Presse & Kommunikation

Ausgabe 10 - Dezember 2018

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Transfer und Innovation

PH Heidelberg wird zum Leuchtturm im Bereich Wissenstransfer

Der Faktor "Bildung" nimmt in der nationalen wie internationalen Wissensgesellschaft stark an Bedeutung zu, funktionierende Netzwerke und ein effektiver Wissenstransfer werden immer mehr zum Standortfaktor. Die Pädagogische Hochschule Heidelberg stellt sich dieser Herausforderung und entwickelt in und für die Metropolregion Rhein-Neckar forschungsbasierte Bildungsinnovationen. Diese stellt sie Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und anderen Akteuren zur Verfügung. Um umgekehrt das dort vorhandene Wissen auch für die Hochschule dauerhaft nutzbar zu machen, hat die PH Heidelberg ein Transferzentrum eingerichtet. Dieses wurde im November 2018 feierlich eröffnet.

"Hochschulen haben neben Lehre und Forschung zunehmend auch die Aufgabe, zur Lösung gesellschaftlicher Probleme beizutragen. Für die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist diese sogenannte 'Dritte Mission' wahrlich nicht neu, haben unsere bildungswissenschaftlichen Forschungsaktivitäten doch schon immer einen engen Bezug insbesondere zur Schulpraxis und sind häufig anwendungsorientiert", erklärt Professor Dr. Hans-Werner Huneke. Bislang habe es aber, so der Rektor der PH Heidelberg weiter, an einem strukturellen Rahmen gefehlt und die Hochschule habe die forschungsbasierten Bildungsinnovationen kaum strategisch genutzt bzw. auf andere Bildungskontexte übertragen. Um dies zu ändern, hat die Pädagogische Hochschule Heidelberg bereits Anfang 2017 eine Transferstrategie verabschiedet, die das nun eröffnete Zentrum zukünftig zentral umsetzen soll.

Der organisatorische Aufbau des Transferzentrums richtet sich an den bei der Entwicklung der Transferstrategie identifizierten Handlungsfeldern "Netzwerk und Interaktion", "Offene Hochschule" sowie "Innovation und Gründungskultur" aus. Unter der Leitung von Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT) und Julika Witte als Geschäftsführerin bietet das Transferzentrum - mit Unterstützung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes TRANSFER TOGETHER - entsprechende Maßnahmen an.

"Das Transferzentrum dient als Schnittstelle zwischen der Hochschule und (potenziellen) Partnern in der Region und vermittelt über sein Netzwerk zum Beispiel Kooperationspartner - dies übrigens bidirektional, d.h. nicht nur Forschende, sondern auch interessierte Organisationen können sich mit einem bildungsrelevanten Anliegen an uns wenden", sagt Spannagel. Denkbar sind hier zum Beispiel Kooperationen zur Entwicklung von Kompetenzen im innerbetrieblichen Umfeld, zur Reduzierung von Internetsucht bei Jugendlichen oder der Identifikation und Förderung von zukünftigen Fachkräften insbesondere im MINT-Bereich.

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Die daraus entstehenden, praxisorientierten Lösungen vermittelt das Transferzentrum wiederum den Menschen der Metropolregion Rhein-Neckar. So organisiert das Team unter anderem eigene Veranstaltungen, auf denen Interessierte mehr über die Projekte der Hochschule erfahren und die Forschenden gleichzeitig wertvolle Impulse für ihre Arbeit erhalten. "Am Samstag, 24. November bieten wir beispielsweise ein Barcamp zum Thema 'Gesundheit und Digitalisierung' an. Dieses steht allen offen, die sich für das Thema interessieren - egal, ob vom Fach oder nicht", berichtet Witte. Um die Gesellschaft außerdem schon frühzeitig und auf geeignete Weise in wissenschaftliche Arbeitsprozesse einzubinden, verfolgt die Hochschule eine Open-Science-Strategie. Zu der Frage, welche Rolle etwa Soziale Medien dabei spielen, können sich die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Transferzentrum beraten lassen.Das Zentrum unterstützt die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem dabei, ihre forschungsbasierten Bildungsinnovationen unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu nutzen bzw. nutzbar zu machen. Das Transferzentrum bietet hierzu kostenfreie Beratungs- und Unterstützungsangebote an, die bei der Gründung eigener Vereine oder Start-ups zur Vermarktung bildungswissenschaftlicher Innovationen oder zur Verwertung der Forschungsergebnisse helfen. Um den gemeinsamen Austausch anzuregen und Kreativität zu fördern, wurde in der Bergheimer Straße ferner ein Design Thinking Raum eingerichtet, der von Akteuren aus der Hochschule und der Region genutzt werden kann."Mit unserer bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Expertise wollen wir zum Leuchtturm für alle Formen des Wissenstransfers werden", so Huneke abschließend. "Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist hierfür ein guter Ort. Ein guter Ort, da hier Fachleute für Bildungsprozesse tätig sind, die Wissen nicht nur transferieren, sondern es vervielfachen."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transferzentrum.

velo

Hilfe für Internetabhängige

Programm reduziert Internetsucht bei Jugendlichen erstmals signifikant

Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg haben ein Programm entwickelt, das die Internet- und Computerspielabhängigkeit bei Jugendlichen erstmals signifikant reduziert. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler den funktionalen Umgang mit Alltagsproblemen und werden befähigt, technische Medien kritisch zu beurteilen. Das Programm wird von der Dietmar Hopp Stiftung gefördert und von zahlreichen Einrichtungen und Organisationen der Metropolregion Rhein-Neckar unterstützt. Das Team um Junior-Professorin Dr. Katajun Lindenberg plant, ihr Präventionsangebot weiter auszubauen und Betroffenen schneller Zugang zu Unterstützungsmaßnahmen zu ermöglichen.

Laut einer repräsentativen Studie, die Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt haben, sind rund sechs Prozent der befragten Jugendlichen in der Metropolregion Rhein-Neckar Internet- oder Computerspielsüchtig. "Die betroffenen Jugendlichen ziehen sich häufig zurück und vernachlässigen Freunde, frühere Hobbies und schulische Pflichten. Die Leistungsfähigkeit nimmt ab, die Konflikte mit Angehörigen und Lehrkräften nehmen zu. Ihre Lebensqualität wird maßgeblich beeinträchtig", erklärt Junior-Professorin Dr. Katajun Lindenberg, Leiterin der Studie.
Die Prävention von Internet- und Computerspielabhängigkeit ist folglich von hoher gesundheitspolitischer Relevanz. Um den betroffenen Schülerinnen und Schülern Hilfe zukommen zu lassen, hat das Team um Lindenberg das Programm "Professioneller Umgang mit technischen Medien" (kurz: PROTECT) entwickelt. "Unser Ziel ist es nicht, den Internetgebrauch an sich zu verändern; das würde völlig an der Lebensrealität der Jugendlichen vorbeigehen. Uns geht es vielmehr darum, den schädlichen, exzessiven Umgang mit Online-Angeboten zu verhindern. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er trotz negativer Konsequenzen fortgeführt wird, dass er mit einer verminderten Kontrolle über das Spielen einhergeht und dass die Internetaktivität Vorrang vor allen anderen Interessen und alltäglichen Tätigkeiten hat", so Lindenberg.

Den Schulen kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu und PROTECT richtet sich daher auch primär an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse: Jugendliche, die ein erhöhtes Risiko für eine Internet- oder Computerspielsucht zeigen, erhalten dabei ein psychologisch-verhaltenstherapeutisches Training, das in vier Doppelstunden von geschulten Psychologinnen bzw. Psychologen durchgeführt wird. "Unser Programm wurde anhand aktueller Forschungsbefunde zur Internetsucht entwickelt und beinhaltet evidenzbasierte, verhaltenstherapeutische Techniken, die sich in der Prävention von psychischen Auffälligkeiten wie Ängsten, Depressionen, Suchterkrankungen oder Essstörungen als wirksam erwiesen haben", sagt die Leiterin der Studie.

Durch das PROTECT-Training wird eine signifikante Reduktion der Kernsymptomatik - also beispielsweise mangelnde Kontrolle über den Konsum oder Fortsetzung des Spielens trotz negativer Folgen - erzielt, die nachhaltig anhält. PROTECT ist international das erste Programm zur indizierten Prävention von Internet- und Computerspielabhängigkeit mit diesem Effekt. Darüber hinaus trägt PROTECT auch zu einer leichten Verbesserung depressiver Symptome bei, die häufig mit einer Internet- oder Computerspielsucht einhergehen.

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Die Wissenschaftlerinnen haben ihr Präventionsprogramm bereits weiterentwickelt: So wird in Kooperation mit regionalen Beratungsstellen und dem Zentrum für psychologische Psychotherapie der Universität Heidelberg zum Beispiel ein Gruppentraining für Betroffene außerhalb der Schule angeboten. Das Programm wurde ferner an die Bedürfnisse von Kindern der Klasse 3 bis 5 angepasst und steht diesen seitdem ebenfalls zur Verfügung. Um den pathologischen Internetgebraucht überhaupt erfassen zu können, wurde in Kooperation mit Wissenschaftlern des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens und des Universitätsklinikums Lübeck außerdem ein entsprechendes diagnostisches Interview entwickelt und umgesetzt.

In den nächsten fünf Jahren soll das Präventionsprogramm zudem im Rahmen des Projekts "TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sollen Schulen der Metropolregion Rhein-Neckar - in Zusammenarbeit mit der Hopp Foundation - auch zukünftig die Möglichkeit erhalten, PROTECT-Workshops durchzuführen. Die Wissenschaftlerinnen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg arbeiten ferner an einem Präventionsprogramm gegen Depressionen, das auf PROTECT aufbaut.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/protect.

Zur Studie
Die Studie "Wirksamkeit eines kognitiv-verhaltenstherapeutischen Trainings zur indizierten Prävention von Internetbezogenen Störungen" wurde zwischen 2015 und 2018 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt. Die Leitung der Studie oblag Junior-Professorin Dr. Katajun Lindenberg (Institut für Psychologie). Es wurden zunächst über 5.000 Schülerinnen und Schüler von rund 40 Schulen in der Metropolregion Rhein-Neckar zu ihrem Online-Verhalten befragt. 480 Jugendliche zwischen 11 und 20 Jahren, die im Screening ein erhöhtes Risiko für eine Internet- oder Computerspielsucht zeigten, nahmen dann freiwillig an dem PROTECT-Programm teil (Interventionsgruppe: n=208; Kontrollgruppe: n=272). Das heißt, sie absolvierten über zwölf Monate hinweg in Kleingruppen von sechs bis zehn Jugendlichen insgesamt vier Module - beispielsweise zur Emotionsregulation oder Prokrastination - und wurden insgesamt viermal wissenschaftlich befragt. Die Wirksamkeitsstudie zeigt eine signifikante Reduktion der Kernsymptomatik sowie eine leichte Verbesserung depressiver Symptome. Das Programm ist für andere Altersgruppen oder Settings adaptierbar und wird auch zukünftig weiterentwickelt werden.

velo

Studenten bekommen Einblicke in Lebenswelten

Menschen mit Behinderung hielten Vorlesung an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg

Vor Beginn der Vorlesung herrscht im Hörsaal ungewohnte Stille. Fast alle Blicke sind nach vorne gerichtet. Denn vor den über hundert Studierenden sitzt nicht wie üblich eine Professorin, sondern sechs Menschen mit Behinderung. Gleich halten sie ihre erste Vorlesung an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

„Die Gruppe hat schon mehrere Seminare gegeben, aber diese Vorlesung ist eine neue Herausforderung für sie“, erzählt Stephan Friebe. Er leitet für die Johannes-Diakonie Mosbach das Projekt „Inklusive Bildung Baden-Württemberg“. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Inklusive Bildung in Kiel werden dabei sechs Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung zu Bildungsfachkräften qualifiziert. Nach Ende ihrer Ausbildung werden sie als Lehrende und Experten in eigener Sache Studierenden sowie Fach- und Führungskräften die Belange von Menschen mit Behinderung in Lehrveranstaltungen näher bringen. Die Qualifizierungsteilnehmer wurden bei einem mehrstufigen Auswahlverfahren aus rund 40 Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt und haben ihre Qualifizierung 2017 begonnen – mit großem Erfolg. „Die Entwicklung der Qualifizierungsteilnehmer hat alle meine Erwartungen übertroffen“, berichtet Friebe. „Und von den Hochschulen, mit denen wir zusammenarbeiten, bekommen wir durchweg positive Rückmeldungen.“

Inzwischen hat die Vorlesung begonnen. Die angehenden Bildungsfachkräfte stellen sich und ihren Lebensweg vor. Hartmut Kabelitz erzählt, wie ein Verkehrsunfall sein Leben als Jugendlicher veränderte. Aufgrund eines Schädel-Hirn-Traumas fällt ihm das Sprechen schwer. Trotz einer Ausbildung als Bürokraft und rund 100 Bewerbungen bekam er keine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, sondern arbeitete in einer Werkstatt für behinderte Menschen, „um etwas zu tun zu haben“, wie er erzählt. Er fühlte sich intellektuell unterfordert, bis er durch das Projekt „Inklusive Bildung“ eine erfüllende Tätigkeit bekam.

Bei den Lebensgeschichten von Kabelitz und den anderen Qualifizierungsteilnehmern wird deutlich: Die künftigen Dozierenden füllen eine Lücke. Denn viel zu häufig wird in der schulischen und universitären Ausbildung von pädagogischen Fachkräften nur über Menschen mit Behinderung geredet, aber nicht mit ihnen, wie Friebe erklärt: „Durch das Engagement der Bildungsfachkräfte wird Inklusion nicht nur theoretisch vermittelt, sondern im Vermittlungsprozess direkt erfahrbar.“

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Die Vorlesung an der Pädagogischen Hochschule ist Teil des Übergreifenden Studienbereichs, der sämtliche Lehramtsstudierenden der PH Heidelberg gezielt auf die vielfältigen Anforderungen von Bildungsberufen vorbereitet. Im Rahmen des Basismoduls "Inklusion - soziologische Perspektiven eines inklusiven Bildungssystem" schlägt nun Sarah Maier, Qualifizierungsleiterin des Projekts „Inklusive Bildung Baden-Württemberg“, für die Bachelor-Studierenden den Bogen von den Bildungsreformen der 1960er Jahre bis in die Gegenwart. Sie beschreibt viele Fortschritte von der Forderung „Bildung für alle“ bis zur Schulpflicht für alle Kinder. Trotz dieser Fortschritte seien noch heute viele Benachteiligungen im Bildungssystem vorhanden, erklärt Maier, nicht zuletzt für Menschen mit Behinderung.

Davon berichten auch die Qualifizierungsteilnehmer. Die meisten von ihnen haben ihre Schulzeit in keiner guten Erinnerung. Sie erzählen den Studierenden von fehlendem Respekt bis hin zur körperlichen Gewalt, vom Klaps auf den Hinterkopf, der etwa bei Helmuth Pflantzer das Vertrauensverhältnis zum Lehrer zerstörte. Und viele waren mit der Haltung konfrontiert, „dass Behinderte ja sowieso nichts lernen müssen“.

Den angehenden Pädagoginnen und Pädagogen haben die angehenden Dozenten aus ihren Erfahrungen heraus viel mit zu geben: „Überfordert die Kinder nicht“, rät zum Beispiel Anna Neff. „Lernen muss Spaß machen. Dann klappt auch alles.“ Wie ihre Kollegen fordert sie inklusive Schulformen nahe am Wohnort, damit Kinder mit Behinderung bessere Teilhabe- und Bildungschancen haben. „Inklusion ist unser Ziel. Dabei bitte ich Sie mitzumachen“, appelliert sie an die Pädagoginnen und Pädagogen von morgen.

Bei den Studierenden kommt die Vorlesung gut an, die mit einer intensiven Fragerunde schließt. „Es war für mich sehr interessant zu erleben, was die Dozenten vom Projekt ‘Inklusive Bildung’ können und was sie zu sagen hatten“, berichtet anschließend Pia Jungwirth, die im ersten Semester Sonderpädagogik studiert. „Ich habe einen neuen Blick auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung gewonnen.“

red

Lehrer werden!

Land startet landesweite Werbekampagne #lieberlehramt

Bundesweit fehlen Lehrkräfte und auch in Baden-Württemberg ist der Lehrermangel in den Klassenzimmern angekommen. Besonders gesucht werden Interessenten für die Fachrichtungen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT), für Elektrotechnik, Kunst, Musik, Sport und Religion - ausreichend Studienplätze stehen zur Verfügung. Doch nicht nur das Fach, auch der Lehramts- bzw. Schultyp ist entscheidend: Besonders groß ist der Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern an den Grundschulen und an beruflichen Schulen. Aber auch im Gymnasiallehramt ist der Bedarf in einigen Fächern nicht abgedeckt. Aus diesem Grund startet das Wissenschaftsministerium eine groß angelegte Kampagne mit dem Ziel, Lehramtsstudierende zu gewinnen.

"Wir werben für das Studium und damit den späteren Lehrerberuf in denjenigen Fächern, in denen der Bedarf am größten ist: den sogenannten Mangelfächern. Wir wollen junge Menschen über die Begeisterung für ein Fach und die Freude am Lernort Schule gewinnen und zeigen, welche Chancen und Perspektiven ein Lehramtsstudium bringt", sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 15. November in Stuttgart. Die Ministerin hatte an diesem Tag im Stuttgarter Königin-Olga-Stift Gymnasium die Werbekampagne #lieberlehramt gestartet.

"Der Gedanke hinter der Kampagne ist einfach: Wer die eigene Begeisterung für ein Fach an jüngere Generationen weitergeben möchte, sollte Lehramt studieren. Lehramtsstudierende können sich auf ein abwechslungsreiches, interessantes Berufsfeld mit gutem und sicherem Einkommen freuen - und auf einen Job, der für unsere Gesellschaft besonders wichtig ist. Denn gute Schulen brauchen gute Lehrer", betonte Bauer. Wer täglich mit jungen Menschen zusammenarbeite und diese auf ihrem persönlichen Weg zum Erwachsenwerden begleite, könne mit viel Eigenverantwortung hohe Wirksamkeit erreichen.

Baden-Württemberg bietet beste Voraussetzungen für ein Studium: Seit der Reform der Lehrerbildung 2015 ermöglicht das Land Universitäten, Pädagogischen Hochschulen und anderen Hochschulen eine intensive Zusammenarbeit. Fachdidaktische und fachwissenschaftliche Inhalte werden im Studium optimal aufeinander abgestimmt. Mit den "Schools of Education" sind starke Orte der Lehrerbildung entstanden, an denen Hochschulen zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Stärken einbringen. "Im Studium und im anschließenden Vorbereitungsdienst werden die künftigen Lehrerinnen und Lehrer bei uns optimal auf ihre spätere Tätigkeit an den Schulen vorbereitet", so Bauer.

Verzahnt wird die Kampagne mit den bereits erfolgreich vom Wissenschaftsministerium etablierten Studienbotschafterinnen und -botschaftern: Engagierte Studierende informieren Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über Studienmöglichkeiten und den Studien-Alltag. Für die nun startende Lehramts-Kampagne werden speziell Studienbotschafterinnen und -botschafter eingesetzt, die in den Schulen durch ihre eigenen Erfahrungen gezielt für das Lehramtsstudium werben.

"Bildung ist ein zentrales Thema für die grün-schwarze Landesregierung. Wir arbeiten ressortübergreifend Hand in Hand, um beste Voraussetzungen für gute Bildung im Land zu schaffen. Auch mit der Aufstockung der Anfängerstudienplätze im Grundschullehramt um 200 und nun - vorbehaltlich der Zustimmung des Haushaltsgesetzgebers - um weitere 200 Plätze trägt das Wissenschaftsministerium zur Bekämpfung des Lehrermangels in den Grundschulen bei", so die Ministerin abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter mwk.baden-wuerttemberg.de.

Eine Pressemitteilung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Jetzt fürs Lehramt bewerben!

Online-Bewerbung für lehramtsbezogene Bachelorstudiengänge gestartet

Eine Kernaufgabe der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist die Ausbildung von professionellen Fach- und Führungskräften für pädagogische Berufe (Schwerpunkt: Lehramt): Rund 4.450 Studierende werden von etwa 330 hauptamtlichen ProfessorInnen bzw. Lehrenden und zahlreichen zusätzlichen Lehrbeauftragten in pädagogischem Grundwissen, Fachwissenschaften und Fachdidaktiken ausgebildet - mit Praxisbezug vom ersten Tag an.

Wenn Sie sich für einen Bachelorstudiengang und insbesondere die lehramtsbezogenen Studiengänge interessieren, können Sie sich unter www.ph-heidelberg.de/bachelor informieren.

Die Bewerbung für einen lehramtsbezogenen Bachelorstudienplatz im Sommersemester 2019 ist für die Studiengänge Bildung im Primarbereich (Bezug Lehramt Grundschule), Bildung im Sekundarbereich (Bezug Lehramt Sekundarstufe I) und Sonderpädagogik (Bezug Lehramt Sonderpädagogik) ab sofort und bis zum 15. Januar 2019 möglich. Bitte beachten Sie, dass die Bachelorstudiengänge Frühkindliche und Elementarbildung bzw. Prävention und Gesundheitsförderung ausschließlich im Wintersemester starten; eine Bewerbung ist demnach erst im nächsten Jahr möglich.

Weitere Informationen zur Online-Bewerbung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studium. Sie bewerben sich dann auf unserem Hochschulportal unter campus.ph-heidelberg.de.

Zentrale Studienberatung
Sie haben Fragen rund um das Studium an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg? Unsere Telefonhotline hilft Ihnen gerne weiter! Unter +49 6221 477-555 sind wir montags bis donnerstags von 09.00 bis 15.00 Uhr und freitags von 09.00 bis 13.00 Uhr für Sie erreichbar. 

velo

Eigenes internationales Profil schärfen!

Studienbegleitendes Zertifikat "Global Citizen" an der Hochschule

Am Center for International Teacher Education (CITE) können Studierende das Zertifikat „Global Citizen“ erwerben. Das studienbegleitende Zertifikat umfasst 15 bis 30 Leistungspunkte. Das Zertifikat dient der Profilschärfung und dokumentiert und zertifiziert Leistungen, die im Zusammenhang mit studienbezogenen Auslandsaufenthalten stehen. Außerdem wird der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen, die Teilnahme an Lehrveranstaltungen mit internationalen und/ oder interkulturellen Themen und der Besuch von Lehrveranstaltungen in englischer Sprache zertifiziert. Ansprechpartner im CITE sind Leiterin Henrike Schön und Geschäftsführerin Anja Bast-Schneider.

Die Anmeldung erfolgt über die Moodle-Veranstaltung „Global Citizen“: https://moodle.ph-heidelberg.de/course/category.php?id=523
Weitere Informationen unter www.ph-heidelberg.de/cite

Henrike Schön

Breites methodisches Spektrum

Neue Servicestelle berät WissenschaftlerInnen bei Forschungsmethodik

Den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Pädagogischen Hochschule Heidelberg steht seit Kurzem ein neues Beratungsangebot zur Verfügung: In der Servicestelle Forschungsmethoden können sie sich in der methodischen Konzeption, Beantragung und Durchführung von Forschungsprojekten begleitend beraten lassen. Die Servicestelle ist beim Prorektorat für Forschung, Medien und IT angesiedelt und wird von Professor Dr. Christian Rietz sowie Professorin Dr. Melanie Kuhn geleitet. Die Geschäftsführung hat Dr. Maya Machunsky inne. Das Team wird zusätzlich von erfahrenen qualitativen und quantitativen Methodikern unterstützt.

"Die bildungswissenschaftliche Forschung gehört zu den Kernaufgaben unserer Hochschule: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bewegen sich im Spektrum zwischen grundlegender Forschung und der Entwicklung von Bildungsinnovationen. Sie ergänzen sich zudem durch unterschiedliche Perspektiven und verschiedene forschungsmethodische Zugänge", sagt Prorektor Professor Dr. Christian Spannagel. Die neue Servicestelle soll die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun dabei unterstützen, ihr Bildungsforschung noch anschlussfähiger zu gestalten: "Alle Forschenden unserer Hochschule können sich hier im methodischen Spektrum von qualitativen und quantitativen Datenerhebungs- und Analyseverfahren beraten lassen. Zur Sicherstellung der Qualität und Belastbarkeit von Forschungsergebnissen orientiert sich die Servicestelle an nationalen und internationalen methodischen Standards", so Spannagel.

"Zu unseren zentralen Aufgaben gehören die beratende und begleitende Unterstützung hinsichtlich der Forschungsmethodik. Dies gilt für allen Phasen eines Forschungs-, Promotions- oder Habilitationsvorhaben - angefangen bei der Planung, über die Umsetzung bis hin zum Abschlussbericht", informiert Professor Dr. Christian Rietz. Und Professorin Dr. Melanie Kuhn ergänzt: "Bei der Antragstellung von Forschungsprojekten beraten wir zudem bei methodischen und strategischen Fragen und unterstützen bei der Konzeption, Durchführung und Auswertung von Qualitätssicherungsmaßnahmen."
Im Rahmen der methodischen Weiterbildung von Forschenden bietet die Servicestelle außerdem Seminare und Workshops beispielsweise zur Inferenzstatistik oder der Datenanalyse mit SPSS an. "Um die internationale Anschlussfähigkeit der Forschungsangebote weiter zu stärken, planen wir überdies ein englischsprachiges Beratungs- bzw. Lehrangebot", kündigt Dr. Maya Machunsky an.

Die Angebote der Servicestelle Forschungsmethoden stehen sämtlichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Pädagogischen Hochschule Heidelberg offen. Die ersten Rückmeldungen sind positiv: "Unsere Beratungsangebot wurde bislang gut angenommen und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und Vernetzung", erklären Rietz, Kuhn und Machunsky.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/servicestelle-forschungsmethoden

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Bildungsferne Jugendliche einbinden

Jugendliche geben Impulse für die Arbeitswelten der Zukunft

Das Kooperationsprojekt "Foresight4Youth" verfolgt das Ziel, einen Einblick in die Vorstellungen bildungsferner Jugendlicher zur Zukunft von Arbeitswelten zu gewinnen und ihre Vorstellungen gemeinsam mit Arbeits- und Zukunftsforschern zu reflektieren. Professorin apl. Dr. Nicole Marmé und Dr. Jens-Peter Knemeyer von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zeichneten für die wissenschaftliche Projektevaluation verantwortlich; ihre Erkenntnisse fließen maßgeblich in einen Handlungskatalog ein, der den Transfer des Programms ermöglicht. Die Studie sowie die Arbeiten der Jugendlichen wurden nun im Rahmen einer Abschlussveranstaltung in Dortmund/Nordrhein-Westfalen vorgestellt.

Im "Wissenschaftsjahr 2018 - Arbeitswelten der Zukunft" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) realisierte der Verein "science2public - Gesellschaft für Wissenschaftskommunikation e.V." in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg das Projekt "Foresight4Youth! Arbeitswelten von morgen aus Sicht der Jugend von heute". Hauptziel des Projektes war es, insbesondere Jugendlichen auch ohne akademischen Hintergrund für ein gemeinsames Zukunftsdenken, Zukunftsvisualisieren, Zukunftsgestalten der Arbeitswelten von morgen zu gewinnen. "Es ist jedem klar, dass es in den nächsten Jahren aufgrund der Digitalisierung und Globalisierung zu großen Veränderungen in der Arbeitswelt kommen wird", erklärt Marmé. "Ich finde es gut und richtig, dass das Projekt 'Foresight4Youth' schon heute vermeintlich abgehängte Jugendliche auf diesen Weg mitnimmt und ein Stück weit auf die Zukunft vorbereitet."

Die Heidelberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchten hierzu zunächst, wie Jugendliche aus prekären Verhältnissen die Zukunft der Arbeit sehen und welche Einstellungen sie dazu haben. Im Rahmen des Projektes wurden dann Methoden, Instrumente und Formate entwickelt, die die Jugendlichen für Fragen zu Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft interessieren und zu eigenverantwortlicher Mitgestaltung an Zukunftsfragen motivieren können. Dabei entwarfen über 100 Jugendliche aus der Dortmunder Bildungs-, Entwicklungs- und Qualifizierung mbH und der Caritas Dortmund in Zusammenarbeit mit PädagogInnen sowie Medienschaffenden aus der Metropolregion Rhein-Ruhr ihre persönlichen Ansichten zur zukünftigen Arbeitswelt.
"Die Gruppe der Jugendlichen, mit denen in diesem Projekt gearbeitet wurde, waren sehr heterogen: Von Geflüchteten über Schulabbrecher bis hin zu 'Drogenkarrieren' war alles vertreten", berichtet Knemeyer. "Es war beeindruckend, wie gut es mit den Projekten gelungen ist, dass die Jugendlichen konstruktiv zusammengearbeitet haben, sich Gedanken über die Arbeitswelt gemacht und diese künstlerisch - beispielsweise als audiovisuelle Produktion oder Choreografien - umgesetzt haben."

Um die Übertragbarkeit des Projekts zu ermöglichen, evaluierten Marmé und Knemeyer die durchgeführten Workshops. Ende 2018 soll dann ein Handlungskatalog erscheinen, der Modellempfehlungen zur Arbeit mit Jugendlichen ohne akademischen Hintergrund bezüglich der Zukunftsvisualisierung bietet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.foresight4youth.com.

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Reallabor STADT-RAUM-BILDUNG

Ein Beitrag zum Schul(um)bau der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit

Das Reallabor „STADT-RAUM-BILDUNG“, in dem Wissenschaftler der SRH Hochschule Heidelberg, der Universität Stuttgart und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zusammenarbeiten, wurde seit nunmehr fast drei Jahren vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg gefördert (www.stadt-raum-bildung.de). Das Ziel besteht darin, Nachhaltigkeit am Beispiel aktueller Schulbaufragen und sich aktuell vollziehendender Transformationsprozesse in Schulen (beispielsweise zunehmende Heterogenität und damit veränderte Lernsettings, Ganztagesbetrieb, Digitalisierung, Inklusion) näher zu untersuchen und praktikable Lösungen anzustreben. Im Kern des Projekts stand dabei die ökologogische Gestaltung und Weiterentwicklung von Schulbauten sowie deren Impulse auf die soziale Nachhaltigkeit im Quartier oder der Kommune. Dies wurde im Reallabor hauptsächlich in transdisziplinären Teilprojekten, die Probleme und Wissensbestände der Praxis aufgriffen, und ebenfalls in interdisziplinären Untersuchungen von Architekten, Stadtplanern und Pädagogen verwirklicht. 
 
Zur transdisziplinären Zusammenarbeit mit den (Praxis-)Akteuren
Ein Schwerpunkt des Projekts lag auf der transdisziplinären Zusammenarbeit mit Akteuren des Praxisfeldes, die in drei konkreten Teilprojekten in Heidelberg, Stuttgart und Müllheim realisiert wurde. Hier erarbeiteten Architektur-Studierende der Universität Stuttgart im studentischen Wettbewerb Entwürfe in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und Verwaltungen vor Ort. Die reichhaltigen Ergebnisse vermochten nicht nur die konkreten Planungsprozesse in den drei Städten maßgeblich zu innovieren, sondern auch die Kommunikation aller Beteiligten – die als ein schwieriger und zugleich wesentlicher Gelingensfaktor beschrieben wird – anzustoßen. Die Gegenüberstellung der kontrastierend gewählten Fallbeispiele (Stadt versus Mittelzentrum) konnte überdies im Projekt wesentliche Anhaltspunkte auf die Unterschiedlichkeit von Prozessen in Abhängigkeit der Größe von Kommunen geben.
 
Zur interdisziplinären Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen
Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der drei Disziplinen Architektur, Stadtplanung und Pädagogik konnte enge Perspektiven auf den Gegenstand, die in der Regel lediglich aus einer Disziplin heraus resultieren, beträchtlich erweitern. Dies manifestierte sich bei aufwändigen Feldforschungen in den Schulen und ihrem Umfeld beispielsweise in räumlicher Hinsicht a) an der Frage der Öffnung der Schule in den Stadtteil hinein: Die Frage, wie öffentlich eine Schule sein soll, wird in der pädagogischen Literatur zuweilen kontrovers diskutiert (z.B. Terhart 2009), aus der Sicht der Stadtplanung dagegen als „eher offen“ gesehen (Wüstenrot Stiftung 2015). Anhand der Studien und gemeinsamen Diskussionen vor Ort konnten die bestehenden Perspektiven qualifizierter hinterfragt und eine Erweiterung der bisher beschriebenen Funktionen von Schule (Fend 2006) moderat im Hinblick auf die Erfordernisse und Ziele von Kommunen angedacht werden: Der Austausch von Schule mit ihrem Quartier und dessen vielfältigen kulturellen Angeboten hat eine hohe soziale und zugleich pädagogische Relevanz und ist dadurch in hohem Maße von Nachhaltigkeit geprägt.  Auch zeigte sich b) deutlich, dass Raumfragen für die Schul- und Unterrichtsqualität bedeutsam sind und sie wesentlich rahmen, diese aber in Konzepten zur Unterrichtsqualität, die aktuell mit ihrer Ausrichtung auf kognitive Aktivierung, auf Klassenführung und konstruktive Unterstützung der Lernenden psychologisch motiviert sind (Kunter und Trautwein 2013), in der Pädagogik kaum beachtet werden. Hier wurden im Rahmen der Feldforschung zahlreiche Elemente räumlicher Disposition aufgezeigt: Beispielsweise stellen Sichtbeziehungen in Phasen individuellen Lernens in den meisten Schulen eine conditio sine qua non dar, die maßgeblich die konstruktive Unterstützung der Lernenden zu befördern vermögen und damit Unterrichtsqualität auch an die räumliche Situation vor Ort binden. Weiterhin wurde festgehalten, wie vielfältig Lernorte – zumindest in den Schulen mit Pioniercharakter – sein können, die mit dem einzigen Platz im Klassenraum von früher so nichts mehr gemein haben. Sie zeigen sich in Lernateliers, Stillarbeitsräumen, Arbeitsplätzen in den Fluren, „grünen“ Klassenzimmern usw. Vielfältige Lernorte ermöglichen in der heutigen Schulrealität die Differenzierung von Sozialformen in den Stunden, wie dies neuere Studien nahelegen (Hahn, Rohlfs, Wacker, Bohl 2016).

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Erste Schlussfolgerungen und Wirkungspotentiale
Während so die Pädagogik von den inhaltlichen Impulsen profitierte und Hinweise zur Vernachlässigung theoretischer Bestimmungsstücke erhielt, vermochten Architektur und Stadtplanung nicht zuletzt von den quantitativen Methoden der Erziehungswissenschaft zu profitieren, mit denen substanzielle Daten in der Fläche versucht werden. Der Einbezug grafischer Methoden, mit den beispielsweise die Kooperationen von Schulen in einen Stadtteil hinein höchst aussagekräftig verdeutlicht werden konnten, stellen dagegen eine Erweiterung des erziehungswissenschaftlichen Methodenspektrums dar. Der wohl wichtigste gegenseitige Gewinn war der aktive inhaltliche Austausch auf Augenhöhe am selben Forschungsgegenstand, der nicht nur konzeptionell, sondern auch tatsächlich vor Ort betrachtet und reflektiert wurde. Die Architekten betrachten pädagogische Prozesse nun ganz anders und auch die Pädagogen beziehen bisher wenig angedachte Voraussetzungen in ihr Denken ein: Beide sind sozusagen im jeweils anderen Biotop professionalisiert worden.

Ausblick
Soziale Nachhaltigkeit, so zeigt sich über alle Teilprojekte hinweg, ist eine Frage, die vor Ort in den Einzelschulen angegangen werden muss und einer generellen Perspektive bedarf, die wissenschaftliches Wissen mit der Expertise der Praxis verbindet. Aus dem Reallabor STADT-RAUM-BILDUNG wurde hier beispielsweise „Das Kleine Schulbaulexikon“ heraus gestaltet (siehe www.stadt-raum-bildung.de), das diesem Ziel verpflichtet ist und mit dem die Schulbauakteure aufgerufen sind, sich mit ihrem Wissen an seiner Weiterentwicklung zu beteiligen. Nur mit einer gemeinsamen Sprache lassen sich die derzeitigen Herausforderungen im Schulbau, deren Investitionsstau die KfW jüngst mit 48 Mrd. Euro beziffert hat, bewältigen. Ein ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln ist in Anbetracht der nötigen und breitenwirksamen Veränderungen unabdingbar.

Marc Kirschbaum und Albrecht Wacker

Literatur:
Hahn, E. / Rohlfs, C. / Wacker, A. / Bohl, T. 2016. Umgang mit Heterogenität. Eine quantitative Beobachtungsstudie zur aktiven Lernzeit von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Leistungsniveaus. In: Die Einführung der Gemeinschaftsschule Baden-Württemberg. Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitforschung (WissGem). Herausgegeben von T. Bohl, A. Wacker. Münster/New York: Waxmann. 255-274.
Fend, H. 2006. Neue Theorie der Schule. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.  
KfW Bankengruppe (Hg.) KfW-Kommunalpanel 2018. Frankfurt.
Wüstenrot Stiftung 2015. Unterwegs in deutschen Bildungslandschaften. Ludwigsburg: Wüstenrot Stiftung.
Kunter, M. /Trautwein, U. 2013. Psychologie des Unterrichts. Paderborn u.a.: Schöningh.
Terhart, E. 2009. Didaktik. Eine Einführung. Stuttgart: Reclam.

Medien- und Digitalkompetenzen fördern!

Konzept zur Digitalisierung in der Lehrerbildung wird gefördert

Ein von der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg getragenes Verbundvorhaben zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung erhält Fördermittel des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums: So wird das Projekt "HSE: Go digital! Now!", das von der Heidelberg School of Education (HSE) als hochschulübergreifende Einrichtung verantwortet wird, über einen Zeitraum von zwei Jahren mit rund 1,2 Millionen Euro gefördert. Es zielt darauf ab, bestehende Maßnahmen in der Ausbildung und Schulung von Lehrkräften durch neue Strukturen und innovative Instrumente in den Bereichen Infrastruktur, Service, Forschung und Transfer zu ergänzen.

Zentrales Anliegen von "HSE: Go digital! Now!" ist es, angehenden wie bereits im Beruf tätigen Lehrkräften Informations-, Medien- und Digitalkompetenzen zu vermitteln. Der reflektierte Umgang mit neuen Medien soll in einem zweiten Schritt dazu dienen, Schülerinnen und Schüler zu kundigen und mündigen Bürgern in einer digitalen Gesellschaft zu erziehen. Ein Mentorenprogramm wird - dies ist das dritte Projektziel - den Wissenstransfer zwischen den verschiedenen Akteuren und Phasen der Lehrerbildung sicherstellen. Erkenntnisse, Werkzeuge und Produkte, die aus dem Projekt heraus entstehen, sollen auf einer digitalen Plattform bereitgestellt werden, um sie den Schulen zugänglich zu machen, so das vierte Ziel des Projekts.

"Der Erfolg des Antrags erlaubt es uns, die an der HSE bereits bestehenden Ansätze zur Digitalisierung in der Lehrerbildung auszubauen und nachhaltig zu etablieren", so Prof. Dr. Beatrix Busse. Die Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Heidelberg und eine der beiden geschäftsführenden Direktorinnen der Heidelberg School of Education zeichnet für das Projekt verantwortlich. Unterstützt wird sie von Prof. Dr. Christian Spannagel, Prorektor für Forschung, Medien und IT der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, sowie Prof. Dr. Petra Deger, seitens der PH geschäftsführende Direktorin der HSE. Als eine wichtige Grundlage für die Realisierung der vier Projektziele soll das "HSE Digital Teaching and Learning Lab" geschaffen werden: "Mit aktueller medientechnischer Ausstattung soll es zum Experimentieren und zur fachlichen Vernetzung einladen, aber auch ein Ort für Forschung, Lehre, Transfer und Innovation sein", so Prof. Deger und Prof. Spannagel.

Die Förderung für "HSE: Go digital! Now!" ist Teil der ressortübergreifenden Digitalisierungsstrategie des Landes, die mit einer Investitionsoffensive bis Ende 2020 mehr als 70 Vorhaben berücksichtigt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de.
Informationen zur Digitalisierungsstrategie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/digitalisierung.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der Universität und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Digitalisierungsstrategie entwickeln

Erste Ergebnisse der Hochschulbefragung zum Thema

Die Arbeitsgruppe "Bildung und Digitalisierung" entwickelt derzeit eine Digitalisierungsstrategie für die Hochschule, bei der sich alle Mitglieder der Hochschule in die Diskussion einbringen können. Ein erster Schritt hierzu war eine Befragung im September 2018, mit der eine Bestandsaufnahme zur Digitalisierung an der PH Heidelberg vorgenommen wurde. Insgesamt haben 148 Beschäftigte an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse fließend nun in einen Workshop der AG „Bildung und Digitalisierung“ ein, in dem eine erste Fassung der Digitalisierungsstrategie entwickelt wird.

Die quantitativen Ergebnisse der Befragung wurden in einem Dokument zusammengestellt, das auf der folgenden Seite (nach Login) abrufbar ist: www.ph-heidelberg.de/digitalisierung.

red

Auszüge aus dem Protokoll der 25. hochschulöffentlichen Senatssitzung

Auszüge aus dem Protokoll der Senatssitzung

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Aktuelle Arbeitsschwerpunkte des Rektorats

Informationsveranstaltung zum Semesterbeginn – Powerpoint im Internet

Wer sich über die aktuellen Entwicklungen der Hochschule und die inhaltlichen Schwerpunkte im Wintersemester 2018/2019 informieren möchte, kann dies im Nachgang der Informationsveranstaltung des Rektorats am 17. Oktober tun. Die Powerpoint-Präsentation steht auf der Website zur Verfügung. Sie finden diese unter www.ph-heidelberg.de/rektorat/dokumente (nach Log-in).

red

Forum Mitarbeitende & Jubiläen

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red

Gutes Spielen im Sportunterricht

33. Heidelberger Sportlehrkräfte-Seminar im Oktober 2018 an der Hochschule

Unter dem Motto „Gutes Spielen im Sportunterricht“ fand am 13.10.2018 zum 33. Mal das Heidelberger SportlehrerInnen-Seminar der Abteilung Sportpädagogik der Pädagogischen Hochschule statt. Organisiert wurde dieses Seminar von Dr. Michael Neuberger und Dominik Genkinger. Über 60 ehemalige Studierende und interessierte Sportlehrkräfte nahmen daran teil.
In seinem Eröffnungsvortrag stellte Prof. Dr. Peter Neumann gutes Spielen als ein faires, gerechtes, cleveres und selbstbestimmtes Spielen vor. Um diese anspruchsvollen Ziele im Sportunterricht erreichen zu können, sollten Schülerinnen und Schüler nicht „nur“ spielen. Vielmehr geht es darum - und das ist Aufgabe der Sportlehrkräfte - Facetten guten Spielens erlebbar zu machen.
In vier praktischen Seminarangeboten wurde dann thematisiert, wie Sportlehrkräfte ein solches Spielen anleiten können. Dabei konnten die Teilnehmenden zwei aus vier Angeboten wählen und jeweils eines am Vor- und am Nachmittag besuchen.

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Vier Workshops
Stephan Herzberg bot den Workshop „Die spielen ja nur!“ an. Darin erarbeiteten die Teilnehmer*innen anhand kleiner Spiele, worin der pädagogische Wert guten Spielens liegt. Als ideenreiche Gestalter erprobten die Teilnehmenden verschiedene Spiele und entwickelten diese weiter. Darüber hinaus thematisierten sie das strategische Spielen und entwickelten Pläne, um die Erfolgsaussichten im Wettspiel zu steigern.
Janes Veith führte in das "Pyramidenspiel“ ein. Dabei handelt es sich um eine innovative Turnierform, bei der sich die Teilnehmenden in verschiedenen Minispielen selbst gegenseitig herausfordern konnten. Neben vielfältigen vorgegebenen Spielen waren auch kreative Ideen gefragt, als es darum ging, eigene Mini-Wettkämpfe zu kreieren und zu erproben. Die Selbstorganisation der Minispiele lässt Raum für viele individuelle Entscheidungen und fördert insbesondere die Eigenständigkeit und das selbstbestimmte Spielen der Schüler.

Im Workshop von Dr. Michael Neuberger befassten sich die Teilnehmenden mit cleverem Spielen bei Rückschlagspielen. Beim cleveren Spielen steht die Taktik im Mittelpunkt. Ausgehend von zentralen Spielanforderungen wurde nach "cleveren" Lösungen gesucht und dabei Sicherungs-, Angriffs- und Abwehrtaktiken entwickelt, erprobt und im Spiel angewandt. Daneben wurden zahlreiche Differenzierungsmöglichkeiten vorgestellt, die ein erfolgreiches Spielen aller Schülerinnen und -schüler möglich machen.

Dr. Jürgen Kittsteiner bot einen Workshop zum Thema „spielend Volleyball lernen“ an. Thematisiert wurden organisatorische Maßnahmen und Aufgabendifferenzierungen, die Lehrkräfte wählen können, um Schülern zu einem besseren Mit- und Gegeneinander zu verhelfen. Die Teilnehmenden spielten in verschiedenen Spielformen am Langnetz und lernten zahlreiche methodische und organisatorische Maßnahmen zur Vermittlung des Volleyball-Spielens mit heterogenen Lerngruppen kennen.
Robert Zimmermann brachte mit seinem Spezial „Bewegter Unterricht – reloaded!“ Bewegung in die Mittagspause. Er demonstrierte, wie Lehrkräfte ihren Unterricht im Klassenzimmer bewegter gestalten können. Neben kleinen Bewegungsspielen in Unterrichtspausen stellte er Lernformen vor, die Bewegung in den Unterricht bringen, ohne dabei den Unterrichtsfluss zu unterbrechen.

Reger Austausch unter den Teilnehmenden
Neben den Zielen, aktuelle sportpädagogische Themen aufzugreifen und innovative Vermittlungsmöglichkeiten vorzustellen, ist es ein weiteres Anliegen des Seminars, den Austausch unter den Teilnehmenden anzuregen. An verschiedenen Kaffee- und Getränkebars, beim gemeinsamen Mittagessen sowie in der neu eingerichteten "Chillout -Zone" konnten sie miteinander ins Gespräch kommen.
Traditionell endete der Seminartag mit einer gemeinsamen Abschlussrunde. Dazu trafen sich alle Teilnehmenden, die Referenten sowie das Organisationsteam zu einer gemeinsamen Auswertung. Die Teilnehmenden attestierten dem 33. Heidelberger SportlehrerInnen-Seminar eine hervorragende Organisation, eine tolle Atmosphäre sowie eine bemerkenswerte Theorie-Praxis-Verzahnung in den Workshops und wünschten sich für das kommende Seminar eine Erweiterung in Form eines gemeinsamen Sporttreibens am Vorabend der Fortbildungsveranstaltung.

Carina Große & Michael Neuberger

Podiumsdiskussion zur Verschiebung des Fremdsprachenunterrichts an Grundschulen

Prof. Dr. Jutta Rymarczyk als wissenschaftliche Expertin für frühen Fremdsprachenerwerb bei der Veranstaltung in Kehl dabei

Wenn sich Wut Luft machen muss, ohne das Ziel der Wut vor Augen zu haben, dann ist das im politischen Diskurs doppelt unbefriedigend. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann ist am Dienstagabend letztlich doch nicht zu einer Diskussion in der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl über den frühen Fremdsprachenunterricht erschienen. Dabei hatten etliche der Anwesenden gehofft, die CDU-Politikerin aus Stuttgart möge Rede und Antwort stehen für ihre zumindest an der Rheinschiene hoch umstrittene Entscheidung. Baden-Württemberg war vor 15 Jahren Vorreiter beim frühen Fremdsprachenunterricht. Diese Rolle hat Eisenmann aufgegeben, weil sie mehr Handlungsbedarf bei der Förderung der Basisfähigkeiten sieht.

Die ungereimte Mischung von Argumenten zwischen Sparzwang und Lehrermangel und dem angeblich schwer nachweisbaren Nutzen für die Lernenden hat das Thema für Eltern wie Lehrkräfte nur noch schwerer verdaulich gemacht. Der Förderbedarf in den Basisbereichen wurde gegen den Fremdsprachenerwerb ausgespielt. Ein Unding für engagierte Pädagoginnen, wie die Reaktionen aus dem Plenum bewiesen. (…)
Auf dem Podium diskutierten der Europa-Abgeordnete Andreas Schwab (CDU) und Martin Herrenknecht, der als Unternehmer aus der Grenzregion vehement den frühen Fremdsprachenunterricht verteidigte. Die wissenschaftliche Position brachten Olivier Mentz, Dekan der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der Pädagogischen Hochschule Freiburg, und Jutta Rymarczyk, Professorin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, zu deren Forschungsschwerpunkten der frühe Fremdsprachenerwerb gehört, ins Spiel.

Man erinnere sich: Das Stuttgarter Kultusministerium berief sich bei seiner Entscheidung insbesondere auf Ergebnisse einer Studie aus Nordrhein-Westfalen. "Es wäre schön gewesen, wenn die Argumente der Experten im Land gehört worden wären", sagte Olivier Mentz. Besagte Studie, mit der Eisenmanns Ministerium argumentiert hatte, hatte der Verantwortliche der Studie später selbst relativiert, wie Jutta Rymarczyk referierte. Die Erhebungen seien in den ersten Klassen erfolgt, die mit einer Fremdsprache ab Klasse 1 begonnen hatten. Die Lehrkräfte seien damals ohne entsprechende Erfahrung und adäquates Lehrmaterial angetreten.
Allein die Debatte über den erwiesenen Nutzen (oder nicht) des frühen Fremdsprachenunterrichts greift zu kurz – das zeigte die hitzige, über mehr als zwei Stunden geführte Diskussion in vielfacher Hinsicht. Rymarczyk untermauerte aus eigenen Erhebungen, dass mitunter bessere sprachliche Kompetenzen sogar im Deutschunterricht bei Kindern festzustellen seien, die mit dem Schuleintritt eine Fremdsprache gelernt haben. Zum anderen unterstrich sie dessen Bedeutung für Kinder mit Migrationshintergrund, die im Fremdsprachenunterricht den Mitschülern mit Deutsch als Erstsprache plötzlich gleichberechtigt seien. Rymarczyk bezog sich dabei ausdrücklich nicht nur auf kürzlich Geflüchtete.

Dominique Drouard, Fachbereichsleiter an der elsässischen Schulbehörde, wunderte sich, dass man beim Nachbarn die Kontinuität beim Lernen von Fremdsprachen aufgegeben habe und plädierte für eine "Symmetrie" am Oberrhein. "Unser Ziel sollte es sein, über das Erlernen der Sprache des Nachbarn das Gefühl der Zugehörigkeit zu einem gemeinsamen geographischen und kulturellen Raum zu stärken", forderte Drouard. Der Oberrhein sollte mehr als das viel beschworene Labor sein, nämlich die Wurzeln, aus denen sich Europa ernähren könne.
In den elsässischen Grundschulen lernen die Kinder nahezu flächendeckend deutsch, gut ein Fünftel sogar bilingual. Klar ist: Stuttgart sendet auch ein fatales Signal, weil plötzlich die Kooperationen zwischen Grundschulen im Elsass und Baden-Württemberg in Frage stehen. (…)

Gekürzte Fassung eines Artikels von Bärbel Nückles, Badische Zeitung, 25.10.2018

Hintergrund
Ende 2017 haben die regierenden Grünen in Baden-Württemberg den Plan von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) befürwortet, den Einstieg in die erste Fremdsprache grundsätzlich von der ersten auf die dritte Klasse zu verlegen. Deshalb wird der Fremdsprachenunterricht erstmals ab Klasse drei beginnen. Schulen entlang der Rheinschiene können nach Wunsch Französisch als Profil ab Klasse eins weiterführen und damit die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Partnerschulen intensivieren. Voraussetzung sei ein entsprechender Beschluss der Schulkonferenz.

Neues aus dem Ökogarten

Endlich wieder sitzen … und Brot aus dem runderneuerten Lehmbackofen genießen

Sitzkreis mit Bänken aus dem UNESCO Geo - Naturpark Bergstraße Odenwald, im Vordergrund Lehmbackofen (Foto: Jäkel 2018)

Im Projekt TRANSFER TOGETHER kooperiert das Fach Biologie mit dem UNESCO Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald. Dieser Kooperation ist es zu verdanken, dass für den Ökogarten neue Bänke kostengünstig angeschafft werden konnten.
Die Bänke stehen im Ökogarten rund um das Lagerfeuer und ermöglichen den 800 Schülerinnen und Schülern, die jährlich den Garten besuchen, sich nach Bewegungs- und Arbeitsphasen auszuruhen und auszutauschen. Des Weiteren werden die Bänke als Sitzgelegenheit im Sinne eines grünen Klassenzimmers genutzt. Schließlich muss das im Garten Entdeckte zusammengefasst, gefestigt und transferiert werden. Somit kann das Konzept der Gesundheitsförderung im Sinne der Rhythmisierung von Anstrengung und Entspannung bei uns sehr gut umgesetzt werden.

Doch nicht nur die Kinder freuen sich über die neuen Sitzgelegenheiten. Die Bänke werden auch von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der im Ökogarten stattfindenden Seminare rege genutzt. Hier kann man das Gelernte wörtlich setzen lassen.
Der 20 Jahre alte Lehmbackofen wurde ebenfalls durch Partner runderneuert, in diesem Falle durch einen ehrenamtlich tätigen Ofenbauer aus Bensheim. Die Studienanfänger und andere Studierende konnten den Lehmbackofen am Tag der offenen Tür zu Semesterbeginn in Aktion erleben und Flammkuchen verkosten. Wussten Sie, dass Flammkuchen eigentlich nur erfunden wurde, um die Temperatur eines Ofens zu prüfen? Thermometer gab es ja im historischen, einkammerigen Lehmofen noch nicht.

Sabrina Frieß

Neue Online-Zeitschrift für „Transdisziplinäre Studien zur Lehrerbildung“

Erste Ausgabe des „heiEDUCATION Journal“ ist als Doppelnummer erschienen

In einer Doppelnummer mit einem breiten Spektrum an Themen aus unterschiedlichen Fachperspektiven ist das „heiEDUCATION Journal“, eine wissenschaftliche Online-Zeitschrift für „Transdisziplinäre Studien zur Lehrerbildung“, mit seiner ersten Ausgabe erschienen. Verortet ist das neue Journal an der Heidelberg School of Education (HSE), einer gemeinsamen Einrichtung der Universität Heidelberg und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Es ist als Open-Access-Publikation bei Heidelberg University Publishing (heiUP), dem Wissenschaftsverlag der Universität, verfügbar. Die Zeitschrift kann auch in gedruckter Form bestellt werden.

„Wir freuen uns, mit dem ,heiEDUCATION Journal‘ einen weiteren hochkarätigen Beitrag zu einer exzellenten wissenschaftlichen Lehrerbildung leisten zu können“, so Prof. Dr. Beatrix Busse, eine der beiden geschäftsführenden Direktorinnen der Heidelberg School of Education und Prorektorin für Studium und Lehre der Universität Heidelberg. Gemeinsam mit ihr zeichnet Prof. Dr. Gerhard Härle von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Gründungsdirektor und Wissenschaftlicher Berater der HSE, als Herausgeber für die Zeitschrift verantwortlich. Nach der Doppelnummer mit dem Schwerpunkt „Lehrerbildung im Spannungsfeld der Diskurse“ sollen künftig mindestens zwei Ausgaben pro Jahr mit deutsch- und englischsprachigen Beiträgen veröffentlicht werden.

Alle eingereichten Texte werden in einem Peer-Review-Verfahren von nationalen und internationalen Fachleuten hinsichtlich ihrer Qualität, Innovationskraft und Relevanz geprüft. Die einzelnen Hefte vereinen forschungsaktuelle Einzelbeiträge oder konzentrieren sich auf einen von den Herausgebern gesetzten Schwerpunkt. Darüber hinaus sind Sonderausgaben möglich. Das „heiEDUCATION Journal. Transdisziplinäre Studien zur Lehrerbildung“ richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, an Lehramtsstudierende und an bereits berufstätige Lehrkräfte. Es will zudem auch Expertinnen und Experten aus dem Bereich Fort- und Weiterbildung sowie aus der Bildungspolitik erreichen.

red

Informationen im Internet:
„heiEDUCATION Journal“ – https://heiup.uni-heidelberg.de/journals/index.php/heied/index

Förderung mathematisch begabter Kinder

Anne Schneider erhält den ersten Lehrpreis der PH Heidelberg

Prof. Dr. Vera Heyl mit Anne Schneider

Anne Schneider (Institut für Mathematik und Informatik) ist die erste Preisträgerin des Lehrpreises der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Mit der Auszeichnung würdigt die Hochschule herausragende und beispielhafte Leistungen in der Lehre. Schneider erhält den Preis für ihr Lehrkonzept zur nachhaltigen Förderung mathematisch begabter Kinder, das sich zudem positiv auf die Kompetenzentwicklung der Studierenden in Theorie und Praxis auswirkt.

Die Verleihung fand am 7. November 2018 im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres 2018/2019 statt. Den Preis überreichte Professorin Dr. Vera Heyl, Prorektorin für Studium, Lehre und Weiterbildung: "Das Lehrkonzept von Frau Schneider ist auf mehreren Ebene ausgezeichnet, stellt es doch sowohl die Kompetenzentwicklung der Studierenden sowie das Lehren und Lernen in gesellschaftlicher Verantwortung in den Mittelpunkt. Hierfür verbindet Frau Schneider die Theorie vorbildlich mit der Praxis: So führt sie die Studierenden wissenschaftlich fundiert an das Thema Hochbegabung heran und betreut sie zudem bei der eigenständigen Durchführung sogenannter 'Knobeltreffs' an Grundschulen der Metropolregion Rhein-Neckar." Hervorzuheben sei zudem, dass das Konzept nicht nur regelmäßig evaluiert werde, sondern beispielsweise auch für Studierende der Sonderpädagogik angepasst wurde. "Es ist mir daher eine besondere Freude, Anne Schneider mit dem ersten Lehrpreis unserer Hochschule auszuzeichnen", so Heyl in ihrer Laudatio.

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Das Lehrkonzept "Förderung mathematisch begabter Kinder" wurde von Anne Schneider erstmals im Wintersemester 2009/2010 angeboten und seitdem stetig weiterentwickelt: "Mathematisch begabten Grundschulkindern werden selten mathematische Herausforderungen geboten, wodurch es der Lehrkraft kaum möglich ist, mathematisch begabte Denker von fleißigen Lernenden zu unterscheiden. Dies hat häufig zur Folge, dass die Kinder nicht auf ihrem individuellen Niveau gefordert und gefördert werden", erläutert Schneider.
Um dies zu ändern, hat die ehemalige Grundschullehrerin ein Konzept entwickelt, das bereits angehenden Lehrkräften authentische Einblicke in die Förderung mathematisch begabter Kinder ermöglicht. Die Studierenden erhalten zunächst das grundlegende Basiswissen zu mathematisch hochbegabten Grundschulkindern. Im Anschluss besuchen sie den von Frau Schneider geplanten und durchgeführten Knobeltreff, bei dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Studierenden der Pädagogischen Hochschule Heidelberg herausfordernde mathematische Probleme bearbeiten. "Die Studierenden bauen hier ihre Diagnose- und Förderkompetenz in Richtung mathematischer Begabung aus, schärfen ihren Blick für die kreativen Denk- und Lösungsideen mathematisch begabter Kinder und lernen Aufgaben kennen, die eine Begabtenförderung sowohl innerhalb des Unterrichts als auch außerschulisch ermöglichen", so Schneider.

Die Nachfrage an dem Seminar ist auch seitens der Schülerinnen und Schüler groß: "Wir haben viel mehr Bewerbungen als Plätze. Damit die Kinder trotzdem Zugang zu der Förderung erhalten, haben wir eigene Knobeltreffs an etlichen Grundschulen etabliert", berichtet Schneider. Diese werden von Lehramtsstudierenden geleitet und durch ein Seminar und persönlicher Beratung von Anne Schneider begleitet. Die Studierenden erhalten somit frühzeitig die Möglichkeit, ihr erlerntes Wissen und ihre erworbenen Kompetenzen in der Praxis anzuwenden.

Zur Person
Anne Schneider hat an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt das Lehramt für Grund- und Hauptschule mit den Fächern Mathematik, Kunst und Sport studiert. Im Anschluss an ihr erstes Staatsexamen absolvierte sie ihr Referendariat an der Schlossbergschule in Bensheim-Auerbach, an der sie auch später als Grundschullehrerin arbeitete. Parallel dazu engagierte sich Schneider für das Land Hessen an dem Projekt SINUS-Transfer-Grundschule zur Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Neben diesen Tätigkeiten arbeitete sie am Zentrum für Mathematik in Bensheim, um mathematisch begabte Kinder von der dritten bis zur sechsten Klasse zu fördern. Seit April 2009 ist Schneider Dozentin für Mathematikdidaktik mit dem Schwerpunkt Grundschule an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Zur Auszeichnung
Die Pädagogische Hochschule Heidelberg schreibt im zweijährigen Wechsel einen hochschulinternen Lehr- und einen Forschungsförderpreis aus. Im Jahr 2018 wird erstmals der hochschulinterne Lehrpreis in Höhe von 3.000 Euro vergeben. Sämtliche Hochschulmitglieder können Personen vorschlagen; auch Bewerbungen aus eigener Initiative sind möglich.

velo

Nachhaltigkeit und politische Identitätsbildung

Hochschule würdigt die Arbeit der Doktorandinnen Weselek und Morkoyun

Johanna Weselek mit Dr. Frauke Janz

Johanna Weselek und Emeti Morkoyun erhalten den diesjährigen Nachwuchs-wissenschaftlerinnen-Preis der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Morkoyun ist Doktorandin am Institut für Gesellschaftswissenschaften und Weselek an der Heidelberg School of Education. Beide Arbeiten befassen sich mit einem bildungspolitischen Thema: Weselek promovierte zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung im Schulalltag und Morkoyuns Dissertation befasst sich mit Dynamiken politischer Identitätsbildung in der Migrationsgesellschaft. Der Preis wird vom Gleichstellungsbüro der Hochschule vergeben und würdigt herausragende Promotionsvorhaben von Doktorandinnen.

"Eingegangen waren acht durchweg sehr gute Bewerbungen und es fiel der Auswahlkommission äußerst schwer, sich zu entscheiden", sagt Dr. Frauke Janz bei ihrer Laudatio im Rahmen der Eröffnung des Akademischen Jahres 2018/2019. "Nach eingehender Prüfung und Beratung haben wir beschlossen, den Preis zu teilen - wir konnten und wollten nicht zwischen Johanna Weselek und Emeti Morkoyun entscheiden. Es ist mir eine Ehre, den beiden den diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerinnen-Preis zu überreichen."

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 Die Soziologin Johanna Weselek, deren Promotionsvorhaben von Professorin Dr. Petra Deger im Rahmen des Projekts heiEDUCATION betreut wird, erhält die Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). "Im baden-württembergischen Bildungsplan ist die BNE seit 2016 als Leitperspektive verankert. Es geht um ein höchst relevantes Thema, in dem ökologische, ökonomische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle spielen und miteinander verwoben sind", erklärt Janz.
Weselek geht der Frage nach, welche Aspekte und Inhalte von BNE im Schulalltag thematisiert und gelehrt werden. Um dies zu erforschen, hat sie 20 Gruppendiskussionen mit jeweils drei bis sieben Lehrkräften geführt; ausgewertet werden die Daten mittels der dokumentarischen Methode. "Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich diese aufwändige Auswertung lohnt und die Daten Aufschluss darüber geben können, wie es gelingen kann, gesellschaftlich relevante Themen im Schulalltag zu implementieren", so Janz.

Emeti Morkoyun promoviert bei Professor Dr. Reinhard Mehring im Fach Politikwissenschaft und beschäftigt sich mit Dynamiken politischer Identitätsbildung in der Migrationsgesellschaft. "Das Thema ist äußerst aktuell und gesellschaftlich relevant, ist doch bislang über die Mechanismen und Zusammenhänge der politischen Identitätsbildung im Kontext eines Gefühls der 'Mehrfachzugehörigkeit' wenig bekannt", sagt Janz.
Im Rahmen ihrer Promotion wird Morkoyun junge, türkeistämmige Menschen befragen, die bislang nicht in politischen Gruppen aktiv sind, und so die Bedingungsfaktoren eruieren, die den politischen Identitätsbildungsprozess von Türkeistämmigen beeinflussen. Die Ergebnisse versprechen laut Janz wichtige Erkenntnisse in Bezug auf die politische Identitätsbildung von türkeistämmigen Jugendlichen in Deutschland.

Zur Person
Johanna Weselek studierte an den Universitäten Gießen und Heidelberg Soziologie und Politikwissenschaft. Seit 2015 ist sie akademische Mitarbeiterin an der Heidelberg School of Education der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg sowie Doktorandin im heiEDUCATION Kolleg, das Teil des Verbundprojekts ist und im Rahmen der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Seit November 2018 ist Weselek zudem Stipendiatin der Landesgraduiertenförderung Baden-Württemberg.

Emeti Morkoyun studierte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg Deutsch, Politikwissenschaft sowie Alltagskultur und Gesundheit. Neben ihrem Promotionsstudium im Fach Politikwissenschaft arbeitet sie als Deutschlehrerin und Integrationscoach für Menschen mit Migrations- und Flüchtlingshintergrund.

Zur Auszeichnung
Der Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen wird vom Gleichstellungsbüro der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgeschrieben. Er ist mit 2.500 Euro dotiert und würdigt ein herausragendes laufendes oder im aktuellen Akademischen Jahr abgeschlossenes Promotionsvorhaben von Doktorandinnen der Hochschule. Mit dem Preis soll zudem der Anteil hervorragender Wissenschaftlerinnen in Wissenschaft und Forschung erhöht werden.

velo

Demokratische Bildungsarbeit fördern

Professor Dr. Gervé mit dem Goldenen Zugvogel 2018 ausgezeichnet

Prof. Dr. Hans-Werner Huneke, Prof. Dr. Friedrich Gervé und Henrike Schön

Professor Dr. Friedrich Gervé (Institut für Sachunterricht) erhält den Goldenen Zugvogel 2018 der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Preis wird auf Vorschlag von Studierenden vergeben und würdigt das Engagement Gervés in Bezug auf die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen und die damit verbundene Verbesserung der Studienqualität.

"Wer sich in einer globalen vernetzten Welt zurechtfinden will, der muss ein Verständnis für unterschiedliche Kulturen und interkulturelle Kommunikationsprozesse entwickeln. Unseren Studierenden den Erwerb dieser Kompetenzen zu ermöglichen und sie zu fördern, gehört zu unseren zentralen Aufgaben", sagt Professor Dr. Hans-Werner Huneke, der als Rektor für die internationalen Beziehungen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gesamtverantwortlich ist. "In diesem Zusammenhang gewinnt die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen eine immer größere Bedeutung: Auf der einen Seite ist sie Voraussetzung für die Vergabe von Stipendien durch unsere Mittelgeber. Für unsere Studierenden bedeutete eine entsprechende Anerkennung wiederum, dass sie ohne Studienzeitverlängerung im Ausland studieren oder ein Praktikum absolvieren können." Die Hochschule sei sich dieser Verantwortung bewusst, so Huneke weiter: "Wir brauchen Menschen, die sich dem mitunter schwierigen Verfahren zur Anerkennung von Modulen stellen und praxisorientierte Lösungen finden. Professor Gervé hat sich hierbei hochschulweit hervorgetan und es ist mir daher eine besondere Freude, ihm heute den Goldenen Zugvogel zu überreichen."

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Professor Dr. Gervé erhält den Goldenen Zugvogel 2018 insbesondere für sein vorbildliches Engagement bei Fragen der akademischen Anerkennung sowie für die Beratung der Studierenden, die an Partnerhochschulen im Ausland studieren. Gervé war unter anderem von Tutorinnen und Tutoren im Akademischen Auslandsamt für den Preis vorgeschlagen worden: "In der Erstberatung zum Auslandsstudium haben wir beinah täglich mit Fragen zur möglichen Anerkennung zu tun", erklärt Henrike Schön (Leiterin des Akademischen Auslandsamt). "Mit Friedrich Gervé haben wir einen zuverlässigen Partner, der individuelle Lösungen findet indem er mit den Studierenden Learning Agreements vereinbart und somit die vollständige Anerkennung von Leistungen aus dem Ausland ermöglicht. Diese Praxis ist ein Vorbild und ihr gebührt die Ehrung", erklärt Schön.

"Mein Dank gilt vor allem den Studierenden, die sich auf den Weg machen, Grenzen überschreiten, sich dem Anderen, dem Fremden stellen, es zu ihrem Eigenen werden lassen und damit persönliche wie fachliche Kompetenzen entwickeln, die gerade in Zeiten wachsender Nationalismen, Abschottungs- und Ausgrenzungstendenzen für eine demokratische Bildungsarbeit so wichtig sind", sagt Gervé. Es sei ihm immer wieder eine Freude diese Kompetenzentwicklungen als Studienleistungen anerkennen zu dürfen. Auch mit Blick auf aktuelle Entwicklungen werde er sich weiterhin dafür einsetzen, so Gervé abschließend, dass Studierende die Möglichkeit zum kritischen Denken erhalten.

Zur Person
Friedrich Gervé studierte Lehramt für Grund- und Hauptschulen mit den Fächern Sachunterricht, Mathematik und Anfangsunterricht an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Nach dem Vorbereitungsdienst war er als Grund- und Hauptschullehrer tätig, absolvierte ein Aufbaustudium zum Diplom-Pädagogen und wurde 1997 an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd promoviert. Von 1995 bis 2009 war er, unterbrochen durch ein weiteres Jahr als Grund- und Hauptschullehrer in Freiburg und zwei Jahre als Fachschulrat an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, an der Pädagogischen Hochschule Freiburg tätig. Seit 2009 ist er Professor für Schulpädagogik/Sachunterricht an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und leitet dort das Institut für Sachunterricht.

Zur Auszeichnung
Der Goldene Zugvogel ehrt Lehrende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, die Studierende exzellent betreuen, die an Partnerhochschulen ein Auslandssemester absolvieren oder an einer ausländischen Bildungseinrichtung praktische Erfahrungen sammeln. Der Preis ist nicht dotiert, will jedoch ein deutliches Zeichen der Wertschätzung setzen.

velo

Persönliche Entwicklung und gesellschaftliches Engagement verbinden

14 Studierende der Hochschule erhalten ein Deutschlandstipendium

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg konnten sich auch dieses Jahr wieder 10 Studentinnen und 4 Studenten über ein Deutschlandstipendium freuen. Ermöglicht wurden die Stipendien durch die Klaus Höchstetter Stiftung, die BBBank Stiftung sowie die Vector Stiftung. Vergeben wurden die Urkunden am 15. November 2018; der anschließende Empfang gab die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.

Professor Dr. Hans-Werner Huneke dankte sämtlichen Förderern: "Durch Ihre finanzielle und ideelle Unterstützung ermöglichen Sie es unseren Studierenden, ihre fachliche sowie persönliche Weiterentwicklung erfolgreich mit ihrem gesellschaftlichen Engagement zu verbinden." Neben der Würdigung von gleichermaßen Leistung wie Engagement seien die 14 Deutschlandstipendien zudem bemerkenswert, so der Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg weiter, da sie direkt bei den Studierenden ankommen und somit dort helfen, wo sie gebraucht werden. Die Stipendien, ergänzte Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT), wirkten sich zudem positiv auf die Transferstrategie der Hochschule aus, geben sie doch Gelegenheit zum Austausch in der Region. Huneke nutze daher die Gelegenheit, um potenzielle Förderer zur Teilnahme an dem Stipendienprogramm aufzufordern: "Das Deutschlandstipendium bietet eine unbürokratische Möglichkeit, die Bildungsexperten von morgen zu fördern, damit sich diese bestmöglich auf ihre wichtige gesellschaftliche Aufgabe konzentrieren können."

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Die diesjährigen Förderer zeigten sich erneut beeindruckt von den Leistungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. So betonte zum Beispiel Dr. Klaus Höchstetter die Tatkraft der Studierenden als besonders dankens- und belohnenswert. Der Vorstand der Klaus Höchstetter Stiftung forderte sämtliche Studierenden der Hochschule auf, mutig zu sein und sich auch in Zukunft auf Stipendien zu bewerben. Dem stimmte auch Hanna Reiss von der Vector Stiftung zu, die zudem die große gesellschaftliche Verantwortung insbesondere von Lehrkräften betonte; diese seien der Schlüssel, um das forschende, interdisziplinäre Lernen nachhaltig zu fördern. An die diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten gewandt meinte Reiss abschließend: "Sie können alle sehr stolz auf sich sein." Dem schließt sich die Hochschule an und gratuliert den ausgezeichneten Studierenden recht herzlich zu dem Deutschlandstipendium.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/stipendien.  

Zum Stipendium
Das Deutschlandstipendium ist ein nationales Stipendienprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Es wird zur einen Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von privaten Förderern und Förderern aus der Wirtschaft getragen. Das Stipendium fördert Studierende mit hervorragenden Leistungen und gesellschaftlichem und sozialem Engagement mit monatlich 300 Euro.

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Nachhaltiges Wirtschaften gefördert

Heidelberg zeichnet Abteilung Geographie für Umweltmanagement aus

Die Abteilung Geographie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg gehört zu den sieben Unternehmen und Institutionen, die von der Stadt Heidelberg für ihr erfolgreiches Umweltmanagement ausgezeichnet wurden. Die Auszeichnung wurde von Wolfgang Erichson (Bürgermeister für Umwelt, Bürgerdienste und Integration) und Dr. Volker Kienzlen (Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH) an Professor Dr. Alexander Siegmund und Daniel Volz überreicht. Die Geographen hatten ihren Betrieb - von der Energieversorgung über die Abfallentsorgung bis hin zur Arbeitssicherheit - in Hinblick auf Optimierungspotenziale überprüft und unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit im Labor entwickelt. Primäres Ziel war es, ein nachhaltiges Wirtschaften für die eigene Organisation zu ermöglichen sowie Impulse für andere zu setzen.

"Nachhaltiges Wirtschaften dient dazu, den Bedürfnissen heutiger Generationen Rechnung zu tragen, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen zu gefährden, ihren eigenen Bedürfnissen nachzukommen. Genug für alle für immer, damit auch unsere Kinder und Enkelkinder ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge vorfinden", betont Erichson bei der Verleihung.
Diese Einstellung teilt auch die Pädagogische Hochschule Heidelberg, die die Bildung für nachhaltige Entwicklung über ihr BNE-Zentrum strukturell in Forschung, Lehre und auch in ihrem institutionellen Selbstverständnis verankert hat: "Unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln didaktische Konzepte und Lernmodule, die Menschen und auch Unternehmen dazu befähigen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf künftige Generationen oder auf das Leben in anderen Weltregionen abzuschätzen und entsprechend sensibel zu handeln", erklärt Rektor Professor Dr. Hans-Werner Huneke. "Unter der Leitung von Professor Dr. Siegmund werden beispielsweise Auszubildende erfolgreich für die Folgen des Klimawandels für den eigenen Betrieb sensibilisiert. Dass die Abteilung Geographie nun für ihr Modellprojekt zur Einführung eines Umweltmanagementsystems ausgezeichnet wurde, freut mich daher ganz besonders."

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Auch Siegmund sieht das Heidelberger Projekt "Nachhaltiges Wirtschaften" positiv: "Wir haben viele Projekte, bei denen wir über Nachhaltigkeit sprechen und lehren. Da ist es gut, wenn wir das Thema einmal selbst durchlaufen." So haben sich die Geographen beispielsweise zunächst mit dem Gefahrgutmanagement beschäftigt und sich daraufhin mit ihren eigenen Prozessen bzw. Einsparpotenzialen auseinandergesetzt. Um eine nachhaltige, ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortliche Wirtschaftsweise zu ermöglichen, wurde in Folge unter anderem die Laborsicherheit erhöht und die Materialwirtschaft optimiert.
Die Erfahrungen aus dem Projekt haben die Wissenschaftler in Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit im Labor, im Umgang mit Gefahrstoffen, für eine effizientere Strom- und Wassernutzung, eine nachhaltige Materialbeschaffung sowie Abfallvermeidung und ‑entsorgung übertragen. Dieser Maßnahmenkatalog kann wiederum von anderen Organisationen genutzt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/geographie.

Zum Thema
Ziel des städtischen Projekts "Nachhaltiges Wirtschaften" ist es, kleine und mittelständische Unternehmen bei der Einführung eines Umweltmanagementsystems zu unterstützen. Seit Beginn des Projekts im Jahr 2001 haben sich über 130 Betriebe mit zusammen mehr als 9.000 Beschäftigten beteiligt. Die jüngste Datenerhebung für die ersten zehn Phasen ergab eine jährliche CO2-Einsparung von mehr als 2.000 Tonnen; die Betriebskosten konnten um insgesamt 1,2 Millionen Euro jährlich gesenkt werden.

velo

Kurpfalz-Gymnasium Schriesheim für MINT-Unterricht ausgezeichnet

Mädchenförderung in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule entwickelt

Das Kurpfalz-Gymnasium Schriesheim (KGS) hat erneut die Zertifizierung „MINT-freundliche Schule“ erhalten. „Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler sind Erfolgsgaranten – sowohl für die Schüler als auch ökonomisch betrachtet“, sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann bei der Ehrung in Reutlingen. Landesweit wurden 81 Schulen mit dem Signet ausgezeichnet. Eine Delegation des KGS, bestehend aus den Schülern Malina Bickel und Philipp Diehl (Teilnehmer der Robotik-AG) sowie Oberstudienrätin Christin Seilheimer (MINT-Beauftragte), nahm die Urkunde entgegen.
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Das Label „MINT-freundlich“ ist für weitere drei Jahre verliehen worden und bescheinigt der Schule ein überdurchschnittliches Engagement in diesem Bereich. Die Jury der Initiative berücksichtigte die Weiterentwicklung in den Bereichen unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote, Ausstattung der naturwissenschaftlichen Räume, Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern, Berufsinformation, Teilnahme an Wettbewerben sowie Förderung von Mädchen.

Für die Auszeichnung waren laut Christin Seilheimer zwei Schwerpunkte entscheidend: zum einen der Testlauf Monoedukation im Fach Naturwissenschaft und Technik (NwT), den die Lehrerin mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg veranstalte. Ziel sei die Förderung von Mädchen. Zum anderen habe das KGS mit dem Konzept eines Experimentiertages für Zehntklässler gepunktet. Die Ehrung sei der Verdienst engagierter Kollegen, freute sich Schulleiter Jürgen Sollors: „Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind.“

Kurpfalz-Gymnasium Schriesheim

In Dialog treten!

Vorstand des Transferzentrums nimmt seine Arbeit auf

Über das neue Transferzentrum will die Pädagogische Hochschule Heidelberg die Transferaktivitäten ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler strukturieren sowie entsprechende Unterstützungsmaßnahmen etablieren. Geleitet wird das Transferzentrum von einem Vorstand, der nun komplementiert wurde: Neben Professor Dr. Hans-Werner Huneke (Rektor) und Professor Dr. Christian Spannagel (Prorektor für Forschung, Medien und IT) gehört seit November 2018 Julika Witte dem Leitungsteam als Geschäftsführerin an; vertreten wird Witte durch Hannu Sparwald. Der Vorstand wird außerdem durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes TRANSFER TOGETHER unterstützt.

"Über das Transferzentrum wollen wir insbesondere unsere hochschulweite Transferstrategie zentral umsetzen. Die Forschungsprojekte unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bieten nämlich nicht nur einen Mehrwert für den schulischen Bereich, sondern auch für zahlreiche andere Bildungskontexte in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft", erklärt Huneke. Um umgekehrt auch das in der Gesellschaft vorhandene Wissen für die Forschenden nutzbar zu machen und neue Impulse sowie Perspektiven für die wissenschaftliche Arbeit zu gewinnen, unterstützt der Vorstand des Transferzentrums eine enge Theorie-Praxis-Kooperation: "Wir wollen mit den Menschen in der Metropolregion Rhein-Neckar in den Dialog treten, ihnen die wissenschaftliche Arbeit unserer Hochschule beispielsweise im Bereich Interkulturelle Bildung näherbringen und gleichzeitig von ihren Erfahrungen profitieren. Hierzu werden wir entsprechende Beratungsangebote etablieren und eigene Veranstaltungen wie zum Beispiel Barcamps organisieren", ergänzt Spannagel.

Unterstützt wird das Transferzentrum durch das Projekt "TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Dessen Gesamtkoordination obliegt Julika Witte, die zudem die Geschäftsführung des Transferzentrums innehat: "Wir bringen unsere Expertise aus den Bereichen Netzwerk und Interaktion, Innovation und Gründungskultur sowie Open-Science und Social Media in das Zentrum ein. Das heißt, wir vermitteln zum Beispiel interessante Kooperationspartner aus unserem breit aufgestellten Netzwerk oder helfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, ihre forschungsbasierten Bildungsinnovationen in die Gesellschaft und die Wirtschaft bringen." Laut Sparwald verfügt das Zentrum zudem über einen Design-Thinking-Raum, der von Akteuren aus der Hochschule und der Region genutzt werden kann: "Der Raum soll den gemeinsamen Austausch anregen, kreative Denkanstöße befördern, um schließlich gemeinsam innovative Ideen entwickeln zu können."

Über die Einrichtung des Zentrums hatte der Senat der Hochschule bereits im Juli 2018 entschieden; die feierliche Eröffnung findet am 20. November 2018 statt, verbunden mit einem Tag der offenen Tür.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/transferzentrum.

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Zur Person
Hans-Werner Huneke nahm 1975 sein Studium für das Lehramt mit der Fächerkombination Deutsch und Geschichte an den Universitäten Hamburg und Münster auf. Nach seinem erfolgreichen Abschluss und der zweiten Staatsprüfung war er bis 1987 Lehrer am Colégio Visconde de Porto Seguro in Valinhos/Brasilien tätig; es folgten zwei Jahre als Lehrer in Wanne-Eickel und Hamm, bevor er 1989 eine Anstellung als Lektor des DAAD an der Universität Coimbra/Portugal annahm. 1994 wechselte Huneke an die Pädagogische Hochschule Heidelberg und promovierte 2003 an der Universität Heidelberg. Im gleichen Jahr ging Huneke an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, wo er das Sprachdidaktische Zentrum leitete. 2004 folgte er dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Freiburg (Institut für deutsche Sprache und Literatur), wo Huneke seit Oktober 2010 das Amt des Prorektors für Lehre und Studium innehatte. Seit 2015 ist Huneke Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Christian Spannagel studierte an der Technischen Universität Darmstadt Informatik und war anschließend als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungs- und Nachwuchskolleg "Fachintegratives Lernen mit digitalen Medien" der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg tätig. Er wurde 2006 ebenda promoviert und war dann am Institut für Mathematik und Informatik beschäftigt. 2009 erfolgte der Wechsel an die Pädagogische Hochschule Heidelberg, wo er 2010 zum Professor für Mathematik mit den Schwerpunkten Informatik und Implementierung neuer Medien ernannt wurde. Seit 2015 ist Spannagel in Heidelberg Prorektor für Forschung, Medien und IT und verantwortet in dieser Funktion zudem die Bereiche Transfer und Digitalisierung.

Julika Witte studierte Kulturpädagogik (Bachelor) an der Hochschule Niederrhein und "Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit" (Master) an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Im Rahmen einer Nebentätigkeit beim Evang. Oberkirchenrat in Karlsruhe sammelte Witte bereits während des Masterstudiums intensive Erfahrungen im Arbeitsbereich von Flucht und Migration. Nach dem Masterabschluss nahm sie deshalb die Tätigkeit als landesweite Koordinatorin der Erstorientierungskurse für Geflüchtete bei der LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg auf. Seit Januar 2018 verantwortet Julika Witte an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die Gesamtkoordination des Projekts TRANSFER TOGETHER; ab November 2018 übernimmt sie zusätzlich die Geschäftsführung des Transferzentrums der Hochschule.

Hannu Willi Sparwald studierte an der Universität Heidelberg Political Economics, Bildungswissenschaft und Ethnologie. Nach dem Sammeln von Berufserfahrungen in den Sektoren Primärbildung, NGOs, Business Development und Consulting führte sein Weg schließlich in die eigene Unternehmensgründung: Seit 2015 ist Sparwald Geschäftsführer eines Bildungsstartups sowie Trainer, Coach und Berater zu den Themen Karriere, Schlüsselkompetenzen und Kreativität. Seit Januar 2018 verantwortet Sparwald im Projekt TRANSFER TOGETHER der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH zudem die Bereiche Gründungskultur und Innovation. Im November 2018 übernimmt er überdies die stellvertretende Geschäftsführung des Transferzentrums der Hochschule.

velo

Heidelberger Musikleben geprägt

Uwe Lohrmann ist gestorben

Quelle: http://www.uwe-lohrmann.de/

Oberstudienrat a.D. Uwe Lohrmann (* 9. Dezember 1936) ist am 16. November 2018 im Alter von 81 Jahren gestorben.
Uwe Lohrmann war von 1964 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 als Lehrkraft im Fach Musik tätig und hat die künstlerische Ausrichtung des Faches Musik entscheidend mitgeprägt.

Die Aufführungen des Chors und Orchesters der Pädagogischen Hochschule Heidelberg unter seiner Leitung haben das Heidelberger Musikleben nachhaltig geprägt. Seine kompositorische Tätigkeit hat dazu beigetragen, die Pädagogische Hochschule auch international bekannt zu machen.

Die Trauerfeier fand am 1. Dezember 2018 in der Peterskirche Heidelberg statt. Die Hochschule wird Oberstudienrat Lohrmann ein ehrendes Andenken bewahren.

red

ILBS: Hypnosystemische Problem-Lösungs-Balance

Seminar mit Gunther Schmidt am 7. und 8. Dezember 2018

Wenn jemand Probleme erlebt/erleidet und diese nicht bald in gewünschter Weise verändern kann, werden meist nicht nur diese Erlebnisprozesse selbst abgewertet und bekämpft, sondern die Betroffenen entwickeln oft auch eine abwertende Haltung sich selbst gegenüber und ein Bild eigener Inkompetenz, Schwäche, so, als ob sie selbst keine Kompetenzen für Lösungen hätten. Genau dies aber wieder verstärkt meist das Problemerleben.

Aus hypnosystemischer Sicht wird ein anderes Verständnis zugrunde gelegt. In tausenden von Beratungen und Therapien konnte nachgewiesen werden, dass die Betroffenen in ihrem unbewussten Erfahrungsrepertoire sehr wohl über hilfreiche Lösungskompetenzen verfügen, während der Problemprozesse aber leider nicht in Kontakt mit diesen Kompetenzen sind. Die autobiographische Gedächtnisforschung zeigt, dass Menschen alle emotional „geladenen“ Erfahrungsepisoden im Unbewussten speichern und dass diese auch wieder reaktiviert werden können. Dafür benötigt man aber spezifische Methoden der Aufmerksamkeitsfokussierung. Diese bietet das hypno-systemische Konzept in vielfältiger Form.
Im Seminar werden theoretisch und vor allem aber praktisch die hypnosystemischen Konzepte und spezifische Interventionstechniken so anschaulich vermittelt, dass die Teilnehmenden sie in ihren eigenen privaten und beruflichen Lebenskontexten anwenden können.

Zeiten: Fr., 14.00 – 20.00 Uhr und Sa., 9.00 – 17.00 Uhr

Info und Anmeldung: www.ilbs.de

Workshop: "Bewegt Lehren+Lernen"

Ein Angebot für Lehramtsstudierende der Hochschule. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Modellprojekt "Kopf-Stehen" der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Techniker Krankenkasse will zukünftige Lehrkräfte für eine bewegungsorientierte Gesundheitsförderung begeistern, um langfristig typische Zivilisationskrankheiten zu mindern. Denn wenn es gelingt, bereits die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer von den Vorteilen temporärer Sitzunterbrechungen oder dem Lernen im Stehen zu überzeugen, kann sich dies positiv auf die Schülergesundheit auswirken und auf lange Sicht das Wohlergehen der gesamten Gesellschaft fördern.

Am Dienstag, 11. Dezember bietet Kopf-Stehen einen Workshop für Lehramtsstudierende der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum Thema an. Die Studierenden sind eingeladen, zu Expertinnen und Experten bewegungsaktiver Lehre zu werden und die Hochschule gemeinsam zu einem bewegungsfreundlichen Ort zu machen. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos und wird bescheinigt. Die Teilnehmenden erhalten zudem Zugang zu einer themenspezifischen Methoden- und Materialsammlung.

Veranstaltungsort ist der Raum A.406 im Neubau (Im Neuenheimer Feld 561, D-69120 Heidelberg. Der Workshop beginnt und 14.00 Uhr und geht bis etwa 17.00 Uhr. Für Verpflegung ist gesorgt. Um Anmeldung bei Chiara Dold wird gebeten (dold@remove-this.ph-heidelberg.de).

Informationen zu dem Projekt finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/kopf-stehen.

Studentische Hilfskraft mit Schwerpunkt Fotografie gesucht!

Pressearbeit unterstützen - selbstständiges Arbeiten

In der Abteilung Presse & Kommunikation der Hochschule ist zum 15. Januar 2019 folgende Stelle zu besetzen: Studentische Hilfskraft Schwerpunkt: Fotografie (10 bis 20 Stunden / Monat).
Es erwartet Sie eine spannende Aufgabe mit ungewöhnlichen Einblicken in die zahlreichen Aktivitäten unserer Hochschule. Ihre Aufgaben umfassen unter anderem:
-    Porträtfotografie von Hochschulmitgliedern
-    Aufnahme von natürlichen und realistischen Fotografien insbesondere in folgenden Bereichen:
-    Studium und Lehre
-    Forschung
-    Service und Verwaltung
-    Hochschulalltag allgemein
-    Bildhafte Dokumentation von Veranstaltungen wie zum Beispiel der Akademischen Soirée

Weitere Informationen finden Sie hier.

Beschäftigte/r für die Verwaltung (FELBI) gesucht!

Im Bachelor-Studiengang „Frühkindliche und Elementarbildung“ (FELBI) der Hochschule ist zum 1. Februar 2019 die Stelle einer / eines Beschäftigten im Verwaltungsbereich (75%; TV-L EG 5) zunächst befristet bis 30. September 2020, zu besetzen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

red

Beschäftigte/r für die Verwaltung (BNE) gesucht!

Das "Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE-Zentrum) bildet einen hochschulweiten
wissenschaftlichen Verbund verschiedener Abteilungen, Institute und weiterer wissenschaftlicher Einrichtungen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und sucht eine/n Beschäftigte/n in der Verwaltung des BNE-Zentrums.

Weitere Informationen finden Sie hier.

red

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Praktikumsplatz beim Palmyra Verlag zu vergeben

Der Palmyra Verlag bietet regelmäßig Verlagspraktika an. Das Praktikum geht in der Regel über drei Monate, u. U. auch kürzer, werktäglich (Mo-Do) jeweils von 9:30 bis 16:00 Uhr. Aktuell ist ab sofort ein Praktikumsplatz zu vergeben. Dauer: nach Vereinbarung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Lehramtsbezogene Projekte bearbeiten

Bereitgestellt werden Fellowships für Studierende

Auch für 2019 schreiben die Pädagogische Hochschule und die Universität Heidelberg im Rahmen des Projekts "PLACE - Partizipation langfristig absichern, Chancen erweitern" wieder Fellowships für Studierende aus. Mit dem Programm können interessierte und motivierte Studierende aus allen Lehramts- und lehramtsbezogenen Studiengängen der beiden Hochschulen in der Bachelor- und in der Masterphase ein Fellowship erhalten. Dieses ist mit 300 Euro monatlich vergütet. Das Stipendium eröffnet zudem die Chance, sich über das vorgeschriebene Curriculum hinaus kreativ und fundiert mit dem Berufswunsch LehrerIn und der lehramtsbezogenen Forschung auseinanderzusetzen. Die Fellows bearbeiten darüber hinaus unter der wissenschaftlichen Anleitung einer Mentorin oder eines Mentors ein eigenes lehramtsbezogenes Forschungsprojekt.

Die Bewerbungsfrist endet am 6. Januar 2019; der Förderzeitraum läuft vom 1. April 2019 bis 31. März 2020. Weitere Informationen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de.

PLACE fördert Vorhaben zum Thema "Gesellschaftliche Verantwortung"

Noch bis 27.01.19 bewerben!

Die Pädagogische Hochschule und die Universität Heidelberg fördern im Jahr 2019 im Rahmen des Projekts "PLACE - Partizipation langfristig absichern, Chancen erweitern" Projekte, deren Schwerpunkt im Themenbereich "Gesellschaftliche Verantwortung" liegt.

Für die dauerhaft notwendige und aktuell gefragte Wehrhaftigkeit der Demokratie nehmen die Schulen eine zentrale Rolle im gesamtgesellschaftlichen Kontext ein. Es zählt zu ihren Aufgaben, Schülerinnen und Schüler auf die erfolgreiche Orientierung und Platzierung in einer zunehmend unbeständigen Lebenswelt vorzubereiten, welche darüber hinaus heute noch nicht taxierbare Herausforderungen mit sich bringen wird. Neben Wissen und den Kompetenzen, dieses Wissen zu nutzen, benötigen Schülerinnen und Schüler daher die Fähigkeit, ihre eigene Person in der Gesellschaft zu verorten und sodann soziale und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Die Vermittlung dieser Haltung stellt Lehrerinnen und Lehrer vor eine doppelte Aufgabe, da die vorgeordnete Ebene darin besteht, in der Rolle des Lehrenden selbst gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und analog Bereitschaft hierzu bei der nachfolgenden Generation zu wecken: Es gilt, individuelle und kollektive Werte und Normen zu vermitteln und selbst zu leben. Gleichzeitig werden die normativen Anforderungen an den Beruf der Lehrerin/des Lehrers immer anspruchsvoller: politisch aufgeklärt, sozial engagiert, gesundheitlich verantwortungsvoll, ökologisch nachhaltig und an gerechten Bildungschancen ausgerichtet sollen Handeln und Anspruch der Lehrerinnen und Lehrer sein.

Die aktuelle Ausschreibung zielt auf Projektideen von Forschenden, Lehrenden, Studierenden und Schulen, die im Themenspektrum gesellschaftlicher Verantwortung angesiedelt sind. Denkbar sind sowohl Vorhaben, die Anforderungsprofile an die Lehrerinnen und Lehrer kritisch in den Blick nehmen als auch solche, die sich mit einzelnen Aspekten gesellschaftlicher Verantwortung befassen. Geistes- und lebenswissenschaftliche als auch sozial- und naturwissenschaftliche Fragestellungen sind ebenso möglich und erwünscht wie auch interdisziplinäre Verbünde.

Die Antragsfrist für diese Ausschreibung ist der 27. Januar 2019. Weitere Informationen auch zu den Fördervoraussetzungen finden Sie unter www.hse-heidelberg.de.

Herausragendes Engagement würdigen

Student/in des Jahres werden

Auszeichnungskriterium: Es gibt viele unter den 2,8 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen, vor allem aber ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind, häufig auch im studiennahen Bereich. Der Deutsche Hochschulverband und das Deutsche Studentenwerk wollen diesen Studierenden Aufmerksamkeit verschaffen. Sie verleihen auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft 2019“ am 8. April 2019 in Berlin zum vierten Mal den Preis „Student/-in des Jahres“. Für die Auszeichnung in Betracht kommen Studierende bzw. Studierendenteams, die ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement vorweisen können, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Es besteht keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Das Engagement kann, muss aber nicht im direkten Bezug zur Hochschule stehen.

Preissumme: Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gestiftet. Das Preisgeld steht zur freien Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Campus Heidelberg

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum November-Newsletter:

Das Foyer des Hörsaalgebäudes der Hochschule.

BNE-Ringvorlesung

Bildung für nachhaltige Entwicklung - regional, überregional & international

Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das BNE-Zentrum im Wintersemester 2018/2019 eine hochschulweite Vorlesung "Bildung für nachhaltige Entwicklung - regional, überregional & international". Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.15 - sofern nicht anders angegeben - in Raum H.002 statt (Hörsaalgebäude, Im Neuenheimer Feld 560, D-69120 Heidelberg).

Folgende Vorträge sind im Dezember vorgesehen:

  • 4. Dezember 2019
    "'Sustainability and Sport' – dargestellt aus der Sicht einer Weltfirma (decathlon) und von (Sport-)Studierenden"
    Jutta Hannig (Sportwissenschaft/-pädagogik) mit M. Stassinopolus und J. Seus
  • 11. Dezember 2018
    "Nutzung von offenen Online-Kursen zur Verbreitung von Nachhaltigkeitsthemen: Erfahrungen aus einem mehrjährigen UN-Projekt zur Plastikverschmutzung der Meere"
    Professor Dr. Marco Kalz (Mediendidaktik)
  • 18. Dezember 2018
    "In welcher Welt wollen wir leben? - Biodiversität und BNE"
    Professorin Dr. Lissy Jäkel (Biologie)

Die Vorlesung unter der Leitung von Professor Dr. Alexander Siegmund und Professor Dr. Thomas Vogel richtet sich insbesondere an die Lehramtsstudierenden (PO11 und BaPO15) der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Weiteren Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Bibliothek: Einweihung neuer Arbeitsplätze

"Vitra Workbays" als Gruppen- oder Einzelarbeitsplätze. Um Anmeldung wird gebeten.

In den letzten Jahren konnte die Arbeitsplatzsituation in der Zentralbibliothek der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durch kleine Änderungen der Raumaufteilung immer weiter verbessert werden. Die Bibliothek verfolgt damit das Ziel, eine möglichst angenehme Arbeitsatmosphäre für die Nutzer zu schaffen. Einen vorläufigen Abschluss dieser Bemühungen stellen die beiden neuen "Workbays" dar, die zwischen den Schulbüchern aufgestellt wurden: zwei kleine Arbeitsecken für bis zu vier Personen, die für das Kleingruppengespräch, aber auch für die ruhige Einzelarbeit gedacht sind.

Am Donnerstag, 6. Dezember 2018 um 11.30 Uhr werden die neuen Workbays im Rahmen einer kleinen Nikolausfeier eingeweiht. In die Zentralbibliothek eingeladen sind alle Mitglieder der Hochschule; eine formlose Anmeldung per E-Mail an infobib@remove-this.vw.ph-heidelberg.de erleichtert die Planung.

Informationsveranstaltung: "Studium und Praktikum im Ausland"

Am 6. Dezember informiert das Akademische Auslandsamt über die zahlreichen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine international ausgerichtete Hochschule: Sie leistet bildungswissenschaftliche, fachdidaktische sowie sonderpädagogische Forschung und Lehre im internationalen Kontext und qualifiziert Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen - nicht länger nur für den regionalen, sondern auch für den überregionalen und internationalen Arbeitsmarkt.

Am Donnerstag, 6. Dezember beantwortet das Akademische Auslandsamt nach einer kurzen Vorstellung der Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, Ihre Fragen zum Thema. Die Veranstaltung findet um 11.45 in Raum A.127 statt (Im Neuenheimer Feld 561/562, D-69120 Heidelberg).

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

Informationstreffen: Studierendenaustausch mit Kolumbien

Die Veranstaltung findet am 11. Dezember statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Das Angebot richtet sich zum einen an Personen, die mehr über die Partnerschaft der Pädagogischen Hochschule Heidelberg mit zwei Einrichtungen in Kolumbien wissen möchten. Zum anderen wendet es sich an Studierende, die nach Kolumbien reisen möchten, um dort zu studieren, Südamerika kennenzulernen oder um vor Ort ein eigenes Studienprojekt durchzuführen. Darüber hinaus sind auch Kolumbianer und Menschen, die sich für Land und Leute begeistern und sich austauschen möchten, herzlich willkommen.

Das Treffen findet am Dienstag, 11. Dezember um 17.00 Uhr im Neubau statt (Raum B.107). Um eine Anmeldung per E-Mail Professorin Dr. Manuela Welzel-Breuer (welzel@remove-this.ph-heidelberg.de) bis zum 10. Dezember wird gebeten.

Weitere Informationen zu möglichen Auslandsaufenthalten finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

Akademisches Auslandsamt: Weihnachtsfeier

Die Feier findet am 12. Dezember statt.

Das Akademische Auslandsamt der Pädagogischen Hochschule Heidelberg informiert Studierende, Lehrende, Forschende und Mitarbeitende zum Thema Mobilität und insbesondere zu den Austausch- und Stipendienprogrammen. Am Mittwoch, 12. Dezember findet die Weihnachtsfeier der Zentralen Einrichtung statt. Veranstaltungsort ist die Aula im Altbau.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

"Bildung bitte!": Kognitiv aktivieren, Feedback geben und Transparenz schaffen [abgesagt]

Professor Pinkernell spricht über den Einsatz von digitalen Response-Systemen in Schule und Hochschule - Update: Der Vortrag wurde abgesagt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Informationen über die "Bildung bitte!"-Reihe finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bildungbitte.

4x4 Frauenchor: "Nordlichter"

Ein Konzert des vielfach prämierten Chors der Hochschule

Seit rund 14 Jahren bereichert der 4x4 Frauenchor unter der Leitung von Heike Kiefner-Jesatko das vielfältige kulturelle Leben an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Am 18. Dezember stimmen die Sängerinnen auf den Winter ein: Ihr Konzert "Nordlichter" beginnt um 20.00 Uhr in der Aula (Keplerstraße 87, 69120 Heidelberg).

Weitere Informationen und Termine finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/4-x-4-frauenchor.

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Über den Chor
Der 4x4 Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg wurde 2004 von seiner musikalischen Leiterin Heike Kiefner-Jesatko gegründet. Das junge Ensemble besteht aus 16 bis 18 Studentinnen verschiedener Fachrichtungen, die sich vor allem mit der Frauenchorliteratur des 20. und 21. Jahrhunderts beschäftigen. Der Chor ist (inter)national erfolgreich und gewann zuletzt 2016 beim 8. internationalen Chorwettbewerb Isola del Sole in Grado/Italien in den Kategorien "Female Choirs" und "Sacred Choral Music" jeweils Gold-Diplome. Anfang des Jahres ist ihr drittes Studioalbum erschienen: Mit Werken unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina, Max Reger oder auch Wolfram Buchenberg lädt das Ensemble zu einer musikalischen Reise zwischen Himmel und Erde ein. Dabei bestechen die Sängerinnen erneut durch ihren homogenen Chorklang und die Reinheit ihrer Stimmen, die sie auch bei der Eröffnung des zweiten Teil des Deutschen Chorwettbewerbs im Mai 2018 unter Beweis stellten.

Gemeinsame hochschulöffentliche Sitzung des Hochschulrats und des Senats

Die Sitzung findet am Mittwoch, 19. Dezember statt. Hochschulmitglieder sind herzlich eingeladen.

Karsta Holch, Vorsitzende des Hochschulrates, und Professor Dr. Hans-Werner Huneke, Rektor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, laden die Hochschulmitglieder zu der gemeinsamen Sitzung ein. Diese findet am Mittwoch, 19. Dezember um 14.30 Uhr statt; Veranstaltungsort ist die Aula. Die Tagesordnung sieht unter anderem den Bericht des Rektorats und der Gleichstellungsbeauftragten vor.

An den Belangen der Studierenden orientieren

Tanja Modrow, die neue Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg im Interview

Als serviceorientiertes Dienstleistungsunternehmen hat das Studierendenwerk Heidelberg im Sinne seines sozialen Auftrages vieles erreicht. Welche Meilensteine in der 96-jährigen Geschichte des Studierendenwerks Heidelberg sehen Sie als richtungsweisend?

Da gibt es eine ganze Reihe: Die Erweiterung der Sozialen Dienste war ein Meilenstein, wobei ich neben dem Ausbau der Kinderbetreuung umfassende Beratungsangebote für alle studentischen Lebenssituationen für besonders zentral halte, also etwa die BAföG-Beratung von 8.00 bis 18.00 Uhr montags bis freitags. Das studentische Wohnen war und ist insbesondere in einer beliebten Hochschulstadt wie Heidelberg natürlich immer ein Knackpunkt. Daher ist die Neuschaffung von Wohnraum ebenso wie die Umnutzung bestehender Gebäude als studentische Wohnanlagen eine Kernaufgabe und das Erreichte genauso ein Meilenstein.

Dass mit der kompletten Überarbeitung des gastronomischen Konzepts hin zu kulinarischer Abwechslung und Vielfalt eine Hochschulgastronomie entstanden ist, welche die studentische Lebensqualität so maßgeblich erhöht, finde ich ganz besonders toll. Die Mensen und Cafés sind so von reinen Verpflegungsbetrieben zu Treffpunkten geworden, an denen man sich gerne aufhält, und das kulturelle Angebot sorgt für schöne Gemeinschaftserlebnisse. Auch dass die Nachhaltigkeit vom Wohnheimbau bis zum Essen ein so prägender Gedanke geworden ist, werte ich als wichtige Errungenschaft.

Ihre ersten Arbeitstage als neue Geschäftsführerin liegen nun hinter Ihnen. Wie gefällt Ihnen Ihre neue Tätigkeit bis jetzt?

Eine neue Aufgabe wie die Unternehmensführung geht natürlich immer mit vielen Herausforderungen einher, aber mit tollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meistert man sie. Die Einarbeitung in ein ganz neues Arbeitsumfeld ist stets zeitintensiv, aber die Zeit, die man hineinsteckt, ist definitiv eine lohnende Investition. Es macht mir viel Freude, meine neue Arbeitswelt mit ihren vielfältigen Themen zu erkunden, neue Partnerinnen und Partner des Unternehmens kennenzulernen und natürlich mit den Beschäftigten des Studierendenwerks Heidelberg zum Team zusammenzuwachsen.

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Was haben Sie gemacht, bevor Sie Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg wurden? Wie sieht Ihr bisheriger beruflicher Werdegang aus? Was sind Ihre Hobbys?

Die letzten Jahre war ich als Geschäftsführerin des Evangelischen Stadtkirchenbezirks Pforzheim tätig – Sozialunternehmen sind für mich also kein Neuland, auch wenn natürlich jedes andere Schwerpunkte und Herausforderungen hat. Zuvor war ich meiner norddeutschen Heimat treu und hatte in Hamburg und in Niedersachsen verschiedene kaufmännische Führungspositionen inne.

Meine Familie spielt in meinem Privatleben natürlich die Hauptrolle. Mit vier Kindern im Alter von drei bis 27 Jahren kommt bei uns zu Hause definitiv keine Langeweile auf! Wir sind gern alle zusammen mit unserem amerikanischen Wohnmobil unterwegs, wenn wir an den Küsten Europas Urlaub machen. Mobil bin ich aber auch auf zwei Rädern: Radfahren gehört zu meinen Hobbys, weil ich mich besonders gern an der frischen Luft bewege.

Welche Ziele möchten Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg erreichen? In welchen Abteilungen und an welchen Standorten soll schwerpunktmäßig investiert werden?

Natürlich möchte ich die bisherige erfolgreiche Arbeit des Studierendenwerks Heidelberg weiterführen und werde mit der Zeit sicher auch die Gelegenheit haben, persönliche Akzente und Schwerpunkte zu setzen. Ich sehe für die nahe Zukunft etliche Projekte, die ich anstoßen und vorantreiben will. Neben anderem wie beispielsweise dem weiteren Kita-Ausbau befassen wir uns derzeit mit der energetischen Sanierung der Fiebiger-Häuser im Neuenheimer Feld, damit hier nicht nur modernerer, sondern auch klimafreundlicher Wohnraum entsteht. Weitere Projekte, in die wir Arbeit investieren werden, sind die Wohnheime, die an unseren externen Standorten Heilbronn, Mosbach und Künzelsau für die dortigen Studierenden entstehen. Die Internetversorgung in der gesamten Altstadt ist ebenfalls ein Kernthema, das viele Studierende wie MitarbeiterInnen beschäftigt.

Was betrachten Sie als die größten Chancen und Risiken für die Entwicklung des Studierendenwerks Heidelberg insgesamt?


Ganz wesentlich ist natürlich, dass wir zukunftsfähig bleiben. Auch ein Unternehmen mit Sozialauftrag muss mit den ihm anvertrauten Ressourcen sorgsam wirtschaften – zentral ist also ein Gleichgewicht von sozialem Gedanken und Angebot in allen Bereichen und einer betriebswirtschaftlichen Unternehmensführung. Auch in Zukunft muss es dabei unsere Kernaufgabe sein, auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer studentischen Kundschaft einzugehen, um sie bestmöglich im Studienalltag zu unterstützen – so wie es unser gesetzlicher Auftrag ist.

Wie stellen Sie sich das Studierendenwerk Heidelberg in zehn Jahren vor?


Keine einfache Frage! Auch wenn Fernziele wichtig sind, halte ich aktuelle Fragestellungen für wesentlicher. Mein Blick richtet sich also auf das, was wir in den kommenden Monaten und Jahren erreichen wollen und müssen. Ganz grundsätzlich muss sich – ob in zehn Jahren oder übermorgen – das Studierendenwerk Heidelberg an den Belangen der Studentinnen und Studenten orientieren. Das ist eine Aufgabe, die uns tagtäglich fordert und keinen Stillstand erlaubt. Unsere Zielgruppe ist jung und beweglich; dem müssen wir uns anpassen und einen flexiblen Servicegedanken leben.

Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: Studierendenwerk Heidelberg, facebook

Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung

22. Datenfortschreibung zu „Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen“ veröffentlicht

Quelle: https://www.gwk-bonn.de/

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat soeben die „22. Fortschreibung des Datenmaterials (2016/2017) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen For-schungseinrichtungen“ veröffentlicht.
Der diesjährige Bericht zeigt erneut, dass der Anteil von Wissenschaftlerinnen sowohl bei den Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich angestiegen ist, die Fortschritte in allen Bereichen allerdings nur langsam erfolgen und anhal-tender Handlungsbedarf besteht. So hat sich seit 1997 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl

• der Erstimmatrikulationen von 48,6 % auf 50,5 %,
• der Studienabschlüsse von 42,1 % auf 50,9 %,
• der Promotionen von 32,1 % auf 45,2 % und
• der Habilitationen von 15,7 % auf 30,4 %

erhöht. Dies belegt aber auch, dass der Anteil von Frauen noch immer mit jeder Qualifikations- und Karrierestufe nach Studienabschluss sinkt. Mit dieser „leaky pipeline“ geht erhebliches Qualifikationspotential für das Wissenschaftssystem verloren. Auch der Anteil der Professorinnen an Hochschulen ist zwar im Zeitraum zwischen 1997 und 2016 kontinuierlich von 9 % auf 23,4 % angestiegen, dennoch zeigt sich weiterhin Verbesse-rungsbedarf, denn eine differenzierte Betrachtung nach Besoldungsgruppen ergibt nach wie vor: je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen. Der Anteil der W1-Professorinnen an den Hochschulen insgesamt liegt bei 43,3 %, der C3/W2 Professorinnen bei 24,1 % und der C4/W3-Professorinnen bei 19,4 %.

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Als spezifisches Merkmal analysiert der GWK-Bericht nicht nur die Situation in den Hochschulen, sondern nimmt auch die außerhochschulischen Forschungseinrichtungen in den Blick. Der Frauenanteil an Führungspositionen bei der Fraunhofer-Gesellschaft, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft ist im Vergleichszeitraum von 1998 bis 2017 von 3,7 % auf 18,6 % stetig gestiegen. Damit stieg er mit ähnlichen Wachstumsraten wie an den Hochschulen, allerdings auf niedrigerem Niveau und mit organisationsspezifischen Unterschieden.
In sgesamt belegt die aktuelle Datenerhebung der GWK, dass es weiterhin sowohl im Bereich der Hochschulen als auch bei den außerhochschulischen Forschungseinrichtungen dringenden Handlungsbedarf gibt, um insbesondere die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen als auch die Umsetzung von Chancengleichheit auf struktureller Ebene noch stärker voranzutreiben.
Dabei stellen die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2008 beschlossenen und 2017 bestätigten Gleichstellungsstandards mit dem sogenannten Kaskadenmodell als Leitgedanke und die auf Initiative der GWK getroffene Festlegung von flexiblen Zielquoten in den außerhochschulischen Forschungsorganisationen wichtige Eckpunkte zur Erhöhung des Anteils von Frauen auch in anspruchsvollen Positionen des Wissenschaftssystems dar. Das Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder, das 2018 zum zweiten Mal verlängert wurde, ist ein Beispiel für eine erfolgreiche spezifische Fördermaßnahme. Entsprechende Förderprogramme in den Ländern wirken in die gleiche Richtung.
Die Datenfortschreibung wird seit 1989 von der GWK aufbereitet und in regelmäßigem Turnus der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diese Berichte sind Gradmesser dessen, was erreicht wurde, und damit auch statistische Grundlage für weitere gleichstellungspolitische Maßnahmen. Die GWK ist die einzige Stelle im nationalen Wissenschaftssystem, die Datenmaterial zur Situation von Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen kontinuierlich und systematisch erfasst und in Form von regelmäßigen Datenfortschreibungen transparent darstellt.

Der neue Bericht „Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen“ liegt nun für den Zeitraum 2016/2017 vor. Er ist online unter https://www.gwkbonn.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Papers/22._FS_Frauenbericht_2018_Heft_60.pdf abrufbar und in Kürze als Heft 60 der „Materialien der GWK“ beim Büro der GWK erhältlich.

Akademische Geburtenlücke

Hochschulbildung hat einen direkten negativen Effekt auf die Familienplanung

Der demographische Wandel belastet das deutsche Renten- und Gesundheitssystem. Ein Grund für die gesellschaftliche Alterung ist die akademische Geburtenlücke: Frauen mit höherer Bildung bekommen im Schnitt weniger Kinder als Frauen ohne Hochschulabschluss, wie aus einer Studie des RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hervorgeht. Frauen mit Uni-Abschluss haben eine um ein Viertel reduzierte Wahrscheinlichkeit, Mutter zu werden. Aber: Wenn sich Akademikerinnen für Kinder entscheiden, haben sie durchschnittlich sogar mehr Kinder als Frauen ohne Hochschulabschluss.

Um der Geburtenlücke entgegenzuwirken, sollten Politiker die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erhöhen, etwa indem sie flexiblere Arbeitszeiten und das Arbeiten von Zuhause aus noch stärker fördern. Auch das kontrovers diskutierte Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit kann bestimmte Akademikerinnen dazu motivieren, Kinder zu bekommen. Mindestens genauso wichtig sind aber finanzielle Anreize: Die RWI-Studie zeigt, dass Frauen mit Hochschulabschluss im Schnitt mehr verdienen als Nicht-Akademikerinnen. Ihre Opportunitätskosten des Kinderkriegens sind deshalb höher. Hier könnte der Gesetzgeber ansetzen.

Quelle: RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung, 16.10.18

Impressum

Herausgeber:
Prof. Dr. Hans-Werner Huneke
Rektor

Redaktion:
Dr. Birgitta Hohenester-Pongratz (hop) (V.i.S.d.P.), Christoph Penshorn (cp), Achim Hofmann

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An dieser Ausgabe haben außerdem mitgewirkt:

  • Sarah Dörfler
  • Sabrina Frieß
  • Carina Große
  • Prof. Dr. Marc Kirschbaum
  • Kurpfalz-Gymnasium Schriesheim
  • Verena Loos (velo)
  • Michael Neuberger
  • Petra Schaller
  • Henrike Schön
  • Prof. Dr. Albrecht Wacker