboten wurden. Im Anschluss an das Studium forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sonderpädagogik mit Prof. Dr. Klaus Sarimski und Prof. Dr. Markus Lang im Rahmen eines Projekts zur sozialen Teilhabe und Fördersituation von Kindern und Jugendlichen mit Hörsehbehinderung oder Taubblindheit. Im Kontext des Projekts sind im Jahr 2015 mehrere wissenschaftliche Artikel entstanden, darunter „Kinder mit Taubblindheit und Hörsehbehinderung. Wie steht es um ihre Versorgung in der Frühförderung?“ in der Fachzeitschrift Frühförderung interdisziplinär sowie „Prävalenz von Taubblindheit und Hörsehbehinderung im Kindes- und Jugendalter“ in der Zeitschrift für Heilpädagogik. Aus Elisas Forschungsarbeit ging auch ihr Buch "Angeborene Taubblindheit und die Konstruktion der Welt" hervor, das sie 2018 veröffentlichte. Es gehört zu den wenigen deutschsprachigen Publikationen im Bereich der Taubblindheit und ermöglicht ein besseres Verständnis der Welt von taubblind geborenen Menschen.

Neben ihren wissenschaftlichen Tätigkeiten war Elisa Keesen ebenso in der sonderpädagogischen Praxis engagiert. Sie hat ihr Referendariat an Schulen in Mannheim und Ilvesheim erfolgreich abgeschlossen. Seit September 2016 war sie als Sonderpädagogin in der Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche mit Taubblindheit/Hörsehbehinderung an der stiftung st. franziskus heiligenbronn gefragt und beliebt, wie PH-Sonderpädagogin Prof. Dr. Andrea Wanka betont.

Mit der Verleihung des „Deafblind International Young Professional Leadership Award“ im Dezember 2019 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde Elisas Talent gewürdigt, die Stärken und die Potentiale von taubblinden Kindern zu sehen und sich unermüdlich dafür einzusetzen, dass diese gefördert werden. "Die Fortschritte, die taubblinde Kinder machen, das Wissen, das Experten in diesem Bereich erwerben und die wissenschaftlichen Erkenntnisse, die neue Wege ermöglichen, wären ohne das außergewöhnliche Engagement von Elisa Keesen nicht möglich," unterstrich der Präsident des Taubblinden-Weltverbands Deafblind International Frank Kat in seiner Laudatio.

In ihrer Trauerrede sagte Anne Wöhrle, die Elisa Keesen als Mentorin im Referendariat begleitet hat, dass Elisa trotz der Diagnose weiter unbeirrbar ihren Weg ging, sich fortbildete und Familien mit taubblinden Kindern unterstützte, vor allem jeden einzelnen Moment im engen Kreis von Familie und Freunden genoss. Möge diese besondere Stärke allen, die zurückgeblieben sind, Trost, Kraft und Mut geben.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Praktikanten im Gesundheitsamt – Bereich Bewegungspass

Bis zu sechs Monate im Dezernat Soziales, Jugend, Integration und Gesundheit – mit Vergütung

Wir suchen Sie für einen Einsatz von 3 bis 6 Monaten in unserer Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“. Freuen Sie sich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum mit vielen neuen Herausforderungen. Im Rahmen des Einsatzes bieten wir Ihnen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“ zu sammeln und sich aktiv einzubringen. Sie unterstützen die Kolleginnen und Kollegen bei Prozessen im Zusammenhang mit der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“, Sie bearbeiten aktuelle Projekte und unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit.

Mehr erfahren

Das Tätigkeitsfeld umfasst:
Als aktuelles Thema: Einführung des Bewegungspasses im Landkreis Freudenstadt

Mit der landesweiten Einführung des Bewegungspasses soll zukünftig spielerisch die frühkindliche Basismotorik sichergestellt werden. Die Übungen innerhalb des Bewegungspasses werden durch Tiere symbolisiert und einfach zugänglich vermittelt. Jedes Tier hat hierbei einen anderen motorischen Trainings-Schwerpunkt. Die "Kommunale Gesundheitskonferenz" stellt die Einführung und Umsetzung dieses Projektes mit verschiedenen Kooperationspartnern sicher. Hier können Sie die Kolleginnen und Kollegen aktiv unterstützen und die Durchführung des Projektes im Landkreis Freudenstadt vorantreiben.

Das wünschen wir uns von Ihnen:

  • fortgeschrittenes Studium der Sportwissenschaften – angewandte Bewegungsforschung, Bewegung und Gesundheit, Gesundheitsförderung
  • großes Interesse an der Planung, Entwicklung und Etablierung der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“
  • sicherer Umgang mit MS Office-Anwendungen, insbesondere PowerPoint und Excel
  • hohes Maß an Eigeninitiative und Kommunikationsstärke
  • ausgeprägte Sozialkompetenz, Teamfähigkeit

Das können wir Ihnen bieten:

  • eine anspruchsvolle und reizvolle Aufgabe sowie fachlich interessante und herausfordernde Tätigkeit in einem kollegialen Umfeld
  • flexible und familienfreundliche Arbeitszeitregelungen sowie einen Arbeitsplatz mit aktueller technischer Ausstattung
  • Praktikumsvergütung in Höhe von monatlich 250,00 €
  • gute Erreichbarkeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Gewährung eines Jobtickets, hauseigenes Bistro, Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements und Betreuungsangebot für Kleinkinder

Hier bekommen Sie weitere Informationen:

  • inhaltliche Fragen: Frau Ruf, Leiterin der Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“, Tel. 07441 920-4110 oder Frau Schlaich, Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“, Tel. 07441 920- 4103
  • rechtliche Fragen: Frau Stritt, Haupt- und Personalverwaltung, Tel. 07441 920-1250

Unsere Grundsätze: Alle Menschen haben bei uns die gleichen Chancen, weshalb wir geschlechtsneutral ausschreiben: weiblich, männlich und divers. Wir beschäftigen Angehörige unterschiedlicher Nationalitäten. Schwerbehinderte oder gleichgestellte Bewerber*innen berücksichtigen wir nach den Zielsetzungen des Schwerbehindertenrechts.

Wenn Sie das Aufgabenfeld anspricht, Sie über die gewünschten Kompetenzen verfügen und sich bei einem zukunftsorientierten Dienstleistungsunternehmen mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten einbringen möchten dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Für die Bewerbung empfehlen wir das Online-Bewerberportal auf unserer Homepage.

www.kreis-fds.de 

Dalberg-Preis 2020

Ausschreibung der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt – Bewerben bis: 15. August

[red] Der Thüringer Akademiepreis in Höhe von 2.000 € rückt Forschung ins Blickfeld der Öffentlichkeit, deren Transdisziplinarität sich nicht nur auf Verbindungen zwischen einzelnen Fächern richtet, sondern die Brücke zwischen Geistes- und Naturwissenschaften schlägt. Die betonte Transdisziplinarität gibt ein Signal dafür in die Öffentlichkeit, dass die vielfach getrennt nebeneinanderliegenden Wissenschaftsdisziplinen nicht nur wechselseitig, sondern auch gemeinsam wahrgenommen werden. Sie unterscheiden sich weniger durch ihre sie letztlich verbindenden gemeinsamen Fragestellungen, sondern vielmehr aufgrund ihrer methodischen Dispositionen.

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Benannt ist der Preis nach Carl von Dalberg (1744-1817), der als Wirklicher Geheimer Rat und Statthalter zu Erfurt seit 1772 die Akademie zu besonderer Blüte erhob, mit den Großen seiner Zeit korrespondierte und ein Förderer der Wissenschaften und Künste war. 1802 wurde er Kurfürst im Erzbistum Mainz, dessen linksrheinische Gebiete an Frankreich abgetreten waren, und nach dem Reichsdeputationshauptschluss Kurerzkanzler bzw. mit Errichtung des Rheinbundes souveräner Fürst-Primas und Vorsitzender in der Bundesversammlung.

Der an die Wissenschaftsförderung Dalbergs erinnernde Preis in Höhe von 2.000 Euro wird im Rahmen einer Absolventenfeier der Technischen Universität Ilmenau vergeben. Bewerbungen werden bis zum 15. August 2020 an den Senat der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt erbeten: Postfach 450122, 99051 Erfurt.

Auskünfte und Online-Bewerbungen: meinolf.vielberg@remove-this.uni-jena.de sowie sekretariat@remove-this.akademie-erfurt.de.

Quelle: Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Juli-Newsletter:

 

Coronabedingte Absperrungen in der Zentralbibliothek der Hochschule

Fachtagung: Bildungstechnologien vom 14.9. bis 18.9.

Die 18. Fachtagung Bildungstechnologien findet nun online statt

Die 18. Fachtagung Bildungstechnologien der GI Fachgruppe Bildungstechnologien (DELFI 2020) wird vom 14. bis zum 18. September 2020 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg stattfinden. Es handelt sich um eine Zusammenarbeit mit dem 15th European Conference on Technology enhanced Learning (EC-TEL) und der 9. Fachtagung Hochschuldidkatik Informatik (HDI) des GI Fachbereichs Informatik Ausbildung / Didaktik Informatik. Ihr Ansprechpartner an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist Dr. Marco Kalz, Professor für Mediendidaktik. Weitere Informationen finden Sie unter delfi-tagung.de.

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Aktueller Hinweis: Aufgrund der weltweiten COVID-19-Situation findet die DELFI & EC-TEL 2020 vollständig online statt. Die Fachtagung Hochschuldidaktik Informatik wird hingegen verschoben und soll dann als Präsenztermin stattfinden.

Barcamp Rhein-Neckar: Menschen. Ideen. Begegnen.

Ein Online-Angebot am 19. & 20.9. in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Das Barcamp Rhein-Neckar steht dieses Jahr unter dem Motto "Menschen. Ideen. Begegnen" und findet online statt. Am Wochenende vom 19. und 20. September 2020 treffen sich Menschen verschiedener Generationen, Herkunft und Professionen, um sich auszutauschen, Neues zu entdecken und sich mit Gleichgesinnten zu verbinden. Wie die letzten Jahre wird das Barcamp Rhein-Neckar auch diesmal thematisch offen sein. Das bedeutet: Alle Teilnehmenden können Sessions zu "ihrem" Thema anbieten. Welcher Vortrag, Workshop und welche Gesprächsrunde stattfindet, bestimmt das Publikum.

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Das Transferzentrum der Pädagogischen Hochschule Heidelberg tritt in diesem Jahr als Mitveranstalter des Barcamps Rhein-Neckar auf. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage des Barcamp Rhein-Neckar unter barcamp-rhein-neckar.de.

Informationen zum Transferzentrum der Hochschule finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transferzentrum.

Online-Workshop on Monday, 28 September: Abstract Writing

An offer by Professor Dr. Bassey E. Antia (University of the Western Cape)

As a literacy event, the abstract (of an article, a conference presentation) represents an important aspect of the academic citizenship of established scholars. It is also critical in inducting students and early career academics into a broadly conceptualized notion of academic literacy/ies as 'fluency in the particular ways of thinking, doing, being, reading and writing which are peculiar to academic contexts' (Lillis and Scott 2007: 16). Regrettably, in many environments, a learning by doing approach with variable outcomes is adopted in a bid to develop competence in thinking with/about abstracts, reading and writing abstracts, critiquing abstracts, and so on. 

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Many graduate students might have been spared delays in conceptualising their research projects or disappointments upon responding to Conference Calls if abstract writing had been the object of explicit instruction.

In this one-day workshop, the DAAD Guest-Professor Professor Dr. Bassey E. Antia will draw on genre theory to introduce participants to issues in the writing of academic abstracts in English. He will present a number of relevant support conceptualization of research, analysis of abstracts in one's own field, writing of abstracts and the formal evaluation of abstracts. In the first part of the workshop, there will be theoretical input, sample analyses and discussion. In the second part, participants will have an opportunity to write an abstract, and submit for peer-review and feedback.

The workshop will take place on Monday, 28 September via zoom; notes on data processing can be found here (in German only): www.ph-heidelberg.de/webmeeting [PDF; ca. 0,2 MB]. A registration via e-mail to graduateschool@ph-heidelberg.de is necessary.

You can find further information under www.ph-heidelberg.de/gs.

Schulpsychologische Arbeit mit hörbehinderten Schülern

Digitale Fachtagung am 28.9.

Die digitale Fachtagung richtet sich an Psychologinnen und Psychologen an schulischen Einrichtungen mit dem Förderschwerpunkt Hören. Sie ermöglicht den Teilnehmenden im Rahmen von Impulsvorträgen und Diskussionsrunden in Kleingruppen einen fachlichen Austausch zu aktuellen Themen in der schulpsychologischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung. Der Wechsel der Gruppenkonstellationen nach jedem Fachvortrag bietet außerdem die Gelegenheit zur Vernetzung.

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Die Veranstaltung findet am Montag, 28. September online statt und wird von JProf. Dr. Laura Avemarie (Institut für Sonderpädagogik) organisiert. Eine Anmeldung bis zum 15. August 2020 ist aus technischen Gründen per E-Mail an Juniorprofessorin Avemarie notwendig.

Bundesweite Elternbefragung zu Homeschooling

Bericht über Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Text: Kerstin Theilmann (Universität Koblenz-Landau)

Seit der coronabedingten Schließung der Schulen am 16. März 2020 ist in Deutschland Homeschooling in aller Munde. Von heute auf morgen musste Unterricht zu Hause stattfinden und Eltern sahen sich ohne Vorbereitung in der Rolle von Lehrkräften. Was diese Situation für Eltern bedeutet und wie das Unterrichten zu Hause aus ihrer Sicht funktioniert hat die bundesweite Studie HOMEschooling 2020 der Universität Koblenz-Landau untersucht. Ein Viertel der befragten Eltern sehen ihre Beziehung zu ihrem Kind durch das Homeschooling als belastet an, so ein zentrales Ergebnis. Der Bericht liegt nun vor.

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Der Fokus der HOMEschooling 2020-Studie lag neben den täglichen Herausforderungen und dem Gelingen des Unterrichtens zu Hause auf der Unterrichtsqualität. „Wir wollten wissen, ob und wie im Zuge des Homeschoolings guter Unterricht gewährleistet werden kann und fragten unter anderem nach der Qualität der Aufgaben, der Häufigkeit und Strukturiertheit der Aufgabenübermittlung oder dem Feedbackverhalten der Lehrkräfte“, so Professorin Dr. Anja Wildemann, Bildungsforscherin an der Universität Koblenz-Landau und mit Professor Dr. Ingmar Hosenfeld vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung (zepf) Leiterin der Studie.

Die Mehrheit der Eltern wünscht sich laut Studienergebnis mehr Rückmeldungen durch die Lehrkräfte. Rund die Hälfte erkennt keinen regelmäßigen Rhythmus in der Aufgabenübermittlung durch die Lehrerinnen und Lehrer; auch nehmen sie die Lernaufträge als wenig abwechslungsreich wahr. Positiv empfinden die Eltern mehrheitlich die Klarheit der Aufgabenstellung, die es den Kindern ermöglicht, die Aufgaben selbständig zu bearbeiten. Insgesamt hat der zeitliche Umfang der Lernbetreuung durch die Eltern deutlich zugenommen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Gaben knapp die Hälfte der Eltern an, vor Corona maximal 30 Minuten mit den Schulaufgaben des Kindes verbracht zu haben, sind es beim Homeschooling bei 24 Prozent bis zu einer Stunde, bei 26,7 Prozent bis zu zwei Stunden und 25 Prozent investieren bis zu drei Stunden täglich. Mit über 80 Prozent sind mit deutlicher Mehrheit Mütter für das Homeschooling zuständig.

Im Hinblick auf die Lernmotivation der Kinder und Jugendlichen ergab sich ein fast ausgewogenes Bild: Mit 48,5 Prozent sind laut Einschätzung der Eltern etwas weniger als die Hälfte sehr oder ziemlich motiviert, bei etwas mehr als der Hälfte (51,1 Prozent) fehlt es an Motivation. Im Homeschooling finden im Vergleich zum normalen Schulalltag wenig Interaktionsmöglichkeiten statt. Knapp 60 Prozent der Eltern geben an, dass sich ihre Kinder nicht mit Mitschülern austauschen. Einen mehrmaligen Austausch pro Tag geben 9,7 Prozent der Eltern an, 14,1 Prozent benennen einen Austausch mehrmals pro Woche. Lernunterstützung der Kinder durch die Lehrkräfte sehen fast 75 Prozent der Eltern durch E-Mail-Kontakt geleistet. Außerdem werden Materialien zum Download (54,5 Prozent), Internetseiten (41,6 Prozent), YouTube-Videos (28,9 Prozent) und eigene Videos (15,4 Prozent) zur Verfügung gestellt.

„Auf Grundlage der Studie sehen wir zwei zentrale Entwicklungsbereiche für weiteres Homeschooling oder einen Wechsel aus Präsenz- und Distanzunterricht“, so Ingmar Hosenfeld, „die Strukturiertheit der Lehr-Lern-Angebote und das Feedback“. Die Forschenden empfehlen, die Aufgaben in Form von Wochenplänen in einem festen Rhythmus zu übermitteln. Das könne einen wichtigen Beitrag leisten zum selbstregulierten Lernen sowie zur Orientierung der Schüler und durch die bessere Planbarkeit auch zur Entlastung der Eltern. Außerdem sollte es seitens der Lehrkräfte eine enge Verzahnung von Aufgabenübermittlung und individuellem Feedback geben, damit jede Schülerin und jeder Schüler den eigenen Wissensstand und Lernbedarf kennt und angemessen weiterentwickeln kann.

Damit es mit dem Lernen auch zu Hause gut klappt, ist Lernmotivation ganz wichtig. „Ein Großteil der teilnehmenden Eltern hat ihre Kinder durch soziale und kommunikative Zugewandtheit zum Lernen motiviert. Das ist ein guter Weg“, unterstreicht Wildemann. Darüber hinaus spielt Partizipation eine große Rolle. „Wenn Eltern und Kinder gemeinsam die Lernwoche planen, agieren sie partnerschaftlich. Das erhöht bei den Kindern in der Regel die Akzeptanz und Motivation“, erklärt Hosenfeld. Einen wichtigen Rat haben beide für Eltern: Sich selbst nicht so stark unter Druck setzen, denn Eltern sind in erster Linie genau das: Eltern und eben keine Lehrkräfte.

An der Studie teilnehmen konnten alle in Deutschland wohnhaften Eltern, deren Kinder allgemeinbildende Schulen besuchen. Zwischen Anfang April und Anfang Mai 2020 haben 4.230 Eltern an der Befragung teilgenommen, davon größtenteils Mütter. Von den Kindern und Jugendlichen besuchen 43,1 Prozent eine Grundschule und 52,6 Prozent eine weiterführende Schule, davon 64,9 Prozent ein Gymnasium.

Der ausführliche Bericht ist online unter https://homeschoolingstudie2020.zepf.eu abrufbar.

Seiten- und Quereinstieg in den Lehrerberuf

HRK-Senat: Akademische Standards nicht verhandelbar

Die akademischen Standards in der Lehrerbildung sind auch für den Seiten- und Quereinstieg ins Lehramt nicht verhandelbar. Das unterstreicht der Senat der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in einer am Donnerstag verabschiedeten Stellungnahme. „Lehrkräfte zweiter Klasse“ mit Qualitäts- und Akzeptanzproblemen aufgrund unzureichender Fortbildung dürfe es nicht geben.

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HRK-Präsident Prof. Dr. Peter-André Alt: „Wir wissen, dass Quer- und Seiteneinsteigende in den Lehrberuf sich engagiert für diese Aufgabe entscheiden und häufig Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringen, die ihnen und den Schülerinnen und Schülern bei diesem Wechsel zu Gute kommen. Jede Art von Nachqualifizierung muss aber auf die Expertise der hochschulischen Lehrkräftebildung zurückgreifen, um eine schleichende De-Akademisierung und damit De-Professionalisierung des Lehramts zu verhindern. Die wissenschaftliche Nachqualifizierung betrifft die fachlichen, fachdidaktischen und bildungswissenschaftlichen Anteile der Lehrkräftebildung.“

Bis 2025 werden in Deutschland voraussichtlich 32.000 Lehrkräfte an den Schulen fehlen. Schon jetzt unterrichten dort immer mehr Lehrerinnen und Lehrer, die als Seiten- oder Quereinsteigende zuvor keinen Lehramtsstudiengang an einer Hochschule absolviert haben. Das notwendige pädagogische und fachliche Rüstzeug sollen sie durch begleitende Betreuung und kurzfristige Qualifizierungsmaßnahmen erhalten, die sich je nach Bundesland unterscheiden.

Der HRK-Senat betonte, dass jede Phase der Lehrerbildung ihre eigene spezifische Aufgabe habe. So finde die wissenschaftsbasierte Grundlegung professioneller Kompetenzen und deren erste reflektierte Anwendung an der Hochschule statt, während im Vorbereitungsdienst deren Umsetzung im Sinne von Expertise-Entwicklung im Mittelpunkt stehe. Von wissenschaftlich begründeten Konzepten profitiere auch die Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften. Die Aktualisierung der wissenschaftlichen Grundlagen sichere kompetente Erziehungsarbeit unter sich ändernden Rahmenbedingungen – als aktuelles Beispiel sei die Covid-19-Pandemie zu nennen.

„Wir sprechen uns dafür aus, ergänzende Professionalisierungswege stärker zu systematisieren,“ so HRK-Präsident Peter-André Alt. „Die Wissenschaftlichkeit der Eingliederungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für Seiten- und Quereinsteigende muss sichergestellt werden. Nur so kann das Potenzial von Seiten- und Quereinsteigenden in den Lehrberuf tatsächlich produktiv für die Weiterentwicklung des Selbst- und Rollenverständnisses aller Lehrkräfte aufgegriffen werden.“

Quelle: https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/hrk-senat-zu-seiten-und-quereinstieg-in-den-lehrerberuf-akademische-standards-nicht-verhandelbar-4/ [26.07.2020]

Neue Spinnengattung zu Ehren Greta Thunbergs

Schwedische Klimaaktivistin wird Namenspatronin für Riesenkrabbenspinnen

Senckenberg-Arachnologe Peter Jäger hat eine neue Spinnengattung auf Madagaskar benannt: Unter dem Namen Thunberga werden nun fünf Arten innerhalb der Riesenkrabbenspinnen zusammengefasst. Der Name soll dabei bewusst an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihr Engagement gegen den Klimawandel erinnern. Jäger will damit auf die Bedrohung der madagassischen und globalen Artenvielfalt aufmerksam machen. 

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Riesenkrabbenspinnen bauen keine Netze, sondern sind als aktive Jäger bekannt. „Schon lange wird ein großer Artenreichtum innerhalb dieser Gruppe vermutet“, erklärt Dr. Peter Jäger vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt und fährt fort: „Bislang wurde den afrikanischen Vertretern der Sparassidae aber wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Nun konnte ich dort eine bislang unbekannte Gattung beschreiben“. Bei der Namenswahl Thunberga greta hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg den Frankfurter Arachnologen inspiriert: „Ihr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel ist beeindruckend“, findet Jäger. Die Benennung der neuen Spinnengattung soll laut Jäger, der bereits an mehreren Demonstrationen teilgenommen hat, auch ein Weckruf sein, damit die Forderungen der Protestierenden vonseiten der Politik und Wirtschaft gehört werden: „Die steigenden Temperaturen beeinflussen alle Bereiche der Natur – die madagassische Endemitenvielfalt und Spinnenfauna eingeschlossen.“

Peter Jäger hat in den letzten 20 Jahren viele neue Spinnenarten beschrieben. Thunberga greta ist genau die 400. Art, die er entdeckt hat. Immer wieder macht er mit prominenten Namen auf Probleme aufmerksam, die die Natur unseres Planeten betreffen. Das bekannteste Beispiel war die südostasiatische Riesenkrabbenspinne Heteropoda davidbowie.

Quelle: https://nachrichten.idw-online.de/2020/06/12/neue-spinnengattung-zu-ehren-greta-thunbergs-beschrieben/ [26.07.2020].