Presse & Kommunikation

Ausgabe 10 - Dezember 2022

Zahlreiche Gäste verfolgten die feierliche Amtseinführung des neuen Rektorats unter Leitung von Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach, die am vergangenen Donnerstag in der Hochschule stattgefunden hat. Wissenschaftsministerin Petra Olschowski unterstrich in ihrer Festrede das beeindruckende Profil der Pädagogischen Hochschule, die „sich mit ihrer Expertise erfolgreich in die Bearbeitung der gesellschaftlichen Herausforderung zur Weiterentwicklung einer inklusiven, nachhaltigen und zunehmend digitalisierten Gesellschaft“ einbringe. Lesen Sie hierzu den ersten Beitrag im neuen Newsletter, der außerdem auch über die aktuellen Auszeichnungen von Hochschulmitgliedern und vieles mehr berichtet.

Rektorat unter Prof.in Dr.in Karin Vach offiziell ins Amt eingeführt

 Festakt mit Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und zahlreichen Gästen

[velo] Der Amtswechsel an der Spitze der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist nun auch offiziell vollzogen: In einem Festakt am Donnerstag, 24. November 2022 wurde Prof.in Dr.in Karin Vach durch die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski in das Amt der Rektorin eingeführt. Vor zahlreichen namhaften Gästen aus Stadt, Region und Land stellte Rektorin Vach ihre Vision für die Pädagogische Hochschule Heidelberg 2028 vor und erläuterte diese gemeinsam mit den Prorektoren Professor Dr. Karl-Heinz Dammer und Professor Dr. Alexander Siegmund sowie der Kanzlerin Stephanie Wiese-Heß.

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"Lehren, Lernen und Forschen am Puls der Zeit – hierfür bietet die Pädagogische Hochschule Heidelberg beste Voraussetzungen", sagte die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. "In der Lehrerbildung und darüber hinaus bringt sich die Pädagogische Hochschule Heidelberg mit ihrer Expertise erfolgreich in die Bearbeitung der gesellschaftlichen Herausforderung zur Weiterentwicklung einer inklusiven, nachhaltigen und zunehmend digitalisierten Gesellschaft ein. Für diese und weitere Herausforderungen wünsche ich Frau Professorin Vach alles Gute und eine glückliche Hand. Herrn Professor Huneke danke ich herzlich für seinen Einsatz und seine Verdienste für die Hochschule und das Land." Diese Verdienste betonte auch die neue Rektorin Professorin Vach: "Das Rektorat unter Professor Dr. Hans-Werner Huneke hat sehr gute Arbeit geleistet und die Pädagogische Hochschule Heidelberg auf eine hervorragende Basis gestellt. Für unsere zukünftige Arbeit sind dies die besten Voraussetzungen."

Im Anschluss stellte Vach die Ziele ihres Rektorats vor. Vor dem Hintergrund, dass der globale und gesellschaftliche Entwicklungsrahmen für Stabilität, Gerechtigkeit, Frieden, Lebensqualität und Wohlstand begrenzt und instabil ist, sind dies insbesondere die Erfüllung des gesellschaftlichen Bildungsauftrags der Hochschule und damit einhergehend die Bildung für nachhaltige Entwicklung. Vach sagte: "Ein Umdenken, ein verändertes Handeln ist dringend erforderlich. Der Pädagogischen Hochschule Heidelberg kommt in diesem Prozess eine große Verantwortung zu. Denn: Bildung ist für die gesellschaftlichen Transformationsprozesse eine entscheidende Voraussetzung." Die Hochschule wolle und werde sich mit ihren (inter-)nationalen Forschungsprojekten, hochwertigen Studien- und Weiterbildungsangeboten, Aktivitäten und Netzwerken an den bildungsbezogenen Zukunftsaufgaben beteiligen.

Voraussetzung zur Realisierung dieser Vision der aktiven Mitgestaltung gesellschaftlicher Transformation sind zum einen die eigene Organisationsentwicklung. So müssen laut Vach Forschung und Lehre, Transfer und Weiterbildung, Governance und Betrieb stärker miteinander verknüpft werden: "Nur wenn wir alle eine Hochschule sind, können wir unsere Vorhaben wirksam umsetzen. Ich trete für ein wertschätzendes Klima ein und dass wir Vielfalt und Gleichstellung im Alltag aktiv leben." Mit Blick auf die Außenwirkung der Hochschule kündigte die neue Rektorin überdies an, die Wissenschaftskommunikation der Hochschule deutlich zu stärken. So sollen traditionelle Informationswege beibehalten und gleichzeitig neue, innovative Formate zum Austausch mit Menschen und Organisationen in der Region, dem Land und der Welt initiieren werden.

Neben der eigenen Organisationsentwicklung seien auch äußere Faktoren entscheidend: "Für eine moderne Bildungsuniversität sind flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten von großer Bedeutung. Wachsende Aufgaben in Querschnittsbereichen wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Kommunikation erfordern zudem entsprechende personelle Kapazitäten. Ich freue mich, in Zukunft in entsprechende Gespräche einzutreten", erklärte Vach abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/rektorat.

Schlossführung für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung

Zwei neue Angebote für das Barockschloss Mannheim in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule entwickelt

[velo] Die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg möchten die landeseigenen Monumente für möglichst viele Menschen erlebbar machen. Auch die Schlossverwaltung Mannheim strebt ein hohes Maß an Barrierefreiheit und inklusiven Angeboten an. Vor diesem Hintergrund hat sie – in enger Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg – zwei neue Schlossführungen für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung entwickelt. Sie ergänzen das Führungs- und Veranstaltungsangebot des Barockschlosses Mannheim und sind ab sofort für Gruppen buchbar.

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Auf Grundlage einer Masterarbeit hat die Schlossverwaltung in Zusammenarbeit mit der Service Center Schloss Heidelberg GbR und weiteren Beteiligten zwei neue Führungen für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung entwickelt: eine für Schüler:innen ab 8 Jahren und eine für Erwachsene. Die beiden inklusiven Schlossrundgänge ergänzen das vielfältige Führungs- und Veranstaltungsangebot des Barockschlosses Mannheim. Sonja Menold, die Leiterin der Schlossverwaltung Mannheim, betont: "Wir möchten Barrieren beseitigen und das Schloss Mannheim für möglichst viele Besucherinnen und Besucher öffnen. Alle sind eingeladen, uns zu besuchen und die Residenz auf verschiedenen Wegen zu erkunden – unabhängig davon, welche Sprache sie sprechen oder ob sie eine Beeinträchtigung haben." Umso mehr freut sich die Schlossverwalterin über die beiden neuen Angebote: "Jetzt können blinde und sehbehinderte Besucherinnen und Besucher das Schloss noch besser erleben." Die beiden inklusiven Rundgänge laden Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu ein, das riesige Barockschloss sowie seine prunkvollen Räume und Ausstattung zu erfühlen, abzutasten und abzulaufen, zu riechen und zu hören.

Die beiden Rundgänge für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung führen zu den Highlights des Mannheimer Barockschlosses – vom Treppenhaus mit zweiläufiger Treppe, Stuckbildern und Deckenfresken über den prächtigen Rittersaal, das Herzstück der Residenz, wo man Marmor und Stuckmarmor abtasten kann, bis zum kursfürstlichen Appartement. Hier können die großen und kleinen Schlossgäste Musik hören und dabei mehr über die Mannheimer Schule erfahren, sowie historische Möbel, sogenannte Stilmöbel, abtasten. Einer der Stühle ist dem historischen Neorokoko zuzuordnen, der andere dem Louis-Seize-Stil. Außerdem können die Gäste an verschiedenen Gewürzen riechen. Anders als die Erwachsenen, dürfen sich die Kinder und Jugendlichen zu Beginn der Führung verkleiden und in barocker Kleidung das Schloss erkunden.

Als Grundlage für die Konzeption der Blindenführungen diente die Masterarbeit von Leila Ortmann mit dem Titel "Das Mannheimer Schloss als inklusiver Lernort für Schülerinnen und Schüler mit Blindheit und Sehbehinderung". Als Teil ihrer Abschlussarbeit ließ Ortmann auch mehrere Tastmodelle anfertigen, unter anderem vom Schloss und von einem Fenster mit Stuckrelief. Maßgeblich an der Entwicklung der beiden Blindenführungen beteiligt waren Elisabeth Kröger und Heide Roth-Bühler: Die Schlossführerinnen der Service Center Schloss Heidelberg GbR brachten ihre Erfahrung für bedarfsgerechte Besuchsangebote ein. Professor Dr. Markus Lang vom Institut für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat die Masterarbeit von Ortmann betreut. Das ist nicht das erste Projekt mit dem Institut für Sonderpädagogik: Dr. Uta Coburger, die für Schloss Mannheim zuständige Konservatorin, unterstützt die Zusammenarbeit mit Professor Lang zur Verbesserung des inklusiven Besuchsangebots in den Staatlichen Schlössern und Gärten Baden-Württembergs.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schloss-mannheim.de bzw. unter www.ph-heidelberg.de/ifs.

4x4 triumphiert beim Landeschorwettbewerb!

PH-Frauenchor qualifiziert sich für Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb 2023

[red] Der 4x4 Frauenchor der Hochschule hat sich am 12. November beim Landeschorwettbewerb Baden-Württemberg in Böblingen erneut in herausragender Verfassung präsentiert: Der Chor unter der Leitung von Musikdozentin Heike Kiefner-Jesatko hatte in der Kategorie „Frauenchor mit mehr als 16 Personen“ die Nase vorn, erreichte auch unter den Erwachsenenchören die höchste Punktzahl und mit Blick auf den gesamten Wettbewerb die zweitbeste Punktzahl! Dieses hervorragende Abschneiden sichert 4x4 zudem die Teilnahme am Deutschen Chorwettbewerb in Hannover im Juni 2023.

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Der PH-Frauenchor hatte den Bundeswettbewerb bereits in Weimar im Jahr 2014 gewonnen. Bei diesjährigen Landeswettbewerb standen Werke aus verschiedenen Epochen - Renaissance, Romantik und dem 21. Jahrhundert auf dem Programm, mit dem der Frauenchorwettbewerb gewonnen werden konnte: Von W. Byrd „Memento salutis auctor“, das einstimmige Volkslied „Bald gras ich am Neckar“, das Pflichtstück von W. Weismann „Der Falke“, von R. Schumann „Der Wassermann“ und aus den „7 Zaubersprüchen“ von W. Buchenberg die Nummern 1 bis 4.

Der 20-minütige Auftritt des Chors, der in voller Besetzung mit 22 Sängerinnen auftreten konnte, fand vor einer vierköpfigen Jury und in einem voll besetzten Saal statt. Die Hochschule gratuliert Heike Kiefner-Jesatko und ihren Frauen sehr herzlich zu diesem großen Erfolg und wünscht für den Bundeswettbewerb alles Gute!

NEU: Offene Sprechstunden im Student Service Center

Vor Ort Fragen rund ums Studium klären

[red] Das Student Service Center (SSC) ist die persönliche Anlaufstelle für Anliegen rund um das Studium an der PH Heidelberg. Geschulte studentische Mitarbeiter:innen beantworten Fragen und helfen bei Problemen. Bei Bedarf werden individuelle Anliegen an die Kolleg:innen der Fachabteilungen (Studienbüro, Prüfungsamt etc.) weitergeleitet. Neu sind im Wintersemester 2022/2023 offene Sprechstunden verschiedener Service- und Beratungsstellen vor Ort. Das SSC befindet sich in Raum 012a im Altbau/Erdgeschoss in der Keplerstraße 87 und ist im Wintersemester vormittags immer von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.

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Telefonische Auskunft erhält man unter 06221/477-555 von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 14:00 Uhr sowie freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr. Informationen zum vollständigen Angebot finden sich unter www.ph-heidelberg.de/ssc.

Das Student Service Center inklusive Telefonhotline ist vom 19.12.2022 bis einschließlich 06.01.2023 nicht besetzt. Ab dem 09.01.2023 sind wir für Studierende und Studieninteressierte zu bewehrten Sprech- bzw. Öffnungszeiten wieder erreichbar.

Die offenen Sprechstunden:
Montag, 10:00-14:00 Uhr: Vertiefende Sprechstunde der Zentralen Studienberatung 
Für individuelle Anliegen rund um das Studium, das Bewerbungsverfahren und die Zulassungsvoraussetzungen. Ohne Anmeldung - weitere individuelle Termine können telefonisch (unter 06221/477-555) vereinbart werden.

Dienstag, 10:00-12.30 Uhr: Gemeinsame Sprechstunde des Prüfungsamtes und Studienbüros 
Die Mitarbeiter:innen der beiden Fachabteilungen stehen für Fragen rund um Studienplanung und Prüfungswesen zur Verfügung. Ohne Anmeldung.

Dienstag 12.30-14:00 Uhr: Beratung für ein erfolgreiches Studium 
Gemeinsam finden wir für Ihre Situation die passenden Anlaufstellen und Angebote an der Hochschule und im Hochschulumfeld. Ein Zusatzangebot des Projekts "Erfolgreich studieren - trotz Pandemie" an der PH Heidelberg. Ohne Anmeldung.

Donnerstag, 10:00-12:00 Uhr: Sprechstunde des Akademischen Auslandsamtes
Ein Praktikum im Ausland absolvieren oder ein Semester am anderen Ende der Welt studieren - Informationen zu Ihren Möglichkeiten, Organisation und Finanzierung erhalten Sie hier. Ohne Anmeldung.

Donnerstag, 16:00-17.30 Uhr: Studentische Peer-Beratung 
Geschulte studentische Tutor:innen stehen als vertrauliche Ansprechpartner:innen bei Schwierigkeiten im Studium zur Verfügung. Formlose Anmeldung per E-Mail erbeten.

Freitag, 11:00-12:00 Uhr: Sprechstunde des Zentrums für schulpraktische Studien
Individuelle Fragen und Anliegen zu Praktika in den lehramtsbezogenen Studiengängen können Sie in der Sprechstunde im SSC vor Ort klären. Ohne Anmeldung.

Online-Bewerbung für Masterstudiengänge gestartet

Bis 15. Januar bewerben!

[velo] Die Bewerbung für einen Studienplatz im Sommersemester 2023 im Masterstudiengang "E-Learning und Medienbildung" bzw. im Master "Ingenieurpädagogik" ist ab sofort möglich. Die Frist endet bei beiden Studiengängen am 15. Januar 2023.

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In dem Master "E-Learning und Medienbildung" erwerben die Studierenden Kenntnisse und Kompetenzen in der wissenschaftlichen, didaktischen sowie praktischen Vermittlung von Lehrinhalten durch Medien. Neben den theoretischen, historischen und methodischen Aspekten (Schwerpunkt) ist ein Teil des Studiums anwendungs- und projektorientierten Phasen vorbehalten. Die Studierenden gestalten hier digitale Lernumgebungen bzw. produzieren audiovisuelle Bildungsmedien.

Der konsekutive Masterstudiengang "Ingenieurpädagogik"  wird gemeinsam mit der Hochschule Mannheim angeboten. Die Studierenden beschäftigen sich - stets mit Blick auf die Besonderheiten der beruflichen Bildung - mit den Bereichen Pädagogik, Psychologie und (Fach-)Didaktik; darüber hinaus vertiefen sie ihre fachwissenschaftlichen Kompetenzen der Elektro- und Informationstechnik.

Weitere Informationen zu den beiden Studiengängen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/master. Informationen zur Online-Bewerbung finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/studium. Sie bewerben sich dann auf unserem Hochschulportal unter campus.ph-heidelberg.de.

Die Bewerbung für die Bachelorstudiengänge ist zwischen dem 2. November 2022 und dem 15. Januar 2023 möglich. Die Bewerbungfrist für die Master of Education ist bereits verstrichen.

Streuobst als Kulturgut

Abschluss des Geographieprojekts in Bad Schönborn - Blick auf die Zukunft. Text: Fach Geographie

In großer Runde konnten am 28. Oktober 2022 in Bad Schönborn die Ergebnisse des Projekts „Streuobst erfassen, bewerten und vermitteln“ präsentiert werden. Als Vertreter:innen des Projektteams an der Abteilung für Geographie – rgeo stellten Prof. Dr. Alexander Siegmund, Dr. Maike Petersen und Sarah Pflüger Details zum Projektablauf sowie die Forschungsergebnisse vor. Den Anwesenden wurde der Weg von 120.000 einzelnen Drohnenaufnahmen bzw. 400 GB Daten über dreidimensionale Modelle bis hin zu detaillierten Informationen über Art, Vitalität und Pflegezustand der Obstbäume aufgezeigt.

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Auch das webbasierte Geoinformationssystem (Web-GIS), eine interaktive Karte, mit deren Hilfe sich Entscheidungsträger:innen und interessierte Bürger:innen über die Ergebnisse informieren können, wurde vorgestellt. Das Web-GIS wurde zusammen mit Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe (DHBW) entwickelt und dient neben der Verbreitung der Forschungsergebnisse auch der Vermittlung von Baumpatenschaften. Hierdurch können Eigentümer:innen von Streuobstwiesen, die ihre Bäume nicht mehr ausreichend pflegen können, Pat:innen für ihre Bäume finden, die sich um Baumschnitt und andere Pflegemaßnahmen kümmern. Im Gegenzug dürfen diese z.B. die Früchte ernten.

Neben interessierten Bürger:innen aus der Umgebung nahmen auch weitere Projektpartner an der Abschlussveranstaltung und der spannenden Diskussion über die Bedeutung von Streuobst, Nachhaltigkeit und Bürger:innenbeteiligung teil. Herr Kuppinger vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) plante und koordinierte die Veranstaltung. Seitens der DHBW waren Prof. Katja Wengler, Maximilian Stefanac und Bastian Schott vor Ort. Interessante Einblicke in „alte Sorten“ lieferte Erwin Holzer vom Arbeitskreis Heimat, Natur und Umwelt Bad Schönborn (AHNU), der als Streuobstexperte eine zentrale Rolle im Projekt einnahm. Auch der Bürgermeister der Stadt Bad Schönborn Klaus Detlev Huge war dabei und verdeutlichte noch einmal den Wandel der Streuobstflächen. So sei die sozialökonomische Bedeutung der Streuobstwiesen zwar schon längst nicht mehr so relevant wie einst, dennoch seien die Artenvielfalt und die Landschaft weiterhin von immenser Bedeutung und ganz im Sinne des Projekts auch schützens- und erhaltenswert.

Nach knapp vier Jahren seit Initiierung und Finanzierung des Projekts durch die Audi Stiftung für Umwelt GmbH ging es in der Veranstaltung auch um die Zukunft der Streuobstwiesen. Auf Grundlage der Daten können die Auswirkungen des Klimawandels und die Klimaanpassung der Streuobstflächen künftig detaillierter geplant und nachvollzogen werden. Vor allem die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung mittels des Web-GIS und einer damit verbundenen Streuobstpatenschaft lässt auf vielseitige künftige Entwicklungen hoffen.

Die Nachqualifizierung hat begonnen!

Zwei neue Bildungsfachkräfte und ein Praktikant haben ihre Tätigkeit am AW-ZIB aufgenommen (Text: AW-ZIB)

Das Team des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung (AW-ZIB) freut sich über Verstärkung und bindet neue Kolleg:innen ein. Louisa Kabbe und Susann Bensch, zwei Frauen mit Behinderungserfahrungen, haben im Oktober die Qualifizierung zur Bildungsfachkraft begonnen. Sie wird von der Sonderpädagogin Noemi Heister geleitet. Eine Besonderheit der Qualifizierung liegt in der Verknüpfung von Theorieinhalten, Praxiserfahrungen und einer psychosozialen Begleitung. 

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Susann Bensch und Louisa Kabbe haben eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung besucht und inklusive Lern-, Arbeits- und Freizeiterfahrungen gesammelt. Sie sollen lernen, von ihren Teilhabe- und Ausgrenzungserfahrungen zu berichten, um (angehende) pädagogische Fach- und Führungskräfte für diese zu sensibilisieren. Sie werden zudem in die partizipative Forschung sowie in die Transferarbeit des Zentrums eingebunden.

Am ersten Tag wurden die neuen Kolleginnen von den bereits qualifizierten Bildungsfachkräften und anderen Teammitgliedern herzlich in Empfang genommen. Zum Kennenlernen haben Bensch, Kabbe und Heister einen Steckbrief ausgefüllt und sich anhand dessen vorgestellt.

"Die angehenden Bildungsfachkräfte werden an den Werktagen von 8.30-15.00 Uhr an der Qualifizierung teilnehmen. An den Vormittagen erfolgen die Lerneinheiten gemeinsam mit der Qualifizierungsleitung. Am Nachmittag finden - mit Unterstützung von Assistenzkräften - Selbstlernzeiten statt", erläutert Professorin Karin Terfloth, die das Zentrum gemeinsam mir Professorin Vera Heyl leitet.

Die zwei Qualifizierungsteilnehmerinnen haben sich in der ersten Zeit unter anderem mit ihrer eigenen Biographie auseinandergesetzt und die Rolle sowie Aufgaben einer Bildungsfachkraft kennengelernt. Sie nähern sich darüber hinaus der Computerarbeit an und arbeiten die Bedeutung von Bildung heraus. Die zu erwerbenden Kompetenzen werden systematisch auf der Basis des zugrundeliegenden Modulhandbuches erarbeitet. "Ziel ist es, die Inhalte des Modulhandbuches individuell für die Teilnehmerinnen zu differenzieren und sie dabei zu unterstützen, in die Rolle einer Bildungsfachkraft, die Erfahrungswissen in die Lehre einbringt, hineinzuwachsen", so Heister.

Neben den neuen inhaltlichen Themen und ersten hochschuldidaktischen Erfahrungen, die Bensch und Kabbe in den ersten Qualifizierungswochen erarbeiten, haben beide ein Mobilitätstraining begonnen. Ihr Ziel ist es, den Weg zur PH zukünftig eigenständig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu bewältigen.

Für Louisa Kabbe ist die Umstellung vom Berufsbildungsbereich der Heidelberger Werkstatt für behinderte Menschen an das AW-ZIB ein großer Schritt. Nach der Schule war sie ein Jahr im Berufsbildungsbereich, um verschiedene Arbeitsbereiche kennenzulernen. Nun haben sich die Weichen für die Arbeit an der Hochschule neu gestellt.

Auch der Wechsel vom Arbeitsalltag in der Tagesbetreuung einer Senioreneinrichtung, in der Susann Bensch viele Jahre tätig war, verlief aufregend.  Susann Bensch beschreibt die ersten Tage so: "Mein Kopf hat am Anfang ganz schön gerattert. Ich sehe zum ersten Mal eine Hochschule wirklich von innen und nehme ganz schön viele Eindrücke mit. Jetzt bin ich aber gut angekommen, ich fühle mich sehr wohl hier. Beim Einleben hat es mir geholfen, dass ich bereits ein paar Leute kannte."

Assistenz
Ende Oktober nahm Benjamin Heckwolf seine Tätigkeit am AW-ZIB auf. Er studiert an der Evangelischen Hochschule in Darmstadt Inclusive Education / Heilpädagogik und wird das Team der Nachqualifizierung bis Anfang Februar 2023 als Praktikant bereichern. Noch nicht besetzt ist die Bundesfreiwilligendienst-Stelle (BFD) für die Nachqualifizierung. Die primären Aufgaben der BFD-Kraft werden sein, die Strukturierung des Lernalltags zu begleiten, bei der Nutzung elektronischer Hilfsmittel wie zum Beispiel dem Laptop oder beim Lesen und Verfassen von E-Mails zu assistieren sowie bei der Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Themen zu unterstützen. Der BFD ist ein Angebot an Menschen jedes Alters, sich außerhalb von Beruf und Schule für das Allgemeinwohl zu engagieren. Der Freiwilligendienst wird vergütet.

Weitere Informationen zur ausgeschriebenen Stelle finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/stellenangebote.

Barrierefreiheit
Louisa Kabbe hat bereits Vorschläge für die Barrierefreiheit in der PH eingebracht. Ihr sind die schwer erkennbaren Treppenstufen, die ins Untergeschoss zum AW-ZIB führen, direkt aufgefallen. Nach dem Motto "gesagt, getan" wurden die Trittkanten umgehend farblich markiert, damit auch jede Person selbstständig sowie sicher zum Beispiel die Mensa oder das AW-ZIB erreichen kann. So konnte die Hochschule erneut eine Barriere abbauen.

Das KuLO Weiterbildungsprogramm – ein voller Erfolg

Die Zielperspektiven von KuLO: Barrieren abbauen, Zugänge und Teilhabe ermöglichen (Text: AW-ZIB)

Nach einem spannenden Jahr Arbeit im Weiterbildungsangebot KuLO (Kunst- und Kultureinrichtungen als Lernende Organisationen) blicken Bildungsfachkraft Helmuth Pflantzer und Sonderpädagogin Noemi Heister, die gemeinsam mit Soziologin Vanessa Gnoth bei KuLO den Themenschwerpunkt Barrierefreiheit verantworten, zurück und berichten, was sie persönlich aus dem Projekt mitnehmen.

 

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Mit rund 80 Teilnehmenden aus ganz Baden-Württemberg war das berufsintegrierende Weiterbildungsprogramm KuLO der Pädagogischen Hochschulen Karlsruhe und Heidelberg sowie der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung Heidelberg vollständig ausgebucht und ein großer Erfolg. Mitarbeitende aus unterschiedlichen Sparten wie Museen, Theater, Archive, Kulturämter, Schlossverwaltungen, Bibliotheken und Volkshochschulen wählten den Baustein Barrierefreiheit, welcher im AW-ZIB verantwortet wurde. Sie entdeckten gemeinsam zugangs- und aneignungsbezogene Barrieren in ihrer Einrichtung und erarbeiteten im Austausch mit Kolleg:innen und Expert:innen Möglichkeiten zu deren schrittweisem Abbau. Sie erfuhren über Chancen einer inklusiv ausgerichteten Kulturarbeit und gestalten so gesellschaftlichen Wandel aktiv mit.

Trotz kurzer Projektdauer von KuLO wurde Wissen generiert, wertvolle Erfahrungen wurden gesammelt und direkte Wirkungen erzielt. So wurden beispielsweise im Baustein Barrierefreiheit barrierefreie Lehr- und Lernformate, ein Führer in Einfacher Sprache sowie ein Konzept zur Sensibilisierung von Mitarbeitenden in Kunst- und Kultureinrichtungen entwickelt und umgesetzt.

Und was ist das Fazit von Helmuth Pflantzer und Noemi Heister? Das Team ist sich einig, dass es das Wichtigste sei, ins Gespräch zu kommen und sich auf den Austausch einzulassen. Ebenfalls von Bedeutung sei es, dass man sich von schlechten Rahmenbedingungen, Gegenwind oder Fehlern nicht entmutigen lassen sollte. Sie nehmen mit, dass man gemeinsam viele Ideen entwickeln kann, um Inklusion in Kunst und Kultur zu ermöglichen.

"Für mich waren die schönsten KuLO-Momente die Exkursionen. Dort haben die Teilnehmenden durch Selbsterfahrungsübungen (z.B. im Rollstuhl, mit verbundenen Augen usw.) erlebt, wie es ist, auf Barrieren zu treffen. Sie haben darüber nachgedacht, wie Barrieren entstehen und wie man diese verringern kann. Der Perspektivenwechsel war klasse", so die Bildungsfachkraft. Auf die Frage, was sich Helmuth Pflantzer nach dem Projektende von KuLO wünscht, sagte er: "Ich denke, dass wir langfristig etwas bewegen konnten. Es sollte mehr Weiterbildungsprojekte im Bereich Inklusion geben, in denen Expert:innen in eigener Sache zu Wort kommen und aktiv mitarbeiten. Ich hoffe, dass sich auch andere Einrichtungen auf den Weg machen und barrierefreie Angebote gestalten. Inklusion bringt allen Menschen etwas!"

Eine Teilnehmerin des Modulbausteins Barrierefreiheit zog auf der Abschlussveranstaltung ihr Resümee: "Das Besondere an KuLO war die intensive Zusammenarbeit mit Herrn Pflantzer. Wir können viel über Inklusion und Barrierefreiheit lesen. Wir können uns von anderen sogenannten Expert:innen ohne Behinderung weiterbilden lassen. Wir können Wissen über Barrieren und über Maßnahmen zum Barriereabbau erwerben. Aber wir müssen erst ins Gespräch mit von Barrieren betroffenen Menschen kommen, um wirklich zu erkennen, was wichtig ist."

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts unter: https://kulo.info/

"Know Your Media"

Soziale Medien im Arbeitsalltag professionell nutzen. Text: Transferzentrum

Soziale Medien wie TikTok, Instagram oder Twitter gehören zum (Arbeits-)Alltag von Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Lehrkräften. Im Alltag geht aber allzu oft unter, wie wir diese Medien nutzen und welche Auswirkungen das hat. Das Panel "Know Your Media" am 18. Oktober nahm sich diesem Thema an. In drei kurzen Impulsen aus Journalismus, Wissenschaft und Bildung bekamen die rund 40 Gäste einen Einblick in den Arbeitsalltag mit sozialen Medien und diskutierten im Anschluss darüber. Die Veranstaltung war ein gemeinsames Event vom Projekt JOKER und dem Transferzentrum.

Genderinklusive Formulare und Dokumente

Gleichstellungsteam unterstützt bei der Umsetzung. Text: Wolfgang Schultz

Die Hochschule bekennt sich mit dem Senatsbeschluss vom 16.12.2020 zu einer wertschätzenden Ansprache aller Geschlechter durch die Verwendung genderinklusiver Schreibweise (Link zum Leitfaden, PDF, ca. 0,3MB). Das Gleichstellungsbüro unterstützt nach wie vor bei der Umsetzung von Formularen und Dokumenten in genderinklusive Schreibweise. Für Fragen und Hilfe bezüglich der Umsetzung wenden Sie sich gerne per gleichst☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de an uns. Sie können auch Ihre Dokumente senden: Sie bekommen diese mit den entsprechenden Änderungen im Überarbeitungsmodus zurückgeschickt.

Neue Unisex-Toiletten

Räume nun auch im Neubau umgewidmet

[red] Mit etwas Verspätung wurden nun auch im Neubau der Hochschule auf dem Campus Neuenheimer Feld zwei Toilettenräume als Toiletten für alle Geschlechter umgewidmet. Sie befinden sich im zweiten Stock im A-Flügel. Die Räume können von allen genutzt werden, beziehen aber vor allem Menschen, die sich jenseits des binären Geschlechtermodells verorten, ausdrücklich mit ein.

Auszüge aus dem Senatsprotokoll

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Neue Mitarbeitende und ehemalige Mitglieder

Personalia der Hochschule im Überblick

[hop] Wer ist neu an der Hochschule? Wer arbeitet in welchem Projekt? Welche Professur und welche Sekretariatsstelle sind wieder besetzt worden? Schauen Sie doch einfach mal im Forum Mitarbeitende im internen Bereich vorbei: Hier finden Sie die aktuellen Neuzugänge der Hochschule – und auch die Personen, die nicht mehr an der PH sind. Vielleicht entdecken Sie hier neue Kolleg:innen – oder Menschen, die in Ihrem engeren Arbeitsbereich tätig waren. Und wenn Sie ein berufliches Jubiläum feiern, lassen Sie uns das wissen. Wir berichten gerne darüber!

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Bundesbeauftragter gegen Antiziganismus an der Hochschule

Besuch der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention

[velo] Am heutigen Freitag, 28.10.2022, besuchte Dr. Mehmet Daimagüler, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antiziganismus, die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Die bisherige Projektförderung endete im September. Eine Weiterförderung aus Landesmitteln ist beantragt. Daimagüler plädiert für Verstetigung der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention.

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Sinti:ze und Rom:nja sind laut der unabhängigen Kommission Antiziganismus in Deutschland mit tief verankerten Vorurteilen konfrontiert, erleben vielfach Diskriminierungen und sind erheblich von Bildungsbenachteiligungen betroffen. Hierfür gibt es in weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft nur wenig Bewusstsein. Diesem drängenden gesellschaftlichen Problem begegnet die im April 2019 gegründete Arbeitsstelle Antiziganismusprävention der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Seitdem hat sie antiziganismuskritische Bildungsarbeit erfolgreich in der Ausbildung von angehenden Lehrkräften implementiert und zahlreiche Workshops, Fachtagungen und Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Ämtern und Behörden durchgeführt. Die erreichten Teilnehmer:innen wurden dabei zu Multiplikator:innen, die  in ihre jeweiligen Institutionen hinein wirken und dort antiziganistische Strukturen abbauen und gerechtere Teilhabechancen für alle Mitglieder der Gesellschaft gewährleisten.

Bislang wurde die Arbeitsstelle über das Verbundprojekt "Transfer Together – Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar" finanziert, das wiederum von der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule" unterstützt wurde. Vor dem Hintergrund, dass diese Mittel im September 2022 ausgelaufen sind, informierte sich der Antiziganismusbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Mehmet Daimagüler, nun darüber, wie die pädagogischen Aktivitäten der Arbeitsstelle auch weiterhin fortgeführt werden können. Zwar konnten die Mitarbeiter:innen der Arbeitsstelle – in enger Zusammenarbeit mit Selbstorganisationen der Minderheit bei der Bundeszentrale für politische Bildung und beim Bundesministerium für Bildung und Forschung – zwei Forschungsprojekte erfolgreich einwerben. Für die so wichtige praktische Bildungsarbeit mit pädagogischen Fachkräften stehen ab sofort jedoch keine Mittel mehr zur Verfügung.

"Dem hohen Engagement des Rektorats der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ist es zu verdanken, dass wir einen Antrag zur Schaffung einer drittmittelunabhängigen halben Mitarbeiter:innenstelle für die Arbeitsstelle in die Diskussion um die Ausgestaltung des zukünftigen Landeshaushalts einbringen konnten", so Professorin Dr. Melanie Kuhn, wissenschaftliche Leiterin der Arbeitsstelle. Der Landeshaushalt wird im Dezember vom Landesparlament verabschiedet. "Sollte die Stelle nicht bewilligt werden, können wir unsere erfolgreiche Bildungsarbeit in Zukunft nicht mehr anbieten", erklärt Kuhn.

Dazu sagt Dr. Mehmet Daimagüler während seines Besuchs: "Die Arbeitsstelle Antiziganismusprävention ist mit ihrer bildungswissenschaftlichen Ausrichtung ein bundesweit einmaliges Projekt. Pädagogische Fach- und Lehrkräfte für Antiziganismus zu sensibilisieren, ist angesichts ihrer Multiplikator:innenfunktion eine kaum zu überschätzende Aufgabe im Engagement gegen alltägliche Ressentiments und Diskriminierung. Ich bin überzeugt, dass der Wille der Baden-Württembergischen Landesregierung zur Fortsetzung erfolgreich tätiger Projekte vorhanden ist und die seitens der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention beantragten Mittel für eine halbe Stelle im kommenden Landeshaushalt berücksichtigt werden. Die antiziganismuskritsche Bildungsarbeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg hat Bedeutung weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus und muss fortgesetzt werden."

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/antiziganismuspraevention.

Fahrradaktionstag der Hochschule

Sicher, fit und klimafreundlich unterwegs

[red] Rund 200 Besucher:innen lockte der Fahrradaktionstag am 25. Oktober auf den Altbau-Campus. Die Organisatoren des Betrieblichen und Studentischen Gesundheitsmanagements haben viele Aktionen angeboten: Es gab eine Fahrradreparaturstation, eine Fahrsimulation mit einer VR-Brille, eine Helmberatung, Slamvorträge zu "Alkohol im Straßenverkehr", einem Ergonomie-Check und vieles mehr. Als Kooperationspartner beteiligt waren die Unfallkasse Baden-Württemberg, die Techniker Krankenkasse, der Radhof Bergheim, der Hochschulsport, der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. und das Polizeipräsidium Mannheim.

Naturwissenschaften zum Anfassen

Mitmachforum „Forsch mit!“ der Forscherstation auch beim sechsten Mal erfolgreich. Text: Forscherstation

Naturwissenschaften für aufgeweckte Forschergeister, das gab es beim 6. Mitmachforum „Forsch mit!“ am 16. November in der Heidelberger Forscherstation, Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für frühe naturwissenschaftliche Bildung. Rund 60 Besucher:innen informierten sich über das Angebot des von der Klaus Tschira Stiftung getragenen Kompetenzzentrums für pädagogische Fach- und Lehrkräfte.

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„Dass wir nach zwei Jahren online das Mitmachform Forsch mit! in Präsenz stattfinden lassen können, das freut uns sehr. Wir stellen hier ganz im Sinne der Nachhaltigkeit ein hochwertiges Bildungsangebot für lebenslanges Lernen bereit und freuen uns über den Austausch mit den interessierten Fachkräften,“ so Petra Gürsching, Geschäftsführerin der Forscherstation.

Das beginnt für die Forscherstation schon bei den ganz Kleinen: Staunen und Entdecken im Alltag wird hier großgeschrieben. Bereits Krippenkinder können Kategorien bilden: Kann sich Holz auch weich anfühlen? Ist eine Bürste immer hart? Pädagogische Fachkräfte können sie mit Alltagsmaterialien aus ihrer Lebenswelt dabei unterstützen, wie die Besucher:innen am Fortbildungs-Stand von „Mit allen Sinnen“ für Krippen-Fachkräfte erleben.

Und auch bei der Arbeit in Kita und Grundschule liegt der Schwerpunkt auf der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Fortbildnerin Ingrid Dreier zeigt, wie pädagogische Fachkräfte mit Kita-Kindern kleinen und größeren Spuren von Plastik in Sand nachgehen können. Gemeinsam diskutieren sie darüber, wie die Plastiksuche für Kinder greifbar in das Thema Nachhaltigkeit führen kann. Die Forscherstation stärkt die pädagogische Praxis dabei, wie Dr. Markus Rehm, Professor an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Fachlicher Leiter der Forscherstation, herausstreicht: „Was uns vor allem am Herzen liegt, ist die Professionalisierung von pädagogischen Fach- und Lehrkräften im Bereich früher naturwissenschaftlicher Bildung. Denn sie sind es, die für Kinder in Kita oder Grundschule ein qualitätsvolles Angebot machen.“ Das zeigt sich auch am Stand der neuen Grundschulfortbildung „Gemeinsam das Morgen gestalten“: Verschiedene upgecycelte Materialien wie Regale aus alten Blechen oder Dosen zeigen hier den Einstieg in BNE für Grundschulkinder.

Ein besonderes Highlight ist das Thema Wasser in der Lernwerkstatt ab diesem Jahr: Wasser spielt eine wichtige Rolle in Kita und Grundschule und hat viele Facetten. In den „Entdeckerzeiten“ begleiten Expert:innen der Forscherstation pädagogische Fach- und Lehrkräfte in der aktiven Auseinandersetzung rund um das Element Wasser. Gemeinsam reflektieren sie auch die Umsetzung von Lernwerkstatt-Arbeit in der eigenen pädagogischen Praxis.

Dieses hochwertige Angebot ist in der Region Heidelberg schon seit über zehn Jahren fester Bestandteil der Bildungslandschaft. Regina Killian, die den Bereich Bildung der Forscherstation verantwortet, freut sich: „Gerade auch die Interviews mit den beiden langjährigen Begleiterinnen aus der Praxis haben gezeigt, wie wirkungsvoll wir mit unserem breiten Angebot die pädagogische Praxis unterstützen können.“ Ergänzt wird das kostenfreie Weiterbildungsangebot durch eine Materialbibliothek, die Forscherkisten zur Ausleihe bereitstellt und individuell berät.

Mehr Informationen und das aktuelle Programm finden Sie unter www.forscherstation.info.

Neu: Jahresbericht 2021/2022

Informative Rückschau auf die Arbeit aller Bereiche der Pädagogischen Hochschule – Bericht ab 5. Dezember erhältlich und online

[hop] Die inhaltlichen und strukturellen Schwerpunkte der Hochschule im Berichtsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 sind komprimiert im Jahresbericht dargelegt, der am 5. Dezember erscheint. Entwicklungen in allen Hochschulbereichen, Abteilungen und Zentralen Einrichtungen können auf 126 Seiten nachvollzogen werden. Auszeichnungen, Veranstaltungen und neu gestaltete Bilderstrecken runden die Publikation ab. Der Bericht kann in der Pressestelle (Raum 201; presse☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜vw.ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de) angefordert werden und ist zudem online ab 5.12. verfügbar unter www.ph-heidelberg.de/jahresbericht.

Lehrveranstaltungen zu Nachhaltigkeit ausgezeichnet!

Landesweiter Lehrpreis „Hochschulbildung für eine nachhaltige Entwicklung“ zum 2. Mal vergeben. Text: BNE-Zentrum

Das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Zentrum) der Pädagogischen Hochschule hat am 7. November zum zweiten Mal den landesweiten Lehrpreis „Hochschulbildung für eine nachhaltige Entwicklung“ vergeben, dieses Mal in Kooperation mit dem Heidelberg Center for the Environment der Universität Heidelberg. Der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Preis würdigt Lehrveranstaltungen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung beispielhaft umsetzen. Ausgezeichnet wurden Wissenschaftler:innen der Universitäten Tübingen und Freiburg; ein Sonderpreis ging an ein Team der Universität Stuttgart.

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Als Jury für den Lehrpreis fungierten Expert:innen aus Hochschullehre, Politik und Studierendenschaft. Der Preis wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert.

Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, sprach per Videobotschaft zu den Teilnehmenden und richtete ihre Glückwünsche aus: „Aktuelle globale Herausforderungen wie die Klimakrise, wachsende soziale Ungleichheiten und Biodiversitätsverluste rücken zunehmend in den Fokus. Das zeigt, wie relevant Bildung für nachhaltige Entwicklung ist, zu der die Hochschulen einen fundamentalen Beitrag leisten können. Ich freue mich, dass wir auch in diesem Jahr engagierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszeichnen, die das Thema auf herausragende Weise in ihren Lehrveranstaltungen aus unterschiedlichen Perspektiven mit ihren Studierenden bearbeiten“. Der Geschäftsführende Direktor des BNE-Zentrums, Prof. Dr. Alexander Siegmund, betonte: „Die erneute Verleihung des Lehrpreises verdeutlicht die Wichtigkeit der Bildung für nachhaltige Entwicklung und würdigt das Engagement der Wissenschaftler:innen in diesem Bereich. Auch der erstmalig vergebene Sonderpreis hebt das Potential gelungener Umsetzungen in diesem Bereich hervor.“

Von der Jury wurden aus den 17 Bewerbungen acht in eine engere Auswahl genommen. Aus diesen Nominierten wurden für den diesjährigen Preis Wissenschaftler:innen von drei Universitäten in Baden-Württemberg ausgewählt.

Der erste Preis, dotiert mit 3.000 Euro, ging an Dr. Birgit Hoinle, Matzel Xander und Raquel Cayapa (Universität Tübingen) für ihre Lehrveranstaltung „Faire Schokolade on air“. Platz zwei wurde gleich zweifach vergeben. Über 1.000 Euro durften sich Petra Mußler, Prof. Dr. Michael Müller und Karina Witte (Universität Freiburg) für die Veranstaltung „Planetary Health – Global Illness“ freuen. Auch Prof. Dr. Frank Balle und Silke Weiß, ebenfalls von der Universität Freiburg, erhielten für ihre Lehrveranstaltung „SSE-Studienseminar (SSE)²“ 1.000 Euro.

Mit dem in diesem Jahr von der Jury erstmals vergebenen Sonderpreis wurden Prof. Dr. Daniela Winkler und Dr. Marc Zeccola (Universität Stuttgart) für die Integration von BNE in die Lehrveranstaltung „Die nachhaltige Stadt – Rechtliche und Gesellschaftliche Herausforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten“ ausgezeichnet.

Die Laudationes hielten die Jury-Mitglieder Dr. Nicole Aeschbach, Bianca Bilgram, Teresa Ruckelshauß und Lisanne Wolters.

Die Preisverleihung fand auch in diesem Jahr im Rahmen des digitalen Treffens des BNE- Hochschulnetzwerks Baden-Württemberg statt. Die Rektorin der gastgebenden Pädagogischen Hochschule Heidelberg, Prof.in Dr.in Karin Vach, freute sich in ihrem Grußwort über die vielfältigen Bewerbungen: „Die Vielzahl der Einreichungen stellt die Aktualität des Themas heraus und bestärkt unseren Weg für die Zukunft als Hochschule mit starkem Nachhaltigkeitsfokus“.

Ausführliche Informationen, auch zu den prämierten und anderen nominierten Lehrveranstaltungen, finden Sie unter: https://www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum/lehrpreis/preistraegerinnen-2022/

Hintergrund:
Das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung vernetzt als zentrale wissenschaftliche Einrichtung fakultätsübergreifend verschiedene Abteilungen, Institute und sonstige Einrichtungen der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Dadurch bündelt es die BNE-Expertise der Hochschule zusätzlich, fördert die Entwicklung von BNE und Nachhaltigkeit und macht entsprechende Aktivitäten sichtbar.

19 Studierende der Hochschule erhalten Deutschlandstipendien

Sechs Förderer unterstützen hervorragende Studienleistungen

[velo] An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg konnten sich in diesem Jahr 18 Studentinnen und 1 Student über ein Deutschlandstipendium freuen. Ermöglicht wurden die Stipendien durch die Familie Schweinhardt-Stiftung, die Vector Stiftung, die Klaus Höchstetter Stiftung, die Dr. Rainer Wild Stiftung, den Freundeskreis ZONTA-Club Heidelberg e.V. und die Sparkasse Heidelberg. Die Förderer zeigten sich erneut tief beeindruckt von den Leistungen der Stipendiat:innen, die wissenschaftliche Spitzenleistungen erbringen und sich gleichzeitig gesellschaftlich engagieren.

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Das Auswahlkonzept der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zur Zulassung auf einen (lehramtsbezogenen) Studienplatz gilt als bundesweites Referenzmodell: Die Hochschule berücksichtigt soziales Engagement wie zum Beispiel soziale Dienste, ehrenamtliche Tätigkeiten oder Vereinsaktivität im selben Umfang wie die Abiturnote. Das Deutschlandstipendium deckt sich hiermit bestens, da es neben erstklassigen Noten auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt - etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie. Insbesondere die finanzielle Unterstützung durch ein Deutschlandstipendium ermöglicht es den Studierenden, im Studium weiterhin Bestleistungen zu erbringen und sich gleichzeitig gesellschaftlich zu engagieren. Der ideelle Austausch zwischen den Förderern und den Stipendat:innen fördert zudem den Wissenstransfer zwischen der Hochschule und der Gesellschaft.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/stipendien.

Doktorandinnen Steinbacher und Cook-Jeltsch gewürdigt

Auszeichnung mit dem Nachwuchswissenschaftlerinnen*-Preis

[velo] Jana Steinbacher und Veronika Cook-Jeltsch erhalten den diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerinnen*-Preis der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Preis wird vom Gleichstellungsbüro der Hochschule vergeben, ist mit insgesamt 2.500 Euro dotiert und würdigt herausragende Promotionsvorhaben von Doktorandinnen: So erforscht Steinbacher die Anpassungsfähigkeit von Lehrenden und Studierenden an digitale Lehr-/Lernbedingungen und Cook-Jeltsch beschäftigt sich mit dem Erwerb von berufsorientierten Fremdsprachenkompetenzen an berufsbildenden Schulen.

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"Eingegangen waren durchweg sehr gute Bewerbungen und es fiel der Auswahlkommission äußerst schwer, zu entscheiden, welche exzellente junge Wissenschaftlerin den Preis bekommen sollte", sagte Gleichstellungsbeauftragte Dr. Frauke Janz bei ihrer Laudatio im Rahmen der feierlichen Amtseinführung von Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach. "Nach eingehender Prüfung und Beratung haben wir beschlossen, den Preis zu teilen – wir konnten und wollten nicht zwischen Jana Steinbacher und Veronika Cook-Jeltsch – entscheiden. Es ist mir eine Ehre, den beiden den diesjährigen Nachwuchswissenschaftlerinnen*-Preis zu überreichen."

Die Bildungswissenschaftlerin Jana Steinbacher, deren Promotionsvorhaben von Prof. Dr. Christian Rietz (Fakultät für Erziehungs- und Sozialwissenschaften) betreut wird, erhält die Auszeichnung für ihre Forschung zum Thema "Individual Digital Readiness als Gelingensbedingung für digitale Bildung in einer (post-)pandemischen Welt".
Mit dem Beginn der Corona-Pandemie hat der Diskurs über die Digitalisierung der Bildung an neuer Bedeutung gewonnen. Empirische Untersuchungen aus dem Sommersemester 2020 und dem Wintersemester 2020/2021 zeigen, dass die pandemiebedingte Umstellung auf digitale Lehre von Vielen als herausfordernd und belastend wahrgenommen wurde. Das psychische Wohlbefinden von Studierenden sollte jedoch nicht ausschließlich von Präsenzlehre abhängig sein, sondern auch unter digitalen Bedingungen sichergestellt werden. "Voraussetzung hierfür ist das Merkmal einer ‚Individual Digital Readiness‘ also eine Art Reifegrad im Hinblick auf digitale Transformationen", so Janz. "Jana Steinbacher hat diesen Begriff in Bezug auf Bildungsprozesse weiterentwickelt und geschärft. In ihrer Dissertation verfolgt sie das Ziel der Theoriebildung und anschließender Operationalisierung und Validierung, um daraus Handlungswissen zum souveränen Umgang mit digitalen Lehr-/Lernsituationen zu generieren und anschließend Grundlagen für Interventionsmöglichkeiten an der Hochschule zu schaffen. Das Vorhaben von Frau Steinbacher hat eine ebenso hohe wissenschaftliche wie praktische Relevanz und ist daher aus unserer Sicht besonders preiswürdig."

Veronika Cook-Jeltsch kommt von der Pädagogischen Hochschule Zürich und promoviert als externe Doktorandin an der Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Ihr Promotionsvorhaben zum Erwerb der berufsorientierten Fremdsprachenkompetenzen im Fach Englisch an berufsbildenden Schulen in der Schweiz wird von Prof. Dr. Karin Vogt betreut.
Die Englischlehrerin schließt mit ihrem Promotionsvorhaben ein Forschungsdesiderat: 2004 wurde im Kanton Zürich der Englischunterricht ab der zweiten Primarschulklasse eingeführt. Bislang fehlt es jedoch an Studien, ob sich diese grundlegende Veränderung im Lehrplan auf das Abschlussniveau und die Fremdsprachenkompetenz von Berufsschüler:innen insbesondere im Bereich Business English auswirkt. Auf der Grundlage einer quantitativen Datenerhebung widmet sich Cook-Jeltsch in ihrer Mixed Method Studie der Nachzeichnung der Entwicklung sowie der Ausdifferenzierung der berufsorientierten Fremdsprachenkompetenz von Lernenden im Englischunterricht an einer kaufmännischen Schule. "Die Arbeit ist methodisch sehr gut durchdacht und hochrelevant für die Praxis. Als Gleichstellungsbeauftragte freut es mich besonders, dass wir mit Veronika Cook-Jeltsch eine hervorragende Nachwuchswissenschaftlerin unterstützen können, die neben ihrer berufsbegleitende und binationale Promotion zudem Care-Aufgaben erfüllt", so Janz abschließend.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/gleichstellung-und-diversitaet.

Zu den Personen
Jana Steinbacher absolvierte an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe den Bachelor-Studiengang Lehramt Grundschule mit der Profilierung Europalehramt. Im Anschluss wechselte sie in den Master Bildungswissenschaften der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Während ihrer Masterarbeit war sie Fellow im Master Lab #TheNewNormal des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung zur Förderung studentischer Forschungsarbeiten zur digitalen Transformation an Hochschulen. Seit 2021 ist Steinbacher Akademische Mitarbeiterin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, wo sie an der Fakultät für Erziehungs- und Sozialwissenschaften promoviert. Sie ist Mitglied des Global Doctoral Consortium des International Council for Open and Distance Education.

Veronika Cook-Jeltsch studierte an der Universität Zürich einen Master in Englischer Literatur und Linguistik. Im Anschluss übernahm sie verschiedene Lehraufträge sowohl an Gymnasien als auch an berufsbildenden Schulen in den Kantonen Aargau, Zug und Zürich. 2010 erhielt Cook-Jeltsch an der Universität Fribourg das Lehrdiplom für Gymnasien und Berufsschulen in der Schweiz im Fach Englisch. Seit 2011 unterrichtet sie an einer Wirtschaftsschule in Zürich und promoviert seit 2020 zusätzlich und binationale an den Pädagogischen Hochschule Heidelberg und Zürich. Cook-Jeltsch ist Mitglied des Netzwerkes für Praxisbegleiter:in der Universität Fribourg und wirkt an der berufspraktischen Ausbildung zum Lehrdiplom der Universität Zürich mit.

Zur Auszeichnung
Der Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen* wird vom Gleichstellungsbüro der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ausgeschrieben. Er ist mit 2.500 Euro dotiert und würdigt ein herausragendes laufendes oder im aktuellen Akademischen Jahr abgeschlossenes Promotionsvorhaben von Doktorandinnen der Hochschule. Mit dem Preis soll zudem der Anteil hervorragender Wissenschaftlerinnen* in Wissenschaft und Forschung erhöht werden.

Prof. Dr. Markus Lang erhält Lehrpreis der Hochschule

Außergewöhnliches Engagement für gute Lehre und (digitale) Barrierefreiheit im Bereich Blinden- und Sehbehindertenpädagogik

[velo] Prof. Dr. Markus Lang wurde für sein außergewöhnliches Engagement für gute Lehre und (digitale) Barrierefreiheit im Bereich Blinden- und Sehbehindertenpädagogik mit dem diesjährigen Lehrpreis der Hochschule ausgezeichnet. Neben Lang wurde auch Dr. Michael Neuberger (Sportwissenschaft/-pädagogik) entsprechend ausgezeichnet; die beiden teilen sich das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Die Vergabe der Urkunden fand im Rahmen der feierlichen Amtseinführung von Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach statt; die Laudationen hielt Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Prorektor für Studium, Lehre und Internationalisierung.

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"Für Professor Lang ist die Lehre wesentlicher Bestandteil seines Wirkens: Er gibt seine langjährigen Erfahrungen im Kontext von Blindheit und Sehbeeinträchtigung mit vollem Einsatz und mit viel Begeisterung an seine Studierenden weiter. Er leitet sie an, ermutigt sie kreativ zu werden und gibt ihnen zahlreiche Lernimpulse", so Prorektor Dammer. "Professor Lang hat zudem stets die individuellen Bedarfe seiner Studierenden im Blick: Sein Lehrangebot ist konsequent barrierearm zugänglich. Damit leistet er langfristig einen wichtigen Beitrag für eine inklusive Gesellschaft, da seine Studierenden mit und ohne Behinderung diese Erfahrung an ihre Schüler:innen weitergeben. Es ist mir eine große Freude, Professor Lang mit dem internen Lehrpreis 2022 auszuzeichnen."

Professor Lang war von einer Alumna und ehemaligen wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für den Preis vorgeschlagen worden: Als Begründung nennt sie zum einen seine vorbildlichen Skripte, die den Lernprozessen der Studierenden einen hervorragenden Nährboden bieten. Sein multimodaler Medieneinsatz spreche zudem verschiedene Sinneskanäle an, ermögliche Studierenden eine zeitliche Flexibilität und rege zu weiterführende Recherchen an. Bemerkenswert sei ferner der abwechslungsreiche und inspirierende Anwendungsbezug: So lege Professor Lang zum Beispiel Wert darauf, dass die Studierenden Hilfsmittel für Schüler:innen mit Blindheit und Sehbeeinträchtigung selbst erproben, um deren Funktion, Handhabung und Einsatzmöglichkeiten besser zu verstehen. Er lässt zudem seine eigene internationale Forschung in die Lehre einfließen, indem er die Ergebnisse mit den Studierenden diskutiert. Bei allen Studien- und Prüfungsleistungen sei für Lang überdies eine äußerst wertschätzende und umsichtige Feedbackkultur selbstverständlich.

In dem Nominierungsschreiben wird außerdem die Interdisziplinarität seines Wirkens betont: Professor Lang öffne seine Lehre regelmäßig für Studierende anderer sonderpädagogischer Fachrichtungen und besuche zudem selbst die Veranstaltungen von anderen Wissenschaftler:innen. Über den Mailverteiler der Abteilung mache Lang ferner etwa auf einschlägige Veranstaltungen und aktuelle Fachbeiträge aufmerksam, um die Wahrnehmung der Studierenden für weitere Sinnesbeeinträchtigungen zu sensibilisieren und sie zur eigenständigen Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen zu ermutigen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/blinden-und-sehbehindertenpaedagogik.

Zur Person
Markus Lang hat an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd Lehramt für Grund- und Hauptschulen mit den Fächern Geschichte, Deutsch und Musik studiert. Nach dem 1. Staatsexamen wechselte er an die Pädagogische Hochschule Heidelberg und absolvierte ebenda den Aufbaustudiengang Lehramt für Sonderschulen mit den Fachrichtungen Sprachbehindertenpädagogik und Blindenpädagogik sowie den Erweiterungsstudiengang Rhythmisch-musikalische Erziehung Behinderter. Nach dem 2. Staatsexamen war Lang für mehrere Jahre als Sonderschullehrer tätig, bevor er an die Pädagogische Hochschule Heidelberg abgeordnet wurde. Hier wurde er 2002 promoviert und übernahm 2005 eine Professurvertretung in der Fachrichtung Blinden- und Sehbehindertenpädagogik. 2013 wurde der Sonderpädagoge von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum W3-Professor für Blinden- und Sehbehindertenpädagogik ernannt; ebenda ist Lang außerdem für die Koordination der Didaktischen Werkstätten verantwortlich.

Zur Auszeichnung
Die Pädagogische Hochschule Heidelberg schreibt im zweijährigen Wechsel einen hochschulinternen Lehr- und einen Forschungsförderpreis aus. Der erste Lehrpreis ging 2018 an Anne Schneider (Institut für Mathematik und Informatik), 2020 wurde Nicholas Humphrey (Theaterpädagogik) entsprechend gewürdigt. 2022 wurden sowohl Markus Lang (Blinden- und Sehbehindertenpädagogik) als auch Michael Neuberger (Sportwissenschaft/-pädagogik) entsprechend ausgezeichnet. Sämtliche Hochschulmitglieder können Personen vorschlagen; auch Bewerbungen aus eigener Initiative sind möglich.

Lehrpreis für Dr. Michael Neuberger

Hochschule zeichnet Sportwissenschaftler für Verzahnung von Theorie und Praxis aus

[velo] Für sein außergewöhnliches Engagement in der Lehre und den Einsatz zur besseren Verzahnung von Theorie und Praxis im Bereich Sportwissenschaft/-pädagogik wurde Dr. Michael Neuberger mit dem diesjährigen Lehrpreis der Hochschule ausgezeichnet. Neben Neuberger wurde auch Prof. Dr. Markus Lang (Blinden- und Sehbehinderten-pädagogik) gewürdigt; die beiden teilen sich das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Die Vergabe der Urkunden fand auf der Amtseinführung von Rektorin Prof.in Dr.in Karin Vach statt; die Laudationen hielt Prof. Dr. Karl-Heinz Dammer, Prorektor für Studium, Lehre und Internationalisierung.

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"Dr. Neuberger setzt sich mit außerordentlichem Engagement dafür ein, dass an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg angehende Sportlehrer:innen stets wissenschaftlich fundiert und unter Berücksichtigung aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen studieren. Seine Lehre weist ein hohes fachwissenschaftliches Wissen auf und er vermittelt seinen Studierenden eindrucksvoll nicht nur methodische sondern auch soziale Kompetenzen", erklärte Dammer. "Dr. Neuberger verfolgt hierbei einen partizipativen Ansatz und stellt die Anliegen seiner Studierenden in den Mittelpunkt seines Handels. Dies äußert sich auch in der Didaktische Werkstatt Sport, die er gemeinsam mit Carina Grna und Studierenden ins Leben gerufen hat. Ich freue mich sehr, ihm in Anerkennung seiner Leistungen einen der beiden diesjährigen Lehrpreise zu verleihen."

Für den Lehrpreis 2022 vorgeschlagen wurde Neuberger von einem Kollegen, der ihn als äußerst engagierten und gewissenhaften Dozenten beschreibt, der sehr an einer stetigen Weiterentwicklung der sportwissenschaftlichen, -pädagogischen und -praktischen Lehre interessiert ist und hierfür wertvolle Impulse liefert. Für den promovierten Sportpädagogen stehen, so heißt es in dem Vorschlagstext, die Studierenden im Zentrum seiner Arbeit: Als Ansprechpartner ist er jederzeit für sie verfügbar und ihre Rückmeldungen fließen unmittelbar in seine Arbeit ein. Dies bestätigen auch die Studierenden selbst, wie die dauerhaft hervorragenden Evaluationsergebnisse Neubergers eindrucksvoll zeigen.

Um das biografische Wissen und Können der Studierenden weiterzuentwickeln, verfolgt Neuberger das Ziel, ihnen für zentrale Felder des Schulsports theoretisch fundierte, praxisnahe Impulse zu vermitteln und damit individuelle sowie fachkulturelle Lernprozesse anzustoßen. Um aktuelle Entwicklungen zeitnah aufgreifen zu können, setzt Neuberger auf den Austausch mit schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen: So hat er in den vergangen Jahren Kooperationen etwa mit Schulen, Universitäten, Fachverbänden und Unternehmen initiiert und erfolgreich umgesetzt. Ihm ist es ferner wichtig, dass den Studierenden vielfältige Unterrichtsideen und -materialien zur Erprobung zur Verfügung stehen und sie Raum zur Begegnung und zum Erfahrungsaustausch erhalten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/abteilung-sportwissenschaft-sportpaedagogik.

Zur Person
Michael Neuberger hat an Pädagogischen Hochschule Heidelberg Lehramt für Realschulen mit den Fächern Sport, Physik und Technik studiert. Nach dem 2. Staatsexamen war er mehrere Jahre als Lehrer an einer Realschule tätig und hat parallel an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe ein Promotionsaufbaustudium absolviert. Nach dessen Abschluss wurde Neuberger 2006 an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg promoviert. Ebenda ist er seit 2008 als akademischer Mitarbeiter in der Abteilung Sportwissenschaft/Sportpädagogik tätig. Neuberger hat über viele Jahre hinweg das Heidelberger Sportlehrer:innen-Seminar geleitet; seit 2014 ist er außerdem der Geschäftsführer des Instituts für Gesellschaftswissenschaften und verantwortet seit 2022 die Didaktische Werkstatt Sport.

In Erinnerung an Dr. Jobst Wellensiek

Herausragende Persönlichkeit und Förderer der Inklusion am 4. November gestorben

[velo] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg trauert um Dr. Jobst Wellensiek, der nach kurzer schwerer Krankheit am 4. November 2022 im Alter von 90 Jahren gestorben ist. Mit ihm verliert die Hochschule eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die Weiterentwicklung der Inklusion im Kontext Bildung in besonderer Art und Weise gefördert hat. Anlässlich der Gedenkfeier bedankt sich die Hochschule bei Jobst Wellensiek: Sein Wirken wird vor allen Dingen mit dem Annelie-Wellensiek-Zentrum für Inklusive Bildung, dessen Ehrenmitglied er war, in lebendiger und vorbildlicher Erinnerung bleiben.

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"Ich bin der Mann, der mit Annelie Wellensiek verheiratet ist." Mit diesen Worten begann Jobst Wellensiek seinen Beitrag zu der Gedenkschrift, die drei Jahre nach dem Tod der Professorin und ehemaligen Rektorin der Pädagogischen Hochschule Heidelberg veröffentlicht wurde. Ein interessanter Einstieg für einen Mann, der bis heute unbestritten als einer der erfolgreichsten Insolvenzverwalter gilt und einer der bekanntesten Bürger Heidelbergs war. Und doch ist der Satz so typisch für diesen gleichermaßen freundlichen wie klugen Menschen: Gespräche mit Jobst Wellensiek fanden stets auf Augenhöhe statt, er widmete seinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit und vergaß nie, sich persönlich für das Engagement anderer zu bedanken.

Wellensiek war bis ins hohe Alter voller Lebenslust und wusste gebildet sowie charmant zu unterhalten: Wie etwa im Februar 2022, als er die Pädagogische Hochschule Heidelberg das letzte Mal persönlich besuchte. Mit dieser war er auch nach dem Tod seiner Frau eng verbunden. Wie sie war Jobst Wellensiek der Überzeugung, dass alle Menschen das Recht auf Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft haben. Beide lebten die Auffassung, dass man nur im Austausch neue Antworten findet und manchmal Bewährtes loslassen muss, um Besseres zu schaffen.

Nichts anderes macht das Zentrum für Inklusive Bildung, mit dem erstmals eine Inklusionsabteilung an einer Hochschule verortet wurde. Seit seiner Gründung vor rund zwei Jahren trägt es den Namen Annelie Wellensiek und wurde von Jobst Wellensiek unterstützt. Unvergessen sein 90. Geburtstag, bei dem er auf Geschenke verzichtete und vielmehr um Spenden zu Gunsten des Zentrums bat. Mit den Geldern qualifiziert die Hochschule seit Oktober 2022 zwei weitere Menschen, die als kognitiv beeinträchtigt gelten, dazu, anderen Einblicke in die Lebenswelten sowie Inklusions- und Exklusionserfahrungen von Menschen mit Behinderung zu geben.

Das Team des Annelie-Wellensiek-Zentrums für Inklusive Bildung sowie die gesamte Pädagogische Hochschule Heidelberg werden dem vorbildlichen Wirken von Jobst Wellensiek ein würdiges, lebendiges Andenken bewahren. Sie alle werden wie er Brücken zwischen den Menschen bauen, damit gemeinsam etwas Neues, etwas Besseres entstehen kann.

Sonderpädagogik Helga Weinläder gestorben

Vielfältige Spuren in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik

[red] Helga Weinläder hat vielfältige Spuren in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik hinterlassen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, diesen zu folgen und ihre Arbeit weiterzuentwickeln. Weinläder verstarb am 30.Oktober 2022  im Alter von 78 Jahren.

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Helga Weinläder hatte vor ihrem Psychologiestudium zunächst ein Lehramtsstudium absolviert. Wie sich später herausstellen sollte, schuf sie damit die idealen Voraussetzungen für ihre Tätigkeit an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Der Zufall half mit, dass sie den Zugang zur Blinden- und Sehbehindertenpädagogik fand. Zunächst als Assistentin und ab 1972 betraut mit einer Dozentur für „Psychologie der Sehgeschädigten“ war Helga Weinläder an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg in der Sonderpädagogischen Fachrichtung der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik beschäftigt. 1975 promovierte sie an der Universität Heidelberg in Psychologie mit einer Arbeit zu „Leistungen Behinderter im Urteil Nichtbehinderter. Empirische Untersuchungen zur Kausalinterpretation von Handlungsergebnissen Blinder“. Diese Forschungsarbeit markiert nicht nur den endgültigen Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn, sondern fokussiert auf Themenbereiche der Sozialpsychologie, die sie als inhaltliche Schwerpunkte weiter begleiten sollten. 1976 wurde Helga Weinläder zur Professorin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg ernannt. In der Fachwelt der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik wurde Helga Weinläder rasch eine feste Größe. Ihre Expertise wurde national und international sehr geschätzt. Mit großem Engagement bearbeitete sie die psychologischen Grundlagen der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik und festigte damit eine Basis, die bis heute nichts an Bedeutsamkeit und Wertigkeit verloren hat. Maßgeblich mitgewirkt hat Helga Weinläder darüber hinaus an der Etablierung des Orientierungs- und Mobilitätsunterrichts (O&M) in Deutschland. Sie machte in den USA eine Ausbildung zur O&M-Lehrerin und baute an der PH Heidelberg als einzigem deutschsprachigen Hochschulstandort einen Erweiterungsstudiengang Orientierung und Mobilität auf. Bis zu ihrer Emeritierung im Jahre 2007 arbeitete Helga Weinläder mit viel Herzblut für diesen Studiengang, der leider nach ihrem Ausscheiden aus dem Hochschuldienst nicht weitergeführt werden konnte.

Die vielen Studierenden, die in Heidelberg zwischen 1972 und 2007 Blinden- und Sehbehindertenpädagogik studierten, werden Helga Weinläder als überaus belesene, reflektierte und intelligente Fachfrau in dankbarer Erinnerung behalten, die ihre hohe Expertise mit viel persönlichem Engagement in Lehre und Forschung einbrachte.

Als Vertreterin der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, die wir teilweise noch mit ihr zusammenarbeiten durften, danken wir Helga Weinläder für ihre wertvolle Arbeit, für ihr Fachwissen, das sie uns und unserer Fachrichtung hinterlässt, und für ihren unermüdlichen Anspruch, Sachverhalte und Phänomene der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik zu hinterfragen und gründlich zu erforschen.

W3-Professur im Fach Psychologie

Stelle zum Sommersemester 2024 zu besetzen

[red] Die Professur ist dem Institut für Psychologie zugeordnet. Der / Die Stelleninhaber:in vertritt die Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie in Forschung sowie Lehre mit einem Schwerpunkt im Bereich der frühkindlichen und Elementarbildung. Zu den Aufgaben gehört die Lehre im Umfang von 9 SWS gemäß LVVO im Bereich Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie im Rahmen der Studiengänge zur Frühen Bildung (BA-Studiengang Frühkindliche und Elementarbildung/ FELBI) sowie innerhalb des Masterstudiengangs „Bildungswissenschaften“ im Profil „Bildungsprozesse in der frühen Kindheit und im Elementarbereich“.

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Weitere Aufgaben:
- entwicklungs- sowie pädagogisch-psychologisch orientierte Forschung mit einem Schwerpunkt im Bereich der frühkindlichen und Elementarbildung
- Leitung des Studiengangs „Frühkindliche und Elementarbildung (FELBI)“
- Begleitung von Studierenden in der praktischen Ausbildung
- Mitarbeit bei der Weiterentwicklung der modularisierten BA- und MA-Studiengänge am Institut für Psychologie und in der Fakultät
- Mitwirkung am Ausbau und an der regionalen und internationalen Vernetzung der Hochschule
- Mitarbeit bei weiteren Kernaufgaben der Hochschule (z.B. Selbstverwaltung, Leitungsfunktionen)

Voraussetzungen:
- abgeschlossenes Studium der Psychologie
- besondere Befähigung zu wissenschaftlicher Arbeit (in der Regel nachgewiesen durch eine herausragende Promotion, durch eine Habilitation oder durch vergleichbare wissenschaftliche Leistungen)
- Forschungs- und Publikationstätigkeiten in einem oder mehreren der folgenden Bereiche: pädagogischpsychologische und entwicklungspsychologische Grundlagen der frühkindlichen und Elementarbildung, Professionalisierung (früh-)pädagogischer Fachkräfte/Lehrkräfte, Evaluation von Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im frühpädagogischen Bereich
- einschlägige nationale und internationale wissenschaftliche Publikationen
- hochschulische Erfahrungen und positiv evaluierte Lehre
- nachweisbare Erfahrungen in der Einwerbung von nationalen und / oder internationalen Drittmitteln
- Sozial-, Team- und Kommunikationskompetenz

Im Übrigen gelten die §§ 46 und 47 LHG in ihrer jeweils gültigen Fassung.

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen in elektronischer Form in einem einzigen pdf-Dokument mit max. 10 MB werden unter Angabe des Kennworts „W3-Entwicklungs- und Pädagogische Psychologie“ bis spätestens 16. Dezember 2022 erbeten an den Dekan der Fakultät I, Prof. Dr. Christian Rietz, Pädagogische Hochschule Heidelberg (per E-Mail). Zusätzlich bitten wir um Zusendung des ausgefüllten Bewerber:innen-Formulars, das ebenfalls im Downloadbereich bereitsteht, als separates Word-Dokument in derselben Mail.

Akademische:r Mitarbeiter:in / Doktorand:in im Fach Mathe

Teilzeitstelle (65%) zum nächstmöglichen Zeitpunkt

[red] Die Stelle ist am Institut für Mathematik und Informatik im Rahmen der neu eingerichteten Juniorprofessur für Mathematik und ihre Didaktik (Schwerpunkt Primarstufe) zu besetzen. Diese ist zur wissenschaftlichen Qualifizierung vorgesehen und bis 30.09.2025 befristet. Die Vergütung ist nach TV-L EG 13. Im Rahmen der Tätigkeit sollen digital gestützte Lernumgebungen für den Mathematikunterricht in der Grundschule entwickelt und evaluiert werden. Die Stelle richtet sich an Personen, die eine Promotion anstreben, mit Forschungsinteressen in den genannten Bereichen.

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Aufgaben:
- wissenschaftliche und organisatorische Unterstützung der Juniorprofessur
- Entwicklung und Evaluation von digital gestützten Lernumgebungen
- eigene wissenschaftliche Weiterqualifikation im Rahmen eines eigenen Promotionsprojekts
- Lehr- und Prüfungstätigkeit im Fach Mathematik und ihre Didaktik in allen Studiengängen (Die Lehrverpflichtung richtet sich nach der LVVO. Derzeit sind 2-3 SWS vorgesehen.)
- Begleitung von Studierenden im Schulpraktikum

Ihr Profil / Einstellungsvoraussetzungen:
- abgeschlossenes Lehramtsstudium im Fach Mathematik
- Bereitschaft zur Weiterqualifikation in den genannten Bereichen
- sehr gute Deutschkenntnisse

Erwünscht sind:
- ein Interessenschwerpunkt im Bereich des o. g. Arbeitsfeldes
- Erfahrungen und Kenntnisse im Bereich Forschungsmethoden
- eigene schulische Unterrichtstätigkeit

Nähere Auskünfte zum Stellenprofil erhalten Sie bei Frau Juniorprofessorin Dr. Katja Lenz (lenz☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de).

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese senden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen und einer Darstellung (1-2 Seiten) Ihrer Forschungsinteressen und Ihrer Motivation bis zum 15. Dezember 2022 in elektronischer Form (zusammengefasst in einem PDF-Dokument mit max. 5 MB) unter Angabe des Kennworts „AM Mathematik“ per Mail an Juniorprofessorin Dr. Katja Lenz (lenz☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de).

Akademische:r Mitarbeiter:in im Fach Englisch

Teilzeitstelle (50 %) zum 1.4.2023 zu besetzen

[red] Die Stelle ist am Institut für Fremdsprachen (Abteilung Englisch) unbefristet zu besetzen. Die Vergütung ist nach TV-L EG 13. Der:Die Stelleninhaber:in soll auf der Grundlage solider Unterrichtserfahrungen Lehre im Fach Englisch insbesondere im Bereich der Fachdidaktik Grundschule innerhalb der Lehramtsstudiengänge durchführen. Ziel ist es hierbei, den Studierenden in Lehrveranstaltungen mit innovativen, auch webbasierten Lehr- und Lernformen eine intensive Auseinandersetzung mit fachdidaktischen Inhalten zu ermöglichen.

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Aufgaben:
- Lehre in lehramtsbezogenen Studiengängen und in weiteren Bachelor-/Masterstudiengängen der Hochschule mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten:
- Veranstaltungen in Fachdidaktik und -methodik des Englischunterrichts (insbesondere Anfangsunterricht und Frühbeginn)
- Veranstaltungen in der Fachwissenschaft des Englischunterrichts (insbesondere Anfangsunterricht und Frühbeginn)
Die Lehrverpflichtung richtet sich nach der LVVO, derzeit sind 7 SWS vorgesehen.
- Begleitung, Beratung und Coaching von Studierendengruppen im Rahmen von Praktikumsphasen
- Leitung des englischen Bereichs der Didaktischen Werkstatt Sprachen
- administrative Aufgaben innerhalb der Abteilung Englisch

Einstellungsvoraussetzungen:
- Masterabschluss oder vergleichbarer Abschluss (Staatsexamen) im Fach Englisch
- sehr gute englische Fremdsprachenkompetenz
- Erfahrungen im Englischunterricht der Grundschule
- Erfahrungen in der akademischen Lehre sind erwünscht

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese übersenden Sie bitte mit den üblichen Unterlagen bis zum 13. Dezember 2022 unter Angabe des Kennworts „FD Englisch GS“ an den Leiter des Instituts für Fremdsprachen Prof. Dr. Andreas Müller-Hartmann, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Keplerstr. 87, 69120 Heidelberg, oder in elektronischer Form in einem einzigen PDF-Dokument mit max. 5 MB an folgende andreas.mueller-hartmann☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de.

Akademische:r Mitarbeiter:in in einem Projekt des Auslandsamts

Teilzeitstelle (50 %) bis Ende 2024 zu besetzen

[red] Im Rahmen des Projekts ProMobiLGS (Programm zur Förderung der internationalen Mobilität im Lehramt GrundSchule, „DAAD-Programm Lehramt.International“) ist an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle zu besetzen. Sie ist dem Akademischen Auslandsamt / Center for International Teacher Education (CITE) zugeordnet. Die Vergütung beträgt bis TV-L EG 13.

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Ihre Aufgaben:
Koordination und Durchführung der Maßnahmen im Rahmen des Projekts ProMobiLGS im Team des CITE, insbesondere
- konzeptionelle Weiterentwicklung des integrierten Auslandssemesters im Bachelorstudiengang mit Lehramtsbezug Grundschule – u.a. Abgleich der Curricula und Weiterentwicklung des Studienführers in Kooperation mit den Partnerhochschulen im Ausland
- Kooperation mit den Leitungsgremien, den beteiligten Fächern der PH Heidelberg und der Partnerhochschulen im Ausland sowie Koordination der Aktivitäten und der Akteurinnen und Akteure
- Vorbereitung und Durchführung von Tagungen und Workshops (auch in digitalen Formaten)
- Umsetzung der geplanten Mobilitäten von Lehrenden und Studierenden
- Projektverwaltung einschl. der Vorbereitung von Finanz- und Sachberichten für den Drittmittelgeber

Einstellungsvoraussetzungen:
- Hochschulstudium (Masterniveau oder adäquate Qualifikation, Promotion erwünscht)
- aktuelle/vorherige Berufstätigkeit mit Bezug zum Aufgabenbereich
- gute Kenntnisse der Lehrerbildung im In- und Ausland und Erfahrungen im Aufbau und der Strukturierung von modularisierten Studiengängen
- sehr gute Englischkenntnisse
- Erfahrung in Projektmanagement und Qualitätssicherung
- sicheres Auftreten in Verhandlungssituationen
- Bereitschaft zu Reise- und Tagungstätigkeit im In- und Ausland
- Teamfähigkeit, Organisations- und Koordinierungsfähigkeit
- Kenntnisse in Drittmittelverwaltung erwünscht

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/promobil-gs/ueber-das-projekt.html. Nähere Auskünfte zum Stellenprofil erhalten Sie bei Frau Henrike Schön, Leiterin des Akademischen Auslandsamts/CITE (Tel. 06221-477 544).

Die Pädagogische Hochschule Heidelberg strebt eine Erhöhung des Frauenanteils in den Bereichen an, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Schwerbehinderte Bewerber:innen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung! Diese richten Sie bitte bis zum 15.12.2022 unter Angabe des Kennworts „ProMobiL GS“ an die Personalabteilung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, möglichst in einem einzigen pdf-Dokument mit max. 5 MB an folgende bewerbung☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle ein @ ein ☜vw.ph-heidelberg☞ Bitte fügen Sie an dieser Stelle einen Punkt ein ☜de.

Jobangebote für Studierende finden Sie übrigens auch

Wichtige Informationen rund um Jobs für Studierende befinden sich auf den Webseiten des Deutschen Studentenwerks.

Campus Heidelberg

 

Dieses Bild haben wir auf dem Campus der Hochschule aufgenommen - aber wo? Die Auflösung gibt's im nächsten Newsletter.

Auflösung zum November-Newsletter:

 

Das Foto zeigt das Medienlabor im Neubau der PH:

Vortrag: "Das Element der Nicht-Identität im Antiziganismus"

Eine Kooperationsveranstaltung am 3. Dezember mit der Gesellschaft für Antiziganismusforschung

[red] Identität ist für die Konstruktion ethnisierender Fremdbilder und die auf ihnen beruhenden Gewaltverhältnissen eine zentrale Kategorie: Das "Eigene" und das "Fremde" werden einander in der Imagination polar gegenübergestellt, mittels der ihnen zugeschriebenen Eigenschaften werden die Einzelnen dabei als Angehörige einer Gruppe identifiziert. Wie Magdalena Freckmann (TU Berlin) in ihrem Vortrag argumentieren wird, wird im Antisemitismus und im Antiziganismus aber gleichzeitig die Unzulänglichkeit der Identitätskonstruktionen verhandelt, was sich in der Vorstellung von einer "nicht-identischen Identität" niederschlägt.

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Anhand dieser Konstruktion sollen im Vortrag Parallelen und Unterschiede in der Struktur antisemitischer und antiziganistischer Bilder untersucht werden. Dabei soll gezeigt werden, dass die Vorstellung von der "Grenzüberschreitung" durch die antisemitisch und antiziganistisch Stigmatisierten, durch die vermeintlich zentrale gesellschaftliche Ordnungskategorien wie Nation und Geschlecht in ihrem Bestehen bedroht werden, für das Verständnis dieser Bilder zentral ist. Der Vortrag wird auf dem im März dieses Jahres in der Zeitschrift für Rechtsextremismusforschung erschienenen Aufsatz "Das Element der Nicht-Identität im Antiziganismus" beruhen.

Die Kooperationsveranstaltung der Gesellschaft für Antiziganismusforschung und der Arbeitsstelle Antiziganismusprävention der Pädagogischen hochschule Heidelberg findet am Samstag, 3. Dezember 2022 um 18.00 Uhr statt.

Weitere Informationen folgen unter www.ph-heidelberg.de/antiziganismuspraevention.

ZOrA: "X-Mas - Coding"

Schülerinnen können am 6. Dezember animierte Weihnachtskarten selbst gestalten. Eine Anmeldung ist notwendig.

[red] Noch kein Weihnachtsgeschenk und Weihnachten rückt immer näher? Kein Problem, beim "Xmas-Coding" Special können Schülerinnen ab der 10. Klasse Karten der ganz besonderen Art unter den Weihnachtsbaum legen. Bei einem gemütlichen Abend mit Keksen und Weihnachtsmusik werden mit Hilfe der blockbasierten Programmiersprache Snap! animierte Weihnachtskarten selbst gestaltet.

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Die Veranstaltung findet am Dienstag, 6. Dezember im Rahmen der Zukunfts-Orientierungs-Akademie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und der Universität Heidelberg statt. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse, jedoch eine Anmeldung nötig.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zora-hd.de.

BNE-Ringvorlesung

Vorträge am 6. Dezember und 10. Januar 2023

[red] Im Rahmen des Übergreifenden Studienbereichs der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet das Heidelberger Zentrum Bildung für nachhaltige Entwicklung im Wintersemester 2022/2023 eine hochschulweite Ringvorlesung "Bildung für nachhaltige Entwicklung" an.

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Diese findet dienstags von 18.15 bis 19.15 statt. Veranstaltungsort ist der Hörsaal H.002 (Hörsaalgebäude; Im Neuenheimer Feld 560, D-69120 Heidelberg); die aktuellen Hygiene- und Nutzungsregelungen zur Vermeidung von COVID-19-Infektionen sind einzuhalten.

Folgende Vorträge sind vorgesehen:

6. Dezember 2022
"Erhöht Nachhaltigkeit die Lebenszufriedenheit? Nachdenken über das Glück"
Prof. Dr. Ulrike Graf (Erziehungswissenschaft)

10. Januar 2023
"What foreign language learning and teaching and Education for Sustainable Development (ESD) have in common - insights from the MULTILA project"
Prof. Dr. Karin Vogt (Englisch) and Prof. Dr. Bassey Antia

Informationsveranstaltung: "Studium und Praktikum im Ausland"

Am 8. Dezember informiert das Akademische Auslandsamt über die zahlreichen Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen

[red] Die Pädagogische Hochschule Heidelberg ist eine international ausgerichtete Hochschule: Sie leistet bildungswissenschaftliche, fachdidaktische sowie sonderpädagogische Forschung und Lehre im internationalen Kontext und qualifiziert Fach- und Führungskräfte in pädagogischen Berufen - nicht länger nur für den regionalen, sondern auch für den überregionalen und internationalen Arbeitsmarkt.

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Am Donnerstag, 8. Dezember beantwortet das Akademische Auslandsamt nach einer kurzen Vorstellung der Möglichkeiten, im Ausland zu studieren bzw. ein Praktikum zu absolvieren, Ihre Fragen zum Thema. Die Veranstaltung findet um 14.00 Uhr in Raum 018 statt (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg).

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ph-heidelberg.de/auslandsamt.

BNE-Colloquiumsreihe: "Urbane Gesundheit"

Ein Onlinevortrag am 13. Dezember von PD Dr. Carsten Butsch (Universität zu Köln)

[red] Der Vortrag "Urbane Gesundheit" von PD Dr. Carsten Butsch ist für Dienstag, 13. Dezember 2022 um 18.15 Uhr geplant. Die öffentliche Veranstaltung im Rahmen der BNE-Colloquiumsreihe findet online statt. Die Zugangsdaten finden Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn auf der Homepage des Heidelberger Zentrums Bildung für nachhaltige Entwicklung. Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum.

Weihnachtskonzert

Ein gemeinsames Konzert der Bigband und des 4x4 Frauenchors am 13. Dezember

[red] Die Bigband und der 4x4 Frauenchor der Pädagogischen Hochschule Heidelberg geben ein gemeinsames Weihnachtskonzert. Dieses findet am Dienstag, 13. Dezember 2022 um 19.00 Uhr in der Festhalle statt (Keplerstraße 87, D-69120 Heidelberg). Weitere Informationen finden Sie unter www.ph-heidelberg.de/musik.

Prüfungsangst weit verbreitet

Aktuelle Studie zeigt: Prüfungsangst kann sich stark auf die Karriere auswirken

[red] Einer aktuellen Studie der Internationalen Hochschule in Erfurt (IU) zufolge kann Prüfungsangst gravierende Folgen für die berufliche Zukunft der Betroffenen haben: 26,8 Prozent der Befragten, bei denen die Prüfungsangst Auswirkungen hatte, konnten aufgrund der Angst nicht den gewünschten Beruf wählen. Und 41 Prozent der Befragten haben durch ihre Prüfungsangst sogar einen bestimmten Schul- oder Hochschulabschluss nicht erlangt – etwa, weil sie die Schule oder das Hochschulstudium abgebrochen haben.

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42 Prozent der Befragten, bei denen sich die Prüfungsangst ausgewirkt hat, sind Mehrkosten entstanden – zum Beispiel, weil Prüfungen kostenpflichtig wiederholt werden mussten.

Die Studie zeigt, dass 9 von 10 Deutschen (86,8 Prozent) schon einmal unter Prüfungsangst litten. Bei den meisten Befragten (64,7 Prozent) trat diese während der Schule oder des Studiums auf. 47,1 Prozent verspürten Prüfungsangst im Rahmen einer Bewerbung, dicht gefolgt von Ängsten während der Berufsausbildung (45,9 Prozent). Das Überraschende: Obwohl die Angst vor Prüfungssituationen so verbreitet ist, nimmt kaum jemand Hilfe in Anspruch. Gerade einmal 14,1 Prozent der Befragten mit Prüfungsangst suchten sich Unterstützung, um etwas gegen ihre Angst zu unternehmen – die meisten davon (53,4 Prozent) bei Freund:innen und Familie; 39,8 Prozent gingen deshalb sogar zur psychologischen Psychotherapie.

Mögliche Ursache: Zu hohe Selbstansprüche
Laut der Umfrage fühlt sich fast die Hälfte der Befragten (45,8 Prozent) mit ihren Ängsten nicht ernstgenommen. Als wesentlicher Grund Nummer Eins für Prüfungsangst nennen 53,8 Prozent der Betroffenen zu hohe Ansprüche an sich selbst. „Es gibt keine andere Generation, die sich so stark vergleicht, wie die Generation Z“, erklärt Anna Paulin Horwedel, die sich als Study Guide am IU-Standort Mannheim um die Sorgen der Studierenden kümmert. „Das stresst zum einen natürlich, weil man gefühlt ständig in Konkurrenz steht. Zum anderen steigt dadurch die Hemmschwelle, sich Hilfe zu holen – denn die anderen brauchen sie ja scheinbar auch nicht“, so Hordwedel weiter.

Mehr als ein Drittel will Prüfungsangst allein bewältigen
49,5 Prozent der Betroffenen glaubt, ihre Prüfungsangst sei nicht schlimm genug, um sich Hilfe zu suchen. 38,6 Prozent möchten es allein schaffen, die Prüfungsangst zu bewältigen. Ein folgenreicher Trugschluss, wie Horwedel erklärt: „Je früher man sich Hilfe sucht, desto besser. Sich mit einer solchen Situation allein gelassen zu fühlen, sorgt für emotionalen Stress und verstärkt das Ganze nur. Die Gefahr für eine Gedankenblockade – ein so genannter Blackout –, der während der Prüfung auftreten kann, steigt. Im Austausch mit Expert:innen sollte das Problem daher an der Wurzel gepackt werden, um den Auslöser für die Angst zu finden. Wird die konkrete Ursache, wie etwa zu großer Druck wegen der Wichtigkeit der Prüfung oder internalisierten Erwartungshaltungen von außen schnell gefunden, kann man an einem gemeinsamen Plan arbeiten – etwa, um sich gezielter auf die Prüfung vorzubereiten.“

An der IU Internationalen Hochschule (IU) nehmen sich so genannte Study Guides den Sorgen und Nöten von Studierenden unter anderem in Prüfungssituationen an. Studierende im dualen Studium können sich jederzeit an Anna Horwedel und ihre Kolleg:innen wenden und das umfassende Hilfsangebot der Hochschule nutzen.

Über die Studie
Im Rahmen der Kurzstudie „Prüfungsangst“ wurden 1.600 Personen zwischen 16 und 65 Jahren befragt – repräsentativ verteilt nach Alter und Geschlechtsidentität. Die Befragten gaben an, Prüfungsangst während der Schule/des Studiums oder/und während einer Berufsausbildung empfunden zu haben.

Quelle: Pressemitteilung der Internationalen Hochschule Erfurt, 17.11.2022

Verhängnisvoll schlechte Noten

Proteste gegen Leistungsanforderungen eines Professors an der New York University erzwingen dessen Absetzung

[red] An der New York University (NYU) haben sich Studierende erfolgreich gegen zu hohe Leistungsanforderungen in einem Chemiekurs gewehrt. 82 von 350 Studierenden hatten zuvor im Frühjahr 2022 eine Petition gegen den Kursleiter Professor Maitland Jones unterzeichnet und ihm darin die Schuld für ihr schlechtes Abschneiden zugewiesen.

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In der Petition heißt es: „Ein Kurs, in dem so viele Studierende durchfallen oder schlechte Noten haben, wirft ein schlechtes Licht auf die Abteilung für Chemie und die Uni als Ganzes.“ Dass Studierende etwas lernen und sich wohlfühlen, habe offenbar keine Priorität. Einige Vorwürfe zielten darauf, dass der Professor die Widrigkeiten beim Lernen in der Pandemie zu wenig berücksichtigt habe.

Die NYU zog daraufhin Konsequenzen und verlängerte den Arbeitsvertrag mit dem in der Fachwelt anerkannten Hochschullehrer nicht mehr mit der Begründung, dessen Lehre entspreche nicht den Standards der Universität. Den Studierenden wurde zugleich angeboten, ihre Noten zu überprüfen. Zudem durften sie sich rückwirkend von Jones‘ Veranstaltungen abmelden.

Das Vorgehen löste Kontroversen aus: Ehemalige Studierende schwärmen wahlweise von Jones oder klagen über seinen Unterricht. Jones, 84, hat als Wissenschaftler und Dozent einen guten Ruf. Jahrzehntelang unterrichtete er Studierende zuerst in Princeton und dann in New York. 2017 wurde er an der NYU sogar zu einem der coolsten Professoren gewählt.

Jones selbst wehrt sich gegen das Vorgehen der Hochschule und beklagt das geringe Leistungsniveau der Studierenden. Ihre Noten seien immer schlechter geworden, obwohl er den Schwierigkeitsgrad seiner Prüfungen bereits reduziert habe. Das Problem habe sich durch die Pandemie verschärft, so der Professor weiter. Die Studierenden lernten nicht nur nicht, sondern wüssten offensichtlich nicht, wie man lerne.

Quellen: Der Spiegel, 5.10.2022, Deutscher Hochschulverband, Newsletter 10/2022