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Presse & Kommunikation

Ausgabe 7 - August 2021

Das Sommersemester 2021 endet und der August-Newsletter blickt zurück auf das besonders vielfältige und reichhaltige akademische Leben der letzten Wochen. Zugleich blickt er voraus auf das Wintersemester. Dann soll die Hochschule zurückfinden in die Präsenz. Der Senat hat in seiner Sitzung am 14. Juli in erster Lesung den neuen Struktur- und Entwicklungsplan 2022 - 2026 diskutiert und sich klar bekannt: Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist und bleibt eine Präsenzhochschule! Eine entscheidende Voraussetzung für einen sicheren Präsenzbetrieb ist eine hohe Impfquote. Deshalb der Appell an alle Mitglieder, die noch nicht geimpft sind: Nutzen Sie jetzt die zahlreichen Impfangebote!

Prof. Dr. Roland Brünken zum neuen Rektor gewählt

Der Professor für Empirische Bildungsforschung löst Anfang Oktober Prof. Dr. Hans-Werner Huneke im Amt ab

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg bekommt einen neuen Rektor: Professor Dr. Roland Brünken (Universität des Saarlandes) wurde am 21. Juli 2021 von Hochschulrat und Senat mit großer Mehrheit gewählt. Der Professor für Empirische Bildungsforschung tritt im Oktober 2021 die Nachfolge von Professor Dr. Hans-Werner Huneke an, der in den Ruhestand wechselt.

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Brünken nahm die Wahl an und sagte: "Ich freue mich sehr über den Vertrauensvorschuss der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in meine Arbeit, mit der ich dazu beitragen möchte, die PH auf ihrem Weg zu einem Zentrum hochkarätiger bildungswissenschaftlicher Forschung und Lehre weiter voranzubringen."

"Mit der Wahl von Professor Brünken konnten wir für die Pädagogische Hochschule Heidelberg einen renommierten Bildungswissenschaftler gewinnen, der bestens mit dem Aufbau moderner Lehrerbildungsstudiengänge und der Professionalisierung in weiteren pädagogischen Berufsfeldern vertraut ist. Er verfügt zudem über ein außergewöhnliches Gespür für strategische Handlungsfelder in Forschung, Lehre und Wissenstransfer, was er in Positionen mit Führungsverantwortung über viele Jahre und an mehreren Hochschulen hinweg eindrücklich unter Beweis gestellt hat“, sagte Professorin Dr. Rosemarie Tracy, Vorsitzende des Hochschulrats und Seniorprofessorin der Universität Mannheim. „Mit ihm an der Spitze wird es der Pädagogischen Hochschule gelingen, die anspruchsvollen Ziele, die sie sich in verschiedenen Handlungsfeldern – ich nenne hier nur beispielhaft fachübergreifende Anliegen wie Digitalisierung, Bildungsgerechtigkeit, Inklusion, Nachhaltigkeit, Internationalisierung – gesetzt hat, umzusetzen, die positiven Herausforderungen durch Diversität zu meistern und die Rolle der Hochschule für die gesellschaftliche Bewusstseinsbildung zu stärken."

Auch Amtsinhaber Huneke, der zum Ende des Sommersemesters in den Ruhestand wechseln wird, gratulierte seinem Nachfolger: "Professor Brünken hat den Hochschulrat und den Senat mit einem schlüssigen und klugen Zukunftskonzept überzeugt. Ich bin mir sicher, er wird dem weiteren Weg der Pädagogischen Hochschule Heidelberg als forschungsstarke Hochschule mit einem attraktiven Studienangebot, einer bestmöglichen Förderung ihrer Studierenden und einer aktiven Wahrnehmung ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung entscheidende Impulse geben."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/rektorat.

Zur Person
Roland Brünken studierte Psychologie an den Universitäten Trier, Düsseldorf und Aachen. Nach seinem Diplom und einer Anstellung an der RWTH Aachen wechselte Brünken 1993 an die Pädagogische Hochschule Erfurt (seit 2001 Universität Erfurt), wo er 1998 promovierte. 2001 bis 2003 leitete er dort die Nachwuchsforschungsgruppe "Bedingungen schulischer Lernprozesse und deren Förderung" und war 2002 bis 2003 Geschäftsführer des Zentrums für Lehr-/Lern- und Bildungsforschung. 2003 wurde er an die Universität Göttingen auf eine C3-Professor für Psychologie des Lehrens und Unterrichtens berufen; 2006 erfolgte der Wechsel an die Universität des Saarlandes auf die W3-Professor für Empirische Bildungsforschung. Ebenda war Brünken von 2006 bis 2012 Studiendekan, von 2012 bis 2016 Dekan der Fakultät für Empirische Humanwissenschaften und von 2017 bis 2021 Vizepräsident für Lehre und Studium. Im Juli 2021 wurde er zum Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gewählt; vorbehaltlich der Ernennung durch den baden-württembergischen Ministerpräsidenten tritt er das Amt im Oktober 2021 an.

KuLO-Projekt unterstützt Kunst- und Kultureinrichtungen

1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds für passgenaue Weiterbildungsangebote

[KA/HD/velo] Wie können Kunst- und Kultureinrichtungen die Corona-Krise überstehen, sich digital weiterentwickeln und neue Besuchergruppen erschließen? Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung erarbeiten hierfür passgenaue Weiterbildungsangebote. Das mit 1,6 Millionen Euro geförderte Projekt "KuLO - Kunst- und Kultureinrichtungen als lernende Organisationen" ging nun an den Start.

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Die Vielfalt der Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg zu erhalten und ihr Innovationspotenzial zu stärken, das ist Ziel des im Juli 2021 an den Start gegangenen Kooperationsprojekts "KuLO - Kunst- und Kultureinrichtungen als lernende Organisationen". Gemeinsam entwickeln die Pädagogische Hochschule Karlsruhe, die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg e.V. passgenaue Weiterbildungsangebote für Kunst- und Kultureinrichtungen, um sie zukunftsfest zu machen. Denn nicht zuletzt die Corona-Pandemie und die voranschreitende Digitalisierung haben den Kulturbereich vor große Herausforderungen gestellt. Auch der gesellschaftliche Wandel und tendenziell zurückgehende Zuschauer- und Besucherzahlen verlangen nach neuen Konzepten. Wie können Einrichtungen überleben, wie Krisen überstehen? "Die Bereitschaft, umzudenken und sich zu verändern, ist groß", sagt Projektleiter Prof. Dr. Lutz Schäfer, Leiter des Instituts für Kunst an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Drei hybride Weiterbildungsmodule
"Wir freuen uns deshalb sehr, dass unser Weiterbildungsprojekt KuLO mit 1,6 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds im Programm REACT-EU gefördert wird", so der Bildende Künstler und Wissenschaftler. Bis Ende 2022 entwickeln die Kooperationspartner insgesamt drei hybride Weiterbildungsmodule. Diese befähigen Kunst- und Kultureinrichtungen dazu, sich im Sinne lernender Organisationen weiterzuentwickeln, Barrieren zu Kulturangeboten abzubauen und Zielgruppen zu erweitern sowie digitale und hybride Technologien sinnvoll und nachhaltig einzusetzen.

"In den Weiterbildungen werden auch gesellschaftliche Querschnittsaufgaben aufgenommen, die für Kultureinrichtungen relevant sind, wie z.B. Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung und Barrierefreiheit. Gerade in Hinblick auf die Berücksichtigung von Vielfalt können Kultureinrichtungen auch eine wichtige Rolle bei der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft spielen. Hierbei werden wir sie gerne unterstützen", erklärt Prof. Dr. Johannes Hennies von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. "Eine aktuelle Studie zeigt, dass Kulturinstitutionen digitale Formate dauerhaft implementieren müssen, vor allem um jüngere Menschen zu gewinnen", so Schäfer. Angelegt werden die Weiterbildungsmodule als hybride Lehr-Lern-Arrangements, in denen Präsenzworkshops, digitale Lernelemente und Austauschforen sowie Onlineressourcen miteinander verschränkt sind.

Expertise aus mehreren Einrichtungen
"Die Pädagogische Hochschule Karlsruhe bringt unter anderem ihre ökonomiedidaktische Expertise in der Konzeption und Durchführung von Innovationsseminaren sowie ihre Expertise im Bereich außerschulische Kulturvermittlung ein", erläutert Rektor Prof. Dr. Klaus Peter Rippe. "Im Rahmen unseres Masterstudiengangs Kulturvermittlung kooperieren wir seit Jahren sehr erfolgreich mit zahlreichen Kultureinrichtungen in der Region."

In Heidelberg sind mehrere Einrichtungen der Pädagogischen Hochschule in das Vorhaben involviert, wie Prof. Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung, erklärt: "Das Zentrum Bildung für Nachhaltige Entwicklung wird zum Beispiel einen Modulbaustein zur Nachhaltigkeit als Qualitätskriterium von Kultureinrichtungen konzipieren. Und das bundesweit einzigartige Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung entwickelt - gemeinsam mit dem Institut für Sonderpädagogik - einen Modulbaustein zur Barrierefreiheit von und Teilhabe an Kulturangeboten. Unsere Professional School bringt ihre jahrzehntelange Erfahrung aus den Bereichen 'Lebenslanges Lernen' sowie 'Berufliche Professionalisierung' in das KuLO-Vorhaben ein und mit der an unsere Hochschule angegliederten Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung konnten wir eine ausgewiesene Expertise für hybrides Projektmanagement und Organisationsentwicklung gewinnen."

Resonanzgruppe begleitet
Ehrenamtlich begleitet wird das Projekt von einer Resonanzgruppe aus Kunst- und Kultureinrichtungen, die einen Querschnitt der rund 3.700 Einrichtungen im Land darstellen. Zugesagt haben bereits unter anderem das Württembergische Staatstheater, das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die LandesArbeitsgemeinschaft der Kulturinitiativen und der Soziokulturellen Zentren in Baden-Württemberg, das Kompetenzzentrum Kulturelle Bildung und Vermittlung und das Badische Landesmuseum. Zum Projekt gehört darüber hinaus eine quantitative und qualitative Evaluation. Außerdem werden die KuLO-Weiterbildungsmodule an beiden Hochschulen über die Projektlaufzeit hinaus nachhaltig verstetigt und sollen später als Certificates of Advanced Studies (CAS) angeboten werden.

Die Projektseite www.ph-karlsruhe.de/projekte/kulo befindet sich im Aufbau.

Eine gemeinsame Presseerklärung der Projektpartner.

Religiös begründeten Extremismus erkennen

Weiterbildung für Lehrkräfte und Pädagog:innen

[velo] Lehrkräfte dazu zu befähigen, religiös begründeten Extremismus und insbesondere Islamismus zu erkennen und kompetent mit ihm umzugehen. Das ist das Ziel eines neuen Weiterbildungsangebotes der  Hochschule in Kooperation mit verschiedenen Vereinen. Entwickelt wurde das Angebot "Religiös begründeter Extremismus - Islamismusprävention in Bildungs- einrichtungen" (kurz Rel-Ex) von Dr. Havva Engin, Professorin für inter-/transkulturelle Pädagogik. Die berufsbegleitende Weiterbildung richtet sich an Lehrkräfte sowie an schulnah arbeitende Pädagog:innen. Eine Anmeldung ist bis zum 15.9.2021 möglich; das erste Modul ist für November 2021 geplant.

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Das Thema religiös motivierter Extremismus und vor allem Islamismus bestimmt immer wieder öffentliche und mediale Debatten. Dabei wird insbesondere von Lehrkräften häufig gefordert, dass sie verschiedenen Formen des Extremismus frühzeitig erkennen und präventiv handeln. Für diese Aufgabe fühlen sich viele Lehrkräfte jedoch nicht ausreichend qualifiziert und fordern entsprechende Weiterbildungsangebote. "Wir kommen dieser Forderung nun nach: Gemeinsam mit unseren Praxispartnern haben wir ein Angebot entwickelt, dass Lehrer:innen zum einen das nötige Hintergrundwissen über religiös motivierten Extremismus vermittelt und ihnen darüber hinaus konkrete, pädagogisch fundierte Handlungsoptionen aufzeigt", erklärt Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung. Dies erscheint insbesondere vor dem Hintergrund wichtig, dass Interventionsinstrumente so Engin umso vielfältiger und nachhaltiger sind, "je früher Radikalisierungstendenzen und extremistisches Verhalten erkannt werden".

Die Teilnehmenden erwerben daher zum Beispiel die Kompetenz, verschiedene Formen von Radikalisierung und Extremismus zu unterscheiden. Sie erhalten ferner Einblicke in die Orte, an denen religiös motivierte Extremist:innen junge Menschen ansprechen, und reflektieren, welche Wirkmechanismen den Anwerbeversuchen zugrunde liegen. Im Rahmen der Sensibilisierungsarbeit lernen die Teilnehmenden zudem, entsprechende Inhalte didaktisch sinnvoll in ihren Unterricht einzubauen. Ihnen wird zudem das Wissen vermittelt, in begründeten Verdachtsmomenten die Gefahrenlage abzuschätzen und gemeinsam mit der Schulleitung und mit Blick auf den:die jeweilige:n Schüler:in konkrete Schritte für ein angemessenes Vorgehen einzuleiten. Der Netzwerkarbeit kommt bei alldem eine besondere Bedeutung zu: Die teilnehmenden Lehrkräfte lernen die wichtigsten Akteure der Prävention sowie die Prozesse der Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit kennen.

Die Organisation der Weiterbildung obliegt der Professional School der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Zu den Kooperationspartnern gehören die Vereine Weisser Ring, Mosaik Deutschland, SicherHeid und Kommunale Kriminalprävention Rhein-Neckar. Voraussetzung für die Teilnahme ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. eine abgeschlossene Ausbildung mit ersten Berufserfahrungen im Bildungs- oder Ausbildungsbereich. Die Kosten belaufen sich auf 350 Euro pro Person; die Anmeldung ist ab sofort und bis zum 15. September 2021 möglich. Die Absolvent:innen erwerben ein Hochschulzertifikat mit 6 ECTS-Punkten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/rel-ex.

Sind unsere Innenstädte bewegungsfördernd?

Folge 13 vom Forschungspodcast Bildungsplausch mit Prof. Dr. Jens Bucksch

[red] Wie gesundheitsförderlich ist unsere unmittelbare Umwelt? Sind die Straßen in unseren Städten attraktiv fürs Fahrradfahren, laden die Gehwege zum Spaziergang ein? Brauchen wir unbedingt ein Auto, um uns fortzubewegen? Ob wir gesund sind oder nicht, wird auch durch die räumliche Infrastruktur beeinflusst, in der wir uns jeden Tag bewegen. Jens Bucksch ist Professor für Prävention und Gesundheitsförderung an der Hochschule. Im Gespräch mit Max Wetterauer erläutert er aktuelle Forschung im Bereich der kommunalen Gesundheitsförderung und welche Methoden hier zum Einsatz kommen.

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Angesprochen wird auch, wie deutsche Innenstädte in Sachen ‚Gesundheitsunterstützung‘ im internationalen Vergleich abschneiden.
Download "Folge 13: Sind unsere Innenstädte bewegungsfördernd?" (.mp3, ca. 90 MB)
Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/bildungsplausch.

Große Mehrheit der Studierenden an der Hochschule ist geimpft

Online-Befragung zeigt, dass rund 75 Prozent mindestens einmal geimpft sind oder einen Termin haben

[red] Die Hochschule hat - auch vor dem Hintergrund der Planung der Lehrveranstaltungen im Wintersemester – eine Befragung zum Impfstatus der Studierenden vom 2. Juli – 12. Juli durchgeführt. Es haben 2.446 Personen teilgenommen, also etwas mehr als die Hälfte aller Studierenden. Davon waren 76,2 Prozent bereits geimpft oder haben einen Impftermin fest vereinbart. 22,8 Prozent bzw. 551 Personen waren zum Befragungs- zeitpunkt nicht geimpft. Die Hochschule appelliert an alle ihre Mitglieder, die Impfangebote jetzt zu nutzen. Dies dient dem individuellen Schutz und ist zugleich eine Voraussetzung für die schrittweise Rückkehr zum Präsenzbetrieb im Wintersemester 2021/22.

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Für den Semesterbetrieb im Winter ist es wichtig, dass möglichst viele Studierende geimpft sind. Nur dann können viele Veranstaltungen in Präsenz durchgeführt werden. Das ist erklärtes Ziel: Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine Präsenzhochschule, wie der Senat erst kürzlich bekräftigt hat. Klar ist aber auch, dass im Wintersemester wieder ein hybrides Lehrangebot bestehen wird. Es soll aber so viel Präsenz ermöglicht werden, wie es unter dem vorrangigen Ziel des Gesundheitsschutzes verantwortbar ist, so Rektor Prof. Hans-Werner Huneke. Dafür sind die Aussichten für Lehrveranstaltungen mit einer geringen oder mittleren Teilnehmerzahl gut; bei großen Veranstaltungen werden digitale Formate zum Einsatz kommen. Die schulpraktischen Studien und die übrigen Praxisanteile der Studiengänge werden, solange die Schulen geöffnet sind, weiter vor Ort stattfinden können.

Abenteuer eines kleinen Faultiers

Kunststudierende der Hochschule gestalteten im Lockdown das Kinderbuch „Alles ganz anders“ – ganz unterschiedliche Stilarten - Idee von Grundschullehrer Robert Kramer

[red] Grundschullehrer Robert Kramer nutzte die Zeit des Lockdowns, um einen Text rund um die Abenteuer eines kleinen Faultiers zu schreiben. Um daraus ein illustriertes Kinderbuch zu machen, startete er einen Aufruf an der Pädagogischen Hochschule – und wurde fündig. Viele Kunst- studierende meldeten sich, am Ende haben acht mitgewirkt, darunter Christel Hetterich, Johannes Immel, Robert Kramer, Eva Reichhold, Johanna Zimmermann und Alina Salameh. Sie bekamen einen Textab- schnitt, den sie frei gestalten konnten. Jetzt sucht Kramer noch einen Verleger für sein Buch, das sich vor allem an Grundschüler:innen richtet.

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Entstanden sind insgesamt zwölf illustrierte Seiten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Während Johannes seinen Zeichenstil als "idealisierten Naturalismus" charakterisiert und ausschließlich mit einem schwarzen Kugelschreiber arbeitete, gestalteten Alina Salameh und Johanna Zimmermann ihre Seiten mit Aquarellfarben und verliehen dem kleinen Faultier eine bunte Optik. Auf den anderen Seiten finden sich neben farbenfrohen Kreidezeichnungen auch digital am Grafik-Tablet erstellte Illustrationen und Elemente im Comicstil. Der Titel "alles ganz anders" bezieht sich deshalb nicht nur auf die Abenteuer des kleinen Faultiers, sondern auch auf die unterschiedlichen Stile und die „anderen Zeiten“ in der Pandemie, in denen das Manuskript entstanden ist. Thematisch geht es in der Geschichte ums Erwachsenwerden, darum, sich aufs Leben einzulassen und die Welt zu entdecken. Durch die Gestaltung wolle man aber auch andere Zielgruppen ansprechen, schließlich gibt es auch für kunstbegeisterte Leser einiges zu entdecken.
Quelle RNZ 6.7.21, Lena Scheuermann

Teilhabe ermöglichen

Abbau von Barrieren im Bereich digitaler Bildung sowie in Kunst- und Kultureinrichtungen. Text: Nina Rudolph

Am 27. Juli präsentierte Svenja Woitt, Studentin im Masterstudiengang E-Learning und Medienbildung (ELMEB), ihr Praxisprojekt zur digitalen Barrierefreiheit. Woitt hat das gerade beendete Projekt in Zusammenarbeit mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung (AW-ZIB) und unter Beteiligung der Bildungsfachkräfte entwickelt. Während dieses spannende Projekt endete, begann am 1. Juli ein neues: Gemeinsam entwickeln die PHen Karlsruhe und Heidelberg mit Partnern Weiterbil- dungsangebote für Kunst- und Kultureinrichtungen, um sie zukunftsfest zu machen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen.

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Entwicklung eines digitalen Lernangebots in Leichter Sprache
In der Konzeption und Erprobung des digitalen Lernprogramms arbeitete Svenja Woitt, Studentin des Masterstudiengangs ELMEB, eng mit den Bildungsfachkräften zusammen, um E-Learning auf technischer und konzeptioneller Ebene barrierefreier zu gestalten. Über ihre Motivation sagt sie: „Das Projekt vom AW-ZIB sprach mich besonders an, weil ich mich schon seit Längerem mit Leichter Sprache auseinandersetzen wollte. Das hilft dabei, die eigene Ausdrucksweise zu hinterfragen und Dinge so unkompliziert wie möglich zu erklären. Ein bisschen nach dem Motto ‘Learning by doing‘ lernte ich in Ansätzen, was es heißt, E-Learning auf technischer und konzeptioneller Ebene barrierefrei zu gestalten.“ Neu war für Woitt auch die Auseinandersetzung mit dem Screenreader, einer Software, die auf einer Webseite oder im Lernprogramm vorliest, was auf dem Bildschirm zu sehen ist. Bei der Erstellung des Lernprogramms musste die Kompatibilität mit dem Screenreader berücksichtigt werden.

Helmuth Pflantzer, Bildungsfachkraft am AW-ZIB, zieht ein Fazit: „Ich finde das Programm gut, weil es Menschen helfen kann, Zoom besser zu verstehen und den Umgang damit erleichtert. Es ist wichtig, dass Menschen wie Svenja sich Gedanken machen, um Menschen mit Behinderungen das Leben etwas leichter zu machen. Indem ich immer wieder die Möglichkeit habe, dieses Lernprogramm zu nutzen, erleichtert mir das die digitale Teilhabe. Wenn ich so darüber nachdenke, kann dieses Lernprogramm auch zum Beispiel Seniorinnen und Senioren die digitale Teilhabe erleichtern.“ Kollege Thorsten Lihl ergänzt: „So etwas, wie Svenja macht, müsste es öfter geben für Webseiten und Anwendungen. Ich bin begeistert von ihrer Arbeit.“

Am 27.07. hat die Studentin ihr Praxisprojekt präsentiert und dabei deutlich gemacht, dass die Entwicklung des Lernprogramms noch nicht abgeschlossen ist. Woitt will das Programm unter einer CC-Lizenz (Creative Commons-Lizenz) veröffentlichen, so dass auch andere damit arbeiten und es weiter entwickeln können. So besteht zum einen die Möglichkeit, die vorhandenen acht Einheiten um weitere Inhalte zu ergänzen. Zum anderen kann das Konzept des Lernprogramms, die Navigation durch Zoom in Kombination mit einem interaktiven, barrierearmen Softwaretraining, als Vorlage für andere Programme verwendet werden und hat so einen Nutzen, der über die aktuelle Anwendung hinausgeht.

Kunst- und Kultureinrichtungen als lernende Organisationen
Die Vielfalt der Kunst- und Kultureinrichtungen in Baden-Württemberg zu erhalten und ihr Innovationspotenzial als lernende Organisationen zu stärken, ist das Ziel von dem im Juli 2021 an den Start gegangenen Kooperationsprojekts "KuLO - Kunst- und Kultureinrichtungen als lernende Organisationen". KuLO wird im Rahmen der REACT-EU-Initiative der Europäische Kommission gefördert.

Mit anderen Partnern des Landes entwickeln die Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg in KuLO passgenaue Weiterbildungsangebote für Kunst- und Kultureinrichtungen, um diese zukunftsfest zu machen. Das AW-ZIB ist Teil des Vorhabens: Sonderpädagogin Noemi Heister und Bildungsfachkraft Helmuth Pflantzer nehmen im Modulbaustein „Accessability und Barrierefreiheit“ - gemeinsam mit Kolleg:innen aus dem Institut für Sonderpädagogik - spezifische Barrieren in den Blick, die sich etwa für Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten, oder Nutzer:innen von Deutscher Gebärdensprache ergeben. Gemeinsam soll herausgearbeitet werden, welche besonderen Chancen in einer auf gesellschaftliche Inklusion ausgerichteten Kulturarbeit liegen, die über die Partizipation einzelner Teilgruppen hinausgeht und das Gesamtverständnis von Kultureinrichtungen prägen kann.

Heister über ihre Motivation: „Jeder Mensch hat ein Recht auf Kunst und Kultur! Damit dieses Recht verwirklicht werden kann, braucht es barrierefreie und zugängliche Kunst- und Kultureinrichtungen für alle Menschen. Ich freue mich sehr, das wichtige Vorhaben der Barrierefreiheit und Accessability gemeinsam mit Helmuth Pflantzer im Projekt KuLO angehen zu dürfen."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/aw-zib sowie auf www.instagram.com/aw_zib bzw. www.twitter.com/zib_aw.

 

Digitale Nachrichten- und Informationskompetenz

Projekt ermöglicht flexible Lehrangebote im Bereich E-Learning und Medienbildung

[velo] Die Hochschule war bei der Ausschreibung "Medienkompetenz und journalistische Grundlagen an Hochschulen" der LFK, Medienanstalt für Baden-Württemberg, erfolgreich: In den nächsten drei Jahren sollen flexible Lehrangebote entwickelt werden, die Studierende dazu befähigen, sich aufgeklärt mit Nachrichten auseinanderzusetzen. Das Angebot soll lang- fristig dazu beitragen, die Nachrichten- und Informationskompetenz insbe- sondere von Schüler:innen zu stärken. "Journalistische und cross- mediale Kompetenzentwicklung für Studierende" (JOKER) wird von Lehrenden des Masterstudienganges E-Learning- und Medienbildung koordiniert.

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Das Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen ist durch Medien geprägt. Dies beeinflusst auch ihr Nachrichten- und Informationsverhalten. Die Mehrheit der Schüler:innen nutzt Suchmaschinen bzw. soziale Medien auch, um sich zu informieren. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass gerade Jüngere mit formal geringerer Bildung Schwierigkeiten haben, die online erworbenen Informationen einzuordnen und zu bewerten. Funktionierende Demokratien sind jedoch auf Bürger:innen angewiesen, die Nachrichten richtig verstehen und hinterfragen können.

"Es ist essentiell für unsere Gesellschaft, die Nachrichten- und Informationskompetenz gerade von Schüler:innen der Klassen 1 bis 10 zu stärken. Als lehrerbildende Hochschule sehen wir es daher als unsere Aufgabe an, (angehende) Lehrkräfte dazu zu befähigen, gemeinsam mit ihren Schüler:innen Nachrichten auf deren Informationsgehalt, ihre Qualität und ihre Unabhängigkeit hin zu beurteilen zu können", erklärt Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung. "Es freut mich daher sehr, dass wir bei der Ausschreibung der Medienanstalt für Baden-Württemberg erfolgreich waren: Dies ermöglicht es uns, ein Angebot zu entwickeln, das unter anderem unser Pflichtmodul zu den Grundlagen der Medienbildung im Lehramtsstudium um journalistische und crossmediale Kompetenzen ergänzt."

Unter der Leitung von Professor Dr. Marco Kalz sollen ab Oktober 2021 zunächst anwendungsbezogene Veränderungen initiiert werden: "Das erste Arbeitspaket umfasst gestaltungsorientierte Lehrinhalte. Hier wollen wir Lehreinheiten entwickeln, die den Studierenden vermitteln, wie Nachrichten zum Beispiel verifiziert werden können oder was sie von einer Meinung unterscheidet", erklärt der Professor für Mediendidaktik. "In einem zweiten Schritt wollen wir gemeinsam mit unseren Praxispartnern journalistische Kernkompetenzen in den Fokus nehmen: Geplant sind Lern- und Lehrmaterialien etwa zur Identifizierung von Fake News oder zum Umgang mit Kommentaren. Im Anschluss soll es um die Funktionsweisen sozialer Medien und die Rolle von Journalist:innen gehen. Das Lernangebot soll praxisorientiert sein, damit die Studierenden selbst erleben, wie Nachrichten entstehen."

Es ist geplant, die entwickelten Lehrinhalte - nach erfolgreicher Evaluation - curricular sowohl in die lehramtsbezogenen Studiengänge als auch den Masterstudiengang E-Learning und Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zu integrieren. Der Öffentlichkeit soll das Angebot im Rahmen einer sogenannte "Open Educational Resources"-Veröffentlichung (OER) kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/medienbildung.

Auszüge aus dem Senatsprotokoll

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Neue Mitarbeitende und ehemalige Mitglieder

Personalia der Hochschule im Überblick

[hop] Wer ist neu an der Hochschule? Wer arbeitet in welchem Projekt? Welche Professur und welche Sekretariatsstelle sind wieder besetzt worden? Schauen Sie doch einfach mal im Forum Mitarbeitende im internen Bereich vorbei: Hier finden Sie die aktuellen Neuzugänge der Hochschule – und auch die Personen, die nicht mehr an der PH sind. Vielleicht entdecken Sie hier neue Kolleg:innen – oder Menschen, die in Ihrem engeren Arbeitsbereich tätig waren. Und wenn Sie ein berufliches Jubiläum feiern, lassen Sie uns das wissen. Wir berichten gerne darüber!

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Tag der Nachhaltigkeit

Die Pädagogische Hochschule feiert den ersten Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule. Text: BNE-Zentrum

„Nachhaltige Hochschule – Wir machen uns auf den Weg“: Unter diesem Motto fand am 8. Juli der Tag der Nachhaltigkeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg statt. Rund 60 Mitarbeitende und Studierende hatten sich zu der hybriden Veranstaltung angemeldet, die überwiegend in der Aula des Altbaus stattfand und per Videoübertragung live auf den Bildschirmen der digital zugeschalteten Teilnehmenden landete. In lehrreichen Impulsvorträgen, einer spannenden Podiumsdiskussion und interaktiven Workshops diskutierten die Teilnehmenden, wie der Weg zu einer nachhaltige(re)n Hochschule gelingen kann.

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Bedeutend und ausbaufähig – Nachhaltigkeit an der Hochschule aus Sicht der Mitglieder
Die Grundlage für eine fruchtbare Diskussion legte Prof. Dr. Alexander Siegmund, Geschäftsführender Direktor des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Zentrum), unter dessen Federführung der Tag der Nachhaltigkeit ausgerichtet wurde. An der Planung waren Personen aus allen Statusgruppen der gesamten Hochschule beteiligt. In einem Kurzvortrag erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die Geschichte und Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – und ihre Verankerung an der Pädagogischen Hochschule. Dass der Gedanke einer nachhaltigen Hochschulgestaltung für die meisten Mitarbeitenden und Studierenden von hoher Bedeutung ist, wurde bereits durch die Ergebnisse einer hochschulweiten Umfrage deutlich, die Anfang dieses Jahr durchgeführt wurde. „Als besonders wichtig bewertet wurden von den Befragten die Handlungsfelder Ernährung, Mobilität, Ressourcen und Partizipation, die auch die thematischen Schwerpunkte der Workshops am Nachmittag bildeten“, erklärte Nina Bottenberg von der Geschäftsstelle des BNE-Zentrums.

Wie gelingt eine nachhaltige Entwicklung? Impulse aus Wirtschaft, Umweltschutz und Bildung
Einen Perspektivwechsel ermöglichten anschließend drei Expert:innen aus den Bereichen Wirtschaft, Hochschule und Stadtverwaltung. Apurva Gosalia – Senator für Nachhaltigkeit im Senat für Wirtschaft Deutschland, Prof. Dr. Dr. h.c. Bastian Kaiser – Rektor der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg sowie Sabine Lachenicht – Leiterin des Amts für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie der Stadt Heidelberg, gaben aus ihrer jeweiligen Perspektive Praxisbeispiele für eine nachhaltige Entwicklung.

Während der Keynotes konnte das Publikum über ein interaktives Tool Fragen an die Vortragenden einreichen, die in der anschließenden Podiumsdiskussion als Gesprächsgrundlage dienten. „Wie gelingt nun ganz konkret der erste Schritt hin zu einer nachhaltigeren Hochschule?“, hieß die abschließende Frage, die Prof. Dr. Alexander Siegmund als Moderator an die Expert:innen richtete. Die Antworten kamen prompt und ließen sich in drei Bereiche zusammenfassen:
1) Wissen, was getan werden muss. Zum Beispiel können durch die Berechnung des hochschulinternen CO2-Fußabdrucks die verschiedenen Handlungsbereiche mit dem größten Änderungsbedarf identifiziert werden.
2) Alle mit ins Boot holen. Um Transparenz zu schaffen, soll über Nachhaltigkeitsziele hochschulweit kommuniziert werden. Die Hochschule sollte gemeinsame Ziele ermitteln und als Vorbild vorangehen.
3) Nachhaltigkeit kann Spaß machen. Dies zu transportieren ist hilfreich, um möglichst viele Personen einzubeziehen.

Von der Vision zum Ziel – Workshops zum Mitgestalten
Mit diesem vielfältigen und motivierenden Input aus dem Vormittag starteten die Teilnehmenden in die Workshops am Nachmittag. Einbringen konnte man sich in einem von vier Themenbereichen, die sich auf die Hochschule als Ort des Lehrens, Lernens und Lebens auswirken: Mobilität, Ernährung, Ressourcen und Partizipation.
• Wie nachhaltig ist die Pädagogische Hochschule Heidelberg bereits?
• Was sind Ziele und Visionen für eine nachhaltige(re) Hochschule?
• Wie können diese Ziele erreicht werden?
Als Leitgedanke führten diese drei Fragen durch alle Workshops. Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten wurden gesammelt und festgehalten. So können die Ergebnisse des Tags der Nachhaltigkeit als Grundlage und Ausgangspunkt für die nachhaltige Gestaltung der Pädagogischen Hochschule genutzt werden.

„Der Tag der Nachhaltigkeit soll als Startschuss auf dem Weg zu einer nachhaltigen Hochschule genutzt werden“, fasst Prof. Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule, zusammen. Um diesen Gedanken zu symbolisieren, wurde ein Apfelbaum auf der Rasenfläche vor der Mensa im Innenhof des Altbaus gepflanzt. Als CO2-Speicher, Schattenspender und Nahrungsmittelproduzent übernimmt er viele Aufgaben, die für die Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen. Außerdem soll er an den Tag der Nachhaltigkeit sowie die damit verbundenen Visionen und Ziele erinnern.

Klimatag für alle im Ökogarten

Bildung für nachhaltige Entwicklung vor Ort am 24. Juni – viele Besucher:innen. Text: Prof. Dr. Lissy Jäkel

Am „Klimatag für alle im Ökogarten“ am 24. Juni 2021 wurden Besucherinnen und Besucher von Friderike Höhne durch die Bereiche des Gartens geführt, die sie besonders wichtig fand. Die Ökogarten-FSJ‘lerin mit Förderbedarf erklärte wichtige Zusammenhänge und Arbeiten in einem ökologischen Garten, welcher der Nachhaltigkeit verpflichtet ist. So erklärte sie beispielsweise den Kompostplatz, ein wichtiges Element im Stoffkreis- lauf, an dem sie selbst seit Oktober 2020 viel über Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) lernte. Sie zeigte auch, wie man Johannisbeeren über Steckhölzer vermehren kann und wie man Tomaten pflanzt.

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In einem Experiment wurde überprüft, dass sich Naturfasern wie Baumwolle innerhalb von 4 Wochen in einem gesunden Kompost zersetzen, synthetische Fasern jedoch nicht. Dass die flinke FJS-Kraft dabei auf dem einen oder anderen Weg flitzte, der nicht ganz so gut mit einem Rollstuhl befahrbar war, wurde von einzelnen Besuchern (männlich) bemerkt und als Hinweis aufgenommen. Aber etliche Wege dieses über ½ ha großen Geländes sind richtig gut erreichbar. Es wurde auch getestet, ob ein Hochbeet in rollstuhlgerechter Bauweise funktioniert, professionell erstellt von Alexis Ketassoudis, einem der bewährten Tutoren, mithilfe von Frau Gleisner.

Aber was wäre ein Klimatag für alle ohne die Beiträge der Studierenden sowie der FÖJ-Beschäftigten Sarah Angel Schubert. Der Klimatag richtete sich an Förderbedürftige oder auch sehr begabte Lernende (z. B. die Outdoor-Klasse des EI) gleichermaßen. Kolleginnen und Kollegen der Fächer Technik, Physik, Biologie und Geographie des IfNGT haben dankenswerterweise ebenso zum Gelingen des Tages wesentlich beigetragen. Man konnte mit speziellen Brillen wie eine Biene sehen und (geleitet von Kevin Stelter) durch den Garten taumeln, man durfte einen Parcours der Biodiversität absolvieren (Seminar Dr. Kiehne), seine Nahsinne schärfen oder einfach nur Gespräche mit Studierenden, Kolleg:innen, Besucher:innen genießen. Mithilfe von Stereolupen konnte man Kleinstlebewesen im Teich, im Bienenhotel oder im Kompost nachspüren. Wie diese Lebewesen und die Qualität von Boden und Wasser mit globalen Fragen des Stickstoffkreislaufs zusammenhängen, das wurde durch Herrn Nuss sehr kompetent erklärt.

Das gesamte Team Ökogarten mit den Tutor:innen hatte sich sehr engagiert auf diesen Tag vorbereitet, die Wege gemäht, Begleitflora reguliert, Schneckenzäune freigehalten, Lernmaterial entwickelt u.v.a. Oft erkennen nur sehr kundige Besucher:innen, wie viel Arbeit in der Pflege der Biotope steckt. Für die kulinarische Absicherung sorgte das Team Ökogarten um Valentin Kleinpeter. Dabei spielten „gesunde“ Farben wie Anthocyane, Betalaine, Carotinoide oder Flavone und Chlorophylle eine sichtbare Rolle.

Die Erhaltung der Biodiversität ist eine Grundvoraussetzung der Erreichung der ambitionierten sozialen Ziele der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes, von Kohlendioxidabsorption bis zur Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln, von Ökosystemdienstleistungen bis Gesundheitsvorsorge. Wie gut Erhaltung der Biodiversität im Ökogarten als einer Oase im sich immer stärker zersiedelnden „Baustellen-Campus“ gelingt, wurde durch ein Highlight deutlich: genau am Klimatag schlüpften etliche Großlibellen und entfalteten ihre prachtvollen Flügel.

Da auch zahlreiche Lehrkräfte den Garten besuchten, wurden gleich die nächsten Termine für Lernaufenthalte mit Schulklassen festgezurrt. Derzeit brummt und summt es im Garten, nicht nur durch die Bienen, sondern auch mit zahlreichen Lerngruppen. Der Raum ist gegeben, um trotz Abstand untereinander in Nähe zur Natur zu treten.

Voneinander Lernen

Online-Workshop zum Thema „Team building and peer learning“ für belarussische Partnerhochschulen des UniTeLe-Projektes. Text: Antje Schröder-Schulz

Wie können Lehrende zu kontinuierlicher Reflexion ihrer Lehre angeregt werde? Welche Bedingungen müssen für produktives Peer Learning unter Studierenden erfüllt sein? Und was kann der Ansatz des Design Thinking dazu beitragen? Diese und zahlreiche andere Fragen rund um das kooperative Lehren und Lernen an Hochschulen diskutierten die Teilnehmenden von sechs Hochschulen aus Belarus beim Online-Workshop „Team building and peer Learning“ am 30. Juni mit Hochschuldidaktiker:innen und Lehrenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und anderer PHen.

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Der Online-Workshop war Teil des Erasmus+-Projektes „University Teaching and Learning Enhancement (UniTeLe)“, in dem die Pädagogische Hochschule seit 2019 neben der schwedischen Linnaeus University, der italienischen University of Genua und der türkischen Nevsehir Haci Bektas Veli University als europäischer Partner beteiligt ist. Das Projekt verfolgt das Ziel, die Qualität der Lehre an belarussischen Hochschulen zu verbessern und an die veränderten Anforderungen von Gesellschaft und Wirtschaft anzupassen. Um dies zu erreichen, wurden in den vergangenen drei Jahren mit Unterstützung durch die Partner interne Qualitätssicherungsmechanismen an den beteiligten belarussischen Hochschulen erarbeitet sowie so genannte „Centers for Academic Development and Teacher Taining“ aufgebaut. In hochschulübergreifenden Arbeitsgruppen wurden darüber hinaus Kurs-Curricula zu verschieden hochschuldidaktischen Themenfeldern entwickelt, mit denen ab Herbst eine erste Kohorte ausgewählter Lehrender weitergebildet werden soll.

„Der Workshop hat erneut gezeigt, dass die belarussischen Partneruniversitäten und wir an denselben Zielen arbeiten: Wir suchen nach hochschuldidaktisch reflektierten Wegen, wie die Studierenden noch aktiver und damit lernwirksamer in die Lehrveranstaltungen einbezogen werden können“, so Prof. Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule. „Ziel von wissenschaftlicher Ausbildung ist ja selbständiges und kritisches Denken und Handeln, im Fach und darüber hinaus. Das geht nur mit aktiven Studierenden.“

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg zeichnet innerhalb des Projektes vor allem für den Austausch zu innovativen Methoden des Lehrens und Lernens sowie mit Blick auf das hochschuldidaktische Curriculum für den Themenbereich „Team Building and Peer Learning“ verantwortlich. So konnte eine Gruppe von belarussischen Projektbeteiligten im Rahmen einer Study Visit im September 2019 Einblicke in den Stand der Qualitätssicherung an der PH sowie in die Theorie und Praxis von Kompetenzorientierung und aktivierenden Lehr- und Lernmethoden erhalten und diverse Einrichtungen der Hochschule kennenlernen. In Online-Vorträgen und Workshops wurden seitdem Strukturen der Hochschuldidaktik in Baden-Württemberg und Erfahrungen an den Pädagogischen Hochschulen vorgestellt sowie Feedback zu den vor Ort entwickelten Instrumenten gegeben.

Der aktuelle Online-Workshop zum Kooperativen Lehren und Lernen wurde von der Professional School koordiniert. Neben Prof. Dr. Karin Vogt und Dr. Kristen Nawrotzki, die ein selbst entwickeltes Format zum kollegialen Austausch im Fach Englisch vorstellten und von den Teilnehmenden direkt ausprobieren ließen, waren noch Ruth Turano von der Arbeitsstelle Hochschuldidaktik der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und Marion Degenhardt von der Pädagogischen Hochschule Freiburg als Referierende und Austauschpartner:innen im Einsatz.

„In Bezug auf die theoretische Fundierung hat der Workshop gezeigt, dass das in Belarus entwickelte Curriculum durchaus auf dem aktuellen Stand ist. Die praktischen Erfahrungen der deutschen Kolleg:innen und die ganz konkreten methodischen Anregungen lassen sich so aber nirgendwo nachlesen und haben noch einmal wertvolle Impulse vor dem Start der Trainings gegeben“, resümiert die Projektkoordinatorin Valentina Vasicheva, die ebenfalls am Workshop teilnahm.

Die Teilnehmenden bedankten sich herzlich für den abwechslungsreichen Input und den offenen Austausch, an dessen Ende auch die Referierenden der PHen einiges von den belarussischen Kolleg:innen gelernt hatten, die in den vergangenen Wochen schon deutlich mehr Erfahrungen mit dem Wiedereinstieg in den Hochschulalltag mit Präsenzlehre sammeln konnten.

Wenn Kinder das System sprengen

Fachschaft Sonderpädagogik veranstaltete Themenabend zu Verhaltensauffälligkeiten im Förderschwerpunkt Soziale-Emotionale Entwicklung. Text: Katharina Schottorf

Unter dem Titel „Wenn Kinder das System sprengen“ hat die Fachschaft Sonderpädagogik der Hochschule am 21. Juni einen Themenabend zu Verhaltensauffälligkeiten vor allem im Bereich des Förderschwerpunktes Soziale-Emotionale Entwicklung (ESEnt) veranstaltet. Obwohl diese Fachrichtung an der Hochschule im Sonderpädagogik-Studium nicht angeboten wird, war das Interesse daran enorm. Dies zeigte die Zahl von rund 260 Zuhörer:innen, die sich an diesem Abend online zugeschaltet hatten – auch ein Zeichen für die Wichtigkeit des Themas. Es waren nicht nur Studierende und Dozierende der PH Heidelberg, sondern auch Gäste aus Ludwigsburg und München zugeschaltet.

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Nach einer kurzen Begrüßung durch Vertreter:innen der Fachschaft Sonderpädagogik und einer Vorstellung der drei eingeladenen Dozierenden begannen diese in kurzen Input-Vorträgen die Zielgruppe des Förderschwerpunktes sozial-emotionale Entwicklung sowie deren Besonderheiten näher darzustellen.

Zunächst hat Prof. Dr. Markowetz aus dem Bereich der Didaktik und Pädagogik im Förderschwerpunkt ESEnt an der LMU in München einen kurzen Input zum Umgang mit Schüler:innen im Förderschwerpunkt und der Rolle der Lehrperson gegeben. Im Anschluss gewährte Prof. Dr. Gingelmeier von der PH Ludwigsburg einen Einblick in die Diagnostik, vor allem in die Alltagsdiagnostik im Förderschwerpunkt ESEnt und thematisierte die Bedeutung von Beziehung, die bei dieser Schüler:innengruppe besonders wichtig ist. Abschließend ging es in dem Input-Vortrag von Dr. Vrban von der PH Heidelberg um die Kooperation mit im Förderschwerpunkt ESEnt bedeutsamen anderen Institutionen und Verantwortlichen neben der Schule. Durch diese drei Vorträge wurden vielfältige Aspekte der Förderschwerpunkt-Schüler:innengruppe und ihren Besonderheiten angesprochen und die Zuhörenden bekamen einen Einblick in die Thematik, welche in der folgenden Diskussion weiter vertieft wurde.

Die Zuhörenden konnten Fragen stellen und mit den Dozierenden in Diskussion treten. Dabei wurde vor allem der Film „Systemsprenger“ immer wieder mit einbezogen, da er ein mittlerweile recht bekanntes Beispiel für eine Schülerin aus dem Bereich ESEnt darstellt. Es kamen sehr viele Fragen zu den unterschiedlichsten Themen, die jeweils von allen drei Dozierenden beantwortet wurden. Dadurch ergab sich ein sehr vielfältiges Bild der Schüler:innengruppe sowie dem Umgang mit ihr. Es wurden verschiedenste Perspektiven auf alltägliche Probleme gegeben und das Interesse war über nahezu 60 Minuten ungebrochen. Da innerhalb dieser Veranstaltung nicht alle Fragen und alle Sichtweisen ausgetauscht und intensiv besprochen werden konnten, blieben zwar Fragen offen, allerdings regt es dazu an, das Thema in einem anderen Setting oder einer anderen Veranstaltung nochmals aufzugreifen und weiter zu vertiefen.

Der Abend zeigte, wie viel Anklang das Thema bei den Studierenden und Dozierenden findet und dass es auch ohne eine entsprechende Fachrichtung an der PH Heidelberg sinnvoll ist, dieses Thema immer wieder aufzugreifen. Der Vorteil, eine solche Veranstaltung über eine Online-Plattform zu veranstalten, wurde im Nachgang von den Dozierenden selbst angesprochen, die Angebote machten, wie man auch in Zukunft hochschulübergreifend Veranstaltungen zu diesem Thema realisieren kann. Diese wurde von den Organisator:innen der Fachschaft Sonderpädagogik mit großem Interesse aufgenommen und es wird versucht, hier weitere Möglichkeiten zur Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermöglichen.

Führung in und aus der Krise

Wintergartengespräch für Schulleitungen der Professional School – Impulsvortrag von Coachin Cornelia Stenschke. Text: Antje Schröder-Schulz

Wie verändern sich Anforderungen und Aufgaben bei der Leitung von Schulen und Schulteams? Das war Thema des moderierten Austauschs mit Impulsvortrag, zu dem die Professional School am 23. Juni von 17.00 bis 19.00 Uhr eingeladen hatte. Schulleitungen aus der Region waren dieser Einladung jenseits des Pflichtkanons und im schönen Ambiente der Zeppelinstraße 3 gefolgt. Für die Professional School und die Mehrheit der Teilnehmenden war es die erste Veranstaltung in Präsenz nach über einem Jahr. Die Freude über den persönlichen Austausch und das Wiedersehen wurde deshalb in diesem Jahr ganz besonders spürbar.

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Da der Wintergarten angesichts der bestehenden Corona-Auflagen zu klein für die neun Teilnehmenden war, wurde die komplette erste Etage für die jährlich wiederkehrende Veranstaltung geöffnet und lud damit gleichzeitig zu einem Blick hinter die Kulissen der Professional School ein. Die inhaltlichen Impulse für den Austausch kamen in diesem Jahr von Cornelia Stenschke, die als Lehrerin an einer beruflichen Oberschule in Bayern nicht nur die Situation in den zurückliegenden Monaten vor Ort hautnah erlebt hat, sondern als Medienpädagogin, Coachin und Supervisorin zudem die Ausbildung von Führungskräften an Schulen seit vielen Jahren begleitet und diese bei der digitalen Transformation unterstützt.

Mitarbeiterführung und Selbstvorsorge
Nach einer kurzen Rückschau auf die Herausforderungen der vergangenen Monate richtete sich der gemeinsame Blick auf die Begleitung des aktuell anstehenden Übergangs und die dabei hilfreichen Strategien der Mitarbeiterführung und Selbstfürsorge. Neben dem Austausch im Plenum waren dabei das Gespräch in Zweiergruppen sowie der informelle Austausch am Corona-konformen Buffet besonders ergiebig, durch den die Teilnehmenden untereinander ins Gespräch kamen und Kontakte knüpften oder wiederbelebten.

Die Wintergartengespräche für Schulleitungen haben sich über die vergangenen fünf Jahre als festes Format an der Professional School etabliert. Sie finden jährlich mindestens einmal statt und werden neben einem festen Kern immer wieder von neuen Interessierten aus unterschiedlichen Schulen und Schulformen der Region besucht. Angeregt durch einen aktuellen thematischen Impuls geht es dann sehr schnell in die Diskussion und den Austausch der eigenen Erfahrungen über, aus dem in der Regel neue Impulse und ein erweitertes Netzwerk für die eigene Arbeit mitgenommen werden.

Wintergartengespräche: Inseln im Alltag
„Danke für den wundervollen Abend nach so langen Entbehrungen. Die Wintergartengespräche sind wie Inseln im Alltag.“ Die positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden taten auch den Veranstalter:innen in diesem Jahr besonders gut, in dem der ersten Präsenzveranstaltung mit einiger Aufregung und Anspannung entgegengeblickt wurde. Routine bei der Umsetzung von Veranstaltungen im analogen Raum unter Auflagen müssen erst entwickelt werden. Dieser Auftakt war in jedem Fall ein gelungene Motivation.

Superhelden der Biodiversität

Abschluss der BNE-Ringvorlesung mit Posterpräsentation am 20. Juli Text: Nina Bottenberg

Am 20. Juli fand zum Abschluss der BNE-Ringvorlesung eine Posterpräsentation „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt. In der Zoom-Veranstaltung konnten die Studierenden die Ergebnisse des Semesters vorstellen und diskutieren. Die gut besuchte Veranstaltung wurde von Prof. Dr. Thomas Vogel, Direktoriumsmitglied des BNE-Zentrums, moderiert.

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Im Grußwort des Geschäftsführenden Direktors des BNE-Zentrums, Prof. Dr. Alexander Siegmund, wurden die Relevanz von Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Entwicklung der Pädagogischen Hochschule im Bereich Nachhaltigkeit angesprochen. Im Anschluss wurden in vier Kleingruppen die wissenschaftlichen Poster der Studierenden aus den Projektseminaren des ÜSB 04 BNE präsentiert. Dort wurde eine breite Palette an Themen der nachhaltigen Entwicklung intensiv besprochen, von der Bedeutung einer Förderung des Naturverständnisses bis hin zu Fragen zu unserer Landwirtschaft und Ernährung oder einer Mäßigung in unserem Konsum. Die Präsentation der einzelnen Poster bildete die Grundlage für eine Diskussion in den Gruppenräumen. Anschließend wurde aus jeder Gruppe jeweils ein Poster zum Gruppen-Favoriten gewählt. Nach einer kurzen Bewegungspause und einem Nachhaltigkeits-Quiz wurden die vier Gewinner-Poster in der großen Runde vorgestellt.

Die vier folgenden Poster haben die Teilnehmenden besonders überzeugt:
- Biene Majas wilde Schwestern - unverzichtbare Superhelden der Biodiversität
- Rhythms of Right - Menschenrechtsverletzungen im Musikunterricht erfahrbar machen
- Rülpsende Kühe - Die Klimakiller
- Nachhaltig Kleiden leicht(er) gemacht

Aktivierung im Online-Unterricht

In einem digitalen Workshop hat PH-Lehrende Ursula Fetzer viele innovative Ideen zur Gestaltung von Online-Meetings und Fernunterricht vermittelt. Text: Laura Kaiser

Wer kann von sich behaupten, schon einmal einen digitalen Blumenstrauß erhalten zu haben? Und dann auch noch bestehend aus vielen tollen Ideen, um digitale Meetings, Zoomsitzungen und ähnliches innovativ und motivierend zu gestalten? Definitiv jene Teilnehmer:innen, die am 15. Juni im digitalen Rahmen zum interaktiven Online-Workshop von Sprachwissenschaftlerin und zertifizierte Onlinetrainerin Ursula Fetzer zusammenkamen.

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Bereits beim ersten Kennenlernspiel, bei welchem die Teilnehmer:innen mithilfe des Abdeckens ihrer Computerkamera kenntlich machen sollten, ob eine Aussage auf sie zutrifft oder nicht, wurde deutlich, dass die digitale Aktion und Interaktion aller Anwesenden an diesem Abend eine große Rolle spielen wird. So verdeutlichte Fetzer nach dieser ersten interaktiven Kommunikation, dass eine Aktivierung stattgefunden hat: Durch das Verdecken und Entdecken der Kamera kommen die Teilnehmer:innen in Bewegung. Zudem lernen Moderator:in und Teilnehmende einander kennen.

Nach einer weiteren Übung überraschte die selbständige Trainerin für Kommunikation die Workshopteilnehmer:innen mit einer Umfrage über ihre soeben gemachten Erfahrungen. Gemäß Fetzer sei es wichtig, die Teilnehmer:innen in Aktion zu halten und nicht lediglich warten zu lassen, bis die Gruppe wieder vollständig sei. In Formaten wie Zoom ist für den Host die Funktion, eine Umfrage zu erstellen, enthalten – ein (verstecktes und nun entdecktes) Potential, das durchaus genutzt werden sollte. Ein weiteres Tool zur besseren Interaktion ist die Stempel- und Kommentierfunktion. Ursula Fetzer teilte hierzu ein Dokument auf dem Bildschirm, das von allen Teilnehmer:innen eingesehen werden konnte. Auch die Whiteboardfunktion zeigte sie auf, und die Teilnehmer:innen bekamen anschließend die Gelegenheit, sich kreativ mit Stempeln, Schrift und diversen Farben an verschiedenen Aufgaben zu versuchen.

Eine weitere Übung, welche Ursula Fetzer in den Blumenstrauß der digitalen Meetinggestaltung steckte, bezeichnete sie selbst als ihre „Lieblingsübung“. Hierbei beobachten sich die Teilnehmer:innen in ihren Meetingfenstern zunächst gegenseitig, bis eine:r der Teilnehmenden einen Bewegungsimpuls wahrnimmt, den er:sie ansprechend findet. Nun hat jene:r Teilnehmer:in drei Möglichkeiten: 1. er:sie übernimmt die Bewegung, wie sie beobachtet wurde, 2. er:sie verändert die gesehene Bewegung und macht eine Abwandlung daraus oder 3. er:sie macht eine ganz eigene Bewegung. Die Übung stammt aus dem Improvisationstheater, verbreitet jedoch auch innerhalb digitaler Veranstaltungen gute Stimmung und Spaß – insbesondere, wenn die Übung, wie im Workshop, von einem packenden Lied begleitet wird.

Abschließend ging es um das „Tool“, in Kleingruppen so genannte „Lieblingsenergizer“ zusammenzutragen und diese schriftlich festzuhalten. In der darauffolgenden gemeinsamen Gesprächsrunde wurden dann einzelne Nennungen noch einmal angesprochen und auch erklärt, sodass jede:r Teilnehmer:in eine Vorstellung davon bekam, welche Möglichkeiten der digitale Rahmen in Bezug auf aktivierende Übungen und Aufgaben bietet.

Ein abschließendes Stimmungsbild brachte zum Vorschein, dass die Teilnehmenden viel Freude am Workshop und definitiv neue Möglichkeiten für die digitale Gruppenarbeit kennengelernt hatten, wofür sie sich bei Ursula Fetzer bedankten. Ebenfalls dankt die Sprecherziehung der Fakultät II für die finanzielle Unterstützung bei dieser Veranstaltung!

Theorie und Praxis

Hochschulmagazin daktylos erschienen

[hop] Die soeben erschienene Ausgabe des bildungswissenschaftlichen Magazins daktylos der Pädagogischen Hochschule befasst sich mit aktuellen Themen der Verknüpfung von Theorie und Praxis in der Lehrerbildung. Wie wird „Praxis“ in der Lehre vermittelt und in der Hochschulorganisation koordiniert? Beiträge beleuchten schulische und außerschulische Praxisfelder und stellen unterschiedliche Schulpraktika vor, geben Einblick in Kooperationen und wie Lehrkräfte Studierende unterstützen. Das Heft liegt in den Gebäuden der Hochschule aus, kann bei der Pressestelle angefordert oder online gelesen werden.

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Im ersten Teil werden nach zwei Grundlagenbeiträgen zur Thematik verschiedene Praktikumsformen vorgestellt – darunter auch unkonventionelle Wege, sich Schule zu nähern. Im Kapitel ‚Kooperationen‘ finden sich Hochschulprojekte, die erfolgreich fachwissenschaftliches Wissen in Schule und andere Bildungseinrichtungen transferiert haben. Ein philosophischer Essay eröffnet das Kapitel ‚Theorie und Praxis‘, dann geht es um das wichtige Thema ‚Digitalisierung des Unterrichts‘. Sieben innovative Beispiele aus mehreren Fachrichtungen erläutern praxisnahes Lernen. Eine Ausbildungsberaterin an einer Schule berichtet anschließend, wie sie Studierende vor Ort unterstützt. Im letzten Teil gibt es Einblicke in die Organisation der Praktika am ‚Zentrum für schulpraktische Studien‘ sowie einen Ausblick, den hilfreiche allgemeine Informationen abrunden.

Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/presse-und-kommunikation/publikationen/daktylos.

Kooperationsprojekt erhält Deutschen Demografie Preis 2021

Garten3 will Kinder für gesunde Ernährung, regionale Produkte und Nachhaltigkeit sensibilisieren

[velo] Das Projekt Garten3 wurde mit dem Deutschen Demografie Preis 2021 in der Kategorie "Nachhaltigkeit, ernst genommen" ausgezeichnet. Ziel des Vorhabens ist es, Kinder in Kindergärten und Grundschulen für gesunde Ernährung, regionale Produkte und Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Die Federführung von Garten3 hat der Gewinnsparverein der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Baden-Württemberg inne. Die begleitenden Lern- und Begleitmaterialien wurden unter anderem vom Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg konzipiert.

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Die Ministerien Kultus, Jugend und Sport bzw. Ernährung, ländlicher Raum und Verbraucherschutz unterstützen das Vorhaben. Garten3 bringt Hochbeete, Insektenhotels und Sämereien für blühende Wiesen in Kindergärten und Grundschulen. Damit verbunden ist das Ziel, Kindern die Gelegenheit zu geben, Pflanzen in ihrer Entwicklung von der Keimung bis zur Ernte zu beobachten. Das Projekt trägt zudem zur Ernährungsbildung bei, indem die über die Hochbeete gewonnenen Lebensmittel im Unterricht weiterverarbeitet werden. Durch die Insektenhotels und Blumenwiesen wird ferner Artenvielfalt erlebbar gemacht und Verantwortung für nachhaltiges Handeln und den Artenschutz gelehrt.

Laut der Jury des Demografie Preises überzeugt das Vorhaben unter anderem durch seine Replizierbarkeit und durch die Tatsache, dass das aus ökologischer Sicht relevante Thema Landwirtschaft in den Mittelpunkt gestellt wird. "Das Projekt erzielt seine Wirkung von Generation zu Generation und erfasst alle Kategorien von Nachhaltigkeit - das hat uns fasziniert", sagte Jury-Vorsitzender Rudolf Kast bei der digitalen Preisverleihung.

Einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Projektes hat der Ökogarten der Pädagogischen Hochschule Heidelberg geleistet: Das Team um Professorin Dr. Lissy Jäkel und Dr. Ulrike Kiehne hat seine langjährige Expertise als außerschulischer Lernort in das Vorhaben eingebracht und die Lern- und Begleitmaterialien zu Hochbeeten und Wildbienen konzipiert. Bei den Materialien zu Insektenwiesen wirkte das Team vom Ökologischen Lerngarten der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe mit. Durch die Kooperation ist es den beteiligten Kindergärten und Schulen möglich, das Thema Bildung für Nachhaltige Entwicklung didaktisch sinnvoll in ihre Arbeit zu integrieren, auch wenn kein eigener Schulgarten vorhanden ist.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/oekogarten.

M. Claudius Walter zum Beauftragten für Nachhaltigkeit ernannt

Ziel: Nachhaltigkeit als Leitlinie der Institution etablieren

[velo] Der Senat der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat M. Claudius Walter (Abteilung Gebäudemanagement und Arbeitssicherheit) zum Nachhaltigkeitsbeauftragten bestimmt. Mit der Etablierung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten ist das primäre Ziel verbunden, das Thema Nachhaltigkeit zu einer durchgängigen Leitlinie für das institutionelle Handeln der Hochschule zu machen. Als Stellvertreterin von Herrn Walter wurde Professorin Dr. Ulrike Graf (Institut für Erziehungswissenschaften) gewählt.

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Die Amtszeiten betragen jeweils zwei Jahre; der Nachhaltigkeitsbeauftragte ist qua Amtes Vorstandsmitglied im Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg sieht sich den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen in herausgehobener Weise verpflichtet: Sie hat eine enge Verknüpfung von Nachhaltigkeit und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) als Leitgedanken und profilbildendes Strukturelement etabliert, die querschnitthaft in verschiedenen Fächern und Institutionen erfolgreich umgesetzt werden. Gebündelt werden die Aktivitäten in dem 2018 gegründeten BNE-Zentrum der Hochschule.

Mit der Wahl eines vom BNE-Zentrum initiierten Nachhaltigkeitsbeauftragten ist nun das Ziel verbunden, das Thema Nachhaltigkeit zu einer durchgängigen Leitlinie für alle nachhaltigkeitsrelevanten Handlungsfelder der Hochschule zu machen und diese mit Fragen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verknüpfen. Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke erklärt: "Wir tragen bereits heute maßgeblich zu der im UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE geforderten Förderung von Multiplikatoren bei. Es erscheint uns nur folgerichtig, Nachhaltigkeit auch als ganze Institution rundum in den Blick zu nehmen - etwa bei der Bewirtschaftung oder der Personalentwicklung. Es freut mich, dass wir mit Herrn Walter jemanden gewinnen konnten, der als Leiter der Abteilung Gebäudemanagement sowohl über die für das Amt notwendige organisatorische als auch fachliche Expertise verfügt."

Als Nachhaltigkeitsbeauftragter wird sich Walter insbesondere mit der Förderung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen innerhalb der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beschäftigen und etwa das Rektorat, verschiedene Gremien oder die Verwaltung entsprechend beraten. Als eines der zentralen Handlungsfelder wurde der ressourcenbezogene Bereich identifiziert: "Dazu gehören insbesondere der Umgang mit Energie und Wasser, die Abfallvermeidung und die umweltgerechte Beschaffung", sagt Walter. "Mit Blick auf eine nachhaltige Entwicklung wollen wir zunächst diese Punkte unter Einbindung der vorhandenen Strukturen und Expertisen prüfen, dann - wo notwendig - Änderungsvorschläge erarbeiten und die Umsetzung initiieren."
Zur nachhaltigen Hochschulentwicklung gehören für die Pädagogische Hochschule Heidelberg auch sogenannte indirekte Nachhaltigkeitsaspekte, die die Organisation als Arbeits- und Lebenswelt fokussieren: "Wir werden unter anderem das Gleichstellungsbüro, das Gesundheitsmanagement und das Zentrum für Inklusive Bildung darin unterstützen, dass unsere Hochschule ein Ort ist, an dem Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen dauerhaft gut lernen und arbeiten können", so Walter abschließend.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Jessica-Bianca Wessolly für Olympische Spiele nominiert

PH-Studentin und deutsche Leichtathletik-Meisterin wird die 200 Meter am 2. August laufen

[velo] Jessica-Bianca Wessolly wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund für die Olympischen Spiele in Tokio (Japan) nominiert. Die Studentin der Hochschule und deutsche Leichtathletik-Meisterin wird die 200 Meter laufen. Der erste Wettkampf findet für Wessolly am 2. August 2021 statt; eröffnet werden die Spiele bereits am Freitag, 23. Juli. "Mein Kindheitstraum geht in Erfüllung", jubelt die Lehramtsstudentin auf Instagram. Die Hochschule drückt ihr die Daumen und wünscht ihr zudem für ihren weiteren Weg als Spitzensportlerin sowie als Studentin alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Nikolai Kornhaß für Paralympics in Tokio nominiert

PH-Student und Bronzemedaillengewinner von 2016 tritt im Blinden- und Sehbehinderten-Judo an

[velo] Nikolai Kornhaß wurde vom Deutschen Behindertensportverband für die Paralympics 2021 in Japan nominiert. Der PH-Student und Bronzemedaillengewinner von 2016 tritt im Blinden- und Sehbehinderten-Judo an. Die Spiele werden am 24. August 2021 eröffnet; die Judo-Wettkämpfe finden zwischen dem 27. und 29. August statt. Als Weltranglistenerster seiner Gewichtsklasse stehen die Chance des Parajudoka gut: "Alle sollen spüren, dass ich gewinnen will und werde", so Kornhaß. Hierfür drückt ihm die Hochschule die Daumen und wünscht viel Erfolg für das drittgrößte Sportevent der Welt.

Wissen macht Gründer:innen: "Pitchtraining" & "Preisfindung"

Erfahren Sie am 10. August, wie Sie Ihre Gründungsidee überzeugenden präsentieren sowie am 14. September über Strategien der Preisgestaltung. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Sie spielen mit dem Gedanken Ihre neue Idee zu präsentieren, wissen aber nicht wie? In diesem 120-Minuten Workshop zeigen wir Ihnen, wie Sie ein überzeugendes Pitchdeck aufbauen und ihre Zielgruppe zum Handeln bewegen. In Kleingruppen erproben Sie erste erlernte Techniken und bekommen Feedback von Teilnehmenden. Welcher Preis ist der richtige? In diesem 120-Minuten Workshop erfahren Sie Wissenswertes über Strategien der Preisgestaltung. Sie haben zudem die Möglichkeit, mit anderen Teilnehmenden Preisstrategien zu entwickeln und diese zu diskutieren.

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Das Angebot richtet sich an gründungsinteressierte Mitglieder der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Mitarbeiter:innen von Startups und NGOs sowie alle Interessierten. Praxisphasen und die Arbeit in Kleingruppen bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit des Austauschs und der Vernetzung untereinander.

Der Workshop findet am Dienstag, 10. August um 15.00 Uhr sowie am 14. September um 15:00 Uhr via Zoom statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Das Angebot ist Teil der Reihe "Wissen macht Gründer:innen" mit Carsten Huber (Transferzentrum).

Weitere Informationen auch zur Anmeldung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transferzentrum.

Abenteuer Referendariat – ab ins REF!

MLP-Onlineworkshop am 11. August und 15. September von der Professional School – Anmeldung notwendig

[red] Mit Ende des Studiums bereiten sich angehende Lehrer:innen auf ihr Referendariat vor. Doch was gilt es in Bezug auf das Referendariat zu wissen? Was hat es mit dem Beamtenstatus auf sich? Welche Einnahmen und Ausgaben gilt es zu kalkulieren? Welche Wahlmöglichkeiten (privat oder gesetzlich) stehen bei der Krankenversicherung zur Verfügung und wonach wähle ich aus, welches die beste Krankenversicherung für mich ist? Was ist die Beihilfe und wie funktioniert sie? Kim-Patrick Hebbel und Felix Piepe (MLP Finanzberatung SE Heidelberg) beantworten im Online-Workshop diese und ähnliche Fragen.

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Der kostenfreie Workshop am 8. August geht von 16 bis 18 Uhr, der am 15. September von 17 bis 19 Uhr. Die verbindliche Anmeldung ist auf der Homepage der Professional School möglich bis am Vortag: https://www.ph-heidelberg.de/professional-school/unser-angebot.html. Sie erhalten vor der Veranstaltung einen Weblink, mit dem Sie Zugang zum gemeinsamen Meetingraum bekommen.

Nach dem Online-Workshop werden die Teilnehmer:innen einen Überblick
über die Einnahmen und Ausgaben im Referendariat haben.
über notwendige Versicherungen im Referendariat haben.
Wissen, welche Besonderheiten der Beamtenstatus mit sich bringt.

Studentische Hilfskraft im Gleichstellungsbüro gesucht

20 Stunden – ab 1. Oktober

[red] Das Gleichstellungsbüro sucht ab dem 1. Oktober eine studentische Hilfskraft. Die monatliche Stundenanzahl beträgt in der Regel 20 Stunden. Die Arbeitszeiten werden individuell festgelegt. Zu den Aufgaben gehören: Beratung und Unterstützung von Studierenden, Mitgestaltung und Betreuung des Veranstaltungsangebots (Vorträge, Elterntreffs etc.), Pflege des Webauftritts des Gleichstellungsbüros, Mitarbeit bei der Entwicklung neuer gleichstellungsrelevanter Konzeptionen/Durchführung von Studierendenbefragungen etc., regelmäßige Teammeetings zum Austausch sowie Unterstützung bei der genderinklusiven Überarbeitung von Texten.

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Einstellungsvoraussetzungen:
- Interesse an gleichstellungsrelevanten Themen (Geschlechtergerechtigkeit, Antidiskriminierungsarbeit, Vereinbarkeit von Care-Aufgaben und Studium/Beruf etc.)
- Eigenständige Arbeitsweise
- Sicherer Umgang mit gängigen Office-Anwendungen
- Freude an der Arbeit in einem engagierten Team
- Immatrikulation

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Schicken Sie diese mit einem kurzen Motivationsschreiben und Lebenslauf bis zum 5. September unter dem Betreff „Bewerbung studentische Hilfskraft“ an Wolfgang Schultz (Gleichstellungsreferent); E-Mail. Bei Rückfragen können Sie sich gerne ebenfalls an diese Mailadresse wenden.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Praktikanten im Gesundheitsamt – Bereich Bewegungspass

3 bis 6-monatiges Praktikum beim Landratsamt Freudenstadt, Dezernat II – Soziales, Jugend, Integration und Gesundheit

[red]  Wir suchen Sie ab sofort für einen Einsatz von 3 bis 6 Monaten in unserer Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“. Freuen Sie sich auf ein spannendes und abwechslungsreiches Aufgabenspektrum mit vielen neuen Herausforderungen.
Hinweis: Das Praktikum ist im Rahmen der schulpraktischen Studien nicht anerkennungsfähig. Es ist dennoch für Absolvent:innen von Studiengängen ohne Lehramtsbezug wie etwa B.A. Prävention und Gesundheitsförderung oder M.A. Kommunale Gesundheitsförderung interessant.

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Im Rahmen des Einsatzes bieten wir Ihnen die Möglichkeit, praktische Erfahrungen im Bereich der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“ zu sammeln und sich aktiv einzubringen. Sie unterstützen die Kolleginnen und Kollegen bei Prozessen im Zusammenhang mit der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“, Sie bearbeiten aktuelle Projekte und unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit.

Das Tätigkeitsfeld umfasst:
Als aktuelles Thema:
- Einführung des Bewegungspasses im Landkreis Freudenstadt
Mit der landesweiten Einführung des Bewegungspasses soll zukünftig spielerisch die frühkindliche Basismotorik sichergestellt werden. Die Übungen innerhalb des Bewegungspasses werden durch Tiere symbolisiert und einfach zugänglich vermittelt. Jedes Tier hat hierbei einen anderen motorischen Trainings-Schwerpunkt. Die "Kommunale Gesundheitskonferenz" stellt die Einführung und Umsetzung dieses Projektes mit verschiedenen Kooperationspartnern sicher. Hier können Sie die Kolleginnen und Kollegen aktiv unterstützen und die Durchführung des Projektes im Landkreis Freudenstadt vorantreiben.

Das wünschen wir uns von Ihnen:
- fortgeschrittenes Studium der Sportwissenschaften – angewandte Bewegungsforschung, Bewegung und Gesundheit, Gesundheitsförderung
- großes Interesse an der Planung, Entwicklung und Etablierung der „Kommunalen Gesundheitskonferenz“
- sicherer Umgang mit MS Office-Anwendungen, insbesondere PowerPoint und Excel
- hohes Maß an Eigeninitiative und Kommunikationsstärke
- ausgeprägte Sozialkompetenz, Teamfähigkeit

Das können wir Ihnen bieten:
- eine anspruchsvolle und reizvolle Aufgabe sowie fachlich interessante und herausfordernde Tätigkeit in einem kollegialen Umfeld
- flexible und familienfreundliche Arbeitszeitregelungen sowie einen Arbeitsplatz mit aktueller technischer Ausstattung
- Praktikumsvergütung in Höhe von monatlich 250,00 €
- gute Erreichbarkeit auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Gewährung eines Jobtickets, hauseigenes Bistro, Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements und Betreuungsangebot für Kleinkinder

Hier bekommen Sie weitere Informationen:
- inhaltliche Fragen: Frau Ruf, Leiterin der Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“, Tel. 07441 920-4110 oder Frau Schlaich, Geschäftsstelle „Kommunale Gesundheitskonferenz“, Tel. 07441 920-4103
- rechtliche Fragen: Frau Stritt, Haupt- und Personalverwaltung, Tel. 07441 920-1250

Unsere Grundsätze:
Alle Menschen haben bei uns die gleichen Chancen, weshalb wir geschlechtsneutral ausschreiben: weiblich, männlich und divers. Wir beschäftigen Angehörige unterschiedlicher Nationalitäten. Schwerbehinderte oder gleichgestellte Bewerber*innen berücksichtigen wir nach den Zielsetzungen des Schwerbehindertenrechts.

Wenn Sie das Aufgabenfeld anspricht, Sie über die gewünschten Kompetenzen verfügen und sich bei einem zukunftsorientierten Dienstleistungsunternehmen mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten einbringen möchten dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Für die Bewerbung empfehlen wir das Online-Bewerberportal auf unserer Homepage unter www.kreis-fds.de.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum Juli-Newsletter:

 

Das Bild zeigt den Eingang der Zentralbibliothek.

Virtuelle DGP-Jahrestagung: Pädagogische Psychologie

Hochschule veranstaltet Tagung am 14. September

[red] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg richtet 2021 die Jahrestagung der Fachgruppe Pädagogische Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie aus. Die Veranstaltung findet vom 14. bis 16. September virtuell statt und steht unter dem Motto "Psychologie digitalen Lehrens und Lernens". Die Tagungsleitung haben Professor Dr. Tobias Dörfler und JProf. Dr. Hendrik Lohse-Bossenz inne (Institut für Psychologie).

Tagung: "Religionslehrer:in werden und sein im 21. Jahrhundert"

Gemeinsame Tagung der Pädagogischen Hochschule und der Universität am 18. September

[red] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg und die Universität Heidelberg planen für Samstag, 18. September 2021 eine gemeinsame Tagung zum Thema "Religionslehrer:in werden und sein im 21. Jahrhundert". Ihr Ansprechpartner an der Pädagogischen Hochschule ist Professor Dr. Martin Hailer (Institut für Philosophie und Theologie).

Jahrestagung der Sprecherziehung

„Sprecherziehung in der Lehrer:innenbildung und in der Hochschullandschaft“ vom 30. September bis 2. Oktober an der Hochschule. Text: Andrea Brunner

Wie bereits in der April-Ausgabe von news_on! angekündigt, findet vom 30. September bis 2. Oktober 2021 die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e. V. unter dem Motto „Sprecherziehung in der Lehrer:innenbildung und in der Hochschullandschaft" statt. Es wird digital an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg getagt. Andrea Brunner und Heike Heinemann aus dem Fachgebiet Sprecherziehung richten die Tagung aus. Als Schirmfrau können wir die Linguistin Frau Dr. Burel begrüßen.

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Außerdem werden hochschulaffine Kolleg:innen wie Kaspar H. Spinner, Jürgen Belgrad, Nicolas Humphrey (PH Heidelberg) und Annette Schultze (PH Heidelberg) mit ihren Workshops und Vorträgen die Tagung bereichern. Aus der Sprechwissenschaft dürfen wir uns auf Beiträge von Susanne Voigt-Zimmerman (MLU Halle), Kerstin Hillegeist / Fabian Thomas (PH Weingarten), Kati Hanken-Iljes (Philipps Universität Marburg), Ursula Fetzer (PH Heidelberg) freuen.

Mehr zum Programm findet sich unter https://www.ph-heidelberg.de/dgss-tagung/das-programm.html. Die Anmeldung läuft bereits: https://form.jotform.com/211382405670349

Auch für Kolleg:innen und Student:innen ist dies eine gute Gelegenheit, sich mit hochschuldidaktischen und sprechwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Der Beitrag für Studierende beträgt nur 10 EUR.

Kleine Überraschungen warten auf Sie im online-Abendprogramm.

Sprunghafter Anstieg bei Neukrediten für Studierende

Die Finanzierung des Studiums ist während der Corona-Pandemie ein großes Problem, da viele Jobs fehlen

[red] Die Corona-Nothilfen der Bundesregierung haben für einen sprunghaften Anstieg bei den Studienkrediten gesorgt. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Studienkredit-Test 2021 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh hervor. Die Zahl der Neukredite kletterte 2020 um mehr als 60 Prozent auf 53.000. Insgesamt beziehen derzeit 90.000 Studierende in Deutschland Gelder aus einem Studienkredit oder Bildungsfonds. Das entspricht einem Anteil von drei Prozent. Laut den Autoren erreicht die Zahl der Neukredite damit wieder das Niveau aus dem Jahr 2015. Zwischen 2014 und 2019 hatte sich die Zahl demnach halbiert.

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Haupttreiber sind laut Studie die staatlichen KfW-Studienkredite. Der Marktführer verbuchte mehr als drei Viertel aller neuen Verträge für sich. Im Vorjahr 2019 gab es allein bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau 18.000 Abschlüsse, 2020 waren es rund 40.000. Die KfW ist eine Förderbank des Bundes.

Als Gründe nennt die Studie geänderte Vertragsmodalitäten. So konnte der KfW-Studienkredit bis Ende 2021 zinsfrei genutzt werden. Außerdem konnten wegen Corona erstmals Studierende aus dem Ausland befristet den Kredit in Anspruch nehmen. Dies nutzten 16.000 Studentinnen und Studenten ohne deutschen Pass. Das ist ein Anteil von 30 Prozent bei den Neu-Verträgen.

Die CHE-Autoren sehen das kritisch. "Der KfW-Studienkredit sollte bei der Corona-Nothilfe als staatliche Alternative für alle fungieren, die weder Bafög-berechtigt sind noch von der – ziemlich bürokratischen – Überbrückungshilfe erfasst werden. Jetzt muss man konstatieren: Der KfW-Studienkredit hat sich als Scheinriese entpuppt", bilanziert CHE-Experte Ulrich Müller. Der Leiter der politischen Analysen beim CHE spricht von Einmaleffekten.

Insgesamt stuft der Test die gängigen Angebote als durchgehend "seriös und gut gestaltet ein". Bewertet wurden die Kategorien Zugang, Kapazität, Kosten, Risikobegrenzung und Flexibilität. Viele der 51 untersuchten Studienkredite, Studiendarlehen und Bildungsfonds erreichten Topergebnisse in mehreren Bereichen.

Nach Auskunft der Kredit-Anbieter werden derzeit von Banken und Bildungsfonds monatlich rund 48 Millionen Euro an Studierende ausgeschüttet. Das sind im Schnitt 528 Euro pro Person.

Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2020

Frauenanteil gegenüber 2019 um drei Prozentpunkte auf 35 Prozent gestiegen

[red] Insgesamt 1.533 Wissenschaftler:innen haben im Jahr 2020 ihre Habilitation an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen in Deutschland erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, nahm die Gesamtzahl der Habilitationen im Vergleich zum Vorjahr um 1 % zu. Während die Zahl der Habilitationen bei den Männern gegenüber dem Vorjahr um 4 % auf 995 zurückging, stieg sie bei den Frauen um 11 % auf 538 an. Für 2020 ergab sich ein Frauenanteil an den Habilitationen von 35 %, das waren 3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2010 hatte der Frauenanteil noch bei 25 % gelegen.

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Weiterer Anstieg der Habilitationen in Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften
Mit insgesamt 847 wurden wie in den Vorjahren die meisten, nämlich 55 % aller Habilitationen in der Fächergruppe Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften abgeschlossen. Die Zahl der Habilitationen stieg in dieser Fächergruppe um 6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Frauenanteil lag hier 2020 bei 32 %. Die nächstgrößere Anzahl an Habilitationen entfiel auf die Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften (196 bzw. 13 % der Habilitationen, Frauenanteil 30 %). Den dritten Platz nahm die Fächergruppe Geisteswissenschaften mit 191 beziehungsweise 12 % der Habilitationen ein. Hier war der Frauenanteil mit 47 % am höchsten.
Das Durchschnittsalter der Habilitierten lag im Jahr 2020 bei 41 Jahren. Mit durchschnittlich knapp 42 Jahren waren Frauen geringfügig älter als Männer (41 Jahre).

Von ausländischen Wissenschaftler:innen wurden in Deutschland 166 Habilitationen im Jahr 2020 erfolgreich beendet. Damit nahm der Ausländeranteil bei Habilitationen von 7 % im Jahr 2010 auf knapp 11 % im aktuellen Berichtsjahr zu.

Weitere Informationen unter www.destatis.de.

Erste virtuelle Studentin eingeschrieben

Eine Künstliche Intelligenz wird in China neben regulären Studierenden lernen

[red] Eingeschrieben wie andere Studierende mit Studienausweis, Universitätsemailadresse und Kursleiter:in: An der chinesischen Tsinghua-Universität in Peking studiert eine Künstliche Intelligenz (KI) mit dem Namen Hua Zhibing seit letzter Woche zu Forschungszwecken Computerwissenschaften, wie das in Großbritannien erscheinende Magazin „Times Higher Education“ berichtet. So sollen die Bedürfnisse von Menschen im Umgang mit KI erforscht werden.

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Die künstliche Intelligenz hat eine weibliche Stimme und das Aussehen einer Frau. Hua Zhibing habe die Fähigkeit, Muster in Daten zu erkennen. Sie kann Gedichte schreiben, Musik komponieren und Gemälde malen. Sie verfügt auch über die Fähigkeiten, Gedankengänge zu konstruieren und emotional zu interagieren. In den nächsten zwei Jahren werde sie Lehrmaterialien verarbeiten und sich die Logik hinter ihnen erschließen, bevor sie im Anschluss Kurse in Computerwissenschaften belege. An dem Forschungsprojekt um Hua Zhibing sind neben dem Institut für Künstliche Intelligenz unterschiedliche Fachbereiche beteiligt, so etwa Informatik und Psychologie. Das Projekt sei ein Beispiel für angewandte computerwissenschaftliche Forschung.
Quelle: Forschung und Lehre, 21.6.2021